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Mittwoch, 16. September 2020

Herbst-Update

Ihr Lieben,

das Sommerloch ist überwunden, weiter geht es hier mit neuer Motivation. Ich weiß schon, das sage ich dauernd, und dann dauert es wieder 6 Wochen, bis ihr was von mir lest. Aber was soll ich sagen? Das Bloggen braucht einfach seine Zeit, und manchmal stecke ich die lieber in die Nähmaschine. Oder sonstige Dinge. Was zu einem gewissen Rückstau an hübschen Fotos (und leider auch einem Rückstau an unfotografierten Mama-Kleidern) geführt hat. Machen wir uns mal dran, ne?



Also. Der Schulalltag ist zurück. Zumindest einigermaßen. Das hat Vor- und Nachteile. 

Dickster aller dicken Nachteile: Das frühe Aufstehen. Nicht mal der Kleinste in der Familie schlägt zur Ferienzeit seine Äuglein vor halb neun auf. Klar, dafür stehen die Kids auch einfach etwas länger abends auf der Matte - aber damit kann ich gut leben. Solange sie sich unauffällig verhalten. Das wissen sie. :D :D Jedenfalls haben mein Biorhythmus und der morgendliche Wecker irgendwie keinen direkten Draht zueinander, und auch die Ladies muss man mehrmals wecken und irgendwann mit schlimmsten Konsequenzen bedrohen, bevor sie sich aus ihrer Schlafstatt erheben. :D :D Ich weiß auch nicht, woher sie das haben. 😇


Ich habe euch, glaube ich, schon ein paar Mal erzählt, dass ich niemand bin, der das Ferienende herbeisehnt. Ich komme gut mit mir selbst klar, und auch meine Mädels kommen da nach mir - die beschäftigen sich recht harmonisch miteinander oder eben einfach mit einem Buch, einem Hörbuch, mit Bastelmaterial oder was ihnen sonst noch so einfällt. Von uns aus könnten die Ferien immer doppelt so lang dauern. Ich könnte auch nicht sagen, dass es da keinen Lernzuwachs gibt. Die beiden haben haufenweise Bücher gelesen, Geschichten erfunden, die Große hat der Mittleren die Schreibschrift gezeigt und mit ihr in mühevoller Kleinstarbeit ein Schreibschriftplakat gestaltet und sie haben - wie schon ihr ganzes Leben lang - mir Löcher in den Bauch gefragt. Über dies und das, Sternbilder, Wiesentiere, Politisches, über Corona und allgemein Infektionskrankheiten, über Soziales und was sie eben sonst so beschäftigt hat. Und ich bin Rede und Antwort gestanden, soweit ich helfen konnte, und habe mit ihnen das Internetz befragt, wenn dem nicht so war.


Wir haben also den Schulstart nicht herbeigewartet, aber jetzt, wo er da ist, ist es auch nicht schlecht. Das frühe Aufstehen garantiert definitiv einen produktiveren Vormittag, der Kleine hat exklusive Mamazeit, das Chaos, das ich vormittags beseitige, wächst nicht parallel dazu in unermessliche Höhen und die Kinder fallen abends wirklich müde in die Federn. Trotzdem haben wir die Wochen schon gezählt, bis die Herbstferien kommen... ;)


Der Beinbruch der Großen ist inzwischen wieder gut verwachsen, alle Schrauben sind entfernt (bis auf eine kleine Beilagscheibe, die leider nicht mehr vom Knochen zu trennen war und deshalb als ewiges Andenken darin verblieben ist) und das Kind läuft wieder krückenfrei. Sie humpelt immer noch ein bisschen, weil sie sich die Schonhaltung wirklich sehr konsequent angewöhnt hat, aber ansonsten sitzt alles bombenfest. Ab morgen geht's zur Krankengymnastik um die Gelenkkapsel, die durch die Narben etwas starrer geworden ist, wieder gut elastisch zu kriegen. Und dann traut sich die Maus hoffentlich auch bald wieder auf's Fahrrad. Die Familienradtouren gehen mir nämlich inzwischen richtig ab.


