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Sonntag, 13. August 2017

Ich näh mir den Sommer

Nee. Noch weigere ich mich. Wir stecken grade mitten frontal in den Sommerferien und ich KANN einfach noch nicht.


Wie, was? Achso. Wovon ich rede. Na, Herbstklamotten. Ich mag noch keine nähen. Wirklich nicht. Es ist August, wir haben Sommerferien und bis auf ein paar kleinere Durchhänger verhält sich das Wetter doch eigentlich ganz manierlich hier.


Die letzten paar Tage war es etwas kühler, aber seit heute steigen die Temperaturen wieder und nächste Woche gibt's bestimmt nochmal Badewetter. Na, und dann steht ja auch noch unser Urlaub an.


Jedenfalls verbringe ich so viel Zeit an der Nähmaschine, wie schon lange nicht mehr. Und nähe mir den Sommer. Ein Sommerkleid für mich ist schon entstanden, ein weiteres ist zugeschnitten, außerdem eine kurze Hose und ein T-Shirt. Meine XXL-Reisetasche ist fast fertig und das Tochterkind, das große, das wünscht sich schon seit Wochen ein neues Maxikleid. Weil das vom letzten Jahr zwar noch passt, aber eben nicht mehr so richtig Maxi ist. Sondern schon fast nur noch knöchellang. Geht ja mal gar nicht. Wenn man beim Laufen nicht über den Saum stolpern kann, ist es kein Maxikleid mehr, behaupten meine Töchter. Und überhaupt, was gibt es Sommerlicheres als ein Maxikleid? :D


Da kamen die neuen maritimen Schätze von Alles-für-Selbermacher, designt von Treeebird, doch gerade richtig. Der süße Seebär und sein Kumpel, der Indianerbär kommen mit ganz vielen schicken Kombistoffen daher. Meine Große hat sich für den hellblau-weiß-gestreiften Jersey mit den Papierbooten entschieden.


Genäht habe ich schlussendlich mal wieder eine "Sommerliebe hoch 3" von der Drahtzieherin. Ich habe den wandlungsfähigen Schnitt schon viele Male für meine Töchter genutzt (die Tunikavariante ist hier auch sehr beliebt) und mag ihn total gern, gerade weil das Oberteil mit der Raffung und der Fake-Knopfleiste und die vielen einzelnen Stoffbahnen so viel Gestaltungsspielraum lassen.


Ein Traumtuch von Traumwöllkchen gab es auch dazu - einer der Lieblingsschnitte für die sommerliche Kopfbedeckung, auf die ich immer bestehe (bei so hellblonden Haaren muss man aber auch echt aufpassen...). Am liebsten tragen die beiden das Kopftuch ohne Schirm, also gab's genau das. Wunschanfertigung.


Kombiniert mit dem kräftigen dunkelblau und einem farbenfrohen pink vom Stoffonkel, dazu eine freihand genähte Applikation - und schon leuchtet das Kleidchen weithin über die sommerlichen Getreidefelder. Das Tochterkind jedenfalls ist hochzufrieden, und das ist das Wichtigste und war schon das ein oder andere Mal mit ihrem Maxikleid unterwegs.


Pssst. Wenn ihr einen Schritt näher kommt, verrate ich euch was. Obwohl ich als unerschütterliche Optimistin vollstes Vertrauen habe, dass meine Große ihr Maxikleid diesen Sommer noch einige Male tragen kann, bin ich dann doch nicht komplett realitätsfern. Deswegen habe ich am Saum des Kleides noch gut Platz einkalkuliert, damit da nächstes Jahr eine schicke Borte das Kleidchen wieder auf Maxilänge anpassen und damit für einen weiteren Sommer ins Rennen schicken kann. Die Träger lassen sich zum Glück ja individuell binden, und der weiche Jerseystoff wird sicher auch nächstes Jahr noch passen. Wenn ihr also vorhin die Augen verdreht habt, und euch gedacht habt, die hat ja überhaupt keinen Blick für die kommende Jahreszeit - Pah! Und wie ich den habe! Ich nähe quasi schon für den nächsten Sommer! Und das soll mir mal einer nachmachen! ;)


