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Sonntag, 27. September 2020

Herbstputz

Ihr Lieben,

heute habe ich ein Outfit für euch, von dem ich überzeugt war, dass ich es euch schon längst gezeigt habe. Der Bub trägt es ständig. Momentan liegt es allerdings auf dem Nähtisch, weil ich versucht habe, ein paar hartnäckigen Flecken bei 60 Grad den Garaus zu machen, und das hat leider das Label nicht überlebt. Ich hab das aber noch drei bis zwölfmal (von Laleloup ist das übrigens, meine Top-Adresse für witzige Labels) in meiner Schublade, also kein Problem - einmal ausgetauscht, Lektion gelernt, Hose zurück in den Schrank. :D


Wir stecken gerade mitten im Herbstputz. Doch, habt ihr richtig gehört. Den Frühjahrsputz haben wir irgendwie verpasst. Alle Menschen um uns herum haben während der Shutdown-Corona-Zeit ihr Haus auf Vordermann gebracht, aber mein Mann konnte (glücklicherweise) ganz normal arbeiten und ich war mit drei Kindern und Homeschooling doch dezent eingespannt (zudem wir ja die Omas nicht in Beschlag nehmen wollten), und deswegen habe ich - gefühlt als einziger Mensch auf dieser Welt - während dieser Zeit noch weniger im Haushalt zustande gebracht als sonst.


Ich bin grundsätzlich mit dem täglichen Kram (Spülmaschine, Bäder halbwegs sauber halten, Kochen, Küche, Wäsche,...) durchaus ausgelastet. Nebenher betreue ich den Bub und nachmittags die Mädels bei den Hausaufgaben, halte meine Kurse und was ich sonst so an Nebenjobs angesammelt habe und verbringe auch sehr gerne intensiv Zeit mit den Kindern, egal womit. Dabei bleiben die "Specials" im Haushalt - Fenster putzen, Schubladen auswischen und durchsortieren und solche Sachen - oft liegen. 


Ich kann ja ganz gut mit ein bisschen familiärem Chaos leben. Dafür nehme ich mir hin und wieder Zeit für mich. Aber manchmal braucht man einfach einen Anlass, um mal wieder das ganze Haus auf den Kopf zu stellen und so richtig durchzupusten. Wenn dann alles ordentlich und geputzt ist, mag ich das nämlich schon auch recht gerne. :D


Wir nutzen jedenfalls die anstehende Erstkommunion nächsten Sonntag, um mal wieder so richtig klar Schiff zu machen. Eigentlich kommen zu diesem Fest ziemlich genau die Menschen, die auch zu jedem unserer Geburtstage kommen, und dafür stellen wir auch nicht das ganze Haus auf den Kopf. Aber wie gesagt, manchmal braucht man eben einen Anlass. Und so verbringen wir gerade allesamt unsere Zeit damit, Kinderzimmer komplett durchzusortieren und auszumisten, Fenster zu putzen, Küchenfronten und Schubladen zu schrubben und was sich eben so an zusätzlicher Putzarbeit angesammelt hat, abzuarbeiten.


Die Kinder helfen mal mit mehr, mal mit weniger Motivation (auf Schränke klettern, um oben Staub zu wischen, finden sie beispielsweise recht lustig) und schön langsam lichtet sich die üppige To-Do-Liste. Die Woche wird sicherlich noch voll, aber wir freuen uns schon auf ein richtig schönes Familienfest im kleinen Kreis am Sonntag - schließlich wartet das Tochterkind schon seit Ende April auf ihren großen Tag. Wahrscheinlich fegt am Sonntag dann die Verwandtschaft, die momentan mit vielen Kleinkindern gesegnet ist, wie ein Tornado durch's Haus. :D Aber dann ist es zumindest wieder sauberes Chaos. :D


Unser Kleinster wuselt jedenfalls geschäftig mit uns durch die Zimmer, patscht fröhlich im Putzwasser oder klettert unerlaubterweise die aufgestellten Leitern hoch und runter. Je bequemer die Kleidung da ist, desto besser. Ich liebe ja Latzhosen an dem kleinen Kerl. Erstens sehen sie superlässig aus an ihm und zweitens rutscht die Hose einfach nicht dauernd über den süßen kleinen Kinderhintern, sondern bleibt relativ zuverlässig da, wo sie hingehört. Und gerade in der Herbstzeit - das hat meine Oma schon immer gesagt - müssen die Nieren warm bleiben. Sonst, Kind, wirst du krank. So ist das nämlich. Hätte sie nicht so viel reden müssen, wenn ich einfach bis ins Erwachsenenalter Latzhosen getragen hätte. :D