Mit großen Schritten geht es auch endlich auf die Kommunionsfeier zu, die im April ja nicht stattfinden konnte. Die Planungen laufen auf Hochtouren und das Kind hat ein arbeitsreiches Wochenende mit Beichtaktion, Kirchenführung und diversen Gottesdiensten vor sich. Und wenn das Kind ein arbeitsreiches Wochenende hat, betrifft das die Mama meistens parallel mit. Ärgerlich, das. Aber wir freuen uns auf die Kommunion und ich drücke wirklich die Daumen, dass dieses Mal alles klappt. Ich muss euch hinterher unbedingt erzählen, was sie bekommen hat. Sie wird ausflippen, da bin ich sicher. :D :D


Jetzt muss ich euch direkt noch was zu den süßen Fotos und dem geliebten Outfit vom Bub erzählen. Der Body ist nämlich aus einem von mir sehr neuerdings entdeckten Stoff - Wolle-Seide. Unglaublich, das Zeug. Fühlt sich an wie ein Schmetterlingsflügel auf der Haut und reinigt sich quasi von selber. Größere Flecken bürste ich aus oder gehe mal mit ein bisschen Wasser drüber, ansonsten muss das Teil einfach nur gut durchlüften und es ist (und riecht) wie neu. Beim Vernähen muss man ein bisschen vorsichtig sein, dass man keine Löcher zieht, das werden nämlich Laufmaschen (für euch ausprobiert und geflickt... ;)) Und der Preis ist nicht ohne. Die Qualität aber auch nicht. :D Die nächsten beiden liegen jedenfalls schon unter der Nähmaschine. Als Schnittmuster habe ich den Body mit amerikanischem Ausschnitt aus dem Klimperklein-Buch genutzt und den wundervollen Regenbogenstoff habe ich bei Danisch pur bestellt.


Obendrüber gab's eine Liekedeler Latzhose von Rabaukowitsch. Hab ich vorher noch nie genäht. Dauert seine Zeit, ist aber jede Minute wert. Als Stoff hab ich ein aussortiertes Cordhemd von meinem Papa genutzt. Das ist butterweich, nicht zu warm, aber schön robust. Die Knie- und Poverstärkung sind aus einer alten Outdoorhose geschnitten und halten das Kind auch bei Schmuddelwetter schön trocken. Die Hose ist schon eine Weile fertig und ich liebe die. Dauernd am Kind. Wenn das Wetter dafür passt, zumindest. Die Mütze obendrüber ist eine Malia von Pom und Pino aus denselben Stoffen. Und wir haben sie verloren, erst letzte Woche. Ich bin echt traurig, die war so toll. Ich hoffe immer noch, dass sie an irgendeinem Eck unvermutet auftaucht.


So, das war für's Erste mal wieder - eine schnelle Zusammenfassung und ein paar wirklich stimmungsvolle Bilder - ich gebe mir Mühe, die Lücke bis zum nächsten Blog nicht ganz so üppig ausfallen zu lassen!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 25. September 2016

Sammeltrieb


Ihr Lieben,
im Urlaub, in diesen entspannten Tagen, habe ich vorab zwei Blogbeiträge für euch geschrieben. Weil ich Zeit hatte. Weil ich gern schreibe. Und weil sie mir eben so in den Sinn kamen. Heute bekommt ihr den ersten der beiden zu lesen.

Jedes Jahr, bevor wir in den Urlaub fahren, holen wir ein paar Tage vorher den Wohnwagen aus Opas Stadel und stellen ihn vor unser Haus. Da meine Eltern ihn im Moment kaum nutzen ist er meistens ein bisschen verstaubt vom Winter und ich putze und lüfte erst mal ordentlich durch. Im Eingangsbereich befindet sich ein schmales Regal, dafür hat mein Papa eigens ein paar passende Holzkistchen angefertigt, die genau hineinpassen. Wo ich also schon so am Saubermachen und Durchwischen war, habe ich mir die Kistchen gegriffen und dachte mir, ich schau mal, was da eigentlich so alles drin lagert.



