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Samstag, 14. November 2020

Gewichtung

Hallo Ihr Lieben,

gerade sortiere ich die Bilder dieses Jahres ein bisschen. Der alljährliche Kalender steht an, und der wird allseits geliebt. Meistens gibt es drei Versionen davon - eine mit den Cousins der einen Familienhälfte (für die eine Oma), einen mit der Cousine der anderen Familienhälfte (für die andere Oma/Opa) und einen für uns mit nur unseren Kindern. Ich liebe diese Kalender - wenn man die durchblättert, hat man die Highlight-Fotos des Jahres auf einen Blick und kann super zurückblättern, wie die Kinder gewachsen sind.


Das Probenähen ist da eine sehr praktische Sache, das garantiert nämlich normalerweise viele schicke Spiegelreflex-Bilder von den Kindern. Ich nähe aber gar nicht mehr viel Probe, deswegen ist da - gerade von den großen beiden - nicht mehr so an Bildmaterial übrig. Und jetzt stelle ich fest - dieses Jahr war fototechnisch kein Gutes. So viele Ausflüge sind ausgefallen, die Familienfeiern waren - wenn sie überhaupt stattgefunden haben - im kleinsten Kreis, Urlaube haben wir größtenteils gestrichen. Naja, und zu Hause, im Alltag, fotografiere ich einfach nicht wirklich viel.


Jetzt sitze ich vor einem recht kärglichen Haufen an Bildern (davon die Hälfte mit Maske vorm Gesicht) und sehe wieder, wie wichtig es ist, Erinnerungen zu schaffen. Für die nächste Zeit nehme ich mir fest vor, auch zuhause die Kamera wieder öfter in die Hand zu nehmen. Wenn ich so rekapituliere, haben wir nämlich trotzdem einiges unternommen, nur eben anders als sonst. Wir waren im Wald, im Garten, in Omas Pool (da haben wir den halben Sommer verbracht), wir haben gebastelt, gespielt, wir sind Fahrrad gefahren und vieles mehr. Ich habe es nur nicht festgehalten, weil es mir so alltäglich schien. Was für ein Unsinn.


Wenn uns dieses Jahr etwas gelehrt hat, dann doch wohl, dass es hin und wieder gar nicht das Schlechteste ist, sich auf die kleinen Dinge im Leben zurückzubesinnen. Wie die Welt aussieht, wenn man einen Gang zurückschaltet. Wenn man nicht mit Vollgas durchs Leben rauscht, sondern ein Stück des Weges zu Fuß geht.


Und dann vor allem - dass man diese kleinen Dinge als Erinnerungen, als lebenswert und bemerkenswert wahrnimmt - nicht mehr und nicht weniger, als tolle Ausflüge, als Urlaub am Meer und große Familienfeste. Was zweiteres nicht weniger liebens- und lebenswert macht. Nur eben nicht allein. 


Klar sind wir genervt von der aktuellen Situation. Klar hat es uns ausgebremst und wir hätten heuer so viel mehr und anderes erleben wollen. Vieles war geplant, vieles ist ins Wasser gefallen. Trotzdem. Wenn ich zurückdenke, war das Jahr alles andere als umsonst. Es war langsamer und bedächtiger. Anders eben. Aber auch heuer gab es Vieles, für das ich heute sehr dankbar bin. Auch wenn ich es in dem Moment nicht als foto- und erinnerungswürdig eingestuft habe.


Ich nehme mir fest vor, den kleinen Dingen wieder mehr Gewicht zu geben und sie als genauso wertvoll und erinnerungswürdig wie die tollen großen Erlebnisse zu sehen. Und die Kamera wieder öfter einzustecken. :D


Auf den Bildern sehr ihr heute mal wieder ein selten gewordenes Exemplar - das wunderbare große Tochterkind. Was ist die gewachsen in diesem Jahr, innen und außen. So ein wundervoller Mensch. Witzig, tiefsinnig, wortgewandt, sensibel und mitfühlend, kreativ. Es macht Spaß, ihr beim Wachsen zuzusehen. Hier seht ihr das Fräulein in einer Lima von Pech und Schwefel - gibt's für Kinder und Erwachsene HIER, und die Teilung eignet sich so genial zum Stoffe-Mischen. Vernäht habe ich dafür den letzten Geniestreich von Sabrina von "Am liebsten Sorgenfrei", die "Feels like fall"-Stoffe (gibt's wie die letzten auch bei Alles-fuer-Selbermacher!!). Die Große hat sich in das Rotkehlchen-Paneel aus Sommersweat sofort verliebt. Die passenden Streifen dazu geben dem Shirt und es ist bereits im Dauereinsatz!


Hasenwilde Grüße
Johanna

Dienstag, 24. März 2020

Arbeitsferien

Ihr Lieben!

Eigentlich wollte ich euch noch ein Update von mir schicken, aber das verschiebe ich aus gegebenem Anlass. Denn alles dreht sich um dasselbe Thema. Corona. Aber das bestimmt halt im Moment auch irgendwie.... naja.... eben alles! Was machen wir also den ganzen Tag? So ganz für uns?


Ich habe ja das große Privileg, dass die Schulschließungssache aufgrund meiner Elternzeit für uns betreuungstechnisch kein großes Problem war. Dass das nicht selbstverständlich ist, weiß ich, und ich fühle mit allen, die sich gerade gefühlt vierteilen müssen, um die Kinderbetreuung auf die Reihe zu kriegen. Als Lehrerin habe ich außerdem genug Material und Know-How, um meine Kinder vormittags ein bisschen bei den schulischen Aufgaben zu unterstützen. Trotzdem haben wir eine Weile gebraucht, bis wir uns eingegroovt haben. Die ersten Tage waren unruhig und gefühlt ewig lang. Erst nach und nach haben wir unser Tempo verlangsamt und einen funktionierenden Tagesablauf gefunden.