Die Hose ist nach dem Overall-Ebook von Lowland entstanden. Das ist ein superschicker Schnitt, allerdings auf Englisch! Den Stoff "Light Stripes" durfte ich für die liebe Sabrina von "Am liebsten Sorgenfrei" vernähen, die ihn für Alles-für-Selbermacher designt hat - und da gibt es auch noch ein paar Restchen, die verlinke ich euch direkt HIER. Obendrauf eine Jeanstasche, die ich einer aussortierten Jeans entwendet habe. Dazu gab's eine Mietze von rosarosa aus Stoff aus dem Fundus, ein Tuch nach dem Freebook von rosarosa und die Mütze ist eine Käptn Kukka von Rabaukowitsch aus einem leichten Leinenstoff von Namijda vom letzten Jahr. Das Kind ist DIY. Und gut gelungen. Nur, falls ihr euch wundert.


Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 15. Juni 2020

Kein Hals-, aber ein Beinbruch

Hey ihr Lieben!

Jawohl, es gibt mich noch! Corona ist leider auch immer noch da! :D :D

Wo fange ich denn jetzt nach so langer Zeit wieder an??? Ich hab euch so viel zu erzählen. Ich war auch fleißig an der Nähmaschine, und es liegen noch einige Fotos und noch mehr unfotografierte Werke hier. Ob ich nicht motiviert war? Doch. Voll. Ich hab viele Stunden an der Nähmaschine verbracht und einiges abgearbeitet, was ich schon ewig mal machen wollte. Und ich hab immer noch einige das-will-ich-unbedingt-nähen-Werke vor mir. Solche, die ich schon ewig vor mir herschiebe, solche, die sich die Mädels wünschen und solche, die der Bub braucht. Langweilig wird mir so schnell nicht.

Also, was war los? Ich fange einfach direkt von hinten an. Mit dem letzten Erlebnis, das mir/uns die letzten zwei Wochen einige schlaflose Nächte und spannende Tage beschert hat. Ende vom Lied ist ein gebrochener Knochen, eine OP, und zwei Krücken für die nächsten Wochen. Wie es dazu kam? Passt auf:


Schuld war... das Trampolin. Und ein Ball. Ja, ich weiß, was ihr jetzt sagen wollt. Das haben die große Tochter und ich uns die letzten zwei Wochen von ungefähr jedem Arzt im Landkreis angehört: Bälle gehören nicht ins Trampolin. Understood. Wirklich. Wir haben das verinnerlicht. Es war aber weder unser Trampolin, noch unser Ball. Sondern einfach ein blöder Zufall. Das Tochterkind ist auf dem Ball aufgekommen und hat sich dabei das Knie verdreht. Soweit, so gut. Am Pfingstsamstag. Optimales Timing.


Nachdem das Kind erfolgreich nach Hause geschafft war, konnte sie am Abend nicht mehr auftreten und hatte starke Schmerzen im Knie. Ich hab sie also eingepackt und bin mir ihr in die nächste Notaufnahme. Da wurde das Knie geröntgt. Ergebnis: Kann man nicht sagen. Sieht komisch aus. Könnte ein Bruch sein. Weiß keiner. Muss man weiter untersuchen. Vielleicht operieren. Keine Ahnung. Wir legen das Bein mal in eine Gipsschiene. Vorerst. Krücken gibt's keine. Ihr kommt schon zurecht. Mit der Gipsschiene, mit der man nicht auftreten soll und dem neunjährigen Kind, das man jetzt auch nicht mal eben so um die Ecke hebt.


Wir haben also erstmal mit Erwachsenenkrücken experimentiert, die zum Glück noch auf dem Dachboden lagen. Das ging gerade so nicht besonders gut. Weil die Tochter zu klein ist dafür. Eine liebe Bekannte hat uns dann Kinderkrücken geschenkt, die sie noch von ihren Jungs übrig hatte. Ich sag euch Leute: Schmeißt sowas niemals weg. Irgendwer braucht es irgendwann. Die Tochter war heilfroh und ich auch.


Am nächsten Tag hat das Kind ausdauernd gejammert. Aber nicht wegen des Knies, das war gut ruhiggestellt und ganz in Ordnung. Sondern wegen der Ferse. Oder des Knöchels. Irgendwas da unten war schmerzhaft. Den Sonntag haben wir mit Schmerzmitteln überbrückt, am Pfingstmontag (immer noch Feiertag) hab ich sie dann wieder eingepackt - nächste Notaufnahme. Woanders. Wo vielleicht die Ärzte noch netter sind. Und jemand ein Ergebnis hat. Tja. Fehlanzeige. Die Gipsschiene kam ab, das Kind hat gejammert (weil das Knie nicht mehr gestützt war) und der Doktor hat einen kurzen Blick auf den Knöchel geworfen und dann die Gipsschiene schnell wieder angelegt. Die schmerzende Ferse hat er dabei offensichtlich nicht wirklich angeguckt. Sein Fazit: Da ist nichts. Da KANN nichts weh tun.


