Gibt's ja nicht. Jetzt habe ich mit dem Posten meiner Graziara-Stoffe so lange gewartet, bis endlich die Nachlieferung bei Alles-für-Selbermacher da war - jetzt habt ihr sie schon wieder alle aufgekauft. :D :D Egal. Ich zeige euch die Bilder jetzt einfach trotzdem. Wahrscheinlich habt ihr jetzt eh meterweise Graziara daheim, und wisst nicht, was ihr damit anfangen sollt. Na, dann lasst euch mal inspirieren.... :D
Milchkaffee ist genau meine Farbe. Ich liebe warme Brauntöne. Und ich mag Milchkaffee. Zumindest, so lange er ohne Schaum ist. Eigentlich konnte ich lange Zeit mit Kaffee gar nichts anfangen. Zum Frühstück brauche ich ihn nach wie vor nicht. Aber nachmittags sag ich nicht nein... Irgendwie ist ja Kaffee auch so ein Gesellschaftsding, und man kommt sich schon fast doof vor, wenn man zum Kaffeetrinken eingeladen ist (was ich definitiv gern bin, schon wegen des Kuchens... :D :D) und keinen Kaffee trinkt. Da hat sich der Gastgeber die Arbeit ja ganz umsonst gemacht.
Also habe ich angefangen, Kaffee zu trinken. Mit viel Milch. Und Zucker. Damit man den Kaffee in dem Getränk nicht so schmeckt. :D :D Und was soll ich sagen, man kann sich durchaus dran gewöhnen. Inzwischen mag ich ihn ohne Zucker, die Milch muss immer noch sein. Und ich kann ihn inzwischen so richtig genießen. Allein der Geruch von frisch aufgebrühtem Kaffee ist ja schon so ein Wohlfühlhormonzünder. Aber bitte ohne Schaum. Brrrrr. Damit kann ich gar nichts anfangen. Ich habe eine akute Schaumophobie. Jaja, da lacht ihr, aber das ist die pure und ernsthafte Wahrheit!!!
Wenn ich mir irgendwo einen Cappuccino bestelle, dann brauche ich immer einen Co-Kaffeetrinker, der mir den Schaum vom Kaffee löffelt. Deswegen mag ich auch keinen Latte Macchiato. Weil da ist nach dem Schaum-Ablöffeln kaum mehr was übrig... :D Ich mag übrigens auch keine schäumende Zahnpasta. Oder Schaumbad. Uuuäääääh. Schaum ist doch sowas unberechenbares - erst sieht er nach viel aus, und plötzlich ist er weg. Das kommt total verlogen rüber, meint ihr nicht? :D
Aber ich bin abgeschweift. Guten Milchkaffee ohne Schaum weiß ich jedenfalls inzwischen durchaus zu schätzen, wollte ich eigentlich sagen, und auch die Farbe löst bei mir so ein wohliges Gemütlichkeitsgefühl aus. Da kam Susn von raxn mit ihrer Graziara-Serie genau richtig - dass ich den milchkaffeefarbenen Sommersweat ausschließlich für mich vernähen würde, war mein erster Gedanke. Ich muss ehrlich sagen, mit den stilisierten Tulpen hat Frau raxn einen Nerv bei mir getroffen - ich glaube, das ist bisher mein unangefochtenes Lieblingsdesign, so gern ich die Vorgänger auch habe. Das zweifarbige Muster strahlt irgendwie Ruhe mit Pep aus. Nein, ich wusste auch nicht, dass das geht. :D
Jedenfalls, weil Milchkaffee ja irgendwie schon so für Gemütlichkeit und ein paar Minuten "Zeit für mich" steht, musste ein kuscheliger Hoodie daraus werden. Den Pull*it*over Ladies von Sara&Julez hab ich schon ein paar Mal genäht, den mag ich einfach gerne. Diesmal mit ganz wenig Chichi - ein bisschen Zierstich und ein paar Holzknöpfe, mehr brauchen Stoff und Schnitt in Kombination auch gar nicht. Ich habe den Hoodie dauernd an, und er muss schon ganz schön was aushalten mit mir - Tomatensoße, Himbeereis, Bratensaft, alles hab ich mit der mir eigenen Eleganz schon draufgekleckert. Aber bisher ging auch alles wunderbar wieder raus. Gut so. Mein Milchkaffeehoodie muss noch ganz viele Runden mit mir überstehen..... :D
Ich kann euch jetzt leider zu keinem Stoff verlinken, weil "Graziara"ja schon wieder alle ist - sollte ich aber eine neue Ladung erspähen, schreie ich natürlich sofort laut! Und während wir geduldig darauf warten, verlinke ich schon mal zu RUMS... :D
Hasenwilde Grüße
Johanna
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Mittwoch, 18. Mai 2016
Montag, 4. Januar 2016
Herzensdosen
Endlich hat mich jemand aufgeklärt. Endlich wusste jemand, wie die Welt tatsächlich funktioniert. Endlich hat mir jemand eine Erklärung geliefert, die alles ins rechte Licht rückt. Eine hochphilosophische Weltanschauungstheorie, der ich total verfallen bin.
Wer dieser schlaue Mensch war, wollt ihr wissen? Ob er einen Doktortitel hatte? Ob es eine schriftliche Arbeit über seine Theorie gibt, die ihr nachlesen könnt? Mmmmh.... Nein.
Eine Theorie mit so viel Tiefblick und Hintersinn kann nur von einem Kind kommen. Klar, oder? Ich staune immer wieder, mit welcher Ernsthaftigkeit und Kombinationsgabe unsere jungen Erdenbürger die Welt erklären. In diesem Fall war es ein junger Freund der Familie, 5 Jahre alt. Und ein wirklich kluger Kopf.
Der Auslöser des Ganzen war ein Video. Ein witziges YouTube-Video von einer Familie mit Krabbelkind an Weihnachten, das an Weihnachten vergnügt die Christbaumkugeln abdekorierte, den Baum kippte, den Plätzchenteig auffutterte und sich am Weihnachtsabend aussschließlich für die Schachteln und das Geschenkpapier statt dessen Inhalt interessierte. Eines von diesen Videos, in denen man sich gerne mal wiederfindet. In den Erinnerungen an das erste Weihnachten mit Kind.
Jedenfalls hat mein kleiner Freund darüber nachgedacht, warum dieses Baby die Regeln und Konventionen, die in so einem Haushalt herrschen (sollten), noch nicht kennt, während er das doch alles schon durchschaut hat und weiß. Seine Theorie lautete folgendermaßen:
Jeder Mensch wird mit einer Dose im Inneren geboren. Einer Herzensdose sozusagen. In dieser Dose befinden sich alle Regeln, guten Manieren, Konventionen, Gesprächsregeln - eben alle Verhaltensgrundlagen, die man im sozialen Umgang miteinander so braucht. Diese Dose ist am Anfang fest verschlossen. Und nach und nach schafft man es eben, das Deckelchen abzuheben und eine gute Verhaltensidee nach der anderen gelangt aus der Dose in den Kopf. Und wenn der Deckel ganz offen und die Dose leer ist, dann ist man ein sozialer, mitfühlender, toleranter und respektvoller Mensch.
Ist das nicht eine wundervolle Idee? Und, wie ich bereits sagte, sie erklärt ALLES. Auch, warum Menschen manchmal vollkommen unsozial handeln. Ich könnte mir gut vorstellen, dass hin und wieder die ein oder andere Regel unten am Dosenboden kleben bleibt. Oder dass der Deckel nur unvollständig geöffnet wird. Oder dass jemand irgendwann aus irgendeinem Grund den Deckel wieder auf die Dose drückt, und dann bleiben Toleranz und Respekt für immer eingesperrt.
