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Samstag, 25. Mai 2019

Busliebe

Heute hab ich eines meiner aktuellen Lieblingsteile für euch! Mit Bulli! Ich mag nämlich Bullis!

Ich habe drei Schwestern. Unsere Familie hat also zu meiner Kinderzeit nicht in ein normales Auto gepasst. Und deswegen hatten wir einen VW-Bus. Sogar mehrere hintereinander. Weil der einfach praktisch war. Wir hatten alle Platz darin, der hatte genug Power, um hinten noch den Wohnwagen anzuhängen und auch Gepäck für sechs Leute passte spielend hinein. Mit Rädern, Kinderwagen, Schlauchboot und dem fetten aufblasbaren Krokodil, das jedes Jahr mit ans Meer musste.


Es kleben also jede Menge Kindheitserinnerungen an dem Gefährt. Urlaubsfahrten zum Beispiel. Die Tatsache, dass wir immer erst Hörspiele hören durften, wenn kein deutscher Radiosender mehr ging, ist mir noch gut im Gedächtnis. :D :D Außerdem hatten wir auf so mancher Autofahrt die Gitarre dabei und haben das Liederbuch rauf und runter gesungen. Der Bus war dann am Campingplatz immer der Schlafplatz von mir und meiner Schwester - als die beiden Älteren durften wir quasi ein Doppelzimmer bewohnen, während der Rest der Familie im Wohnwagen logierte.


Diese Bilder hab ich nach wie vor ganz deutlich vor Augen - die Innenfläche unseres Busses zur Liegefläche umgeklappt, Vorhänge an den Fenstern, die Heckklappe weit geöffnet, das Rauschen des Meeres und der Pinien im Ohr und den salzigen Duft in der Nase, das Schattenspiel der Bäume auf den Vorhängen, unter mir der Schlafsack und vor mir ein Buch. Herrlich.


Auch viel später noch fand ich nichts praktischer als unseren Bus. Wenn mein Fahrrad auf die Schnelle irgendwohin transportiert werden musste, passte das einfach in den Innenraum. Für Unifeste ließen sich Stehtische transportieren, ohne mühsam das Standbein abzumontieren. Und für die vielen musikalischen Gelegenheiten, bei denen ich mitgewirkt habe, hatten nicht nur ein E-Piano sondern auch noch ein komplettes Schlagzeug oder die Instrumente eines halben Blasorchesters Platz.


Und sogar fahranfängertauglich ist das Gefährt, trotz seiner Größe. Weil der Bus nämlich super übersichtlich ist. Hinten ist er da aus, wo die Scheibe ist, vorne hat man einen wunderbaren Überblick über die kurze Schnauze und auch seitlich braucht man nicht wirklich Platz einkalkulieren. Gut, bei engen Kurven sollte man vielleicht nicht den langen Radstand vergessen. Sonst kann man nämlich die seitliche Schiebetür elegant an einer Straßenlaterne anfahren, ohne dass Vorder- und Hinterteil des Autos auch nur einen Kratzer abbekommen. Nicht dass mir das jemals passiert wäre... ;)


Ein VW-Bus ist mein Traumauto. Große Liebe und so. Leider haben wir keinen - mein Mann ist nämlich der Meinung, dass sich so ein Riesenauto unter drei Kindern auf keinen Fall rentiert. Und bisher konnte ich ja nur zwei Sprösslinge vorweisen. Definitiv eines zu wenig. Jetzt haben wir uns ja endlich mit dem Babyboy auf einen busfähigen 5-Personen-Haushalt vergrößert - mal sehen, ob sich der Göttergatte nochmal auf eine Diskussion mit mir einlässt. :D


