Sonntag, 6. Oktober 2019

wintertauglich

Ihr Lieben,

ich hab so viel zu zeigen, ich kann mich gar nicht entscheiden... außerdem beantrage ich mehr Zeit. So pro Tag zwei Stunden wären gut. Für die Näherei und das Bloggen. Kann das jemand einrichten, bitte? Wobei, wahrscheinlich würde ich auch die zusätzlichen zwei Stunden im Moment damit verbringen, die Sommerschuhe auszusortieren, die Jackengarderobe von Sommer auf Winter umzustellen und die Kleiderschränke wintertauglich zu machen. Da führt nämlich kein Weg dran vorbei.



Gerade bei den Mädels ist es bitter nötig - die zwei sind wieder durch eine ganze Größe geschossen und haben aber auch gar nix passendes mehr im Kleiderschrank. Ich hab mir fest vorgenommen, dieses Mal etwas minimalistischer dabei vorzugehen.



Meistens sieht es nämlich so bei uns aus: Wir bekommen ganz viele gebrauchte Klamotten geschenkt. Was an sich eine tolle Sache ist, und mir die liebste Art Nachhaltigkeit. Allerdings sind die Kleiderschränke dann proppevoll, und die Damen, die inzwischen doch jede einen eigenen Kleidergeschmack entwickelt haben, nutzen die obersten 5 Shirts als Lieblingsshirts, und der Rest wandert ungetragen am Ende der Saison wieder aus dem Schrank.


Dann besteht noch die Möglichkeit, dass die kleine Schwester andere Favoriten hat, als die Große hatte, dann wurden immerhin 10 Shirts getragen. Von 30 oder so. Dafür ist im Kleiderschrank aufgrund der Wäscheberge immer Chaos.


Heuer habe ich beschlossen, die Kleiderschränke mit den Mädels gemeinsam sparsam zu füllen und gleich schon mal die Favoriten auszuloten. Und dann einfach einen Packung Kleidung zu spenden. Wohltätige Zwecke gibt es genug, und so wird gleich noch was Gutes getan - und ich hoffe, dass die nächste Größenumstellung dann so auch weniger Arbeit ist. Mal sehen, ob ich meine guten Vorsätze so auch verwirklichen kann. So ein bisschen Hamster steckt nämlich manchmal doch in mir... :D :D Ich werde berichten.


Wenn ich für die Mädels etwas nähe, dann inzwischen nur noch in enger Absprachen mit den beiden. Und die mögen inzwischen längst nicht mehr alles. Bunt darf es aber zum Glück noch sein. Und mit kuschelig punkte ich eigentlich auch immer. Kein Wunder, dass sich diese Jacke ganz schnell zum Lieblingsteil gemausert hat...


Eigentlich sind unsere selbstgenähten Jacken fast ausnahmslos nach Schnitten von Ilona von Meine Herzenswelt. Weil die einfach super sitzen, immer ein gewisses Etwas haben und die Anleitungen klasse nachvollziehbar sind. Aktuell hängen an unserer Garderobe vier Jacken nach drei Herzenswelt-Schnitten, die sehr regelmäßig getragen werden. Das aktuellste Modell ist im letzten Probenähen entstanden und nennt sich "Pedro". Pedro ist die Fleecejacke aus einem Dreifach-Ebook, nach dem man eine Softshelljacke, eine Fleecejacke oder eine Softshelljacke mit einzippbarer Fleecejacke nähen kann - ihr bekommt die Schnitte als Kombipaket oder auch einzeln. Tolle Modelle sind da entstanden... Den superkuscheligen melierten Fleece habe ich in einem Stoffgeschäft im Urlaub mitgenommen. Besonders witzig finde ich die Taschen, die hier in der Vorderteilung mit eingesetzt sind. Damit unten kein Herbstlüftchen durchkommt, habe ich im Saum ein Gummiband eingezogen und die Ärmel noch mit dem supercoolen LOVE-Band und einem XXL-Aufnäher von Namijda gepimpt. Die Fleecejacke ist grade im Dauereinsatz und das Mittelkind hat selbstverständlich auch schon Bedarf angemeldet - da habe ich die Jacke auch schon zugeschnitten... <3
Falls ihr auch noch herbstlichen Jackenbedarf habt, egal ob Fleece-, Softshell- oder wintertaugliche Kombiversion, dann hüpft schnell zu Meine Herzenswelt und schaut euch vor allem die Designbeispiele an - ich kann euch den Schnitt nur wärmstens ans Herz legen!
HIER landet ihr bei der ganzen Ebooksammlung, wo ihr die Jackenschnitte einzeln oder als Kombi, für Teens oder Kids ergattern könnt - und das DamenEbook ist auch bereits in Arbeit! <3