Wenn ich euch jetzt erzähle, dass mein Papa ein alter Sammler und Bastler ist, der alles brauchen und nichts wegwerfen kann, könnt ihr euch wahrscheinlich schon vorstellen, dass das eine durchaus interessante Sache war… :D :D



Ich sitze also im Schneidersitz auf der Stufe vor unserem Haus, die Sonne scheint und ich fördere zu Tage, was sich da so versteckt. Von den drei alten Weckgummis kommt zumindest einer wieder in die Kiste. Man kann nie wissen. Das Häufchen alter Büroklammern und die drei zerbrochenen Kulis wandern in den Müll. Wenn er das wüsste, würde er grummeln: „Immer schmeißen sie alles weg, die Preindls! Kein Respekt vor recycelbaren Raritäten!“. Ich grinse vor mich hin – ich glaube nicht, dass er das Kugelschreiberersatzteillager vermissen wird. Die zwei uralten Stoffeinkaufsbeutel werfe ich aufgrund des modrigen Geruches in den Wäschekeller, ersetze sie aber durch neue. Was steckt da noch? Plastiktüten, Panzertape, eine durch Drehen aufladbare Taschenlampe (dieses Ding habe ich mein Lebtag nicht im Einsatz gesehen, und ich kenne diesen Wohnwagen jetzt seit 25 Jahren. Bisher haben noch immer die guten alten Batterietaschenlampen im Notfall ihren Dienst getan. :D), ein Bewegungsmelder (Wofür? Wofür??????), eine alte Glühbirne (von der ich fest glaube, dass sie kaputt ist und nach dem Austauschen einfach wieder in die Schachtel gewandert ist – sicher bin ich mir aber nicht), ein Knicklicht, verschiedene Rechnungen, ein Mini-Nähset ohne Nadel, Kabelbinder, diverse Kabelstücke und Schrauben, Angelhaken. Angelhaken?


Ich erinnere mich dumpf an eine Fahrt vor vielen Jahren, in der mein Papa sich eine Angel zugelegt hat und voller Motivation auf die Jagd ging. Ich glaube nicht, dass er was gefangen hat – seither liegt die Angel aber „für alle Fälle“ in einem der  Wohnwagenfächer und wartet auf bessere Zeiten. Der selbstgebastelte Urlaubskartenhalter aus Tonpapier war vor vielen Jahren ein Geniestreich von mir und hat glaube ich nie eine einzige Karte gehalten. :D :D


Ich packe einen kleinen Teil der Utensilien, die da auf der Stufe ausgebreitet liegen, wieder in die Holzkästchen (Panzertape und Kabelbinder kann man immer mal brauchen, da gebe ich meinem Papa ja vollkommen recht), das meiste landet in einer Extrakiste. Wegwerfen darf man ja nix hier. :D Die Kiste deponiere ich im Keller. Nicht nur, dass im Wohnwagen jedes Zusatzgewicht auffällt, meine Kinder jagen solche Trophäen mit Begeisterung und ich habe keine Lust, diese Kisten den ganzen Urlaub lang täglich wieder einzuräumen, nur weil die Damen sie interessant finden.


Kopfschüttelnd stelle ich die Pappkiste in ein Regal. Diesen Sammeltrieb werde ich nie verstehen. Wirklich, da bin ich vollkommen anders. Ich werfe Dinge weg, anstatt sie für Jahrhunderte in irgendeiner Ecke zu bunkern. Wo ich schon im Keller bin, beschließe ich, aus meinem Nähzimmer schnell die Schlafsäcke zu holen. Während ich mit beiden Händen Stoffstücke vom Sofa räume und dabei versehentlich in eine der Tüten mit alten Jeansresten zum Vernähen trete, muss ich lächeln. Ich stelle energisch noch zwei Kisten Bastelutensilien auf den Boden und kann endlich das Schlafsofa hochklappen, um an die Schlafsäcke darunter heranzukommen. Hat er doch Glück gehabt, mein Vater. Dass aus diesen Genen eine vollkommen rational denkende Tochter ohne jeglichen Sammeltrieb geworden ist, das hätte wohl keiner gedacht. :D :D



Hier noch schnell die Details zu den Bildern: Der Rock ist ein Freebook von Frau Liebstes/kibadoo und heißt einfach Jerseyrock Kids. Mit der Teilung lässt sich unglaublich gut mit verschiedenen Stoffen spielen - da kommt auch der tolle Simply-Apples-Jersey von Hamburger Liebe richtig gut zur Geltung! Das Tüpfelchen auf dem i ist aber die XXL-Häkelborte in altrosa, die ich für Nadine von Namijda vernähen durfte. Die verleiht dem Rock nochmal eine besonders pfiffige Note. Kombiniert habe ich das Röckchen mit einem ganz einfachen Basicshirt (Schnitt: Longsleeve von Lillesol und Pelle) aus den Big Dots von Lillestoff. Die Malia-Ballonmütze von Pom und Pino hab ich euch ja schon ein paar Mal gezeigt.