Und ich muss sagen, als Familie tut es uns gut. Ich habe den Tag halbwegs strukturiert, damit wir nicht vollkommen im Leeren hängen - und langsam stellt sich Ruhe ein. Die Kinder fahren herunter, ich merke das total. Sie beschäftigen sich wieder ausdauernd und konzentriert mit Dingen, an denen sie Spaß haben, weil eben nicht dauernd der nächste Termin und die nächste Aufgabe wartet. Es ist Zeit da. Daran muss man sich auch erst mal wieder gewöhnen, ne? Mein Mann ist nach wie vor in der Arbeit, tagsüber wuppe ich meine drei also im Alleingang - aber auch das ist nichts Neues.


Vormittags wird also gemütlich gefrühstückt, dann geht's schön langsam an die schulischen Aufgaben. Ich habe die Materialien mit ein paar Tiptois, Lerntheken und der ein oder anderen App aufgestockt, so dass sich die Damen eigentlich bis Mittag freiwillig damit beschäftigen. Die Große hatte diese Woche, abgesehen von den Deutsch- und Matheaufgaben, das Thema Werbung. Und diese Aufgaben haben die Mädels immer gemeinsam bearbeitet. Sie haben Joghurtbecher entworfen, einen Werbespot gedreht, ein Plakat mit Werbesprüchen beklebt und ein eigenes Werbeplakat für ein fliegendes Bett entwickelt. Daran hatten die beiden wirklich viel Freude und ich hoffe sehr, dass das Thema der nächsten Woche wieder ein bisschen kreativen Input für beide hergibt.


Wenn der Bub seinen Mittagschlaf hält, ist Ruhe im Haus angesagt. Ich wusle ein bisschen durch den Haushalt (Frühjahrsputz ist angesagt) oder habe auch Zeit für das ein oder andere Brettspiel mit den Mädels. Die beiden ziehen sich aber auch oft einfach in ihre Zimmer zurück und spielen dort, gemeinsam oder einzelnen, mit ihren Heeren von Schleich- und Playmobilpferden. Schön langsam (nach einer Woche kontinuierlichem Dranbleiben, habe ich das Gefühl, die vielen das-muss-ich-jetzt-endlich-mal-machen-Haushaltsaufgaben lichten sich. Ich habe ganz langsam auch wieder Lust, mich an die Nähmaschine zu setzen oder ein Strickprojekt anzufangen, weil ich nicht ständig einen Berg an abzuarbeitenden Aufgaben im Hinterkopf habe. Noch ist einiges zu tun, aber ich kann schon erahnen, wie genial sich das anfühlen wird, wenn endlich mal ein richtiger Rundumschlag durchs Haus geschafft ist. Allzu viel zusätzliche Zeit bleibt mir mit meinen Dreien am Tag nicht, aber da die Großen jetzt einfach auch mehr Zeit haben, bei der ein oder anderen Sache mitzuhelfen, passiert doch Stück für Stück was. Und wir haben ja Zeit. :)


Nachmittags geht's dann raus. Entweder schwingen wir uns auf die Fahrräder oder laufen zu Fuß ein Stück, sammeln Fichtenzapfen im Wald oder schneiden Stecken für einen Ostertürkranz. Ich bin momentan unglaublich dankbar, dass wir hier am Ende von nirgendwo wohnen und man in jede Richtung laufen oder fahren kann, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Und auch der große Garten hat gerade ja echt Vorteile.


Letzte Woche war uns das Wetter ja sehr gnädig, bei Regenwetter müssen wir einfach sehen, was wir machen. Heute hat mein Mann mit den Mädels einen Starenkobel gebaut, sie haben fleißig gesägt und gehammert und hatten echt Spaß dabei. Auch die Osterdeko steht noch ganz oben auf meiner Liste - wir wollen gern noch Fensterdeko basteln und natürlich ein paar Eier aufhängen.
Abends darf dann auch die ein oder andere Serie laufen und es gibt noch ein bisschen Fernsehzeit, bevor die Kinder in ihre Zimmer verschwinden und da noch ein bisschen lesen oder Hörspiel hören, bevor das Licht ausgeht.


Die seit gestern strengeren Ausgangsregeln machen für uns also nicht wirklich einen Unterschied. Die erste Woche haben wir ganz gut ohne Lagerkoller überstanden und alle sind noch recht guter Dinge. Wären da nicht die täglichen Nachrichten, die mir dann doch regelmäßig eine Falte auf die Stirn werfen.


Die Bilder sind noch vor der Coronakrise entstanden. Die liebe Sabrina von "Am liebsten Sorgenfrei", deren Aquarellzeichnungen (und unglaublichen Macarons) ich regelmäßig auf Insta bewundere, hat tatsächlich eine ihrer tollen Zeichnungen bei Alles-fuer-Selbermacher auf Stoff gebracht. Und ich bin mehr als verliebt. Das Panel mit dem Wal ist der absolute Hammer, aber auch die vier Kombistoffe machen echt was her - und sind für jede Altersstufe geeignet. Verschiedene Blautöne, ein bisschen maritim, schlicht aber mit satten, leuchtenden Farben. Gerade die Aquarellstreifen finde ich einzeln auch absolut fantastisch. Ich habe mich mega gefreut, dass ich ein ganzes Päckchen vernähen durfte!


