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Freitag, 31. Januar 2020

Babybub - eine Liebeserklärung

Ihr Lieben,

weiter geht's mit meinem Update. Heute im Fokus: Der Babybub. Der eigentlich schon gar kein Baby mehr ist, sondern vor zwei Wochen offiziell zu den Kleinkindern gewechselt. Zumindest alterstechnisch.
1 Jahr alt ist der kleine Herzensbrecher. Leute, wo ist denn dieses Jahr hin? Ich habe das Gefühl, jedes Kind wächst noch schneller als das letzte. Unglaublich. Also, was treibt er, der kleine Mann?


Er krabbelt. Noch. Überallhin, überallhoch und in einem Tempo, das ich manchmal auch im Stechschritt nicht toppen kann. :D Die größte und liebste Herausforderung im Moment: Die Treppe in den ersten Stock. Solange er keine Türen öffnen kann, ist er ja in unserem kombinierten Wohn- und Esszimmer so weit sicher, deshalb wird das Treppengitter unten erst installiert, wenn er die Tür selbstständig öffnet. Er lauert aber. Immer auf dem Sprung, wenn die Esszimmertür aufgeht. Dann krabbelt er in doppelter Lichtgeschwindigkeit auf den sich öffnenden Spalt zu und zwängt sich nach draußen, um schnurstracks die Treppe anzusteuern und in Windeseile nach oben zu klettern. Leider neigt er manchmal noch dazu, sich auf den Stufen unterwegs hinzusetzen - und wo der süße Windelpo dann landet, kann er noch nicht wirklich abschätzen, das kann auch gut mal neben der aktuellen Stufe sein. Deshalb muss ihn immer jemand verfolgen. Sicherheitshalber.


Das Laufen interessiert ihn hingegen noch nicht wirklich. Klar läuft er überall entlang, aber frei stehen findet er gruselig. Den Lauflernwagen schiebt er hingegen mit Hingabe. Dadurch, dass er nicht lenken kann, landet er aber notgedrungen in kürzester Zeit an irgendeiner Wand damit. :D Aber wir haben keinen Stress und er hat alle Zeit der Welt. <3


Dafür kommuniziert das Kind mit Begeisterung. Nachdem die beiden großen Schwestern schon unglaublich früh geredet haben, wundert mich das auch nicht wirklich. Allerliebstes Lieblingswort: "Maaamaaaa!". Durchgehend. Zu jeder Tages- und Nachtzeit in den unterschiedlichsten Betonungen. Damit ist auch schon fast alles gesagt, ne? Alle Tiere mit vier Beinen sind "Mmmmmmmmh" (Muh), und das Pferd macht "Brrrrrrr". Auch der "Papa" steht hoch im Kurs, und natürlich alle seine Fahrzeuge, die er mit "Brmmmm" und "Nönnönn" durch die Gegend schiebt, manchmal ist auch ein "Tütüt" dabei. 


Den restlichen Redebedarf deckt das Kind auf russisch. Oder so. Ich verstehe es jedenfalls nicht, wenn es mir mit ernster Miene einen Text aufs Auge drückt, der sehr glaubhaft nach einer Fremdsprache klingt. :D


Was mag er noch? Die Flasche. Seit ich ihn auf seinen Wunsch vor etwa vier Wochen abgestillt habe, hat er entdeckt, dass es jetzt dieses wunderbare Nachtmahl gibt. Warm serviert und viel auf einmal. Er hat in der Nacht so oft nach der Flasche verlangt, dass er tagsüber problemlos das Essen verweigern konnte. Weswegen ich die Pulverdosierung direkt heruntergefahren habe. Jetzt schmeckt die Milch nicht mehr ganz so lecker, das Kind trinkt in der Nacht nur noch die Hälfte und hat auch tagsüber wieder Hunger. Rabenmuttertrick und so.


