Posts mit dem Label Issy werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Issy werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 24. März 2020

Arbeitsferien

Ihr Lieben!

Eigentlich wollte ich euch noch ein Update von mir schicken, aber das verschiebe ich aus gegebenem Anlass. Denn alles dreht sich um dasselbe Thema. Corona. Aber das bestimmt halt im Moment auch irgendwie.... naja.... eben alles! Was machen wir also den ganzen Tag? So ganz für uns?


Ich habe ja das große Privileg, dass die Schulschließungssache aufgrund meiner Elternzeit für uns betreuungstechnisch kein großes Problem war. Dass das nicht selbstverständlich ist, weiß ich, und ich fühle mit allen, die sich gerade gefühlt vierteilen müssen, um die Kinderbetreuung auf die Reihe zu kriegen. Als Lehrerin habe ich außerdem genug Material und Know-How, um meine Kinder vormittags ein bisschen bei den schulischen Aufgaben zu unterstützen. Trotzdem haben wir eine Weile gebraucht, bis wir uns eingegroovt haben. Die ersten Tage waren unruhig und gefühlt ewig lang. Erst nach und nach haben wir unser Tempo verlangsamt und einen funktionierenden Tagesablauf gefunden.


Und ich muss sagen, als Familie tut es uns gut. Ich habe den Tag halbwegs strukturiert, damit wir nicht vollkommen im Leeren hängen - und langsam stellt sich Ruhe ein. Die Kinder fahren herunter, ich merke das total. Sie beschäftigen sich wieder ausdauernd und konzentriert mit Dingen, an denen sie Spaß haben, weil eben nicht dauernd der nächste Termin und die nächste Aufgabe wartet. Es ist Zeit da. Daran muss man sich auch erst mal wieder gewöhnen, ne? Mein Mann ist nach wie vor in der Arbeit, tagsüber wuppe ich meine drei also im Alleingang - aber auch das ist nichts Neues.


Vormittags wird also gemütlich gefrühstückt, dann geht's schön langsam an die schulischen Aufgaben. Ich habe die Materialien mit ein paar Tiptois, Lerntheken und der ein oder anderen App aufgestockt, so dass sich die Damen eigentlich bis Mittag freiwillig damit beschäftigen. Die Große hatte diese Woche, abgesehen von den Deutsch- und Matheaufgaben, das Thema Werbung. Und diese Aufgaben haben die Mädels immer gemeinsam bearbeitet. Sie haben Joghurtbecher entworfen, einen Werbespot gedreht, ein Plakat mit Werbesprüchen beklebt und ein eigenes Werbeplakat für ein fliegendes Bett entwickelt. Daran hatten die beiden wirklich viel Freude und ich hoffe sehr, dass das Thema der nächsten Woche wieder ein bisschen kreativen Input für beide hergibt.


Wenn der Bub seinen Mittagschlaf hält, ist Ruhe im Haus angesagt. Ich wusle ein bisschen durch den Haushalt (Frühjahrsputz ist angesagt) oder habe auch Zeit für das ein oder andere Brettspiel mit den Mädels. Die beiden ziehen sich aber auch oft einfach in ihre Zimmer zurück und spielen dort, gemeinsam oder einzelnen, mit ihren Heeren von Schleich- und Playmobilpferden. Schön langsam (nach einer Woche kontinuierlichem Dranbleiben, habe ich das Gefühl, die vielen das-muss-ich-jetzt-endlich-mal-machen-Haushaltsaufgaben lichten sich. Ich habe ganz langsam auch wieder Lust, mich an die Nähmaschine zu setzen oder ein Strickprojekt anzufangen, weil ich nicht ständig einen Berg an abzuarbeitenden Aufgaben im Hinterkopf habe. Noch ist einiges zu tun, aber ich kann schon erahnen, wie genial sich das anfühlen wird, wenn endlich mal ein richtiger Rundumschlag durchs Haus geschafft ist. Allzu viel zusätzliche Zeit bleibt mir mit meinen Dreien am Tag nicht, aber da die Großen jetzt einfach auch mehr Zeit haben, bei der ein oder anderen Sache mitzuhelfen, passiert doch Stück für Stück was. Und wir haben ja Zeit. :)


Nachmittags geht's dann raus. Entweder schwingen wir uns auf die Fahrräder oder laufen zu Fuß ein Stück, sammeln Fichtenzapfen im Wald oder schneiden Stecken für einen Ostertürkranz. Ich bin momentan unglaublich dankbar, dass wir hier am Ende von nirgendwo wohnen und man in jede Richtung laufen oder fahren kann, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Und auch der große Garten hat gerade ja echt Vorteile.