Hier findet ihr den Seebären und all seine hübschen Kombistoffe bei AfS (und heute gucken lohnt sich, es gibt nämlich eine 15% Rabatt-Aktion!!):

Jersey - Kombistoff - Seebär - Treeebird - Schiffchen - Streifen - hellblau/weiß



Hasenwilde Grüße
Johanna

Samstag, 1. Juli 2017

Offline

Endlich komme ich wieder ran an meinen geliebten Blog. Ich hab ihn wirklich vermisst. Wo ich war, wollt ihr wissen? Na, offline. Unfreiwillig offline. Und zwar ganz schön lang.


Und das kam so: Angefangen hat es eigentlich in meinem Fotobearbeitungsprogramm. Das hat sich schlichtweg plötzlich geweigert, meine Fotos abzuspeichern. Es kam eine Fehlermeldung nach der anderen - und auch das normale Bildprogramm hat keine Fotos mehr angezeigt. Und plötzlich konnte ich weder Dateien hoch- noch herunterladen. JPGs und PDFs hat mein Laptop komplett verweigert. Und damit ging im Endeffekt nichts mehr von den Dingen, die ich so am PC mache. :D


Ihr wisst ja, wie das ist. Die meisten Fotos, die ich bearbeite, stammen aus einem Probenähen und haben dementsprechend auch ein Abgabedatum - oder zumindest habe ich den Anspruch, sie rechtzeitig abzuliefern. Besonders wenn das entsprechende Teil schon genäht und fotografiert ist, fehlt ja quasi nur noch das Tüpfelchen auf dem i... Entsprechend genervt war ich. Genervt und frustriert.


In dieser Situation gibt es hier im Haus nur eins zu tun: Man brüllt lauthals nach dem Göttergatten. Der seines Zeichens EDV-Ingenieur ist. Und Computerflüsterer. Da er allerdings beruflich ständig mit PCs zu tun hat, macht er das daheim überhaupt nicht gerne. Daraus resultierend habe ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den ältesten Laptop im ganzen Landkreis. Ohne Akku. Aber das ist eine andere Geschichte. :D :D


Jedenfalls war der Göttergatte in ebendieser Woche zufällig fußlahm und konnte mir nicht entkommen. Und hat sich tatsächlich relativ flott an die Fehlerbehebung gemacht. Ich hibbelnd hinter seiner Schulter. Hat er besonders gern, könnt ihr mir glauben! :D


Gleich am ersten Tag hat dann noch unser Router schlapp gemacht, und damit waren wir dann endgültig offline. So richtig. Unsere beiden Handys haben keinen Vertrag, der Internet beinhaltet, wir loggen uns nur von zuhause aus ins Netz ein. Und wenn dieses streikt, dann streikt es halt.


Ich war entsetzt. Zunächst. Ich meine, wie soll sich die Welt ohne meine virtuelle Präsenz denn bitteschön weiterdrehen??? Vollkommen unmöglich. Schließlich hat Frau Pflichten im Netz. Aufgaben. Interessen. Und so. Und überhaupt. Wo kämen wir denn da hin, wenn ich plötzlich nicht mehr erreichbar wäre???


Im Endeffekt muss ich im Nachhinein voll Verwunderung zugeben, dass mir der Haushalt noch nie so flüssig von der Hand ging wie in meiner offline-Zeit. Keine Ablenkung. Keine WhatsApp. Keine Emails. Kein "Plingpling". Nur das Telefon. Und gefühlt viel mehr Zeit als sonst. Jetzt bin ich eigentlich nicht der Rund-um-die-Uhr-am-Handy-Daddler. Ich kann das Dingens durchaus auch mal weglegen, und ab abends ist das Internet generell ausgeschaltet. Trotzdem habe ich festgestellt, dass ganz schön viel Zeit damit draufgeht. Mit Blogroll durchblättern, Bilder liken, schnell gucken, Wetter schauen und solche Dinge. Und dass das Leben auch ohne Internet läuft. Eigentlich sogar gar nicht schlechter als sonst.


