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Samstag, 4. Februar 2017

Wintervanja

Ich hänge schon wieder hinterher mit den Blogbeiträgen. Mir fehlt einfach die Zeit. Die Zeit zum Nähen ist auch weniger geworden, aber da stehle ich mir hier und da ein Stündchen, so dass die Nähmaschine trotzdem regelmäßig rattern darf. Aber das Schreiben? Die Stunde für einen Blogbeitrag? Die ist einfach grade oft nicht drin zwischen Job, Alltag und winterlichem Geburtstagsmarathon.


Eigentlich ist der einzige Grund, warum ich jetzt samstags (der allwöchentliche Putztag, eigentlich) vormittags am PC sitze und tippe, dass ich mir den Kopf verdreht habe (oder zumindest weiß ich nicht, wer es sonst war... ;) ) und meine Rotlichtlampe dagegen die beste Medizin ist. Und während ich davor sitze, können meine Hände und der Kopf auch ein bisschen aktiv werden. Wellness für Körper und Geist, sozusagen. Was so ein verdrehter Kopf auch alles mit sich bringt. :D


Jedenfalls, bevor der Rest des Schnees hier weggetaut ist, schnell noch ein paar stimmungsvolle Schneebilder vom kleinen Hasenkind.
Wir haben heuer den ausführlichen Winter sehr genossen. Eigentlich war das ja wirklich die Optimalform Winter - bestimmt 4 Wochen lang sehr kaltes, trockenes Winterwetter mit Sonne pur und davor eine Menge Schnee, der wunderbar liegen geblieben ist. Also freie Straßen und trotzdem beste Schlittenbedingungen.


Die Mädels sind jetzt die letzten 4 Wochen fast jeden Tag mit dem Schlitten unterwegs gewesen. Am Ende der Welt, wo wir wohnen, ganz am Ortsrand zwischen Nirgendwo und Ganzweitweg, haben wir den großen Vorteil, dass sich direkt hinter unserem Haus die wilde Pampa erstreckt. In dem Fall die wilde, hügelige und verschneite Pampa. :D


Mein Mann hat den kleinen Berg hinter unserem Haus schon vor Wochen mit den Skiern ein bisschen platt gewalzt und somit den perfekten Schlittenberg geschaffen - der auch noch so platziert ist, dass ich die Damen aus dem Küchenfenster im Auge behalten kann. Da kann man dann auch eine 3- (halt, stopp, Viiiiierjährige inzwischen) und eine fast Sechsjährige den halben Nachmittag mit Bobs und Schlitten alleine rausschicken.


Manchmal waren Freunde da, manchmal haben sie sich einfach zu zweit amüsiert, manchmal sind der Papa oder ich oder auch mal eine der Tanten dazu gestoßen. Ob Hornschlitten, der neue Lenkerschlitten vom Christkind, Bobs, Schüsseln oder auch mal der schneeanzugverpackte Hintern - wir haben alle erdenklichen Rutschvarianten ausprobiert.
Das absolute Highlight war vor zwei Wochen ein riesiger Traktorschlauch, den Freunde von uns angeschleppt haben. Da haben die Kinder dann zu sechst draufgepasst. Oder die ganze Familie hasenwild gleichzeitig - der Göttergatte und ich unten und die Mädels obendrauf. War das ein Gekreische und Gejohle. Kombiniert mit guten Freunden, Glühwein/Kaffee/Kinderpunsch und Schokoladenlebkuchen der optimale Sonntagnachmittag.


Und wisst ihr, das sind die Tage, die den Kindern dauerhaft in Erinnerung bleiben. Die einen für die ganze Woche oder noch länger beseelen. Die das Familienleben in die perfekte Harmonie katapultieren. Und die abends mit roten Backen und glänzenden Augen, verpackt in eine dicke Kuscheldecke, gemeinsam auf dem Sofa enden. Das ist Winter, wie man ihn sich vorstellt und wünscht. Und was in aller Welt könnte man mehr wollen?


Die kleine Maus lässt sich inzwischen auch nicht mehr in alle Kleidungsstücke stecken, die Mama so näht. Ich spreche also vorher auch mit ihr ab, was aus einem Schnitt werden muss, damit sie ihn hinterher auch anzieht. Kleider kommen ja immer gut an (davon hab ich euch ja schon das ein oder andere Mal erzählt... ;) ), Glitzer gibt auch Pluspunkte und dann habe ich hier noch den Extrawunsch nach einem Pferd auf dem Kleid erfüllt (genähmalt) - die Chancen stehen also gut, dass ihr den Pulli noch das ein oder andere Mal an der Tochter seht! Genäht habe ich den nagelneuen Hoodieschnitt "deine Vanja" von Meine Herzenswelt. Wie alle Schnitte von Ilona ein Tausendsassa - Pulli, Kleid, mit Kapuze oder Kragen, diverse Passen- und Taschenmöglichkeiten... hier in relativ schlichter Form aus Glitzersweat, damit die Appli gut zur Geltung kommt. "Deine Vanja" ist definitiv eine fette Empfehlung für den hauseigenen Kleiderschrank - ihr müsst unbedingt die Probenähbeispiele anschauen, da sind soooo schöne Teile entstanden. Und bei mir liegt auch schon die nächste unter der Nähmaschine!