Für den Kleinsten habe ich eine Issy von Feefee genäht. Kombiniert habe ich hier das Panel mit dem Kombistoff "Circles" - die Issy bietet sich mit ihrer Unterteilung einfach total gut für Stoffkombinationen an.


Die beiden Großen haben sich eine Kaatje von FinnLeys aus den Kombistoffen "Dark Stripes" und "Splash" gewünscht. Den Schnitt habe ich schon vor einer ganzen Weile probenähen dürfen, er ist aber leider noch nicht erschienen. Trotzdem hat mir Katrin erlaubt, das Schnittmuster zu verwenden - die Mädels sind nämlich absolut vernarrt in den Fledermaussschnitt und die Oberteile, die wir bereits haben, sind bereits hundertmal gewaschen und dauergetragen. Die Applikationen haben sich die beiden selber ausgesucht - der Wendepaillettenschmetterling hat sich noch in meiner Applikiste gefunden, die Frottee-Eule hat sich die Große bei Wunderpop ausgesucht.


Ich wünsche euch von Herzen gutes Durchhaltevermögen. Bleibt gesund - und bleibt zuhause! <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

Mittwoch, 19. Februar 2020

Das Midimädchen - eine Liebeserklärung

Ihr Lieben,

ein Kind fehlt noch in meinem Update. Das Sandwichkind. Die Mitteltochter. Noch eine Liebeserklärung.

Ja, wo fange ich an? Im Januar ist sie sieben Jahre alt geworden. Sieben Jahre alt! Ich meine, wie ist das so schnell passiert??? (Ja, ich weiß schon, hab ich bei den anderen beiden auch schon geschrieben. Aber ernsthaft - die Zeit fliegt doch, oder?). Aus meinem Minimäuschen, das immer "die Kleine" war, ist letztes Jahr ratzfatz eine große Schwester und ein Schulkind geworden. Und beide Jobs macht sie unglaublich gut.



Die Miditochter hat eine Fürsorge-Aura um sich. Gerade wenn es um kleine Kinder geht - die kümmert sich. Vollkommen selbstverständlich und mit so viel Geduld, wie man es einer 6/7-jährigen manchmal nicht zutrauen würde. Seien es die beiden Cousins, die sie nebenher mal füttert oder mit ihnen spielt, die kleine Cousine oder eben der eigene Bruder. Wenn sie heimkommt, schnappt sie sich als allererstes das Baby. Sie trägt den Bub ins Wohnzimmer und da wird mindestens 15 Minuten gespielt, gescherzt, gekitzelt, Fangen gespielt und was ihr noch so alles einfällt, um den Bub zum Lachen zu bringen. Sie hat immer ein halbes Auge darauf, ob er sich heimlich aus der Tür schleicht, um dann die Treppe hinaufzuklettern und sie sorgt zuverlässig dafür, dass in seiner Umgebung keine Kleinteile liegen. Er dankt es ihr mit sonnenstrahlendem Lächeln und ausgestreckten Ärmchen.


Aber auch sonst ist sie ein sehr soziales Wesen - das Fräulein integriert sich problemlos in jede Gruppe, hat Unmengen Freunde und verbringt ihre Freizeit am liebsten in Gesellschaft. Ihre neue Leidenschaft ist Witze erzählen, und damit bringt sie jede auch noch so triste Runde dazu, in Minutenschnelle in gut gelauntes, schallendes Gelächter auszubrechen. Und ich glaube, ich hatte in meinem Leben noch nicht so viele Freundebücher im Haus, wie das Midimädchen in den letzten zwei Jahren.


Das Kind ist unglaublich ehrgeizig. Wenn sie etwas können will, dann lernt sie das. Sei es das Radschlagen, das Blockflötenspiel, verschiedene Voltigier-Übungen, Lesenlernen oder Skifahren - das Kind setzt sich etwas in den Kopf und arbeitet dann konsequent darauf hin. Sie übt. Und übt. Sie fällt unzählige Male auf die Nase, steht auf und übt weiter. Und zwar so lange, bis sie es kann. Da führt kein Weg dran vorbei. Das Letzte, was sie gelernt hat, war das Pfeifen. Weswegen sie jetzt eben pfeift. Tagaus, tagein. Manchmal registriert sie selber schon gar nicht mehr, dass sie pfeift. Aber ich. :P Der Vorteil: Man hört immer, wo sie gerade steckt. Wie so eine Kuh mit Glocke um den Hals. :D :D


Ich kenne niemanden, der so schnell kapiert und umsetzt wie meine Mitteltochter. Sie sieht, checkt, und macht. Weswegen ihr das Schulleben unglaublich liegt. Das Kind fliegt federleicht durch alle Fächer, braucht nie Hilfe bei den Hausaufgaben und hat selbstständig ihre Sachen fertig und parat. Sie liest mindestens genauso gut wie ihre große Schwester und löst nebenher sämtliche Sternchen-Zusatzaufgaben, ohne mit der Wimper zu zucken. Die Lehrerin ist begeistert. Ich auch. Auch als Lehrerin muss ich sagen, dieses Kind passt in unser Schulsystem wie das Salz in die Suppe. Der Deckel auf den Topf. Und der Schwanz an den Hund. Sie ist wie dafür geschaffen und liebt die Schule dementsprechend. Und die Schule liebt sie. <3


Zuhause kommt dann aber doch hin und wieder der ausgeprägte Dickschädel der Midimaus zum Vorschein. Manchmal ist er ihr eine Hilfe beim Erreichen ihrer Ziele, manchmal steht sie sich damit aber auch selber im Weg. Sie kann schwer fünfe gerade sein lassen, und die Suche nach einem Kompromiss mit ihr ist hin und wieder harte Arbeit. Ganz klar ist es mir aber lieber, sie testet ihre Grenzen an mir als an jemand anderem. Ich kann damit umgehen. Und ich lieb sie trotzdem. Das muss ich ihr auch regelmäßig sagen, wenn die Wut dann verraucht ist. Das ist das Wichtigste am Dickschädel.