Das Schönste an dieser Theorie, finde ich, ist die Botschaft, die sie vermittelt: JEDER hat alle "Zutaten" in sich zu einem freundlichen Miteinander, egal woher er kommt, wer er ist, wie er erzogen wurde, die Dose ist auf der ganzen Welt mit den gleichen Informationen gefüllt. Man muss nur offen bleiben. Im wahrsten Sinne des Wortes. Das ist die Lösung gegen jeden Streit, jede Ungerechtigkeit, jeden Krieg, jede Auseinandersetzung: Offen bleiben und ganz viel auf sein Inneres hören. Und das muss einem eben erst mal ein Fünfjähriger erklären. <3
Begleitet haben diese wunderbare Weltanschauungstheorie Bilder von einer der Lieblingshosen meiner Großen - eine TwoLegs von Sara&Julez. Gerade jetzt, wo endlich die ersten Schneeflocken vom Himmel tanzen, sind diese bequemen Jerseyhosen bei uns ganz hoch im Kurs - da kann man nämlich ganz praktisch und bequem einfach den Schneeanzug drüberziehen, ohne dass was drückt oder stört.
Und mit der Knopfleiste, den Einstecktaschen vorne, der Fake-Knopfleiste und den Potaschen ist sie auch durchaus ausgeh- und kindergartentauglich. Die hinteren Taschen habe ich ein bisschen verändert und mit einer Kellerfalte gepimpt - wie ich das gemacht habe, hab ich mitfotografiert, das wird sicher nochmal ein Tutorial für euch. Wenn ich Zeit habe. :D
Passend zur Hose gab's ein upgecyceltes Shirt aus einem alten Strickpulli und einen passenden Loop. Für das Shirt habe ich das Schnittmuster "Little Michi" von Schnittgeflüster als Grundlage verwendet und die vorhandenen kurzen Ärmel einfach von innen noch verlängert.
Hier noch der Link zur TwoLegs, falls ihr auch noch ein paar Wohlfühlhosen brauchen könnt:
***KLICK***
ÜBRIGENS hat die Mama des Fünfjährigen seine Theorie mit der Überlegung gekontert, dass sie eventuell auch etwas mit der Verhaltensregelsache zu tun haben könnte, da sie ihn ja täglich mehrmals auf Unstimmigkeiten in seinem sozialen Verhalten hinweise. Das findet er vollkommen abwegig.... ;) ;) ;)
Also, denkt dran: Offen bleiben. Nach innen hören. Guckt mal, ob eure Dosendeckelchen schon alle offen sind! :D
Hasenwilde Grüße
Johanna
Wer dieser schlaue Mensch war, wollt ihr wissen? Ob er einen Doktortitel hatte? Ob es eine schriftliche Arbeit über seine Theorie gibt, die ihr nachlesen könnt? Mmmmh.... Nein.
Eine Theorie mit so viel Tiefblick und Hintersinn kann nur von einem Kind kommen. Klar, oder? Ich staune immer wieder, mit welcher Ernsthaftigkeit und Kombinationsgabe unsere jungen Erdenbürger die Welt erklären. In diesem Fall war es ein junger Freund der Familie, 5 Jahre alt. Und ein wirklich kluger Kopf.
Der Auslöser des Ganzen war ein Video. Ein witziges YouTube-Video von einer Familie mit Krabbelkind an Weihnachten, das an Weihnachten vergnügt die Christbaumkugeln abdekorierte, den Baum kippte, den Plätzchenteig auffutterte und sich am Weihnachtsabend aussschließlich für die Schachteln und das Geschenkpapier statt dessen Inhalt interessierte. Eines von diesen Videos, in denen man sich gerne mal wiederfindet. In den Erinnerungen an das erste Weihnachten mit Kind.
Jedenfalls hat mein kleiner Freund darüber nachgedacht, warum dieses Baby die Regeln und Konventionen, die in so einem Haushalt herrschen (sollten), noch nicht kennt, während er das doch alles schon durchschaut hat und weiß. Seine Theorie lautete folgendermaßen:
Jeder Mensch wird mit einer Dose im Inneren geboren. Einer Herzensdose sozusagen. In dieser Dose befinden sich alle Regeln, guten Manieren, Konventionen, Gesprächsregeln - eben alle Verhaltensgrundlagen, die man im sozialen Umgang miteinander so braucht. Diese Dose ist am Anfang fest verschlossen. Und nach und nach schafft man es eben, das Deckelchen abzuheben und eine gute Verhaltensidee nach der anderen gelangt aus der Dose in den Kopf. Und wenn der Deckel ganz offen und die Dose leer ist, dann ist man ein sozialer, mitfühlender, toleranter und respektvoller Mensch.
Ist das nicht eine wundervolle Idee? Und, wie ich bereits sagte, sie erklärt ALLES. Auch, warum Menschen manchmal vollkommen unsozial handeln. Ich könnte mir gut vorstellen, dass hin und wieder die ein oder andere Regel unten am Dosenboden kleben bleibt. Oder dass der Deckel nur unvollständig geöffnet wird. Oder dass jemand irgendwann aus irgendeinem Grund den Deckel wieder auf die Dose drückt, und dann bleiben Toleranz und Respekt für immer eingesperrt.
Das Schönste an dieser Theorie, finde ich, ist die Botschaft, die sie vermittelt: JEDER hat alle "Zutaten" in sich zu einem freundlichen Miteinander, egal woher er kommt, wer er ist, wie er erzogen wurde, die Dose ist auf der ganzen Welt mit den gleichen Informationen gefüllt. Man muss nur offen bleiben. Im wahrsten Sinne des Wortes. Das ist die Lösung gegen jeden Streit, jede Ungerechtigkeit, jeden Krieg, jede Auseinandersetzung: Offen bleiben und ganz viel auf sein Inneres hören. Und das muss einem eben erst mal ein Fünfjähriger erklären. <3
Begleitet haben diese wunderbare Weltanschauungstheorie Bilder von einer der Lieblingshosen meiner Großen - eine TwoLegs von Sara&Julez. Gerade jetzt, wo endlich die ersten Schneeflocken vom Himmel tanzen, sind diese bequemen Jerseyhosen bei uns ganz hoch im Kurs - da kann man nämlich ganz praktisch und bequem einfach den Schneeanzug drüberziehen, ohne dass was drückt oder stört.
Und mit der Knopfleiste, den Einstecktaschen vorne, der Fake-Knopfleiste und den Potaschen ist sie auch durchaus ausgeh- und kindergartentauglich. Die hinteren Taschen habe ich ein bisschen verändert und mit einer Kellerfalte gepimpt - wie ich das gemacht habe, hab ich mitfotografiert, das wird sicher nochmal ein Tutorial für euch. Wenn ich Zeit habe. :D
Passend zur Hose gab's ein upgecyceltes Shirt aus einem alten Strickpulli und einen passenden Loop. Für das Shirt habe ich das Schnittmuster "Little Michi" von Schnittgeflüster als Grundlage verwendet und die vorhandenen kurzen Ärmel einfach von innen noch verlängert.
Hier noch der Link zur TwoLegs, falls ihr auch noch ein paar Wohlfühlhosen brauchen könnt:
***KLICK***
ÜBRIGENS hat die Mama des Fünfjährigen seine Theorie mit der Überlegung gekontert, dass sie eventuell auch etwas mit der Verhaltensregelsache zu tun haben könnte, da sie ihn ja täglich mehrmals auf Unstimmigkeiten in seinem sozialen Verhalten hinweise. Das findet er vollkommen abwegig.... ;) ;) ;)
Also, denkt dran: Offen bleiben. Nach innen hören. Guckt mal, ob eure Dosendeckelchen schon alle offen sind! :D
Hasenwilde Grüße
Johanna
Sonntag, 20. September 2015
Katzenliebeoutfit
Katze müsste man sein. Oder? Den ganzen Tag auf der faulen Haut auf der Ofenbank liegen und dann abends aus dem Haus schleichen und Party machen....
Ich stelle mir so ein Katzenleben wirklich easy vor. Zumindest, wenn man die richtige Familie für sich erwischt. Futter und Streicheleinheiten und aber maximale Freiheit - welches andere Haustier hat schon die Möglichkeit, zu kommen und zu gehen, wie es ihm beliebt? Gut, sehen wir mal von den reinen Hauskatzen ab - aber hier auf dem Dorf sind das die seltensten.
Ich muss sagen, ich bewundere die possierlichen Tiere. Nicht umsonst haben sie einen guten Ruf. Katzen stehen für Freiheit, für Stolz, für Eleganz, Geschmeidigkeit und Geschick - und ihr Dickschädel ist legendär. Eine Katze hält man sich nicht, eine Katze residiert bei einem, so heißt es.