Letzte Woche war uns das Wetter ja sehr gnädig, bei Regenwetter müssen wir einfach sehen, was wir machen. Heute hat mein Mann mit den Mädels einen Starenkobel gebaut, sie haben fleißig gesägt und gehammert und hatten echt Spaß dabei. Auch die Osterdeko steht noch ganz oben auf meiner Liste - wir wollen gern noch Fensterdeko basteln und natürlich ein paar Eier aufhängen.
Abends darf dann auch die ein oder andere Serie laufen und es gibt noch ein bisschen Fernsehzeit, bevor die Kinder in ihre Zimmer verschwinden und da noch ein bisschen lesen oder Hörspiel hören, bevor das Licht ausgeht.


Die seit gestern strengeren Ausgangsregeln machen für uns also nicht wirklich einen Unterschied. Die erste Woche haben wir ganz gut ohne Lagerkoller überstanden und alle sind noch recht guter Dinge. Wären da nicht die täglichen Nachrichten, die mir dann doch regelmäßig eine Falte auf die Stirn werfen.


Die Bilder sind noch vor der Coronakrise entstanden. Die liebe Sabrina von "Am liebsten Sorgenfrei", deren Aquarellzeichnungen (und unglaublichen Macarons) ich regelmäßig auf Insta bewundere, hat tatsächlich eine ihrer tollen Zeichnungen bei Alles-fuer-Selbermacher auf Stoff gebracht. Und ich bin mehr als verliebt. Das Panel mit dem Wal ist der absolute Hammer, aber auch die vier Kombistoffe machen echt was her - und sind für jede Altersstufe geeignet. Verschiedene Blautöne, ein bisschen maritim, schlicht aber mit satten, leuchtenden Farben. Gerade die Aquarellstreifen finde ich einzeln auch absolut fantastisch. Ich habe mich mega gefreut, dass ich ein ganzes Päckchen vernähen durfte!


Für den Kleinsten habe ich eine Issy von Feefee genäht. Kombiniert habe ich hier das Panel mit dem Kombistoff "Circles" - die Issy bietet sich mit ihrer Unterteilung einfach total gut für Stoffkombinationen an.


Die beiden Großen haben sich eine Kaatje von FinnLeys aus den Kombistoffen "Dark Stripes" und "Splash" gewünscht. Den Schnitt habe ich schon vor einer ganzen Weile probenähen dürfen, er ist aber leider noch nicht erschienen. Trotzdem hat mir Katrin erlaubt, das Schnittmuster zu verwenden - die Mädels sind nämlich absolut vernarrt in den Fledermaussschnitt und die Oberteile, die wir bereits haben, sind bereits hundertmal gewaschen und dauergetragen. Die Applikationen haben sich die beiden selber ausgesucht - der Wendepaillettenschmetterling hat sich noch in meiner Applikiste gefunden, die Frottee-Eule hat sich die Große bei Wunderpop ausgesucht.


Ich wünsche euch von Herzen gutes Durchhaltevermögen. Bleibt gesund - und bleibt zuhause! <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Schwestern eben

Bei diesem tristen Regenwetter hilft nur eines - Farbe ins Grau! :D


Da kommen die Rainbow-Stoffe von Stoffversand4u ja gerade rechtzeitig - das ist nämlich die ultimative Farbexplosion bei Regenwetter. Bunt gegen schlechte Laune, sozusagen.