Da war das Kind anderer Meinung. Und nachdem sie die nächste Nacht heulend vor Schmerz durchgewacht hat, haben wir uns also in die dritte Stadt aufgemacht. Zu einem Kinderchirurgen. In der Hoffnung, endlich Antworten zu bekommen - und dass jemand herausfindet, warum das Kind Schmerzmittel wegen eines Körperteils braucht, der offensichtlich nicht verletzt ist. Herausgekommen ist eine riesige, bereits blau verfärbte Druckstelle an der schlecht gepolsterten Ferse. (Zitat Arzt: "Oh. Das sieht schlimm aus. Wegen sowas hab ich schon amputiert." Voll beruhigend, in dem Moment. :D). Jedenfalls kam die Schiene ab und ein Gips dran, der vor der Ferse endete. Und das Kind war von den Schmerzen befreit. Endlich.


Außerdem gab es einen Termin für's CT am nächsten Tag. Ergebnis: Jackpot. Ein sehr seltener Ausrissbruch am Unterschenkelknochen, an der Stelle, an der das Kreuzband festgemacht ist (Eminantia intercondylaris nennt sich das Knochenstück. Bricht man sich normalerweise nicht. Nur mein Kind.) Heimgekommen sind wir mit einem Termin für eine OP direkt am Montag, bei der das ausgerissene Teil mit zwei Schrauben wieder befestigt werden sollte.


Ich könnte noch zwei Romane schreiben. Über Stunden und Stunden und Stunden in Notaufnahmen, Wartezimmern, Behandlungszimmern. Über nette Schwestern und Pfleger, über Ärzte, die einen tollen Job gemacht haben. Aber auch über solche, die keinerlei Einfühlungsvermögen gezeigt haben. Über ein System, das so kompliziert und schwerfällig ist, dass der eine Chirurg die Röntgenbilder vom anderen Krankenhaus (die ich per CD abholen musste, weil der direkte Versand nicht möglich war) nicht lesen konnte, weil die Programme nicht übereingestimmt haben. Darüber, dass jeder die gleichen zehn Unterschriften von mir wollte. Und die Versichtertenkarte. Hundert Mal die Versichertenkarte. Über strenge Coronaauflagen. Darüber, dass die OP verschoben wurde, weil jemand vergessen hat, das Operationsbesteck zu sterilisieren. Aber auch über nette Betreuung, einen Handschuhfant und eine gut gelungene OP.


Bereits am nächsten Tag hat uns der Oberdoc schon wieder nach Hause entlassen, weil die Wunde wirklich gut aussah. Das Kind muss den Fuß die nächsten 5 Wochen noch entlasten und ist mit Krücken unterwegs. Für längere Ausflüge haben wir einen Rollstuhl verschrieben bekommen. Außerdem müssen die Schrauben wieder raus. Das ist lästig, aber das Schlimmste ist überstanden und inzwischen hüpft die Tochter mit ihren Krücken schon wieder recht gelenkig durch die Gegend. Baden gehen ist jetzt allerdings erstmal nicht. Schule klappt aber gut, hat sie heut schon getestet.


Ich habe das Gefühl, schön langsam haben wir die letzte Woche verdaut. Der Kleinste war verwirrt und grantig, die Große hatte Angst vor der OP und die Mittlere war eifersüchtig, weil wir nicht nur den geplanten Kurzurlaub abgesagt haben, sondern sich auch noch alles um die Große und den Kleinen gedreht hat. Es waren anstrengende Tage. Inzwischen habe ich den beiden Kleinen wieder intensiv Zeit widmen können und das Leben normalisiert sich. Soweit das im Moment möglich ist, jedenfalls. Kinder haben ist aufregend, wusstet ihr das?


Damit ihr beim Lesen auch ein bisschen was zum Gucken habt, gibt es mal wieder Bilder vom Babybub. Genäht habe ich den #High5Hoodie von rosarosa aus Sweat und eine passende #SSP. Das Musselintuch ist nach dem Freebook "Halstuchx2" entstanden. Rundum in rosarosa gekleidet, sozusagen. Und es steht ihm so gut. <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

Freitag, 31. Januar 2020

Babybub - eine Liebeserklärung

Ihr Lieben,

weiter geht's mit meinem Update. Heute im Fokus: Der Babybub. Der eigentlich schon gar kein Baby mehr ist, sondern vor zwei Wochen offiziell zu den Kleinkindern gewechselt. Zumindest alterstechnisch.
1 Jahr alt ist der kleine Herzensbrecher. Leute, wo ist denn dieses Jahr hin? Ich habe das Gefühl, jedes Kind wächst noch schneller als das letzte. Unglaublich. Also, was treibt er, der kleine Mann?


