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Dienstag, 8. Oktober 2019

kastaniengefüllt

Ihr Lieben,

heute hab ich mal wieder was vom Babybub für euch. Der süße Kerl macht einen Schub nach dem anderen, ich sags euch - und inzwischen macht das Fotoshooting mit ihm richtig Spaß, ist aber auch echt anstrengend! Hier ein kleines Update mit ganz vielen süßen Fotos!


Inzwischen setzt sich der kleine Kerl zuverlässig selbstständig hin. WOHIN, das ist ihm vollkommen schnuppe. Wenn da ein Blumentopf, ein Fuß, oder ein Hausschuh im Weg steht, rutscht er mit dem kleinen Windelpops einfach so lange hin und her, bis da Platz ist zum Sitzen. Die Sitzplätze seiner Wahl sind nämlich alternativlos. :D :D


Er zieht sich hoch. An allem. Und jedem. Er steht im Laufstall, am Kamingitter, an Stühlen, Tischbeinen, Menschenbeinen, Regalen, am Sofa und bei Bedarf auch im Schlafsack im Bett. Zur Schlafenszeit, versteht sich. Die Taktik ist einzigartig: Aus dem Knien hochschieben, so dass er quasi auf der Oberseite der Zehen steht, dann dreht er die Füße richtigrum. Und quittiert seine neue Lage mit einem begeisterten "Ouiiiiiiiiiiiii!"


Und er krabbelt. Wie eine Rakete. Dabei wackelt der kleine Windelhintern wie ein kleiner Propeller hin und her, wenn er in rasendem Krabbelgalopp durch die Räume fegt. Was heißt, notgedrungen wird hier gerade wieder viel geputzt. Denn jede Staubflocke, die an den kleinen Händen hängen bleibt, wird hingebungsvoll abgeleckt. Mjam.


Der kleine Held ist außerdem ein bisschen verdellt. Denn manchmal schieben die Füße schneller, als die Hände krabbeln können, und das Hirn tritt einen steilen Sinkflug Richtung Fußboden an. Stein, versteht sich. Hin und wieder testet er auch, ob er schon ohne Festhalten stehen kann. Kann er nicht. Und kippt rückwärts um wie eine kleine Statue. Mit einem sehr verblüfften Gesichtsausdruck, der fast schon wieder lustig ist.


Jetzt kommen wir zu den ernsten Themen des Lebens: Das Essen. Feste Nahrung findet der Kerl immer noch so naja. Also, an die Lieblingsnahrungsquelle unter Mamas Oberteil kommt das Breizeug ja beileibe nicht ran. Leider tendiert er deswegen dazu, sich nachts den Bauch vollzuschlagen, um tagsüber meine Breiangebote großzügig ausschlagen (bzw weitschweifig ausspucken) zu können. Aber es wird. Der abendliche Pre-Milch-Brei scheint ganz in Ordnung, und überhaupt ist alles interessant, was er inzwischen schon hier und da vom Familientisch probieren darf. Gedünstete Kartoffel- oder Karottenstückchen, Gurke oder ein Stück Vollkornnudel. Manchmal kommen die Stückchen dann beim Zu-Bett-Bringen vor der abendlichen Stillmahlzeit aber auch wieder zum Vorschein. Leicht ausgelutscht.


Zähnchen hat der Babybub inzwischen zwei. Das reicht auch, finden wir, so nörgelig wie der beim Zähnekriegen wird. Zwei ist vollkommen genug. Echt. Mein Papa hat die Theorie, dass die Bernsteinkette, die ihm das Zahnen erleichtern soll, die Zähne alle drinnen hält - und würde ich ihm die mal abnehmen, würde das ganze Gebiss auf einmal heraushüpfen. Wer weiß. Ich teste das aber lieber nicht. Erst, wenn er alt genug für Schmerztabletten oder sowas ist. :D :D


Der Schlaf. Mh. Leidiges Thema. Klappt phasenweise gut. Und dann eben auch nicht. Nachdem sich der junge Herr ja nachts immer sattfuttern muss, unterbreche ich die Nächte momentan eher häufiger - aber nach dem Essen schläft er normalerweise sofort wieder ein, und auch morgens ist er normalerweise vor halb acht/halb neun nicht freiwillig aus der Nachtruhe zu holen. Geschlafen wird im Moment nur mit Nachtlicht, weil der Bub bei Dunkelheit die komplette Krise bekommt. Aber was tut man nicht alles - wenn er dann schläft. Süß ist er nämlich schon im schlafenden Zustand. Sehr süß.


