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Dienstag, 17. September 2019

Flexibilitätstheorie

Ihr Lieben,

wenn was nicht passt, dann muss man sich entweder damit abfinden oder gucken, ob man es ändern kann. Das trifft auf so viele Situationen im Leben zu. Und weil dieses "passen" oder "nicht passen" sehr individuell ist, gibt es leider kein Patentrezept - nicht für den Job, nicht für die Kindererziehung, nicht für einen gelungenen Urlaub und grundsätzlich sehr selten für Elemente der Lebensplanung.



Das ist recht schade, denn so ein fertiges Grundrezept würde das Leben doch viel einfacher machen. Ist aber nicht. Und, wenn wir ehrlich sind, wäre das auch ziemlich langweilig, oder?

Flexibilität ist also das Motto der Stunde. Immer wieder überprüfen, ob die eigenen Rituale noch zu mir passen. Gerade dann, wenn's irgendwo hakt. Seien es die Bettgehzeiten oder die Hausaufgaben, die gemeinsame Terminabsprache oder die Hobbygestaltung. Manchmal schleichen sich Gewohnheiten ein, die grundsätzlich zur Missstimmung führen.


Die große Tochter und ich feilen zum Beispiel immer wieder an den Hausaufgabenzeiten. Gleich nach der Schule ist sie so unkonzentriert, dass sie ewig braucht und viele Fehler macht. Zu spät am Abend kollidieren die Hausaufgaben aber mit Abendessen, Familienzeit und Bettgehzeiten. Und dazwischen? Da wäre ich doch durchaus auch gern mal mit meinen Kindern ungebunden. Frei für einen Ausflug, oder zumindest einen Einkauf im nahegelegenen Supermarkt. Wir haben also eigentlich gar keine Zeit für Hausaufgabenzeit! Aber hilft ja nichts. Ich bin also so flexibel wie möglich und wir teilen die Hausaufgaben auf und suchen nach dem Zeitpunkt, der am besten ins aktuelle Familienleben passt. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Aber grundsätzlich mit einem gewissen Maß an Flexibilität.


Ich stelle immer wieder fest: Rituale sind wichtig, aber es ist genauso wichtig, sie immer wieder auf den Prüfstand zu stellen, ob sie nach wie vor familientauglich und zeitgemäß sind. Und dann flexibel zu reagieren, wenn Dinge geändert werden müssen.


Auch im Urlaub hab ich wieder festgestellt: Am friedlichsten ist der Ablauf, wenn wir Eltern uns nicht zu sehr auf unsere Pläne versteifen. Wenn es auf dem geplanten Stadtausflug furchtbar heiß ist und die Kinder quengelig werden, wird eben abgekürzt und wir suchen uns stattdessen einen kühlen Platz im Park, am Brunnen, am Bach, wo auch immer. Wenn die Herrschaften bereits zwei Stunden vor dem geplanten Restaurantbesuch quasi verhungern, dann kochen wir eben doch. Oder holen Pizza. Und gehen ein andermal essen. Was nicht heißt, dass wir vor jedem Wünschchen unserer Kinder eine tiefe Verbeugung machen - die halten durchaus auch manchmal was aus. Die Kunst ist, einen guten Blick dafür zu entwickeln, wann man die Pläne besser ändert und wann das Endergebnis für den vorhergehenden Ärger entschädigt. :D


