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Donnerstag, 23. Januar 2020

Große Tochter - eine Liebeserklärung

Ihr Lieben,

wir befinden uns mal wieder im Geburtstagsmarathon. Irgendwie haben wir es ja geschafft, dass die Geburtstage unserer fünf Familienmitglieder zwischen 10. Januar und 20. Februar situiert sind. Plus zwei weitere Familiengeburtstage und ein Namenstag. Was den Januar immer sehr ereignisreich macht. :D Dafür ist dann den Rest des Jahres Ruhe!


Was gibt es also Neues bei uns? Wir starten mal wieder mit einer Update-Runde. Heute geht's los mit der großen Tochter. Von der hab ich nämlich schon lange nichts mehr berichtet. Mein großes Kind, meine Erstgeborene. Mein Baby, das kein Baby mehr ist. Wie werden die nur so schnell groß, könnt ihr mir das sagen?
In guten zwei Wochen wird das Fräulein 9 Jahre alt. Sie geht gerade in die dritte Klasse und probt ihre Selbstständigkeit. Übernachtungen bei Freundinnen, Nachmittage bei Freundinnen, alles ein Kinderspiel. Dieses meine Kind, das am liebsten das Haus nie verlassen hat und dem Kindergeburtstage immer zu laut, zu grell und zu viel waren, übernachtet jetzt mit drei anderen Hühnern im selben Bett. Und kommt morgens nicht überfordert und schlecht gelaunt sondern bestens amüsiert nach Hause. Unglaublich, irgendwie. <3


Sie singt gern und wirklich gut, spielt Blockflöte und Geige und hat sich jetzt einen zweiten Chor ausgesucht, den sie unbedingt besuchen möchte. Ich bin noch ein bisschen skeptisch, ob ein weiteres Hobby die Woche nicht arg voll für sie macht. Aber sie ist Feuer und Flamme. Mal sehen - wir warten mal eine weitere Schnupperwoche ab. Denn noch sind (zum Glück) auch ihre Schleichpferde und das tägliche Spiel mit ihrer Schwester noch hoch im Kurs - und die Zeit dafür scheint den beiden immer zu kurz!


Sonst ist Madame vom Voltigieren zum Reitunterricht gewechselt, den sie voll Begeisterung besucht. Sie mag morgens nicht aufstehen und abends nicht ins Bett gehen (ganz die Mama... ;)), geht aber nach wie vor sehr gern zur Schule, wofür ich unglaublich dankbar bin. Die ersten Schrittchen in Richtung Pubertät lässt sie uns schon manchmal spüren, wenn sie über alles und jedes mit mir diskutiert und meine Grenzen auch manchmal ordentlich austestet. Wichtig ist ihr und mir aber nach wie vor, dass wir versöhnt ins Bett gehen. Ein abendliches klärendes Gespräch im Bett ist dann noch Pflicht, damit sich das Fräulein beruhigt unter die Decke kuscheln kann.


Mit der kleinen Schwester gibt es hin und wieder Krach, meistens sind die beiden aber nach wie vor ein sehr starkes Team und können stundenlang in ihren Spielwelten versinken. Ich höre zu gerne von der Küche aus zu, wenn sie im Wohnzimmer im "Gefängnis" hinter dem Laufgitter sitzen und sich durch ihre Pferdefantasien spielen - gut geschützt vom kleinen Bruder, der neugierig an den Gitterstäben steht und zuguckt. Ein Pferd wird auch immer für ihn reserviert, damit er auch was zum Mitspielen hat. :D


Auch sonst liegt ihr ihr "Krolli", wie sie den Babybub liebevoll nennt, sehr am Herzen. Er wird betüddelt und gestreichelt, er darf in ihrem Zimmer die Schleichpferde durcheinander bringen und wenn er weint, geht die halbe Welt unter.

Modetechnisch weiß sie inzwischen ganz genau, was sie anziehen will und was nicht - genähte Sachen in ihrem Kleiderschrank werden weniger. Momentan sind Röcke oder kurze Hosen(Latzhosen in Kombination mit Strumpfhosen ihr Ding, auch eine Treggings geht hin und wieder, schnöde Jeans werden nach wie vor komplett verschmäht. Außerdem muss es kurzärmelig sein, mit einer Strick- oder Sweatjacke drüber. Trotzdem findet das ein oder andere Wunschteil den Weg unter meine Nähmaschine. Umso mehr freue ich mich dann, wenn es ein Lieblingsteil wird und so oft getragen wie dieser Rock und die passende Mütze.