Er krabbelt. Noch. Überallhin, überallhoch und in einem Tempo, das ich manchmal auch im Stechschritt nicht toppen kann. :D Die größte und liebste Herausforderung im Moment: Die Treppe in den ersten Stock. Solange er keine Türen öffnen kann, ist er ja in unserem kombinierten Wohn- und Esszimmer so weit sicher, deshalb wird das Treppengitter unten erst installiert, wenn er die Tür selbstständig öffnet. Er lauert aber. Immer auf dem Sprung, wenn die Esszimmertür aufgeht. Dann krabbelt er in doppelter Lichtgeschwindigkeit auf den sich öffnenden Spalt zu und zwängt sich nach draußen, um schnurstracks die Treppe anzusteuern und in Windeseile nach oben zu klettern. Leider neigt er manchmal noch dazu, sich auf den Stufen unterwegs hinzusetzen - und wo der süße Windelpo dann landet, kann er noch nicht wirklich abschätzen, das kann auch gut mal neben der aktuellen Stufe sein. Deshalb muss ihn immer jemand verfolgen. Sicherheitshalber.


Das Laufen interessiert ihn hingegen noch nicht wirklich. Klar läuft er überall entlang, aber frei stehen findet er gruselig. Den Lauflernwagen schiebt er hingegen mit Hingabe. Dadurch, dass er nicht lenken kann, landet er aber notgedrungen in kürzester Zeit an irgendeiner Wand damit. :D Aber wir haben keinen Stress und er hat alle Zeit der Welt. <3


Dafür kommuniziert das Kind mit Begeisterung. Nachdem die beiden großen Schwestern schon unglaublich früh geredet haben, wundert mich das auch nicht wirklich. Allerliebstes Lieblingswort: "Maaamaaaa!". Durchgehend. Zu jeder Tages- und Nachtzeit in den unterschiedlichsten Betonungen. Damit ist auch schon fast alles gesagt, ne? Alle Tiere mit vier Beinen sind "Mmmmmmmmh" (Muh), und das Pferd macht "Brrrrrrr". Auch der "Papa" steht hoch im Kurs, und natürlich alle seine Fahrzeuge, die er mit "Brmmmm" und "Nönnönn" durch die Gegend schiebt, manchmal ist auch ein "Tütüt" dabei. 


Den restlichen Redebedarf deckt das Kind auf russisch. Oder so. Ich verstehe es jedenfalls nicht, wenn es mir mit ernster Miene einen Text aufs Auge drückt, der sehr glaubhaft nach einer Fremdsprache klingt. :D


Was mag er noch? Die Flasche. Seit ich ihn auf seinen Wunsch vor etwa vier Wochen abgestillt habe, hat er entdeckt, dass es jetzt dieses wunderbare Nachtmahl gibt. Warm serviert und viel auf einmal. Er hat in der Nacht so oft nach der Flasche verlangt, dass er tagsüber problemlos das Essen verweigern konnte. Weswegen ich die Pulverdosierung direkt heruntergefahren habe. Jetzt schmeckt die Milch nicht mehr ganz so lecker, das Kind trinkt in der Nacht nur noch die Hälfte und hat auch tagsüber wieder Hunger. Rabenmuttertrick und so.


Ja, Essen ist tatsächlich ein Thema mit diesem Kind. Ein großer Breifan war er noch nie. Aber auch sonst ist er recht wählerisch, was seine tägliche Kost angeht. Im Gegensatz zu seinen Schwestern, die in seinem Alter noch von allem begeistert waren. Aber es wird. Morgens gibt es meistens Vollkornbrot oder -toast mit Frischkäse, dazu verschiedenes Obst, was der Obstkorb so hergibt. Mit den harten Sorten tut er sich noch schwer, eine weiche Birne, Honigmelone oder Blaubeeren stehen aber recht hoch im Kurs. Mittags sehe ich zu, dass der kleine Kerl bei uns mitessen kann. Favorit sind hier definitiv Suppen aller Art. Gemüsesuppe, Nudelsuppe mit Gemüse, Grieß- oder Pfannkuchensuppe, immer mit viel Gemüseeinlage, isst er gern. Nudeln sind nicht so sein Ding (wenn sie nicht in der Suppe schwimmen), auch mit Reis kriegt man ihn nicht wirklich satt - da beißt er einfach noch zu lange darauf herum, um nennenswerte Mengen in den Magen zu kriegen. Gemüse ist tagesabhängig - je mehr er selbst mit der Hand essen darf, desto besser. Ansonsten mag er Fruchtmark ganz gern - am allerliebsten in Quetschieform. Die gibt's aber nur hin und wieder. :D