Ja, Essen ist tatsächlich ein Thema mit diesem Kind. Ein großer Breifan war er noch nie. Aber auch sonst ist er recht wählerisch, was seine tägliche Kost angeht. Im Gegensatz zu seinen Schwestern, die in seinem Alter noch von allem begeistert waren. Aber es wird. Morgens gibt es meistens Vollkornbrot oder -toast mit Frischkäse, dazu verschiedenes Obst, was der Obstkorb so hergibt. Mit den harten Sorten tut er sich noch schwer, eine weiche Birne, Honigmelone oder Blaubeeren stehen aber recht hoch im Kurs. Mittags sehe ich zu, dass der kleine Kerl bei uns mitessen kann. Favorit sind hier definitiv Suppen aller Art. Gemüsesuppe, Nudelsuppe mit Gemüse, Grieß- oder Pfannkuchensuppe, immer mit viel Gemüseeinlage, isst er gern. Nudeln sind nicht so sein Ding (wenn sie nicht in der Suppe schwimmen), auch mit Reis kriegt man ihn nicht wirklich satt - da beißt er einfach noch zu lange darauf herum, um nennenswerte Mengen in den Magen zu kriegen. Gemüse ist tagesabhängig - je mehr er selbst mit der Hand essen darf, desto besser. Ansonsten mag er Fruchtmark ganz gern - am allerliebsten in Quetschieform. Die gibt's aber nur hin und wieder. :D


Letzte Woche hat sich der Knirps eine ordentliche Bronchitis eingefangen, das war aber tatsächlich das erste Mal, dass er krank war - und er war ganz gut zu haben in der Zeit. Nur die Inhalationen waren nicht sein Ding. Verständlich. Inzwischen ist er wieder fit, und wenn ihm sonst nichts fehlt, ist er ein sehr gechillter Zeitgenosse, der sich auch lang mit sich selbst beschäftigen kann und seine Umwelt durch ein sonniges Strahlen beglückt. Manchmal ist er ein richtiger Kasperl und bringt die ganze Familie zum Lachen. Die Nächte sind von diversen Hungerattacken unterbrochen, aber er schläft danach immer sofort wieder ein, deswegen nehme ich ihm das nicht übel. Inzwischen haben wir uns auf einen einzigen Mittagsschlaf am Tag geeinigt, den der Bub dafür oft 2-3 Stunden ausdehnt. Was mit dann wieder Zeit gibt, auch mal einen Blogeintrag zu verfassen, ne? :D


Das Highlight des Tages ist nach wie vor, wenn die beiden Schwestern von der Schule kommen. Der liebt die zwei so hart, es ist unglaublich süß. Da juchzt er und krabbelt in Rekordtempo auf sie los. Und die zwei, besonders das Mittelkind, belohnen ihn mit allerhand Späßchen, Geknuddel und wilden Rennen auf dem Pukylino. Wenn sie alle drei durchs Wohnzimmer tollen, kann ich vor lauter Glück im Herz die Zeit gar nicht zum Arbeiten nutzen. Weil sie so süß sind. Weil ich sie so liebe. Weil sie meine drei herzgeliebten Hasenkinder sind. Wie froh bin ich, dass ich sie habe. <3 <3 <3


Auf den Bildern seht ihr den Babybub (jaja, ich weiß schon, aber Kleinkindbub klingt doch doof, oder? Außerdem muss das jüngste Kind zeitlebens das Baby bleiben. Basta. :D) in einem zuckersüßen Outfit aus einem Ferdinand-Hoodie von rosarosa und einer Käpt'n Flóki-Hose von rabaukowitsch. Den süßen MiniHome-Jersey durfte ich für Trolinum vernähen, und da habe ich auch den passenden Fischgrätsweat her, aus dem ich die Hose genäht habe. Das Set ist mega kuschelig und der Bub trägt es total oft bei diesem nieseligen Frierewetter. 

So, jetzt muss ich die kostbare Mittagsschlafzeit aber flott für die Wäsche nutzen, bevor die Großen vor der Tür stehen und nach Futter verlangen... :D


Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 4. November 2019

herbstbunt

Heute morgen hat die Sonne geschienen, vom strahlend blauen Himmel.


Weil abzusehen war, dass das wunderbare Herbstfeeling mit den letzten bunten Blättern und der Sonnenschein nicht lange anhalten, habe ich mir den Babybub in der Trage auf den Rücken gepackt und bin schon frühmorgens eine ordentliche Runde gelaufen.


Mit Blätterrascheln, Sonnengekitzel auf und Herbstduft in der Nase. Und einem Hörbuch. Zeit für mich, Baby auf dem Rücken oder nicht. Ich suche schließlich das Hörbuch aus. :D


Wir waren knapp eine Stunde unterwegs und sind durch den Herbst gestapft. Also, gestapft bin hauptsächlich ich. Der Babybub ist auf meinem Rücken selig eingeschlafen.