Hier könnt ihr euch den Schnitt "deine Vanja Kids" (bis Gr 128) genauer ansehen (ihr findet aber auch "deine Vanja Teens" ab Gr 134 im Shop) - noch zum Einführungspreis erhältlich!!

eBook # 19 - deine Vanja Kids - Hoodie / Sweater - Größe 74-128 - Nähanleitungen bei Makerist sofort runterladen

Ich nehme mir, wie immer, vor, bald wieder von mir hören zu lassen. Allerdings ohne die lästigen Nackenschmerzen, bitte! :D

Hasenwilde Grüße
Johanna


Freitag, 20. November 2015

Waldmusik

Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich einen Beitrag nachholen, der vor ein paar Wochen vollkommen in der Versenkung verschwunden ist. In ein Loch gefallen. Und schwupps, war er fort. Kennt ihr das?


Dabei ist das im Moment eines der meistgetragenen Kleidungsstücke - aktuell mal wieder in der Waschmaschine... Ich habe also vor ein paar Wochen angefangen, zu den Bildern etwas zu schreiben. Und dann wurde ich unterbrochen. Ich weiß nicht mehr, was es war. Ein Anruf, jemand an der Türe, die überkochende Milch auf dem Herd oder ein Hilfeschrei einer meiner Töchter - keine Ahnung. Der Alltag eben. Der kam mir in die Quere.


Und der kam mir so nachhaltig in die Quere, dass ich den Beitrag an dem Tag nicht fertiggestellt habe. Auch nicht am nächsten. Oder am übernächsten. Er landete auf dem Haufen "Entwürfe" - und geriet in Vergessenheit. Wie ein alter Socken.


Kennt ihr das, wenn man eine Sache anfängt, aber nicht zu Ende bringt, dass das Gehirn die Sache trotzdem in der "erledigt"-Schublade ablegt? Komische Sache mit dem Gehirn, wirklich. Das passiert mir aber öfter. Ich schäle Karotten, werde durch das Telefon unterbrochen, lege die aktuelle Karotte samt Schäler auf das Telefontischchen - und vergesse sie da. Und wenn ich dann kurz vor knapp das Essen fertigmachen will, sind keine Karotten da und ich fange verzweifelt an zu suchen und denke mir "Aber wo ist denn....? Aber ich hab doch schon....? Aber das war doch schon erledigt!!". Bis ich die Karotte auf dem Telefontisch liegen sehe. Dann schüttle ich den Kopf über mich.


Ein Glück, dass mir diese unerledigten Dinge irgendwann in die Hände fallen, damit sie dann doch noch vollendet werden. Manchmal dauert das nur Minuten, manchmal zieht sich das etwas. Aber in diesem Fall wäre es doch wirklich schade gewesen - ich mag die Bilder nämlich wirklich wahnsinnig gerne!


Ich liebe nämlich den Wald. Ich mag die Luft da, die Geräusche, die Ruhe, und vor allem das Licht. Und meine Kinder können sich stundenlang im Wald beschäftigen. Besonders mit Sammeln - Äste, Zapfen, Beeren, Nüsse, Eicheln, Blätter und was sich sonst noch so entdecken lässt.


Die große Hasentochter probiert grundsätzlich alle Materialien akustisch aus. Sie klopft, reibt und sägt Dinge aneinander, raschelt mit Händen oder Füßen durch Blätter, klackert und klopft Zapfen aneinander und schüttelt Eicheln in ihrem Körbchen. Sie erfasst ihre Welt schon immer mit den Ohren und kann nach wie vor an keinem Metallgeländer vorbeigehen, ohne mit irgendetwas dagegen zu klopfen. Ich habe das Gefühl, sie sortiert ihre Umgebung nach ihrem Klang. Ich sehe (und höre) ihr wahnsinnig gerne dabei zu und bewundere ihre Art, Dinge wahrzunehmen. Und sie hat recht. In allem ist Musik versteckt. Man muss sie manchmal nur herausholen. Und je nach Umgebung klingt sie völlig unterschiedlich.


Den süßen Waldtiere-Sweat von Hilco habe ich von Manuela Thiemig (früher MaThiLa) von der Stoffmixbar zur Verfügung gestellt bekommen. Ich bin ja sonst nicht so der Motivfan, aber die schwarzen Tiere auf dem braungrauen Stoff kommen ganz dezent und eher wie ein Musterstoff rüber - und lassen sich optimal mit einer kräftigen Farbe wie meinem fuchsorange kombinieren, ohne dass das sonst schlichte Outfit langweilig aussieht. Der Sweat ist leicht dehnbar und innen kuschelig angerauht - für meine kleine Frostbeule und die frischen Temperaturen im Moment wirklich genau das richtige.


Als Schnitt habe ich mir "Lotta", die Freya-zum-Kleid-Erweiterung von FinnLeys ausgesucht und darauf eine Fuchsmama mit Kind freihand appliziert. Ich wollte gern mal so eine rundumadum-Appli ausprobieren - der Körper und der Schwanz der Fuchsmama reichen über die Seite bis auf den Rücken. Coole Sache. Finde ich einen total witzigen Effekt, gerade, weil die beiden von der Form her sehr einfach gehalten sind, um auf dem gemusterten Stoff schön zur Geltung zu kommen. Die Seitenpassen von "Lotta" habe ich weggelassen, das wäre mir zu viel gewesen. Dafür gabs natürlich die obligatorische Kapuze und ein paar Paspeln aus dem warmen orangen Interlock. :D


In Kombination mit schlichten schwarzen Bündchen und der orangen Leggins wirkt das Waldtiere-Sweat-Kleid jedenfalls super und ist ein absoluter Dauerbrenner im Schrank. <3 Der schicke Waldtiersweat ist leider schon ausverkauft - aber guckt unbedingt in der Stoffmixbar vorbei, im Moment findet ihr da ganz viele kuschelige Unisweats und witzige Motivkombis dazu, und ein passendes Ebook könnt ihr auch gleich noch dazu erwerben! Lohnt sich! Absolut! <3

Hasenwilde Grüße
Johanna