Nähtechnisch ist das übrigens auch so. Es gibt genähte Teile in meinem Kleiderschrank, die passen eben einfach nur so irgendwie. Und nicht richtig. Die ziehe ich natürlich nie an. Aber weil sie ja irgendwie so halbwegs passen, werfe ich sie auch nicht weg. Und manchmal packt mich dann der Rappel, und ich mache mich über meine Schrankleichen her. Dann kommen sie entweder weg oder werden zu etwas Neuem. So auch hier - das Kleid mit dem wundervollen Rock hatte ein Webwareoberteil, welches nur so irgendwie halbwegs passte. Eigentlich waren die Träger zu weit innen und der Ausschnitt an der Achsel viel zu tief. Ich hatte das Kleid also vielleicht einmal an und seither schlummerte es in den Tiefen meines Kleiderschrankes. Bis ich mich letztens endlich dazu aufgerafft habe, das Oberteil und den Rock zu trennen. Stattdessen habe ich an den weichen Rockstoff eine "Lucy" von Meine Herzenswelt genäht. Ich musste sie ein bisschen kürzen, aber ansonsten passt sie nicht nur wunderbar an den Lynn-Rock, sondern eben auch an mein vernachlässigtes Rockteil. Und jetzt sitzt das Kleid wieder, ist weich und angenehm und ich habe Lust, es zu tragen. Die Bilder hat übrigens meine Schwester gemacht, und ich bin sehr begeistert davon - man sieht schon den Unterschied zwischen einem Stativ mit Fernauslöser und einem echten, lebendigen Menschen hinter der Kamera, findet ihr nicht? <3


Ich bin also um ein passendes Kleid im Schrank reicher und fühle mich in meiner Flexibilitäts-Theorie bestätigt. Lasst mich also einmal durchschnaufen und dann diese Hausaufgabenzeiten nochmal angehen... :D :D :D

Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 12. April 2018

Frühlingsgefühle und Winterbilder

Huhu ihr Lieben!

Ich muss euch eine freudige Botschaft verkünden! Ich glaube, ich habe mein Nähtief überwunden! So nach und nach bekomme ich wieder richtig Lust auf meine beiden Rattermaschinchen und mein Reich im Hobbykeller! Gerade, wo doch jetzt der Frühling aus allen Ecken blitzt und nach Elan schreit! Es sind bereits wieder einige Teilchen entstanden! Jetzt muss ich nur das Schreibtief noch unter den Schreibtisch verbannen.... ;)


Ausschlaggebend war die Aufräumaktion im Keller. Ich glaube in den Weihnachtsferien war das. In denen habe ich nämlich endlich mal wieder das uferlose Chaos unten im Nähzimmer beseitigt, und ich war ungelogen damit fast zwei Wochen lang beschäftigt! Ich weiß, ich schreibe das jedes Jahr und gelobe Besserung. Aber irgendwie.... da scheint ein Fluch auf diesem Raum zu liegen... ;) Ich führe ja dann auch immer mal wieder ein neues Ordnungssystem im Kampf gegen das Chaos ein und dieses Mal gab's sogar neue Regale und einen Zuschneidetisch. Und viele Sortierboxen für den ganzen Krimskrams. Mir großer Chaotin hilft das definitiv beim Ordnung halten! Und ich arbeite, glaubt es oder nicht, sehr gern in einem ordentlichen Nähzimmer.


Naja. Also, zugegeben... Dem Regal fehlt noch eine Reihe Böden und der neue Z
uschneidetisch ist zwar geölt, aber die Beine sind noch nicht montiert. Und die Bilder hängen noch nicht an der Wand. Ich verrate euch jetzt nicht, seit wie lange. :D Aber das wird. Ich werde einfach bei Gelegenheit meinen Mann zwangsrekrutieren. Irgendwann wird ein Regentag kommen, an dem er mir weder in den Wald zum Holz hacken, noch in seinen Gemüsegarten entkommen kann. Und dann ist er fällig... *harrharrrrrrrr*


Immerhin ist das Nähzimmer noch nicht wieder verwüstet. Allerdings wartet ein monströser To-Do-Stapel auf dem Sofa. Kennt ihr das, wenn man beim Aufräumen einen ganzen Haufen Zeug findet, das schon fertig zugeschnitten ist, aber nicht zusammengenäht? Nein? Hm. Komisch. Außerdem ist auch die verschollen geglaubte Flickwäsche wieder aufgetaucht. Die hatte ich nun zugegebenermaßen nicht wirklich gesucht. Aber gut. Dieser To-Do-Stapel ist jedenfalls alles, was mich von vielen neuen, aufregenden und kreativen Projekten trennt. Denn der muss erst abgearbeitet werden, ich hab's mir fest vorgenommen. Bis auf ein paar wenige klitzekleine Ausnahmen. Fast wenige. Also ein paar. Natürlich nur die allernötigsten. Ihr versteht. :D