Die Mädels haben sich sehr gefreut, dass mal wieder eine Geschwisterkombi für die beiden rausgesprungen ist. Die Kleine will ja nach wie vor immer das, was die Große hat. Daran hat sich in den letzten dreieindreiviertel Jahren nichts geändert. :D


Und die Große stört es eigentlich nicht, wenn ihre Schwester die gleiche Brotzeit, die gleiche Farbe Luftballon, das gleiche Kleid, die gleiche Art Jacke braucht. Die zwei verstehen sich wirklich gut und spielen wirklich meistens total schön miteinander. Nur, wenn es dann um bestimmte Spielzeuge geht, kriegen sie sich manchmal in die Haare.


Weil die kleine Madame Hasenwild immer das spielen muss, was sich die Große gerade hergerichtet hat. Meistens funktioniert das ganz gut und sie spielen dann mit- oder nebeneinander - aber manche Dinge teilen sich auch schlecht. Tiptoibücher zum Beispiel. Aber ich gebe zu, Rabenmutter, die ich bin, sehe ich nicht ein, alles doppelt zu kaufen. Die beiden müssen in der Hinsicht einfach das Abwechseln lernen - und das schadet beiden sicher nicht. :)


Interessanterweise zieht regelmäßig die Große den Kürzeren, wenn es um Spielzeugdiskussionen geht. Der kleine Sturkopf ist da einfach penetranter. Manchmal kann ich nur den Kopf schütteln, wenn die Große nachgibt, zum nächsten Spielzeug zieht und sofort von der Kleinen (wenn sie einen schlechten Tag hat) verfolgt wird, die ihr auch das wieder abnimmt. Wenn das dann ein paar Mal so ging, steht meine große Tochter mit Tränen in den Augen vor mir und findet die Welt ziemlich doof. Verständlicherweise.


Manchmal macht mir das ein bisschen Angst, dass es ihr so schwer fällt, sich energisch durchzusetzen. Irgendwie braucht man das im Leben, denke ich. Traurigerweise gehen die, die sich immer hinten anstellen, oft leer aus. Auf der anderen Seite - auch die Große hat ihre Mittel und Wege, das zu bekommen, was sie möchte. Sie zeichnet sich durch eine Beharrlichkeit aus, die an einen tropfenden Wasserhahn erinnert. Und sie ist geduldig. Irgendwann legt die kleine Schwester das Tiptoibuch, den Pferdestall, die Puppe aus der Hand und wendet sich anderen Dingen zu - und dann schnappt die Große zu und verzieht sich mit ihrer Beute schleunigst in ihr Zimmer. Friedlich, ohne Streit, ohne laut zu werden - und trotzdem erfolgreich. :D


Jede hat so ihre Überlebensstrategie. Bestimmt werden sie beide gut durchkommen - die eine eher leise und zurückhaltend, die andere energischer, aber mit einer unglaublichen Empathie. Jede auf ihre Art. Jede anders und doch ähnlich. Sie werden sich unterstützen, sich die Meinung sagen, streiten, versöhnen und sich aufeinander verlassen können. Schwestern eben. <3


Für Stoffversand4u durfte ich die regenbogenbunten Bio-Blockstreifen-Jerseys "Rainbow Blockstreifen Boys" und "Rainbow Blockstreifen Girls" vernähen. Zwei Issy-Tunikas von Feefee sind es geworden und gepimpt habe ich sie mit einer Freihandstickerei nach dem Freebie von Missichen. Das Herbstmädchen mit dem Regenschirm passt nämlich hervorragend zum aktuellen Nieselwetter - und man kann sie super über Leggings, Jeggings, Treggings tragen, was im Moment die absolute Bedingung der Hasenkinder ist. Strikte Knopfhosenverweigerung betreiben die beiden nämlich aktuell. :D



Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 16. Mai 2016

Nur eine Phase

Ich hänge schon wieder hinterher. Bevor ich hier mit den Bildern anfange, muss ich gleich schon mal beichten: Den Cactuslove-Stoff von Alles-für-Selbermacher in weiß, wie ich ihn hier verwendet habe, gibt's leider schon nicht mehr. Dafür aber das Pendant in Pfirsich, welches mir auch sehr gut gefällt!!


