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Montag, 6. Juni 2016

geklaute Tage

Es war recht still die letzten Tage auf meiner Seite - wir haben uns ein bisschen rar gemacht und sind mit dem Wohnmobil ein paar Tage ausgebüxt. Ein paar geklaute Ferientage sozusagen.


Eigentlich wollten wir Richtung Österreich fahren und ein bisschen Bergwandern - aber da hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die letzten Tage war es ja generell recht wechselhaft - von Unwettern mit unglaublichen Wasserschäden bis Windstille und Sonnenschein war alles drin. Ein Ziel nach dem anderen haben wir ausgeschlossen - für 4 Tage sollte die Fahrtstrecke schon irgendwie im Rahmen sein, naja, und Dauerregen wollten wir dann auch nicht.


Letztendlich haben wir uns Richtung Norden gewandt und ein paar wunderschöne Tage in Bad Staffelstein und später in Volkach an der Mainschleife verbracht. Wir hatten einen verregneten Tag, den wir vergnügt im Erlebnisbad verbracht haben - ansonsten konnten wir super Radfahren, Kirchen und Städtchen besichtigen, Kuchen essen und uns ein paar richtig relaxte Familientage machen. Nicht nur die Kinder haben die gemeinsame Auszeit aus tiefster Seele genossen. Einfach gemeinsam unterwegs sein. Keine Arbeit dabei, kein ich-muss-noch-schnell, keine Termine. Nur wir, die von einer Stunde zur nächsten spontan überlegt haben, was wir mit unserer Zeit anstellen. Das hat richtig gut getan.


Die kleine Hasentochter fährt seit ein paar Tagen Fahrrad und hat die Tage zum fleißigen Üben genutzt - am Samstag hat dann schon eine kleine Radtour zu viert geklappt. Also, zu viert mit vier Rädern meine ich. :D :D Die Sache mit dem Bremsen müssen wir noch dringend üben (vor allem auch, weil ich ziemlich um ihre Schuhspitzen bangen muss, wenn sie ständig mit den Fußspitzen den Berg runterbremst... :D ), aber sonst fährt mein kleines großes Hasenmädchen mit ihren 3 Jahren wie eine 1.


Wir haben eine liebe Freundin im Kloster besucht, mit einem Arbeitskollegen meines Mannes "fränggisch" gespeist, haben die Schiffe auf dem Main beobachtet und den Sommermarkt in Volkach besucht. Wir haben Spaghetti und fränkische Bratwürste gekocht, ausgeschlafen, ausgiebig gefrühstückt, gespielt, gelacht und ganz viel geredet und erzählt. Ich weiß jetzt zum Beispiel dass meine große Tochter nicht nur Kontrabass, Cello, Orgel und Trompete lernen möchte (in der Reihenfolge), sondern dann auch noch einen Bauernhof mit Kühen und Einhörnern betreiben wird. Und dass sich die Kleine ihren Ehemann-to-be längst ausgesucht hat, weil seine Mama auf den Namen "Heidi" hört - und ihre Kinder dann eine Heidi-Oma bekommen, genau wie sie eine hat. Gefragt hat sie ihn allerdings noch nicht, ob er damit einverstanden ist. :D :D


Wie ich das hier so schreibe, habe ich fast ein schlechtes Gewissen. Ein schlechtes Gewissen, weil es uns die letzten Tage so unglaublich gut ging, während andere mitsamt ihrem kompletten Besitz sang- und klanglos untergegangen sind - im wahrsten Sinne des Wortes. Immer wieder haben wir in den Nachrichten gehört, wie ganze Schlammlawinen durch Ortschaften quer durch Deutschland gerast sind - vollkommen unberechenbar. Und natürlich überlegt, ob und wie uns das auch treffen könnte. Uns klar gemacht, wie dankbar wir sein dürften für diese unbeschwerten Tage, für alles, was wir haben.


Das letzte Teil aus dem grünen Graziara-Sommersweat von Alles-für-Selbermacher, designt von raxn, habe ich euch heute gezeigt. Eine Marie von Feefee ist es mal wieder geworden, die gerade für die kühleren Sommertage wunderbar ist - der etwas kuschelige Jerseysweat hält den Wind schön ab, ohne zu warm zu sein, und der feine Sommersweat fällt richtig angenehm um die Beine. Das applizierte Engelchen hat meine Tochter besonders begeistert.


Die Graziaras gab es ja nochmal als Nachorderung bei AfS, aber wenn ich das richtig sehe, sind sie schon wieder alle ausverkauft. Aber bestimmt haben viele von euch inzwischen den ein oder anderen Meter zuhause gebunkert - vielleicht konnte ich euch ja ein bisschen inspirieren mit der Hasentochter in ihrem Kleid...

Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 22. Mai 2016

Sommerbrisenröckchen

Endlich Sommer! <3 <3


Das Thermometer zeigt schicke 26 Grad, die Sonne scheint - und es ist auch noch Sonntag. Besser geht's ja wohl wirklich nicht!! Was bietet sich da besser an als fluffig-leichte sommerfrische Schönwetterbilder? :D :D


Wir genießen gerade die Ferien in vollen Zügen. Ich weiß nicht, ob ich euch erzählt habe, dass wir seit letztem Herbst daran arbeiten, unserem Garten (der bisher noch chaotische Bauprärie ist), eine Form zu verleihen. Langsam, ganz langsam, nehmen unsere Ideen Gestalt an. Stück für Stück. Das wird sicher noch ein Weilchen dauern, aber eine Ecke nach der anderen wächst. Das ist der Nachteil, wenn man vieles selbst macht - es dauert seine Zeit. Wir wohnen inzwischen seit guten drei Jahren hier, und ich rechne jetzt auch nicht damit, dass die Gartensache sich dieses Jahr schon abschließen lässt - aber durch unsere Handarbeit passiert immer wieder etwas. Ein bisschen hier, ein bisschen da. Und umso mehr freuen wir uns daran, weil wir wissen, wie viel Arbeit und Liebe hinter jedem Detail steckt. Inzwischen haben wir auch schon einige Pflanzen gesetzt, und die Terrasse ist auch fertig. Der erste Rasensamen ist gesät, die ersten Triebe spitzen an den neuen Pflänzlingen.


Umso schöner, dass wir gestern ganz unverhofft ein wunderbares Geschenk bekommen haben - die Schwiegereltern haben ihren Terrassentisch samt 4 Stühlen aussortiert, weil sie sich eine neue Garnitur zugelegt haben. Die Möbel nicht nur gleich auf unsere Terrasse umziehen, wir haben auch gleich das Abendessen draußen genossen. Ich muss euch dringend mal den Ausblick von unserer Terrasse aus zeigen, der ist gerade um diese Jahreszeit einfach gigantisch. Es hat durchaus auch viele Vorteile, am Ende der Welt zu wohnen. Von der Terrasse aus sieht man richtig weit in die Landschaft - Felder, Wäldchen, Hecken, in der Ferne ein Dörfchen. Morgens und abends hoppeln die Hasen über das Nachbarfeld, gerne auch mal bis in unseren Garten (Memo an selbst: Zaun ums Gemüsebeet!! :D :D), die Rehe grasen 200 Meter vor unserem Fenster, und hin und wieder sieht man auch mal einen übermütigen Fuchs durch das Gras laufen.


Es ist schön bei uns. Ich mag jede Jahreszeit, aber die aktuelle mag ich immer am liebsten... :D :D Die warme Sonne auf der Haut, die angewärmten hellen Terrassensteine unter den Füßen, die weite Sicht, die leichte Brise. Wir haben uns definitiv den - für uns - richtigen Platz zum Leben ausgesucht. <3


Um jedenfalls wieder die Kurve zu kriegen - meine Damen stehen im Moment ausschließlich auf Röcke und Kleider. Umso besser, wenn sie, wie heute, nicht einmal Leggings oder Strumpfhosen darunter tragen müssen. Die warme Sommerbrise streicht dann so schön um die nackten Füße, finden die beiden. Hosen werden gerade kategorisch abgelehnt. Was umso witziger ist, weil die große Hasentochter ja jahrelang Röcke und Kleider vollkommen verweigert hat und ausschließlich in Hosen anzutreffen war. :D Gut, dass Mama nähen kann - nach und nach stocke ich den Rock- und Kleidervorrat in beiden Kleiderschränken auf, so dass die Mädels auch (fast) immer auf ein luftiges Röckchen oder ein schwingendes Kleid zurückgreifen können. Auf den Bildern seht ihr einen meiner Lieblingssommerrockschnitte - Lienchen von Pom&Pino.


Der zuckersüße Lagenrock lässt sich durch seine drei Schichten wunderbar gestalten und variieren. Hier in meinem Beispiel habe ich den grünen "Graziara"-Sommersweat von raxn verwendet und obendrüber nur zwei hauchdünne Organza-Schichten gelegt, damit die stilisierten Blumen auch so richtig zur Geltung kommen. Dazu gab's ein weißes Top nach dem Schnitt "Lotty" von Kibadoo und obendrüber einen Bolero - der Schnitt ist ebenfalls von Pom&Pino und heißt Lya. Gibt's praktischerweise auch im Kombipack mit Lienchen!! Der mintgrüne, weiche Flatterstoff passt perfekt zum Rock und rundet das Outfit nochmal richtig schön ab, finde ich. Leider ist der schöne Graziara-Stoff auch nach der Nachbestellung schon wieder ausverkauft bei AfS. Aber vielleicht habt ihr euch ja das ein oder andere Meterchen gesichert und seid jetzt auf der Suche nach Inspiration - dann kann ich euch Lienchen auf alle Fälle nur ans Herz legen... <3


Ich verlinke euch hier mal zum Kombi-Ebook "Lienchen" und "Lya" - selbstverständlich könnt ihr beide Anleitungen auch einzeln kaufen!