Kein Wunder eigentlich, dass die kleine Hasentochter so fasziniert von diesen Geschöpfen ist. Während die Große eher der Typ "Pferd" ist (auch wenn sie Puppen komplett verweigert, in der Beziehung ist sie total Mädchen....), steht die kleine Schwester auf Katzen. Und zwar mit Herz und Seele.
Zugegebenermaßen haben es die hübschen Tiere nicht immer leicht mit Hasentochter 2. Mit ihren 2 Jahren ist sie - gelinde gesagt - noch recht grobmotorisch bei der Sache, wenn es um das gegenseitige Kennenlernen geht.... :D
So eine Katze muss schon was aushalten beim Hasenkind... Allerdings ist sie schon wesentlich sanfter bei der Sache als noch vor einem halben Jahr. Sie hat sich durchaus auch schon den ein oder anderen Kratzer eingefangen (diese Erfahrung muss man wohl hin und wieder einfach machen...), aber das schreckt das Kind nicht. Nach wie vor gibt's Freudengeheul, wenn sich nur von Ferne irgendwo ein winkender Katzenschwanz zeigt.
Interessanterweise scheint die Zuneigung aber trotz Hasenkinds manchmal etwas unsanfter Kontaktaufnahme von beiden Seiten auszugehen. Nicht nur die Hasentochter liebt Katzen, sondern Katzen lieben auch die Hasentochter. Da braucht im Sommer nur die Terrassentür offenstehen, schon sitzt Nachbarin "Mausi" in der Wohnung, geht zielstrebig auf die Suche nach dem Kind und legt sich schnurrend zu seinen Füßen nieder. Und die Tochter streichelt mit Hingabe. Lange. Seeeeeehr lange.
Und ich? Finde das gut. Solange keine toten Mäuse vor meiner Haustüre liegen zumindest. Ich glaube nämlich, dass Kinder von und mit Tieren unglaublich viel lernen können. Wenn ich sehe, wie vorsichtig inzwischen auch meine Zweijährige mit einer Katze umgehen kann (nicht immer, aber immer öfter... ;) ), wie sie anfängt, die Körpersprache der Katze zu deuten und sie nicht mehr als Kuscheltier, sondern als Lebewesen mit eigenem Sinn, Gefühl und Wert versteht, bin ich stolz auf mein Kind. Weil das der erste Schritt zu einem sorgsamen Umgang mit der Umwelt ist, mit Mensch, Tier und Pflanze. Und ich finde es super, dass ich das beobachten darf, ohne selbst Haustiere zu haben - das ist Luxus, oder? Luxus Dorfleben. :D
Kein Wunder jedenfalls, dass die katzenverliebte Maus ihr neues Outfit nur unter Zwang am Abend zum Bettgehen auszieht... In den Stoff haben wir uns beide verliebt - die Bio-Katzen von Paapi sind nicht nur kuschelweich, sondern haben mit der petrol-schwarz-weiß-grau-Kombi auch wunderbare Farben... Diesen Stoff durfte ich für Steffi von Charly, Jo und Co vernähen. Steffis kleinen Online-Laden kann ich euch nur wärmstens ans Herz legen - sie hat einen wahnsinnig guten Geschmack, was Stoffe betrifft, und ich könnte in ihrem Shop problemlos monatlich mein Konto leerkaufen. Ihr bekommt da lauter Biostoffe in wahnsinnig guter Qualität (und dass ich auf Bio stehe, habe ich euch ja schon oft genug erzählt.... ;) ) - ihr bekommt da aber auch Schrägband, Bommeln, Knöpfe und anderen Tüddelkram. Mein persönlicher absoluter Geheimtipp sind die Tüddelperlen für Kleidungsstücke. Ich LIEBE die Dinger. Fast an jedem Outfit von mir findet ihr die in letzter Zeit - ich hab mir da vor kurzem Mal ein ganzes Tütchen voll zugelegt. Auf der Sunje aus dem Katzenstoff zum Beispiel oder auf der Marie aus den Löwen könnt ihr nochmal gucken - ein richtig feines Extra für das letzte i-Tüpfelchen ist das. Und wenn man dann schon mal da ist, kann man sich auch gleich noch nicht nur mit Katzenstoff, sondern auch mit den vielen anderen tollen Biostoffen eindecken.... :D
Auch der Hosenschnitt ist neu - die TwoLegs von Sara und Julez ist ein absolutes Bequemhighlight, und mit den beiden Taschenvariationen, der Fakeknopfleiste und dem coolen Schnitt definitiv trotzdem keine Jogginghose, sondern auch durchaus kindergartentauglich. Die Potasche mit der Kellerfalte habe ich mir selbst gebastelt, aber im Schnitt ist auch eine einfache Poltaschenvariante dabei. Für diese hier ist ein Tutorial in Arbeit, das ihr euch in Kürze bei mir herunterladen könnt.
Auch der Schal ist eine Improvisation von mir - den Kleinkind-Schlaufenschals nachempfunden, die meine Tochter als Baby getragen hat und die ich so süß fand. :D Die Beanie ist nach dem Tutorial von Hamburger Liebe genäht, mein Lieblings-Beanie-Allroundschnitt. Und das Shirt ist auch vollkommen neu von Annas Country - aber nachdem dieser Post sowieso schon so lang ist, zeige ich euch das demnächst einfach nochmal extra im Detail!
Hier geht's zu den wundervollen Paapi-Katzen von Charly,Jo und Co:
Ich stelle mir so ein Katzenleben wirklich easy vor. Zumindest, wenn man die richtige Familie für sich erwischt. Futter und Streicheleinheiten und aber maximale Freiheit - welches andere Haustier hat schon die Möglichkeit, zu kommen und zu gehen, wie es ihm beliebt? Gut, sehen wir mal von den reinen Hauskatzen ab - aber hier auf dem Dorf sind das die seltensten.
Ich muss sagen, ich bewundere die possierlichen Tiere. Nicht umsonst haben sie einen guten Ruf. Katzen stehen für Freiheit, für Stolz, für Eleganz, Geschmeidigkeit und Geschick - und ihr Dickschädel ist legendär. Eine Katze hält man sich nicht, eine Katze residiert bei einem, so heißt es.
Kein Wunder eigentlich, dass die kleine Hasentochter so fasziniert von diesen Geschöpfen ist. Während die Große eher der Typ "Pferd" ist (auch wenn sie Puppen komplett verweigert, in der Beziehung ist sie total Mädchen....), steht die kleine Schwester auf Katzen. Und zwar mit Herz und Seele.
Zugegebenermaßen haben es die hübschen Tiere nicht immer leicht mit Hasentochter 2. Mit ihren 2 Jahren ist sie - gelinde gesagt - noch recht grobmotorisch bei der Sache, wenn es um das gegenseitige Kennenlernen geht.... :D
So eine Katze muss schon was aushalten beim Hasenkind... Allerdings ist sie schon wesentlich sanfter bei der Sache als noch vor einem halben Jahr. Sie hat sich durchaus auch schon den ein oder anderen Kratzer eingefangen (diese Erfahrung muss man wohl hin und wieder einfach machen...), aber das schreckt das Kind nicht. Nach wie vor gibt's Freudengeheul, wenn sich nur von Ferne irgendwo ein winkender Katzenschwanz zeigt.
Interessanterweise scheint die Zuneigung aber trotz Hasenkinds manchmal etwas unsanfter Kontaktaufnahme von beiden Seiten auszugehen. Nicht nur die Hasentochter liebt Katzen, sondern Katzen lieben auch die Hasentochter. Da braucht im Sommer nur die Terrassentür offenstehen, schon sitzt Nachbarin "Mausi" in der Wohnung, geht zielstrebig auf die Suche nach dem Kind und legt sich schnurrend zu seinen Füßen nieder. Und die Tochter streichelt mit Hingabe. Lange. Seeeeeehr lange.
