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Dienstag, 6. Juni 2017

ausgefüllt

Schon wieder ein Ferienpost. Irgendwie ist das gerade schon bezeichnend für meine Schreibmotivation. :D :D Woran das liegt? Ich weiß auch nicht. Das Leben ist grade einfach ausgefüllt. Nicht übermäßig stressig-ausgefüllt, aber eben angenehm gefüllt.



Gefüllt mit Familie, mit der Arbeit, mit Haushalt, mit Garten anlegen, mit Treffen mit Freunden, mit Musik, mit dem ein oder anderen ehrenamtlichen Nebenjob, mit Spaß, Grillen, Vorlesen, gutem Essen, Sport, gemütlichem Kaffeetrinken genauso wie Korrekturen und Arbeit, mit einem abendlichen Glas Wein auf der Terrasse, dem ein oder anderen herausgeschlagenen Stündchen an der Nähmaschine, mit Memory und Uno, Besorgungen, und manchmal auch einfach einer ruhigen halben Stunde auf dem Sofa.


Und das ist gut so gerade. Ich mag mein Leben. Ich versuche, die schönen Momente so zu nehmen und zu genießen, wie sie kommen, und auf meinen Bauch zu hören. Die Kuschelmomente oder den ein oder anderen Moment für mich festzuhalten und auszukosten, statt dem ständigen "du könntest aber noch" nachzugeben. Man könnte ja immer noch. Schule, Haushalt, Blog,... Aber es gibt genug Dinge, um die man sowieso nicht herumkommt - die anderen muss man auch einfach mal schieben können.


Tja, und deswegen ist es eben manchmal ruhiger hier. Nicht, weil ich nichts zu sagen oder zu zeigen habe. Nicht, weil irgendwas schlimmes passiert ist. Nur, weil das Leben gerade interessanter ist. Und Platz braucht.


Im Moment genießen wir als Familie ein paar freie Tage. Wir haben uns in das Familien-Feriendomizil im bayerischen Wald zurückgezogen und machen - naja, Feriensachen eben. Diese kleine Wohnung hier gibt es schon, seit ich ein Kind war. Sie ist wie ein zweites Zuhause - und ein guter Zufluchtsort, wenn wir mal ein paar Tage rauswollen. Wenn die To-Do-Liste einfach mal zuhause bleiben soll und die Familie im Mittelpunkt stehen darf. Wenn der Familienurlaub noch lange hin ist, aber eine kleine Auszeit nötig. Es ist ein bisschen wie woanders daheim. Und wir genießen es immer wieder - jede Jahreszeit hat hier ihren Reiz.


Egal, wie oft wir schon hier waren, es gibt immer etwas zu tun. Dinge, für die die Mädels bisher zu klein waren. Dinge, die man immer wieder machen kann. Und auch immer wieder etwas Neues, was wir einfach bisher noch nicht entdeckt haben. Den heutigen Vormittag haben wir im Museumsdorf verbracht - und die Mädels hatten richtig Spaß an den alten Häusern, den Geschichten, den Tieren und dem Flair, dass das alte Dorf verbreitet. Inzwischen regnet es und wir nutzen die Zeit zum Lesen, Malen, Mensch-ärgere-dich-nicht-Spielen und Reden. Der Teig für die Rahmflecken, die es später geben soll, ist schon vorbereitet und es folgt auch sicher noch eine abendliche Uno-Runde vor dem Einschlafen. Ferien eben.


Nebenher seht ihr hier ein sommerliches Outfit für die Große. Die süße Piratenkatzen-Appli durfte ich für Stick&Style testen - und sie kam total gut beim Tochterkind an. Wir lieben's ja bunt, und die freche Katze lädt absolut zum Farbklecksen ein und ist noch dazu für Jungs genauso gut einzusetzen wie für Mädels. Auf einem schlichten Shirt kommt sie super zur Geltung - kombiniert habe ich das Outfit mit einer Chino-Shorts von Feefee, die meine Große total gern trägt.


