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Donnerstag, 8. Juni 2017

Dreifach für mich

Schon ewig gab's hier kein RUMS mehr - kein Teil für mich, das ich so richtig begeistert gezeigt hätte. Aber heute hab ich mal wieder was. Ein komplett genähtes Outfit, das mir wirklich gut passt und das ich total gerne trage. Eins aus drei Teilen. Dreifach-RUMS sozusagen. :D


In letzter Zeit habe ich nicht so viel für mich genäht - irgendwie waren die Schnitte, die zur Wahl standen, nicht mein Ding. Entweder zu oversize oder zu kurz, ungünstig geteilt, nicht passend zu meinem Alltag, irgendwie nicht mein Ding. So einfach es ist, meine Töchter zu benähen - denen steht nämlich einfach alles - so schwierig finde ich es für mich.


Wenn ich in meinen Kleiderschrank schaue, dann ist mein erster Gesichtspunkt, nach dem ich das Tagesoutfit auswähle: Bequem soll es sein. Ich bin kein Fan von "Wer schön sein will muss leiden". :D Mein Outfit muss sich meinem Tag anpassen. Beweglich sein, nicht stören - und wenn es dann trotzdem noch gut aussieht, dann umso besser... ;)


Deswegen fällt meine Wahl oft auf Rock und Leggings oder Tunika und Leggings. Irgendwas Nettes obendrüber, am besten im Lagenlook, so dass ich für alle Eventualitäten gerüstet bin - und dann ab in den Tag.


Gut, dass Ricarda von Pech&Schwefel da mit einem für mich optimalen Set an Schnitten daherkam... :D Es wurde aber auch wirklich mal wieder Zeit, dass etwas für mich unter der Nähmaschine entstanden ist. Ein hasenwildes Outfit, in dem ich mich rundum wohl fühle!


Kombiniert habe ich drei Schnitte von Pech&Schwefel: Billund, das Raglanshirt gibt es schon länger. Ich hab den Schnitt schon einige Male genäht und finde die Passform optimal gerade über Röcke - nicht zu lang und nicht zu weit, aber trotzdem mit genug Bewegungsfreiheit. Mit dem breiten Saumbündchen unten sitzt das Shirt perfekt da, wo ich es haben will. Hier mit kurzen Ärmeln genäht. Endlich haben die schicken Blockstreifen, die ich mir vor einer Weile bei Mamasliebchen bestellt habe, auch ihre Bestimmung gefunden! Für kühlere Tage eine Strickjacke drüber, fertig.
Wentorf heißt die Leggings - und Leggings (Leggingse? Leggingsens? Legginge?) gehen immer bei mir. Diese hier hat die optimale Passform für mich und ist in den gern-immer-wieder-Stapel gewandert. Hier habe ich für den Sommer eine Dreiviertel-Version aus weichem Viskosejersey genäht. Ein absolutes Zieh-ich-nach-der-Wäsche-gleich-wieder-an-Teil. War sicher nicht die letzte.
Und zuletzt der Rock, entstanden aus einem ausgemusterten Jeanskleid einer Freundin. Upcycling Deluxe, sozusagen. Blankenese wird in der Taille geschlossen und fällt dann locker nach unten - und verdeckt damit zuverlässig jede Art von Röllchen... ;) Mit dem Rock kann man super Essen gehen. Da ist viel Platz drunter... ;)


Hier findet ihr die Schnitte:

Das Shirt: Billund
Billund-afsm-Shop-Frauen


Der Rock: Blankenese
Produktbild-ps

 Die Leggings: Wentorf
Wenttorf-Ps

Meine unbedingte Nachnähempfehlung habt ihr für alle drei Teile! Und jetzt wird noch schnell zu RUMS verlinkt. :D

Hasenwilde Grüße
Johanna





Montag, 16. Mai 2016

Nur eine Phase

Ich hänge schon wieder hinterher. Bevor ich hier mit den Bildern anfange, muss ich gleich schon mal beichten: Den Cactuslove-Stoff von Alles-für-Selbermacher in weiß, wie ich ihn hier verwendet habe, gibt's leider schon nicht mehr. Dafür aber das Pendant in Pfirsich, welches mir auch sehr gut gefällt!!


Und stellt euch schon mal auf eine Bilderflut ein. <3


Ja, die kleine Hasentochter. Mit ihren drei Jahren ein komplett anderer Charakter als ihre große Schwester. Mit genauen Vorstellungen und unglaublich viel Energie. Ein absolut soziales Wesen mit ganz viel Empathie, eine Kuschelmaus, unglaublich schnell von Begriff und oft schon so wahnsinnig verständig. Aber auch mit einem Dickschädel gesegnet. Und im Moment total auf Kollisionskurs. Ständig. Der kleine Kopf bumst quasi ununterbrochen gegen irgendeine Wand. Und will DURCH. Aber mit was für einem Willen. Manchmal kann ich wirklich nur staunen.


