Ihr Lieben,
jetzt ist es schon wieder vorbei, das Weihnachtsfest. Und wie immer nach Weihnachten breitet sich Ruhe hier aus. Und ich bin unglaublich dankbar, dass jetzt noch einige Ferientage vor uns liegen. Zum Runterkommen. Ich schätze diese Zeit zwischen den Jahren sehr. Da scheint alles langsamer zu laufen, es liegen keine Verpflichtungen und Termine vor uns und alles ist sehr chillig hier im Hause hasenwild.
Der beste Maßstab dafür, wann die Zeit zum Runterfahren gekommen ist, ist meine große Tochter, die schon immer sehr sensibel ist, was Eindrücke angeht. Spätestens am 26. Dezember nachmittags, während wir noch bei der Verwandtschaft sitzen und ratschen, rundum Kinder rufen und lachen und laufen, kuschelt sie sich an mich und fragt mich leise, ob wir bald heimfahren. Es wäre ihr dann jetzt genug. Und dann packen wir zusammen, drücken nochmal jeden ganz herzlich und gehen nach Hause. Und genießen die Stille. Die Abwesenheit von Trubel. Das ist nämlich auch Weihnachten. Gut, dass wir sie haben, die große Räubertochter.
Neu unter unserem Christbaum und unser größtes Geschenk heuer war der Babybub. Dieser fröhliche, verschmitzte, blonde Sonnenschein, der nochmal so viel Licht in unsere Familie gebracht hat. Wir haben dem Christbaum ein Gefängnis verpasst, damit das Krabbelkind es nicht ganz so leicht damit hat, ihn abzuräumen.
Mein Mann hat aus einem alten Laufgitter eine Barriere zwischen Sofa und Wand gebaut, hinter der der Lichterbaum momentan sicher ist - aber schon mit dem Hintergedanken, dass das nächste halbe Jahr den Mädels diese Ecke gehören soll. Damit auch mal ein Puzzle oder ein Spiel, Playmobilkleinzeug oder Schleichsachen zum Spielen liegen bleiben können, wenn der Bub aus dem Mittagsschlaf aufsteht. Momentan müssen da nämlich ganz oft angefangene Sachen wieder abgeräumt werden. Vieles ist schon in die Zimmer der Mädels gewandert, aber manchmal sitzen sie einfach auch noch gern im Wohnzimmer - und da gehört ihnen jetzt dann wieder eine Ecke. Bis der Babybub rausfindet, wie man über das Sofa in das Gefängnis klettert zumindest. Aber das ist hoffentlich noch eine Weile hin.
Heuer hatte ich den Eindruck, dass mir jemand vor Weihnachten mindestens einen zusätzlichen Tag geschenkt hat. Und das war wunderbar. Wir sind mit allem, was wir uns vorgenommen hatten, stressfrei fertig geworden. Das hab ich sehr genossen. Mein persönliches Highlight war die Kinderchristmette, an der meine beiden Großen bei einem Krippenspielmusical mitgewirkt haben. Die Große war ein Hirte, die mittlere ein Engel. Beide haben Flöte gespielt, gesungen, geschauspielert und es war die schönste Kinderchristmette, die wir jemals hatten. Ohne Übertreibung. Soooo schön. Mit Gänsehautfaktor.
Am ersten Weihnachtsfeiertag haben wir meine Familie besucht, am zweiten die meines Mannes. Wir haben gut und viel gegessen, haben geratscht, umarmt, Weihnachtslieder gesungen, Geschenke ausgepackt und abends müde und glückliche Kinder ins Bett geküsst.
Doch, ich liebe Weihnachten. Nach wie vor. Mit all seiner Magie. Und auch mit all der Betriebsamkeit, die es mit sich bringt. Ich genieße jede Sekunde. Und dann, wenn Weihnachten vorbei ist, dann genieße ich die Ruhe, die hinterher kommt. Jetzt ist Entspannung dran. Langsam machen. Mit den Kindern spielen. Spazieren gehen. Durchatmen. Kraft schöpfen. Das finde ich genauso wichtig, wie das Weihnachtsfest selber.