Nachdem die große Tochter sich soeben beschwert hat, dass ihre Hände nach der Kirche die reinsten Eiszapfen sind, weil in diesem Haushalt kein einziger Handschuh zu finden ist, werde ich jetzt mal in den Keller laufen und zumindest eine Notfallration Schals und Handschuhe bereitstellen... :D :D

Hasenwilde Grüße
Johanna

Dienstag, 17. September 2019

Flexibilitätstheorie

Ihr Lieben,

wenn was nicht passt, dann muss man sich entweder damit abfinden oder gucken, ob man es ändern kann. Das trifft auf so viele Situationen im Leben zu. Und weil dieses "passen" oder "nicht passen" sehr individuell ist, gibt es leider kein Patentrezept - nicht für den Job, nicht für die Kindererziehung, nicht für einen gelungenen Urlaub und grundsätzlich sehr selten für Elemente der Lebensplanung.



Das ist recht schade, denn so ein fertiges Grundrezept würde das Leben doch viel einfacher machen. Ist aber nicht. Und, wenn wir ehrlich sind, wäre das auch ziemlich langweilig, oder?

Flexibilität ist also das Motto der Stunde. Immer wieder überprüfen, ob die eigenen Rituale noch zu mir passen. Gerade dann, wenn's irgendwo hakt. Seien es die Bettgehzeiten oder die Hausaufgaben, die gemeinsame Terminabsprache oder die Hobbygestaltung. Manchmal schleichen sich Gewohnheiten ein, die grundsätzlich zur Missstimmung führen.


Die große Tochter und ich feilen zum Beispiel immer wieder an den Hausaufgabenzeiten. Gleich nach der Schule ist sie so unkonzentriert, dass sie ewig braucht und viele Fehler macht. Zu spät am Abend kollidieren die Hausaufgaben aber mit Abendessen, Familienzeit und Bettgehzeiten. Und dazwischen? Da wäre ich doch durchaus auch gern mal mit meinen Kindern ungebunden. Frei für einen Ausflug, oder zumindest einen Einkauf im nahegelegenen Supermarkt. Wir haben also eigentlich gar keine Zeit für Hausaufgabenzeit! Aber hilft ja nichts. Ich bin also so flexibel wie möglich und wir teilen die Hausaufgaben auf und suchen nach dem Zeitpunkt, der am besten ins aktuelle Familienleben passt. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Aber grundsätzlich mit einem gewissen Maß an Flexibilität.


Ich stelle immer wieder fest: Rituale sind wichtig, aber es ist genauso wichtig, sie immer wieder auf den Prüfstand zu stellen, ob sie nach wie vor familientauglich und zeitgemäß sind. Und dann flexibel zu reagieren, wenn Dinge geändert werden müssen.


Auch im Urlaub hab ich wieder festgestellt: Am friedlichsten ist der Ablauf, wenn wir Eltern uns nicht zu sehr auf unsere Pläne versteifen. Wenn es auf dem geplanten Stadtausflug furchtbar heiß ist und die Kinder quengelig werden, wird eben abgekürzt und wir suchen uns stattdessen einen kühlen Platz im Park, am Brunnen, am Bach, wo auch immer. Wenn die Herrschaften bereits zwei Stunden vor dem geplanten Restaurantbesuch quasi verhungern, dann kochen wir eben doch. Oder holen Pizza. Und gehen ein andermal essen. Was nicht heißt, dass wir vor jedem Wünschchen unserer Kinder eine tiefe Verbeugung machen - die halten durchaus auch manchmal was aus. Die Kunst ist, einen guten Blick dafür zu entwickeln, wann man die Pläne besser ändert und wann das Endergebnis für den vorhergehenden Ärger entschädigt. :D