Innen drin ist dieses Kind, das (fast) alles auf Anhieb kann und das in jeder Beziehung unglaublich viel Lob und Erfolg einsammelt, nämlich manchmal gar nicht so selbstbewusst. Sie braucht ganz viel Lob und Bestätigung und oft traut sie sich dann Dinge nicht zu, die eigentlich kein Problem für sie darstellen. Beim Lernentwicklungsgespräch in der Schule habe ich wieder gesehen, dass sie sich selbst wesentlich kritischer einschätzt als ihre Lehrerin. Ich gebe mir bei ihr besonders viel Mühe, ihren Erfolg nicht so sehr am Ergebnis festzumachen, sondern an der Tatsache, dass sie daran gearbeitet und Mühe hineingesteckt hat. Gerade meine Mittelmaus ist ein bisschen gefährdet zu glauben, dass ihr Daseinszweck davon abhängt, wie gut die Ergebnisse sind, die sie erzielt. Was ich total interessant finde, weil die Großtochter nämlich relativ unabhängig von der Meinung anderer und sehr stark für sich arbeitet. Und ich meine, beide vom Prinzip her gleich erzogen zu haben. Jedenfalls muss ich dem Mittelkind immer wieder betonen, dass Anstrengung reicht und das Ergebnis nur zweitrangig ist. Es ist mir echt wichtig, dass sie auch mit Misserfolgen umgehen kann, ohne sich selbst dafür zu zerfleischen - und dass es andersherum keinen Unterschied am Wert der Person macht, wenn jemand länger an einer Aufgabenstellung arbeiten muss als sie. Fehler sind Freunde. Auch bei einem Höhenflug.


Die Midimaus liebt Spiele. Ich spiele auch gern, der Rest der Familie eher weniger. Deshalb sind wir beiden die Brettspiel-Fraktion. Die neueste Errungenschaft ist Ubongo, was wir beide lieben (und da ist sie mir absolut ebenbürtig). Aber auch gemeinsames Puzzeln oder ein Kartenspiel stehen ganz hoch im Kurs, und dafür spatze ich mir hin und wieder auch gern ein halbes Stündchen ab. Spielpartner Nummer eins ist aber die große Schwester. Die beiden sind ja altersmäßig nur knapp zwei Jahre auseinander und teilen die meisten Hobbies und Interessen. Ihr Schleich-Universum ist quasi grenzenlos, und auch mit ihren Kuscheltieren können die beiden stundenlang in ihren Fantasie-Welten versinken. Inzwischen spielen sie auch sehr gleichberechtigt. Während früher oft die Große die Geschichte und das Setting bestimmt hat, und die Mitteltochter eben nur mitspielen durfte, bringen inzwischen beide ihre Ideen gleichermaßen ein. Manchmal kracht es, aber meistens einigen sie sich auf einen Weg, der irgendwie für beide passt. Ich beobachte das so gerne.


Auf den Bildern seht ihr Eindrücke vom ersten Schultag. Das Kleid hat sie sich genau so gewünscht - das Panel dafür habe ich in Tinas Steinblauem Lädchen entdeckt, der Kombistoff ist aus meinem Fundus. Als Schnitt habe ich "Delilah" von Mariele gewählt - die habe ich schon rauf und runter genäht; wenn ich ein gut sitzendes Drehkleid suche, ist der Schnitt immer wieder mein Favorit. Allerdings haben wir mit Gr 140 jetzt die Schlussgröße erreicht, und ich muss mich schön langsam mal nach einem würdigen Ersatz umsehen... :D Die Schultüte ist aus der Kollektion von Alles-für-Selbermacher, nämlich diese hier. Für die große Schwester durfte ich die Schultüte ja probenähen und habe mir ein Exemplar mit Namen, aber ohne Motiv gewünscht. Klar, dass die kleine Schwester das auch so haben wollte. Und weil Nadine ein großes Herz hat, habe ich nochmal ein Leerexemplar zum selbst-gestalten bekommen. <3 <3 Das Fräulein hatte sehr genaue Vorstellungen, was drauf soll, und ich habe die Katze genau nach ihren Wünschen gefertigt - die Webbänder, Schleifchen und die Glitzersteine waren dann aber meine künstlerische Freiheit - ein bisschen Überraschung muss schließlich sein! <3 Klar gabs auch eine Geschwistertüte für die Große! Und dann muss ich euch noch die Schultüten-Erdbeer-Sahnetorte zeigen, die hat mich nämlich fast mehr Arbeit gekostet, als das Kleid, glaube ich - lecker war sie aber allemal! <3


Auch mein Midimädchenist ganz schön groß geworden. Ein soziales, liebenswertes und zielstrebiges Kind - ich liebe es, ihr beim Wachsen zuzusehen. Aber sie soll langsam machen. Und sich noch oft zu mir kuscheln. Ganz oft. <3


Hasenwilde Grüße
Johanna


Mittwoch, 31. Januar 2018

Prioritäten

Hallo ihr Lieben!