Dass er eingeschlafen ist, war eher semioptimal, denn den Vormittagsschlaf, den ich gerne für allerhand Haushalt und eine entspannte Dusche nutze, konnte ich dann natürlich knicken. Und das Baby stand beim Duschen an der Scheibe der Duschkabine und hat mich klopfenderweise zur Eile angehalten. :D Aber eine Stunde Me-Time im herbstlichen Sonnenschein ist eine Stunde Me-Time im herbstlichen Sonnenschein, Vormittagsschlaf hin oder her. Und die habe ich sehr genossen. :)


Auch sehr herbstlich ist mein neuer Walkrock nach dem Schnittmuster "Wien" von Pech und Schwefel. Den Walk habe ich vor Jahren mal für eine Kinderjacke gekauft, die ich nie verwirklicht habe. Auf der Suche nach dem passenden Stoff für "Wien" ist er mir dann aus dem Stoffregal quasi in den Schoß gefallen. Und, ganz im Ernst, einfacher kann man keinen Rock nähen. Walk braucht man weder versäubern noch säumen, und so ist das gute Stück mit zwei Nähten und einem Bündchen fertig. Tatsächlich ein 15-Minuten-Projekt. Mein Walk dehnt sich leicht und ist super angenehm - am liebsten mag ich darunter noch einen Unterrock, das macht den Rock noch ein bisschen feiner. Obendrüber habe ich mir eine Filou von Feefee in absoluter Basicversion genäht. Den Sweat und die passenden Bündchen (in exakt derselben Farbe!!!!! Ist das cool oder ist das cool?????) hab ich mir bei Tina von Steinblau bestellt. Voll mein Ding, das Outfit. Herbstbunt. Ich mag's.


HIER findet ihr das Schnittmuster "Wien" von Pech und Schwefel. Kann man übrigens in vier Längen nähen - ich hab hier die kurze Version gewählt!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Dienstag, 8. Oktober 2019

kastaniengefüllt

Ihr Lieben,

heute hab ich mal wieder was vom Babybub für euch. Der süße Kerl macht einen Schub nach dem anderen, ich sags euch - und inzwischen macht das Fotoshooting mit ihm richtig Spaß, ist aber auch echt anstrengend! Hier ein kleines Update mit ganz vielen süßen Fotos!


Inzwischen setzt sich der kleine Kerl zuverlässig selbstständig hin. WOHIN, das ist ihm vollkommen schnuppe. Wenn da ein Blumentopf, ein Fuß, oder ein Hausschuh im Weg steht, rutscht er mit dem kleinen Windelpops einfach so lange hin und her, bis da Platz ist zum Sitzen. Die Sitzplätze seiner Wahl sind nämlich alternativlos. :D :D


Er zieht sich hoch. An allem. Und jedem. Er steht im Laufstall, am Kamingitter, an Stühlen, Tischbeinen, Menschenbeinen, Regalen, am Sofa und bei Bedarf auch im Schlafsack im Bett. Zur Schlafenszeit, versteht sich. Die Taktik ist einzigartig: Aus dem Knien hochschieben, so dass er quasi auf der Oberseite der Zehen steht, dann dreht er die Füße richtigrum. Und quittiert seine neue Lage mit einem begeisterten "Ouiiiiiiiiiiiii!"


Und er krabbelt. Wie eine Rakete. Dabei wackelt der kleine Windelhintern wie ein kleiner Propeller hin und her, wenn er in rasendem Krabbelgalopp durch die Räume fegt. Was heißt, notgedrungen wird hier gerade wieder viel geputzt. Denn jede Staubflocke, die an den kleinen Händen hängen bleibt, wird hingebungsvoll abgeleckt. Mjam.


Der kleine Held ist außerdem ein bisschen verdellt. Denn manchmal schieben die Füße schneller, als die Hände krabbeln können, und das Hirn tritt einen steilen Sinkflug Richtung Fußboden an. Stein, versteht sich. Hin und wieder testet er auch, ob er schon ohne Festhalten stehen kann. Kann er nicht. Und kippt rückwärts um wie eine kleine Statue. Mit einem sehr verblüfften Gesichtsausdruck, der fast schon wieder lustig ist.


