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Sonntag, 13. August 2017

Ich näh mir den Sommer

Nee. Noch weigere ich mich. Wir stecken grade mitten frontal in den Sommerferien und ich KANN einfach noch nicht.


Wie, was? Achso. Wovon ich rede. Na, Herbstklamotten. Ich mag noch keine nähen. Wirklich nicht. Es ist August, wir haben Sommerferien und bis auf ein paar kleinere Durchhänger verhält sich das Wetter doch eigentlich ganz manierlich hier.


Die letzten paar Tage war es etwas kühler, aber seit heute steigen die Temperaturen wieder und nächste Woche gibt's bestimmt nochmal Badewetter. Na, und dann steht ja auch noch unser Urlaub an.


Jedenfalls verbringe ich so viel Zeit an der Nähmaschine, wie schon lange nicht mehr. Und nähe mir den Sommer. Ein Sommerkleid für mich ist schon entstanden, ein weiteres ist zugeschnitten, außerdem eine kurze Hose und ein T-Shirt. Meine XXL-Reisetasche ist fast fertig und das Tochterkind, das große, das wünscht sich schon seit Wochen ein neues Maxikleid. Weil das vom letzten Jahr zwar noch passt, aber eben nicht mehr so richtig Maxi ist. Sondern schon fast nur noch knöchellang. Geht ja mal gar nicht. Wenn man beim Laufen nicht über den Saum stolpern kann, ist es kein Maxikleid mehr, behaupten meine Töchter. Und überhaupt, was gibt es Sommerlicheres als ein Maxikleid? :D


Da kamen die neuen maritimen Schätze von Alles-für-Selbermacher, designt von Treeebird, doch gerade richtig. Der süße Seebär und sein Kumpel, der Indianerbär kommen mit ganz vielen schicken Kombistoffen daher. Meine Große hat sich für den hellblau-weiß-gestreiften Jersey mit den Papierbooten entschieden.


Genäht habe ich schlussendlich mal wieder eine "Sommerliebe hoch 3" von der Drahtzieherin. Ich habe den wandlungsfähigen Schnitt schon viele Male für meine Töchter genutzt (die Tunikavariante ist hier auch sehr beliebt) und mag ihn total gern, gerade weil das Oberteil mit der Raffung und der Fake-Knopfleiste und die vielen einzelnen Stoffbahnen so viel Gestaltungsspielraum lassen.


Ein Traumtuch von Traumwöllkchen gab es auch dazu - einer der Lieblingsschnitte für die sommerliche Kopfbedeckung, auf die ich immer bestehe (bei so hellblonden Haaren muss man aber auch echt aufpassen...). Am liebsten tragen die beiden das Kopftuch ohne Schirm, also gab's genau das. Wunschanfertigung.


Kombiniert mit dem kräftigen dunkelblau und einem farbenfrohen pink vom Stoffonkel, dazu eine freihand genähte Applikation - und schon leuchtet das Kleidchen weithin über die sommerlichen Getreidefelder. Das Tochterkind jedenfalls ist hochzufrieden, und das ist das Wichtigste und war schon das ein oder andere Mal mit ihrem Maxikleid unterwegs.


Pssst. Wenn ihr einen Schritt näher kommt, verrate ich euch was. Obwohl ich als unerschütterliche Optimistin vollstes Vertrauen habe, dass meine Große ihr Maxikleid diesen Sommer noch einige Male tragen kann, bin ich dann doch nicht komplett realitätsfern. Deswegen habe ich am Saum des Kleides noch gut Platz einkalkuliert, damit da nächstes Jahr eine schicke Borte das Kleidchen wieder auf Maxilänge anpassen und damit für einen weiteren Sommer ins Rennen schicken kann. Die Träger lassen sich zum Glück ja individuell binden, und der weiche Jerseystoff wird sicher auch nächstes Jahr noch passen. Wenn ihr also vorhin die Augen verdreht habt, und euch gedacht habt, die hat ja überhaupt keinen Blick für die kommende Jahreszeit - Pah! Und wie ich den habe! Ich nähe quasi schon für den nächsten Sommer! Und das soll mir mal einer nachmachen! ;)