Es würde allerdings wohl ein moderner Multivan werden. Für einen alten Bulli sind unsere Autotechnikkenntnisse definitiv zu gering. Meine Schwester und ihr Mann fahren so ein Exemplar (nicht ganz so altes Baujahr wie der applizierte Bulli, aber trotzdem uralt, ihr wisst schon :D). Die sind aber beide studierte Maschinenbauer und können kleine Autowehwehchen unterwegs selber richten. Ich seh den total gerne und finde ihn kultig, aber ich brauch ein Selbstläufer-Auto ohne Reparaturbedarf. :D


Jedenfalls, nachdem ich meine VW-Bus-Liebe nicht an einem echten Gefährt ausleben kann, habe ich eben eins appliziert. Freihand und frei Schnauze. In gelb. Das gefällt mir nämlich auch ziemlich gut - auch wenn unsere Busse immer alle rot waren. Der Babyboy wird so jedenfalls direkt mal darauf vorbereitet, dass das ein cooles Gefährt ist. Auf dem Henry-Baby-Shirt von Rosarosa macht sich der Bulli jedenfalls super und passt perfekt zur SSP aus Jeansjersey. Ein Outfit ganz nach meinem Geschmack - halbwegs neutral, farbenfroh und praktisch. Ich überlege schon, ob ich es in der nächsten Größe einfach nochmal so nähe. :D

Das Ebook für das Oberteil findet ihr HIER und den Schnitt für die Hose gibt es HIER.


Ich hänge jetzt jedenfalls in Gedanken noch ein bisschen meinem Traumauto nach und werde nebenher die meuternde Nachkommenschaft mit Futter versorgen. Und mich auf den nächsten Urlaub freuen. Ich brauche dringend Pinien und Meer!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 29. April 2019

Spielezeit

"Wo steckt sie denn schon wieder?", fragt ihr euch? Na mitten im trubeligen Leben. Wo auch sonst? :D
Ich durfte mal wieder probenähen - dieses Mal für den kleinen Mann. Ich hab mich voll gefreut und es sind direkt drei Outfits entstanden. Aber wie ich euch letztens schon erzählt habe, arbeite ich ja immer noch an dieser Flatlay-mit-Baby-Sache. Und ich bin mit dem Set sehr glücklich, nicht aber mit dem Hintergrund. "Verknüllte Decke" ist ja eigentlich einer meiner Favoriten - hier aber nicht das Gelbe vom Ei. Geb ich ja zu. Mal sehen, vielleicht lege ich von den anderen Sets noch andere Fotos nach. Wenn das Baby Lust hat. Der lässt sich nämlich bereitwillig fotografieren, aber eher wenig bereitwillig umziehen... :D


Ja, was gibt es denn sonst so zu erzählen? Wir haben die Osterferien sehr genossen. Und wegen mir könnten wir gut noch zwei Wochen dranhängen. Ich bin Ferienfan. Schon allein jobbedingt. Als Lehrer kann man ja gar nicht nicht Ferienfan sein - auch wenn ich wirklich nochmal sagen muss, dass ich als Vollzeitlehrkraft immer ganz schön viel Arbeit mit in die Ferien genommen habe.


Jetzt in der Elternzeit könnte man behaupten, dass für mich eh jeder Tag gleich ist, vollkommen unabhängig von den Ferien. Ist aber totaler Quatsch. Ich hab nämlich Kinder. :D Und die Ferien sind terminfrei. Keine Hausaufgaben zu betreuen, kein Voltigieren, kein Instrumentalunterricht, kein Sport. Und vor allem morgens kein Wecker.


Ich liebe das und ich hab meine Kinder gern den ganzen Tag um mich. Im entspannten Zustand. Und zwei Wochen sind definitiv nicht lang genug, dass ich da riesig Programm auffahren müsste, damit die Damen nicht gelangweilt sind. Nee, die spielen. Tage und Wochen spielen die. Schleich und Playmobil und Lego und Kuscheltiere und draußen. Das war offensichtlich bitter nötig. Ich habe das Gefühl, diese Spielenergie staut sich immer zwischen den Ferien. Und wenn die Zeit so lang ist, dann werden meine Kinder krank. Daran merke ich dann, dass sie ferienreif sind. Zum Glück kommen die Ferien meistens gerade rechtzeitig, so dass die Damen nicht sterbenskrank sondern nur ein bisschen erkältet sind. Dann nutzen sie die freie Zeit, um sich gesundzuspielen.