Und ich? Finde das gut. Solange keine toten Mäuse vor meiner Haustüre liegen zumindest. Ich glaube nämlich, dass Kinder von und mit Tieren unglaublich viel lernen können. Wenn ich sehe, wie vorsichtig inzwischen auch meine Zweijährige mit einer Katze umgehen kann (nicht immer, aber immer öfter... ;) ), wie sie anfängt, die Körpersprache der Katze zu deuten und sie nicht mehr als Kuscheltier, sondern als Lebewesen mit eigenem Sinn, Gefühl und Wert versteht, bin ich stolz auf mein Kind. Weil das der erste Schritt zu einem sorgsamen Umgang mit der Umwelt ist, mit Mensch, Tier und Pflanze. Und ich finde es super, dass ich das beobachten darf, ohne selbst Haustiere zu haben - das ist Luxus, oder? Luxus Dorfleben. :D
Kein Wunder jedenfalls, dass die katzenverliebte Maus ihr neues Outfit nur unter Zwang am Abend zum Bettgehen auszieht... In den Stoff haben wir uns beide verliebt - die Bio-Katzen von Paapi sind nicht nur kuschelweich, sondern haben mit der petrol-schwarz-weiß-grau-Kombi auch wunderbare Farben... Diesen Stoff durfte ich für Steffi von Charly, Jo und Co vernähen. Steffis kleinen Online-Laden kann ich euch nur wärmstens ans Herz legen - sie hat einen wahnsinnig guten Geschmack, was Stoffe betrifft, und ich könnte in ihrem Shop problemlos monatlich mein Konto leerkaufen. Ihr bekommt da lauter Biostoffe in wahnsinnig guter Qualität (und dass ich auf Bio stehe, habe ich euch ja schon oft genug erzählt.... ;) ) - ihr bekommt da aber auch Schrägband, Bommeln, Knöpfe und anderen Tüddelkram. Mein persönlicher absoluter Geheimtipp sind die Tüddelperlen für Kleidungsstücke. Ich LIEBE die Dinger. Fast an jedem Outfit von mir findet ihr die in letzter Zeit - ich hab mir da vor kurzem Mal ein ganzes Tütchen voll zugelegt. Auf der Sunje aus dem Katzenstoff zum Beispiel oder auf der Marie aus den Löwen könnt ihr nochmal gucken - ein richtig feines Extra für das letzte i-Tüpfelchen ist das. Und wenn man dann schon mal da ist, kann man sich auch gleich noch nicht nur mit Katzenstoff, sondern auch mit den vielen anderen tollen Biostoffen eindecken.... :D
Auch der Hosenschnitt ist neu - die TwoLegs von Sara und Julez ist ein absolutes Bequemhighlight, und mit den beiden Taschenvariationen, der Fakeknopfleiste und dem coolen Schnitt definitiv trotzdem keine Jogginghose, sondern auch durchaus kindergartentauglich. Die Potasche mit der Kellerfalte habe ich mir selbst gebastelt, aber im Schnitt ist auch eine einfache Poltaschenvariante dabei. Für diese hier ist ein Tutorial in Arbeit, das ihr euch in Kürze bei mir herunterladen könnt.
Auch der Schal ist eine Improvisation von mir - den Kleinkind-Schlaufenschals nachempfunden, die meine Tochter als Baby getragen hat und die ich so süß fand. :D Die Beanie ist nach dem Tutorial von Hamburger Liebe genäht, mein Lieblings-Beanie-Allroundschnitt. Und das Shirt ist auch vollkommen neu von Annas Country - aber nachdem dieser Post sowieso schon so lang ist, zeige ich euch das demnächst einfach nochmal extra im Detail!
Hier geht's zu den wundervollen Paapi-Katzen von Charly,Jo und Co:
Und hier geht's zum Ebook "TwoLegs" von Sara und Julez über Dawanda (auch über Makerist erhältlich!):
Sind eure Kinder auch so katzenverrückt wie meine Kleine? Welche Tiere sind bei euch der Renner?
Hasenwilde Grüße
Johanna
Mittwoch, 19. August 2015
Sommermomente
Ist echt schon wieder Mitte August? Die Hälfte der Sommerferien vorbei? Ich weiß nicht, ich habe das Gefühl, diese sechs Wochen sind diejenigen im Jahr, die am allerschnellsten verfliegen, dabei möchte ich die Zeit doch zu gerne anhalten...
Man merkt, die Tage werden schon wieder kürzer. Die ersten Blätter färben sich. Nachdem diese lange Hitzewelle abgeflaut ist, schleicht er schon auf leisen Sohlen heran, raschelt hier ein bisschen und blitzt dort hervor.... der Herbst.
In der Nähwerkstatt laufen inzwischen auch ausschließlich lange, herbst- oder sogar wintertaugliche Klamotten von der Maschine. Leggins braucht's unter die Röcke und Kleider, Strick, Sweat und Walk tauchen wieder aus den Stoffkisten auf, und die Farben werden wieder kräftiger und dunkler. Trotzdem. So ganz bereit bin ich noch nicht, den Sommer loszulassen.
Und deswegen gibt's heut nochmal zu RUMS ein richtig knackiges Hochsommerteilchen hier im Blog zu sehen. Die Retro-Shorty nennt sich "ShortyLegs Ladies", ist nach dem gleichnamigen Ebook von Sara&Julez (probe)genäht und nicht nur ein Hingucker, sondern ein absolutes Garten-Sommer-Sonne-Bequemteil. Ich weiß nicht, wann ich die letzte kurze Jerseyhose anhatte (wird wohl ne Radlerhose in meiner Kindheit gewesen sein... ;) ), aber ich hatte vollkommen vergessen, WIE bequem das ist! Da zwickt nix, da engt nix ein, die Hose ist so luftig-fluffig um die Beine, da können mir die besten 38 Grad nichts anhaben.
Den gemütlichen Sommerschnitt (optimal für Späturlauber!) bekommt ihr in Größe 32-52 in zwei Längen (da ist echt für jeden was passendes dabei - und als kurze Schlafhose finde ich das Ebook auch noch wunderbar!) bei Dawanda, Makerist oder über den folgenden Link bei Alles für Selbermacher:
Man merkt, die Tage werden schon wieder kürzer. Die ersten Blätter färben sich. Nachdem diese lange Hitzewelle abgeflaut ist, schleicht er schon auf leisen Sohlen heran, raschelt hier ein bisschen und blitzt dort hervor.... der Herbst.
In der Nähwerkstatt laufen inzwischen auch ausschließlich lange, herbst- oder sogar wintertaugliche Klamotten von der Maschine. Leggins braucht's unter die Röcke und Kleider, Strick, Sweat und Walk tauchen wieder aus den Stoffkisten auf, und die Farben werden wieder kräftiger und dunkler. Trotzdem. So ganz bereit bin ich noch nicht, den Sommer loszulassen.
Und deswegen gibt's heut nochmal zu RUMS ein richtig knackiges Hochsommerteilchen hier im Blog zu sehen. Die Retro-Shorty nennt sich "ShortyLegs Ladies", ist nach dem gleichnamigen Ebook von Sara&Julez (probe)genäht und nicht nur ein Hingucker, sondern ein absolutes Garten-Sommer-Sonne-Bequemteil. Ich weiß nicht, wann ich die letzte kurze Jerseyhose anhatte (wird wohl ne Radlerhose in meiner Kindheit gewesen sein... ;) ), aber ich hatte vollkommen vergessen, WIE bequem das ist! Da zwickt nix, da engt nix ein, die Hose ist so luftig-fluffig um die Beine, da können mir die besten 38 Grad nichts anhaben.
Den gemütlichen Sommerschnitt (optimal für Späturlauber!) bekommt ihr in Größe 32-52 in zwei Längen (da ist echt für jeden was passendes dabei - und als kurze Schlafhose finde ich das Ebook auch noch wunderbar!) bei Dawanda, Makerist oder über den folgenden Link bei Alles für Selbermacher:
Ein genauerer Blick lohnt sich - den Schnitt gibt' nämlich auch für Kids, und natürlich als Kombi-Ebook für den Mama-Tochter-Partnerlook!