Hier findet ihr den Seebären und all seine hübschen Kombistoffe bei AfS (und heute gucken lohnt sich, es gibt nämlich eine 15% Rabatt-Aktion!!):

Jersey - Kombistoff - Seebär - Treeebird - Schiffchen - Streifen - hellblau/weiß



Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 8. August 2016

Sommerfreuden

Während andere schon wieder ins neue Schuljahr starten, stehen wir eigentlich noch ziemlich am Anfang der Sommerferien - und genießen diese in vollen Zügen. Mei
stens jedenfalls. Denn Sommerfreuden können durchaus auch zwei Seiten haben... :D :D


Auf der einen Seite sind da die vielen wunderschönen Dinge, die man eben besonders in den Sommerferien tut. Mit dem Rad in den Nachbarort zum Dorffest fahren, um dann spätabends mit glücklichen, schaumkopfbeschmierten, mit Perlenketten geschmückten und pappsatten Hasenkindern den Heimweg antreten. Weil nichts eilt. Man kann ja ausschlafen.


Spontane Treffen mit Freunden. Am Spielplatz, zuhause, im Schwimmbad, zum Kaffeetrinken, zur Brotzeit oder alles gleichzeitig. Spielende Kinder im Garten oder im Wasser, während wir Eltern gemütlich Zeit haben, einen Kaffee zu schlürfen und mal wieder ausgiebig zu ratschen. Und wenn die Kinder abends noch nicht genug vom Spielen haben - einfach schnell ne Pizza holen.


Ausschlafen. Gesegnet mit zwei Langschläfern, von denen die eine nicht vor neun, die andere nicht vor halb zehn/zehn auf den Beinen ist, darf ich das tatsächlich großschreiben. Nach ein bisschen morgendlichem Getrödel und einer halben Stunde Lego-im-Schlafanzug dann gemeinsam entscheiden, ob man jetzt lieber Frühstückt oder doch gleich Mittagessen kocht.


Sich täglich auf den anstehenden Urlaub im September freuen und sich mit den Kindern in den buntesten Farben ausmalen, wie viel Eis da täglich gegessen wird. Bücher vorlesen. Selber lesen. Alle viere gerade sein lassen. Eis essen fahren. Ich könnte noch ein Weilchen so weitermachen. :D :D


Und dann gibt es da noch die andere Sommerfreuden-Seite. :D Die, die einen manchmal die Augen verdrehen lässt. Die, die dafür sorgt, dass Mama nicht zu sehr in den Entspannt-Modus rutscht. :D Wisst ihr, was ich meine?


Ein Beispiel: Stellt euch die Situation vor: Ich stehe in der Küche, bereite das Mittagessen zu. Die Große hat zwischendurch ein Stück Wassermelone verschnabuliert und tropft. Rot. Ich schicke sie nebenher zum Waschen und sie zieht ab. Als sie auch nach 15 Minuten nicht wieder auftaucht, werde ich misstrauisch. Ich luge um die Ecke ins Bad. Da steht sie auf ihrem Hocker inmitten einer kapitalen Schaumwolke, mühevoll produziert aus der halben Flüssigseifeflasche. Sie hat Schaumwölkchen auf dem Kopf und im Gesicht und der Schaum quillt in Bergen aus dem Waschbecken, verbreitet sich über Toilette, Boden, Teppich. Während das Kind glucksend im Schaumberg wühlt, hole ich tief Luft. Das schaumbedeckte, leicht geknickte Grinsen bringt mich dazu, kopfschüttelnd wieder auszuatmen und dem Hasenkind einen Lappen und einen Eimer in die Hand zu drücken.