Ein ganz besonderes Thema ist für die Große heuer die Erstkommunion. Die Vorbereitungsstunden haben schon begonnen und sie hat bereits die ganze Familie zu ihrem großen Fest eingeladen. Gestern waren wir beide ein wunderbares Kommunionkleid aussuchen und dieses Wochenende geht es zu einem Kommunionsvorbereitungswochenende in ein Jugendhaus. Nur sie und ich. In einer Familie mit drei Kindern ist ein ganzes Wochenende Extrazeit mit Mama schon etwas sehr besonderes - die kleine Schwester fragt heute schon, ob ich das mit ihr in zwei Jahren auch machen werde.


Ja, groß ist sie geworden, meine älteste Tochter. Ein witziges, liebenswertes, ideenreiches und kreatives Mädchen mit einem großen Herz, das immer selbstbewusster wird, ihren Weg geht und genau weiß, was sie will. Ich bin so stolz auf sie. Zum Glück ist sie noch nicht zu groß, um sich an mich ranzukuscheln und sich ihre Streicheleinheiten abzuholen. Ich hoffe, das bleibt noch sehr lange so. <3 <3 <3


Auf den Fotos seht ihr die beiden Schwestern in bester Blödel- und Kuschellaune. Beide tragen einen YAY!-Rock, den ich für Christina von rosarosa probenähen durfte. Kombiniert habe ich die beiden Röcke mit der Lagenbeanie "Kitt", auch von rosarosa. Den Leosweat dafür habe ich bei Namijda bestellt - die Mädels waren hochbegeistert, als sie den glitzerigen Leoprint gesehen haben!


So, ich werde jetzt das kränkelnde Bronchitisbaby wieder auf meine Hüfte setzen (meine Arme sind inzwischen gefühlt doppelt so lang) und sehen, ob ich einhändig ein leckeres Mittagessen zustande bringe. :D

Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 3. Juni 2019

Entwicklungsschritte und letzte Male

Jetzt weiß ich wieder, wie das mit den Fotos ging. Man platziere das zu fotografierende Objekt einfach mitten in einem Haufen Blumen. Wie konnte ich das nur vergessen? :D :D Endlich bin ich jedenfalls wieder happy mit meinen Bildern und werde euch deswegen heute gleich eine ganze Flut davon zeigen.


 Dieses Outfit war zu groß, als ich es genäht habe. Wenn man bedenkt, dass das erst ein paar wenige Wochen her ist, ist das eigentlich schon erschreckend. Der Babybub wächst so furchtbar schnell! Ich komme da gar nicht mit dem Gucken hinterher!!


Ich weiß noch, wie das bei meiner ältesten Tochter war. Als die so klein war, hatte ich da so ein Buch. "Babys Entwicklung" oder sowas. Ihr wisst schon, so ein fetter Wälzer, in dem die Entwicklungsschritte dokumentiert sind. Und in dem genau steht, wann ein Baby was lernen muss. Wann es lacht. Wann es greift. Wann es sich dreht. Und ich habe wöchentlich nachgelesen, welcher unglaubliche Meilenstein uns als nächstes bevorsteht. Und darauf habe ich dann gelauert. Selbstverständlich bin ich in Freudenschreie ausgebrochen, wenn sie den nächsten Entwicklungsschritt getan hatte. Und dann habe ich flott nachgelesen, was als nächstes kommt. :D


Dann kam Kind Nummer zwei. Die Mitteltochter. Bei der war ich schon wesentlich entspannter, was die Entwicklungsschritte anging. Schließlich war Fräulein Erstgeboren bei Tochter Zwei's Geburt erst knapp zwei Jahre alt und ich hatte alle Hände voll zu tun. Manchmal hätte ich auch durchaus noch ein Paar mehr gebrauchen können. :D :D Die Maus lernte in Windeseile von ihrer großen Schwester, das Entwicklungsbuch verstaubte im Regal und wir machten immer wieder große Augen, wenn das Kind plötzlich wieder eine neue Technik beherrschte und verfeinerte, mit der wir noch gar nicht gerechnet hatten.