Hier geht's zur Häkelborte: (der Shop von Namijda ist übrigens ideal, wenn ihr Stoffe und Tüddelkram zum Kombinieren sucht - tolle Qualität und faire Preise für schicke Kombis. Ich hab schon mehrmals bestellt und werde definitiv dabei bleiben - die Sachen sind nämlich auch noch ruckzuck da!)

http://www.namijda.de/de/spitzen/kloeppelspitze/1-mtr-kloeppelspitze-extra-breit-altrosa-6-5cm.html

Hasenwilde Grüße
Johanna


Mittwoch, 22. Juni 2016

Sommerpläne

Endlich Sommer. Die Sonne scheint vom Himmel, die Temperaturen erlauben tatsächlich nicht nur T-Shirt, sondern auch noch eine kurze Hose, wir haben die Sonnencreme ausgepackt und die Kleine und ich waren vorhin noch schnell eine Packung Eis kaufen.


Irgendwie habe ich schon das Gefühl, der Sommerendspurt ist in vollem Gange - und das, obwohl wir hier noch sechseinhalb Wochen auf die Sommerferien warten müssen!! Auf alle Fälle hat nur noch das gute Wetter für all unsere Sommeraktivitäten gefehlt - scheint, als wäre das jetzt auch angekommen.


Die Terminkalender platzen aus allen Nähten. Aber - und das muss ich wirklich betonen - es sind lauter tolle Aktivitäten, die da auf uns warten. Die Mädels haben einen tollen Aktionstag nach dem anderen in Kindergarten und Waldspielgruppe - die Große war heute mit ihrer Kindergartengruppe auf dem Bauernhof (leider keine Einhörner, wie sie bedauernd feststellen musste... :D ), die Kleine darf mit der Waldspielgruppe nicht nur den Bauhof, sondern auch das riesige Aquarium in der Willibaldsburg besuchen und beim Fische füttern helfen.


Sommerfeste stehen an, Geburtstagsfeiern, Dorffest, Johannesfeuer, Konzerte. Eine Bootstour wollen wir machen und einige Grillabende mit Freunden einschieben, meinen Eltern habe ich eine feine Essenseinladung ins Hause Hasenwild versprochen und ich freue mich wie Bolle auf die "Songs an einem Sonntag Nachmittag" auf Kloster Banz, wo wir uns mit lieben Freunden einen wunderbaren (kinderfreien) Tag machen werden.


Naja, und dann müssen wir noch dringend regelmäßig zum Baden gehen, das ist nämlich seither wirklich zu kurz gekommen. Die ein oder andere Fahrradtour steht an, weil die kleine Hasentochter seit etwa 3 Wochen endlich das "große" Fahrrad gemeistert hat und fährt wie eine Weltmeisterin - das schreit dringend nach Übung!


Lauter wundervolle Termine, und wir freuen uns über jeden einzelnen. Auch wenn es Tage gibt, an denen ich mir wünsche, dass nicht immer alles so termingeladen wäre. Tage, an denen ich mich eigentlich gerne mal langweilen würde. Denn aus dieser was-machen-wir-denn-jetzt-Langeweile entspringen meist entweder tolle Aktionsideen - oder ich schaffe es, mein Hirn und meinen Körper so herunterzufahren, dass ich einen ganzen Nachmittag auf der Terrasse sitzend genießen kann. Und auch meine Mädels genießen die seltenen komplett freien Tage, in denen sie wirklich mal einen ganzen Nachmittag in ihrer Fantasiewelt versinken können, ohne gestört zu werden.


Aber gut, nach diesen energiegeladenen sechseinhalb Wochen warten ja dann die Sommerferien - und die gestalten sich erfahrungsgemäß dann ruhiger, weil alle Termine von außen wegfallen. Da kommt dann so richtig die Zeit, einen Gang runterzuschalten.


