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Sonntag, 27. September 2020

Herbstputz

Ihr Lieben,

heute habe ich ein Outfit für euch, von dem ich überzeugt war, dass ich es euch schon längst gezeigt habe. Der Bub trägt es ständig. Momentan liegt es allerdings auf dem Nähtisch, weil ich versucht habe, ein paar hartnäckigen Flecken bei 60 Grad den Garaus zu machen, und das hat leider das Label nicht überlebt. Ich hab das aber noch drei bis zwölfmal (von Laleloup ist das übrigens, meine Top-Adresse für witzige Labels) in meiner Schublade, also kein Problem - einmal ausgetauscht, Lektion gelernt, Hose zurück in den Schrank. :D


Wir stecken gerade mitten im Herbstputz. Doch, habt ihr richtig gehört. Den Frühjahrsputz haben wir irgendwie verpasst. Alle Menschen um uns herum haben während der Shutdown-Corona-Zeit ihr Haus auf Vordermann gebracht, aber mein Mann konnte (glücklicherweise) ganz normal arbeiten und ich war mit drei Kindern und Homeschooling doch dezent eingespannt (zudem wir ja die Omas nicht in Beschlag nehmen wollten), und deswegen habe ich - gefühlt als einziger Mensch auf dieser Welt - während dieser Zeit noch weniger im Haushalt zustande gebracht als sonst.


Ich bin grundsätzlich mit dem täglichen Kram (Spülmaschine, Bäder halbwegs sauber halten, Kochen, Küche, Wäsche,...) durchaus ausgelastet. Nebenher betreue ich den Bub und nachmittags die Mädels bei den Hausaufgaben, halte meine Kurse und was ich sonst so an Nebenjobs angesammelt habe und verbringe auch sehr gerne intensiv Zeit mit den Kindern, egal womit. Dabei bleiben die "Specials" im Haushalt - Fenster putzen, Schubladen auswischen und durchsortieren und solche Sachen - oft liegen. 


Ich kann ja ganz gut mit ein bisschen familiärem Chaos leben. Dafür nehme ich mir hin und wieder Zeit für mich. Aber manchmal braucht man einfach einen Anlass, um mal wieder das ganze Haus auf den Kopf zu stellen und so richtig durchzupusten. Wenn dann alles ordentlich und geputzt ist, mag ich das nämlich schon auch recht gerne. :D


Wir nutzen jedenfalls die anstehende Erstkommunion nächsten Sonntag, um mal wieder so richtig klar Schiff zu machen. Eigentlich kommen zu diesem Fest ziemlich genau die Menschen, die auch zu jedem unserer Geburtstage kommen, und dafür stellen wir auch nicht das ganze Haus auf den Kopf. Aber wie gesagt, manchmal braucht man eben einen Anlass. Und so verbringen wir gerade allesamt unsere Zeit damit, Kinderzimmer komplett durchzusortieren und auszumisten, Fenster zu putzen, Küchenfronten und Schubladen zu schrubben und was sich eben so an zusätzlicher Putzarbeit angesammelt hat, abzuarbeiten.


Die Kinder helfen mal mit mehr, mal mit weniger Motivation (auf Schränke klettern, um oben Staub zu wischen, finden sie beispielsweise recht lustig) und schön langsam lichtet sich die üppige To-Do-Liste. Die Woche wird sicherlich noch voll, aber wir freuen uns schon auf ein richtig schönes Familienfest im kleinen Kreis am Sonntag - schließlich wartet das Tochterkind schon seit Ende April auf ihren großen Tag. Wahrscheinlich fegt am Sonntag dann die Verwandtschaft, die momentan mit vielen Kleinkindern gesegnet ist, wie ein Tornado durch's Haus. :D Aber dann ist es zumindest wieder sauberes Chaos. :D


Unser Kleinster wuselt jedenfalls geschäftig mit uns durch die Zimmer, patscht fröhlich im Putzwasser oder klettert unerlaubterweise die aufgestellten Leitern hoch und runter. Je bequemer die Kleidung da ist, desto besser. Ich liebe ja Latzhosen an dem kleinen Kerl. Erstens sehen sie superlässig aus an ihm und zweitens rutscht die Hose einfach nicht dauernd über den süßen kleinen Kinderhintern, sondern bleibt relativ zuverlässig da, wo sie hingehört. Und gerade in der Herbstzeit - das hat meine Oma schon immer gesagt - müssen die Nieren warm bleiben. Sonst, Kind, wirst du krank. So ist das nämlich. Hätte sie nicht so viel reden müssen, wenn ich einfach bis ins Erwachsenenalter Latzhosen getragen hätte. :D