Ich werde die Hose auf alle Fälle die nächsten Tage noch ein paarmal tragen und den Sommer überreden, noch die ein oder andere Woche zu bleiben. Ich möchte noch ganz viele Sommermomente einfangen und für die kalten Tage aufbewahren. Es gibt noch so viel sommerliches zu tun, bevor ich bereit für den Herbst bin... :)
Hasenwilde Grüße
Johanna
Donnerstag, 9. Juli 2015
Völkerverständigung auf bayrisch
Ihr Lieben!
Ist schon wieder Donnerstag, oder was? Die Woche ist so rasend schnell vergangen!
Wir hatte nämlich Gäste! Wer auf Insta ein bisschen bei mir mitliest, hat es vielleicht schon gesehen - in unserer Pfarrei war ein philippinischer Chor zu Gast, und zwei der Sänger haben bei uns übernachtet.
"Imusicapella" hatte sich hier am Ende der Welt angemeldet und es wurden Gastfamilien gesucht, die bereit waren, zwei oder mehr der Sänger bei sich aufzunehmen. Ich gebe es ehrlich zu: Am Dienstag, als ich bei wirklich brüllender Hitze und zwischen Kindergarten und einem Familien-Zahnarzttermin das Haus gasttauglich gemacht habe, dachte ich mir ziemlich genervt: WARUM eigentlich schreien immer WIR laut "hier", wenn's irgendwas zu tun gibt???? Die Tage hätten so entspannt sein können. Mit Baden, Planschbecken, Eisessen oder wasweißich. Aber nein. Stattdessen habe ich das Haus geputzt, für's Mittagessen eingekauft und Gästematratzen bezogen.
Und dann war Mittwoch. Mittags haben wir den Chor vom Bahnhof abgeholt, und was soll ich sagen - diese Leute haben mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Freundliche, höfliche, offene und fröhliche Menschen mit ausgeprägter Liebe zur Musik. Von weit her - aber wie wir. Genau wie wir.
Wir hatten einen wunderbaren Tag. Schon stressig, weil die Philippiner nur eine Nacht bei uns waren und deswegen der Zeitplan echt streng durchgetaktet war. Aber erfüllt. Gemeinsames Mittagessen, gemeinsame Brotzeit draußen, Gespräche zwischendurch. Neugier befriedigen. "Wo kommt ihr eigentlich her? Wie macht man das bei euch? Was ist anders? Was ist gleich?". Gemeinsamkeiten entdecken, auf Deutsch, Englisch, mit Händen und Füßen. Völkerverständigung auf bayrische Art, bei Brezen und Wurstsalat. Freundschaften schließen.
Und dann, am Abend, ein Konzert im "Juradom". Gut gefüllt. Ich sage euch, die waren der Wahnsinn. Und ich bin jetzt nicht vollkommen blauäugig, was Musik betrifft. So viel Präzision, Exaktheit im Rhythmus und Klarheit in bis zu 16-stimmigen Stücken. Und dabei so viel Lebensfreude und Spaß an der Musik. Doch, ich kann verstehen, dass das ein international bekannter Weltklassechor ist - der Titel ist verdient. Jedenfalls war das Ende der Welt begeistert und wir haben bis in die Nacht bei einem Glaserl Wein unsere Freundschaften vertiefen können. :D
Leider mussten unsere Gäste heute früh schon wieder um 8.00 Uhr am Bahnhof sein - darüber, dass wir gern noch mehr Zeit miteinander verbracht hätten, waren sich beide Seiten einig. Also haben wir uns nach nicht einmal 24 Stunden schon wieder verabschiedet. Herzlich, mit Umarmungen, Fotos und dem Versprechen, in Kontakt zu bleiben. Nicht einmal ein ganzer Tag. Eigentlich nur ein Wimpernschlag in so einem Menschenleben. Und trotzdem so viel wert. So viel Toleranz, Gemeinsamkeiten, Verständnis, Offenheit und Interesse füreinander. Und ich finde es auch fantastisch, was die Kinder aus diesem Tag mitgenommen haben, die selbstverständlich überall mit dabei waren (sogar im Konzert) und unsere zwei Philippiner super fanden - da ist der Samen der Toleranz und des Interesses an anderen Kulturen auf alle Fälle gelegt, würde ich sagen. Da hat sich die Putzerei doch rentiert, oder? :D
So, und jetzt gibt's noch ein paar Infos zu dem Schnitt, den ich euch in meiner Euphorie so nebenher untergejubelt habe :D : Mein neuer Lieblingspulli. Passenderweise am kältesten Tag der Woche, aber auch als Drüberzieher für laue Sommerabende optimal - endlich endlich endlich gibt es meinen Lieblings-Pulli-Schnitt "Pull*it*over" von Sara&Julez, den ich für meine Mädels schon unzählige Male genäht habe, auch für uns Damen. <3 Ich liebe ihn!! Und ich brauch noch viiiiiiel mehr davon! Hier aus dem Streifensommersweat von Stoffversand4u, kombiniert mit einem Jersey aus dem Stoffvorrat. Mit Seitentaschen, Kapuze, Ziernaht uuuund - aufgepasst! - SELBSTGEMACHTEN Fimoknöpfen!! Jawohl! Der ist soooo kuschelig! Locker geschnitten, aber nicht sackig. Wer, so wie ich, ein ausgemachter Hoodiefan ist, wird den Pull*it*over - Ladies lieben!
Ihr könnt das Ebook entweder hier bei Dawanda
oder bei Alles-fuer-Selbermacher nochmal genauer unter die Lupe nehmen!!
Solltet ihr also jemals die Gelegenheit haben, mit ein paar Gästen aus dem Ausland Kontakte zu knüpfen - ich kann es euch nur ans Herz legen. Und wenn Imusicapella aus den Philippinen bei euch in der Nähe ein Konzert hat, dann geht auf alle Fälle hin!
Meinen neuen Pulli schicke ich jetzt noch zu RUMS und dann gehe ich mitsamt meiner international völkerverständigungshochmotivierten guten Laune ab an die Nähmaschine - ich brauch noch ein Kleid für die Hochzeit am Samstag... :D
Hasenwilde Grüße
Johanna
Ist schon wieder Donnerstag, oder was? Die Woche ist so rasend schnell vergangen!
Wir hatte nämlich Gäste! Wer auf Insta ein bisschen bei mir mitliest, hat es vielleicht schon gesehen - in unserer Pfarrei war ein philippinischer Chor zu Gast, und zwei der Sänger haben bei uns übernachtet.
"Imusicapella" hatte sich hier am Ende der Welt angemeldet und es wurden Gastfamilien gesucht, die bereit waren, zwei oder mehr der Sänger bei sich aufzunehmen. Ich gebe es ehrlich zu: Am Dienstag, als ich bei wirklich brüllender Hitze und zwischen Kindergarten und einem Familien-Zahnarzttermin das Haus gasttauglich gemacht habe, dachte ich mir ziemlich genervt: WARUM eigentlich schreien immer WIR laut "hier", wenn's irgendwas zu tun gibt???? Die Tage hätten so entspannt sein können. Mit Baden, Planschbecken, Eisessen oder wasweißich. Aber nein. Stattdessen habe ich das Haus geputzt, für's Mittagessen eingekauft und Gästematratzen bezogen.
Und dann war Mittwoch. Mittags haben wir den Chor vom Bahnhof abgeholt, und was soll ich sagen - diese Leute haben mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Freundliche, höfliche, offene und fröhliche Menschen mit ausgeprägter Liebe zur Musik. Von weit her - aber wie wir. Genau wie wir.
Wir hatten einen wunderbaren Tag. Schon stressig, weil die Philippiner nur eine Nacht bei uns waren und deswegen der Zeitplan echt streng durchgetaktet war. Aber erfüllt. Gemeinsames Mittagessen, gemeinsame Brotzeit draußen, Gespräche zwischendurch. Neugier befriedigen. "Wo kommt ihr eigentlich her? Wie macht man das bei euch? Was ist anders? Was ist gleich?". Gemeinsamkeiten entdecken, auf Deutsch, Englisch, mit Händen und Füßen. Völkerverständigung auf bayrische Art, bei Brezen und Wurstsalat. Freundschaften schließen.