Ich würde mir über die Sommerferien gerne Nähurlaub nehmen. Keine Must-Do-Näharbeiten, kein Stoffevernähen, sondern mal nur die Sachen an der Nähmaschine erledigen, die ich schon eeeeewig machen wollte. Die Herzenswünsche und die Dinge, die tatsächlich dringend gebraucht werden. Mal sehen, ob ich das schaffe. :D


In letzter Zeit sind jedenfalls wieder einige Dinge in meinem Nähzimmer entstanden. Das erklärt dann vielleicht auch die Ruhe im Blog - meistens schaffe ich nämlich entweder nur eine Sache so richtig - Nähen oder Bloggen. Wenn ich beides parallel betreibe, ist nämlich die Wohnung relativ schnell nicht mehr betretbar vor lauter Chaos... Ich kann euch schon mal so viel verraten: Es warten wieder einige Bilder auf euch - tolle neue Stoffe, schicke Schnitte, und meine beiden Hasenmädels mittendrin....


Die Bilder die ihr hier seht - meine beiden Damen in trauter Zweisamkeit - sind an einem schönen Frühlingsabend entstanden. Die zwei waren vor der Pusteblumenwiese so in ihre Seifenblasen vertieft, dass sie mich gar nicht registriert haben beim Fotografieren. Die Art Bilder ist mir immer am liebsten - da strahlen die Fotos nur so vor Lebendigkeit, finde ich. Eben direkt aus dem Leben!


Die Stoffe erkennt ihr bestimmt wieder - die beiden Kombistoffe zu den neuen Hafenkitzfarben von  Nikiko, designed für Alles-für-Selbermacher habe ich hier vernähen dürfen. Ich mag ja total gerne Musterstoffe, und die kleinen Wimpelketten waren da genau das richtige für mich!


Genäht habe ich zweimal "Isabell", einen Jumper von Mariele. Ruckzuck genäht sind die Jumpies, und meine Mädels tragen sie total gerne, weil einfach nicht ständig was auseinanderrutscht. Und auch der Gang zur Toilette ist eigentlich kein Problem - die Arme schlüpfen problemlos aus den Spaghettiträgern und dann lässt sich der ganze Jumper nach unten ziehen. Gerade für die Kleine ist das wesentlich einfacher als ein Kleid, das sie ja irgendwie oben halten muss, wenn sie auf die Toilette geht.


Aufgepeppt habe ich die beiden Jumper ganz nach den Wünschen der Mädels - ein Einhorn für die Große und ein Pferd für die Kleine. Sind eben inzwischen doch richtige Mädchen, so mit Glitzerpinkeinhornpferderosaspleen. Ich hatte ja irgendwie gehofft, ich kann mich um diese Phase herummogeln - aber ist nicht so. Naja. Ich gebe zu, so ein appliziertes Einhorn hat irgendwie auch was. :D :D
Das Schnittmuster "Isabell" in Größe 74 - 140 bekommt ihr hier: *KLICK*
Die Mützen sind nach unserem sommererprobtem Schnittmuster "Malia" von Pom und Pino entstanden, upgecycelt aus einer ausgemusterten Jeans - und neutral genug, dass sie im Moment zu allen Gelegenheiten getragen werden, gern auch wechselweise weil sich die beiden Hasenmädels den gleichen Kopfumfang teilen. :D Hier findet ihr das Schnittmuster Malia: *KLICK*

Ich hoffe, euch haben unsere Pusteblumensommerträumbilder genauso gut gefallen wie mir - und auf euch wartet auch so ein spannender Sommer wie auf uns... <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

Freitag, 29. April 2016

Wetterposts

Wie wär's mit ein bisschen Sommer? Oder zumindest ordentlich Frühling? Ja? Ein paar wärmende Sonnenstrahlen? Habt ihr Lust?


Die ersten kurzärmeligen Draußenbilder, die wir heuer geschossen haben, möchte ich euch heute zeigen. Erinnert ihr euch an diese (zugegebenermaßen ziemlich kurze) Spanne, in der wir schon mal knapp 20 Grad hatten? In der nicht jeden Morgen die Welt weiß war wie im tiefsten Winter, entweder überzogen von Schnee oder doch zumindest von Frost (von "Frosch" sagt die kleine Hasenwilde :D :D ) ? Tage, in denen man schon mal die Jacke von sich werfen konnte, ohne mit akuten Erfrierungen, einer Blasenentzündung und einem kapitalen Schnupfen nach Hause zu kommen? Erinnert ihr euch?