Jetzt kommen wir zu den ernsten Themen des Lebens: Das Essen. Feste Nahrung findet der Kerl immer noch so naja. Also, an die Lieblingsnahrungsquelle unter Mamas Oberteil kommt das Breizeug ja beileibe nicht ran. Leider tendiert er deswegen dazu, sich nachts den Bauch vollzuschlagen, um tagsüber meine Breiangebote großzügig ausschlagen (bzw weitschweifig ausspucken) zu können. Aber es wird. Der abendliche Pre-Milch-Brei scheint ganz in Ordnung, und überhaupt ist alles interessant, was er inzwischen schon hier und da vom Familientisch probieren darf. Gedünstete Kartoffel- oder Karottenstückchen, Gurke oder ein Stück Vollkornnudel. Manchmal kommen die Stückchen dann beim Zu-Bett-Bringen vor der abendlichen Stillmahlzeit aber auch wieder zum Vorschein. Leicht ausgelutscht.


Zähnchen hat der Babybub inzwischen zwei. Das reicht auch, finden wir, so nörgelig wie der beim Zähnekriegen wird. Zwei ist vollkommen genug. Echt. Mein Papa hat die Theorie, dass die Bernsteinkette, die ihm das Zahnen erleichtern soll, die Zähne alle drinnen hält - und würde ich ihm die mal abnehmen, würde das ganze Gebiss auf einmal heraushüpfen. Wer weiß. Ich teste das aber lieber nicht. Erst, wenn er alt genug für Schmerztabletten oder sowas ist. :D :D


Der Schlaf. Mh. Leidiges Thema. Klappt phasenweise gut. Und dann eben auch nicht. Nachdem sich der junge Herr ja nachts immer sattfuttern muss, unterbreche ich die Nächte momentan eher häufiger - aber nach dem Essen schläft er normalerweise sofort wieder ein, und auch morgens ist er normalerweise vor halb acht/halb neun nicht freiwillig aus der Nachtruhe zu holen. Geschlafen wird im Moment nur mit Nachtlicht, weil der Bub bei Dunkelheit die komplette Krise bekommt. Aber was tut man nicht alles - wenn er dann schläft. Süß ist er nämlich schon im schlafenden Zustand. Sehr süß.


Das herbstliche Outfit ist komplett aus Schnitten von Rabaukowitsch entstanden - die Hose, Käptn Floki, stand schon ganz lang auf meiner Liste. Davon brauche ich unbedingt auch noch so eine lässige Knickerbocker-Version, die finde ich soo soo süß! Hier habe ich sie aus etwas festerem Strickstoff von Namijda genäht und mit Lederpatches gepimpt. Und mit Paspel. Wenn ich Ingas Schnitte nähe, fällt mir immer wieder ein, wie viel Spaß Paspeln machen. Ich hab gleich vorsichtshalber wieder einen ganzen Schwung bestellt, damit ich das nicht nochmal vergesse.


Die Mütze heißt Käptn Kukka, und ihr findet sie bei mir immer wieder - für den Babybub ist das schon die dritte Version. So lässig - da kommt kein anderer Mützenschnitt ran!! Und aus dem Strick und mit Bündcheneinsatz hält sie auch im Herbst den kleinen Babykopf kuschelig warm!


Und jetzt der Pulli. Der ist neu, heißt Schlawittchen, und ich durfte ihn probenähen. So ein endgenialer Schnitt, echt! Im Schnitt ist ein Cardigan mit Knopfleiste oder Reißverschluss enthalten, aber für den kleinen Kerl fand ich die Pulliversion einfach superpraktisch! Den gelben Kuschelsweat hab ich bei Tina von Steinblau gekauft, und kombiniert habe ich mit einem Reststück Sweat und Dreifach-Paspel. Die Seitenpassen kann man ganz raffiniert mit Tascheneingriffen verbinden, und auch die Rückenpasse macht echt was her. Sieht er nicht zum Knutschen aus, der kleine Held?
HIER findet ihr den Schlawittchen-Schnitt. Den muss man haben. Das sag ich nicht nur so, das meine ich. Mit jeder Faser. Ehrlich!!! Und eigentlich braucht man auch die Floki und die Kukka!!!