Diese paar wenige Teile wollen jetzt jedenfalls noch gerne gezeigt werden, und weil das Wetter so schön ist präsentiere ich euch deswegen direkt noch ein paar Winterbilder. Damit ihr wisst, was ihr hinter euch habt und euch direkt über den Frühling freuen könnt. Ich hab sie extra dafür aufgehoben!! :D


Und auch wenn ich Helma von Meine Herzenswelt als Winterkleid genäht habe (und als Pulli, den zeige ich euch auch noch!) aus kuschelig angerauhtem Sommersweat (gekauft bei der lieben Tina von Steinblau!) lässt sich der Schnitt auch ideal aus leichtem Jersey nähen - und die langen Ärmel kann man ja durchaus trotzdem noch brauchen! Geht übrigens auch als Dreiviertel- oder Kurzarm! Nähen könnt ihr meine Helma in den Größen 32-46 oder in der Plus-Version in den Größen 46-54 jeweils als Kleid oder Shirt! Ich mag sie in jeder Version sehr gerne!
Hier findet ihr den Link zu "Meine Helma" und zu "Meine Helma Plus".


Und ich? Werd mal sehen, mit wie vielen Winterbildern ich euch noch überraschen kann. Und dann auf schlechtes Wetter warten. Wegen des Zuschneidetischs. :D

Hasenwilde Grüße
Johanna


Samstag, 4. Februar 2017

Wintervanja

Ich hänge schon wieder hinterher mit den Blogbeiträgen. Mir fehlt einfach die Zeit. Die Zeit zum Nähen ist auch weniger geworden, aber da stehle ich mir hier und da ein Stündchen, so dass die Nähmaschine trotzdem regelmäßig rattern darf. Aber das Schreiben? Die Stunde für einen Blogbeitrag? Die ist einfach grade oft nicht drin zwischen Job, Alltag und winterlichem Geburtstagsmarathon.


Eigentlich ist der einzige Grund, warum ich jetzt samstags (der allwöchentliche Putztag, eigentlich) vormittags am PC sitze und tippe, dass ich mir den Kopf verdreht habe (oder zumindest weiß ich nicht, wer es sonst war... ;) ) und meine Rotlichtlampe dagegen die beste Medizin ist. Und während ich davor sitze, können meine Hände und der Kopf auch ein bisschen aktiv werden. Wellness für Körper und Geist, sozusagen. Was so ein verdrehter Kopf auch alles mit sich bringt. :D


Jedenfalls, bevor der Rest des Schnees hier weggetaut ist, schnell noch ein paar stimmungsvolle Schneebilder vom kleinen Hasenkind.
Wir haben heuer den ausführlichen Winter sehr genossen. Eigentlich war das ja wirklich die Optimalform Winter - bestimmt 4 Wochen lang sehr kaltes, trockenes Winterwetter mit Sonne pur und davor eine Menge Schnee, der wunderbar liegen geblieben ist. Also freie Straßen und trotzdem beste Schlittenbedingungen.


Die Mädels sind jetzt die letzten 4 Wochen fast jeden Tag mit dem Schlitten unterwegs gewesen. Am Ende der Welt, wo wir wohnen, ganz am Ortsrand zwischen Nirgendwo und Ganzweitweg, haben wir den großen Vorteil, dass sich direkt hinter unserem Haus die wilde Pampa erstreckt. In dem Fall die wilde, hügelige und verschneite Pampa. :D


Mein Mann hat den kleinen Berg hinter unserem Haus schon vor Wochen mit den Skiern ein bisschen platt gewalzt und somit den perfekten Schlittenberg geschaffen - der auch noch so platziert ist, dass ich die Damen aus dem Küchenfenster im Auge behalten kann. Da kann man dann auch eine 3- (halt, stopp, Viiiiierjährige inzwischen) und eine fast Sechsjährige den halben Nachmittag mit Bobs und Schlitten alleine rausschicken.