Vielleicht braucht man manchmal eine kleine Erinnerung daran. Daran, wie das Leben war, als es noch grundsätzlich offline war. Dass man auch mal ganz gut ohne Internet auskommt. Auch wenn es oft praktisch ist. Und einen klareren Blick darauf, wie viel Zeit man tatsächlich der virtuellen Welt opfern möchte.


Insgesamt hat es fast zwei Wochen gedauert, bis  ich virtuell und technisch wieder voll einsatzfähig war. Der PC musste komplett leergeräumt und neu installiert werden. Wir haben Unnötiges gelöscht und entsorgt und mal wieder alles ordentlich extern gesichert. Das Fotoprogramm funktioniert wieder, und ich kann wieder Dateien und Schnitte nach Belieben hoch- und runterladen. Und Blogbeiträge mit Bildern verfassen. :D


Zum Glück ist Sommer, und es gibt ja wirklich (wenn es nicht, wie die letzten paar Tage, regnet) herrliche Alternativen zur virtuellen Welt. Ich freue mich momentan zum Beispiel daran, dass wir uns in der Früh wirklich Zeit sparen, weil die Mädels sich einfach nur ein Kleid überwerfen und dann nach dem Zähneputzen eigentlich schon startklar sind. Auf den heutigen Bildern seht ihr eines der absoluten Lieblingskleider meiner Kleinen. Nachdem das Maxikleid von letztem Jahr zwar noch passt, aber nicht mehr ganz bodenlang ist (KATASTROPHENALARM, ich sag's euch. Vierjährige sind da sehr speziell.) musste dringend ein Neues her - und da kam der wunderschöne Schmetterlingsrapport von Mrs Flowers gerade recht, den ich zusammen mit dem rosa Unijersey vernähen durfte. Eine Sommerliebe hoch 3 von der Drahtzieherin ist es mal wieder geworden. Die obersten beiden Lagen habe ich einfach zu einer zusammengefasst, so dass der Schmetterling in seiner ganzen Größe Platz hatte. Die Perlmuttperlen und die weiße Wäschespitze von Namijda sorgen wie immer für kleine Hingucker. Passend dazu gab's ein Traumtuch von Traumwöllkchen ohne Sonnenblende und viele kleine Tüllschmetterlinge, die über das Kleid flattern. Meine Maus sieht selber aus wie ein Schmetterling, wenn sie damit über die Wiese flitzt! <3


Hier findet ihr die wunderschönen Schmetterlings-Rapporte in zwei Farben:


Ich bin also wieder online und erreichbar. Aber mit mehr Bedacht im Hinterkopf. Mit mehr Blick auf die Online-Zeiten. Und mit mehr Offline-Zeit. Weil nämlich die virtuelle Welt eigentlich ganz gut ohne meine geschätzte Präsenz zurechtgekommen ist.... Erstaunlich, aber wahr! ;)

Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 8. August 2016

Sommerfreuden

Während andere schon wieder ins neue Schuljahr starten, stehen wir eigentlich noch ziemlich am Anfang der Sommerferien - und genießen diese in vollen Zügen. Mei
stens jedenfalls. Denn Sommerfreuden können durchaus auch zwei Seiten haben... :D :D


Auf der einen Seite sind da die vielen wunderschönen Dinge, die man eben besonders in den Sommerferien tut. Mit dem Rad in den Nachbarort zum Dorffest fahren, um dann spätabends mit glücklichen, schaumkopfbeschmierten, mit Perlenketten geschmückten und pappsatten Hasenkindern den Heimweg antreten. Weil nichts eilt. Man kann ja ausschlafen.


Spontane Treffen mit Freunden. Am Spielplatz, zuhause, im Schwimmbad, zum Kaffeetrinken, zur Brotzeit oder alles gleichzeitig. Spielende Kinder im Garten oder im Wasser, während wir Eltern gemütlich Zeit haben, einen Kaffee zu schlürfen und mal wieder ausgiebig zu ratschen. Und wenn die Kinder abends noch nicht genug vom Spielen haben - einfach schnell ne Pizza holen.