Wenn ich es irgendwie schaffe, verschicke ich jedes Jahr Weihnachtspost. Viel zu selten, finde ich, schicken wir uns heutzutage Post. So echte analoge, die mit dem Briefträger kommt. Die mit Liebe und Gedanken geschrieben ist. Das ist mir wichtig. Und dazu gibt es jedes Jahr ein Foto von meinen Kindern. Heuer zum ersten Mal mit allen dreien. Da kam Ilonas Aufruf gerade recht, ob jemand die verbesserte Version von Vanja nochmal mitnähen möchte. Im Ebookmakers-Adventskalender gab's die für einen Tag umsonst, habt ihr gesehen? Wenn nicht, findet ihr das Ebook für Kids, Teens und Erwachsene in Ilonas Shop! Ich habe aus dem Rentierstoff, den ich erst bei Namijda bestellt und dann, weil ich mal wieder ein bisschen daneben kalkuliert hatte (Musterverlauf und so), bei Steinblau nochmal nachbekam, für jedes Kind eine Vanja genäht. Beim Jüngsten habe ich in die Raglannaht vorsichtshalber eine Knopfleiste eingesetzt. Und das war dann heuer unser Weihnachtskartenmotiv. Meine drei Hasen im kuscheligen Rentierlook. Ich lieb sie schon sehr. <3 <3 <3
Jetzt wünsche ich euch eine geruhsame Zeit zwischen den Jahren! Macht, was euch gut tut. Entspannt euch. Und rutscht gut hinüber in ein neues und vor allem gesundes Jahr 2020!
Hasenwilde Grüße
Johanna
Freitag, 27. Dezember 2019
Sonntag, 1. Dezember 2019
entstresst
Ihr Lieben,
jetzt ist er endlich da, der Advent. Ich bin ja bekennender Weihnachtsfan. Ich liebe diese vorweihnachtliche Stimmung. Und ich brauche das ganze Drumherum. Adventskalender. Adventskranz. Weihnachtsdeko. Christkindelsmarkt. Plätzchen. Und ich kann mich damit durchaus selber stressen, manchmal. Mit all meinen weihnachtlichen Ansprüchen.
Alle fiebern hier dem ersten Advent entgegen. Ich am allermeisten. :D Nennt mich Weihnachtsfreak, aber ich lebe frei nach dem Motto "Nach Ostern ist vor Weihnachten", und ich zelebriere das auch. Mit Hingabe. Manche Jahre ist es mir aber schon passiert, dass ich vor lauter Perfektionismus und Programmpunkte abarbeiten gar nicht dazu gekommen bin, mich mal auf meinen Allerwertesten zu hocken und zu genießen. Blöd, eigentlich.
Deswegen habe ich nach und nach angefangen, meine Vorweihnachtszeit zu entstressen. Und ich werde jedes Jahr ein bisschen besser darin! Hier sind meine größten das-nimmt-den-Stress-raus-Do's:
1. Der Adventskalender
Ich finde Adventskalender toll. Ich bastle gerne Adventskalender und ich fülle gern Adventskalender. Wenn ich Zeit habe. Den Anspruch, jedes Jahr einen neuen, bahnbrechenden, selbstgebastelten und selbstgefüllten Kalender für jedes Kind auf die Beine zu stellen, habe ich aber aufgegeben. Ich gucke jedes Jahr rechtzeitig vorher: Was ist zeitlich drin? Was schaffe ich, was stresst mich? Und dann entscheide ich mich von Jahr zu Jahr neu. Es gibt inzwischen genähte, wiederverwendbare Säckchen bei uns, die das Befüllen einfach machen. Manchmal fülle ich einen Adventskalender, den sich die Kinder teilen. Vielleicht gibt's dafür noch einen Schokikalender dazu. Gekauft. Manchmal gab's einfach nur gekaufte Kalender. Und manchmal, wenn ich etwas mehr Zeit an der Hand habe, so wie heuer, fülle ich liebevoll 48 Säckchen mit Kleinigkeiten, die ich bereits ab Anfang September zusammenjage. Und wisst ihr was? Für meine Kinder ist jede Variante vollkommen in Ordnung. Vollkommen wertungsfrei. <3
2. Plätzchen
Früher habe ich Berge von Plätzchen gebacken. Sorten über Sorten. Ich backe gern, das macht mir Spaß. Aber irgendwann im Februar musste ich dann gefrierbeutelweise übrige Plätzchen mit dem Nudelholz kleinshreddern, um sie heimlich als Kuchenboden wieder in etwas saisongemäß essbares zu verwandeln. Unsinnig, eigentlich. Heute kenne ich die Lieblingsplätzchen meiner Familie. Das sind ungefähr drei Sorten. Die backe ich liebevoll und in ausreichender Menge. Dann tausche ich ein bisschen mit dem Rest der Familie. Und einmal gibt es einen gemeinsamen Plätzchentag mit den Kindern, bei dem die obligatorischen Ausstecherle gebacken werden. Und zack, fertig. Vollkommen ausreichend - und wir haben trotzdem einen feinen Plätzchenteller für die Feiertage. Dann sind sie alle aufgegessen, und das ist auch gut so - denn im neuen Jahr mag erfahrungsgemäß keiner mehr welche
3. Geschenke
Früher habe ich mich wild in den Vorweihnachtsrummel gestürzt, um vollkommen unvorbereitet im allgemeinen Kaufhauschaos Geschenke zu finden. Ein Alptraum, jedes Mal. Heute mache ich mir im November eine Geschenkeliste - wer kriegt was von wem. Dabei besorge ich sämtliche Kindergeschenke von dem Omas und Opas direkt mit. Ein bisschen Puffer für unvorhergesehene Spontanwünsche bleibt, aber ansonsten kaufe ich ganz gezielt und sehr rechtzeitig ein, so dass die Geschenke normalerweise Ende November alle gut versteckt im Haus lagern bzw. schon an die verschenkenden Omas/Tanten verteilt sind. Selbstgemachtes nehme ich mir seeeehr in Maßen vor. Im Dezember wird dann nur noch eingepackt.