Und jetzt gibt es den Babybub. Den zuckersüßen. Der voraussichtlich der letzte seiner Art sein wird. Das letzte Baby im Haus Hasenwild. Und wie ist das jetzt? Dieses Entwicklungsbuchdingens, ich habe keine Ahnung, ob es das noch gibt. Oder ob ich es irgendwann aussortiert und verschenkt habe. Ich weiß ja jetzt schon, dass sich Babys entwickeln. Und dass es gar nicht wichtig ist, wann sie was lernen. Beim Babybub genieße ich jetzt in vollen Zügen - gerade, weil es mit den beiden großen Schwestern wesentlich entspannter zugeht, als das der Fall war, als das Mittelkind geboren wurde.


Ich genieße jeden Moment in dem vollen Wissen, dass es vielleicht das letzte Mal sein könnte. Das letzte Mal, dass der Babykopf in meinem Arm so verführerisch nach Baby riecht. Das letzte Mal, dass er an meiner Brust schmatzt und mich nebenher mit seinen kleinen Fingerchen streichelt. Das letzte Mal, dass er die Beine wie ein kleiner Frosch anzieht, wenn ich ihn hochhebe. Das letzte Mal, dass er während des Trinkens drei Mal anhalten muss, um zu gucken, ob ich auch noch da bin. Das letzte Mal, dass er auf dem Bauch nach mir ruft, damit ich ihn umdrehe. Dass er sich in fröhlichen Gurrtönen mit mir unterhält. Dass er, wenn er müde ist, seinen Kopf in meine Armbeuge drückt und sich mit beiden Händen an meinem Oberteil festhält, bevor er einschläft. Wie sich diese klitzekleinen Babyfüße anfühlen. Wisst ihr, man weiß nämlich nie, welches Mal das letzte Mal ist, bis es das letzte Mal war. Deshalb macht es ziemlich viel Sinn, solche Dinge ganz fest zu genießen und festzuhalten, solang man sie bekommt.


Versteht mich nicht falsch, es macht auch keinen Sinn, ständig dem nachzutrauern, was man nicht mehr hat. Dann ist man ja dauernd unglücklich. Aber wenn man die entscheidenden Momente in vollem Bewusstsein genossen hat, solange sie da waren, kann man getrost später mit ganz viel Liebe und Dankbarkeit im Herzen daran zurückdenken. Ohne das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Und dann widmet man sich ganz bewusst den Dingen, die man gerade bekommt - und die vielleicht heute das letzte Mal stattfinden. Und genießt. <3


Auf den Bildern seht ihr die dritte Ssp von Rosarosa, die ich genäht habe. Mit stylischem Streifen an der Seite. Kombiniert mit einem fröhlich-türkisen Shirt nach dem Schnittmuster Mini-Miez und einer Beanie mit Öhrchen, ebenfalls beide von Rosarosa. Die fetzige Chamäleon-Weste habe ich nach einem Jackenschnitt aus einem der klimperklein-Bücher abgewandelt. Den Chamäleon-Stoff und den passenden zimtfarbenen Sweat hab ich bei Tina von Steinblau gekauft, die Big Dots in türkis sind von Namijda. Und fertig ist die Sommer-Kombi - und wird gerade rauf und runter getragen. <3


Und mit diesem Set und den Bildern - mit denen ich dieses Mal auch wirklich glücklich bin - husche ich schnell wieder rüber ins Wohnzimmer und knuddle mein Baby noch ein bisschen. Ich muss dringend nochmal an ihm riechen - wer weiß, wie lange sich der Babyduft noch hält.... <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

Mittwoch, 24. August 2016

Post

Ach ihr Lieben, ich hätte so viel zu erzählen und zu zeigen, aber ich komme einfach nicht zum Schreiben. :D :D Ich bin im Ferienflow und wie ich es mir gewünscht hatte, entstehen gerade ganz viele Sachen an der Nähmaschine, die ich schon ewig machen wollte.