Ausschlafen. Gesegnet mit zwei Langschläfern, von denen die eine nicht vor neun, die andere nicht vor halb zehn/zehn auf den Beinen ist, darf ich das tatsächlich großschreiben. Nach ein bisschen morgendlichem Getrödel und einer halben Stunde Lego-im-Schlafanzug dann gemeinsam entscheiden, ob man jetzt lieber Frühstückt oder doch gleich Mittagessen kocht.


Sich täglich auf den anstehenden Urlaub im September freuen und sich mit den Kindern in den buntesten Farben ausmalen, wie viel Eis da täglich gegessen wird. Bücher vorlesen. Selber lesen. Alle viere gerade sein lassen. Eis essen fahren. Ich könnte noch ein Weilchen so weitermachen. :D :D


Und dann gibt es da noch die andere Sommerfreuden-Seite. :D Die, die einen manchmal die Augen verdrehen lässt. Die, die dafür sorgt, dass Mama nicht zu sehr in den Entspannt-Modus rutscht. :D Wisst ihr, was ich meine?


Ein Beispiel: Stellt euch die Situation vor: Ich stehe in der Küche, bereite das Mittagessen zu. Die Große hat zwischendurch ein Stück Wassermelone verschnabuliert und tropft. Rot. Ich schicke sie nebenher zum Waschen und sie zieht ab. Als sie auch nach 15 Minuten nicht wieder auftaucht, werde ich misstrauisch. Ich luge um die Ecke ins Bad. Da steht sie auf ihrem Hocker inmitten einer kapitalen Schaumwolke, mühevoll produziert aus der halben Flüssigseifeflasche. Sie hat Schaumwölkchen auf dem Kopf und im Gesicht und der Schaum quillt in Bergen aus dem Waschbecken, verbreitet sich über Toilette, Boden, Teppich. Während das Kind glucksend im Schaumberg wühlt, hole ich tief Luft. Das schaumbedeckte, leicht geknickte Grinsen bringt mich dazu, kopfschüttelnd wieder auszuatmen und dem Hasenkind einen Lappen und einen Eimer in die Hand zu drücken.


Während ich die Aufwischarbeiten beaufsichtige und unterstütze, hat die kleine Hasentochter in der Küche den Eimer mit Dinkelkörnern gefunden, den ich zum mahlen auf die Arbeitsplatte gestellt habe. Ich gebe zu, die fühlen sich wirklich toll an, wenn man reinfasst. Und das macht das Kind. Bis zum Ellenbogen wühlt sie in den Körnern, die fröhlich über den Eimerrand prasseln und sich ihren Weg in halboffene Schubladen, den Boden, die Schuhe, die Arbeitsfläche suchen. Ich drücke der Kleinen leicht entnervt einen Handbesen in die Hand und beauftrage sie, damit sämtliche Körnchen auf einen Haufen zu kehren und von der Arbeitsplatte zu sammeln. Währenddessen beschließt die Große, aus sämtlichen Schals und Tüchern im Haus ein Häuschen unter dem Esstisch zu bauen....


Ihr seht, worauf ich hinauswill. Manchmal wäre es einfacher, etwas phantasielosere Kinder zu haben. Solche, die einfach Lego und Puzzle spielen, anstatt für ihre Ideen, Bauten und Rollenspiele immer den gesamten Hausstand auszuräumen. Aber mal ehrlich - was hätte ich euch dann zu erzählen? :D :D


Die wunderschönen Sommerbilder zeigen die kleine Hasentochter in einem ihrer Lieblingskleider - weil nämlich "die Füße verschwinden, wenn man es anzieht". So ist das nämlich. :D Das Maxikleid ist nach dem neuen Schnitt "Sommerliebe hoch 3" von Iris, der "Drahtzieherin", entstanden. Den Stoff dafür hat Alles-für Selbermacher geliefert - die "großen Kaktusfreunde" sind ein richtiger Hingucker und der passende grüne Kombistoff, die "piekfeinen Pünktchen" wirkt total frisch. Die Jerseys fühlen sich total gut an und fallen ganz weich - in Kombination mit verschiedenen pinken Streifenstoffen vom Stoffonkel definitiv ein richtiges Sommeroutfit! Passend dazu ist nochmal ein "Traumtuch" von Traumwöllkchen entstanden.