Ihr seht schon, ich hab die Tieftemperaturen ziemlich satt. Mein Körper meldet akuten Wärmemangel, ich erfriere täglich und außerdem gehen die Anzünder für den Kachelofen aus. Meine Kinder verweigern die Strumpfhosen, die Winterschuhe sind nun wirklich zu klein und ich stopfe die Kleine mit Wollsocken in die nächstgrößere Halbschuhgröße, um sie halbwegs lebendig und mit intakten Zehen durch den Waldspielgruppenvormittag zu bringen. Es ist ätzend. Gelinde gesagt.


Und wisst ihr, was das Schlimmste ist? Mein bester Freund, mein hundertjähriges Klavier, ist (traditionell nach jedem Winter) furchtbar verstimmt. Also wirklich furchtbar. So zum Zähne zusammenbeißen. Der nette Klavierstimmer macht aber erst Sinn, wenn der Kachelofen in die Sommerruhe tritt, weil der nämlich mit seiner Wärme zwar durchaus zu meinem Wohlbefinden beiträgt, aber dem Klavier nun mal ziemlich zusetzt.


Ich meine, ich verlange ja beim besten Willen keine dreißig Grad. Aber fünfzehn. Oder achtzehn. Oder zumindest dauerhaft im zweistelligen Bereich. Damit könnte ich ja durchaus leben. Ich esse auch brav mein Mittagessen dafür auf.



Ich liebe Wetterposts. Ich schwafle unglaublich gerne über das Wetter, und warum es gerade nicht passt. Oder vielleicht doch mal passt. Ich weiß auch nicht, woher das kommt. Das Wetter ist einfach die Smalltalkvorlage schlechthin. Wahrscheinlich fange ich auch alle Gespräche so an. Ich habe das noch nicht so bewusst an mir beobachtet, aber ich kann es mir durchaus vorstellen. Weil, seien wir mal ehrlich, übers Wetter kann man ja immer reden. Das kann machen, was es will - es uns recht zu machen, ist wirklich schwer. Mal ist es zu kalt, mal zu warm. Wenn es regnet, ist das Wetter Mist. Wenn es nicht regnet, ist es zu trocken und alles verdorrt. Haben wir Frost, erfriert alles. Haben wir keinen, wird das Obst erst recht nichts, weil es keinen "Frosch" hatte. Ein unendliches Thema. Und man kann mit jedem über das Wetter reden. Mit Mäxchens Oma vor dem Kindergarten, mit den jungen Inlineskatern auf der Straße, mit der Biobäuerin um die Ecke, mit der Nachbarin beim Friseur oder mit dem Hundehalter auf dem Gehsteig. Egal. Zum Wetter hat jeder eine Meinung. Und ich unterbreite meine nun mal mit Vorliebe euch. Ihr könnt das lesen oder auch nicht, das ist nicht so wichtig. Hauptsache, es wurde mal gesagt. Und ich muss nicht mal mit euch darüber diskutieren. Ich werfe das so in meinen virtuellen Wohnraum und grinse mir eins dabei. Einfach, weil ich mich gerne reden höre. Oder in dem Fall schreiben sehe. :D Ich liebe Wetterposts. Sagte ich das schon? :D :D :D


Und damit wir (haha, wir? Ich. Eigentlich ausschließlich ich. :D ) nicht nur übers Wetter geredet haben, gibt es ja immerhin die Bilder in meinem Blog. Und die sind heute Frühling schlechthin. Aus dem weichen Jersey von Nikiko "Lotte und Lo", den mir Alles-fuer-Selbermacher geschickt hat, wollte ich eigentlich etwas KOMPLETT anderes machen. War auch schon alles zugeschnitten. Und dann fielen mir die letzten Fitzel von dem schicken Crashleinen von stoffversand4u in die Finger, den ich euch HIER schon in Form eines Jumpees für die Kleine gezeigt habe. Und er passt so wundervoll zu dem Indianermädchen und seinem Eisbär, dass die letzten Reste einfach in diese Kombi schlüpfen mussten. In der Restekiste steckte dann noch dieser weinrote Viskosejersey, Leggings dazu - und tadaaaaaa.... :D


Genäht habe ich eine Herzdame von Fred von SOHO mit ein paar Abwandlungen und eine passende Malia von Pom und Pino (Lieblingssommermützenschnitt, sagte ich schon ein paar Mal, ne?). Das Hasenkind ist jedenfalls absolut zum Anbeißen in seinem Kleid.... <3
Mit einem Klick aufs Bild könnt ihr euch den Nikiko-Jersey genauer anschauen:

http://www.alles-fuer-selbermacher.de/Jersey---Lotte--Lo---NIKIKO---Rosa?page=2
 
Wisst ihr, was ich lustig finde? Nachdem ich mich jetzt ausgiebig übers Wetter beschwert habe, spitzt jetzt, während ich schreibe, die Sonne heraus. Die Wolken sind dabei, sich aufzulösen, und es verspricht ein schöner Tag zu werden. Wenn das jetzt immer so gut funktioniert, schreibe ich in Zukunft nur noch Wetterposts... ;) ;)

Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 4. April 2016

Backsteinmethode

Endlich Draußenbilder!!