Und stellt euch schon mal auf eine Bilderflut ein. <3


Ja, die kleine Hasentochter. Mit ihren drei Jahren ein komplett anderer Charakter als ihre große Schwester. Mit genauen Vorstellungen und unglaublich viel Energie. Ein absolut soziales Wesen mit ganz viel Empathie, eine Kuschelmaus, unglaublich schnell von Begriff und oft schon so wahnsinnig verständig. Aber auch mit einem Dickschädel gesegnet. Und im Moment total auf Kollisionskurs. Ständig. Der kleine Kopf bumst quasi ununterbrochen gegen irgendeine Wand. Und will DURCH. Aber mit was für einem Willen. Manchmal kann ich wirklich nur staunen.


Jaja, ich weiß schon. Alles nur eine Phase und so, und sie brauchen das zur Persönlichkeitsentwicklung undsoweiterundsofort. Ist ja schön und gut. Macht es aber nicht weniger anstrengend im Moment.


Kennt ihr das, wenn das Kind aus reiner Konfliktlust der großen Schwester exakt das Teil vor der Nase wegschnappt, nach dem diese gerade greift? Ja? Woraufhin diese ein großes Theater macht und die beiden sich streiten. Und ratet mal, wer hinterher in einer Woge aus Empörung und Beleidigtsein ganze Legokisten ausleert und mit Schuhen schmeißt? Brauche ich nicht extra schreiben, oder?


Da heißt es dann ruhig bleiben. Und akzeptieren, dass ihr ihr Kopf manchmal Dinge vorgibt, die ihr Herz eigentlich gar nicht will. Dass sie oft gern ausbrechen würde aus ihrer Sturheit, aber noch keinen Weg gefunden hat. Weil sie trotz allem einfach noch ein bisschen klein ist. Und gerade im Moment der größten Wut innen drin am allereinsamsten ist.


Wenn ihr auch schon so eine Trotzphase hinter euch habt, wisst ihr sicher auch, wie dankbar die Mäuse sind, wenn sie endlich wieder herausgefunden haben aus der Frustration, ihren Willen nicht bekommen zu haben. Irgendwann siehst du, wie die Wut, die Sturheit sich langsam verzieht. Dann rollen oft die ersten Tränen. Und dann ist der richtige Moment, um das Kind fest in den Arm zu nehmen. Wenn sich dann die kleinen Arme um meinen Hals klammern und sie in meine Schulter schnieft, ist auch alles wieder gut. Auch wenn ungeachtet dessen in den nächsten 10 Minuten der nächste Vulkanausbruch kommen kann.


Und wisst ihr was? Irgendwie ist die Sache mit dem eigenen Willen ja auch wichtig. Ich möchte ja gerne ein Kind, das sich später traut, aufzustehen und zu sagen, was es möchte. Höflich und respektvoll, aber mit Rückgrat. Und um später mal ausloten zu können, zu welcher Meinung man eigentlich steht - muss man wohl vorher mal durch eine Trotzphase durch.


Ehrlich gesagt, wenn ihr mich jetzt fragt, ob die Große auch so eine Trotzphase hatte, muss ich wirklich scharf nachdenken. Ich glaube ja. Aber die Erinnerung daran ist verschwommen, und im Nachhinein kommt es mir so vor, als hätte es nur ein paar Tage gedauert, bis mein verständiges und kompromissfähiges Kind wieder aufgetaucht ist und alles vergessen war. Wahrscheinlich werde ich mich in ein paar Jahren, wenn ich diesen Blogbeitrag lese, kaum mehr erinnern können, wie anstrengend das zu dem Zeitpunkt war. Wie viel meiner Energie ausschließlich in die Trotzanfälle meiner Tochter geflossen ist. Weil es im Nachhinein doch nur das war - eine Phase.