Hier geht's zur Applikationsvorlage "Piratenkatze":

Applikationsvorlage Piratenkatze

Ich widme mich dann mal wieder dem Familienleben - vielleicht lesen wir uns jetzt in den Ferien ja wieder öfter. Vielleicht auch nicht. Mal sehen, was das Leben so für uns bereithält, oder?

Hasenwilde Grüße
Johanna

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Schwestern eben

Bei diesem tristen Regenwetter hilft nur eines - Farbe ins Grau! :D


Da kommen die Rainbow-Stoffe von Stoffversand4u ja gerade rechtzeitig - das ist nämlich die ultimative Farbexplosion bei Regenwetter. Bunt gegen schlechte Laune, sozusagen.


Die Mädels haben sich sehr gefreut, dass mal wieder eine Geschwisterkombi für die beiden rausgesprungen ist. Die Kleine will ja nach wie vor immer das, was die Große hat. Daran hat sich in den letzten dreieindreiviertel Jahren nichts geändert. :D


Und die Große stört es eigentlich nicht, wenn ihre Schwester die gleiche Brotzeit, die gleiche Farbe Luftballon, das gleiche Kleid, die gleiche Art Jacke braucht. Die zwei verstehen sich wirklich gut und spielen wirklich meistens total schön miteinander. Nur, wenn es dann um bestimmte Spielzeuge geht, kriegen sie sich manchmal in die Haare.


Weil die kleine Madame Hasenwild immer das spielen muss, was sich die Große gerade hergerichtet hat. Meistens funktioniert das ganz gut und sie spielen dann mit- oder nebeneinander - aber manche Dinge teilen sich auch schlecht. Tiptoibücher zum Beispiel. Aber ich gebe zu, Rabenmutter, die ich bin, sehe ich nicht ein, alles doppelt zu kaufen. Die beiden müssen in der Hinsicht einfach das Abwechseln lernen - und das schadet beiden sicher nicht. :)


Interessanterweise zieht regelmäßig die Große den Kürzeren, wenn es um Spielzeugdiskussionen geht. Der kleine Sturkopf ist da einfach penetranter. Manchmal kann ich nur den Kopf schütteln, wenn die Große nachgibt, zum nächsten Spielzeug zieht und sofort von der Kleinen (wenn sie einen schlechten Tag hat) verfolgt wird, die ihr auch das wieder abnimmt. Wenn das dann ein paar Mal so ging, steht meine große Tochter mit Tränen in den Augen vor mir und findet die Welt ziemlich doof. Verständlicherweise.


Manchmal macht mir das ein bisschen Angst, dass es ihr so schwer fällt, sich energisch durchzusetzen. Irgendwie braucht man das im Leben, denke ich. Traurigerweise gehen die, die sich immer hinten anstellen, oft leer aus. Auf der anderen Seite - auch die Große hat ihre Mittel und Wege, das zu bekommen, was sie möchte. Sie zeichnet sich durch eine Beharrlichkeit aus, die an einen tropfenden Wasserhahn erinnert. Und sie ist geduldig. Irgendwann legt die kleine Schwester das Tiptoibuch, den Pferdestall, die Puppe aus der Hand und wendet sich anderen Dingen zu - und dann schnappt die Große zu und verzieht sich mit ihrer Beute schleunigst in ihr Zimmer. Friedlich, ohne Streit, ohne laut zu werden - und trotzdem erfolgreich. :D


Jede hat so ihre Überlebensstrategie. Bestimmt werden sie beide gut durchkommen - die eine eher leise und zurückhaltend, die andere energischer, aber mit einer unglaublichen Empathie. Jede auf ihre Art. Jede anders und doch ähnlich. Sie werden sich unterstützen, sich die Meinung sagen, streiten, versöhnen und sich aufeinander verlassen können. Schwestern eben. <3


Für Stoffversand4u durfte ich die regenbogenbunten Bio-Blockstreifen-Jerseys "Rainbow Blockstreifen Boys" und "Rainbow Blockstreifen Girls" vernähen. Zwei Issy-Tunikas von Feefee sind es geworden und gepimpt habe ich sie mit einer Freihandstickerei nach dem Freebie von Missichen. Das Herbstmädchen mit dem Regenschirm passt nämlich hervorragend zum aktuellen Nieselwetter - und man kann sie super über Leggings, Jeggings, Treggings tragen, was im Moment die absolute Bedingung der Hasenkinder ist. Strikte Knopfhosenverweigerung betreiben die beiden nämlich aktuell. :D



Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 15. Februar 2016

Warum...?