Wir freuen uns hier so an den Sonnenstrahlen! Schade nur, dass die Ferien schon vorbei sind. Das Aufstehen heute morgen fiel nämlich nicht nur den Kindern schwer.... ;)

 
Wir haben gestern den letzten Ferientag in vollen Zügen genossen. Es gab ein langes verspätetes Osterfrühstück, weil die eine Hälfte der Familie über Ostern im Urlaub war. Danach haben wir die Fahrrades entstaubt und eine Runde gedreht - bei der Wirtschaft im Nachbarort vorbei, da gibt's nämlich schon Steckerleis ( = Eis am Stiel).


Die große Hasentochter fährt ja seit Ende letzten Jahres Fahrrad, da schadet ein bisschen Übung gar nicht - und sie macht ihre Sache wirklich gut. Fehlen nur noch ein paar Muskeln an der richtigen Stelle....


Die Kleine hat die halbe Strecke mit dem Laufrad zurückgelegt, da hat sie sich ganz schön ins Zeug gelegt. Auf dem Heimweg durfte sie dann in den Kindersitz auf meinem Fahrrad und der Papa hat das Laufrad hinten auf den Gepäckträger geschnallt. Allerdings hat sie die Tatsache, dass ihre Schwester schneller unterwegs war als sie, doch irgendwie gefuchst - jedenfalls mussten wir zuhause SOFORT das kleinste Fahrrad für sie herrichten und einstellen. Sie stellt sich wirklich gar nicht dumm damit an, ich rechne damit, dass sie das diesen Frühling noch packt.


Und dann? Habe ich zwei große, fahrradfahrende Kinder. Wahnsinn. Wie die Zeit vergeht. Inzwischen saust auch die Kleine tagsüber ohne Windel herum, die Wickelkommode können wir abbauen und ab Herbst darf auch Nummer zwei den Kindergarten besuchen. Sie werden so schnell groß. Vielleicht teste ich doch mal die Methode mit dem Backstein auf dem Kopf, damit sie ein wenig länger klein bleiben. 3 und 5 Jahre, das ist ein wunderbares Alter, finde ich. So könnte es ewig bleiben. <3


Jedenfalls war das eine gute Gelegenheit, um eines der neuen Outfits auszuführen - und für dieses hier hat sich das Hasenkind entschieden. Da steckt nämlich alles drin, was sie liebt: blau, schwarz und Glitzer! Der Rock ist mal wieder ein Upcycling-Projekt aus einem Damen-Minirock. Ich habe einfach seitlich zwei Streifen herausgenommen und oben einen Gummi eingezogen, damit er auch noch ein Weilchen mitwächst. Das Shirt mit dem amerikanischen Ausschnitt ist von Lillesol und Pelle und die Ballonmütze nennt sich "Malia" ganz neu von Ulrike von Pom&Pino. Gerade nähe ich sie zum vierten Mal. :D :D Ich habe beschlossen, eine "Malia" passt heuer zu jedem Sommeroutfit. Der Schirm spendet Schatten, die Kinderkopf ist vor der Sonne geschützt und die empfindlichen Hasenohren sind gut eingepackt - von diesem Multitalent gibt's definitiv noch seeeeeeehr viele!! Hier könnt ihr euch euer Malia-EBook sichern: *KLICK*


Ja, und das Highlight? Den schwarzen Kokeshi-Glitzersweat habe ich geraaaaade eben bei Alles-für-Selbermacher wieder entdeckt! Der war nämlich vor ein paar Wochen ruckzuck ausverkauft - wenn ihr euch jetzt also noch ein Stückchen davon sichern wollt, dann nichts wie hin:

http://www.alles-fuer-selbermacher.de/Sweat---Kokeshi---Glitter---Schwarz---Gold?filter_name=kokeshi