Ich habe vorhin geschaut. Im Oktober letzten Jahres habe ich zum letzten Mal gebloggt. 3 Monate ist das nun schon wieder her. Schien mir gar nicht so lang. Ich hatte es ja immer absolut vor. :D :D Aber heute MUSS ich euch mal wieder was zeigen. Und vielleicht auch ein paar Worte darüber verlieren, wie das mit mir und dem Blog so läuft.


Inzwischen treibe ich mich ja schon wieder fast eineinhalb Jahre im Schuldienst herum. Gemäßigte Stundenzahl, so dass der Familienbetrieb nicht komplett zum Erliegen kommt, aber doch drei Tage die Woche. Und ich muss echt sagen - ich bereue es nicht. So wenig ich die Schule in meiner Elternzeit vermisst habe, so viel Spaß habe ich jetzt wieder dran. Meistens jedenfalls. So Tage, an denen alles blöd ist, gibt es auch bei mir. :D


Jedenfalls bin ich seit den Sommerferien von der reinen Fachkraft zur halben Klassenleitung aufgestiegen. Eine liebe Kollegin und ich bewirtschaften nun also mit vollem Herzblut eine dritte Klasse. Ich bin total gern Klassenleitung. Auch halbe. Der Bezug zu den Kindern ist selbstverständlich viel stärker - und auch das, was man so in der Klasse bewegen kann. Aber es steckt natürlich auch viel mehr Arbeit dahinter, als ich im letzten Schuljahr hatte. Das Alltagsgeschäft muss gemacht werden, Schülerbeobachtungen, Elterngespräche, Schülerakten stehen an. Im Moment stecken wir bis über beide Ohren in den Lernentwicklungsgesprächen. Und so sehr dieser Job belohnt, so sehr fordert er auch oft.


Und damit neben dem Job nicht alles andere zurückstehen muss, teile ich meine Prioritäten knallhart ein. Zeit für die Kinder ist Pflicht. Aber ebenso ein bisschen Zeit für mich - hin und wieder Sport, hier und da eine halbe Stunde auf dem Sofa oder auch an der Nähmaschine. Die Schulvorbereitung selbstverständlich. Nebenher muss der Haushalt zumindest grundlegend gemacht sein. Und alles, was darüber hinaus in der Woche ansteht, ist Kür - und wird bei Bedarf rigoros gekürzt. So zum Beispiel das Bloggen. Manchmal auch das Nähen. Sonstige Außentermine. Die Tagesplanung muss so ausgelegt sein, dass ich am Abend zufrieden auf den Tag schauen kann - und er nicht nur aus Arbeit und Pflicht bestanden hat. Ich sehe nämlich nicht ein, nur für die Ferien zu leben. Deswegen steht hier der Blog im Moment manchmal (oder auch öfter) zurück. Das ist aber kein Grund, dass ihr euch Sorgen machen müsst - im Gegenteil. Das ist ein Zeichen dafür, dass ich die richtigen Prioritäten für unser tägliches Glück setzen kann. Und was gibt's schon Wichtigeres?


Auf den Fotos seht ihr heute ein absolutes Lieblingsteil meiner Großen. Das "Chief Lion"-Paneel von Alles-für-Selbermacher ist hier zu einem schicken Oversize Coom-Pulli von Feefee geworden. Der Knopf mit dem indianisch anmutenden Muster auf dem V-Ausschnitt passt da wunderbar dazu, finde ich. Das Schulkind (ja, unglaublich, oder?) ist hocherfreut und der Pulli durfte die Schule schon das ein oder andere Mal besuchen. Nachdem die Appliziererei ja doch immer recht aufwendig ist und ich keinen Plotter habe, fange ich echt an, die Vorteile von solchen Paneelen zu schätzen - die Mädels mögen die Aufdrucke nämlich total gern. Und unser Chief Lion ist schon besonders cool, oder?
Die Mütze ist übrigens selbst gehäkelt! In den Weihnachtsferien war mir irgendwie nach Handarbeit, aber nachdem ich das Nähzimmer neu sortiert habe war die Nähmaschine (bzw. der passende Schreibtisch) unbenutzbar... da musste ich ausweichen! Für einen Häkelhonk finde ich sie gar nicht so schlecht, oder was meint ihr? <3


HIER findet ihr den Stoff
und HIER den Schnitt!

So, ich hoffe, dass wir uns demnächst wieder öfter lesen - aber versprechen kann und werde ich nichts. Wenn Zeit und Lust da ist, bin ich hier. Früher oder später. Bis dahin - macht's euch fein!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Schultütenglück

Auf Facebook hab ich sie ja schon gezeigt - jetzt gibt es hier nochmal die gesammelten Bilder in all ihrer Pracht. Das sicherlich wichtigste Werk des Jahres. Die Schultüte.


Ich beschwere mich hier ja schon öfter mal, dass meine Mädels so unverschämt schnell wachsen. Aber ein Kind mit Schultasche auf dem Rücken und Schultüte in der Hand - das ist nochmal eine vollkommen neue Kategorie an "groß"...


Mein großes Mädchen hat also den nächsten Schritt gemacht. Unser erstes Schulkind. Auch als Lehrer ist es total interessant, diese Schülersache mal von der anderen Seite aus zu sehen zu bekommen... :D


Sie war auf alle Fälle mehr als bereit für die Schule und hat sich sehr darauf gefreut. Auch wenn sie den Kindergarten hin und wieder vermisst, gab es bisher noch keine Klagen, wenn es in die Schule ging - und das freut mich unglaublich. Eigentlich ist das der wichtigste Anspruch, den ich an die Schule habe - dass meine Tochter sich dort wohlfühlt und gern hingeht. Und ich freue mich wie ein Schnitzel, dass das bisher genau so der Fall ist.