"Mama, warum....?". Kennt ihr das? Wenn jeder einzelne Satz mit einem dicken "warum" startet und der Fragensteller alles, aber auch wirklich alles über Gott und die Welt wissen will, bis man das Gefühl hat, man hätte tatsächlich Löcher im Bauch von der ganzen Fragerei?


Was meine große Tochter alles wissen will ist jedenfalls unglaublich. Jede Situation, jeder Blick, jede neue Erfahrung kann einen ganzen Fragenmarathon aufwerfen - und die Antworten sind manchmal gar nicht alle so einfach aus dem Ärmel zu schütteln. Jede in den Augen der großen Hasentochter ungenügende Antwort hat außerdem mindestens zehn weitere Fragen zur Folge. :)


Und was sie da alles so wissen will! Warum sagt man bei Schafen "Herde" und bei Wölfen "Rudel"? Und wie leben dann Rehe? Ob das Kamel heiße Füße bekommt, wenn es in der Wüste zu lange auf einem Platz steht? Und warum haben Zwillinge am selben Tag Geburtstag, aber sie und ihre Schwester nicht? Und wie viele Glühwürmchen braucht man auf dem Kopf, damit man mit dem Licht in der Dunkelheit ein Buch anschauen kann? (Die letzte Frage kam gestern Abend auf, die finde ich besonders philosophisch :D )


Ihre Neugier ist ungebrochen, sie will die Welt für sich entdecken und alle ihre Geheimnisse lüften. Ich finde das so spannend zu beobachten. Und so als gerade-Fünfjährige ist sie selbstverständlich der Meinung, dass die Mama auf alle Fragen der Welt eine Antwort hat. Wobei wir hin und wieder schon auch was nachlesen müssen. Oder damit leben, dass eine Frage auch mal unbeantwortet bleiben muss. :)


Das Hasenkind kann sich aber auch irre viel merken. Eine Frage stellt sie selten zweimal und die Antworten, die sie nach bestem Wissen und Gewissen von mir bekommt, werden im Kopf hin und her gedreht, umformuliert, dann bekommt Anna (von unserer unsichtbaren Mitbewohnerin habe ich euch ja letzte Woche HIER schon erzählt) die Sachlage nochmal erklärt, wahlweise auch die kleine Schwester, und dann sitzt das im Langzeitgedächtnis. Jederzeit abrufbar, in den unmöglichsten Situationen. Wahrscheinlich für immer. Wenn nicht noch länger. Beneidenswert einerseits. Andererseits leidet dafür hin und wieder die Speicherkapazität für Kurzaufträge. "Deck bitte den Tisch" überschreitet zum Beispiel offensichtlich bereits nach dem zweiten Teller das Speichervolumen.... ;) Kein Wunder, wenn die Hirnschubladen mit so viel wichtigeren Informationen belegt sind.... :D


Jedenfalls war mir vollkommen klar, was aus dem wunderschönen Fuchs-Jersey werden sollte, den mir Alles-für-Selbermacher zum Vernähen zur Verfügung gestellt hat: Ein Schlaufuchs-Hoodie sollte es sein für die kleine Weltentdeckerin. Schnittgrundlage ist die Hoodie-Variante der Issy von Feefee (geliebter Schnitt!!). Aufgepeppt habe ich den unifarbenen Jerseysweat zunächst mit Glitzerspray und Glitzerfarbe, um die Glühbirne später zum Leuchten zu bringen. Danach habe ich den Fuchs, die Glühbirne und das Schlaufuchs-Schildchen freihand aufgenäht. Die Buchstaben sind mit Textilfarbe auf grobes Leinen gestempelt. Die mit eingefassten Bindebändchen am Rand der Passe und die beiden Knöpfe vorn an der Kapuze schicken den Hoodie noch ein bisschen auf, und TADAAAAA! :D


