Ihr Lieben,
weiter geht's mit meinem Update. Heute im Fokus: Der Babybub. Der eigentlich schon gar kein Baby mehr ist, sondern vor zwei Wochen offiziell zu den Kleinkindern gewechselt. Zumindest alterstechnisch.
1 Jahr alt ist der kleine Herzensbrecher. Leute, wo ist denn dieses Jahr hin? Ich habe das Gefühl, jedes Kind wächst noch schneller als das letzte. Unglaublich. Also, was treibt er, der kleine Mann?
Er krabbelt. Noch. Überallhin, überallhoch und in einem Tempo, das ich manchmal auch im Stechschritt nicht toppen kann. :D Die größte und liebste Herausforderung im Moment: Die Treppe in den ersten Stock. Solange er keine Türen öffnen kann, ist er ja in unserem kombinierten Wohn- und Esszimmer so weit sicher, deshalb wird das Treppengitter unten erst installiert, wenn er die Tür selbstständig öffnet. Er lauert aber. Immer auf dem Sprung, wenn die Esszimmertür aufgeht. Dann krabbelt er in doppelter Lichtgeschwindigkeit auf den sich öffnenden Spalt zu und zwängt sich nach draußen, um schnurstracks die Treppe anzusteuern und in Windeseile nach oben zu klettern. Leider neigt er manchmal noch dazu, sich auf den Stufen unterwegs hinzusetzen - und wo der süße Windelpo dann landet, kann er noch nicht wirklich abschätzen, das kann auch gut mal neben der aktuellen Stufe sein. Deshalb muss ihn immer jemand verfolgen. Sicherheitshalber.
Das Laufen interessiert ihn hingegen noch nicht wirklich. Klar läuft er überall entlang, aber frei stehen findet er gruselig. Den Lauflernwagen schiebt er hingegen mit Hingabe. Dadurch, dass er nicht lenken kann, landet er aber notgedrungen in kürzester Zeit an irgendeiner Wand damit. :D Aber wir haben keinen Stress und er hat alle Zeit der Welt. <3
Dafür kommuniziert das Kind mit Begeisterung. Nachdem die beiden großen Schwestern schon unglaublich früh geredet haben, wundert mich das auch nicht wirklich. Allerliebstes Lieblingswort: "Maaamaaaa!". Durchgehend. Zu jeder Tages- und Nachtzeit in den unterschiedlichsten Betonungen. Damit ist auch schon fast alles gesagt, ne? Alle Tiere mit vier Beinen sind "Mmmmmmmmh" (Muh), und das Pferd macht "Brrrrrrr". Auch der "Papa" steht hoch im Kurs, und natürlich alle seine Fahrzeuge, die er mit "Brmmmm" und "Nönnönn" durch die Gegend schiebt, manchmal ist auch ein "Tütüt" dabei.
Den restlichen Redebedarf deckt das Kind auf russisch. Oder so. Ich verstehe es jedenfalls nicht, wenn es mir mit ernster Miene einen Text aufs Auge drückt, der sehr glaubhaft nach einer Fremdsprache klingt. :D
Was mag er noch? Die Flasche. Seit ich ihn auf seinen Wunsch vor etwa vier Wochen abgestillt habe, hat er entdeckt, dass es jetzt dieses wunderbare Nachtmahl gibt. Warm serviert und viel auf einmal. Er hat in der Nacht so oft nach der Flasche verlangt, dass er tagsüber problemlos das Essen verweigern konnte. Weswegen ich die Pulverdosierung direkt heruntergefahren habe. Jetzt schmeckt die Milch nicht mehr ganz so lecker, das Kind trinkt in der Nacht nur noch die Hälfte und hat auch tagsüber wieder Hunger. Rabenmuttertrick und so.
