Ihr Lieben,
da bin ich schon wieder! Heute Vormittag habe ich den Kleinsten in einem ganz besonderen Teil fotografiert - und weil mir die Bilder so gut gefallen, hab ich mir gedacht, ich zeig sie euch direkt!
Dieses Mal ist es nichts (oder zumindest nicht nur) Genähtes, sondern ein Strickstück. Meine erste Strickjacke. Eigentlich bin ich kein Stricker. Ich bin ja eher Modell Ungeduld, und Dinge, die so laaaaaange dauern, sind nicht so wirklich meins. Deswegen mag ich das Nähen so gern - wenn man dran bleibt, hat man am Ende des Abends ein Ergebnis. Und fertig.
Jetzt folge ich aber schon länger der lieben Melissa von Missichen und die hat ja quasi auf jedem Insta-Foto ihr Strickzeug in der Hand. Und was die strickt! Leute, ernsthaft! Wunderschönste Mädelsjacken und -pullis, mit Rüschen und Knöpfen und Krägelchen und was weiß ich. Und irgendwann wollte ich das auch. Also, die schönen Jacken. Geinfluenced, quasi. Gestrickfluenced. Und da blieb mir ja nichts anderes übrig, als auf die Nadeln umzusteigen.
Ich dachte mir nämlich, solange der Kleinste noch nicht so riesig ist, muss so eine Jacke doch zu schaffen sein. Und habe mich im Frühjahr nach einem passenden Schnittmuster umgeschaut. Nur rechte Maschen bitte, ich als ziemlicher Strick-Neuling kann neben den Zu- und Abnahmen, Knopflöchern und all so einem Zeug definitiv nicht auch noch auf ein Muster achten. :D Mit Kapuze, damit die Jacke nicht so nach Trachtenlook aussieht. (Das gefällt mir auch total gut, aber so eine will ich extra. Dann mit ein bisschen Erfahrung und einem tollen Muster.)
Ja, und dann habe ich losgelegt. Irgendwann im späten Frühling, damit der Bub die Jacke den Sommer über tragen kann. Das habe ich definitiv nicht geschafft - man glaubt es nicht, aber auch dieser kleine Fratz braucht schon Unmengen feiner Merinowolle und noch viel mehr Unmengen an Strickstunden. Abends auf dem Sofa, nachmittags in der Sonne vor dem Sandkasten, im Auto, im Urlaub, überall waren meine Nadeln mit dabei.
Also, überall nicht. Sonst wäre ich bestimmt eher fertig geworden. ;) Es gab schon auch Motivationslöcher. Trotzdem. Die Jacke ist fertig, der Bub sieht so süß darin aus und ich bin zugegebenermaßen ein bisschen dem Strickfieber verfallen. Weil es nämlich einen großen Vorteil gegenüber meiner Nähmaschine hat: Es ist easy zu transportieren und kann überall mit hin. Raus, weg, wohin auch immer. Nicht als Nähersatz - das wäre ja noch schöner - aber als Zusatz und Ausgleich. Für Zeiten, in denen ich nicht an die Nähmaschine will oder kann, die Hände aber trotzdem gern beschäftigt sein wollen.
Deswegen habe ich mir direkt das zweite Strickmuster rausgesucht - einen Raglanpulli. Mit Streifen. Ich steige mustertechnisch also auf. Sollte er jemals fertigwerden, zeige ich ihn euch bestimmt!
Unter der Jacke trägt der Bub eine Checkerhose von Klimperklein aus Jersey - von denen habe ich immer welche auf Lager, und weil sie ganz unspektakulär genäht sind, schaffen sie es nicht immer auf ein Foto. Diese hier mögen wir aber, trotz der hellen Farbe, besonders gern. Den Stoff gab's mal bei Alles-fuer-Selbermacher in einer unbunt-Serie.
Jedenfalls bin ich ziemlich stolz auf mein Erstlingswerk und die Jacke steht und passt dem Träger perfekt und hat noch gut Spielraum zum Wachsen. Falls jemanden das Schnittmuster interessiert, sagt mir einfach nochmal Bescheid, dann such ich das raus! Damit verabschiede ich mich direkt ins Wochenende und wünsche euch viel Sonne und stressfreie Tage!
Hasenwilde Grüße
Johanna