Der Fuchsjersey ist GOTS-qualifiziert und wunderbar angenehme Qualität, direkt zum Reinlegen und Einwickeln. Und der Pulli ist auf der Liste der Lieblingspullis sowohl beim Hasenkind als auch bei mir ganz nach oben gewandert. Mit den Bündchen hat er noch richtig Wachspotenzial und wird hoffentlich den kleinen Schlaufuchs noch ein Weilchen begleiten! Bei den Fotos mit der Glühbirne hatte das Kind übrigens richtig Spaß - ihr ist ständig ein Licht aufgegegangen... ;) Auch wenn ich hinterher eine große Fragerunde über mich ergehen lassen musste, angefangen mit: "Mama, warum leuchtet die Glühbirne in meiner Hand nicht?".... ;)


Den Fuchsjersey nach dem Design von Andrea Lauren findet ihr hier *KLICK* - und dann könnt ihr euch an die Schlaufuchsausstattung für eure eigenen Schlaufüchse machen!! Wie praktisch, dass der Stoff sowohl für Schlaufuchsjungs als auch für Schlaufuchsmädels passt! Auf dass allen Kindern der Welt ein Licht aufgehe! :D :D


Hasenwilde Grüße Johanna

Freitag, 20. November 2015

Waldmusik

Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich einen Beitrag nachholen, der vor ein paar Wochen vollkommen in der Versenkung verschwunden ist. In ein Loch gefallen. Und schwupps, war er fort. Kennt ihr das?


Dabei ist das im Moment eines der meistgetragenen Kleidungsstücke - aktuell mal wieder in der Waschmaschine... Ich habe also vor ein paar Wochen angefangen, zu den Bildern etwas zu schreiben. Und dann wurde ich unterbrochen. Ich weiß nicht mehr, was es war. Ein Anruf, jemand an der Türe, die überkochende Milch auf dem Herd oder ein Hilfeschrei einer meiner Töchter - keine Ahnung. Der Alltag eben. Der kam mir in die Quere.


Und der kam mir so nachhaltig in die Quere, dass ich den Beitrag an dem Tag nicht fertiggestellt habe. Auch nicht am nächsten. Oder am übernächsten. Er landete auf dem Haufen "Entwürfe" - und geriet in Vergessenheit. Wie ein alter Socken.


Kennt ihr das, wenn man eine Sache anfängt, aber nicht zu Ende bringt, dass das Gehirn die Sache trotzdem in der "erledigt"-Schublade ablegt? Komische Sache mit dem Gehirn, wirklich. Das passiert mir aber öfter. Ich schäle Karotten, werde durch das Telefon unterbrochen, lege die aktuelle Karotte samt Schäler auf das Telefontischchen - und vergesse sie da. Und wenn ich dann kurz vor knapp das Essen fertigmachen will, sind keine Karotten da und ich fange verzweifelt an zu suchen und denke mir "Aber wo ist denn....? Aber ich hab doch schon....? Aber das war doch schon erledigt!!". Bis ich die Karotte auf dem Telefontisch liegen sehe. Dann schüttle ich den Kopf über mich.


Ein Glück, dass mir diese unerledigten Dinge irgendwann in die Hände fallen, damit sie dann doch noch vollendet werden. Manchmal dauert das nur Minuten, manchmal zieht sich das etwas. Aber in diesem Fall wäre es doch wirklich schade gewesen - ich mag die Bilder nämlich wirklich wahnsinnig gerne!


Ich liebe nämlich den Wald. Ich mag die Luft da, die Geräusche, die Ruhe, und vor allem das Licht. Und meine Kinder können sich stundenlang im Wald beschäftigen. Besonders mit Sammeln - Äste, Zapfen, Beeren, Nüsse, Eicheln, Blätter und was sich sonst noch so entdecken lässt.