Ich halte den Kalender im Dezember bewusst so frei wie möglich - der füllt sich erfahrungsgemäß sowieso schneller, als ich gucken kann - aber so nehmen die Termine nicht überhand und wir haben Zeit für einen Christkindelsmarktbesuch oder viele Abende, an denen wir mit der Gitarre um den Adventskranz sitzen, Weihnachtslieder singen und Geschichten vorlesen. Und das ist das Allerschönste im Advent.
Das gefällt auch dem Kleinsten hier - sobald gesungen wird oder ein Instrument ertönt (was in einer musikbegeisterten Familie wie der unseren recht oft passiert), setzt er sich erwartungsvoll hin, schwingt seinen Oberkörper hin und her und hört andächtig zu. Manchmal singt er auch ein bisschen mit. Er ist einfach zu süß, der kleine Kerl.
Ich finde mich immer mehr in die Kategorie "Coole Mode für kleine Jungs" ein. Auf den Bildern seht ihr zwei absolute Lieblingsschnitte, die ich für den Babybub schon mehr als einmal genäht habe! Das Oberteil ist nochmal das "Schlawittchen" von Rabaukowitsch. Ich lieb den Schnitt ja - der bietet so viele Möglichkeiten!! Das witzige Panel hab ich bei Tina von Steinblau geshoppt, genauso wie den senfgelben Cordjersey für die Hose. Die "Biesenhose" durfte ich für Frl. Faden probenähen (ein Exemplar hab ich euch ja schon gezeigt), und der Schnitt ist echt so süß an dem Babybub!! Richtig groß sieht er schon aus drin! Das Stehfoto ist aber ein bisschen geschummelt, da haben ihn rechts und links die großen Schwestern gut gehalten - frei stehen kann er nämlich noch nicht, der Lauser. Muss er auch nicht mit seinen 10 Monaten. Geht sowieso viel zu schnell, dass der groß wird!
Wie macht ihr das so im Advent? Zelebriert ihr eure Familienbräuche? Habt ihr die Zeit auch schon entstresst? Oder seid ihr eher so die Last-Minute-Geschenkeshopper? Erzählt doch mal! <3
Hasenwilde Grüße
Johanna
jetzt ist er endlich da, der Advent. Ich bin ja bekennender Weihnachtsfan. Ich liebe diese vorweihnachtliche Stimmung. Und ich brauche das ganze Drumherum. Adventskalender. Adventskranz. Weihnachtsdeko. Christkindelsmarkt. Plätzchen. Und ich kann mich damit durchaus selber stressen, manchmal. Mit all meinen weihnachtlichen Ansprüchen.
Alle fiebern hier dem ersten Advent entgegen. Ich am allermeisten. :D Nennt mich Weihnachtsfreak, aber ich lebe frei nach dem Motto "Nach Ostern ist vor Weihnachten", und ich zelebriere das auch. Mit Hingabe. Manche Jahre ist es mir aber schon passiert, dass ich vor lauter Perfektionismus und Programmpunkte abarbeiten gar nicht dazu gekommen bin, mich mal auf meinen Allerwertesten zu hocken und zu genießen. Blöd, eigentlich.