Letzte Woche hat sich der Knirps eine ordentliche Bronchitis eingefangen, das war aber tatsächlich das erste Mal, dass er krank war - und er war ganz gut zu haben in der Zeit. Nur die Inhalationen waren nicht sein Ding. Verständlich. Inzwischen ist er wieder fit, und wenn ihm sonst nichts fehlt, ist er ein sehr gechillter Zeitgenosse, der sich auch lang mit sich selbst beschäftigen kann und seine Umwelt durch ein sonniges Strahlen beglückt. Manchmal ist er ein richtiger Kasperl und bringt die ganze Familie zum Lachen. Die Nächte sind von diversen Hungerattacken unterbrochen, aber er schläft danach immer sofort wieder ein, deswegen nehme ich ihm das nicht übel. Inzwischen haben wir uns auf einen einzigen Mittagsschlaf am Tag geeinigt, den der Bub dafür oft 2-3 Stunden ausdehnt. Was mit dann wieder Zeit gibt, auch mal einen Blogeintrag zu verfassen, ne? :D


Das Highlight des Tages ist nach wie vor, wenn die beiden Schwestern von der Schule kommen. Der liebt die zwei so hart, es ist unglaublich süß. Da juchzt er und krabbelt in Rekordtempo auf sie los. Und die zwei, besonders das Mittelkind, belohnen ihn mit allerhand Späßchen, Geknuddel und wilden Rennen auf dem Pukylino. Wenn sie alle drei durchs Wohnzimmer tollen, kann ich vor lauter Glück im Herz die Zeit gar nicht zum Arbeiten nutzen. Weil sie so süß sind. Weil ich sie so liebe. Weil sie meine drei herzgeliebten Hasenkinder sind. Wie froh bin ich, dass ich sie habe. <3 <3 <3


Auf den Bildern seht ihr den Babybub (jaja, ich weiß schon, aber Kleinkindbub klingt doch doof, oder? Außerdem muss das jüngste Kind zeitlebens das Baby bleiben. Basta. :D) in einem zuckersüßen Outfit aus einem Ferdinand-Hoodie von rosarosa und einer Käpt'n Flóki-Hose von rabaukowitsch. Den süßen MiniHome-Jersey durfte ich für Trolinum vernähen, und da habe ich auch den passenden Fischgrätsweat her, aus dem ich die Hose genäht habe. Das Set ist mega kuschelig und der Bub trägt es total oft bei diesem nieseligen Frierewetter. 

So, jetzt muss ich die kostbare Mittagsschlafzeit aber flott für die Wäsche nutzen, bevor die Großen vor der Tür stehen und nach Futter verlangen... :D


Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 23. Januar 2020

Große Tochter - eine Liebeserklärung

Ihr Lieben,

wir befinden uns mal wieder im Geburtstagsmarathon. Irgendwie haben wir es ja geschafft, dass die Geburtstage unserer fünf Familienmitglieder zwischen 10. Januar und 20. Februar situiert sind. Plus zwei weitere Familiengeburtstage und ein Namenstag. Was den Januar immer sehr ereignisreich macht. :D Dafür ist dann den Rest des Jahres Ruhe!


Was gibt es also Neues bei uns? Wir starten mal wieder mit einer Update-Runde. Heute geht's los mit der großen Tochter. Von der hab ich nämlich schon lange nichts mehr berichtet. Mein großes Kind, meine Erstgeborene. Mein Baby, das kein Baby mehr ist. Wie werden die nur so schnell groß, könnt ihr mir das sagen?
In guten zwei Wochen wird das Fräulein 9 Jahre alt. Sie geht gerade in die dritte Klasse und probt ihre Selbstständigkeit. Übernachtungen bei Freundinnen, Nachmittage bei Freundinnen, alles ein Kinderspiel. Dieses meine Kind, das am liebsten das Haus nie verlassen hat und dem Kindergeburtstage immer zu laut, zu grell und zu viel waren, übernachtet jetzt mit drei anderen Hühnern im selben Bett. Und kommt morgens nicht überfordert und schlecht gelaunt sondern bestens amüsiert nach Hause. Unglaublich, irgendwie. <3


Sie singt gern und wirklich gut, spielt Blockflöte und Geige und hat sich jetzt einen zweiten Chor ausgesucht, den sie unbedingt besuchen möchte. Ich bin noch ein bisschen skeptisch, ob ein weiteres Hobby die Woche nicht arg voll für sie macht. Aber sie ist Feuer und Flamme. Mal sehen - wir warten mal eine weitere Schnupperwoche ab. Denn noch sind (zum Glück) auch ihre Schleichpferde und das tägliche Spiel mit ihrer Schwester noch hoch im Kurs - und die Zeit dafür scheint den beiden immer zu kurz!