Übrigens hat er beim Fotografieren jede dieser Kastanien mindestens einmal im Mund gehabt. JEDE. Auf manchen Bildern sieht man das. Die Hamsterbacken sind also nicht angeboren, sondern nur kastaniengefüllt. :D :D


Da habt ihr heute aber eine volle Babybilderdröhnung bekommen. Aber was sein muss, muss sein. Die zweite Kombi mit einem genähten Schlawittchen ist aber auch zuckersüß, wartet nur ab... <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 6. Februar 2017

Geschwisterigkeiten

Hahaaaaa! Da staunt ihr, oder? Ich schon wieder! :D :D
Ich habe euch ja schon von kranken Kindern und so erzählt, und dass die Zeit dann immer langsamer läuft. Und ich plötzlich Zeit für Dinge habe, die ich sonst nicht schaffe. Weil ich meine Schwerpunkte anders setze. Der Haushalt darf mal liegen bleiben und die das-kann-ich-auch-in-Rufweite-vom-Sofa-tun-Jobs treten an erste Stelle. Darf auch mal sein, oder?


Wobei ich zugeben muss, so krank ist das große Kind gar nicht. Eigentlich kaum. Oder nicht mehr. Aber lasst mich von vorne anfangen.


Gestern haben wir uns einen wunderbaren Sonntagnachmittag gemacht. Ich hatte mit den Mädels Karten für ein Kinderkonzert des Georgischen Kammerorchesters, welches wirklich klasse war und die Kinder total begeistert hat. Es ging um Felix Mendelsson-Bartholdy, seine Musik, seine Reisen und seine Schwester. Wunderbar umgesetzt von zwei singenden Schauspielern (oder schauspielernden Sängern) und einem Teil des georgischen Kammerorchesters. Meine Mädels konnten sich gerade in die geschwisterlichen Kabbeleien total reinversetzen. :D Der Göttergatte hat in der Zeit einen Freund besucht, uns dann wieder abgeholt und abschließend waren wir noch richtig schick Eis essen (dank den frühlingshaften Temperaturen. Also über null Grad. :D ).


In letzter Zeit immer wieder, aber besonders gestern ist mir aufgefallen, dass die Kleine im Haus hasenwild den Platz auf Mamas Schoß doch ganz schön eifersüchtig verteidigt. Sie liebt ihre große Schwester, keine Frage, und sie macht nach wie vor alles genauso wie sie - aber sie kann die Große nicht bei mir kuscheln sehen, ohne sich selber dazwischenzuquetschen. Sofort. Immer. Woraufhin die Große sich trollt. Auch immer. Lange Zeit ist mir das gar nicht so aufgefallen, aber in letzter Zeit sehe ich das einfach mehr. Meine große Tochter beschwert sich nicht, sie geht einfach. Trotzdem kann ich manchmal in ihrem Blick sehen, dass sie die Kuscheleinheit mit Mama jetzt auch gebraucht hätte. Gesucht hätte. Warum ist mir das bisher nicht aufgefallen, frage ich mich? Das ist sicherlich nicht erst seit gestern so. Wahrscheinlich, weil die Große das ohne großen Kommentar, ohne Trara und Getue einfach wegsteckt. Wie so viele Dinge. Manchmal muss man bei ihr schon genau hinsehen, damit sie nicht zu viel schluckt. Denn manchmal kommt sie aus lauter Höflichkeit und Rücksichtnahme einfach nicht zu Dingen, die ihr durchaus zustehen würden. Das ist leider nicht nur zuhause so.


Ich versuche also, zwischen den beiden zu vermitteln. Versuche zu erreichen, dass die Kleine auch mal neben mir sitzen bleibt, wenn die Große auf meinen Schoß rutscht. Passiert sowieso nicht mehr so oft. Trotzdem stelle ich fest, dass die Kleine sich wesentlich mehr intime Mama-Zeit für sich reserviert als meine große Tochter. Schon allein dadurch, dass sich meine kleine Maus jede Nacht in mein Bett einschleicht und die halbe Nacht in engem Körperkontakt mit mir verbringt. Wenn ich dann morgens zur Großen ins Bett schlüpfe, um sie wachzukuscheln, ist die Kleine oft auch schon wieder mit von der Partie.