Manchmal waren Freunde da, manchmal haben sie sich einfach zu zweit amüsiert, manchmal sind der Papa oder ich oder auch mal eine der Tanten dazu gestoßen. Ob Hornschlitten, der neue Lenkerschlitten vom Christkind, Bobs, Schüsseln oder auch mal der schneeanzugverpackte Hintern - wir haben alle erdenklichen Rutschvarianten ausprobiert.
Das absolute Highlight war vor zwei Wochen ein riesiger Traktorschlauch, den Freunde von uns angeschleppt haben. Da haben die Kinder dann zu sechst draufgepasst. Oder die ganze Familie hasenwild gleichzeitig - der Göttergatte und ich unten und die Mädels obendrauf. War das ein Gekreische und Gejohle. Kombiniert mit guten Freunden, Glühwein/Kaffee/Kinderpunsch und Schokoladenlebkuchen der optimale Sonntagnachmittag.


Und wisst ihr, das sind die Tage, die den Kindern dauerhaft in Erinnerung bleiben. Die einen für die ganze Woche oder noch länger beseelen. Die das Familienleben in die perfekte Harmonie katapultieren. Und die abends mit roten Backen und glänzenden Augen, verpackt in eine dicke Kuscheldecke, gemeinsam auf dem Sofa enden. Das ist Winter, wie man ihn sich vorstellt und wünscht. Und was in aller Welt könnte man mehr wollen?


Die kleine Maus lässt sich inzwischen auch nicht mehr in alle Kleidungsstücke stecken, die Mama so näht. Ich spreche also vorher auch mit ihr ab, was aus einem Schnitt werden muss, damit sie ihn hinterher auch anzieht. Kleider kommen ja immer gut an (davon hab ich euch ja schon das ein oder andere Mal erzählt... ;) ), Glitzer gibt auch Pluspunkte und dann habe ich hier noch den Extrawunsch nach einem Pferd auf dem Kleid erfüllt (genähmalt) - die Chancen stehen also gut, dass ihr den Pulli noch das ein oder andere Mal an der Tochter seht! Genäht habe ich den nagelneuen Hoodieschnitt "deine Vanja" von Meine Herzenswelt. Wie alle Schnitte von Ilona ein Tausendsassa - Pulli, Kleid, mit Kapuze oder Kragen, diverse Passen- und Taschenmöglichkeiten... hier in relativ schlichter Form aus Glitzersweat, damit die Appli gut zur Geltung kommt. "Deine Vanja" ist definitiv eine fette Empfehlung für den hauseigenen Kleiderschrank - ihr müsst unbedingt die Probenähbeispiele anschauen, da sind soooo schöne Teile entstanden. Und bei mir liegt auch schon die nächste unter der Nähmaschine!


Hier könnt ihr euch den Schnitt "deine Vanja Kids" (bis Gr 128) genauer ansehen (ihr findet aber auch "deine Vanja Teens" ab Gr 134 im Shop) - noch zum Einführungspreis erhältlich!!

eBook # 19 - deine Vanja Kids - Hoodie / Sweater - Größe 74-128 - Nähanleitungen bei Makerist sofort runterladen

Ich nehme mir, wie immer, vor, bald wieder von mir hören zu lassen. Allerdings ohne die lästigen Nackenschmerzen, bitte! :D

Hasenwilde Grüße
Johanna


Montag, 3. Oktober 2016

Kleiderzeit

Haben oder hatten eure Mädels auch so eine Kleiderphase?? Bei meiner Kleinen ist das zur Zeit seeeehr ausgeprägt. Kleiderzeit ist jederzeit, quasi. :)


Lustigerweise wollte die Große in dem Alter überhaupt gar kein Kleid anziehen. Auch keinen Rock. Hat sie komplett verweigert. Da gingen nur gemütliche Hosen mit Bündchen oder Gummizug, am liebsten sowieso der Jogginganzug, und bloß kein rosa oder pink. Naja, das hat sich mit der Zeit auch geändert - manchmal habe ich das Gefühl, diesen rosa-Glitzer-Tüddelü-Kram hat sich die Große von der Kleinen abgeschaut. Wirklich interessant, wie unterschiedlich sie doch sind...