Während ich die Aufwischarbeiten beaufsichtige und unterstütze, hat die kleine Hasentochter in der Küche den Eimer mit Dinkelkörnern gefunden, den ich zum mahlen auf die Arbeitsplatte gestellt habe. Ich gebe zu, die fühlen sich wirklich toll an, wenn man reinfasst. Und das macht das Kind. Bis zum Ellenbogen wühlt sie in den Körnern, die fröhlich über den Eimerrand prasseln und sich ihren Weg in halboffene Schubladen, den Boden, die Schuhe, die Arbeitsfläche suchen. Ich drücke der Kleinen leicht entnervt einen Handbesen in die Hand und beauftrage sie, damit sämtliche Körnchen auf einen Haufen zu kehren und von der Arbeitsplatte zu sammeln. Währenddessen beschließt die Große, aus sämtlichen Schals und Tüchern im Haus ein Häuschen unter dem Esstisch zu bauen....


Ihr seht, worauf ich hinauswill. Manchmal wäre es einfacher, etwas phantasielosere Kinder zu haben. Solche, die einfach Lego und Puzzle spielen, anstatt für ihre Ideen, Bauten und Rollenspiele immer den gesamten Hausstand auszuräumen. Aber mal ehrlich - was hätte ich euch dann zu erzählen? :D :D


Die wunderschönen Sommerbilder zeigen die kleine Hasentochter in einem ihrer Lieblingskleider - weil nämlich "die Füße verschwinden, wenn man es anzieht". So ist das nämlich. :D Das Maxikleid ist nach dem neuen Schnitt "Sommerliebe hoch 3" von Iris, der "Drahtzieherin", entstanden. Den Stoff dafür hat Alles-für Selbermacher geliefert - die "großen Kaktusfreunde" sind ein richtiger Hingucker und der passende grüne Kombistoff, die "piekfeinen Pünktchen" wirkt total frisch. Die Jerseys fühlen sich total gut an und fallen ganz weich - in Kombination mit verschiedenen pinken Streifenstoffen vom Stoffonkel definitiv ein richtiges Sommeroutfit! Passend dazu ist nochmal ein "Traumtuch" von Traumwöllkchen entstanden.

Hier findet ihr die "großen Kaktusfreunde":

http://www.alles-fuer-selbermacher.de/Jersey---Grosse-Kaktusfreunde---HellgrauWeiss?filter_name=kaktusfreunde

Hier gibt's die "piekfeinen Pünktchen":

Jersey - Piekfeine Pünktchen - Kaktusfreunde - Gelbgrün

Die "Sommerliebe hoch 3" könnt ihr euch hier genauer ansehen:

Sommerliebe³  Anleitung und Schnitt für ein Trägertop/-Tunika/-Maxikleid - Schnittmuster & Nähanleitungen bei Makerist sofort runterladen

Und da geht's zum Freebook "Traumtuch":

ebook - Mein Traumtuch - Freebie - Traumwöllkchen

Und ich? Genieße gerade die Ruhe vor dem Sturm. Die Mädels haben eine Freundin eingeladen, und die drei bauen einen Reitstall oben in einem der Kinderzimmer. Ich höre sie seit fast einer Stunde eifrig Dinge hin und her tragen. Wahrscheinlich trifft mich der Schlag, wenn ich nachher hochgehe. Dann werde ich zweimal durchatmen, mir sagen "das ist Kreativität. Das MUSS so." - und zum großen Aufräumen blasen. Und morgen machen wir dann lieber wieder Outdoorprogramm. :D :D

Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 8. November 2015

sweet(ie)s zur Entschleunigung

Wir sind wieder beste Freunde. Juhu. Die Nähmaschine und ich haben uns wieder versöhnt und können uns im Moment gar nicht so recht trennen, deswegen hört ihr auch so wenig von mir....


Bei der Versöhnung geholfen hat mir ein ganz besonderer Schnitt aus einem ganz besonderen Probenähen....