Ich habe mir ziemlich probenähfrei genommen, um das zu schaffen, und habe mal wieder richtig Freude dran, nur für uns zu nähen. Ich zeige euch die Sachen sicherlich irgendwann (wenn ich mal Zeit habe zu fotografieren), aber da noch so viele schöne Bilder auf dem Rechner auf euch warten, müssen die erst gezeigt werden. :D


Heute möchte ich euch aber von etwas erzählen, was mich in den Ferien besonders berührt und gefreut hat. Eine Karte. Eine einfache Karte. Anstatt über die Post kam sie direkt in meinen Briefkasten, die Absenderin wohnt nämlich nur 15 Minuten von hier entfernt. Bevor ich euch aber erzähle, warum diese Karte mein persönliches Ferienhighlight war, muss ich ein bisschen ausholen. :D


Ich singe mein Leben lang in Chören. Zu Höchstzeiten waren es 6-7 Stück parallel, mit den Kindern hat sich das aber wieder ein bisschen relativiert und zurückgefahren - und so gibt es im Moment keinen festen Chor, in dem ich mitsinge.


Ich helfe hier und da instrumental oder gesanglich aus, und es gibt einige Gruppen, in denen ich mitwirke, die projektmäßig die ein oder andere Hochzeit oder ähnliches singen, aber eben nichts so richtig festes. Wöchentliches.


Auf der einen Seite genieße ich die Freiheit und Freizeit - weniger Termine in der Woche heißt eben, mehr Zeit für die Kinder und mich - aber auf der anderen Seite vermisse ich das Singen dann auch wieder. Den Zusammenhalt, die Proben, die Gespräche und natürlich die Musik. Deshalb habe ich mit einer lieben Freundin zusammen einen Projektchor mit dem schönen Namen "Voice ma's" gegründet, der - je nach Lust und Laune - ein bis dreimal im Jahr einen Gottesdienst mit fetzigen Liedern gestaltet. Zwei Proben, ein Auftritt, fertig. Ein kleines, aber feines Projekt, mit nicht zu viel Aufwand, aber jeder Menge Spaß verbunden.


Und es singen - Freunde. Freunde aus allen Himmelsrichtungen, Männer, Frauen, mit Kindern und ohne, alle geeint dadurch, dass sie einfach gern singen - und oft, genau wie ich, nicht die Zeit haben, einem Chor mit festen wöchentlichen Probenzeiten beizutreten. Entsprechend habe ich das Gefühl, dass die Motivation nicht nur bei mir, sondern auch bei meinen Sängern und Sängerinnen besonders groß ist. Dieser Chor singt nicht nur - er strahlt nebenher eine solche Freude und Begeisterung aus, dass es unglaublich Spaß macht, davor zu stehen. <3


Jedenfalls haben wir am zweiten Augustwochenende gesungen, und ich hatte richtig Spaß. Da waren geniale Solos, wundervolle Musiker und ein Chor mit ganz viel Enthusiasmus und Begeisterung. Es war echt gut, finde ich. Ich habe den Tag sehr genossen, hinterher war ein Großteil des Chores noch miteinander essen, ratschen, austauschen, den Tag genießen.


Und zwei Tage später lag dann diese besagte Karte in meinem Briefkasten. Eine Karte von einer Freundin, die leider nicht mitmachen konnte, sich aber dann mit ihrer Familie den Chor angehört hat. Soooo viele schöne Worte - wie sehr es ihr gefallen hat, wie schön es war, wie viel Freude sie beim Zuhören hatte. Die Karte liegt seither auf dem Schreibtisch neben dem PC und ich lese immer mal wieder drüber - und lächle dabei. Und wisst ihr, was ich denke?


Wie oft bin ich begeistert von etwas, und vergesse ganz einfach, es laut auszusprechen? Vergesse, zu sagen, wie sehr ich den Tag oder den Abend mit jemandem genossen habe. Wie sehr ich mich über etwas gefreut habe. Und das sind ja manchmal auch einfach ganz kleine Sachen. Ich nehme mir hiermit vor, wieder mehr auszusprechen, wenn mich etwas begeistert. Laut zu sagen, dass ich mich über etwas gefreut habe, anstatt immer davon auszugehen, dass die Leute das schon wissen. Ich nehme mir fest vor, mir auch mal wieder die Mühe zu machen, eine liebe Karte zu schreiben - ich weiß jetzt nämlich wieder, wie schön es ist, eine zu bekommen....