Fragt man jedenfalls die Jüngste im Hause hasenwild, was sie denn bitte tragen möchte, ist die Antwort immer gleich: Ein Kleid. Wahlweise ein "kleines" (bis zu den Knien) oder ein "großes" (über die Knie). Am liebsten mit viel Volumen zum Drehen. Ich glaube, das Kind hat den ganzen Sommer hindurch keine einzige Hose getragen. Höchstens mal Leggings unters Kleid. :)


Nachdem aber, wie vorhin schon angemerkt, die Große in dem Alter eine vollkommen andere Vorstellung von ihrer Garderobe hatte, musste ich dringend nachproduzieren. Und nachdem nicht wirklich ein Ende der Kleid-Phase in Sicht ist, müssen jetzt dringend Kleider mit langen Ärmeln her. Viele. Auf der Stelle. :D


Gut, dass da Melanie von Feefee mit ihrem Probenähaufruf für die Ärmel-Mabel kam. Ich liebe die FeefeeSchnitte ja, Issys und Maries nähe ich immer wieder gerne. Und Mabel durfte ich für mich auch schon testen - mein persönliches Sommerhighlight übrigens!!! Da mussten ganz klar viele langärmelige Mabels her.


Diese hier ist aus fluffig-leichtem Batist, gefüttert mit einem dünnen Futter. Ein bisschen Spitze peppt die Rüschen unten auf. Ein ideales Teil für die Übergangszeit - das hatte die Maus genau so an lauen Urlaubsabenden an, das geht aber auch super mit einer einfarbigen Leggings und einer schicken Strickjacke kombiniert. Und wirkt traumhaft mit den Rüschen.


Die Ärmelerweiterung für Mabel bekommt ihr *HIER* - und sie lohnt sich auf alle Fälle. So wird aus dem Sommertraum nämlich ein Ganzjahreshighlight - und ich glaube, wir brauchen unbedingt festliche Weihnachtsmabels heuer... <3


Hasenwilde Grüße
Johanna

Mittwoch, 31. August 2016

Erdbeer-Ella

Schön langsam werde ich fertig mit den Sommersachen... Wobei wir im Moment noch das herrliche Wetter genießen und richtig viele Sommersachen machen.


Gestern waren wir bei einer wunderschönen Gartengrillgeburtstagsparty einer Freundin im grünen Obstgarten und diese Woche steht sicher noch der ein oder andere Sprung in Omas Pool an. :D


Heute will ich auch gar nicht so viele Worte machen - wir sind gleich bei meiner Schwägerin zum Frühstück eingeladen.


Wir haben gestern aus dem Dachboden für sie alle unsere Babysachen geholt. Die Mädels haben fleißig geholfen und waren selber ganz erstaunt, was wir da alles haben und wie viel schon aussortiert wurde.


Zu süß, wenn sie sich an das ein oder andere Teil erinnern - oder es aber gar nicht fassen können, dass sie mal in einen Strampler der Größe 50 gepasst haben. :D :D


Jedenfalls werden wir nachher mal alles ausräumen, evtl aussortieren und mal schauen, was noch an wichtiger Erstausstattung fehlt. Eine wunderbare Beschäftigung, oder?