Aber lasst mich von vorne anfangen. Inzwischen bewerbe ich mich nur noch selten bei Probenähen. Ich arbeite in ein paar Stammteams mit, die mir sehr am Herzen liegen, und das aktuelle Näh-Arbeitspensum ist so wirklich optimal für mich. Da bleibt nebenher normalerweise noch schön Zeit für Familie, Haushalt (naja... ;) ) und hin und wieder auch ein nähfreier Abend. Manchmal häufen sich die Schnitte ein bisschen, manchmal ist es dafür wieder recht ruhig. Gerade richtig, so für mich.


Aber hin und wieder komme ich an einem Schnitt außerhalb meiner Stammteams nicht vorbei. Der ein oder andere tendiert dazu, mich anzuspringen. Mitten ins Gesicht und mitten ins Nähherz. Und dann MUSS ich mich einfach darauf bewerben. Bei dem Rock "Ginny" von rosarosa habe ich mir eigentlich keine großen Chancen ausgerechnet. Da waren soooo viele Bewerber mit so vielen tollen Seiten. Umso höher bin ich vor Begeisterung gehüpft, als ich tatsächlich ins Probenähteam für "Ginny" eingeladen wurde. Hin und wieder braucht man ja so einen kleinen Glückshormonschub.... ;)


Und der Schnitt ist aber auch genial. Mal wieder was anderes. Eigentlich mehr wie Patchwork als Kleidernähen. Ein Baumwollschnitt aus 14 einzelnen Bahnen, die jeweils kellergefaltet werden, oben schön schmal anliegend und unten fluffig, weit und bequem.


Ich nähe ja schon gern mal so Nase mal Pi. Nahtzugabe frei Auge und sowas. Bei einem normalen bequem sitzenden Jerseyoberteil fällt das ja auch nicht so wesentlich ins Gewicht. Aber bei 14 Webware-Bahnen plus Belegen plus Kellerfalten, also in der Breite 46 Nähten, spielt jeder Millimeter eine entscheidende Rolle.


Ginny ist kein 5-Minuten-Projekt. Da muss man sich allein beim Zuschneiden schon Zeit nehmen. Und ein Lineal. Aber der Rock macht wahnsinnig Spaß. Gerade nach den vielen Oversize-Teilen, die ich in letzter Zeit so für mich genäht habe, ist das mal wieder ein ganz anderes Arbeiten. Erstens sind die süßen Details wie die Schleifentaschen oder die Knopfleiste echt zum Verlieben. Und dann ist es ein absolutes Hochgefühl, wenn dieser Rock oben dann auch wirklich genau passt. Dinge, die man sich richtig erarbeitet hat, haben eben hinterher auch den größten Wert für einen selber.


Schwierig zu nähen ist Ginny deswegen nicht. Mal davon abgesehen, dass die einzelnen Arbeitsschritte wirklich narrensicher erklärt und bebildert sind, ist auch eigentlich nichts dabei. Man braucht eben ein bisschen Geduld dafür. Und in der heutigen Zeit, in der alles schnell-schnell und sofort funktionieren muss, ist so ein Projekt eine richtige Oase - das Stichwort Entschleunigung passt da wunderbar. Die Gedanken kreisen lassen und nebenher vierzehn Mal exakt dieselbe Naht setzen. Und durchschnaufen. Ich warne euch, man kann auch süchtig werden davon. :D


Unser Ginny-Exemplar hier habe ich aus festem Canvas genäht. Der Stoff mit den süßen Bonbongläsern lagert schon ein Weilchen in meinem Regal und wartet auf einen würdigen Verwendungszweck - gefunden, würde ich sagen! :D Kombiniert habe ich den Rock mit einem einfachen Longsleeve von Lillesol und Pelle mit appliziertem Bonbonglas, Stulpen und einer Issy von FeeFee, dieses Mal als Bolero. Dass vorne das untere Teil des Boleros oben angenäht ist, ist selbstverständlich Absicht. :P Nicht, dass ihr denkt, ich hätte irgendwie ein Problem mit rechts und links (und oben und unten und überhaupt.... ;) ) Ich finde ihn aber trotzdem schick, aus rosa Glitzersweat - und schön warm ist er auch noch! Naja, und bei den vielen Sweets auf dem Rock musste für das Shooting dann natürlich ein Lolli her. Ausnahmsweise. :D