Wir haben für unsere Maus aus verschiedenen Gründen die Montessorischule hier in der Nähe ausgesucht. Die Entscheidung ist uns Anfang des Jahres gar nicht so leicht gefallen, aber wir sind absolut glücklich damit jetzt. Unser großes Schulkind genießt die Tage dort sichtlich und kommt entspannt und zufrieden nach Hause - und das, obwohl sie dort jeden Tag bis 13.00 Uhr Unterricht hat. Das ist total schön zu sehen.


Auf die Hausaufgaben könnte sie allerdings gut verzichten. Ich muss immer grinsen, wenn sie mir erklärt, dass sie ja wohl vormittags schon genug gearbeitet und sich ihre Ruhe verdient hat! :D :D Tja, so geht es mir auch hin und wieder, wenn ich den Berg Haushalt oder einen Stapel Hefte zum Korrigieren vor mir habe... Meistens setzen wir uns dann eben gemeinsam hin, und jeder erledigt seine Arbeit. Damit hinterher Zeit zum Spielen ist. Das klappt dann ganz gut.


Der erste Schultag war eine unglaublich spannende Sache. Wie sie da stand, die Tüte in der Hand und die Schultasche auf dem Rücken.... Und mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit in das Klassenzimmer marschiert ist, ohne sich nochmal umzudrehen. Wahrscheinlich war der Tag aufregender für mich als für sie.


Nachmittags gab es Kuchen und die Omas sind vorbeigekommen, um sich einen Erlebnisbericht abzuholen, die Schultüte zu bewundern und natürlich noch das ein oder andere kleine Geschenk zu überreichen. Eigentlich hätten wir nach dem Tag ganz gut wieder ein paar Tage Ferien vertragen können, so aufregend war das... ;)


Inzwischen ist der Alltag eingekehrt. Die Schule und das Schulkind sind schon fast zur Selbstverständlichkeit geworden - und schön langsam werde ich dann doch mal die wundervolle "Schulkind"-Wimpelkette in der Küche abhängen. Heimlich. Offiziell meint die Tochter nämlich, die Wimpelkette kann erst weg, wenn sie kein Schulkind mehr ist. :D :D Aber so lange will ich dann doch nicht warten... ;)


Jedenfalls kamen die Schultüten-DIY-Sets von Alles-für-Selbermacher dieses Jahr wie gerufen. Bereits im Frühjahr durfte sich das Tochterkind ein Wunschexemplar aussuchen, das ich dann nach ihren Wünschen verziert habe (natürlich mit Pferd. Ohne Pferd geht ja gar nix hier im Haus.). Eine Geschwistertüte gab's dann kurz vor knapp natürlich auch noch, von der gibt's allerdings keine Fotos - die sind im Schulanfangstrubel irgendwie untergegangen... Falls ihr jedenfalls nächstes Jahr auch einen Schulanfänger im Haus habet, kann ich euch jedenfalls nur ans Herz legen, die Augen bei Alles-für-Selbermacher offen zu halten. Ich bin mir sicher, dass sie auch nächstes Jahr wieder eine bunte Variation an Schultütenideen zum Selbernähen bereithalten - solche, bei denen man eigentlich nur noch die Außennähte schließen muss und auch solche, bei denen man die Verzierung (so wie ich) selbst übernehmen kann. Komplett mit Papprohling, Knöpfen zum Beziehen und Kordel zum Binden. Einfach geht die Schultütenbastelei nämlich beim besten Willen nicht!


Hasenwilde Grüße
Johanna

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Anschluss

Huhu ihr Lieben!
Es herbstelt ordentlich, und ich habe das Bedürfnis, den Sommerstaub vom Blog zu blasen. Seit den entspannten Sommerferien hat sich hier einiges getan. Das Haus Hasenwild ist zum Beispiel um ein Schulkind reicher. Die genähte Schultüte habe ich auf Facebook schon gezeigt, aber hier bekommt sie (wie es ihr zusteht) nochmal eine ganz eigene Geschichte - ganz bald. Denn im Moment nähe ich wieder mit ganz viel Schwung und Elan und habe euch einiges zu zeigen!


Ja, der Alltag hat sich (wohl oder übel) wieder eingependelt. Ich liebe sie ja sehr, die Sommerferien. Ich habe immer das Gefühl, dass meine Mädels in der Zeit einen riesigen Entwicklungsschub machen. Alles, was sich so über's Jahr im Kindergarten (und jetzt auch in der Schule) so anbahnt, bricht dann in den Sommerferien durch. In der Zeit, in der die Kids wirklich durchschnaufen können. In der wir kaum Termine haben, in den Tag hineinleben, den größten Teil unserer Zeit draußen verbringen und auch meistens unseren Familienurlaub genießen.


Wenn wir dann langsam wieder in den Alltag einsteigen, Job und Kinder und Hobbys alle unter diesen einen Familienhut müssen und vieles, was wochenlang geruht hat, wieder anläuft, stelle ich dann erst richtig fest, wie meine Mäuse gewachsen sind. Und freue mich über die vielen neuen Möglichkeiten, die sich dadurch eröffnen.