Die Hose ist nach dem Overall-Ebook von Lowland entstanden. Das ist ein superschicker Schnitt, allerdings auf Englisch! Den Stoff "Light Stripes" durfte ich für die liebe Sabrina von "Am liebsten Sorgenfrei" vernähen, die ihn für Alles-für-Selbermacher designt hat - und da gibt es auch noch ein paar Restchen, die verlinke ich euch direkt HIER. Obendrauf eine Jeanstasche, die ich einer aussortierten Jeans entwendet habe. Dazu gab's eine Mietze von rosarosa aus Stoff aus dem Fundus, ein Tuch nach dem Freebook von rosarosa und die Mütze ist eine Käptn Kukka von Rabaukowitsch aus einem leichten Leinenstoff von Namijda vom letzten Jahr. Das Kind ist DIY. Und gut gelungen. Nur, falls ihr euch wundert.


Hasenwilde Grüße
Johanna

Dienstag, 8. Oktober 2019

kastaniengefüllt

Ihr Lieben,

heute hab ich mal wieder was vom Babybub für euch. Der süße Kerl macht einen Schub nach dem anderen, ich sags euch - und inzwischen macht das Fotoshooting mit ihm richtig Spaß, ist aber auch echt anstrengend! Hier ein kleines Update mit ganz vielen süßen Fotos!


Inzwischen setzt sich der kleine Kerl zuverlässig selbstständig hin. WOHIN, das ist ihm vollkommen schnuppe. Wenn da ein Blumentopf, ein Fuß, oder ein Hausschuh im Weg steht, rutscht er mit dem kleinen Windelpops einfach so lange hin und her, bis da Platz ist zum Sitzen. Die Sitzplätze seiner Wahl sind nämlich alternativlos. :D :D


Er zieht sich hoch. An allem. Und jedem. Er steht im Laufstall, am Kamingitter, an Stühlen, Tischbeinen, Menschenbeinen, Regalen, am Sofa und bei Bedarf auch im Schlafsack im Bett. Zur Schlafenszeit, versteht sich. Die Taktik ist einzigartig: Aus dem Knien hochschieben, so dass er quasi auf der Oberseite der Zehen steht, dann dreht er die Füße richtigrum. Und quittiert seine neue Lage mit einem begeisterten "Ouiiiiiiiiiiiii!"


Und er krabbelt. Wie eine Rakete. Dabei wackelt der kleine Windelhintern wie ein kleiner Propeller hin und her, wenn er in rasendem Krabbelgalopp durch die Räume fegt. Was heißt, notgedrungen wird hier gerade wieder viel geputzt. Denn jede Staubflocke, die an den kleinen Händen hängen bleibt, wird hingebungsvoll abgeleckt. Mjam.


Der kleine Held ist außerdem ein bisschen verdellt. Denn manchmal schieben die Füße schneller, als die Hände krabbeln können, und das Hirn tritt einen steilen Sinkflug Richtung Fußboden an. Stein, versteht sich. Hin und wieder testet er auch, ob er schon ohne Festhalten stehen kann. Kann er nicht. Und kippt rückwärts um wie eine kleine Statue. Mit einem sehr verblüfften Gesichtsausdruck, der fast schon wieder lustig ist.


Jetzt kommen wir zu den ernsten Themen des Lebens: Das Essen. Feste Nahrung findet der Kerl immer noch so naja. Also, an die Lieblingsnahrungsquelle unter Mamas Oberteil kommt das Breizeug ja beileibe nicht ran. Leider tendiert er deswegen dazu, sich nachts den Bauch vollzuschlagen, um tagsüber meine Breiangebote großzügig ausschlagen (bzw weitschweifig ausspucken) zu können. Aber es wird. Der abendliche Pre-Milch-Brei scheint ganz in Ordnung, und überhaupt ist alles interessant, was er inzwischen schon hier und da vom Familientisch probieren darf. Gedünstete Kartoffel- oder Karottenstückchen, Gurke oder ein Stück Vollkornnudel. Manchmal kommen die Stückchen dann beim Zu-Bett-Bringen vor der abendlichen Stillmahlzeit aber auch wieder zum Vorschein. Leicht ausgelutscht.