Nähtechnisch ist das übrigens auch so. Es gibt genähte Teile in meinem Kleiderschrank, die passen eben einfach nur so irgendwie. Und nicht richtig. Die ziehe ich natürlich nie an. Aber weil sie ja irgendwie so halbwegs passen, werfe ich sie auch nicht weg. Und manchmal packt mich dann der Rappel, und ich mache mich über meine Schrankleichen her. Dann kommen sie entweder weg oder werden zu etwas Neuem. So auch hier - das Kleid mit dem wundervollen Rock hatte ein Webwareoberteil, welches nur so irgendwie halbwegs passte. Eigentlich waren die Träger zu weit innen und der Ausschnitt an der Achsel viel zu tief. Ich hatte das Kleid also vielleicht einmal an und seither schlummerte es in den Tiefen meines Kleiderschrankes. Bis ich mich letztens endlich dazu aufgerafft habe, das Oberteil und den Rock zu trennen. Stattdessen habe ich an den weichen Rockstoff eine "Lucy" von Meine Herzenswelt genäht. Ich musste sie ein bisschen kürzen, aber ansonsten passt sie nicht nur wunderbar an den Lynn-Rock, sondern eben auch an mein vernachlässigtes Rockteil. Und jetzt sitzt das Kleid wieder, ist weich und angenehm und ich habe Lust, es zu tragen. Die Bilder hat übrigens meine Schwester gemacht, und ich bin sehr begeistert davon - man sieht schon den Unterschied zwischen einem Stativ mit Fernauslöser und einem echten, lebendigen Menschen hinter der Kamera, findet ihr nicht? <3


Ich bin also um ein passendes Kleid im Schrank reicher und fühle mich in meiner Flexibilitäts-Theorie bestätigt. Lasst mich also einmal durchschnaufen und dann diese Hausaufgabenzeiten nochmal angehen... :D :D :D

Hasenwilde Grüße
Johanna

Samstag, 14. September 2019

ganz von vorn

Ihr Lieben,

ich hatte euch ja noch Bilder vom kompletten Babybub-Outfit versprochen. Dann mal los. :)

8 Monate ist er jetzt alt, der kleine Mann. 8 Monate!!! Kann man sich das vorstellen? Wo ist denn dieses Jahr so schnell hin??




Immer wieder höre ich: "Ihr wart doch schon so weit mit euren großen Mädels. Ihr hattet schon wieder so viele Freiheiten. Wie konntet ihr da nochmal von vorn anfangen??". Grundsätzlich stimmt das. Die beiden Großen sind einfach schon... ziemlich groß. Selbstständig. Klar brauchen die zwei mit 6 und 8 Jahren auch noch Zeit und Zuwendung und Betreuung, aber nicht mehr in dem Maße wie ein Baby. Wir konnten vor dem Babybub zu zweit abends fortgehen, ich konnte die zwei einfach schnell allein zu Hause lassen und einkaufen gehen oder ein bisschen Sport machen. Das abendliche Bettgehritual war easy und schnell und die Nächte - oh ja, die waren ganz und gar durchschlafen. (An dieser Stelle gähne ich heimlich. :D)


Und trotzdem. Oder gerade deswegen genieße ich unseren Babybub so unglaublich. Der ist nämlich ein absolutes Wunschkind. Ein ziemlich lang gewünschtes Wunschkind sogar. Und wir waren vom Gefühl her einfach unvollständig. Noch nicht fertig als Familie. Klar, wenn er sich nicht mehr eingestellt hätte, der Babybub, dann wären wir trotzdem zufrieden gewesen, mit unseren zwei tollen Mädels. Aber die Tatsache, dass ihn uns Mutter Natur doch noch geschenkt hat, hat uns mehr als glücklich gemacht.