Und dann, am Abend, ein Konzert im "Juradom". Gut gefüllt. Ich sage euch, die waren der Wahnsinn. Und ich bin jetzt nicht vollkommen blauäugig, was Musik betrifft. So viel Präzision, Exaktheit im Rhythmus und Klarheit in bis zu 16-stimmigen Stücken. Und dabei so viel Lebensfreude und Spaß an der Musik. Doch, ich kann verstehen, dass das ein international bekannter Weltklassechor ist - der Titel ist verdient. Jedenfalls war das Ende der Welt begeistert und wir haben bis in die Nacht bei einem Glaserl Wein unsere Freundschaften vertiefen können. :D
Leider mussten unsere Gäste heute früh schon wieder um 8.00 Uhr am Bahnhof sein - darüber, dass wir gern noch mehr Zeit miteinander verbracht hätten, waren sich beide Seiten einig. Also haben wir uns nach nicht einmal 24 Stunden schon wieder verabschiedet. Herzlich, mit Umarmungen, Fotos und dem Versprechen, in Kontakt zu bleiben. Nicht einmal ein ganzer Tag. Eigentlich nur ein Wimpernschlag in so einem Menschenleben. Und trotzdem so viel wert. So viel Toleranz, Gemeinsamkeiten, Verständnis, Offenheit und Interesse füreinander. Und ich finde es auch fantastisch, was die Kinder aus diesem Tag mitgenommen haben, die selbstverständlich überall mit dabei waren (sogar im Konzert) und unsere zwei Philippiner super fanden - da ist der Samen der Toleranz und des Interesses an anderen Kulturen auf alle Fälle gelegt, würde ich sagen. Da hat sich die Putzerei doch rentiert, oder? :D
So, und jetzt gibt's noch ein paar Infos zu dem Schnitt, den ich euch in meiner Euphorie so nebenher untergejubelt habe :D : Mein neuer Lieblingspulli. Passenderweise am kältesten Tag der Woche, aber auch als Drüberzieher für laue Sommerabende optimal - endlich endlich endlich gibt es meinen Lieblings-Pulli-Schnitt "Pull*it*over" von Sara&Julez, den ich für meine Mädels schon unzählige Male genäht habe, auch für uns Damen. <3 Ich liebe ihn!! Und ich brauch noch viiiiiiel mehr davon! Hier aus dem Streifensommersweat von Stoffversand4u, kombiniert mit einem Jersey aus dem Stoffvorrat. Mit Seitentaschen, Kapuze, Ziernaht uuuund - aufgepasst! - SELBSTGEMACHTEN Fimoknöpfen!! Jawohl! Der ist soooo kuschelig! Locker geschnitten, aber nicht sackig. Wer, so wie ich, ein ausgemachter Hoodiefan ist, wird den Pull*it*over - Ladies lieben!
Ihr könnt das Ebook entweder hier bei Dawanda
oder bei Alles-fuer-Selbermacher nochmal genauer unter die Lupe nehmen!!
Solltet ihr also jemals die Gelegenheit haben, mit ein paar Gästen aus dem Ausland Kontakte zu knüpfen - ich kann es euch nur ans Herz legen. Und wenn Imusicapella aus den Philippinen bei euch in der Nähe ein Konzert hat, dann geht auf alle Fälle hin!
Meinen neuen Pulli schicke ich jetzt noch zu RUMS und dann gehe ich mitsamt meiner international völkerverständigungshochmotivierten guten Laune ab an die Nähmaschine - ich brauch noch ein Kleid für die Hochzeit am Samstag... :D
Hasenwilde Grüße
Johanna
Samstag, 18. April 2015
Vintagesweat oder ein Blick hinter die Kulissen
Huhu ihr Lieben!
Huiui, es STAUT sich schon wieder bei mir. So viele genähte Sachen, die gezeigt werden wollen. Ich sage euch, das ist ein Teufelskreis. Entweder ich nähe viel und komme nicht zum Bloggen, dann stehen die Bilder Schlange von meinem PC bis quasi vor's Haus. ODER ich nähe wenig und hätte dafür Zeit zum Bloggen, dann hab ich aber meistens nix mehr zu zeigen. Naja. Heute jedenfalls - Stoffprobevernähen für Stoffversand4u - und ein Blick hinter die Kulissen, wie so ein Fotoshooting bei uns abläuft!
Vintagestreifen heißen diese süßen Querläufer, und in 7 Farben gab es sie zur Auswahl. Und, naja, ich mag eben orange. Ist euch wahrscheinlich noch nicht aufgefallen (haha... :D ), aber doch. Orange rockt. Finde ich. Und diese orangen Streifchen kombinieren sich wunderbar mit dem fröhlichen "Happy"-Stoff und korallefarbigem Bündchen. Der Stoff ist ein leichter unangerauhter Sommersweat in Bio-Qualität und fühlt sich super an. Ich hab mir gleich noch zwei Farben bestellt, von denen auf alle Fälle eine für mich verarbeitet werden soll!
Nachdem ich jetzt schon ein paar Mal gefragt worden bin, wie ich denn das mit den Fotos so handhabe, erzähle ich euch an diesem Beispiel mal, wie das so läuft. Also, geplant war eigentlich nur die Sweatjacke meiner Großen aus dem Stoff, aber es war nach dem Zuschneiden noch genug für einen Sweatpulli für die Kleine. Ich liebe ja so Schwesternpartnerlookkleidung. Ich nähe nie für beide exakt das Gleiche (dafür sind sie viel zu unterschiedlich), aber wie hier zwei verschiedene Schnitte aus der gleichen Stoffkombi, das finde ich klasse. Erschwert die Fotografiererei aber ungemein... :D
Also. Ich stecke die Mädels in ihre Partneroutfits. Dabei gibt's schon die ersten Diskussionen. Weil die eine die Hose nicht mag und die andere lieber Gummistiefel dazu anziehen möchte. Und überhaupt. Warum kriegt nur SIE eine neue Mütze??? Während ich Nummer Zwei anziehe, entkommt mir Nummer Eins in den Garten, schlüpft ins Trampolin und wirft die gerade angezogenen Schuhe, Jacke und Mütze wieder von sich. Ich steige schimpfend ins Auto, schnalle die Kleine fest, fahre ein paar Meter. Dann kommt auch die Große normalerweise angelaufen. Funktioniert auch diesmal. Selbstverständlich kommt sie strumpfsockig. Sobald also auch der zweite Hase im Sitz festgezurrt ist, hole ich ihr Zeug aus dem Trampolin. Liegt selbstverständlich auf der hinteren Seite, so dass ich mich quer durch die vier Meter Durchmesser robben muss. :P
Der Ort des Geschehens. Ich habe mir angewöhnt, schöne Fotostellen, die mir so im Tagesgeschäft auffallen, zu merken und irgendwann bei einem Shooting darauf zurückzukommen. Da gibt es ganz viele Ecken bei uns im Dorf oder im Garten, die ich nutze. Ein paar schöne Stellen in und um mein Heimatdorf, die ich kenne. Oder eben Orte zwischen hier und da. Die kleine Brücke und das Flüsschen im Wald, das ich dieses Mal angesteuert habe, sind mir letztens bei einem Ausflug ins Auge gestochen. Ich fahre eigentlich selten extra für ein Shooting irgendwohin, meistens richte ich es mir so ein, dass die Stelle eh irgendwie auf dem Weg irgendwohin liegt und wir nur kurz raushüpfen. Dieses Mal hatte ich aber gehofft, dass da am Bach vielleicht schon die Bäume blühen und einen schönen Hintergrund abgeben. Dem war leider nicht so - aber das war eigentlich auch ganz gut, weil die hellen Sachen vor einem dunklen Hintergrund wesentlich besser rauskommen. Sowas fällt mir aber auch erst nachher auf. :D
Auf der Fahrt halte ich die Mädels mit lautem Gesang zur Rolf-Zuckowsky-Verkehrs-CD bei Laune. Wenn mir jetzt eine einschläft, sind die Folgen fatal. Gerade bei der Großen. Bis die nach einem Nickerchen wieder Betriebstemperatur erreicht, vergehen STUNDEN. Wir fahren aber nur gute 10 Minuten und ich bin erfolgreich. Blühen tut leider nix, aber die Szenerie ist ganz nett. Also raus aus dem Auto. Die Kleine rast sofort mitten auf die Straße. Gut, dass das nur so ein enges, wenig befahrenes Nebensträsschen ist. Ich pfeife sie mit einem entsetzten Schrei zurück, was sie mit einem genervten Blick quittiert. Na super.