Zähnchen hat der Babybub inzwischen zwei. Das reicht auch, finden wir, so nörgelig wie der beim Zähnekriegen wird. Zwei ist vollkommen genug. Echt. Mein Papa hat die Theorie, dass die Bernsteinkette, die ihm das Zahnen erleichtern soll, die Zähne alle drinnen hält - und würde ich ihm die mal abnehmen, würde das ganze Gebiss auf einmal heraushüpfen. Wer weiß. Ich teste das aber lieber nicht. Erst, wenn er alt genug für Schmerztabletten oder sowas ist. :D :D


Der Schlaf. Mh. Leidiges Thema. Klappt phasenweise gut. Und dann eben auch nicht. Nachdem sich der junge Herr ja nachts immer sattfuttern muss, unterbreche ich die Nächte momentan eher häufiger - aber nach dem Essen schläft er normalerweise sofort wieder ein, und auch morgens ist er normalerweise vor halb acht/halb neun nicht freiwillig aus der Nachtruhe zu holen. Geschlafen wird im Moment nur mit Nachtlicht, weil der Bub bei Dunkelheit die komplette Krise bekommt. Aber was tut man nicht alles - wenn er dann schläft. Süß ist er nämlich schon im schlafenden Zustand. Sehr süß.


Das herbstliche Outfit ist komplett aus Schnitten von Rabaukowitsch entstanden - die Hose, Käptn Floki, stand schon ganz lang auf meiner Liste. Davon brauche ich unbedingt auch noch so eine lässige Knickerbocker-Version, die finde ich soo soo süß! Hier habe ich sie aus etwas festerem Strickstoff von Namijda genäht und mit Lederpatches gepimpt. Und mit Paspel. Wenn ich Ingas Schnitte nähe, fällt mir immer wieder ein, wie viel Spaß Paspeln machen. Ich hab gleich vorsichtshalber wieder einen ganzen Schwung bestellt, damit ich das nicht nochmal vergesse.


Die Mütze heißt Käptn Kukka, und ihr findet sie bei mir immer wieder - für den Babybub ist das schon die dritte Version. So lässig - da kommt kein anderer Mützenschnitt ran!! Und aus dem Strick und mit Bündcheneinsatz hält sie auch im Herbst den kleinen Babykopf kuschelig warm!


Und jetzt der Pulli. Der ist neu, heißt Schlawittchen, und ich durfte ihn probenähen. So ein endgenialer Schnitt, echt! Im Schnitt ist ein Cardigan mit Knopfleiste oder Reißverschluss enthalten, aber für den kleinen Kerl fand ich die Pulliversion einfach superpraktisch! Den gelben Kuschelsweat hab ich bei Tina von Steinblau gekauft, und kombiniert habe ich mit einem Reststück Sweat und Dreifach-Paspel. Die Seitenpassen kann man ganz raffiniert mit Tascheneingriffen verbinden, und auch die Rückenpasse macht echt was her. Sieht er nicht zum Knutschen aus, der kleine Held?
HIER findet ihr den Schlawittchen-Schnitt. Den muss man haben. Das sag ich nicht nur so, das meine ich. Mit jeder Faser. Ehrlich!!! Und eigentlich braucht man auch die Floki und die Kukka!!!


Übrigens hat er beim Fotografieren jede dieser Kastanien mindestens einmal im Mund gehabt. JEDE. Auf manchen Bildern sieht man das. Die Hamsterbacken sind also nicht angeboren, sondern nur kastaniengefüllt. :D :D


Da habt ihr heute aber eine volle Babybilderdröhnung bekommen. Aber was sein muss, muss sein. Die zweite Kombi mit einem genähten Schlawittchen ist aber auch zuckersüß, wartet nur ab... <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 8. September 2019

Sommerfreuden

Schön langsam tauchen wir wieder auf aus dem Ferienfeeling. Schön langsam muss sich hier auch wieder ein bisschen Rhythmus etablieren. Und außerdem muss ich dringend schön langsam die Bettgeh- und Einschlafzeiten wieder in die richtige Richtung modifizieren.... :D Schade eigentlich. Wir hatten uns echt daran gewöhnt....