Auf den Bildern seht ihr die kleine Hasentochter in einem ihrer neuen Kleider. "Miss Ella" heißt der Schnitt von Annas Country und ist zuckersüß. Unser Exemplar hier habe ich etwas verlängert und unten weiter auslaufen lassen - je mehr sich dreht, desto besser, meint das Hasenkind. :D Das Haarband ist nach einem Tutorial von Hamburger Liebe entstanden. Vielleicht kommt euch der obere Stoff des Kleides bekannt vor - aus dem maigrünen Leinen habe ich mir eine Mabel genäht, das sind die Reste davon. Der Erdbeerstoff stammt aus einem aussortierten Kleid einer meiner Schwestern und passt perfekt dazu, finde ich. <3


Die kleine Hasentochter ist im großen Kleiderwahn. Ich glaube, in den letzten drei Monaten hatte sie vielleicht drei Mal (unter Aufbietung all meiner Überredungskünste) eine Hose an. Hosen gehen gar nicht im Moment. Über eine Leggings unter dem Kleid können wir immerhin diskutieren. Ich bin ja gespannt, wie das an den etwas kälteren Herbsttagen wird... :D Aber wahrscheinlich löst sich das, wie vieles, von selbst - wenn das Kind friert, wird es schon auf Hosen umsteigen. Wenn nicht, dann sind Kleider mit Leggings oder Strumpfhose (oder beidem) dann eben die Alternative der Wahl. Und da eignen sich Kleider wie Miss Ella ja auch wunderbar - mit einem Langarmshirt drunter und direkt aus Cord oder festem Jeans genäht halten solche Trägerkleider nicht nur schön warm, sondern sehen auch gleich herbstlich aus. :D


Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 14. Juli 2016

Kein früher Vogel

Es wird jeden Tag schlimmer. Wirklich. Ich sage euch, ich bin kein früher Vogel. Ich fange morgens keine Würmer. Ich WILL morgens keine Würmer. Wenn es denn sein muss, fange ich ein unbewegliches Objekt aus dem Kühlschrank. Nen Joghurt oder so. Und selbst da kann es sein, dass ich danebengreife...


"Du bist eben ein Luna-Typ", sagte eine liebe Freundin letztens zu mir. Ja, wie recht sie damit hat. Abends ab acht Uhr fängt das hasenwilde Kreativgetriebe an zu rattern. Unabhängig von der Menge Schlaf, die ich tagsüber hatte, interessanterweise. Ich denke, deshalb hänge ich auch so an der Näherei. Abends ab acht tigere ich durch die Wohnung, voller Tatendrang, und brauche etwas zu tun.


Nur Fernsehen ist gar nicht, oder zumindest sehr selten. Wenigstens Wäsche zusammenlegen muss ich nebenher, oder noch besser Schnittmuster kleben, Stoff zuschneiden. Wenn ich nicht gleich in meinem Nähreich verschwinde und mir da die Nacht um die Ohren schlage.


Wenn ich dann ins Bett gehe (was logischerweise aufgrund der kreativen Hochphase eher später als früher ist), muss ich noch ein Kapitel lesen. Mindestens eins. Immer. Wenn das Buch spannend ist, auch durchaus noch ein, zwei Stunden. Und jetzt fragt bitte nicht nach dem Morgen danach. Wenig Schlaf ist nämlich leider auch nicht mein Ding... :D


The day after. Jeder Morgen. Ich nehme das Morgengrauen wörtlich. Zwischen dem ersten Weckergeklingel und dem tatsächlichen Aufstehen liegen 10 Minuten. Mehr kann ich mir nicht geben, da schlafe ich so fest wieder ein, dass mich kein Wecker der Welt jemals wieder wach bringt. Ich übertreibe nicht. :D Was für ein Kampf. Die warme Bettdecke gegen den kalten Gang zu tauschen, erscheint mir allmorgendlich wie eine Höchststrafe. Bis ich in der Küche stehe und die Brotzeit hergerichtet habe, bin ich im strikten "Sprich mich nicht an. Schau mich nicht an. Und frag mich nichts!!!"-Modus. Kaffee gibt's morgens nicht. Das liegt nicht einmal daran, dass ich keinen trinken möchte - mehr daran, dass jeder zusätzliche Handgriff morgens einer zu viel ist. Ich kann keinen Kaffee kochen morgens. No way. Ich bin schon froh, wenn ich einen Schluck Wasser aus der Flasche koordinieren kann. :D :D