Deswegen habe ich nach und nach angefangen, meine Vorweihnachtszeit zu entstressen. Und ich werde jedes Jahr ein bisschen besser darin! Hier sind meine größten das-nimmt-den-Stress-raus-Do's:
1. Der Adventskalender
Ich finde Adventskalender toll. Ich bastle gerne Adventskalender und ich fülle gern Adventskalender. Wenn ich Zeit habe. Den Anspruch, jedes Jahr einen neuen, bahnbrechenden, selbstgebastelten und selbstgefüllten Kalender für jedes Kind auf die Beine zu stellen, habe ich aber aufgegeben. Ich gucke jedes Jahr rechtzeitig vorher: Was ist zeitlich drin? Was schaffe ich, was stresst mich? Und dann entscheide ich mich von Jahr zu Jahr neu. Es gibt inzwischen genähte, wiederverwendbare Säckchen bei uns, die das Befüllen einfach machen. Manchmal fülle ich einen Adventskalender, den sich die Kinder teilen. Vielleicht gibt's dafür noch einen Schokikalender dazu. Gekauft. Manchmal gab's einfach nur gekaufte Kalender. Und manchmal, wenn ich etwas mehr Zeit an der Hand habe, so wie heuer, fülle ich liebevoll 48 Säckchen mit Kleinigkeiten, die ich bereits ab Anfang September zusammenjage. Und wisst ihr was? Für meine Kinder ist jede Variante vollkommen in Ordnung. Vollkommen wertungsfrei. <3
2. Plätzchen
Früher habe ich Berge von Plätzchen gebacken. Sorten über Sorten. Ich backe gern, das macht mir Spaß. Aber irgendwann im Februar musste ich dann gefrierbeutelweise übrige Plätzchen mit dem Nudelholz kleinshreddern, um sie heimlich als Kuchenboden wieder in etwas saisongemäß essbares zu verwandeln. Unsinnig, eigentlich. Heute kenne ich die Lieblingsplätzchen meiner Familie. Das sind ungefähr drei Sorten. Die backe ich liebevoll und in ausreichender Menge. Dann tausche ich ein bisschen mit dem Rest der Familie. Und einmal gibt es einen gemeinsamen Plätzchentag mit den Kindern, bei dem die obligatorischen Ausstecherle gebacken werden. Und zack, fertig. Vollkommen ausreichend - und wir haben trotzdem einen feinen Plätzchenteller für die Feiertage. Dann sind sie alle aufgegessen, und das ist auch gut so - denn im neuen Jahr mag erfahrungsgemäß keiner mehr welche
3. Geschenke
Früher habe ich mich wild in den Vorweihnachtsrummel gestürzt, um vollkommen unvorbereitet im allgemeinen Kaufhauschaos Geschenke zu finden. Ein Alptraum, jedes Mal. Heute mache ich mir im November eine Geschenkeliste - wer kriegt was von wem. Dabei besorge ich sämtliche Kindergeschenke von dem Omas und Opas direkt mit. Ein bisschen Puffer für unvorhergesehene Spontanwünsche bleibt, aber ansonsten kaufe ich ganz gezielt und sehr rechtzeitig ein, so dass die Geschenke normalerweise Ende November alle gut versteckt im Haus lagern bzw. schon an die verschenkenden Omas/Tanten verteilt sind. Selbstgemachtes nehme ich mir seeeehr in Maßen vor. Im Dezember wird dann nur noch eingepackt.
Ich halte den Kalender im Dezember bewusst so frei wie möglich - der füllt sich erfahrungsgemäß sowieso schneller, als ich gucken kann - aber so nehmen die Termine nicht überhand und wir haben Zeit für einen Christkindelsmarktbesuch oder viele Abende, an denen wir mit der Gitarre um den Adventskranz sitzen, Weihnachtslieder singen und Geschichten vorlesen. Und das ist das Allerschönste im Advent.
Das gefällt auch dem Kleinsten hier - sobald gesungen wird oder ein Instrument ertönt (was in einer musikbegeisterten Familie wie der unseren recht oft passiert), setzt er sich erwartungsvoll hin, schwingt seinen Oberkörper hin und her und hört andächtig zu. Manchmal singt er auch ein bisschen mit. Er ist einfach zu süß, der kleine Kerl.
Ich finde mich immer mehr in die Kategorie "Coole Mode für kleine Jungs" ein. Auf den Bildern seht ihr zwei absolute Lieblingsschnitte, die ich für den Babybub schon mehr als einmal genäht habe! Das Oberteil ist nochmal das "Schlawittchen" von Rabaukowitsch. Ich lieb den Schnitt ja - der bietet so viele Möglichkeiten!! Das witzige Panel hab ich bei Tina von Steinblau geshoppt, genauso wie den senfgelben Cordjersey für die Hose. Die "Biesenhose" durfte ich für Frl. Faden probenähen (ein Exemplar hab ich euch ja schon gezeigt), und der Schnitt ist echt so süß an dem Babybub!! Richtig groß sieht er schon aus drin! Das Stehfoto ist aber ein bisschen geschummelt, da haben ihn rechts und links die großen Schwestern gut gehalten - frei stehen kann er nämlich noch nicht, der Lauser. Muss er auch nicht mit seinen 10 Monaten. Geht sowieso viel zu schnell, dass der groß wird!
Wie macht ihr das so im Advent? Zelebriert ihr eure Familienbräuche? Habt ihr die Zeit auch schon entstresst? Oder seid ihr eher so die Last-Minute-Geschenkeshopper? Erzählt doch mal! <3
Hasenwilde Grüße
Johanna
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