Der Rock dreht inzwischen schon die zweite Runde in der Waschmaschine - und ich sage euch, für den überwinde ich sogar meine angeborene Bügelophobie, und das will was heißen! :D

Habt ihr auch Lust bekommen auf Ginny? Dann klickt mal rüber zu Christinas Shop und schaut euch durch die fantastischen Probenähbeispiele!! Und wenn ihr ganz schnell seid - nur heute noch gibt es Ginny zum Einführungspreis!

 
Ich habe für heute mit der Näherei abgeschlossen - noch ein paar Fotos bearbeiten und dann freue ich mich auf einen gemütlichen Abend auf dem Sofa! Das muss nämlich auch mal sein! <3
 
Hasenwilde Grüße
Johanna

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Tief

Ich glaube, ich habe ein Tief. Ein Nähtief. Hatte ich noch nie.


Kennt ihr das? Wenn man tatsächlich keine Lust auf die Nähmaschine hat? Zum Glück ist es gerade probenähtechnisch bei mir sowieso ein bisschen ruhiger - ein Teil habe ich im Nähkeller liegen, das schon zugeschnitten ist, aber das hat zum Glück keine Eile.


Und ich? Mache körbeweise Wäsche, schaue hin und wieder auch mal einen Film, bringe den Haushalt auf Vordermann und setze mich endlich an die leidige Schreibtischarbeit, die schon seit Ewigkeiten laut nach mir schreit. Gerade merke ich, wie viel Zeit ich tatsächlich in mein Hobby stecke.


Vielleicht sollte ich mir so eine Näh-Auszeit öfter nehmen. Das bereinigt schon so ein bisschen das latent schlechte Gewissen, das ich sonst an der Nähmaschine oft habe, weil einfach viel anderes liegen bleibt. Ich liebe mein Hobby, und ich habe nicht nur wahnsinnigen Spaß am Nähen, sondern auch an der Probenäherei, dem gegenseitigen Austausch und nicht zuletzt dem Fotografieren. Aber wie bei so vielen Dingen - eine Pause schafft wieder eine distanziertere Sicht auf die Dinge - und hebt nicht zuletzt den Spaß an der Sache wieder!


Ich lasse das Tief also einfach Tief sein, beschäftige mich mit anderen Dingen, freue mich, dass gerade nähtechnisch nichts eilt und warte auf die nächste Hochphase - und die kommt bestimmt. So ein bisschen fühle ich sie schon kribbeln. :D


Zum Glück geht mir fototechnisch das Futter für euch nicht aus - ich habe noch so einiges zu zeigen hier auf meinem Laptop! Los geht's erst mal mit diesem schönen Schnitt hier - es gibt ihn noch gar nicht zu kaufen, aber er kommt euch sicher bekannt vor! "Freya", den erfolgreichen Pullunderschnitt von FinnLeys, gibt es jetzt endlichendlich bald auch für uns große Mädels unter dem Namen "Freya Ladies". Der Schnitt steht in den Startlöchern und ist ganz bald auch für euch zu haben. Bid dahin könnt ihr euch schon mal inspirieren lassen - die ersten Freya-Bilder werden nämlich heute schon hier und da zu sehen sein! Ich habe hier die Variante mit den seitlichen Passen und Einstecktaschen genäht, außerdem habe ich mir den kuscheligen Kragen ausgesucht. Den finde ich ja besonders klasse, weil der Hals so schön warm bleibt. Natürlich wird es "Freya" auch mit Kapuze, mit der bewährten Rabaukentasche und sogar mit Mufftasche (wie ihr sie vielleicht von der Lotta kennt) geben. Und das alles ladytauglich, kuschelwarm und als Drüberzieher für alle Gelegenheiten - meine zwei Freya haben beide schon den ersten Waschgang hinter sich, so häufig werden sie getragen!