Die große Hasentochter probiert grundsätzlich alle Materialien akustisch aus. Sie klopft, reibt und sägt Dinge aneinander, raschelt mit Händen oder Füßen durch Blätter, klackert und klopft Zapfen aneinander und schüttelt Eicheln in ihrem Körbchen. Sie erfasst ihre Welt schon immer mit den Ohren und kann nach wie vor an keinem Metallgeländer vorbeigehen, ohne mit irgendetwas dagegen zu klopfen. Ich habe das Gefühl, sie sortiert ihre Umgebung nach ihrem Klang. Ich sehe (und höre) ihr wahnsinnig gerne dabei zu und bewundere ihre Art, Dinge wahrzunehmen. Und sie hat recht. In allem ist Musik versteckt. Man muss sie manchmal nur herausholen. Und je nach Umgebung klingt sie völlig unterschiedlich.


Den süßen Waldtiere-Sweat von Hilco habe ich von Manuela Thiemig (früher MaThiLa) von der Stoffmixbar zur Verfügung gestellt bekommen. Ich bin ja sonst nicht so der Motivfan, aber die schwarzen Tiere auf dem braungrauen Stoff kommen ganz dezent und eher wie ein Musterstoff rüber - und lassen sich optimal mit einer kräftigen Farbe wie meinem fuchsorange kombinieren, ohne dass das sonst schlichte Outfit langweilig aussieht. Der Sweat ist leicht dehnbar und innen kuschelig angerauht - für meine kleine Frostbeule und die frischen Temperaturen im Moment wirklich genau das richtige.


Als Schnitt habe ich mir "Lotta", die Freya-zum-Kleid-Erweiterung von FinnLeys ausgesucht und darauf eine Fuchsmama mit Kind freihand appliziert. Ich wollte gern mal so eine rundumadum-Appli ausprobieren - der Körper und der Schwanz der Fuchsmama reichen über die Seite bis auf den Rücken. Coole Sache. Finde ich einen total witzigen Effekt, gerade, weil die beiden von der Form her sehr einfach gehalten sind, um auf dem gemusterten Stoff schön zur Geltung zu kommen. Die Seitenpassen von "Lotta" habe ich weggelassen, das wäre mir zu viel gewesen. Dafür gabs natürlich die obligatorische Kapuze und ein paar Paspeln aus dem warmen orangen Interlock. :D


In Kombination mit schlichten schwarzen Bündchen und der orangen Leggins wirkt das Waldtiere-Sweat-Kleid jedenfalls super und ist ein absoluter Dauerbrenner im Schrank. <3 Der schicke Waldtiersweat ist leider schon ausverkauft - aber guckt unbedingt in der Stoffmixbar vorbei, im Moment findet ihr da ganz viele kuschelige Unisweats und witzige Motivkombis dazu, und ein passendes Ebook könnt ihr auch gleich noch dazu erwerben! Lohnt sich! Absolut! <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 18. Oktober 2015

Entenfüttern leichtgemacht

Sonntag. Und ich habe endlich mal wieder Lust und Zeit, einen Beitrag für euch zu verfassen.


Heute zeige ich euch eine Premiere. Das ist nämlich das zweite Outfit, das ich rein manuell fotografiert, im RAW-Format gespeichert und dann so mit Photoshop bearbeitet habe. Und das erste davon, das ich euch zeige. Tadaaaaa.


Wahnsinn, ich sags euch. Ich habe Übungsbedarf, und zwar akut. Ihr müsst euch das so vorstellen: im halbautomatischen Modus, den ich bisher genutzt habe, wähle ich einen der drei Einstellungsfaktoren, und die Kamera passt die restlichen zwei so an, dass das Bild gut ausgeleuchtet und möglichst wenig pixelig ist. Im manuellen Modus muss ich das bei allen drei Faktoren selbst tun.


