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Freitag, 18. September 2020

Gestrickfluenced

Ihr Lieben,

da bin ich schon wieder! Heute Vormittag habe ich den Kleinsten in einem ganz besonderen Teil fotografiert - und weil mir die Bilder so gut gefallen, hab ich mir gedacht, ich zeig sie euch direkt!



Dieses Mal ist es nichts (oder zumindest nicht nur) Genähtes, sondern ein Strickstück. Meine erste Strickjacke. Eigentlich bin ich kein Stricker. Ich bin ja eher Modell Ungeduld, und Dinge, die so laaaaaange dauern, sind nicht so wirklich meins. Deswegen mag ich das Nähen so gern - wenn man dran bleibt, hat man am Ende des Abends ein Ergebnis. Und fertig.


Jetzt folge ich aber schon länger der lieben Melissa von Missichen und die hat ja quasi auf jedem Insta-Foto ihr Strickzeug in der Hand. Und was die strickt! Leute, ernsthaft! Wunderschönste Mädelsjacken und -pullis, mit Rüschen und Knöpfen und Krägelchen und was weiß ich. Und irgendwann wollte ich das auch. Also, die schönen Jacken. Geinfluenced, quasi. Gestrickfluenced. Und da blieb mir ja nichts anderes übrig, als auf die Nadeln umzusteigen.


Ich dachte mir nämlich, solange der Kleinste noch nicht so riesig ist, muss so eine Jacke doch zu schaffen sein. Und habe mich im Frühjahr nach einem passenden Schnittmuster umgeschaut. Nur rechte Maschen bitte, ich als ziemlicher Strick-Neuling kann neben den Zu- und Abnahmen, Knopflöchern und all so einem Zeug definitiv nicht auch noch auf ein Muster achten. :D Mit Kapuze, damit die Jacke nicht so nach Trachtenlook aussieht. (Das gefällt mir auch total gut, aber so eine will ich extra. Dann mit ein bisschen Erfahrung und einem tollen Muster.)


Ja, und dann habe ich losgelegt. Irgendwann im späten Frühling, damit der Bub die Jacke den Sommer über tragen kann. Das habe ich definitiv nicht geschafft - man glaubt es nicht, aber auch dieser kleine Fratz braucht schon Unmengen feiner Merinowolle und noch viel mehr Unmengen an Strickstunden. Abends auf dem Sofa, nachmittags in der Sonne vor dem Sandkasten, im Auto, im Urlaub, überall waren meine Nadeln mit dabei.


Also, überall nicht. Sonst wäre ich bestimmt eher fertig geworden. ;) Es gab schon auch Motivationslöcher. Trotzdem. Die Jacke ist fertig, der Bub sieht so süß darin aus und ich bin zugegebenermaßen ein bisschen dem Strickfieber verfallen. Weil es nämlich einen großen Vorteil gegenüber meiner Nähmaschine hat: Es ist easy zu transportieren und kann überall mit hin. Raus, weg, wohin auch immer. Nicht als Nähersatz - das wäre ja noch schöner - aber als Zusatz und Ausgleich. Für Zeiten, in denen ich nicht an die Nähmaschine will oder kann, die Hände aber trotzdem gern beschäftigt sein wollen.


Deswegen habe ich mir direkt das zweite Strickmuster rausgesucht - einen Raglanpulli. Mit Streifen. Ich steige mustertechnisch also auf. Sollte er jemals fertigwerden, zeige ich ihn euch bestimmt!
Unter der Jacke trägt der Bub eine Checkerhose von Klimperklein aus Jersey - von denen habe ich immer welche auf Lager, und weil sie ganz unspektakulär genäht sind, schaffen sie es nicht immer auf ein Foto. Diese hier mögen wir aber, trotz der hellen Farbe, besonders gern. Den Stoff gab's mal bei Alles-fuer-Selbermacher in einer unbunt-Serie.


Jedenfalls bin ich ziemlich stolz auf mein Erstlingswerk und die Jacke steht und passt dem Träger perfekt und hat noch gut Spielraum zum Wachsen. Falls jemanden das Schnittmuster interessiert, sagt mir einfach nochmal Bescheid, dann such ich das raus! Damit verabschiede ich mich direkt ins Wochenende und wünsche euch viel Sonne und stressfreie Tage!


Hasenwilde Grüße
Johanna

Samstag, 14. September 2019

ganz von vorn

Ihr Lieben,

ich hatte euch ja noch Bilder vom kompletten Babybub-Outfit versprochen. Dann mal los. :)

8 Monate ist er jetzt alt, der kleine Mann. 8 Monate!!! Kann man sich das vorstellen? Wo ist denn dieses Jahr so schnell hin??