Dann lasse ich die beiden normalerweise einfach wuseln und versuche, nebenher ein paar schöne Bilder zu schießen. Aber ich sage euch, die sind schnell. Mit einer Festbrennweite, mit der man sich als Fotograf ja echt bewegen muss, zähle ich das durchaus als Sport. :D :D Ich versuche also, mich so zu stellen, dass ich nicht direkt in die Sonne fotografiere, die Klamotten möglichst aus allen Richtungen gut draufkriege und dabei das Gesicht nicht frontal erwische. Nebenher stelle ich die Kleine mindestens fünf Mal wieder auf die Beine, weil sie ja auf jeden Stein klettern muss und die halbe Zeit am Boden landet, schlichte die Streiterei um den moosigen Sitzplatz auf dem am Boden liegenden Baumstamm, den sie entdeckt haben, versuche, möglichst zeitnah immer wieder den Dreck von den Sachen zu klopfen und lasse mir die Hosentaschen mit Ästen, Steinen und anderen wichtigen Utensilien vollstopfen. Uff.
Wir laufen an den Bach und ich knipse ein paar Bilder, während die Kids ins Wasser schauen. Dann fangen sie an, Gras auszurupfen und in das Wasser zu werfen, um es beim Schwimmen zu beobachten und übertrumpfen sich dabei, wer sich näher ans Wasser traut. Keine gute Idee. Ich schnappe mir eine links und eine rechts und flüchte.
Auf dem Rückweg entdecken wir ein Hirschgehege. Die Mädels beobachten fasziniert die Tiere, die vom anderen Ende der Wiese zu uns herübergetrabt kommen um zu schauen, ob wir nicht was zu fressen dabeihaben. Haben wir nicht. Aber wir freuen uns an den schlanken Hirschkühen und bleiben eine Weile stehen, um ihnen zuzusehen. Verschnaufpause.
Als kurze Zeit später eine Diskussion entbrennt, ob das nun "Lehlein" (kleine Hasentochter, sie meint damit Rehe) oder Hirsche (große Hasentochter) sind, ziehen wir weiter. Ich entdecke einen Busch, unter dem ein paar Osterglocken blühen und zeige ihn den Mädels, die sofort begeistert das "Buschhäuschen" erkunden und sich zu den Blumen setzen. In natura ein wunderbares Bild, auf der Kamera leider nicht so leicht einzufangen. Nach ein paar überbelichteten und ein paar verschwommenen Fotos schließen die zwei ihren Buschbesuch ab und kriechen wieder heraus. Tja, Mama. Zu langsam. :P
Auf dem Rückweg zum Auto stehen die beiden auf der kleinen Brücke und schauen ins Wasser. Ich husche nach unten auf die Wiese, um davon noch ein schönes Foto zu schießen. Gerade als ich unten bin, versucht die große Hasentochter, auf das Brückengeländer zu klettern. Äh, stopp!!!! Wie ein Blitz springe ich über einen Nebenarm unseres Bächleins, um die Madame oben wieder auf sicheren Boden zu befördern. Als die beiden dann endlich wieder in ihren Sitzen angeschnallt sind, schnaufe ich erstmal tief durch. Ich gehe die Ergebnisse unseres Fotoausflugs durch: Eine Stunde Zeit, ein feuchter Schuh, vieleviele verschwommene, über- und unterbelichtete Fotos, aber auch ein paar richtig nette, ein Rudel Hirsche, ein Grasfleck auf der Kinderjeans und ein paar graue Haare und Schweißperlen. Eigentlich waren wir recht erfolgreich. Und ich bin fix und alle. Nix wie heim. :D
Tja, das war jetzt quasi ein Blick hinter die Kulissen, was zwischen diesen harmonischen und fröhlichen Bildern so alles passiert, bis die im Kasten sind. So oder so ähnlich läuft es meistens ab. Mit einem Kind ist es immer einfacher als mit zweien, besonders wenn die gemeinsam vor die Kamera sollen. Und jeder Tag und jeder Ausflug ist anders. Ich versuche aber immer, das Ganze für die zwei so zu gestalten, dass sie es nicht als Arbeit oder Pflicht empfinden. Das hier war für die Hasenkinder eine nette Fahrt. Mit Hirschen. Dass ich nebenher Bilder geknipst habe, nehmen sie kaum wahr. Und das ist auch gut so - da vergeht ihnen die Lust nicht so leicht. Und ich finde, die Bilder wirken so einfach natürlicher.
Und jetzt noch schnell die Details zu Stoff und Schnitt: Den Vintagesweat bekommt ihr in sieben verschiedenen Farbstellungen bei stoffversand4u, und zwar unter diesem Link: http://www.stoffversand4u.de/Stoffe/Sweatstoff/Streifen/
Ich kann ihn euch echt nur weiterempfehlen, die Qualität ist wirklich klasse!
Schnittmäßig habe ich zwei Schnitte von Sara&Julez für mein Projekt ausgesucht: Die Jacke ist aus dem Ebook "Sweatie" entstanden, ungefüttert mit Belegen und mit einer Zipfelkapuze mit improvisiertem Bommel aus einer Jerseynudel. Das Oberteil der kleinen Hasentochter ist der Pull*it*over in kurz mit Coilkragen und Känguruhtasche.
Ich wünsche euch noch einen wunderbaren Sonntag - macht's fein! Ich melde mich bald wieder! Nicht dass irgendwann aufgrund der anstehenden Fotos die Haustüre nicht mehr zugeht.... :D
Hasenwilde Grüße
Johanna
Huiui, es STAUT sich schon wieder bei mir. So viele genähte Sachen, die gezeigt werden wollen. Ich sage euch, das ist ein Teufelskreis. Entweder ich nähe viel und komme nicht zum Bloggen, dann stehen die Bilder Schlange von meinem PC bis quasi vor's Haus. ODER ich nähe wenig und hätte dafür Zeit zum Bloggen, dann hab ich aber meistens nix mehr zu zeigen. Naja. Heute jedenfalls - Stoffprobevernähen für Stoffversand4u - und ein Blick hinter die Kulissen, wie so ein Fotoshooting bei uns abläuft!
Vintagestreifen heißen diese süßen Querläufer, und in 7 Farben gab es sie zur Auswahl. Und, naja, ich mag eben orange. Ist euch wahrscheinlich noch nicht aufgefallen (haha... :D ), aber doch. Orange rockt. Finde ich. Und diese orangen Streifchen kombinieren sich wunderbar mit dem fröhlichen "Happy"-Stoff und korallefarbigem Bündchen. Der Stoff ist ein leichter unangerauhter Sommersweat in Bio-Qualität und fühlt sich super an. Ich hab mir gleich noch zwei Farben bestellt, von denen auf alle Fälle eine für mich verarbeitet werden soll!