Ich habe also beschlossen, meiner großen Tochter auch hin und wieder ein bisschen Mama-Allein-Zeit einzuräumen. Weil sie das manchmal einfach noch braucht. Auch wenn sie schon ein Vorschulkind und ganz schön groß ist (und auf ihren Geburtstag am Wochenende hinfiebert... :D ). Nachdem mein großes Hasenkind also gestern Abend leicht Temperatur hatte und dann noch ganz schön fies auf einer Eisplatte aufs Steißbein gekracht ist, habe ich beschlossen, dass sie den Vormittag heute daheim verbringen darf. Obwohl beim abendlichen Stirntemperaturcheck eigentlich schon abzusehen war, dass sie heute wieder fit ist. Es hat einfach gut gepasst. Montag ist mein freier Vormittag (der einzige) und ich bin sowieso daheim.


Wir haben vorhin schon auf dem Sofa gekuschelt, die Maus hat sich bequem gewandet und genießt jetzt in vollen Zügen die Zeit für sich. Im Gegensatz zu ihrer Schwester, die ihr den ganzen Tag auf den Fersen ist, beschäftigt sie sich nämlich auch sehr gern allein - und ich glaube, dass ihr das manchmal fehlt. Vor allem, weil ihre kleine Schwester seit September ja auch schon im Kindergarten dabei ist und die beiden so den ganzen Tag miteinander verbringen. Meistens tun sie das auch gerne und spielen ganz viel miteinander - aber ich schätze, es wird trotzdem an der Zeit, die ein oder andere Ruheoase für die Große zu schaffen. Wie macht ihr das so? Habt ihr spezielle Mamazeiten für die Kinder? Wie schafft ihr es, dass das eine Kind das Zimmer des anderen Kindes als Privatsphäre respektiert, die man nicht einfach so betreten darf? Erzählt doch mal!


Weil sich die Große jedenfalls vorher zielsicher den Romp*ee nach dem Schnittmuster von NipNaps gegriffen hat, als ich ihr gesagt habe, sie darf sich aus ihrem Kleiderschrank "irgendwas bequemes" aussuchen, zeige ich euch jetzt gleich die passenden Bilder. Und bequem ist er, da gibt es gar keine Diskussion. Es rutscht nichts hoch, es rutscht nichts runter, es drückt vor allem nichts (und das ist für die große Hasentochter nach wie vor ein wichtiges Kriterium) und die langen Bündchen halten Ärmel und Beine schön an ihrem Platz. Der Romp*ee ist bei uns oft im Einsatz - gerade abends, nach dem Baden, oder an Wochenend-Gammelnachmittagen das ideale Kleidungsstück. Unseren Rompee habe ich aus Doubleface-Sweat aus dem Stoffladen hier in der Nähe genäht und dabei einfach beide Musterseiten genutzt. In Kombination mit den sandsteinfarbenen Bündchen (von afs) ein absolut zeitloses Teil, finde ich.

Hier findet ihr das Ebook "Teen Romp*ee" ab Größe 122 - Romp*ee gibt es aber auch als Kidsversion in den Größen 56-116!

titel-teen-rompee

Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 7. November 2016

Wackelzahn

Habe ich euch schon erzählt, dass die erste Zahnlücke hier im Haus Hasenwild Einzug gehalten hat?


Sehr überraschend, das kann ich euch versichern. Ich war von bevorstehenden Wackelzähnen und Zahnlücken in etwa so weit entfernt, wie der Mond von der Sonne. Also ziemlich weit.


Ich meine, schließlich ist auch die Große noch ein bisschen klein mit ihren 5 Jahren. Ein Kindergartenkind eben. Das Wort Vorschule will ich jetzt nicht hören. Wirklich nicht.


Jedenfalls kam sie eines Abends zu mir und jammerte ein bisschen (wirklich nur ein bisschen. Quasi kaum erwähnenswert), dass ihr der Zahn wehtut. Ich darauf (Rabenmutter, die ich bin): "Jetzt putzt du dir halt erst mal ordentlich die Zähne und schaust, ob die Zahnschmerzen davon weggehen. Wenn nicht, schau ich mir das morgen genauer an." Nachdem sie dann friedlich eingeschlafen ist, habe ich den Gedanken ad acta gelegt. Wenn Kind so ruhig schlafen kann, können die Zahnschmerzen schließlich nicht so schlimm sein. Außerdem waren wir ja erst bei der zahnärztlichen Kontrolle. Also.