Und ich habe heute, mit zwei ziemlich großen Kindern und einem Baby, einen ganz großen Vorteil: Ich kann ein bisschen in die Zukunft sehen. Bei der großen Räubertochter schien jede Phase eine Unendlichkeit zu dauern. Es fühlte sich manchmal so an, als würde sie ihr und mein Leben lang nicht durchschlafen. Oder Zähne kriegen. Heute weiß ich das besser. Beim dritten Kind kann ich ganz klar sagen: Es geht vorbei. Jede Phase ist zeitlich begrenzt. Und jede hat ihre schönen und ihre schwierigen Seiten. Es geht darum, sich auf die schönen Dinge zu konzentrieren und sie in vollen Zügen zu genießen und die schwierigen möglichst stressfrei zu überstehen. Denn schon morgen kann der Babybub den nächsten Entwicklungsschritt tun. Und dann sind mitsamt den Dingen, die manchmal anstrengend sind, auch Dinge weg, die ich so sehr liebe. Ich kann also die im Moment zweistündig unterbrochenen Nächte recht relaxt hinnehmen in dem Wissen, dass das vorbeigeht. Dafür schließe ich bei jeder Stillrunde die Augen, genieße die kleinen Hände auf meiner nackten Haut und das zufriedene Babyschmatzen, ich streichle über den kleinen, weichen Babykopf mit dem süßen blonden Flaum und atme den Babyduft ein. Gefühlt sind in der Nacht, im Dunkeln, nur er und ich auf der Welt. Wenn der Bub nämlich wieder besser schläft, werden die nächtlichen Stillmahlzeiten ganz schnell weniger. Dann freue ich mich eben über mehr Schlaf. Nein, ich kann nicht behaupten, dass ich in irgendeiner Weise bereue, nochmal "ganz von vorn" angefangen zu haben. Im Gegenteil.


Zu dem süßen Anzug, den ich euch letzte Woche gezeigt habe, gab es auch noch eine kuschelige Strickjacke. Die hat der kleine Mann im Moment ganz viel an - für den sich anbahnenden Herbst ist das nämlich genau das Richtige. Ich habe eine Jumi von Rosarosa aus dem tollen Grobstrick in Jeans meliert von Namijda genäht - da ist auch der XXL-Aufnäher her. Ich bin total begeistert von dem Stoff, der hat sich super vernähen lassen und ist ganz weich, gar nicht kratzig. Vielleicht nähe ich mir auch noch eine Strickjacke, ich könnte eine brauchen. Mal sehen.

Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 8. September 2019

Sommerfreuden

Schön langsam tauchen wir wieder auf aus dem Ferienfeeling. Schön langsam muss sich hier auch wieder ein bisschen Rhythmus etablieren. Und außerdem muss ich dringend schön langsam die Bettgeh- und Einschlafzeiten wieder in die richtige Richtung modifizieren.... :D Schade eigentlich. Wir hatten uns echt daran gewöhnt....


Die Sommerferien waren einfach wundervoll. Dieses Jahr ganz besonders, weil mein Mann seit Mitte August einen Monat Elternzeit hat und wir tatsächlich fast einen ganzen Monat alle fünfe ungebunden waren. Wir sind spät ins Bett gegangen und spät aufgestanden, waren ganz viel Schwimmen, wir haben gegrillt, Leute eingeladen und einfach in den Tag hineingelebt.
Zusätzliches Programm war kaum nötig - die Mädels haben es sehr genossen, einfach tun und lassen zu dürfen, was sie wollten. Sie haben unendlich viele Hörspiele gehört und waren gefühlt mehr im Wasser als an der Luft. Richtig Sommer eben.


Ein Highlight waren die zwei Wochen Urlaub, von denen wir am Mittwoch heimgekommen sind.
Mit dem Wohnwagen in den Süden, Italien, Strand, Meer, gelato, Pasta und Pizza... Ich habe noch die Sonne im Kopf und den Pinienduft in der Nase. Auf dem Heimweg haben wir noch zwei Tage die Dolomiten genossen, mit fantastischem Ausblick, Kabinenbahnfahrt und einer ausgiebigen Bergwanderung. Ja, doch, so müssen Sommerferien aussehen. Und doch, ich könnte auch noch mehr davon vertragen. Echt.


Ja, aber, was war denn mit dem Baby??, fragt ihr jetzt vielleicht. Der Babybub. Der kleine große. Der entwickelt sich prächtig, robbt inzwischen wie ein Großer und bringt sich auch schon fleißig in Krabbelposition. Er kräht und lacht, und manchmal schimpft er auch ordentlich. Und er fügt sich außerordentlich gut in unsere Familie ein. Ja, was war mit dem? Er war eben einfach überall dabei.