Zum Glück liebt sie jedenfalls nach wie vor die genähten Sachen von Mama, und dieses Set hier ist eines unserer liebsten. Ich habe den Cactuslove-Stoff zu einer Issy in Kleidform von Feefee verarbeitet und mit dunkelgrau meliertem Jersey kombiniert. Ein Bündchen aus einem ausgemusterten T-Shirt in dunklem Apricot gibt noch den richtigen Farbtouch dazu. Die Beanie ist aus dem Klimperklein-Buch, die Leggings nach dem Schnitt Bein-Pünktchen von Leni Pepunkt.


Obendrüber gab's dann noch einen passenden "Frido". Die Wickeljacke von Annas Country ab Größe 44 gibt es schon länger, aber die Größenerweiterung bis Größe 122 ist neu. Ich freu mich jedenfals, dass jetzt auch die Hasenkinder von dem witzigen Schnitt profitieren können! Ich habe den Rest des dicken grau melierten Stricks genutzt, den ich für "meine Nayla" hergenommen hatte (könnt ihr *HIER* nochmal anschauen) und nur ein paar Akzente im CactusLove-Design auf die sonst schlichte Jacke gesetzt. Mit den drei Bindebändern lässt sie sich passend schließen und sieht nicht nur über der Issy klasse aus, finde ich!


Den Schnitt Frido könnt ihr euch hier genauer anschauen:

http://de.dawanda.com/product/99908023-e-bookanleitung-wickeljacke-frido-44-122

Und Cactuslove in Pfirsich gibt es hier:

http://www.alles-fuer-selbermacher.de/Jersey---GOTS---Cactus-Love---Pfirsich?page=1

Habt ihr auch gerade ein Kind in der Trotzphase? Oder seid ihr schon durch?

Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 15. Februar 2016

Warum...?

"Mama, warum....?". Kennt ihr das? Wenn jeder einzelne Satz mit einem dicken "warum" startet und der Fragensteller alles, aber auch wirklich alles über Gott und die Welt wissen will, bis man das Gefühl hat, man hätte tatsächlich Löcher im Bauch von der ganzen Fragerei?


Was meine große Tochter alles wissen will ist jedenfalls unglaublich. Jede Situation, jeder Blick, jede neue Erfahrung kann einen ganzen Fragenmarathon aufwerfen - und die Antworten sind manchmal gar nicht alle so einfach aus dem Ärmel zu schütteln. Jede in den Augen der großen Hasentochter ungenügende Antwort hat außerdem mindestens zehn weitere Fragen zur Folge. :)


Und was sie da alles so wissen will! Warum sagt man bei Schafen "Herde" und bei Wölfen "Rudel"? Und wie leben dann Rehe? Ob das Kamel heiße Füße bekommt, wenn es in der Wüste zu lange auf einem Platz steht? Und warum haben Zwillinge am selben Tag Geburtstag, aber sie und ihre Schwester nicht? Und wie viele Glühwürmchen braucht man auf dem Kopf, damit man mit dem Licht in der Dunkelheit ein Buch anschauen kann? (Die letzte Frage kam gestern Abend auf, die finde ich besonders philosophisch :D )


Ihre Neugier ist ungebrochen, sie will die Welt für sich entdecken und alle ihre Geheimnisse lüften. Ich finde das so spannend zu beobachten. Und so als gerade-Fünfjährige ist sie selbstverständlich der Meinung, dass die Mama auf alle Fragen der Welt eine Antwort hat. Wobei wir hin und wieder schon auch was nachlesen müssen. Oder damit leben, dass eine Frage auch mal unbeantwortet bleiben muss. :)


Das Hasenkind kann sich aber auch irre viel merken. Eine Frage stellt sie selten zweimal und die Antworten, die sie nach bestem Wissen und Gewissen von mir bekommt, werden im Kopf hin und her gedreht, umformuliert, dann bekommt Anna (von unserer unsichtbaren Mitbewohnerin habe ich euch ja letzte Woche HIER schon erzählt) die Sachlage nochmal erklärt, wahlweise auch die kleine Schwester, und dann sitzt das im Langzeitgedächtnis. Jederzeit abrufbar, in den unmöglichsten Situationen. Wahrscheinlich für immer. Wenn nicht noch länger. Beneidenswert einerseits. Andererseits leidet dafür hin und wieder die Speicherkapazität für Kurzaufträge. "Deck bitte den Tisch" überschreitet zum Beispiel offensichtlich bereits nach dem zweiten Teller das Speichervolumen.... ;) Kein Wunder, wenn die Hirnschubladen mit so viel wichtigeren Informationen belegt sind.... :D