Das heißt, sobald ich meine Position gegenüber meinem Fotomotiv ändere (in diesem Fall die kleine Hasentochter), muss ich meine Einstellungen angleichen, damit die Belichtung passt. Nächstes Mal werde ich dem Kind Betonschuhe anziehen. Halleluja, ehrlich, die ist schnell wie ein Wiesel!


Aufgrund der schicken Enten-Freihandstickerei hatte ich mir so im Vorfeld gedacht, dass es doch sicher lustig wäre, das Kind beim Entenfüttern zu shooten. Ich habe also in weiser Voraussicht ein altes Stück Brot eingepackt. Ich glaube, das war das erste Mal EVER, weil ich sonst diese Entenmästerei nicht unterstütze, die sollen sich ihr Futter ja selber suchen, um überlebensfähig zu bleiben. Aber - das war immerhin die erste Ausnahme, die ich bisher gemacht habe. Ich drücke also beiden Kindern die Hälfte vom Brotstück in die Hand, zeige ihnen, wie man ganz kleine Krümel wegbröselt und gehe in Stellung.



Belichtung einstellen. Die erste Ente nähert sich dem Kind. Das Kind quietscht und flüchtet hinter meine Beine. Ähm, Moment. So geht das nicht. Zweiter Versuch. "Die tun dir nichts!", beruhige ich den Hasen und stelle ihn wieder an seinen Platz. Ich in Position - Belichtung einstellen. Das Kind wirft einen Krümel, sieht die Enten kommen, schreit auf und stürzt sich auf mich. Hmpf. Ich kann so nicht! Die große Hasentochter verfüttert daneben seelenruhig in einer Traube von schnatternden Enten ihr Brot. DAS wäre das gesuchte Motiv. Memo an selbst: Künftige Entenmotive auf die Kleidung der GROßEN!! Ich probiere es also weiter, stelle die kleine Tochter neben die Große, die ihr die Hand gibt. Zur Beruhigung. Ich in Position - Belichtung einstellen. Die Kleine kuschelt sich an ihre Schwester (die selbstverständlich die unfotogenste Outdoor-Jacke trägt, die sie besitzt, und damit definitiv nicht fotokompatibel ist). Ich schieße ein paar Fotos vom rechten Arm und einem Teil Kapuze. Na toll.


Im Endeffekt bin ich ganz schön ins Schwitzen gekommen, bis ich zumindest ein paar Fotos im Kasten hatte. Das Kind war nämlich auch nur unter Protest dazu zu bewegen, sich mal zu mir umzudrehen (um die Vorderseite vom Pulli fotografieren zu lassen) und damit den Enten den Rücken zu kehren.... ;) Ihr stellt euch jetzt also bitte vor, dass da noch mindestens 30 Enten waren, die thematisch perfekt gepasst hätten. Ein einziges Foto mit Ente gibt es. Das halte ich in Ehren. :D


 
 
Zum Glück habe ich so viele Fotos geschossen, dass dann doch einige richtig schöne dabei waren. Der Plan war eigentlich, mit den Fotos am Fotowettbewerb von FeeFee teilzunehmen, aber die ungewohnte RAW-Bearbeitung hat mich so viel Zeit gekostet, dass ich es zeitlich einfach nicht geschafft habe. Hier auf dem Bild seht ihr eines meiner Specials: Zwei Bindebändchen aus dem Bündchenstoff, die ich einfach in die Seitennaht miteingefasst habe, und die sich jetzt an der Seite entweder zum Schleifchen binden lassen oder einfach peppig herunterbaumeln.
 
 
 
 
Der Schnitt ist - na klar - Issy von FeeFee in Pulli-Form. Ein wirklich supergeniales Schnittmuster, ich muss die Bolero- und die Kleidversion unbedingt auch noch testen. Vorne und hinten ist unsere Issy enten-freihandbestickt. Das Motiv habe ich mir selbst gezeichnet, aber ich hab mich inspirieren lassen - Johanna von jojolino hat letztens so ein supersüßes Oberteil mit einer Gans hinten drauf gezeigt, das fand ich fantastisch. Ich wollte unbedingt mal wieder freihandsticken, aber eigentlich war Lieselotte geplant, die Kuh aus klein Hasenkinds Lieblingsbilderbuch. Nach Johannas Bildern konnte ich aber gar nicht anders, als auch ein Federvieh zu nähen...
 