Nachdem ich jetzt schon ein paar Mal gefragt worden bin, wie ich denn das mit den Fotos so handhabe, erzähle ich euch an diesem Beispiel mal, wie das so läuft. Also, geplant war eigentlich nur die Sweatjacke meiner Großen aus dem Stoff, aber es war nach dem Zuschneiden noch genug für einen Sweatpulli für die Kleine. Ich liebe ja so Schwesternpartnerlookkleidung. Ich nähe nie für beide exakt das Gleiche (dafür sind sie viel zu unterschiedlich), aber wie hier zwei verschiedene Schnitte aus der gleichen Stoffkombi, das finde ich klasse. Erschwert die Fotografiererei aber ungemein... :D
Also. Ich stecke die Mädels in ihre Partneroutfits. Dabei gibt's schon die ersten Diskussionen. Weil die eine die Hose nicht mag und die andere lieber Gummistiefel dazu anziehen möchte. Und überhaupt. Warum kriegt nur SIE eine neue Mütze??? Während ich Nummer Zwei anziehe, entkommt mir Nummer Eins in den Garten, schlüpft ins Trampolin und wirft die gerade angezogenen Schuhe, Jacke und Mütze wieder von sich. Ich steige schimpfend ins Auto, schnalle die Kleine fest, fahre ein paar Meter. Dann kommt auch die Große normalerweise angelaufen. Funktioniert auch diesmal. Selbstverständlich kommt sie strumpfsockig. Sobald also auch der zweite Hase im Sitz festgezurrt ist, hole ich ihr Zeug aus dem Trampolin. Liegt selbstverständlich auf der hinteren Seite, so dass ich mich quer durch die vier Meter Durchmesser robben muss. :P
Der Ort des Geschehens. Ich habe mir angewöhnt, schöne Fotostellen, die mir so im Tagesgeschäft auffallen, zu merken und irgendwann bei einem Shooting darauf zurückzukommen. Da gibt es ganz viele Ecken bei uns im Dorf oder im Garten, die ich nutze. Ein paar schöne Stellen in und um mein Heimatdorf, die ich kenne. Oder eben Orte zwischen hier und da. Die kleine Brücke und das Flüsschen im Wald, das ich dieses Mal angesteuert habe, sind mir letztens bei einem Ausflug ins Auge gestochen. Ich fahre eigentlich selten extra für ein Shooting irgendwohin, meistens richte ich es mir so ein, dass die Stelle eh irgendwie auf dem Weg irgendwohin liegt und wir nur kurz raushüpfen. Dieses Mal hatte ich aber gehofft, dass da am Bach vielleicht schon die Bäume blühen und einen schönen Hintergrund abgeben. Dem war leider nicht so - aber das war eigentlich auch ganz gut, weil die hellen Sachen vor einem dunklen Hintergrund wesentlich besser rauskommen. Sowas fällt mir aber auch erst nachher auf. :D
Auf der Fahrt halte ich die Mädels mit lautem Gesang zur Rolf-Zuckowsky-Verkehrs-CD bei Laune. Wenn mir jetzt eine einschläft, sind die Folgen fatal. Gerade bei der Großen. Bis die nach einem Nickerchen wieder Betriebstemperatur erreicht, vergehen STUNDEN. Wir fahren aber nur gute 10 Minuten und ich bin erfolgreich. Blühen tut leider nix, aber die Szenerie ist ganz nett. Also raus aus dem Auto. Die Kleine rast sofort mitten auf die Straße. Gut, dass das nur so ein enges, wenig befahrenes Nebensträsschen ist. Ich pfeife sie mit einem entsetzten Schrei zurück, was sie mit einem genervten Blick quittiert. Na super.
Dann lasse ich die beiden normalerweise einfach wuseln und versuche, nebenher ein paar schöne Bilder zu schießen. Aber ich sage euch, die sind schnell. Mit einer Festbrennweite, mit der man sich als Fotograf ja echt bewegen muss, zähle ich das durchaus als Sport. :D :D Ich versuche also, mich so zu stellen, dass ich nicht direkt in die Sonne fotografiere, die Klamotten möglichst aus allen Richtungen gut draufkriege und dabei das Gesicht nicht frontal erwische. Nebenher stelle ich die Kleine mindestens fünf Mal wieder auf die Beine, weil sie ja auf jeden Stein klettern muss und die halbe Zeit am Boden landet, schlichte die Streiterei um den moosigen Sitzplatz auf dem am Boden liegenden Baumstamm, den sie entdeckt haben, versuche, möglichst zeitnah immer wieder den Dreck von den Sachen zu klopfen und lasse mir die Hosentaschen mit Ästen, Steinen und anderen wichtigen Utensilien vollstopfen. Uff.
Wir laufen an den Bach und ich knipse ein paar Bilder, während die Kids ins Wasser schauen. Dann fangen sie an, Gras auszurupfen und in das Wasser zu werfen, um es beim Schwimmen zu beobachten und übertrumpfen sich dabei, wer sich näher ans Wasser traut. Keine gute Idee. Ich schnappe mir eine links und eine rechts und flüchte.
Auf dem Rückweg entdecken wir ein Hirschgehege. Die Mädels beobachten fasziniert die Tiere, die vom anderen Ende der Wiese zu uns herübergetrabt kommen um zu schauen, ob wir nicht was zu fressen dabeihaben. Haben wir nicht. Aber wir freuen uns an den schlanken Hirschkühen und bleiben eine Weile stehen, um ihnen zuzusehen. Verschnaufpause.
Als kurze Zeit später eine Diskussion entbrennt, ob das nun "Lehlein" (kleine Hasentochter, sie meint damit Rehe) oder Hirsche (große Hasentochter) sind, ziehen wir weiter. Ich entdecke einen Busch, unter dem ein paar Osterglocken blühen und zeige ihn den Mädels, die sofort begeistert das "Buschhäuschen" erkunden und sich zu den Blumen setzen. In natura ein wunderbares Bild, auf der Kamera leider nicht so leicht einzufangen. Nach ein paar überbelichteten und ein paar verschwommenen Fotos schließen die zwei ihren Buschbesuch ab und kriechen wieder heraus. Tja, Mama. Zu langsam. :P
Auf dem Rückweg zum Auto stehen die beiden auf der kleinen Brücke und schauen ins Wasser. Ich husche nach unten auf die Wiese, um davon noch ein schönes Foto zu schießen. Gerade als ich unten bin, versucht die große Hasentochter, auf das Brückengeländer zu klettern. Äh, stopp!!!! Wie ein Blitz springe ich über einen Nebenarm unseres Bächleins, um die Madame oben wieder auf sicheren Boden zu befördern. Als die beiden dann endlich wieder in ihren Sitzen angeschnallt sind, schnaufe ich erstmal tief durch. Ich gehe die Ergebnisse unseres Fotoausflugs durch: Eine Stunde Zeit, ein feuchter Schuh, vieleviele verschwommene, über- und unterbelichtete Fotos, aber auch ein paar richtig nette, ein Rudel Hirsche, ein Grasfleck auf der Kinderjeans und ein paar graue Haare und Schweißperlen. Eigentlich waren wir recht erfolgreich. Und ich bin fix und alle. Nix wie heim. :D
Tja, das war jetzt quasi ein Blick hinter die Kulissen, was zwischen diesen harmonischen und fröhlichen Bildern so alles passiert, bis die im Kasten sind. So oder so ähnlich läuft es meistens ab. Mit einem Kind ist es immer einfacher als mit zweien, besonders wenn die gemeinsam vor die Kamera sollen. Und jeder Tag und jeder Ausflug ist anders. Ich versuche aber immer, das Ganze für die zwei so zu gestalten, dass sie es nicht als Arbeit oder Pflicht empfinden. Das hier war für die Hasenkinder eine nette Fahrt. Mit Hirschen. Dass ich nebenher Bilder geknipst habe, nehmen sie kaum wahr. Und das ist auch gut so - da vergeht ihnen die Lust nicht so leicht. Und ich finde, die Bilder wirken so einfach natürlicher.
Und jetzt noch schnell die Details zu Stoff und Schnitt: Den Vintagesweat bekommt ihr in sieben verschiedenen Farbstellungen bei stoffversand4u, und zwar unter diesem Link: http://www.stoffversand4u.de/Stoffe/Sweatstoff/Streifen/
Ich kann ihn euch echt nur weiterempfehlen, die Qualität ist wirklich klasse!
Schnittmäßig habe ich zwei Schnitte von Sara&Julez für mein Projekt ausgesucht: Die Jacke ist aus dem Ebook "Sweatie" entstanden, ungefüttert mit Belegen und mit einer Zipfelkapuze mit improvisiertem Bommel aus einer Jerseynudel. Das Oberteil der kleinen Hasentochter ist der Pull*it*over in kurz mit Coilkragen und Känguruhtasche.
Ich wünsche euch noch einen wunderbaren Sonntag - macht's fein! Ich melde mich bald wieder! Nicht dass irgendwann aufgrund der anstehenden Fotos die Haustüre nicht mehr zugeht.... :D
Hasenwilde Grüße
Johanna
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