Jedenfalls war mir vollkommen klar, was aus dem wunderschönen Fuchs-Jersey werden sollte, den mir Alles-für-Selbermacher zum Vernähen zur Verfügung gestellt hat: Ein Schlaufuchs-Hoodie sollte es sein für die kleine Weltentdeckerin. Schnittgrundlage ist die Hoodie-Variante der Issy von Feefee (geliebter Schnitt!!). Aufgepeppt habe ich den unifarbenen Jerseysweat zunächst mit Glitzerspray und Glitzerfarbe, um die Glühbirne später zum Leuchten zu bringen. Danach habe ich den Fuchs, die Glühbirne und das Schlaufuchs-Schildchen freihand aufgenäht. Die Buchstaben sind mit Textilfarbe auf grobes Leinen gestempelt. Die mit eingefassten Bindebändchen am Rand der Passe und die beiden Knöpfe vorn an der Kapuze schicken den Hoodie noch ein bisschen auf, und TADAAAAA! :D


Der Fuchsjersey ist GOTS-qualifiziert und wunderbar angenehme Qualität, direkt zum Reinlegen und Einwickeln. Und der Pulli ist auf der Liste der Lieblingspullis sowohl beim Hasenkind als auch bei mir ganz nach oben gewandert. Mit den Bündchen hat er noch richtig Wachspotenzial und wird hoffentlich den kleinen Schlaufuchs noch ein Weilchen begleiten! Bei den Fotos mit der Glühbirne hatte das Kind übrigens richtig Spaß - ihr ist ständig ein Licht aufgegegangen... ;) Auch wenn ich hinterher eine große Fragerunde über mich ergehen lassen musste, angefangen mit: "Mama, warum leuchtet die Glühbirne in meiner Hand nicht?".... ;)


Den Fuchsjersey nach dem Design von Andrea Lauren findet ihr hier *KLICK* - und dann könnt ihr euch an die Schlaufuchsausstattung für eure eigenen Schlaufüchse machen!! Wie praktisch, dass der Stoff sowohl für Schlaufuchsjungs als auch für Schlaufuchsmädels passt! Auf dass allen Kindern der Welt ein Licht aufgehe! :D :D


Hasenwilde Grüße Johanna

Sonntag, 8. November 2015

sweet(ie)s zur Entschleunigung

Wir sind wieder beste Freunde. Juhu. Die Nähmaschine und ich haben uns wieder versöhnt und können uns im Moment gar nicht so recht trennen, deswegen hört ihr auch so wenig von mir....


Bei der Versöhnung geholfen hat mir ein ganz besonderer Schnitt aus einem ganz besonderen Probenähen....


Aber lasst mich von vorne anfangen. Inzwischen bewerbe ich mich nur noch selten bei Probenähen. Ich arbeite in ein paar Stammteams mit, die mir sehr am Herzen liegen, und das aktuelle Näh-Arbeitspensum ist so wirklich optimal für mich. Da bleibt nebenher normalerweise noch schön Zeit für Familie, Haushalt (naja... ;) ) und hin und wieder auch ein nähfreier Abend. Manchmal häufen sich die Schnitte ein bisschen, manchmal ist es dafür wieder recht ruhig. Gerade richtig, so für mich.