Das hier ist die zweite Ladung GOTS-zertifizierter Heavy-Bio-Sweat, den ich für stoffversand4u probenähen durfte. HIER konntet ihr ja schon den grau-melierten Sweat begutachten - das hier ist aprikose. Und ich hab echt nix zu meckern daran - superkuschelig, vernäht sich total gut, und die Farben sind satt. Und, naja, Bio halt. :D Klickt rüber zu stoffversand4u, den gibt's in ganz vielen wunderschönen Farben: *KLICK* Kombiniert habe ich mit den weiß-schwarzen Ringeln vom Stoffonkel, mit denen man einfach alles kombinieren kann - und außerdem passt zu dem aprikosefarbenem Sweat PERFEKT der Campingbear von Andrea Lauren, den ich hier noch liegen hatte - exakt der gleiche Farbton in den Dreiecken. Ich liebe sowas. Wenn Sachen passen. :D :D

Meine Freya Ladies schicke ich zu RUMS und zu Ich-näh-Bio. Und ich widme mich dann wieder meinem Schreibkram und warte geduldig auf das nächste Näh-Hoch. Weil es immer am sinnvollsten ist, das Leben zu nehmen, wie es eben kommt. <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

Freitag, 2. Oktober 2015

Groß werden

Kontrastprogramm habe ich für euch diese Woche. Während das Dirndl vom Donnerstag (viiiiiiielen Dank für eure vielen lieben Rückmeldungen!! Ich hab mich über jede einzelne gefreut! <3 ) ja eher traditionell-romantisch war, wird's heute total cool im hasenwild-Blog...


Das war eines der ersten Herbstoutfits, die ich dieses Jahr genäht habe. Die Hose hab ich euch schon an der kleinen Hasentochter vorgestellt - "Marty" von Annas Country ist das, und zwar in meiner allerliebsten Lieblingsversion, der Knickerbocker.


Inzwischen redet die große Hasentochter ja durchaus mit, wenn es darum geht, was sie anziehen soll. Sie hat da durchaus ihre eigene Meinung und ihre Lieblingsteile. Manchmal setze ich mich durch, wenn es um das Tagesoutfit geht, meistens darf sie mitreden - solange die Teile halbwegs zueinander und zum Wetter passen.


Wenn ihr etwas wichtig ist, versuche ich darauf Rücksicht zu nehmen. Ich finde, sie soll merken, dass ich ihre Meinung schätze. Klar klappt das nicht immer (und auch das ist wichtig zu lernen....), aber doch oft. Einer unserer wöchentlichen Diskussionspunkte war dieses Oberteil.


Sie liebt das Ding. Schwarz mag sie insgesamt gern. Und ich? Finde es schrecklich langweilig an einem Kind - Jeanshose und schwarzes Oberteil. Ääääächz. Also dachte ich, ich versuche es mal mit einer Alternative, die es mir auch gefällt - einer fetzigen Hose zum schwarzen Shirt....


Also habe ich mir einen senfgelben Hosenstoff gegriffen und in Kombination mit dunkelgrauen Bündchen und dem weiß-schwarz gestreiften Stoffonkelstoff eine Knickerbocker-Marty genäht.


Passend dazu eine einlagige Hamburger-Liebe-Beanie mit Umschlag und farblich passendem Stern und ein (gekauftes) Halstuch.