Er hat jeden Tag im Meer gebadet, und manchmal auch zusätzlich noch im Pool. Er hat auf der Krabbeldecke am Strand gespielt, und ich musste ihn hin und wieder daran hindern, den kompletten Sandstrand aufzufuttern. Er war an unserem Stellplatz am Boden auf einer Decke oder im zum Laufstall umfunktionierten Reisebett und hat da gespielt. Er hat jeden Ausflug mitgemacht, bei jedem Wetter und jeder Temperatur, war in der Trage, im Kinderwagen, auf dem Arm, wie auch immer es uns am unkompliziertesten erschien. Abends ist er mit an die Uferpromenade zum Eisessen gekommen oder hat dem Mittelkind beim Tanzen im Miniclub zugeguckt. Autofahrten in jeder Länge hat er verschlafen oder verspielt. Und nachts hat er brav neben mir geschlafen, an seinen Hasen oder auch an mich gekuschelt und ist morgens fröhlich krähend zum Frühstück (oder Spätstück) aufgestanden.


Wir haben dabei genau so viel Rücksicht auf ihn, seine Vorlieben und das, was ihm gut tut genommen wie auf jedes andere Familienmitglied. Und es hat prima funktioniert. Absoluter Luxus war dieses Jahr auch, dass meine Eltern den gleichen Campingplatz angefahren haben wie wir - so waren zusätzlich noch zwei Großeltern zum Schieben, Unterhalten, Kuscheln und Spielen da. Das haben wir allesamt sehr genossen.


Ich habe auch mal wieder ein paar Babybub-Bilder für euch. Anfang August waren wir auf eine Hochzeit eingeladen, und ich habe den jungen Herrn standesgemäß eingekleidet. Ich habe eine Großbestellung bei Namijda getätigt und mich dann an der Nähmaschine verschanzt... Entstanden ist ein Hugo von Konfettipatterns in Kombination mit einer Käptn Kukka-Mütze von Rabaukowitsch. Der Stoff ist ein weicher gestreifter Sommerleinen von Namijda. Dazu gabs auch noch eine Jacke aus Grobstrick - aber die zeige ich euch nächstes Mal, ich habe nämlich unendlich viele süße Bilder davon!


Jetzt muss ich noch das Einschulungskleid für das Mittelkind fertignähen und die Schultüte füllen (und fotografieren!!!), damit für nächsten Dienstag alles bereitsteht. Und dann stürzen wir uns wieder in den wilden Schulalltag!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 14. Juli 2019

Fünf Fragen am Fünften im Juli

Ihr Lieben,

ich schreibe ja hier nicht nur hin und wieder, ich lese auch gerne Blogs. Einer meiner Favoriten, bei dem ich selten bis nie einen Beitrag verpasse, ist www.luziapimpinella.de. Besonders die Reisebeiträge mit den wundervollen Bildern haben es mir fernwehsüchtigem Menschen angetan. Jetzt gibt es seit kurzem (ähäm, seit 19 Monaten, um genau zu sein...) eine Rubrik in dem Blog, die sich "Fünf Fragen am Fünften" nennt. Der fünfte ist leider schon vorbei, aber morgen ist der fünfzehnte und überhaupt - ich hab Lust heute. Also, fünf Fragen am Fünften. Frau Hasenwild ganz privat aus dem Nähkästchen.

 
1. Bestellst du im Restaurant immer das Gleiche?

Da musste ich jetzt glatt drüber nachdenken. Eigentlich bin ich ein Mensch, der gern Neues ausprobiert. Eigentlich. Und jetzt kommt das Aber. :D Meine Hühnereiallergie beschränkt die Speisenauswahl meistens drastisch. Abhängig davon, in welches Restaurant wir gehen, bleiben mir oft sowieso nur zwei oder drei Gerichte auf der Speisekarte, da ist die Auswahl dann nicht so groß, dass ich jedes Mal etwas Neues ausprobieren könnte. Also esse ich im Endeffekt schon oft ähnliche Gerichte. Ich wechsle aber im Rahmen meiner Möglichkeiten durch. :D Pizzafavoriten habe ich zum Beispiel ziemlich viele!