 
 
 
Und weil ich so in Fahrt war, habe ich die gleiche Ente auch nochmal hinten appliziert - von hinten, natürlich!
Den kuschelweichen graumelierten Heavy Bio Sweat (GOTS zertifiziert!) durfte ich für Stoffversand4u probenähen - und der bekommt mein uneingeschränktes Lob! Näht sich wie Butter und ist wirklich total kuschelig. Es gibt ihn übrigens in noch ganz viel mehr schönen Farben - Aprikose hab ich auch noch vernäht, den zeige ich euch demnächst! Hier könnt ihr durch die Biosweatfarben stöbern: *KLICK*
 Den Pulli hat die Tochter die halbe Woche getragen - bis ich ihn gewaltsam in die Waschmaschine verbannt habe. Und ich finde ihn selber echt auch so toll (und das ist nicht immer so bei meinen genähten Sachen!). Der graugemusterte Kombistoff ist übrigens von den Waschbeckenpiraten!
Und das ganze tolle Teil schicke ich ganz flott zu "Ich näh Bio"!
 
 
Hasenwilde Grüße
Johanna



Sonntag, 22. Februar 2015

Hasentochter 4.0

Heeey ihr Lieben!

Als ich gerade eben meine letzten Blogposts durchgeblättert habe, ist mir aufgefallen - ich muss dringend mal wieder meine Mädels zeigen! In letzter Zeit hat mich ja wirklich total die ich-nähe-für-mich-selbst-Welle erfasst. Dabei entstehen nebenher durchaus ein paar richtig süße Mädelsteile - Zeit wird's, dass ihr davon was zu sehen kriegt!!


Die große Hasentochter. Mein großes Mädchen. Vor knapp zwei Wochen hatte die junge Dame Geburtstag, und seither ist sie vier. Wahnsinn. Ist das tatsächlich schon vier Jahre her, dass ich zum ersten Mal dieses weißblonde Minibaby auf den Arm nehmen durfte? Und von Anfang an war dieses Kind etwas besonderes. Ich weiß noch, dass sie nach der Geburt kaum geschrien hat. Sie lag da so auf meinem Arm - und hat geschaut. Hat den Kreißsaal, das Zimmer, die Leute darin regelrecht in sich aufgesaugt. Und so ist sie heute noch.


Die Hasentochter betrachtet die ganze Welt mit einem Staunen. Nimmt alle Details in sich auf. Findet sie wunderbar. Und schaltet dann um in den Entdeckermodus - und dann wird alles ausprobiert, angefasst, aufgemacht, probiert und gedreht. Sie hinterlässt dabei ein erstaunliches Maß an Chaos. Und ihre Erfahrungen und Entdeckungen teilt sie dann bereitwillig ihrer Umwelt mit. Mir. Meinem Mann. Der kleinen Schwester. Wildfremden Menschen auf der Straße. Zur Not dem kleinen Bären, dem Freund durch dick und dünn. Tja, die Eloquenz hat sie von der Mama.... ;)


Sie macht alles zu ihrer Zeit. Wenn sie etwas lernen will, dann lernt sie das. Vollkommen egal, ob es ums Laufradfahren, ums Puzzlespielen oder ums Turmbauen geht. Und wenn sie nicht will, dann will sie nicht. Dann hilft auch kein "Probier doch mal...". Nein ist nein. Kategorisch.


Ich beobachte mit Staunen und Begeisterung, wie sich meine kleine Maus entwickelt, wie sie dazulernt, wie ihre Persönlichkeit reift und wie sie für sich ihre Vorlieben, ihre Hobbies und die Welt um sich herum entdeckt. Und ich lerne so viel von meinen Kindern. Innehalten. Staunen. Den Augenblick genießen. Fünfe gerade sein lassen. Ich genieße es, wenn die zwei mit mir ihre einzigartige Sicht auf die Welt teilen.