Ich finde es Wahnsinn, wie groß sie in diesem eher coolen Style wirkt. Aber es steht ihr super, und das gelb und das weiß passen total gut zu dem dunklen Shirt - damit sind wir auf alle Fälle wieder auf einer Wellenlänge. Ich bin ja echt froh, dass sie meine genähten Sachen so gerne anzieht und überall total stolz verkündet "Das hat meine Mama genäht!". Sie stürzt sich schon mit genauso viel Begeisterung auf die ankommenden Stoffpakete wie ich und fängt an zu bestellen.... ein Giraffenshirt bitte, und aus dem Stoff da einen Rock für mich und was mit Kapuze... :D


Ist doch irre, wie schnell die Zeit vergeht, und wie schnell die Kleinen groß werden, oder? Während ich die Zeit gerne etwas bremsen würde, kann die Tochter es gar nicht erwarten, groß zu werden. Heute morgen haben wir folgendes Gespräch geführt (und ich habe wirklich herzlich gelacht dabei!). Sie: "Mama, bin ich schon fünf Jahre alt?" Ich: "Nein, du bist vier!" Sie (vollkommen entrüstet): "IMMER DAUERND bin ich vier. Wann bin ich endlich nicht mehr vier????????". Ich: "Wenn du wieder Geburtstag hast!" Sie: "Dann werde ich aber bitte wenigstens gleich sechs!". :D :D


Aber egal ob 4, 5 oder 6, in ihrer Knickerbocker und dem Lieblingsshirt fühlt sich das hasenwilde Kind jedenfalls pudel- oder besser gesagt hasenwohl, und damit sind wir erstmal beide zufrieden... :D

Hier findet ihr noch den Link zum Ebook:


http://de.dawanda.com/shop/annas-country?quick_view_product=85465695
 
 
Hasenwilde Grüße,
Johanna

Mittwoch, 26. August 2015

Farbe ins Grau - Retro Cat

Und schon kommt der nächste Streich der GOTS-Bio-Stoffe von Alles-für-Selbermacher: Die Retro-Cats, genau wie die Löwen entworfen von Miss Thomas.


Die große Hasentochter hat sich direkt in den Stoff verliebt, als ich ihn ihr auf dem Bildschirm gezeigt habe. Ich habe eine Weile gezögert, ich tu mich eigentlich eher schwer mit so knallebunten Motivsachen, hab ihn dann aber doch für sie zum Vernähen angekreuzt. Man soll sich ja auch öfter mal an was Neues trauen.... :)


Zuhause lag der Stoff dann eine Weile im Arbeitszimmer, obendrauf gestapelt die möglichen Kombistoffe - von gelb über grün-gestreift bis hin zu orange-rosa-Blockstreifen war da alles dabei.


Richtig begeistert haben mich dann aber dazu die weiß-schwarzen Stoffonkelstreifen. Die sind nicht langweilig, aber trotzdem nicht so wuchtig, dass der Stoff nicht schön leuchtend zur Geltung kommen würde.


Als Schnitt habe ich mir die "Sunje" von kibadoo herausgesucht, die passt super - die lässige Kapuze, die Kordel in der Taille, der tulpige Rock und die coolen Taschen passen wunderbar zu dem Retro-Stoff, da lässt sich richtig was draus machen. Und was soll ich sagen? Von wegen "bunt" und "große Motive" sind nicht so meins. Das ist VOLL meins. Das ist eins meiner absoluten Lieblingsoutfits - die Große wirkt so cool, so frisch und vor allem so schön farbenfroh darin!!


Kombiniert ist das Outfit mit einer Jeggings und einem hippiemäßigen geflochtenen Knopf-Haarband. :D Das Katzenkleid steht im Moment auf der Favoritenliste der Großen ganz oben - und ich seh sie auch zu gern damit, das bringt sowas von Farbe in den Tag! Besonders im Herbst/Winter, wenn draußen alles kahl und grau wird, werden wir damit sicher jede Menge Spaß haben - wenn mein kleiner Wirbelwind als Farbtupfer durch die Wohnung saust. :D





Ihr bekommt die wunderbar kuschelweiche Jersey-Eigenproduktion von Alles-für-Selbermacher unter folgendem Link: http://www.alles-fuer-selbermacher.de/Jersey---GOTS---Retro-Cat


Und damit bin ich auch schon wieder weg, den letzten meiner drei AfS-Stoffe vernähen... :D

Hasenwilde Grüße
Johanna