Ihr Lieben,
das Sommerloch ist überwunden, weiter geht es hier mit neuer Motivation. Ich weiß schon, das sage ich dauernd, und dann dauert es wieder 6 Wochen, bis ihr was von mir lest. Aber was soll ich sagen? Das Bloggen braucht einfach seine Zeit, und manchmal stecke ich die lieber in die Nähmaschine. Oder sonstige Dinge. Was zu einem gewissen Rückstau an hübschen Fotos (und leider auch einem Rückstau an unfotografierten Mama-Kleidern) geführt hat. Machen wir uns mal dran, ne?
Also. Der Schulalltag ist zurück. Zumindest einigermaßen. Das hat Vor- und Nachteile.
Dickster aller dicken Nachteile: Das frühe Aufstehen. Nicht mal der Kleinste in der Familie schlägt zur Ferienzeit seine Äuglein vor halb neun auf. Klar, dafür stehen die Kids auch einfach etwas länger abends auf der Matte - aber damit kann ich gut leben. Solange sie sich unauffällig verhalten. Das wissen sie. :D :D Jedenfalls haben mein Biorhythmus und der morgendliche Wecker irgendwie keinen direkten Draht zueinander, und auch die Ladies muss man mehrmals wecken und irgendwann mit schlimmsten Konsequenzen bedrohen, bevor sie sich aus ihrer Schlafstatt erheben. :D :D Ich weiß auch nicht, woher sie das haben. 😇
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Ich habe euch, glaube ich, schon ein paar Mal erzählt, dass ich niemand bin, der das Ferienende herbeisehnt. Ich komme gut mit mir selbst klar, und auch meine Mädels kommen da nach mir - die beschäftigen sich recht harmonisch miteinander oder eben einfach mit einem Buch, einem Hörbuch, mit Bastelmaterial oder was ihnen sonst noch so einfällt. Von uns aus könnten die Ferien immer doppelt so lang dauern. Ich könnte auch nicht sagen, dass es da keinen Lernzuwachs gibt. Die beiden haben haufenweise Bücher gelesen, Geschichten erfunden, die Große hat der Mittleren die Schreibschrift gezeigt und mit ihr in mühevoller Kleinstarbeit ein Schreibschriftplakat gestaltet und sie haben - wie schon ihr ganzes Leben lang - mir Löcher in den Bauch gefragt. Über dies und das, Sternbilder, Wiesentiere, Politisches, über Corona und allgemein Infektionskrankheiten, über Soziales und was sie eben sonst so beschäftigt hat. Und ich bin Rede und Antwort gestanden, soweit ich helfen konnte, und habe mit ihnen das Internetz befragt, wenn dem nicht so war.
Wir haben also den Schulstart nicht herbeigewartet, aber jetzt, wo er da ist, ist es auch nicht schlecht. Das frühe Aufstehen garantiert definitiv einen produktiveren Vormittag, der Kleine hat exklusive Mamazeit, das Chaos, das ich vormittags beseitige, wächst nicht parallel dazu in unermessliche Höhen und die Kinder fallen abends wirklich müde in die Federn. Trotzdem haben wir die Wochen schon gezählt, bis die Herbstferien kommen... ;)
Der Beinbruch der Großen ist inzwischen wieder gut verwachsen, alle Schrauben sind entfernt (bis auf eine kleine Beilagscheibe, die leider nicht mehr vom Knochen zu trennen war und deshalb als ewiges Andenken darin verblieben ist) und das Kind läuft wieder krückenfrei. Sie humpelt immer noch ein bisschen, weil sie sich die Schonhaltung wirklich sehr konsequent angewöhnt hat, aber ansonsten sitzt alles bombenfest. Ab morgen geht's zur Krankengymnastik um die Gelenkkapsel, die durch die Narben etwas starrer geworden ist, wieder gut elastisch zu kriegen. Und dann traut sich die Maus hoffentlich auch bald wieder auf's Fahrrad. Die Familienradtouren gehen mir nämlich inzwischen richtig ab.
Mit großen Schritten geht es auch endlich auf die Kommunionsfeier zu, die im April ja nicht stattfinden konnte. Die Planungen laufen auf Hochtouren und das Kind hat ein arbeitsreiches Wochenende mit Beichtaktion, Kirchenführung und diversen Gottesdiensten vor sich. Und wenn das Kind ein arbeitsreiches Wochenende hat, betrifft das die Mama meistens parallel mit. Ärgerlich, das. Aber wir freuen uns auf die Kommunion und ich drücke wirklich die Daumen, dass dieses Mal alles klappt. Ich muss euch hinterher unbedingt erzählen, was sie bekommen hat. Sie wird ausflippen, da bin ich sicher. :D :D
Jetzt muss ich euch direkt noch was zu den süßen Fotos und dem geliebten Outfit vom Bub erzählen. Der Body ist nämlich aus einem von mir sehr neuerdings entdeckten Stoff - Wolle-Seide. Unglaublich, das Zeug. Fühlt sich an wie ein Schmetterlingsflügel auf der Haut und reinigt sich quasi von selber. Größere Flecken bürste ich aus oder gehe mal mit ein bisschen Wasser drüber, ansonsten muss das Teil einfach nur gut durchlüften und es ist (und riecht) wie neu. Beim Vernähen muss man ein bisschen vorsichtig sein, dass man keine Löcher zieht, das werden nämlich Laufmaschen (für euch ausprobiert und geflickt... ;)) Und der Preis ist nicht ohne. Die Qualität aber auch nicht. :D Die nächsten beiden liegen jedenfalls schon unter der Nähmaschine. Als Schnittmuster habe ich den Body mit amerikanischem Ausschnitt aus dem Klimperklein-Buch genutzt und den wundervollen Regenbogenstoff habe ich bei Danisch pur bestellt.
Obendrüber gab's eine Liekedeler Latzhose von Rabaukowitsch. Hab ich vorher noch nie genäht. Dauert seine Zeit, ist aber jede Minute wert. Als Stoff hab ich ein aussortiertes Cordhemd von meinem Papa genutzt. Das ist butterweich, nicht zu warm, aber schön robust. Die Knie- und Poverstärkung sind aus einer alten Outdoorhose geschnitten und halten das Kind auch bei Schmuddelwetter schön trocken. Die Hose ist schon eine Weile fertig und ich liebe die. Dauernd am Kind. Wenn das Wetter dafür passt, zumindest. Die Mütze obendrüber ist eine Malia von Pom und Pino aus denselben Stoffen. Und wir haben sie verloren, erst letzte Woche. Ich bin echt traurig, die war so toll. Ich hoffe immer noch, dass sie an irgendeinem Eck unvermutet auftaucht.
So, das war für's Erste mal wieder - eine schnelle Zusammenfassung und ein paar wirklich stimmungsvolle Bilder - ich gebe mir Mühe, die Lücke bis zum nächsten Blog nicht ganz so üppig ausfallen zu lassen!
Hasenwilde Grüße
Johanna

















