Die Sommerferien waren einfach wundervoll. Dieses Jahr ganz besonders, weil mein Mann seit Mitte August einen Monat Elternzeit hat und wir tatsächlich fast einen ganzen Monat alle fünfe ungebunden waren. Wir sind spät ins Bett gegangen und spät aufgestanden, waren ganz viel Schwimmen, wir haben gegrillt, Leute eingeladen und einfach in den Tag hineingelebt.
Zusätzliches Programm war kaum nötig - die Mädels haben es sehr genossen, einfach tun und lassen zu dürfen, was sie wollten. Sie haben unendlich viele Hörspiele gehört und waren gefühlt mehr im Wasser als an der Luft. Richtig Sommer eben.


Ein Highlight waren die zwei Wochen Urlaub, von denen wir am Mittwoch heimgekommen sind.
Mit dem Wohnwagen in den Süden, Italien, Strand, Meer, gelato, Pasta und Pizza... Ich habe noch die Sonne im Kopf und den Pinienduft in der Nase. Auf dem Heimweg haben wir noch zwei Tage die Dolomiten genossen, mit fantastischem Ausblick, Kabinenbahnfahrt und einer ausgiebigen Bergwanderung. Ja, doch, so müssen Sommerferien aussehen. Und doch, ich könnte auch noch mehr davon vertragen. Echt.


Ja, aber, was war denn mit dem Baby??, fragt ihr jetzt vielleicht. Der Babybub. Der kleine große. Der entwickelt sich prächtig, robbt inzwischen wie ein Großer und bringt sich auch schon fleißig in Krabbelposition. Er kräht und lacht, und manchmal schimpft er auch ordentlich. Und er fügt sich außerordentlich gut in unsere Familie ein. Ja, was war mit dem? Er war eben einfach überall dabei.


Er hat jeden Tag im Meer gebadet, und manchmal auch zusätzlich noch im Pool. Er hat auf der Krabbeldecke am Strand gespielt, und ich musste ihn hin und wieder daran hindern, den kompletten Sandstrand aufzufuttern. Er war an unserem Stellplatz am Boden auf einer Decke oder im zum Laufstall umfunktionierten Reisebett und hat da gespielt. Er hat jeden Ausflug mitgemacht, bei jedem Wetter und jeder Temperatur, war in der Trage, im Kinderwagen, auf dem Arm, wie auch immer es uns am unkompliziertesten erschien. Abends ist er mit an die Uferpromenade zum Eisessen gekommen oder hat dem Mittelkind beim Tanzen im Miniclub zugeguckt. Autofahrten in jeder Länge hat er verschlafen oder verspielt. Und nachts hat er brav neben mir geschlafen, an seinen Hasen oder auch an mich gekuschelt und ist morgens fröhlich krähend zum Frühstück (oder Spätstück) aufgestanden.


Wir haben dabei genau so viel Rücksicht auf ihn, seine Vorlieben und das, was ihm gut tut genommen wie auf jedes andere Familienmitglied. Und es hat prima funktioniert. Absoluter Luxus war dieses Jahr auch, dass meine Eltern den gleichen Campingplatz angefahren haben wie wir - so waren zusätzlich noch zwei Großeltern zum Schieben, Unterhalten, Kuscheln und Spielen da. Das haben wir allesamt sehr genossen.


Ich habe auch mal wieder ein paar Babybub-Bilder für euch. Anfang August waren wir auf eine Hochzeit eingeladen, und ich habe den jungen Herrn standesgemäß eingekleidet. Ich habe eine Großbestellung bei Namijda getätigt und mich dann an der Nähmaschine verschanzt... Entstanden ist ein Hugo von Konfettipatterns in Kombination mit einer Käptn Kukka-Mütze von Rabaukowitsch. Der Stoff ist ein weicher gestreifter Sommerleinen von Namijda. Dazu gabs auch noch eine Jacke aus Grobstrick - aber die zeige ich euch nächstes Mal, ich habe nämlich unendlich viele süße Bilder davon!


Jetzt muss ich noch das Einschulungskleid für das Mittelkind fertignähen und die Schultüte füllen (und fotografieren!!!), damit für nächsten Dienstag alles bereitsteht. Und dann stürzen wir uns wieder in den wilden Schulalltag!

Hasenwilde Grüße
Johanna