schon wieder ein ganzes Weilchen ist vergangen seit dem letzten Blogpost. Aber ich kann euch versichern: Wir genießen das Leben zu fünft. Diesen Samstag wurde unser Baby getauft und wir hatten ein wundervolles Fest.
Ich habe mir wie immer vorgenommen, nicht zu viel Aufhebens um die Sache zu machen. Schließlich kommen zur Taufe eigentlich die gleichen Leute wie zu jeder Geburtstagsfeier hier im Haus - eben die Verwandten. Dieses Mal noch getoppt durch meine Schwestern, die zu unserer Freude vollzählig aufgetaucht sind. Nachdem mein Mann und ich aber beide keine riesige Verwandtschaft haben, sind das in aller Komplettheit knapp 20 Leute. Also eigentlich eine recht entspannte Feiergröße.
Auf der anderen Seite ist so ein Fest ja dann doch ein ganz guter Anlass, Dinge zu putzen, die sonst nicht so oft geputzt werden. Und wenn man so eine Gelegenheit nicht nutzt, dann weiß man gar nicht, warum und wann man diese Dinge sonst putzen sollte. Und dann bleiben sie ungeputzt. Wer weiß, wie lange. :D Wir haben also dann doch beschlossen, sämtliche Fenster zu schrubben, die Vorhänge mal wieder durch die Waschmaschine zu jagen, die Oberlichter der Türen auf Hochglanz zu bringen und mal wieder über diverse Sichtflächen zu putzen. Was definitiv nicht geschadet hat. :D :D Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob es tatsächlich jemandem aufgefallen ist. :D :D
Davon abgesehen mag ich es gern, wenn Dinge gut geplant sind. Wenn wir schon Taufe feiern, dann will ich, dass es einen roten Faden gibt. Und passende Lieder, am liebsten von Freunden gesungen. Ein passendes Motiv auf der Taufkerze. Dass alles zusammenpasst. Und eben rund ist. Was sicherlich lobenswert, aber auch meistens eine Menge Aufwand ist. :D :D Aber das ist eben mein Ding. Und so haben wir Lesung, Fürbitten und Lieder rund um eine kleine Holzschatzkiste ausgesucht. Jedes Familienmitglied hatte dann einen Wunsch für den Lebensweg unseres Sohnemann dabei, der vorgelesen (soooooo schöne Texte!!!!) und dann sicher in der Kiste verstaut wurde. Ich freu mich schon drauf, wenn ich mit dem Bub in ein paar Jahren die Schatzkiste herausholen und mit ihm alle diese lieben Wünsche lesen kann.
Besonders gefreut hab ich mich, dass mein Opa, der Uropa des Babyboys, den ganzen Tag mit dabei war und sich mit seinen 97 Jahren offensichtlich gut unterhalten hat. Er ist inzwischen einfach nicht mehr immer so fit, dass das selbstverständlich ist - umso größer war unsere Freude, dass es ihm gut gefallen hat und er bis ganz zum Ende geblieben ist. Auch er hat dem Baby einen guten Wunsch aufgeschrieben, den Babyboy stolz auf seinem Schoß gehalten und dann seinen Wunsch für ihn vor versammelter Mannschaft vorgetragen - sogar auswendig.
Folgendes hat er gedichtet:
"Ich wünsche dir viel Glück und Segen
auf allen deinen Lebenswegen.
Und einen Wunsch hätt ich für dich:
Dass du so alt wirst wie ich."
Das hat für großes Gelächter und Applaus gesorgt und definitiv kann diesen Wunsch keiner besser und berechtigter wünschen, als mein Opa. :D :D
Der kleine Täufling war den ganzen Tag bester Laune, hat die Taufe wach und aufmerksam verfolgt, sämtliche Gäste angestrahlt und sind von jedem durch die Gegend schleppen lassen. Absolut vorbildlich, der süße Fratz. Wir hatten jedenfalls ein wunderschönes Fest, das uns sicher noch lang in Erinnerung bleiben wird.
So, jetzt einen eleganten Themenschlenker zu den Fotos... :D Begleitet hat diesen, wie auch die meisten anderen Tage, seit der Babyboy auf der Welt ist, die allgegenwärtige Wickeltasche. So ein aufwändiges Nähprojekt hatte ich schon länger nicht mehr - aber die hat sich sowas von gelohnt!! Als Schnittmuster habe ich - auf einen heißen Inspirationstipp von Love, Bella hin, die letztes Jahr eine supersüße Wickeltasche für ihren Neffen nach diesem Schnittmuster genäht hat - die "Alleskönner" von Farbenmix. Mit sämtlichen Optionen und allem Schnicksschnacks, mit hundert Fächern und Taschen, Reißverschlüssen, Wickelunterlage, flexibel abknöpfbarer Inneneinteilung und einer Kinderwagenhalterung. So, dass alles seinen Platz hat. Aber beim dritten Kind weiß ich inzwischen aus Erfahrung, dass kein Gegenstand so ausführlich über die nächsten zwei bis drei Jahre genutzt werden wird, wie die Wickeltasche, die wirklich immer und überall dabei ist. Und da hat sich der Aufwand dann auch wirklich gelohnt - und wenn sie dann noch halbwegs in Ordnung ist, lässt sich die Tasche sicher auch als Allrounder unterwegs weitergebrauchen. :D Oder ich näh mir dann ne Neue. :D
Den abwischbaren Innenstoff habe ich bei Alles-für Selbermacher gekauft, genauso wie den grünen Canvas und das Ebook "Schnullertasche", die ich passend genäht habe. Der bunte Außenstoff war ein Mitbringsel von der letzten Sew beim Sonntagshasen. Und Leute, ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt habe, aber ich liebe diese kunterbunte, feine Tasche.
Wir genießen heute einen ruhigen Tag nach all der Aufregung am Wochenende, ich gucke noch ein bisschen durch die frisch geputzten Fensterscheiben und habe endlich Zeit, diesen Blogpost zu schreiben. Auch schön, eigentlich.
Hasenwilde Grüße
Johanna