Irgendwie finde ich es traurig, dass offensichtlich der normale Schulalltag nicht reicht, um eine sinnvolle Menge Spieltrieb loszuwerden. Zumindest bei meiner Schulkindtochter ist das so. Die Kindergartenmaus kommt erstens früher heim und hat zweitens einfach auch vormittag die Möglichkeit zum freien Spiel. Das Schulkind ist vormittags in der Schule (da ist sie sehr gerne, aber das zählt nicht als Spielen. Das ist auch keine Definitionssache, findet sie.). Dann macht sie Hausaufgaben. Und was dann vor der Abendroutine noch an Zeit übrigbleibt ist auch einfach manchmal durch Besorgungen und sonstige Arten von Terminen blockiert. Jedenfalls reicht es nicht, um genug zu spielen. Das merke ich ihr deutlich an. Und dann wird sie irgendwann unausgeglichen und unleidig.


Deswegen bin ich also jetzt nicht unbedingt froh darüber, dass uns der Schulalltag wieder hat. Aber hilft ja nix. Ich versuche eben, den Kindern so viel Spielezeit wie möglich zu gönnen in dem Wissen, dass in sechs Wochen die nächste Verschnaufpause ansteht. Dann werden wir den Wohnwagen ausmotten und mal testen, ob der Babyboy urlaubstauglich ist. Und nebenher wird gespielt. Ganz viel und ausgiebig. Playmobil, Schleich, Lego, Kuscheltiere. Und draußen. Ganz egal, wo wir gerade sind.


Nebenher gibt's jetzt noch ein paar Infos zum neuen Schnitt von Rosarosa - die SSP, die schmale Sweatpants, ist nämlich absolut babytauglich und vor allem superschnell genäht. Der Einsatz mit den Ösen gibt der Hose einen besonderen Look und der Schnitt eignet sich optimal für coole Seitenstreifen! Ich habe den Babyschnitt getestet, der geht von Größe 44 bis 80. Empfohlen ist der Schnitt für Jersey - Sommersweat eignet sich aber auch super, allerdings sitzt die Hose an den Waden dann besser, wenn man eine Größe breiter wählt. Den Schnitt bekommt ihr HIER für die Kleinen - klickt euch ruhig mal bei Rosarosa durch, denn auch bei den Kindern in Größe 86 - 164 sieht die SSP super aus und es gibt ein Kombipaket, in dem Baby- und Kinderschnitt enthalten sind. Bis heute noch gibt's die SSP zur Einführung 15% billiger - also hüpft am besten gleich schnell rüber zu rosarosa!


Als Oberteil habe ich einen Henry Baby von rosarosa genäht, auch einen Schnitt, den ich für den Sohnemann sehr liebgewonnen habe. Dass er sich nicht so furchtbar gern umziehen lässt, hab ich ja schon erwähnt - mit dem großen geknöpften Einsatz ist die Anzieherei aber nur halb so schlimm! Auf der Suche nach einem süßen Babymotiv bin ich auf die Pilze gestoßen - da konnte ich mich mal wieder nähmalerisch austoben, und der Bub schaut so süß in seiner neuen Kombi aus... HIER bekommt ihr den Schnitt.


So, ich widme mich jetzt nochmal meiner Flatlay-Problematik und wünsche euch eine wunderbare Woche - wir lesen uns!

Hasenwilde Grüße
Johanna

PS: Die Schnitte wurden mir zur Verfügung gestellt und ich mache sehr freiwillig und voll Überzeugung hier WERBUNG dafür! :D