Das herbstliche Outfit ist komplett aus Schnitten von Rabaukowitsch entstanden - die Hose, Käptn Floki, stand schon ganz lang auf meiner Liste. Davon brauche ich unbedingt auch noch so eine lässige Knickerbocker-Version, die finde ich soo soo süß! Hier habe ich sie aus etwas festerem Strickstoff von Namijda genäht und mit Lederpatches gepimpt. Und mit Paspel. Wenn ich Ingas Schnitte nähe, fällt mir immer wieder ein, wie viel Spaß Paspeln machen. Ich hab gleich vorsichtshalber wieder einen ganzen Schwung bestellt, damit ich das nicht nochmal vergesse.


Die Mütze heißt Käptn Kukka, und ihr findet sie bei mir immer wieder - für den Babybub ist das schon die dritte Version. So lässig - da kommt kein anderer Mützenschnitt ran!! Und aus dem Strick und mit Bündcheneinsatz hält sie auch im Herbst den kleinen Babykopf kuschelig warm!


Und jetzt der Pulli. Der ist neu, heißt Schlawittchen, und ich durfte ihn probenähen. So ein endgenialer Schnitt, echt! Im Schnitt ist ein Cardigan mit Knopfleiste oder Reißverschluss enthalten, aber für den kleinen Kerl fand ich die Pulliversion einfach superpraktisch! Den gelben Kuschelsweat hab ich bei Tina von Steinblau gekauft, und kombiniert habe ich mit einem Reststück Sweat und Dreifach-Paspel. Die Seitenpassen kann man ganz raffiniert mit Tascheneingriffen verbinden, und auch die Rückenpasse macht echt was her. Sieht er nicht zum Knutschen aus, der kleine Held?
HIER findet ihr den Schlawittchen-Schnitt. Den muss man haben. Das sag ich nicht nur so, das meine ich. Mit jeder Faser. Ehrlich!!! Und eigentlich braucht man auch die Floki und die Kukka!!!


Übrigens hat er beim Fotografieren jede dieser Kastanien mindestens einmal im Mund gehabt. JEDE. Auf manchen Bildern sieht man das. Die Hamsterbacken sind also nicht angeboren, sondern nur kastaniengefüllt. :D :D


Da habt ihr heute aber eine volle Babybilderdröhnung bekommen. Aber was sein muss, muss sein. Die zweite Kombi mit einem genähten Schlawittchen ist aber auch zuckersüß, wartet nur ab... <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 12. April 2015

Chilling Lilli @ Home

Ihr Lieben,
heute hab ich ein Gastmodel bei mir hier auf dem Blog. :D :D :D Suzann von Muckelie hat mich gefragt, ob ich ihren sensationellen Hosenschnitt Chill@home probenähen möchte. Ich nähe ja wahnsinnig gerne alles Probe und ich finde den Schnitt total klasse. Coolstens. Aber - nicht für mich. Ich bin absolut uncool. Ich bin bunt und fröhlich und ausgefallen und chillig auch, aber leider nicht cool. :D :D :D


Kennt ihr das? Es gibt einfach Schnitte, die kann man in ihrer Ästhetik durchaus würdigen (und ich finde den wirklich super), aber die passen einfach nicht zum eigenen Stil. Nachdem ich ungern Sachen für mich nähe, von denen ich vorher schon weiß, dass sie nachher im Schrank landen und diesen eher selten wieder verlassen werden, musste ich improvisieren. DAS kann ich gut. :D


Ihr werdet euch jetzt sicher fragen, welcher wohlgeformte Körper denn da jetzt nun in dieser Hose steckt. Tja, ich kenne praktischerweise haufenweise coole Leute. Die allercoolsten, eigentlich. Und deswegen habe ich mich als erstes an meine drei Schwestern gewandt. Alle drei sind sie jünger als ich, alle drei - sagen wir mal- ergonomischer geformt als ich und alle drei genug mit mir verwandt, um ausgefallene selbstgenähte Sachen zu schätzen zu wissen. <3


Dass alle drei laut "hier" geschrien haben, spricht absolut für den Schnitt. Und für mich und meine Nähkünste auch ein bisschen. :D :D Der Deal war, Hose gegen Fotos, ich stelle den Stoff, aber ich suche ihn auch selber aus. Durchgesetzt hat sich Nummer 3 von oben (oder Nummer 2 von unten, je nachdem, wie man es sieht.... ;) ). Na schön, ich gebe zu, die drei haben sich ausnehmend friedlich geeinigt. :D :D