Nebenher konntet ihr Bilder der kleinen Hasentochter in ihrer Lieblingstunika sehen. Den Schnitt "Sommerliebe hoch 3" von der Drahtzieherin habe ich euch schon als Maxikleid gezeigt, aber die Tunikavariante mag ich mindestens genauso gern - vor allem sehen diese Spaghettiträgertops auch mit einem Longshirt drunter total klasse aus, finde ich, und damit werden sie auch richtig herbsttauglich. Da zeige ich euch auch noch ein Beispiel. Aber noch lässt sich das tolle Teil einfach so leicht tragen, wie hier. <3 Anstatt unten noch eine Stoffrüsche anzubringen, habe ich die blaue XXL-Wäschespitze von Namijda genutzt, die ich vernähen durfte. Das geht ratzfatz und gibt der Tunika nochmal richtig Leichtigkeit. Die passenden Borten dazu lassen sich wunderbar vertüddeln und bringen Einheitlichkeit in die Tunika - und auch eine passende Tullelue ist entstanden - die restliche Wäschespitze kommt auch hier beim Tüddeln super rüber, finde ich... <3


Hier nochmal der Link zum Schnitt:

Sommerliebe³  Anleitung und Schnitt für ein Trägertop/-Tunika/-Maxikleid - Nähanleitungen bei Makerist sofort runterladen

Da geht's zur XXL-Borte in Namijda's Shop - und von da könnt ihr euch zu den passenden Häkelborten und der schmalen Wäschespitze weiterklicken:

♥1 Mtr. Wäschespitze - XXL Blütentraum 8cm - Baby Blau ♥


Und die Tullelue findet ihr hier: *KLICK*


Hasenwilde Grüße
Johanna



Mittwoch, 17. August 2016

Ferienprogramm

Wir steigen jetzt mal kurzzeitig von ärmellos auf halblang um - wobei die kurze Hose durchaus sein darf, wir haben hier im Moment nämlich noch richtig schöne Sommertage! :D Ich hab euch ja letztens schon erzählt, warum tagelanges Indoorprogramm nicht unser Ding ist. Die Chaosvermeidungszeit überschreitet einfach jegliches Maß. :D :D Also gibt es Ferienprogramm aller Art - und daran habe ich genauso viel Spaß wie meine Mädels...


Ich für meinen Teil bin ja sowieso inzwischen so im Ferienmodus angelangt, dass ich nicht mehr weiß, welchen Wochentag wir gerade haben. Ich unterscheide nur noch "Wochentag" und "Wochenende", und das auch nur, weil wochenends der Hasengatte mit durch das hasenwilde Chaos schwirrt. Zumindest zeitweise. Wenn wir etwas unternehmen, sind wir also eher tagesunabhängig und planlos unterwegs. Irgendwas ergibt sich eigentlich immer. :D


Wir Mädels haben uns zum Beispiel Ende letzter Woche einen richtig schönen Verwöhntag gegönnt. Die Hasenkinder und ich waren zuerst shoppen. (Na gut, wir waren bei DM und Aldi. Für Kleidung haben die beiden keinerlei Ausdauer. Kann schließlich auch die Mama nähen. :D ).


Hinterher waren wir lecker chinesisch essen (das wissen auch die beiden Nachwuchsdamen im Haus schon zu schätzen) und dann im Kino. Hach. Kino. Für die Kleine war es das erste Mal überhaupt, die Große war letztes Jahr schon mal mit mir in "Petterson und Findus",


Wir saßen also nachmittags um zwei mit noch fünf anderen Kinowilligen im Altstadtkino in Ingolstadt und haben uns die volle Dröhnung "Mullewapp" gegönnt. Meine Kinder sind fernsehtechnisch ja noch sehr auf der soften Schiene unterwegs. Heißt: Leo Lausemaus, Lauras Stern, Hase Felix und Petterson und Findus sind hoch im Kurs. Hin und wieder das Sandmännchen, das wars dann aber auch schon. Auf DVD, in hundertfacher Wiederholung.


Und nachdem sie damit eigentlich sehr zufrieden sind, sehe ich nicht, wieso ich das im Moment ändern sollte. Irgendwann werden sie ganz von selber auf den Geschmack kommen, und dann ist es sicher noch früh genug, auf die nicht ganz so soften Kinderfilme umzusteigen.