Ja, Essen ist tatsächlich ein Thema mit diesem Kind. Ein großer Breifan war er noch nie. Aber auch sonst ist er recht wählerisch, was seine tägliche Kost angeht. Im Gegensatz zu seinen Schwestern, die in seinem Alter noch von allem begeistert waren. Aber es wird. Morgens gibt es meistens Vollkornbrot oder -toast mit Frischkäse, dazu verschiedenes Obst, was der Obstkorb so hergibt. Mit den harten Sorten tut er sich noch schwer, eine weiche Birne, Honigmelone oder Blaubeeren stehen aber recht hoch im Kurs. Mittags sehe ich zu, dass der kleine Kerl bei uns mitessen kann. Favorit sind hier definitiv Suppen aller Art. Gemüsesuppe, Nudelsuppe mit Gemüse, Grieß- oder Pfannkuchensuppe, immer mit viel Gemüseeinlage, isst er gern. Nudeln sind nicht so sein Ding (wenn sie nicht in der Suppe schwimmen), auch mit Reis kriegt man ihn nicht wirklich satt - da beißt er einfach noch zu lange darauf herum, um nennenswerte Mengen in den Magen zu kriegen. Gemüse ist tagesabhängig - je mehr er selbst mit der Hand essen darf, desto besser. Ansonsten mag er Fruchtmark ganz gern - am allerliebsten in Quetschieform. Die gibt's aber nur hin und wieder. :D
Letzte Woche hat sich der Knirps eine ordentliche Bronchitis eingefangen, das war aber tatsächlich das erste Mal, dass er krank war - und er war ganz gut zu haben in der Zeit. Nur die Inhalationen waren nicht sein Ding. Verständlich. Inzwischen ist er wieder fit, und wenn ihm sonst nichts fehlt, ist er ein sehr gechillter Zeitgenosse, der sich auch lang mit sich selbst beschäftigen kann und seine Umwelt durch ein sonniges Strahlen beglückt. Manchmal ist er ein richtiger Kasperl und bringt die ganze Familie zum Lachen. Die Nächte sind von diversen Hungerattacken unterbrochen, aber er schläft danach immer sofort wieder ein, deswegen nehme ich ihm das nicht übel. Inzwischen haben wir uns auf einen einzigen Mittagsschlaf am Tag geeinigt, den der Bub dafür oft 2-3 Stunden ausdehnt. Was mit dann wieder Zeit gibt, auch mal einen Blogeintrag zu verfassen, ne? :D
Das Highlight des Tages ist nach wie vor, wenn die beiden Schwestern von der Schule kommen. Der liebt die zwei so hart, es ist unglaublich süß. Da juchzt er und krabbelt in Rekordtempo auf sie los. Und die zwei, besonders das Mittelkind, belohnen ihn mit allerhand Späßchen, Geknuddel und wilden Rennen auf dem Pukylino. Wenn sie alle drei durchs Wohnzimmer tollen, kann ich vor lauter Glück im Herz die Zeit gar nicht zum Arbeiten nutzen. Weil sie so süß sind. Weil ich sie so liebe. Weil sie meine drei herzgeliebten Hasenkinder sind. Wie froh bin ich, dass ich sie habe. <3 <3 <3
Auf den Bildern seht ihr den Babybub (jaja, ich weiß schon, aber Kleinkindbub klingt doch doof, oder? Außerdem muss das jüngste Kind zeitlebens das Baby bleiben. Basta. :D) in einem zuckersüßen Outfit aus einem Ferdinand-Hoodie von rosarosa und einer Käpt'n Flóki-Hose von rabaukowitsch. Den süßen MiniHome-Jersey durfte ich für Trolinum vernähen, und da habe ich auch den passenden Fischgrätsweat her, aus dem ich die Hose genäht habe. Das Set ist mega kuschelig und der Bub trägt es total oft bei diesem nieseligen Frierewetter.
So, jetzt muss ich die kostbare Mittagsschlafzeit aber flott für die Wäsche nutzen, bevor die Großen vor der Tür stehen und nach Futter verlangen... :D
Hasenwilde Grüße
Johanna

