Und weil die Mädels so wahnsinnig schnell wachsen, sich und ihre Vorlieben verändern, gibt es zu jedem Geburtstag ein paar Momentaufnahmen von den Vorlieben und Einstellungen der Hasenkinder. Ich glaube, dass wir das später mal gemeinsam lesen werden und über so manches laut lachen.....



Heute ist also die große Hasentochter dran:
Mit vier Jahren...
- liebt sie Nudeln. Entweder Bolognese oder auch gern "nackert" (ohne Soße :D )
- hat sie das puzzlen für sich entdeckt und puzzlet den ganzen Tag fleißig - inzwischen sind 48-Teile-Puzzle kein Problem mehr für sie
- wird sie nach wie vor überallhin von ihrem allerbesten Freund, dem kleinen Bären begleitet. Der besteht inzwischen aus mehr Flicknähten als ursprünglichem Stoff, ist aber die unangefochtene Nummer Eins....
- braucht sie keine Puppen - umsorgt wird vor allem der kleine Bär, aber auch ihre Kuscheltiere
- trägt sie am liebsten bequeme Kleidung - nach dem Kindergarten schlüpft sie sofort in Jogginghose und ein bequemes Jerseyoberteil, und Kleider und Röcke gehen im Moment gaaaaar nicht....
- lebt sie im Moment voll die "Ja, Mama, aaaaaaaaber....."-Phase aus
- pritschelt sie nach wie vor wahnsinnig gerne mit Wasser - da wird schon mal das Waschbecken (und der komplette Boden Drumherum) unter Wasser gesetzt, damit die Flüssigkeitsexperimente durchgeführt werden können...
- tobt sie mit Begeisterung im Schnee, macht haufenweise Schneeengel und flitzt allein mit dem Bob unseren Schlittenberg hinterm Haus hinunter
- kann sie richtig süß zu ihrer kleinen Schwester sein - wenn sie will.... (das beruht aber auf Gegenseitigkeit... ;) )
- liebt sie LiederCDs und Hörspiele mit Musik - im Moment läuft Rolf Zuckowskis "Vogelhochzeit" rund um die Uhr


Und jetzt gibt es noch ein paar Infos zum dem superbequem-Schnitt, den die Hasentochter da trägt. Der Bequemlichkeitsfaktor ist bei ihr ja ganz wichtig, aber der Kroodie von FinnLeys hat den Hasenmädchen-Cosy-Test mit Bravour bestanden.... :D Grundlage ist der Pullunder "Freya", den ihr ja schon HIER und HIER von mir gesehen habt - jetzt gibt es eine Erweiterung dazu, die nicht nur 3 verschiedene Ärmelvarianten, sondern auch verschiedenste Kragenversionen und eine neue Tasche bereitstellt - hier bei mir seht ihr die Basic-Ärmel und den Cross-Over-Kragen. Die Einsätze habe ich aus Feincord genäht und mit einer orangen Paspel verfeinert, und selbstverständlich GEHÖREN die Ellenbogenpatches dahin, wo sie sind. Wer will schon Ellenbogenpatches auf den Ellenbogen??? ;)


Bestickt ist unser Kroodie mit einer Vogelschar auf zwei Seilen. Ich hatte irgendwo einen wunderbaren Stoff mit lauter Vogelshilouetten gesehen, den es dann nicht mehr zu kaufen gab - also hab ich mir die Vögel selbergemacht. Die Hasentochter findet sie gut - "Da flieg ich gleich mit davon, Mama!".

 
 
Hier noch die Links zum Kroodie direkt - ihr könnt die Erweiterung einzeln erwerben, wenn ihr schon stolze Besitzer der "Freya" seid *KLICK* ooooder aber euch die Freya dazukaufen und mit beidem zusammen ungefähr Millionen Variationen ausprobieren - *HIER* geht's nochmal zum Ebook "Freya"!
 
Und damit wünsche ich euch noch einen wunderbaren Sonntagabend - macht's euch schön!
Hasenwilde Grüße
Johanna