Immer wieder höre ich: "Ihr wart doch schon so weit mit euren großen Mädels. Ihr hattet schon wieder so viele Freiheiten. Wie konntet ihr da nochmal von vorn anfangen??". Grundsätzlich stimmt das. Die beiden Großen sind einfach schon... ziemlich groß. Selbstständig. Klar brauchen die zwei mit 6 und 8 Jahren auch noch Zeit und Zuwendung und Betreuung, aber nicht mehr in dem Maße wie ein Baby. Wir konnten vor dem Babybub zu zweit abends fortgehen, ich konnte die zwei einfach schnell allein zu Hause lassen und einkaufen gehen oder ein bisschen Sport machen. Das abendliche Bettgehritual war easy und schnell und die Nächte - oh ja, die waren ganz und gar durchschlafen. (An dieser Stelle gähne ich heimlich. :D)


Und trotzdem. Oder gerade deswegen genieße ich unseren Babybub so unglaublich. Der ist nämlich ein absolutes Wunschkind. Ein ziemlich lang gewünschtes Wunschkind sogar. Und wir waren vom Gefühl her einfach unvollständig. Noch nicht fertig als Familie. Klar, wenn er sich nicht mehr eingestellt hätte, der Babybub, dann wären wir trotzdem zufrieden gewesen, mit unseren zwei tollen Mädels. Aber die Tatsache, dass ihn uns Mutter Natur doch noch geschenkt hat, hat uns mehr als glücklich gemacht.


Und ich habe heute, mit zwei ziemlich großen Kindern und einem Baby, einen ganz großen Vorteil: Ich kann ein bisschen in die Zukunft sehen. Bei der großen Räubertochter schien jede Phase eine Unendlichkeit zu dauern. Es fühlte sich manchmal so an, als würde sie ihr und mein Leben lang nicht durchschlafen. Oder Zähne kriegen. Heute weiß ich das besser. Beim dritten Kind kann ich ganz klar sagen: Es geht vorbei. Jede Phase ist zeitlich begrenzt. Und jede hat ihre schönen und ihre schwierigen Seiten. Es geht darum, sich auf die schönen Dinge zu konzentrieren und sie in vollen Zügen zu genießen und die schwierigen möglichst stressfrei zu überstehen. Denn schon morgen kann der Babybub den nächsten Entwicklungsschritt tun. Und dann sind mitsamt den Dingen, die manchmal anstrengend sind, auch Dinge weg, die ich so sehr liebe. Ich kann also die im Moment zweistündig unterbrochenen Nächte recht relaxt hinnehmen in dem Wissen, dass das vorbeigeht. Dafür schließe ich bei jeder Stillrunde die Augen, genieße die kleinen Hände auf meiner nackten Haut und das zufriedene Babyschmatzen, ich streichle über den kleinen, weichen Babykopf mit dem süßen blonden Flaum und atme den Babyduft ein. Gefühlt sind in der Nacht, im Dunkeln, nur er und ich auf der Welt. Wenn der Bub nämlich wieder besser schläft, werden die nächtlichen Stillmahlzeiten ganz schnell weniger. Dann freue ich mich eben über mehr Schlaf. Nein, ich kann nicht behaupten, dass ich in irgendeiner Weise bereue, nochmal "ganz von vorn" angefangen zu haben. Im Gegenteil.


Zu dem süßen Anzug, den ich euch letzte Woche gezeigt habe, gab es auch noch eine kuschelige Strickjacke. Die hat der kleine Mann im Moment ganz viel an - für den sich anbahnenden Herbst ist das nämlich genau das Richtige. Ich habe eine Jumi von Rosarosa aus dem tollen Grobstrick in Jeans meliert von Namijda genäht - da ist auch der XXL-Aufnäher her. Ich bin total begeistert von dem Stoff, der hat sich super vernähen lassen und ist ganz weich, gar nicht kratzig. Vielleicht nähe ich mir auch noch eine Strickjacke, ich könnte eine brauchen. Mal sehen.

Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 7. April 2016

Déjà-vu

"Fällt der denn gar nichts Neues ein??", werdet ihr sagen. Habt ihr gerade ein Déjà-vu, wenn ihr an meinen letzten Rock aus dem grünen Nelvita-Stoff von raxn denkt? Naja - in dem Fall nein. Ich gebe zu, ich habe für raxns zweiten Stoff in sand-olivgrün schon wieder eine MyHedi genäht. Und ich habe denselben Kombistoff nochmal genutzt. ABER. :D :D


...das hat ja auch alles seine Gründe. Zum Einen kommt mir immer ein Rock in den Sinn, wenn ich an Susn, also Frau raxn, denke. Ich hab sie ja schon länger nicht mehr gesehen, weil wir beide ein schon ewig angedachtes gemeinsames Kaffeetrinken einfach nicht auf die Reihe kriegen - aber wenn ich so an sie denke, dann hat sie einen Rock an. Wenn ich sie jetzt malen müsste, dann würde ich sie mit einem Cordrock, einer Strumpfhose, einem dieser knallengen Oberteile, die sie unverschämterweise nach 4 Kindern tragen kann und hohen schwarzen Stiefeln zeichnen. Naja, und wenn ich dieses Bild dann schon im Kopf habe, dann ist der Rock schon drin in meinem Kopf... :D :D



Zum Zweiten finde ich die gemusterten Stoffe einfach toll für nen Rock. Das ist nicht ganz so viel Fläche wie ein Oberteil (zumindest ist das bei mir so... :D :D), und das Muster lässt sich total gut mit Unis oder melierten Stoffen ergänzen. Dann springt einen der Rock so richtig an und das Muster nimmt trotzdem nicht überhand. Mag ich total gerne so.


Zum Dritten liebe ich die Kombi aus sand und olive. Das sind einfach voll meine Farben. Den MUSSTE ich für mich haben. Da gab's gar nichts zu diskutieren.


Und der Kombistoff eignet sich einfach fantastisch, weil das ein ganz schwerer, dicker Sweat ist. Und ich habe für mich entdeckt, dass ein Saum aus so einem schweren Stoff dafür sorgt, dass der Rock nicht ständig die Leggings hochkrabbelt. Kennt ihr das, wenn man bei jedem dritten Schritt in irgendeine Richtung den Rock zurechtzuppeln muss, weil er sonst gefühlt bis über den Bauchnabel hochwandert? Schrecklich. Der schwere Saum hält den Rock wunderbar an seinem Platz. Für Jersey mag ich nämlich nicht so gern Innenfutter, weil erstens die Dehnbarkeit verloren geht und ich zweitens einfach gern den weichen Stoff um die Oberschenkel habe.


Und überhaupt - ich liebe Leggings mit Rock. Ich glaube, ich besitze keine einzige Hose die so ein angenehmes Tragegefühl macht wie Leggings mit Jerseyrock. Da drückt nichts, da rutscht nichts, da schneidet nichts ein, der Rock macht schicke lange Beine und die Leggings sorgt dafür, dass man sich nicht ständig Gedanken machen muss, wie man sich hinsetzt - und macht so einen Sommerrock ganzjahrestauglich. Überaus praktisch.


Ihr seht also, "Markuna" in sand konnte gar nichts anderes werden als ein Rock. Und von meinen Rockschnitten ist mir für weiche Stoffe eben MyHedi von Petit et Jolie am liebsten, der macht eine schöne Form, hat mit der Passe hinten und den Kellerfalten vorne das gewisse Etwas und ist (zumindest wenn man wie in meinem Fall hier die Paspeltaschen weglässt) ruckzuck genäht.


Dazu gab's dann eine passende braune Leggings nach dem Ebook "Stelzenhülle" von Fadenkäfer, einen Loop und eine passende MyCuddleMe von Schaumzucker aus weichem oliv-meliertem Strick mit sandfarbenen Bündchen. Mit einem T-Shirt drunter auch ein Outfit für jede Wetterlage, das sich ruckzuck von "kuschelig" in "sommerfrisch" verwandeln lässt.
Den GOTS-zertifizierten Jersey findet ihr bei Alles-fuer-Selbermacher. Und man kann auch andere Dinge draus nähen. Aber ehrlich - als Rock ist er doch am schönsten.... ;) Klickt einfach auf's Bild und seht ihn euch genauer an!

http://www.alles-fuer-selbermacher.de/Jersey---GOTS---Markuna---raxn---SandOlive?page=1
 
Ich schicke mein Markuna-Outfit und die schicken Fotos, die letztens spontan in der Morgensonne entstanden sind, noch flott zu RUMS!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Freitag, 1. April 2016

Ferienmodus

Heute nur ein kurzes Lebenszeichen aus der Versenkung. Endlich sind wieder alle gesund (zumindest mehr oder weniger, Schniefenasen ausgenommen) und wir genießen die restlichen Ferien in vollen Zügen.