Am nächsten Morgen hat sich das Tochterkind dann wohlweislich den Papa als Ansprechpartner ausgesucht, der dann prompt den Wackelzahn im Mund ausmachen konnte. Ich kann euch gar nicht beschreiben, was da in meinem Kopf vorging. "Wackelzahn? Wie? Hat sie sich gestoßen?".


Bis sich mein Gehirn langsam um die Idee wickelte, dass das tatsächlich einfach ein altersgerechter Wackelzahn sein könnte, hat es gedauert. Ihr werdet jetzt denken: "Was macht die denn für nen Elefanten aus diesem Wackelzahn???".


Und recht habt ihr. Er war wirklich nicht der Rede wert. Eigentlich. Aber irgendwie war es ja nicht nur der erste Wackelzahn meiner Tochter, sondern auch meiner. Ihr wisst schon. Ein greifbares Zeichen dafür, dass sie jetzt groß ist. Ein Vorschulkind. Bald ein Schulkind. Ein selbstständiges kleines Mädchen mit eigenen Ideen, dem langsam Flügel wachsen.


Und ja, ich hätte sie am liebsten festgebunden in dem Moment. Hätte ihr den Wackelzahn am liebsten mit Sekundenkleber wieder angetackert und ihr mit fester Stimme befohlen, doch gefälligst noch ein bisschen klein zu bleiben. Ich meine, die Sache mit den Wackelzähnen könnten wir nächstes Jahr auch noch angehen. In der ersten Klasse würde das auch noch reichen. Ernsthaft mal, so viel Neuerungen sind einem zarten Mamaherzen wirklich nicht auf die Schnelle zuzumuten, oder?


Naja, das Ende vom Lied war, dass gleich mittags beim Essene in lautstarkes Knirschen aus ihrem Mund zu hören war und sie ihren Wackelzahn beinahe mitgegessen hätte. Und jetzt ist da die Zahnlücke. Stolzes Beweisstück für ein reifes Vorschulkind, ihrer Meinung nach. Jeder muss sie sehen. Und der Zahn nebenan wackelt auch schon. Halleluja.


Aber es hilft wohl nichts. Nachdem das Fernziel ja wohl doch heißt, das Kind zu einem selbstständigen, respektvollen und verantwortungsvollen Erwachsenen (!) zu erziehen, muss ich da wohl durch. Wahrscheinlich wird es leichter mit jedem Wackelzahn. Aber irgendwie ist jeder auch ein bisschen Abschied.


Naja, und große Kinder it Zahnlücken brauchen coole Outfits. Die "Bandits" von Andrea Lauren waren da gerade richtig für die Zahnlückenfee. Vor allem, wenn man ganz genau guckt, ist da an ein paar seltenen Ecken ein Banditeneinhorn drauf. Und das ist der absolute Inbegriff der Coolness. :D :D Genäht habe ich aus dem weichen Sommersweat von Alles-für-Selbermacher eine Sweat-Version von Titus, der neuen cool-Hose von FinnLeys. Und ich habe alle Titus-Register gezogen. Hosentaschen, Aufsetztaschen hinten, eine Cargotasche an der Seite, Fake-Knopfleiste. Volles Programm. Ziel der Sache war eine weiche, kindergartentaugliche Hose, die gut unter den Schneeanzug passt, so dass das Tochterkind bei Schnee gut eingepackt ist und sich im Kindergartengarten die tollsten Schneeballschlachten liefern kann, drinnen aber trotzdem ordentlich angezogen ist. Jeans unterm Schneeanzug geht nämlich hier gar nicht. Ich erinnere, dass der Bequemlichkeitsfaktor bei uns eine tragende Rolle spielt. Dank des Gummizugs in den Beinen rutscht da dann auch nichts unter der Schneehose raus - und sie wächst ein Weilchen mit. Und weil eine Hose allein nur die Hälfte des Körpers bedeckt, gab's dazu noch ein einfaches Basic-Longsleeve von Lillesol und Pelle, mit Banditeneinhorn (stoffgemalt und appliziert).
Und bevor ihr fragt: Eigentlich sollte weiß kein Problem sein. Denn eigentlich soll die Hose ja draußen ausschließlich unterm Schneeanzug stecken. So die Theorie. Die Praxis sieht braun, matschig und begeistert aus. Was willste machen? :D :D


Hier bekommt ihr die "Bandits" in drei schicken Farbstellungen:

Sweat - Bandits - GOTS - Andrea Lauren - Weiß


Und da geht's zur Hose "Titus" in all ihrer Raffiniertheit (der näht sich übrigens auch super aus Nicht-dehnbaren Stoffen, deswegen habe ich für die Sweatversion einen Touch Weite rausgenommen) in den Größen 74-134:

titel-2titel-3

Hat euch der erste Wackelzahn auch so getroffen? Erzählt mal!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 3. November 2016

Unbesonders, aber tiefenentspannt

Ein ruhiger Ferientag wartet heute auf uns. Sind eh schon fast wieder vorbei, die Herbstferien. Die Zeit scheint ja im Moment grundsätzlich zu rasen - aber wenn Ferien sind, legt sie gefühlt nochmal einen Zahn zu...


Bisher haben wir eigentlich nicht viel spektakuläres unternommen. Hat aber auch was für sich - es bleibt ruhig und entspannt. Die Kinder machen Puzzles (die Große hat ihr erstes 200-Teile-Puzzle ganz alleine bewältigt, ist ultrastolz und baut es seither schon zum fünften Mal zusammen), sie friemeln mit Bügelperlen, sie malen und freuen sich, dass Tante und Oma zwischendrin Zeit für sie haben.


Wir trödeln morgens im Schlafanzug, es gibt nur lecker Wohlfühlessen und wenn es uns im Haus zu langweilig wird, fahren wir Shoppen. Oder zum McDonalds. Oder auf den Spielplatz.


Wenn man die Kinder hinterher fragt, was sie in den Ferien besonderes erlebt haben, werden sie wohl ziemlich über das "besondere" nachdenken müssen - denn eigentlich sind das ganz alltägliche Dinge, mit denen wir uns beschäftigen. Besonders ist, dass wir viel Zeit dafür haben.


Wir sitzen entspannt am Tisch und ich sortiere der Großen die passenden Bügelperlfarben zusammen. Oder helfe der Kleinen beim Anna-und-Elsa-Puzzle. Lese viele Bücher vor. Komme aber auch dazu, mal ein oder zwei Stunden an die Nähmaschine zu verschwinden, während die Mäuse friedlich spielen.


Und genau deswegen liebe ich Ferien so sehr. Wir sind tiefenentspannt. Zumindest, bis der Papa heimkommt, dem diese Art Tiefenentspannung nicht wirklich liegt. :D :D Aber da der meistens genauso schnell wieder verschwindet, wie er gekommen ist (in einen seiner geliebten Gemüsegärten. Oder in unseren Garten. Oder in die Kirche. Immer auf Mission. :D), ignorieren wir das gekonnt. Vielleicht lässt er sich die Tage doch nochmal zu einer Runde Uno breitschlagen - das macht zu viert nämlich mehr Spaß als zu zweit.


Heute jedenfalls dürfen die beiden Damen auswärts schlafen, und deswegen gehört der Abend allein uns Erwachsenen. Genießen wir dann auch. Dafür ist dann sogar mein Göttergatte zu haben. :D
Auf den Bildern seht ihr meine zweite Filou von Feefee als Longsweat - das ultimative Bequemteil, grade mit ner Leggings drunter. Da drückt nichts, und sie zaubert trotzdem eine schicke Shilouette - aus dem kuschelweichen Wintersweat von Lebenskleidung optimal für den täglichen Kuschelfaktor.... :D Dieses Mal habe ich mich für den Kragen entschieden und außerdem die schräge Tasche vorne mit eingebaut - aus demselben Stoff, nur mit einer etwas helleren Naht aufgenäht, trägt die auch gar nicht auf. Für den Einsatz war noch ein Stück "Markuna"von raxn in beere übrig, das ich im Frühjahr schon mal für meine Große vernäht hatte. Definitiv ein Teil, das aus der Waschmaschine direkt wieder an die Frau wandert - und deswegen heute auch bei RUMS mitfeiern darf!

Hier könnt ihr euch das EBook nochmal genauer ansehen (gibt's übrigens auch als Kombiebook mit der Kinderversion!!):




Übrigens hab ich grade erspäht, dass es auf "Filou" (und übrigens auch auf alle anderen Feefee-Ebooks) 15% Rabatt gibt - wenn das kein Grund zum Losshoppen ist, weiß ich auch nicht! :D

Hasenwilde Grüße
Johanna