2. Genierst du dich dafür, dass du bestimmte TV-Formate schaust?

Ich schaue relativ wenig Fernsehen. Dass tagsüber die Flimmerkiste aus ist, wurde mir von Kindheit an antrainiert und ich verspüre immer noch ein latent schlechtes Gewissen, wenn ich tatsächlich mal am Sonntag Nachmittag die Glotze einschalte. Und dann schalte ich sie lieber schnell wieder aus. :D Gerade habe ich ja Elternzeit, und da brauche ich kaum Fernsehen. Da nutze ich die Zeit am Abend lieber an der Nähmaschine, oder zum Aufräumen. Oder lesen. Oder jetzt im Sommer zum Gartengießen. Oder ich sitze mit dem Göttergatten noch ein bisschen auf der Terrasse. Aber das war nicht die Frage, gell? Was irgendwie beweist, dass mir meine Lieblingsserien doch so ein bisschen peinlich sind. :D :D Ich verrate euch jetzt was. Ihr dürft aber nicht lachen. Ich liebe Superhelden. Und Raumschiffe. Ich bin Trekkie seit Kindesbeinen und kenne (fast) alle existenten Star Trek-Folgen, kann euch die Raumschiffkapitäne und ihre Offiziere in alphabetischer Reihenfolge rückwärts aufzählen und die Merkmale sämtlicher außerirdischer Lebensformen im Star-Trek-Universum im Schlaf benennen. WENN, als wenn ich wirklich nachmittags (wenn alle Kinder zufällig außer Haus sind. Alle 3 Jahre ungefähr) den Fernseher einschalte, dann suche ich TELE5 und gucke, ob Star Trek läuft. Außerdem fliege ich auf sämtliche Superhelden-Serien. Supergirl. The Flash. Legends of Tomorrow. The Quest. Gib mir einen fantastischen Weltenretter und ich bin der glücklichste Mensch vor meinem Fernseher. Und es ist mir ein klitzekleines bisschen peinlich. Aber nur ein klitzekleines bisschen. :D


3. Wann hast du zuletzt deine Frisur geändert?

Ich gehe so selten zum Frisör, dass meine Frisöse immer die Augen verdreht, wenn sie versucht herauszufinden, welcher nicht mehr vorhandene Schnitt da wohl vorhin in den Haaren war. Zwei- bis dreimal im Jahr halte ich für vollkommen ausreichend. Die Frisur ist dann immer ähnlich - aber weil der letzte Schnitt dann ja wieder so lang her ist, sieht es trotzdem irgendwie neu aus. Ich habe nämlich ziemlich abstehende Ohren. Deswegen sind Langhaarschnitte für mich ungeeignet, weil ich die Haare eh nicht zusammenmache. Kurzhaarschnitte dito. Also dreht sich alles zwischen Kinn- und maximal Schulterlänge. Pony mag ich nicht, müsste man öfter nachschneiden als ich zum Frisör gehe. Innerhalb dieser Parameter bin ich variabel. Aber so viel Spielraum bleibt da nicht. Das letzte Mal war ich glaub Anfang März oder so. Vielleicht gibt's dann zur Einschulung der mittleren Tochter im September nochmal einen Termin. Könnte ich mir vorstellen. :)

4. Wann hast du zum letzten Mal einen Sonnenaufgang beobachtet?

Oh je. Sonnenaufgänge sind ja eigentlich ne tolle Sache. Wenn nur die Uhrzeit nicht so ungünstig wäre. Ich bin ja bekennende Eule. Also, das letzte Mal, dass ich absichtlich einen Sonnenaufgang beobachtet habe (und dafür in aller Früh aufgestanden bin!!!!), war mit meinem Mann in Südafrika 2006. Mit den Füßen im morgendlich-eiskalten Sand. Aber manchmal erhasche ich versehentlich einen Blick auf den Sonnenaufgang, wenn ich nach dem nächtlich/frühmorgendlichen Stillen schnell aufs Klo husche. Ein Blick reicht mir da aber vollkommen. Und dann schnell zurück ins Bett.