Sonst ist Madame vom Voltigieren zum Reitunterricht gewechselt, den sie voll Begeisterung besucht. Sie mag morgens nicht aufstehen und abends nicht ins Bett gehen (ganz die Mama... ;)), geht aber nach wie vor sehr gern zur Schule, wofür ich unglaublich dankbar bin. Die ersten Schrittchen in Richtung Pubertät lässt sie uns schon manchmal spüren, wenn sie über alles und jedes mit mir diskutiert und meine Grenzen auch manchmal ordentlich austestet. Wichtig ist ihr und mir aber nach wie vor, dass wir versöhnt ins Bett gehen. Ein abendliches klärendes Gespräch im Bett ist dann noch Pflicht, damit sich das Fräulein beruhigt unter die Decke kuscheln kann.


Mit der kleinen Schwester gibt es hin und wieder Krach, meistens sind die beiden aber nach wie vor ein sehr starkes Team und können stundenlang in ihren Spielwelten versinken. Ich höre zu gerne von der Küche aus zu, wenn sie im Wohnzimmer im "Gefängnis" hinter dem Laufgitter sitzen und sich durch ihre Pferdefantasien spielen - gut geschützt vom kleinen Bruder, der neugierig an den Gitterstäben steht und zuguckt. Ein Pferd wird auch immer für ihn reserviert, damit er auch was zum Mitspielen hat. :D


Auch sonst liegt ihr ihr "Krolli", wie sie den Babybub liebevoll nennt, sehr am Herzen. Er wird betüddelt und gestreichelt, er darf in ihrem Zimmer die Schleichpferde durcheinander bringen und wenn er weint, geht die halbe Welt unter.

Modetechnisch weiß sie inzwischen ganz genau, was sie anziehen will und was nicht - genähte Sachen in ihrem Kleiderschrank werden weniger. Momentan sind Röcke oder kurze Hosen(Latzhosen in Kombination mit Strumpfhosen ihr Ding, auch eine Treggings geht hin und wieder, schnöde Jeans werden nach wie vor komplett verschmäht. Außerdem muss es kurzärmelig sein, mit einer Strick- oder Sweatjacke drüber. Trotzdem findet das ein oder andere Wunschteil den Weg unter meine Nähmaschine. Umso mehr freue ich mich dann, wenn es ein Lieblingsteil wird und so oft getragen wie dieser Rock und die passende Mütze.


Ein ganz besonderes Thema ist für die Große heuer die Erstkommunion. Die Vorbereitungsstunden haben schon begonnen und sie hat bereits die ganze Familie zu ihrem großen Fest eingeladen. Gestern waren wir beide ein wunderbares Kommunionkleid aussuchen und dieses Wochenende geht es zu einem Kommunionsvorbereitungswochenende in ein Jugendhaus. Nur sie und ich. In einer Familie mit drei Kindern ist ein ganzes Wochenende Extrazeit mit Mama schon etwas sehr besonderes - die kleine Schwester fragt heute schon, ob ich das mit ihr in zwei Jahren auch machen werde.


Ja, groß ist sie geworden, meine älteste Tochter. Ein witziges, liebenswertes, ideenreiches und kreatives Mädchen mit einem großen Herz, das immer selbstbewusster wird, ihren Weg geht und genau weiß, was sie will. Ich bin so stolz auf sie. Zum Glück ist sie noch nicht zu groß, um sich an mich ranzukuscheln und sich ihre Streicheleinheiten abzuholen. Ich hoffe, das bleibt noch sehr lange so. <3 <3 <3


Auf den Fotos seht ihr die beiden Schwestern in bester Blödel- und Kuschellaune. Beide tragen einen YAY!-Rock, den ich für Christina von rosarosa probenähen durfte. Kombiniert habe ich die beiden Röcke mit der Lagenbeanie "Kitt", auch von rosarosa. Den Leosweat dafür habe ich bei Namijda bestellt - die Mädels waren hochbegeistert, als sie den glitzerigen Leoprint gesehen haben!


So, ich werde jetzt das kränkelnde Bronchitisbaby wieder auf meine Hüfte setzen (meine Arme sind inzwischen gefühlt doppelt so lang) und sehen, ob ich einhändig ein leckeres Mittagessen zustande bringe. :D

Hasenwilde Grüße
Johanna

Dienstag, 12. November 2019

magisch

Ich liebe Zauberei. Und Magie. Ich mag Hexen, Feen, Zeitreisen, Zauberer und Elfen, ich gucke gern gut gemachte Fantasy-Filme und habe jeden Harry-Potter-Band verschlungen. Magie zieht mich magisch an.