Warum ich euch das jetzt erzähle? Ach, ich weiß auch nicht. Vielleicht geht es euch wie mir. Vielleicht findet auch ihr, dass Tage nicht vor halb acht beginnen dürfen. Dass ein Arbeitsbeginn um halb neun/neun optimal wäre. Vielleicht seid ihr auch Luna-Biorhythmus Menschen, die abends in einer absoluten Hochphase mit Ideen um sich werfen. Vielleicht könnten wir gemeinsam eine Schule mit angebautem Kindergarten entwerfen. Eine, in der Schüler wie Lehrer erst eine Stunde später als sonst anfangen. Eine, in der alles ein bisschen nach hinten verschoben ist. Aaaach, das wäre schon irgendwie mein Traum. Und der meiner Kinder, besonders der Großen, wahrscheinlich auch...


In einer der abendlichen Kreativ-Hochphasen ist auch das Kleid entstanden, das ihr hier seht. Meine zweite Mabel von Feefee. Mindestens genauso geliebt wie die erste. Entstanden ist sie zur runden Geburtstagsparty meines Göttergattens - passend zur Tischdeko und den Wimpeln. Da bin ich perfektionistisch. :D Tragen kann man das gute Stück allerdings zu allen möglichen Anlässen. :D Ich gebe zu, der leichte Sommerleinenstoff, der mir im Stoffgeschäft in der Nähe in die Hände gefallen ist, war nicht die optimale Stoffwahl dafür. Einfacher näht sich die Mabel sicherlich aus weicheren, luftig fallenden Stoffen. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt - und ich fand den frühlingsgrünen Leinenstoff so wunderbar, dass es der einfach sein musste. Und wer sagts denn - der Tunnel unter der Brust gibt dem Kleid auf der Vorderseite Form, auf der Rückseite lassen sich die breiten Satinbänder lässig binden und - Tadaaaa. :D Mit dünnem Batist gefüttert liegt das Kleid herrlich weich auf der Haut und die cremefarbenen Rüschen unten setzen nochmal einen tollen Akzent. Auch dieses Kleid landet in der Lieblingskleid-Schiene und wandert deswegen umgehend zu RUMS.


Hier könnt ihr euch selbst ein Bild von der Damenmabel machen - oder euch die Kinderversion oder auch das Kombipaket ansehen (bekommt ihr übrigens im Moment mit 15% Sommerrabatt - zuschlagen lohnt sich also!):

http://de.dawanda.com/product/101396211-ebook-mabel-damen

Joah. Jetzt ist Abend und aus mir sprudeln nicht nur Blogtexte, sondern ich habe auch richtig Lust auf die Nähmaschine. Ein paar Projekte stehen noch an, bevor die Sommerferien kommen - und ich mich für ein Weilchen in die wohlverdiente Sommerpause verabschiede. Also, Hände gerieben und los geht's. Wer denkt abends schon an den Morgen danach? :D :D

Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 6. Juni 2016

geklaute Tage

Es war recht still die letzten Tage auf meiner Seite - wir haben uns ein bisschen rar gemacht und sind mit dem Wohnmobil ein paar Tage ausgebüxt. Ein paar geklaute Ferientage sozusagen.


Eigentlich wollten wir Richtung Österreich fahren und ein bisschen Bergwandern - aber da hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die letzten Tage war es ja generell recht wechselhaft - von Unwettern mit unglaublichen Wasserschäden bis Windstille und Sonnenschein war alles drin. Ein Ziel nach dem anderen haben wir ausgeschlossen - für 4 Tage sollte die Fahrtstrecke schon irgendwie im Rahmen sein, naja, und Dauerregen wollten wir dann auch nicht.