Mal davon abgesehen, dass wir im Sommer den Fernseher sowieso eher selten brauchen - wenn das Wetter passt, wuseln meine Mädels bis spät abends im Garten und springen lieber noch eine Runde im Trampolin, da bleibt die Glotze dann sowieso aus. <3


Nachdem die Ladies also dementsprechend seeeeehr selten einen Film sehen, der länger als 10 Minuten dauert, war ich schon gespannt, was sie mit dem Kinofilm anfangen. Hat ihnen aber gut gefallen. Die Große hat quasi durchgehend schallend gelacht und das ganze Kino amüsiert. Sie werden einfach groß. Unglaublich. <3

Dasselbe dachte ich übrigens auch, als meine große Hasentochter in die neue "Carmina"-Bluse schlüpfte. Der weite Ausschnitt, den man auch super über der Schulter tragen kann (ist der Hasentochter aber zu ungewohnt - sie schubst den Ausschnitt meistens wieder nach oben), lässt sie gleich noch größer wirken, finde ich. Angenehm zu tragen ist die Bluse auch, sie fällt weich und locker und die halblangen Ärmel bieten ganz viel Bewegungsfreiheit. Nicht nur über der kurzen Hose ein Hingucker, ich denke, die Bluse wird uns auch noch ein ganzes Stück in den Herbst hinein begleiten können - auch als schneller Drüberzieher über Tops und Co. Die passende BeMützi habe ich euch schon gezeigt, hier noch ein paar genauere Einblicke.


Carmina lässt sich aber nicht nur als Bluse, sondern auch als Kleid nähen, und mit einem Bindegürtel auf Taille oder Hüfte bekommt sie auch nochmal einen ganz neuen Look - so lassen sich mit dem Schnitt wirklich viele unterschiedliche Hingucker zaubern!
Hier findet ihr das EBook "Carmina" von Mamasliebchen:

http://de.dawanda.com/product/103040783-ebook-e-book-20-carmina-kids-kleid-tunika-92-164


Und hier gibt's die "BeMützi" von Annas Country:

                                         


Hasenwilde Grüße
Johanna

Mittwoch, 27. Juli 2016

aufmerksam

Still war es jetzt eine Weile auf dem Blog. Das liegt vor allem daran, dass mich die aktuellen Ereignisse rundherum ziemlich sprachlos gemacht haben. Jeder Anschlag, jedes Menschenleben, aber auch die dadurch ausgelöste Angst und der Hass scheinen aus jedem Winkel zu blitzen, aus jeder Zeitung zu rufen, aus jedem Radio zu brüllen. Erschreckend. Ich für meinen Teil bin noch nicht wieder bei der normalen Tagesordnung angelangt. Ich mache mir Sorgen, ich trauere um jedes unschuldige Leben, das da gewaltsam genommen wurde und bei dem Gedanken, dass meine kleine Schwester bei dem Amoklauf in München ganz in der Nähe war, läuft mir nach wie vor eine dicke Gänsehaut über den Rücken. Deswegen möchte ich heute gar nicht so viele Leute machen, sondern euch den Text einer Mitbloggerin zeigen, der auf den Amoklauf in München hin erschienen ist und mich wirklich begeistert hat.




Folgender Text stammt von Ilka von "Erbsünde" und ist so nachzulesen auf ihrem Facebook-Account: www.facebook.com/erbsuende. Aber auch Ilkas Blog http://erbsuende-blog.blogspot.de/ ist immer einen Besuch wert, denn da schreibt nicht nur eine Mutter und Schnitterstellerin, sondern vor allem eine kritische und offene Person. Manchmal geht es um den turbulenten Alltag mit Kleinkind und Teenies und man sitzt schmunzelnd vor dem PC, manchmal legt Ilka den Finger treffsicher auf die Schwachstellen der Gesellschaft und macht mit ihren einfühlsamen, aber auch schonungslos ehrlichen Worten die Welt und die Wahrnehmung derselben ein bisschen offener und ein bisschen besser. Vor allem aber denke ich, wie auch in diesem Fall, sehr oft bei ihren Worten: "Genau so ist es!"