Jaja, ich weiß schon. Alles nur eine Phase und so, und sie brauchen das zur Persönlichkeitsentwicklung undsoweiterundsofort. Ist ja schön und gut. Macht es aber nicht weniger anstrengend im Moment.


Kennt ihr das, wenn das Kind aus reiner Konfliktlust der großen Schwester exakt das Teil vor der Nase wegschnappt, nach dem diese gerade greift? Ja? Woraufhin diese ein großes Theater macht und die beiden sich streiten. Und ratet mal, wer hinterher in einer Woge aus Empörung und Beleidigtsein ganze Legokisten ausleert und mit Schuhen schmeißt? Brauche ich nicht extra schreiben, oder?


Da heißt es dann ruhig bleiben. Und akzeptieren, dass ihr ihr Kopf manchmal Dinge vorgibt, die ihr Herz eigentlich gar nicht will. Dass sie oft gern ausbrechen würde aus ihrer Sturheit, aber noch keinen Weg gefunden hat. Weil sie trotz allem einfach noch ein bisschen klein ist. Und gerade im Moment der größten Wut innen drin am allereinsamsten ist.


Wenn ihr auch schon so eine Trotzphase hinter euch habt, wisst ihr sicher auch, wie dankbar die Mäuse sind, wenn sie endlich wieder herausgefunden haben aus der Frustration, ihren Willen nicht bekommen zu haben. Irgendwann siehst du, wie die Wut, die Sturheit sich langsam verzieht. Dann rollen oft die ersten Tränen. Und dann ist der richtige Moment, um das Kind fest in den Arm zu nehmen. Wenn sich dann die kleinen Arme um meinen Hals klammern und sie in meine Schulter schnieft, ist auch alles wieder gut. Auch wenn ungeachtet dessen in den nächsten 10 Minuten der nächste Vulkanausbruch kommen kann.


Und wisst ihr was? Irgendwie ist die Sache mit dem eigenen Willen ja auch wichtig. Ich möchte ja gerne ein Kind, das sich später traut, aufzustehen und zu sagen, was es möchte. Höflich und respektvoll, aber mit Rückgrat. Und um später mal ausloten zu können, zu welcher Meinung man eigentlich steht - muss man wohl vorher mal durch eine Trotzphase durch.


Ehrlich gesagt, wenn ihr mich jetzt fragt, ob die Große auch so eine Trotzphase hatte, muss ich wirklich scharf nachdenken. Ich glaube ja. Aber die Erinnerung daran ist verschwommen, und im Nachhinein kommt es mir so vor, als hätte es nur ein paar Tage gedauert, bis mein verständiges und kompromissfähiges Kind wieder aufgetaucht ist und alles vergessen war. Wahrscheinlich werde ich mich in ein paar Jahren, wenn ich diesen Blogbeitrag lese, kaum mehr erinnern können, wie anstrengend das zu dem Zeitpunkt war. Wie viel meiner Energie ausschließlich in die Trotzanfälle meiner Tochter geflossen ist. Weil es im Nachhinein doch nur das war - eine Phase.


Zum Glück liebt sie jedenfalls nach wie vor die genähten Sachen von Mama, und dieses Set hier ist eines unserer liebsten. Ich habe den Cactuslove-Stoff zu einer Issy in Kleidform von Feefee verarbeitet und mit dunkelgrau meliertem Jersey kombiniert. Ein Bündchen aus einem ausgemusterten T-Shirt in dunklem Apricot gibt noch den richtigen Farbtouch dazu. Die Beanie ist aus dem Klimperklein-Buch, die Leggings nach dem Schnitt Bein-Pünktchen von Leni Pepunkt.


Obendrüber gab's dann noch einen passenden "Frido". Die Wickeljacke von Annas Country ab Größe 44 gibt es schon länger, aber die Größenerweiterung bis Größe 122 ist neu. Ich freu mich jedenfals, dass jetzt auch die Hasenkinder von dem witzigen Schnitt profitieren können! Ich habe den Rest des dicken grau melierten Stricks genutzt, den ich für "meine Nayla" hergenommen hatte (könnt ihr *HIER* nochmal anschauen) und nur ein paar Akzente im CactusLove-Design auf die sonst schlichte Jacke gesetzt. Mit den drei Bindebändern lässt sie sich passend schließen und sieht nicht nur über der Issy klasse aus, finde ich!


Den Schnitt Frido könnt ihr euch hier genauer anschauen:

http://de.dawanda.com/product/99908023-e-bookanleitung-wickeljacke-frido-44-122

Und Cactuslove in Pfirsich gibt es hier:

http://www.alles-fuer-selbermacher.de/Jersey---GOTS---Cactus-Love---Pfirsich?page=1

Habt ihr auch gerade ein Kind in der Trotzphase? Oder seid ihr schon durch?

Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 7. April 2016

Déjà-vu

"Fällt der denn gar nichts Neues ein??", werdet ihr sagen. Habt ihr gerade ein Déjà-vu, wenn ihr an meinen letzten Rock aus dem grünen Nelvita-Stoff von raxn denkt? Naja - in dem Fall nein. Ich gebe zu, ich habe für raxns zweiten Stoff in sand-olivgrün schon wieder eine MyHedi genäht. Und ich habe denselben Kombistoff nochmal genutzt. ABER. :D :D


...das hat ja auch alles seine Gründe. Zum Einen kommt mir immer ein Rock in den Sinn, wenn ich an Susn, also Frau raxn, denke. Ich hab sie ja schon länger nicht mehr gesehen, weil wir beide ein schon ewig angedachtes gemeinsames Kaffeetrinken einfach nicht auf die Reihe kriegen - aber wenn ich so an sie denke, dann hat sie einen Rock an. Wenn ich sie jetzt malen müsste, dann würde ich sie mit einem Cordrock, einer Strumpfhose, einem dieser knallengen Oberteile, die sie unverschämterweise nach 4 Kindern tragen kann und hohen schwarzen Stiefeln zeichnen. Naja, und wenn ich dieses Bild dann schon im Kopf habe, dann ist der Rock schon drin in meinem Kopf... :D :D



Zum Zweiten finde ich die gemusterten Stoffe einfach toll für nen Rock. Das ist nicht ganz so viel Fläche wie ein Oberteil (zumindest ist das bei mir so... :D :D), und das Muster lässt sich total gut mit Unis oder melierten Stoffen ergänzen. Dann springt einen der Rock so richtig an und das Muster nimmt trotzdem nicht überhand. Mag ich total gerne so.


Zum Dritten liebe ich die Kombi aus sand und olive. Das sind einfach voll meine Farben. Den MUSSTE ich für mich haben. Da gab's gar nichts zu diskutieren.


Und der Kombistoff eignet sich einfach fantastisch, weil das ein ganz schwerer, dicker Sweat ist. Und ich habe für mich entdeckt, dass ein Saum aus so einem schweren Stoff dafür sorgt, dass der Rock nicht ständig die Leggings hochkrabbelt. Kennt ihr das, wenn man bei jedem dritten Schritt in irgendeine Richtung den Rock zurechtzuppeln muss, weil er sonst gefühlt bis über den Bauchnabel hochwandert? Schrecklich. Der schwere Saum hält den Rock wunderbar an seinem Platz. Für Jersey mag ich nämlich nicht so gern Innenfutter, weil erstens die Dehnbarkeit verloren geht und ich zweitens einfach gern den weichen Stoff um die Oberschenkel habe.


Und überhaupt - ich liebe Leggings mit Rock. Ich glaube, ich besitze keine einzige Hose die so ein angenehmes Tragegefühl macht wie Leggings mit Jerseyrock. Da drückt nichts, da rutscht nichts, da schneidet nichts ein, der Rock macht schicke lange Beine und die Leggings sorgt dafür, dass man sich nicht ständig Gedanken machen muss, wie man sich hinsetzt - und macht so einen Sommerrock ganzjahrestauglich. Überaus praktisch.


Ihr seht also, "Markuna" in sand konnte gar nichts anderes werden als ein Rock. Und von meinen Rockschnitten ist mir für weiche Stoffe eben MyHedi von Petit et Jolie am liebsten, der macht eine schöne Form, hat mit der Passe hinten und den Kellerfalten vorne das gewisse Etwas und ist (zumindest wenn man wie in meinem Fall hier die Paspeltaschen weglässt) ruckzuck genäht.


Dazu gab's dann eine passende braune Leggings nach dem Ebook "Stelzenhülle" von Fadenkäfer, einen Loop und eine passende MyCuddleMe von Schaumzucker aus weichem oliv-meliertem Strick mit sandfarbenen Bündchen. Mit einem T-Shirt drunter auch ein Outfit für jede Wetterlage, das sich ruckzuck von "kuschelig" in "sommerfrisch" verwandeln lässt.
Den GOTS-zertifizierten Jersey findet ihr bei Alles-fuer-Selbermacher. Und man kann auch andere Dinge draus nähen. Aber ehrlich - als Rock ist er doch am schönsten.... ;) Klickt einfach auf's Bild und seht ihn euch genauer an!

http://www.alles-fuer-selbermacher.de/Jersey---GOTS---Markuna---raxn---SandOlive?page=1
 
Ich schicke mein Markuna-Outfit und die schicken Fotos, die letztens spontan in der Morgensonne entstanden sind, noch flott zu RUMS!

Hasenwilde Grüße
Johanna