Aber hin und wieder komme ich an einem Schnitt außerhalb meiner Stammteams nicht vorbei. Der ein oder andere tendiert dazu, mich anzuspringen. Mitten ins Gesicht und mitten ins Nähherz. Und dann MUSS ich mich einfach darauf bewerben. Bei dem Rock "Ginny" von rosarosa habe ich mir eigentlich keine großen Chancen ausgerechnet. Da waren soooo viele Bewerber mit so vielen tollen Seiten. Umso höher bin ich vor Begeisterung gehüpft, als ich tatsächlich ins Probenähteam für "Ginny" eingeladen wurde. Hin und wieder braucht man ja so einen kleinen Glückshormonschub.... ;)


Und der Schnitt ist aber auch genial. Mal wieder was anderes. Eigentlich mehr wie Patchwork als Kleidernähen. Ein Baumwollschnitt aus 14 einzelnen Bahnen, die jeweils kellergefaltet werden, oben schön schmal anliegend und unten fluffig, weit und bequem.


Ich nähe ja schon gern mal so Nase mal Pi. Nahtzugabe frei Auge und sowas. Bei einem normalen bequem sitzenden Jerseyoberteil fällt das ja auch nicht so wesentlich ins Gewicht. Aber bei 14 Webware-Bahnen plus Belegen plus Kellerfalten, also in der Breite 46 Nähten, spielt jeder Millimeter eine entscheidende Rolle.


Ginny ist kein 5-Minuten-Projekt. Da muss man sich allein beim Zuschneiden schon Zeit nehmen. Und ein Lineal. Aber der Rock macht wahnsinnig Spaß. Gerade nach den vielen Oversize-Teilen, die ich in letzter Zeit so für mich genäht habe, ist das mal wieder ein ganz anderes Arbeiten. Erstens sind die süßen Details wie die Schleifentaschen oder die Knopfleiste echt zum Verlieben. Und dann ist es ein absolutes Hochgefühl, wenn dieser Rock oben dann auch wirklich genau passt. Dinge, die man sich richtig erarbeitet hat, haben eben hinterher auch den größten Wert für einen selber.


Schwierig zu nähen ist Ginny deswegen nicht. Mal davon abgesehen, dass die einzelnen Arbeitsschritte wirklich narrensicher erklärt und bebildert sind, ist auch eigentlich nichts dabei. Man braucht eben ein bisschen Geduld dafür. Und in der heutigen Zeit, in der alles schnell-schnell und sofort funktionieren muss, ist so ein Projekt eine richtige Oase - das Stichwort Entschleunigung passt da wunderbar. Die Gedanken kreisen lassen und nebenher vierzehn Mal exakt dieselbe Naht setzen. Und durchschnaufen. Ich warne euch, man kann auch süchtig werden davon. :D


Unser Ginny-Exemplar hier habe ich aus festem Canvas genäht. Der Stoff mit den süßen Bonbongläsern lagert schon ein Weilchen in meinem Regal und wartet auf einen würdigen Verwendungszweck - gefunden, würde ich sagen! :D Kombiniert habe ich den Rock mit einem einfachen Longsleeve von Lillesol und Pelle mit appliziertem Bonbonglas, Stulpen und einer Issy von FeeFee, dieses Mal als Bolero. Dass vorne das untere Teil des Boleros oben angenäht ist, ist selbstverständlich Absicht. :P Nicht, dass ihr denkt, ich hätte irgendwie ein Problem mit rechts und links (und oben und unten und überhaupt.... ;) ) Ich finde ihn aber trotzdem schick, aus rosa Glitzersweat - und schön warm ist er auch noch! Naja, und bei den vielen Sweets auf dem Rock musste für das Shooting dann natürlich ein Lolli her. Ausnahmsweise. :D


Der Rock dreht inzwischen schon die zweite Runde in der Waschmaschine - und ich sage euch, für den überwinde ich sogar meine angeborene Bügelophobie, und das will was heißen! :D

Habt ihr auch Lust bekommen auf Ginny? Dann klickt mal rüber zu Christinas Shop und schaut euch durch die fantastischen Probenähbeispiele!! Und wenn ihr ganz schnell seid - nur heute noch gibt es Ginny zum Einführungspreis!

 
Ich habe für heute mit der Näherei abgeschlossen - noch ein paar Fotos bearbeiten und dann freue ich mich auf einen gemütlichen Abend auf dem Sofa! Das muss nämlich auch mal sein! <3
 
Hasenwilde Grüße
Johanna