Hier findet ihr die "großen Kaktusfreunde":

http://www.alles-fuer-selbermacher.de/Jersey---Grosse-Kaktusfreunde---HellgrauWeiss?filter_name=kaktusfreunde

Hier gibt's die "piekfeinen Pünktchen":

Jersey - Piekfeine Pünktchen - Kaktusfreunde - Gelbgrün

Die "Sommerliebe hoch 3" könnt ihr euch hier genauer ansehen:

Sommerliebe³  Anleitung und Schnitt für ein Trägertop/-Tunika/-Maxikleid - Schnittmuster & Nähanleitungen bei Makerist sofort runterladen

Und da geht's zum Freebook "Traumtuch":

ebook - Mein Traumtuch - Freebie - Traumwöllkchen

Und ich? Genieße gerade die Ruhe vor dem Sturm. Die Mädels haben eine Freundin eingeladen, und die drei bauen einen Reitstall oben in einem der Kinderzimmer. Ich höre sie seit fast einer Stunde eifrig Dinge hin und her tragen. Wahrscheinlich trifft mich der Schlag, wenn ich nachher hochgehe. Dann werde ich zweimal durchatmen, mir sagen "das ist Kreativität. Das MUSS so." - und zum großen Aufräumen blasen. Und morgen machen wir dann lieber wieder Outdoorprogramm. :D :D

Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 21. April 2016

Frühjahrsputz

Eigentlich ist donnerstags ja RUMS-Tag, gesetzt für Mama-Kleidung. Und eigentlich hätte ich davon auch noch so ein paar Teilchen auf dem PC. Aber die Sonne lacht heute so wunderbar vom wolkenlosen Himmel, die Büsche blühen in voller Pracht, der erste Löwenzahn zeigt sich auf der Wiese - und ich bin total in Frühlingslaune. Heute müssen frisch-fröhliche sommertaugliche Sonnenbilder her. Hilft alles nichts.


Die Frühlingsgefühle schlagen hier bei mir gerade voll ein. Das muss der Schub an Vitamin D sein. Oder sowas. :D :D Jedenfalls habe ich, ausgesprochener Putz- und Räumgrummel, im Moment total Bock auf Frühjahrsputz. Aber so richtig. Aussortieren, wegwerfen, wegräumen, umräumen, neu strukturieren. Das ist selten. Das muss ich nutzen. :D


Am liebsten würde ich alle Zimmer umräumen, die Wände neu streichen und aaaaaaalle Möbel im Haus umstellen. :D :D Aber, was soll ich sagen. Ein Haus ist ein Haus ist ein Haus. Und meines hat, scheint mir, besonders viele Zimmer. Und Ecken. Und Schränke.


Ich fange also irgendwo an. Kleidung ist mein aktuelles Thema - die Kleiderschränke auf Sommer umstellen, zu Kleines aussortieren, Winterklamotten nach und nach einmotten. Schuhe aussortieren. Und putzen, um sie danach einzumotten - für den Winterschlaf oder das jeweils nächste Kind.


Ich witsche voller Motivation mit Kartons und Schuhen und Kleidern von links nach rechts, von oben nach unten, sortiere, entstaube, packe ein, beschrifte. Nebenher bleibt selbstverständlich der "normale" Haushalt liegen. Denn wenn ich morgens mit dem anfangen würde, was ich immer tue, wäre ja keine Zeit für den Frühjahrsputz. Während also die Kinderkleiderschränke glänzen, Buggy und Kinderwagen grundgereinigt und eingemottet sind und die Schuhe, ordentlich in Kartons gestapelt, darauf warten im Speicher einen schicken Ruheplatz zu finden....

 
.... hängt vor der Tür nach wie vor die Osterdeko, das Geschirr schreit "Spül mich ab!" und der Teppich unter dem Tisch möchte gerne gesaugt werden. Seufz. Ich gestehe, manchmal kommt mir  - ganz im hintersten Winkel meines Unterbewusstseins - Sisyphos in den Sinn.