Meine liebe Lilli also gab mir per Telefon folgende Anweisungen: "Dunkle Farben und mehr so uni." Ja. Wie ihr seht, habe ich mich auf der ganzen Linie daran gehalten. :D :D Aber die Farbkombi ist genau ihrs und ich hab ihren Geschmack, glaube ich, ganz gut getroffen. Kenn sie ja auch schon ne Weile. :D :D Nachdem sie nur hier und da zu Hause aufkreuzt und ihre Zeit sonst im Osten des Landes verbringt, haben wir uns auf eines der (leider eher seltenen) Wochenenden geeinigt, an dem sie da ist, um die Hose anzuprobieren und gleich Fotos zu schießen.


Und dann wurde es doch noch ziemlich knapp. Der Schnitt wurde erst ein paar Tage später als erwartet fertig - aber meine Schwester konnte noch zwei Tage daheim dranhängen, und ich habe das gute Stück in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ruckzuck an einem Abend shootingbereit hinbekommen.


Und ich finde, sie steht ihr ausgezeichnet. Ich habe tatsächlich ernsthaft darüber nachgedacht, ob ich sie nicht doch noch für mich ausprobiere. Mal sehen - vielleicht springe ich da tatsächlich noch über meinen Schatten... :D :D


Genäht habe ich die Chill@home aus ganz weichem Viskosejersey (von meiner Stoffhändlerin vor Ort), der schön fällt. Blauer Kontrastjersey für die Taschen, blaue Bündchen und eine blaue Paspel schicken das Teilchen noch ein bisschen auf.
Wenn ihr auch so cool seid wie meine Schwestern und Lust auf so eine chillige Hose habt, könnt ihr das Ebook bei Alles-für-Selbermacher in den Größen 32-48 erwerben!
So, und jetzt ziehe ich mich mit einer Riesenladung Wäsche zum Zusammenlegen ins Wohnzimmer zurück und freu mich auf den ersten Frankentatort!


Genießt den Abend und chillt noch ein bisschen!!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 22. Februar 2015

Hasentochter 4.0

Heeey ihr Lieben!

Als ich gerade eben meine letzten Blogposts durchgeblättert habe, ist mir aufgefallen - ich muss dringend mal wieder meine Mädels zeigen! In letzter Zeit hat mich ja wirklich total die ich-nähe-für-mich-selbst-Welle erfasst. Dabei entstehen nebenher durchaus ein paar richtig süße Mädelsteile - Zeit wird's, dass ihr davon was zu sehen kriegt!!


Die große Hasentochter. Mein großes Mädchen. Vor knapp zwei Wochen hatte die junge Dame Geburtstag, und seither ist sie vier. Wahnsinn. Ist das tatsächlich schon vier Jahre her, dass ich zum ersten Mal dieses weißblonde Minibaby auf den Arm nehmen durfte? Und von Anfang an war dieses Kind etwas besonderes. Ich weiß noch, dass sie nach der Geburt kaum geschrien hat. Sie lag da so auf meinem Arm - und hat geschaut. Hat den Kreißsaal, das Zimmer, die Leute darin regelrecht in sich aufgesaugt. Und so ist sie heute noch.


Die Hasentochter betrachtet die ganze Welt mit einem Staunen. Nimmt alle Details in sich auf. Findet sie wunderbar. Und schaltet dann um in den Entdeckermodus - und dann wird alles ausprobiert, angefasst, aufgemacht, probiert und gedreht. Sie hinterlässt dabei ein erstaunliches Maß an Chaos. Und ihre Erfahrungen und Entdeckungen teilt sie dann bereitwillig ihrer Umwelt mit. Mir. Meinem Mann. Der kleinen Schwester. Wildfremden Menschen auf der Straße. Zur Not dem kleinen Bären, dem Freund durch dick und dünn. Tja, die Eloquenz hat sie von der Mama.... ;)


Sie macht alles zu ihrer Zeit. Wenn sie etwas lernen will, dann lernt sie das. Vollkommen egal, ob es ums Laufradfahren, ums Puzzlespielen oder ums Turmbauen geht. Und wenn sie nicht will, dann will sie nicht. Dann hilft auch kein "Probier doch mal...". Nein ist nein. Kategorisch.