Letztendlich haben wir uns Richtung Norden gewandt und ein paar wunderschöne Tage in Bad Staffelstein und später in Volkach an der Mainschleife verbracht. Wir hatten einen verregneten Tag, den wir vergnügt im Erlebnisbad verbracht haben - ansonsten konnten wir super Radfahren, Kirchen und Städtchen besichtigen, Kuchen essen und uns ein paar richtig relaxte Familientage machen. Nicht nur die Kinder haben die gemeinsame Auszeit aus tiefster Seele genossen. Einfach gemeinsam unterwegs sein. Keine Arbeit dabei, kein ich-muss-noch-schnell, keine Termine. Nur wir, die von einer Stunde zur nächsten spontan überlegt haben, was wir mit unserer Zeit anstellen. Das hat richtig gut getan.


Die kleine Hasentochter fährt seit ein paar Tagen Fahrrad und hat die Tage zum fleißigen Üben genutzt - am Samstag hat dann schon eine kleine Radtour zu viert geklappt. Also, zu viert mit vier Rädern meine ich. :D :D Die Sache mit dem Bremsen müssen wir noch dringend üben (vor allem auch, weil ich ziemlich um ihre Schuhspitzen bangen muss, wenn sie ständig mit den Fußspitzen den Berg runterbremst... :D ), aber sonst fährt mein kleines großes Hasenmädchen mit ihren 3 Jahren wie eine 1.


Wir haben eine liebe Freundin im Kloster besucht, mit einem Arbeitskollegen meines Mannes "fränggisch" gespeist, haben die Schiffe auf dem Main beobachtet und den Sommermarkt in Volkach besucht. Wir haben Spaghetti und fränkische Bratwürste gekocht, ausgeschlafen, ausgiebig gefrühstückt, gespielt, gelacht und ganz viel geredet und erzählt. Ich weiß jetzt zum Beispiel dass meine große Tochter nicht nur Kontrabass, Cello, Orgel und Trompete lernen möchte (in der Reihenfolge), sondern dann auch noch einen Bauernhof mit Kühen und Einhörnern betreiben wird. Und dass sich die Kleine ihren Ehemann-to-be längst ausgesucht hat, weil seine Mama auf den Namen "Heidi" hört - und ihre Kinder dann eine Heidi-Oma bekommen, genau wie sie eine hat. Gefragt hat sie ihn allerdings noch nicht, ob er damit einverstanden ist. :D :D


Wie ich das hier so schreibe, habe ich fast ein schlechtes Gewissen. Ein schlechtes Gewissen, weil es uns die letzten Tage so unglaublich gut ging, während andere mitsamt ihrem kompletten Besitz sang- und klanglos untergegangen sind - im wahrsten Sinne des Wortes. Immer wieder haben wir in den Nachrichten gehört, wie ganze Schlammlawinen durch Ortschaften quer durch Deutschland gerast sind - vollkommen unberechenbar. Und natürlich überlegt, ob und wie uns das auch treffen könnte. Uns klar gemacht, wie dankbar wir sein dürften für diese unbeschwerten Tage, für alles, was wir haben.


Das letzte Teil aus dem grünen Graziara-Sommersweat von Alles-für-Selbermacher, designt von raxn, habe ich euch heute gezeigt. Eine Marie von Feefee ist es mal wieder geworden, die gerade für die kühleren Sommertage wunderbar ist - der etwas kuschelige Jerseysweat hält den Wind schön ab, ohne zu warm zu sein, und der feine Sommersweat fällt richtig angenehm um die Beine. Das applizierte Engelchen hat meine Tochter besonders begeistert.


Die Graziaras gab es ja nochmal als Nachorderung bei AfS, aber wenn ich das richtig sehe, sind sie schon wieder alle ausverkauft. Aber bestimmt haben viele von euch inzwischen den ein oder anderen Meter zuhause gebunkert - vielleicht konnte ich euch ja ein bisschen inspirieren mit der Hasentochter in ihrem Kleid...

Hasenwilde Grüße
Johanna