Ferien. Ich liebe Ferien. Mein Mann belächelt das immer ein bisschen - er ist der Meinung, dass ich im Moment sowieso immer Ferien habe. Pah! So ein Blödsinn. "Ferien" unterscheidet sich signifikant von "keine Ferien". Auch wenn man Elternzeit hat. Es fallen nämlich in der Ferienzeit einfach alle Termine weg. Den Kindergartenbus erwischen morgens und mittags. Kinderturnen. Meine Instrumentalschüler haben frei, und ich versuche die Ferien auch frei von meinen Babymassagekursen zu halten. Kein Sport. Keine Verpflichtungen.


Am Ferienmorgen liegt ein ganzer terminfreier Tag vor mir. Zumindest meistens. Wir schlafen lang. Also, die Große und ich. Die Kleine marschiert nach dem Aufstehen ins Wohnzimmer und fängt schon mal mit dem Spielen an. Ich habe Zeit, mich im Bett noch siebenmal umzudrehen, bevor ich aufstehe. Und um für jeden ein verlockendes Luxus-Müsli mit mindestens vier Obstsorten zu schnippeln. Und dann können wir überlegen, was wir mit dem Tag anfangen. Viel Programm braucht es meist gar nicht - meine Kids lieben es, einfach freie Zeit zum Spielen zu haben. Vorhin haben sie sich ausgiebig "umgezogen" (also über die morgens angelegte Montur noch ungefähr sieben Sommerkleider drübergezogen, der Mehrschichtenlook ist scheinbar total angesagt) und jetzt bauen sie sich zwei Höhlen im Wohnzimmer. Eine für den Winter und eine für den Sommer. Dazwischendrin kann man wunderbar von Winter- zu Sommeroutfit wechseln. Ich lasse sie spielen - und bestocke eben heute Abend den Kleiderschrank dann wieder.


Meine Mädels dürfen grundsätzlich die komplette Ferienzeit mit mir zuhause verbringen. Ich habe immer das Gefühl, auch ihnen tut die Auszeit gut - obwohl ich auch während der Kindergartenszeit einen strengen Finger darauf habe, dass die geplanten Freizeitaktivitäten beschränkt bleiben. Trotzdem, das freie Spiel, die freie Zeitplanung und auch das Ausschlafen in den Ferien tut den beiden genauso gut wie mir. Meine Kinder sind grundsätzlich von der relaxten Sorte - aber in den Ferien sind sie tiefenentspannt. Und friedlich. Größtenteils.


Wenn wir nichts vorhaben, suchen dürfen sich die Mädels am Morgen ihre Anziehsachen selbst kombinieren (zumindest, solange sie wettertechnisch irgendwie vertretbar ist) - und, wie oben schon erwähnt, mehrere Schichten sind im Moment total angesagt. Obendrüber muss immer noch was kuscheliges, so ist man dann für alle Eventualitäten gerüstet. Da passt das neue Outfit der Großen ideal ins Konzept - das lieben wir nämlich beide. Ein Longtop aus dem wundervollen Retro-Stoff "Markuna" in rosa/beere, designt von Susn von "raxn", blitzt frisch unter einer kurzen, kuscheligen Strick-Wickeljacke hervor. Die Wickeljacke ist ein Upcyclingprojekt aus einer Strickjacke, die die Hasenkindertante aussortiert hat und begleitet und mit den langen Umschlagärmeln bestimmt noch ein Weilchen. Das Top habe ich nach dem Longtopschnitt aus dem EBook "Lotty" von kibadoo genäht. In die Kombi aus dem energischen Muster und dem melierten Unistoff habe ich mich total verliebt. Schade, dass nicht noch so eine Jacke zum Upcyceln da ist. Ich würde das auch so tragen. :D :D


"Markuna" gibt es in vier verschiedenen Farbstellungen. Ich durfte den Stoff für Alles-für-Selbermacher vernähen, und genau da könnt ihr ihn auch bestellen. Er ist GOTS-zertifiziert und lässt sich super verarbeiten - ich kann ihn euch nur empfehlen. Mit einem Klick auf das Bild könnt ihr euch die einzelnen Farben direkt bei AfS genauer anschauen!

 
http://www.alles-fuer-selbermacher.de/Jersey---GOTS---Markuna---raxn---RosaBeere?page=1

Auch den Markuna-Stoff, den ihr ganz oben seht, habe ich vernähen dürfen - den zeige ich euch die Tage noch. Jetzt verschwinde ich aber lieber wieder zurück in den Ferienmodus und genieße mit den Mädels das Wochenende!

Hasenwilde Grüße
Johanna