5. Welches Kunstwerk hat dich stark beeindruckt?

Oh. Schwere Frage. Ich mag jede Art von Kunst und gucke sie mir gern an. Die Sixtinische Kapelle in Rom fand ich super. Aber am meisten und am nachhaltigsten beeindruckt bin ich von Musik. Konzerten. Liedern mit tollen Texten. Liveauftritte, bei denen Live gesungen oder gespielt wird und ich hören kann, dass die Leute ihr Instrument wirklich beherrschen. Oder die tolle Texte haben. Oder am besten beides. Dabei mag ich sehr gerne kleinere, regionale Gruppen. Luz amoi finde ich toll. Maybebop. Oder das Konzert letztes Jahr von Pam Pam Ida. Da gehe ich dann mit Gänsehaut und total beflügelt nach Hause. Und ein gutes Konzert ist auch ein Kunstwerk, finde ich.


Das waren sie dann auch schon, die fünf Fragen am Fünften. Ein kleiner Blick in meinen wirren Kopf. Hat es euch gefallen? 
Die Bilder nebenher sind von meiner aktuellen Lieblingstasche. Der Schnitt ist von Farbenmix und war die letzte Adventskalendertasche (der Schnitt heißt MixMich), die Stoffe sind alle aus meinem Stoffschrank und die Aufnäher habe ich bei Farbenmix gekauft. Und die Größe ist gerade optimal, wenn ich mit dem Babybub in der Trage unterwegs sind - da passen alle Einkäufe gut rein und sie lässt sich trotzdem praktisch umhängen. Momentan im Dauereinsatz.

Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 1. Juli 2019

Schritt halten

Heute will ich euch gar nicht so sehr über etwas Genähtes erzählen, sondern eher über etwas, was ich nicht genäht habe. Heute hab ich ihn nämlich bekommen, den Wink mit dem Zaunpfahl. Und das mittlere Tochterkind hat ziemlich kräftig gewunken, muss ich sagen. 
"Du, Mama? Kann ich eigentlich meine Schultüte noch mit in den Kindergarten nehmen? Zum Herzeigen?".
"Oh. Äh. Sicher, Kind. Auf alle Fälle. Also, nur nicht gleich morgen oder so. Eher.... später." 


Ihr könnt es euch sicher denken - das Dingens ist natürlich nicht fertig. Immerhin habe ich mich schon ein bisschen gekümmert, und der Rohling mitsamt Nähvorlage lagert schon im Keller. Aber die Tochter hat bezüglich des Motivs, das ich applizieren soll, genaueste Vorstellungen. Und, naja, weiter bin ich dann eigentlich auch noch nicht. :D

Überhaupt. Wieso wachsen die denn bitte so schnell? Warum will die denn jetzt auch schon in die Schule gehen? Immerhin war die bis vor einem knappen halben Jahr mein Baby. Meine Kleine. 


Ich meine, nicht dass die Maus nicht reif dafür wäre. Im Gegenteil, das Kind ist der personifizierte Ehrgeiz und frisst jede Art von Lernmaterial. Mit nichts kann man sie glücklicher machen, als mit Aufgabenheften, die sie in einem unglaublichen Tempo inhaliert und fertig wieder ausspuckt. Da kann man manchmal nur Augen machen. Nee, die ist schon schulreif. Das Problem liegt eher bei mir. ich bin nicht schon wieder schulreif. 


Als wäre es nicht genug, dass das Baby wächst wie ein Pfifferling und ständig seine Fähigkeiten optimiert. Jetzt wachsen die anderen beiden auch noch. Und mit jedem Schritt, den sie machen, lösen sie sich ein bisschen, werden selbstständiger und selbstbewusster und meistern Schritt um Schritt auf ihrem Weg. Wie um alles in der Welt soll denn da mein Mamaherz Schritt halten???


Das mag auch mit ein Grund sein, warum die Schultüte noch nicht fertig ist. Aber da das Kind sehr wohl bereit ist für den nächsten Schritt, werde ich mich dann mal zusammenreißen und ihr endlich ihre Wunschtüte nähen, damit sie die noch stolz im Kindergarten zeigen kann. Was muss, das muss, nicht wahr? Und schließlich mache ich das weder zum ersten, noch zum letzten Mal. Also dann!