Wenn meine Töchter mich bitten, ihnen eine Geschichte zu erzählen, kommen fast sicher irgendwelche Drachen, Kobolde oder Elfen darin vor. Und im Bücherladen habe ich immer nebenher einen Blick auf die Fantasy-Ecke. Ich mag da nicht alles, aber gut geschriebene Fantasy-Romane sind schon mein Ding.


Auch so filmtechnisch gesehen ist das meine Ecke. Unsterbliche, Vampire, Zauberei, fremde Welten, Superhelden - solange es nicht zu viel Geballere ist, bin ich dabei.


Ich sehe zuhause mit dem größten Vergnügen, dass auch die Mädels sehr viel Spaß an Magie, Zauberei und Fantasy haben. Und nicht selten spitze ich in der Küche die Ohren und träume ein bisschen mit, wenn sie wild mit ihren Einhörnern durch die Prärie galoppieren, zusammen mit Bibi Blocksberg wilde Hexereien ausprobieren oder eines der Sternenschweif-Abenteuer nachspielen.


Wenn man nämlich im Land der Fantasie und Magie steckt, ist beim Spielen alles erlaubt. Fliegen, durch Wände gehen, Gedanken lesen, Drachen treffen, sich verwandeln - nichts ist mehr unmöglich, alles kann passieren, die Geschichte kann sich in jede Richtung weiterentwickeln und das Gute hat viele, viele Möglichkeiten, um am Ende zu gewinnen.


Der Babybub wird von Anfang an in die Welt der Zauberer und Hexen eingeführt - im Auto hört er selbstverständlich Bibi Blocksberg und Sternenschweif mit den Großen, im Wohnzimmer findet er Schleich-Einhörner und glitzernde Zauberstäbe und "Hex-Hex" kann er bestimmt auch schon bald sagen.... ;)


Da passt das neue Outfit auf jeden Fall wunderbar dazu. Den "Magic"-Kombijersey designet von Tintenrebell durfte ich für Murmelstoffe für den Jüngsten zu einem magischen Outfit vernähen. Ich habe den Ferdinand von rosarosa entdeckt und für wunderbar befunden, den gibt es sicher noch ganz oft hier im Haus! Hier habe ich ihn mit Zipfelkapuze genäht. Dazu gabs eine Käptn Floki-Knickerbocker von Rabaukowitsch aus Babycord, die stand auch schon ewig auf meiner will-ich-mal-nähen-Liste. Und süß sieht er aus. Nur schade, dass es inwischen für Draußen-Bilder von Oberteilen einfach zu kalt ist. Die süßen Bilder auf dem Magic-Stoff bekommt ihr übrigens auch als Panele! Guckt mal HIER!


Wir nutzen die dunklen Abende jetzt jedenfalls wieder für zauberhafte Geschichten und Bücher und freuen uns auf einen magischen Winter!


Hasenwilde Grüße
Johanna

Dienstag, 29. Oktober 2019

gefährlich

Diese Woche sind hier in Bayern. Wir freuen uns allesamt. Der Göttergatte hat die ganze Woche frei, die Mädels genießen die erste Pause von Hausaufgaben, morgendlichem Aufstehen und Kopfarbeit und ich freue ich über eine ruhige, fast terminfreie Woche.


Eigentlich wollten wir weg fahren. Nochmal ein bisschen Urlaub machen. Aber nachdem wir das ganze letzte Wochenende auf einer Familienfahrt waren, hat der Familienrat einstimmig beschlossen, dass uns ein bisschen ruhige Zeit zu Hause auch gut tut.


Es läutet also morgens kein Wecker. Nur das Mittelkind, das mit der Zeitumstellung seit jeher auf Kriegsfuß steht, steht täglich morgens um halb sechs vor meinem Bett und macht ihren Auftritt. Nicht, dass sie sich nicht allein beschäftigen könnte. Aber die Welt (respektive der Göttergatte und ich, wahlweise auch der kleine Bruder gleich mit) soll immerhin wissen, dass sie jetzt aufgestanden ist. Was willste machen. Gut, dass das Baby das Langschläfergen geerbt hat, und so sinken wir nach der Vermeldung wieder in tiefen Schlaf und sind vor acht Uhr nicht aktiv.


Tagsüber genießen wir die letzten bunten Herbsttage mit ihren vielen Farben, den raschelnden Blättern und dem erntereifen Gemüse, das nach und nach unseren Biokeller füllt. Ich muss schon gucken, dass der Babybub und ich überhaupt unseren nachmittäglichen Spaziergang unterkriegen, weil es jetzt so früh dunkel wird. Die Route ist meistens ähnlich, wir gucken nach Spätzle, dem geretteten Reh, das bei einem Bauern untergekommen ist, nach den Kühen, den Hühnern, den Schafen und nach Hund und Katze in verschiedenen Höfen und Häusern. Der Babybub liebt diese Spaziergänge und sitzt zu gerne stundenlang mit großen, staunenden Augen kuschelig eingepackt in seinem Kinderwagen.