                                        http://de.dawanda.com/product/100374039-kombi---ebook-lienchen-lya-gr-80---158

Hasenwilde Grüße
Johanna

Mittwoch, 18. Mai 2016

Milchkaffeegedanken

Gibt's ja nicht. Jetzt habe ich mit dem Posten meiner Graziara-Stoffe so lange gewartet, bis endlich die Nachlieferung bei Alles-für-Selbermacher da war - jetzt habt ihr sie schon wieder alle aufgekauft. :D :D Egal. Ich zeige euch die Bilder jetzt einfach trotzdem. Wahrscheinlich habt ihr jetzt eh meterweise Graziara daheim, und wisst nicht, was ihr damit anfangen sollt. Na, dann lasst euch mal inspirieren.... :D


Milchkaffee ist genau meine Farbe. Ich liebe warme Brauntöne. Und ich mag Milchkaffee. Zumindest, so lange er ohne Schaum ist. Eigentlich konnte ich lange Zeit mit Kaffee gar nichts anfangen. Zum Frühstück brauche ich ihn nach wie vor nicht. Aber nachmittags sag ich nicht nein...  Irgendwie ist ja Kaffee auch so ein Gesellschaftsding, und man kommt sich schon fast doof vor, wenn man zum Kaffeetrinken eingeladen ist (was ich definitiv gern bin, schon wegen des Kuchens... :D :D) und keinen Kaffee trinkt. Da hat sich der Gastgeber die Arbeit ja ganz umsonst gemacht.


Also habe ich angefangen, Kaffee zu trinken. Mit viel Milch. Und Zucker. Damit man den Kaffee in dem Getränk nicht so schmeckt. :D :D Und was soll ich sagen, man kann sich durchaus dran gewöhnen. Inzwischen mag ich ihn ohne Zucker, die Milch muss immer noch sein. Und ich kann ihn inzwischen so richtig genießen. Allein der Geruch von frisch aufgebrühtem Kaffee ist ja schon so ein Wohlfühlhormonzünder. Aber bitte ohne Schaum. Brrrrr. Damit kann ich gar nichts anfangen. Ich habe eine akute Schaumophobie. Jaja, da lacht ihr, aber das ist die pure und ernsthafte Wahrheit!!!


Wenn ich mir irgendwo einen Cappuccino bestelle, dann brauche ich immer einen Co-Kaffeetrinker, der mir den Schaum vom Kaffee löffelt. Deswegen mag ich auch keinen Latte Macchiato. Weil da ist nach dem Schaum-Ablöffeln kaum mehr was übrig... :D Ich mag übrigens auch keine schäumende Zahnpasta. Oder Schaumbad. Uuuäääääh. Schaum ist doch sowas unberechenbares - erst sieht er nach viel aus, und plötzlich ist er weg. Das kommt total verlogen rüber, meint ihr nicht? :D


Aber ich bin abgeschweift. Guten Milchkaffee ohne Schaum weiß ich jedenfalls inzwischen durchaus zu schätzen, wollte ich eigentlich sagen, und auch die Farbe löst bei mir so ein wohliges Gemütlichkeitsgefühl aus. Da kam Susn von raxn mit ihrer Graziara-Serie genau richtig - dass ich den milchkaffeefarbenen Sommersweat ausschließlich für mich vernähen würde, war mein erster Gedanke. Ich muss ehrlich sagen, mit den stilisierten Tulpen hat Frau raxn einen Nerv bei mir getroffen - ich glaube, das ist bisher mein unangefochtenes Lieblingsdesign, so gern ich die Vorgänger auch habe. Das zweifarbige Muster strahlt irgendwie Ruhe mit Pep aus. Nein, ich wusste auch nicht, dass das geht. :D


Jedenfalls, weil Milchkaffee ja irgendwie schon so für Gemütlichkeit und ein paar Minuten "Zeit für mich" steht, musste ein kuscheliger Hoodie daraus werden. Den Pull*it*over Ladies von Sara&Julez hab ich schon ein paar Mal genäht, den mag ich einfach gerne. Diesmal mit ganz wenig Chichi - ein bisschen Zierstich und ein paar Holzknöpfe, mehr brauchen Stoff und Schnitt in Kombination auch gar nicht. Ich habe den Hoodie dauernd an, und er muss schon ganz schön was aushalten mit mir - Tomatensoße, Himbeereis, Bratensaft, alles hab ich mit der mir eigenen Eleganz schon draufgekleckert. Aber bisher ging auch alles wunderbar wieder raus. Gut so. Mein Milchkaffeehoodie muss noch ganz viele Runden mit mir überstehen..... :D


Ich kann euch jetzt leider zu keinem Stoff verlinken, weil "Graziara"ja schon wieder alle ist - sollte ich aber eine neue Ladung erspähen, schreie ich natürlich sofort laut! Und während wir geduldig darauf warten, verlinke ich schon mal zu RUMS... :D

Hasenwilde Grüße
Johanna