Auf den Bildern seht ihr den Babyboy in einem meiner Lieblingsoutfits. Eine Strampelhose aus oliv-gestreiftem dehnbaren Jeansstoff, darunter ein Shirt mit raffiniertem Ausschnitt von Klimperklein. Der Bub sieht zu süß darin aus und hat das Set schon einige Male angehabt! Für die aktuellen Temperaturen ist es leider nicht so optimal geeignet - ich hoffe sehr, dass ich genug Wachspuffer eingebaut habe, dass er die Kombi noch ein paar Mal tragen kann!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Samstag, 15. Juni 2019

Abendlektüre

Ihr Lieben,
heute nur ein ganz kurzes "Hallo" von mir.
Wir sind frisch aus dem Urlaub zurück. Eine knappe Woche haben wir mit dem Wohnwagen in den Bergen verbracht. Zum Einen, um das Ende des ersten Elternzeitmonats meines Mannes nochmal so richtig gemeinsam als Familie zu genießen - zum Anderen, um herauszufinden, ob der Babysohn wohnwagen- und urlaubstauglich ist.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ist er. Er hat die Tage mit so viel Ruhe und Entspanntheit gemeistert und genossen, dass es eine wahre Freude war. Ich erzähle euch definitiv nochmal genauer, was wir alles getrieben haben - heute wollte ich euch aber nur kurz mein wichtigstes Urlaubsutensil zeigen: Meinen Ebook-Reader.


Fünf Menschen auf engstem Raum in unserem relativ kuschelig-kleinen Wohnwagen, das ist eine kleine Herausforderung. Jeder hat andere Bedürfnisse, Wünsche und bevorzugte Bettzeiten. Trotzdem schaffen wir es im Urlaub eigentlich immer, dass am Ende alle zufrieden in ihren Betten liegen. Ich genieße dann gern noch ein bisschen Paarzeit mit meinem Göttergatten. Draußen. Nur wir zwei. Allerdings wird es gerade in den Pfingstferien abends oft noch ungemütlich kalt, und dann verziehe ich mich auch gern zu den Kindern in den warmen Wohnwagen.


Und dann liege ich da, drei Kinder schlafen friedlich um mich herum, und ich will noch lesen. Ich will IMMER lesen, wenn ich ins Bett gehe. Das ist mein persönliches Ritual zum Abschalten am Abend. Und ich finde es katastrofürchterlich, wenn ich dann kein Licht andrehen kann, weil ich sonst die Kids wecke. Und da kommt der Reader ins Spiel. Eigentlich bin ich ein Fan von Büchern aus Papier. Ich mag die Haptik, das Geräusch beim Umblättern, den Geruch von Papier, die Tatsache, dass man genau sieht, wie viel vom Buch noch fehlt. Aber. Bevor ich gar nicht lese, lese ich lieber auf dem Reader. Der hat nämlich ein beleuchtetes Textfeld und weckt trotzdem mit seinem sanften Licht niemanden - und ich kann meiner Lektüre frönen, bis ich schlafend umkippe. :D


Vor Jahren hab ich meinem Reader zum Schutz eine Lederhülle genäht. Die war aber inzwischen ordentlich abgeschrubbelt und einfach nicht mehr schön - mal davon abgesehen, dass die Gummis innen und außen so ausgeleiert waren, dass der Reader einfach rausgerutscht ist. Es musste also was Neues her. Nach der Anleitung von Schnabelina habe ich aus so Korkstoffdingens mit Goldflitterglitter eine neue Hülle genäht und bin sehr happy damit. In Kombination mit dem fröhlichen apfelgrün macht sie echt was her, finde ich - da kann ich auch verschmerzen, dass ich statt einem Papierbuch ein elektronisches Exemplar in den Händen halte. Dankbarerweise teilt meine Mama ihre E-Bücherei mit mir und so hab ich auch keinen Mangel an Lesefutter. Gelesen hab ich übrigens "Fräulein Hedy träumt vom Fliegen" von Andreas Izquierdo - ein wunderwundervolles Buch, das ich euch nur ans Herz legen kann. Der nächste Urlaub kommt nämlich bestimmt!

Wie sieht's aus, habt ihr denn auch Lesetipps für mich? Was war euer letztes Urlaubsbuchhighlight? <3

Hasenwilde Grüße
Johanna