In der vorletzten Woche, gerade war wieder alles angelaufen und wir waren noch so ein bisschen am orientieren im neuen Alltag, war dann plötzlich das Netz weg. Das Telefon tot, das Internet futsch. Und das nicht nur bei uns, sondern in einigen Häusern im Dorf. Nachdem ich noch zu den altmodischen Menschen gehöre, deren Handy ausschließlich im heimischen Internetz online gehen kann (und der Göttergatte sein smartes Telefon im Meer versenkt hat), waren wir tatsächlich ziemlich empfangslos. Von der Außenwelt abgeschnitten. Dachten wir zumindest.


Was sich da am Anfang einstellt, ist ganz klar: Pure Panik. Was einem schließlich alles entgeht, wenn man weder telefonisch noch sonstirgendwie erreichbar ist. Keine Emails abrufen kann. Keine WhatsApps. Über die doch alle Fahrgemeinschaften organisiert werden. Nada und niente. Schrecklich. Und dann kommt die überaus hilfreiche Telekom, die selbstverständlich anbietet, bei nächster Gelegenheit einen Techniker zu schicken. So etwa Mitte Oktober. Man bedenke, dass das jetzt knapp 2 Wochen her ist. (Zu ihrer Verteidigung muss ich sagen, dass sie ja dann doch wesentlich schneller waren. Aber eine knappe Woche war's dann doch).


Ein Teil des Dorfes ging also auf direktem Wege zurück ins Mittelalter. Und kommunizierte über Boten. Persönlich. An der Haustür. Und niemand hatte mehr Spaß daran als meine Kinder. Die Botengänge übernahmen nämlich meistens die Kinder - und die blieben dann auch gern mal noch ein bisschen zum Spielen. Und natürlich sind auch wir auf dem Weg von Haustür zu Haustür viel mehr herumgekommen als sonst. Und auch mal wo hängen geblieben. Und wisst ihr was? Nach ein paar Tagen erinnert man sich. Dunkel. An früher. Als wir noch Kinder waren. Und auch irgendwie unsere Fahrgemeinschaften auf die Reihe gebracht haben. Ohne Handy. Ihr glaubt es nicht, aber das GEHT. Ich weiß das jetzt wieder. Aber....


...trotzdem bin ich froh, dass wir wieder Anschluss haben ans Internetz. Die große weite Welt im Wohnzimmer. Denn trotz all seiner Tücken - wie hätte ich sonst von dem wunderbaren neuen Jerseypanel von Alles-für-Selbermacher nach dem Design von Wildblume erfahren?? Womöglich hätte ich es dann gar nicht vernähen können. Und das wäre doch wirklich ZU schade gewesen - denn es passt doch so schön in den Herbst...
Genäht habe ich eine Vanja von Meine Herzenswelt. Mit dem neuen Tutorial für die Raffung der Seitenpassen gefällt sie mir sogar noch besser - und die Kleidvariante lässt sich super über Leggings tragen (und was anderes geht bei unserer Kleinen ja wirklich gaaaar nicht... ;) ). Die zuckersüße Fee tut ihr Übriges, damit das neue Kleid bereits ein Renner im Kleiderschrank ist.

Hier könnt ihr einen genaueren Blick auf das Panel werfen:
https://www.alles-fuer-selbermacher.de/Jersey---Paneel---Pilzfee---Wildblume-Illustration---abby-and-me-

Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 24. April 2017

Ferienvergnügungen

Hach, jetzt sind sie schon wieder vorbei, die Ferien. Schade eigentlich. Ich hätte schon ganz gut noch zwei Wochen so weitermachen können. Aber gut. :D Mein Vorteil ist ja, dass ich montags frei habe und damit immer noch einen Tag dranhängen kann, um die Kurve zwischen Ferien und Schule zu kriegen. Einen Tag, um die letzten Dinge zu erledigen, die in den Ferien erledigt werden sollten, um die Unterrichtsvorbereitung wieder auf Vordermann zu bringen und den Haushalt wieder auf Arbeitsmodus umzustellen. Und vielleicht, um noch schnell einen Blogpost dazwischenzuschieben. :D


Schön waren sie, unsere Ferien. Die erste Woche war, wie jedes Jahr, geprägt von den österlichen Vorbereitungen. Eier färben, Osterfladen backen, all diese schönen Ostersachen, an denen nicht nur die Kinder, sondern genauso ich Freude haben. Der Ostersonntag wird dann traditionell bei meiner Familie verbracht und es gibt ein großes Osterbrunch.


Meine Schwestern reisen an, die sonst in ganz Deutschland verteilt sind, meine Großeltern sind da, die Kinder wuseln dazwischen und es gibt ein richtig fettes Frühstücksbüfett, bei dem für alle was dabei ist. Von vegan über vegetarisch über Osterschinkenliebhaber bis hin zum Käsefetischisten bleiben da keine Wünsche offen. Mmmmmh. :D Hinterher dürfen die Kinder ihre Osternester suchen und man ratscht sich mit gut gefülltem Bauch fröhlich durch den Nachmittag. Schade eigentlich, dass Ostern nur einmal im Jahr ist. :D


Heuer gab's für die Kinder ein besonderes Highlight - wir waren am Ostersonntagabend bei einer lieben Freundin zum runden Geburtstag eingeladen. Sie wohnt im Allgäu, etwa zweieinhalb Stunden Fahrstrecke von hier, und so haben wir  uns das Wohnmobil von Oma und Opa ausgeliehen und einen Kurzurlaub dort geplant.