Abgesehen von der Zeitumstellung mag ich auch die dunklen Herbstabende gern. Der Kachelofen wird befeuert, es knistert und funkelt, sämtliche Decken sind auf dem Sofa ausgebreitet und sorgen für den Kuschelfaktor und auch mein Mann muss notgedrungen bei Dunkelheitsanbruch seinen geliebten Garten ruhen lassen. Wir haben genug Zeit, um gemütlich Abendzuessen, und danach ist immer noch Platz für ein Spiel, eine Geschichte, oder einen Film.


Ein Film. Man glaubt es nicht, aber wir gucken schön langsam so richtige Filme. Also, längere als 25 Minuten. Am Samstag habe ich den Damen "Madagascar" präsentiert. Und es hat ihnen richtig gut gefallen! Lange haben wir nur Bibi Blocksberg, Mondbär, Petterson und Findus, Löwenzahn und ähnliche Formate geguckt. In vielfacher Wiederholung. Dass die Mädels viel Fantasie haben, ist eine tolle Sache, gerade beim gemeinsamen Spielen. Der Nachteil ist, dass sie bei spannenden Filmen so mitgelitten haben, dass sie hinterher nächtelang nicht schlafen konnten. Besonders die Große war und ist in der Beziehung total empfindlich.


"Gefährlich" heißen diese Filme bei uns. "Gefährlich" kann auch einfach sehr spannend sein. Und viele, viele Male haben wir einen Film abgebrochen, weil er zu "gefährlich" war. Weil die Mädels mit Tränen in den Augen und kalkweißen Gesichtern in der Sofaecke saßen. Und haben uns lieber wieder auf Pippi Langstrumpf beschränkt. Ganz ehrlich, wenn ihr mal wieder eine Folge Pippi Langstrumpf anschaut, fällt euch erst auf, wie schnell und wild und laut die Bildfolge in so manchem Film heutzutage ist.


Jedenfalls sind die Mädels jetzt 6 und 8, und langsam wollen sie upgraden. Ganz vorsichtig noch. Aufgeteilt auf zweimal Gucken. Und nur Filme, die ich kenne. Und mit der Option, dass wir sofort ausschalten, wenn es gefährlich wird. Oder die Szene überspringen. Und überhaupt. Nur, wenn es gut ausgeht. Madagascar war jedenfalls ein Winner. Genauso wie die alte Mary-Poppins-Version und Karlsson vom Dach. Aristocats war auch gut. Trolls war zu gefährlich. Wohingegen Drei Nüsse für Aschenbrödel vollkommen wunderbar ist. Da hör ich die Weihnachtszeit schon läuten. :D :D


Wir tasten uns also langsam vor in die Welt der Spielfilme. Der ungefährlichen, versteht sich. Und ich freue mich auf viele herbstliche Abende. Manche vor dem Fernseher. Manche vor einem Spiel. Oder einem Buch. Oder mit einer Horde Schleichpferde am Boden. Auf alle Fälle immer mit Kachelofen und Familie. <3


Der Babybub guckt noch keine Filme. Aber auch er liebt die Herbststimmung. Die gemeinsamen Abende. Und seine Herbstspaziergänge. Das raschelnde Laub hat es ihm besonders angetan. Manchmal, wenn es nicht zu kalt ist, darf er durchwuseln. Mit seiner neuen kuscheligen Jacke ist das kein Problem - da bleibt er schön warm eingepackt! Genäht habe ich eine gefütterte Jumi von rosarosa mit Reißverschluss. Den wundervollen Grobstrick in marine und den senfgelben Jersey, mit dem ich die Jacke gefüttert habe, hat mir die liebe Sabrina von "einfach spitze" zur Verfügung gestellt, genauso wie die Kordel und das tolle Lederlabel. Auf der Rückseite habe ich die "Freche Möwe" von Lange Hand freihand appliziert. Die Hose ist eine Biesenhose von FrleinFaden. Ein echt toller Schnitt, hier mit Biesen aus dunkelblauem Bündchenstoff in Kombination mit dem coolen used-Look-Jeansjersey von Namijda - und da ist auch die NICE-Kordel her. Die Kombi ist genial und der Babybub sieht zuckersüß in seinem neuen Herbstoutfit aus!


So, und jetzt werde ich mal für den heutigen Familienabend herrichten - die Mädels wollen gern Kürbislaternen schnitzen!

Hasenwilde Grüße
Johanna

PS: Da war ein bisschen Werbung drin! :D