Folgendes habe ich bei ihr gefunden:
"Ich lese so oft die Frage: Was wird aus unseren Kindern?
Ich sage: Das, was WIR aus ihnen machen!
Eure eigenen Kinder. Beobachtet sie, reagiert auf ihr Verhalten. Hinterfragt. Nehmt auch Kleinigkeiten ernst. Sehr ernst.
Bauchweh, Kopfweh, Schlafstörungen, Sorgen und Ängste sollten angesprochen und deren Ursache gefunden werden.
Selbst bei ganz kleinen Kindern, die nur etwas sprechen können, kann man abends beim Zu Bett Gehen schon Fragen: "Wie war dein Tag, was hat dir heute... besonders gefallen? Und was hat dich traurig gemacht?" Sie erzählen es, wenn man nur zuhört!
Sensibilisiert sie aber auch für Probleme anderer. Zeigt den Kleinen wie jemand aussieht, der sich freut. Und jemand, der unglücklich ist. Mimik erkennt jeder. Sprecht bei den Größeren über Mobbing. Und darüber, dass nicht jeder glücklich ist und manche Hilfe brauchen. Dass man sich engagieren kann. Oder einfach nicht mitmachen! Dass man sich bei Erwachsenen Hilfe holen kann, es "melden" kann, wenn man merkt, dass es jemandem nicht gut geht und er wirklich Hilfe braucht.
Ich weiss, es wird auf so vieles nicht reagiert, weil man selbst sehr eingespannt ist. Aber genau das ist so wichtig! Sich umschauen, erkennen, wo ein Mensch - ganz gleich welchen Alters - Hilfe braucht. Vielleicht ist es nur eine Kleinigkeit, die dann aber in demjenigen wächst. Und unüberwindbar wird.
Andere Menschen: Sich missverstanden fühlen, uncool, allein, unwichtig, dem Druck nicht gewachsen ... was auch immer es sein kann. In erster Linie aufmerksame Eltern, aber auch Geschwister, Freunde, Lehrer und Mitschüler, vielleicht sogar Nachbarn können dies erkennen und handeln. Helfen oder Hilfe holen.
Menschen, die (vielleicht nur sehr leise) Hilferufe aussenden und nicht gehört werden, sollten nicht erst eine irre, letzte Plattform oder die eigene Selbstzerstörung brauchen, um gesehen zu werden.
Werdet aufmerksamer."




Diesen Post begleiten sehr bewusst die Bilder der Hasentochter aus dem "Ethno-Glam" von Alles-fuer-Selbermacher. Weil die Botschaft, die dieser Stoff aussendet, einfach zum Thema passt - und zu meinem Glauben, dass es möglich ist, dass Menschen aus vollkommen unterschiedlichen Hintergründen und Herkunftsländern, Große, Kleine, Menschen jeden Alters und jeder Hautfarbe, mit all ihren unterschiedlichen Interessen, Sorgen und Freuden friedlich miteinander leben können. Voneinander profitieren und lernen können - oder sich zumindest in Frieden leben lassen. So, wie die Kunst verschiedener Völker diesen Stoff mit seinem orientalisch wirkenden Muster verschiedenen Dreiecken inspiriert hat, kann jeder von jedem etwas mitnehmen. Wenn er sich nur die Mühe macht, genau hinzusehen und vor allem immer wieder zu hinterfragen, nachzufragen, zu reden. Auch vor dem Hintergrund der furchtbaren Berichte der letzten Wochen gehe ich fest davon aus, dass das möglich ist. Möglich sein muss. Wie sonst sähe unsere Zukunft aus? Und wie ein jeder seinen kleinen Beitrag dazu leisten kann, dass wir wieder ein Stück weit in die richtige Richtung gehen - aufmerksam - , hat uns Ilka in ihrem Text ja wunderbar aufgezeigt. <3



Schnelle Hintergrundinfos zu Stoff und Schnitt:
Den Stoff "Ethno Glam" bekommt ihr hier: *KLICK*

Genäht habe ich eine "Freya" von Finnleys, das Schnittmuster könnt ihr euch hier ansehen: *KLICK*. Die passende Tullelue von Tullebunt und lille Sno habe ich euch schon gezeigt - dank gleichem Kopfumfang steht sie auch der Kleinen hervorragend. Hier geht's zum Schnittmuster: *KLICK*


Hasenwilde Grüße
Johanna