Die Feier selber fand in einem Jugendhaus mit Übernachtungsmöglichkeit statt - da durfte das Wohnmobil unbewohnt vor der Tür stehen bleiben. Schon eine tolle Sache, eine Feier mit Übernachtung im Haus. Die Kinder sind fröhlich zwischen Zimmer und Feierlichkeiten hin und her gewuselt und konnten es gar nicht erwarten, endlich zum Schlafen in die Stockbetten (!!) gebracht zu werden - und wir Großen konnten danach noch ohne Stress und schlechtes Gewissen in Reichweite der Mädels ein bisschen weiterfeiern.


Am nächsten Tag gab's noch ein gemeinsames Frühstück, dann sind wir ins Wohnmobil umgestiegen. Leider hat uns das Wetter einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Termperaturen lagen um die Null Grad, und begleitet wurden wir von anhaltendem Schneeregen. Bäh. Aus der Bergwanderung, die uns eigentlich vorschwebte, ist also nichts geworden. Stattdessen haben wir den WoMo-Stellplatz der Therme in Bad Wörishofen angefahren. Leider sind da Kinder erst ab 16 Jahren erlaubt, und das sogenannte "Sport-und Spaßbad" entpuppte sich als relativ unspektakulär und dafür recht hochpreisig. Da wollten wir eigentlich dann nicht rein. Nachdem wir zwei Stunden im Wohnmobil verbracht und auf besseres Wetter gewartet hatten (welches nicht in Sicht war), haben mein Mann und ich beschlossen, uns dem Mistwetter zu ergeben und nach Hause zu fahren.


Ha, habt ihr schon mal versucht, mit Kindern einen Urlaub zu kürzen? Ja? Ihr hättet die Gesichter sehen sollen. "Aaaaaber ihr habt es uns versprooochen! Und es ist doch schon alles hergerichtet! Und wir würden doch so gern im Wohnmobil schlafen!". Das ganze mit tränendurchflossenem Dackelblick mal zwei. :D Naja, und eigentlich soll man sich vom Wetter schließlich auch nicht aufhalten lassen. Wir haben also kurzentschlossen die Badetaschen gepackt und doch noch eineinhalb Stunden im Bad verbracht, was dann auch echt okay war. Immerhin gab's zwei Rutschen, die die Damen ausführlich genutzt haben. Abends sind wir mitsamt Wohnmobil in die Stadt hineingefahren und haben uns eine leckere Pizzeria gesucht. Und hinterher die Zeit im gut geheizen Wohnmobil mit Spielen und Lesen verbracht. Ein leckeres Frühstück am nächsten Tag war auch noch drin, und nach einem Besuch im riesigen Dehner-Gartencenter auf dem Heimweg waren alle Beteiligten dann doch sehr glücklich mit dem gewonnenen Urlaubstag. Hatten sie Recht, die Kinder. Was stört uns das bisschen Eisregen. :D


Die restliche Woche hatte der Göttergatte frei, und wir haben die Zeit genutzt, um einiges Abzuarbeiten, was schon lang auf der To-Do-Liste steht. Begleitet von jeweils einem gemütlichen Ausschlaf-und-dann-ordentlich-Frühstücken-Tagesstart. Kann man wieder machen, ganz ehrlich! :D


Nachdem jedenfalls der April so wechselhaft wie eh und je daherkommt und von morgendlichem Frost bis Kurze-Ärmel-Temperaturen in der windstillen Ecke so ziemlich alles dabeihat, zeige ich euch heute ein besonders wandelbares Outfit. Die "Sommerliebe ^3" von der Drahtzieherin war letztes Jahr schon einer meiner Lieblingssommerschnitte - und die Tunikaversion gefällt mir und den Mädels am besten. Schon, weil der Sweety-Kitz-Stoff, den Nikiko für Alles-für-Selbermacher designt hat, mit den Glitzerrehen ein absoluter Mädchentraum ist... :D Wie so oft machen die Tüddeleien aus dem Namijda-Shop das Tüpfelchen auf dem i aus - das cognacgelbe Minischleifchen, die Perlmuttperlen an den Trägern oder die Häkelborte unten an der Tunika. <3 Kombiniert mit der stylischen BiGGi-Bikerleggings von Feefee (ich liebe ja die Bieseneinsätze) und einem Langarmshirt im Moment auch bei frischeren Temperaturen gut tragbar - und im Sommer dann mit kurzer Leggings oder "ohne alles" im Einsatz. Die Tunika wächst durch die Spaghettiträger zum Binden auch total gut mit, die wird uns sicher noch eine ganze Weile begleiten. Heute musste sie trotz Tomatensuppen-Flecken unbedingt mit in den Kindergarten. Mal sehen, ob ich sie zumindest heute Abend in einem unbeobachteten Moment in die Waschmaschine bugsieren kann... ;)


Hier findet ihr den supersüßen Sweety-Stoff mit den Glitzerrehen:

Jersey - Sweety - Glitzer - HafenKitz - NIKIKO

Hier geht's zur Bikerleggings BiGGi (bei Feefee gibt's übrigens grade 15%, habe ich gesehen - falls ihr die Gelegenheit gleich schnell nutzen wollt! :D Und den Schnitt gibt's auch für uns Große!!):


Und da gibt's die Sommerliebe:

Sommerliebe³  Anleitung und Schnitt für ein Trägertop/-Tunika/-Maxikleid - Nähanleitungen bei Makerist sofort runterladen


Ich widme mich dann mal wieder meinem Übergangstag und stimme mich mental wieder auf das Schulleben ein... Ommmmm.... :D

Hasenwilde Grüße
Johanna