Ich beobachte mit Staunen und Begeisterung, wie sich meine kleine Maus entwickelt, wie sie dazulernt, wie ihre Persönlichkeit reift und wie sie für sich ihre Vorlieben, ihre Hobbies und die Welt um sich herum entdeckt. Und ich lerne so viel von meinen Kindern. Innehalten. Staunen. Den Augenblick genießen. Fünfe gerade sein lassen. Ich genieße es, wenn die zwei mit mir ihre einzigartige Sicht auf die Welt teilen.



Und weil die Mädels so wahnsinnig schnell wachsen, sich und ihre Vorlieben verändern, gibt es zu jedem Geburtstag ein paar Momentaufnahmen von den Vorlieben und Einstellungen der Hasenkinder. Ich glaube, dass wir das später mal gemeinsam lesen werden und über so manches laut lachen.....



Heute ist also die große Hasentochter dran:
Mit vier Jahren...
- liebt sie Nudeln. Entweder Bolognese oder auch gern "nackert" (ohne Soße :D )
- hat sie das puzzlen für sich entdeckt und puzzlet den ganzen Tag fleißig - inzwischen sind 48-Teile-Puzzle kein Problem mehr für sie
- wird sie nach wie vor überallhin von ihrem allerbesten Freund, dem kleinen Bären begleitet. Der besteht inzwischen aus mehr Flicknähten als ursprünglichem Stoff, ist aber die unangefochtene Nummer Eins....
- braucht sie keine Puppen - umsorgt wird vor allem der kleine Bär, aber auch ihre Kuscheltiere
- trägt sie am liebsten bequeme Kleidung - nach dem Kindergarten schlüpft sie sofort in Jogginghose und ein bequemes Jerseyoberteil, und Kleider und Röcke gehen im Moment gaaaaar nicht....
- lebt sie im Moment voll die "Ja, Mama, aaaaaaaaber....."-Phase aus
- pritschelt sie nach wie vor wahnsinnig gerne mit Wasser - da wird schon mal das Waschbecken (und der komplette Boden Drumherum) unter Wasser gesetzt, damit die Flüssigkeitsexperimente durchgeführt werden können...
- tobt sie mit Begeisterung im Schnee, macht haufenweise Schneeengel und flitzt allein mit dem Bob unseren Schlittenberg hinterm Haus hinunter
- kann sie richtig süß zu ihrer kleinen Schwester sein - wenn sie will.... (das beruht aber auf Gegenseitigkeit... ;) )
- liebt sie LiederCDs und Hörspiele mit Musik - im Moment läuft Rolf Zuckowskis "Vogelhochzeit" rund um die Uhr


Und jetzt gibt es noch ein paar Infos zum dem superbequem-Schnitt, den die Hasentochter da trägt. Der Bequemlichkeitsfaktor ist bei ihr ja ganz wichtig, aber der Kroodie von FinnLeys hat den Hasenmädchen-Cosy-Test mit Bravour bestanden.... :D Grundlage ist der Pullunder "Freya", den ihr ja schon HIER und HIER von mir gesehen habt - jetzt gibt es eine Erweiterung dazu, die nicht nur 3 verschiedene Ärmelvarianten, sondern auch verschiedenste Kragenversionen und eine neue Tasche bereitstellt - hier bei mir seht ihr die Basic-Ärmel und den Cross-Over-Kragen. Die Einsätze habe ich aus Feincord genäht und mit einer orangen Paspel verfeinert, und selbstverständlich GEHÖREN die Ellenbogenpatches dahin, wo sie sind. Wer will schon Ellenbogenpatches auf den Ellenbogen??? ;)


Bestickt ist unser Kroodie mit einer Vogelschar auf zwei Seilen. Ich hatte irgendwo einen wunderbaren Stoff mit lauter Vogelshilouetten gesehen, den es dann nicht mehr zu kaufen gab - also hab ich mir die Vögel selbergemacht. Die Hasentochter findet sie gut - "Da flieg ich gleich mit davon, Mama!".

 
 
Hier noch die Links zum Kroodie direkt - ihr könnt die Erweiterung einzeln erwerben, wenn ihr schon stolze Besitzer der "Freya" seid *KLICK* ooooder aber euch die Freya dazukaufen und mit beidem zusammen ungefähr Millionen Variationen ausprobieren - *HIER* geht's nochmal zum Ebook "Freya"!
 
Und damit wünsche ich euch noch einen wunderbaren Sonntagabend - macht's euch schön!
Hasenwilde Grüße
Johanna