Ich tue mich wirklich schwer damit, meinen Haushalt so richtig strukturiert anzugehen. Irgendwas bleibt immer liegen, und das frustriert mich. Wenn ich während meiner Arbeit an fünf Ecken vorbeikomme, die mir vermitteln, dass hier doch AUCH noch was zu tun wäre, bilden sich dicke Falten auf meiner Stirn. Das ist beobachtbar. :D Da steht mir auch mein Ganz-oder-Gar-nicht-Kopf im Weg - wenn ich etwas anfange, mache ich es gern fertig. Komplett. Dass das haushaltstechnisch oft nicht möglich ist, demotiviert mich. Manchmal denke ich, zur Hausfrau muss man geboren sein. Wahrscheinlich ist das ein Gen. Ein Gen, das es dem Kopf ermöglicht, einen Haushalt so strukturiert zu führen, dass nebenher der Frühjahrsputz überhaupt nicht nötig ist, weil immer alles ordentlich auf Stand ist. Leider fehlt mir dieses Gen komplett. Einfach nicht angelegt. Wie meine Weisheitszähne (über das Fehlen derselben bin ich allerdings wirklich froh). Schätzungsweise ist aber auch das fehlende Haushaltsgen hin und wieder auch ein Vorteil - ich kann nämlich durchaus Chaos Chaos sein lassen und stattdessen mit meinen Kindern etwas unternehmen. Oder mir eine Stunde für mich nehmen. Und das ist gut für die Seele.


Und vielleicht - ganz vielleicht steht in den Häusern mit dem Hausfrauen-Gen auch noch ein Karton ungeputzter Schuhe im Keller. Den einfach kein Mensch zu Gesicht bekommt. Vielleicht. :D :D Ich jedenfalls nutze noch ein Weilchen meinen Frühjahrsputzelan - und genieße dann eben den Blick in den Kinderschrank und ignoriere nebenher den Osterstrauch. :D :D


Neu in den frisch bestückten Kleiderschrank der großen Hasentochter ist dieses Sommerfeeling-Kleid eingezogen. Ein Maxikleid nach dem Schnitt "Lorelei" von Jolijou (erhältlich über Farbenmix). Nachdem meine Große ja jahrelang jede Art Kleid und zudem alle Mädchenfarben komplett verweigert hat, ist das schon irgendwie etwas besonderes. Aber sowohl der Kleiderschnitt als auch der traumhafte CherryDots-Jersey von Alles-für-Selbermacher haben geradezu Begeisterungsstürme ausgelöst. Eigentlich ist der Schnitt auf Webware ausgelegt und hat einen seitlichen Reißverschluss - er lässt sich aber auch wunderbar aus Jersey nähen, und den RV kann man sich so auch sparen! Und in dem Maxikleid kann man sich ja dann auch wirklich wie eine Sommerprinzessin fühlen.... <3 Die frischen grünen Streifen lockern das Kleid wunderbar auf und der GOTS-zertifizierte Jersey mit dem leckeren Sommerobst liegt schön weich auf der Haut. Zwei von den vier Farbstellungen der CherryDots sind leider schon ausverkauft, aber unser violett und außerdem rosa könnt ihr noch bei AfS bekommen:

http://www.alles-fuer-selbermacher.de/Jersey---GOTS---Cherry-Dots---Violett?filter_name=cherry dots

Natürlich braucht jetzt auch die Kleine so ein tolles Schwingkleid - aber auch mit Kirschen und "Nudelträgern"!! Gut, dass ich mir noch ein Meterchen von den CherryDots gesichert habe... Wenn mich also der Putztrieb wieder verlässt (und der dauert erfahrungsgemäß nicht ewig... ;) ) werde ich mal sehen, was ich machen kann.... :D
Wie handhabt ihr das so mit dem Frühjahrsputz? Her mit den Haushaltsgen-Ideen für mehr Struktur, bitte.... <3


Hasenwilde Grüße
Johanna