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Montag, 15. Juni 2020

Kein Hals-, aber ein Beinbruch

Hey ihr Lieben!

Jawohl, es gibt mich noch! Corona ist leider auch immer noch da! :D :D

Wo fange ich denn jetzt nach so langer Zeit wieder an??? Ich hab euch so viel zu erzählen. Ich war auch fleißig an der Nähmaschine, und es liegen noch einige Fotos und noch mehr unfotografierte Werke hier. Ob ich nicht motiviert war? Doch. Voll. Ich hab viele Stunden an der Nähmaschine verbracht und einiges abgearbeitet, was ich schon ewig mal machen wollte. Und ich hab immer noch einige das-will-ich-unbedingt-nähen-Werke vor mir. Solche, die ich schon ewig vor mir herschiebe, solche, die sich die Mädels wünschen und solche, die der Bub braucht. Langweilig wird mir so schnell nicht.

Also, was war los? Ich fange einfach direkt von hinten an. Mit dem letzten Erlebnis, das mir/uns die letzten zwei Wochen einige schlaflose Nächte und spannende Tage beschert hat. Ende vom Lied ist ein gebrochener Knochen, eine OP, und zwei Krücken für die nächsten Wochen. Wie es dazu kam? Passt auf:


Schuld war... das Trampolin. Und ein Ball. Ja, ich weiß, was ihr jetzt sagen wollt. Das haben die große Tochter und ich uns die letzten zwei Wochen von ungefähr jedem Arzt im Landkreis angehört: Bälle gehören nicht ins Trampolin. Understood. Wirklich. Wir haben das verinnerlicht. Es war aber weder unser Trampolin, noch unser Ball. Sondern einfach ein blöder Zufall. Das Tochterkind ist auf dem Ball aufgekommen und hat sich dabei das Knie verdreht. Soweit, so gut. Am Pfingstsamstag. Optimales Timing.


Nachdem das Kind erfolgreich nach Hause geschafft war, konnte sie am Abend nicht mehr auftreten und hatte starke Schmerzen im Knie. Ich hab sie also eingepackt und bin mir ihr in die nächste Notaufnahme. Da wurde das Knie geröntgt. Ergebnis: Kann man nicht sagen. Sieht komisch aus. Könnte ein Bruch sein. Weiß keiner. Muss man weiter untersuchen. Vielleicht operieren. Keine Ahnung. Wir legen das Bein mal in eine Gipsschiene. Vorerst. Krücken gibt's keine. Ihr kommt schon zurecht. Mit der Gipsschiene, mit der man nicht auftreten soll und dem neunjährigen Kind, das man jetzt auch nicht mal eben so um die Ecke hebt.


Wir haben also erstmal mit Erwachsenenkrücken experimentiert, die zum Glück noch auf dem Dachboden lagen. Das ging gerade so nicht besonders gut. Weil die Tochter zu klein ist dafür. Eine liebe Bekannte hat uns dann Kinderkrücken geschenkt, die sie noch von ihren Jungs übrig hatte. Ich sag euch Leute: Schmeißt sowas niemals weg. Irgendwer braucht es irgendwann. Die Tochter war heilfroh und ich auch.


Am nächsten Tag hat das Kind ausdauernd gejammert. Aber nicht wegen des Knies, das war gut ruhiggestellt und ganz in Ordnung. Sondern wegen der Ferse. Oder des Knöchels. Irgendwas da unten war schmerzhaft. Den Sonntag haben wir mit Schmerzmitteln überbrückt, am Pfingstmontag (immer noch Feiertag) hab ich sie dann wieder eingepackt - nächste Notaufnahme. Woanders. Wo vielleicht die Ärzte noch netter sind. Und jemand ein Ergebnis hat. Tja. Fehlanzeige. Die Gipsschiene kam ab, das Kind hat gejammert (weil das Knie nicht mehr gestützt war) und der Doktor hat einen kurzen Blick auf den Knöchel geworfen und dann die Gipsschiene schnell wieder angelegt. Die schmerzende Ferse hat er dabei offensichtlich nicht wirklich angeguckt. Sein Fazit: Da ist nichts. Da KANN nichts weh tun.


Da war das Kind anderer Meinung. Und nachdem sie die nächste Nacht heulend vor Schmerz durchgewacht hat, haben wir uns also in die dritte Stadt aufgemacht. Zu einem Kinderchirurgen. In der Hoffnung, endlich Antworten zu bekommen - und dass jemand herausfindet, warum das Kind Schmerzmittel wegen eines Körperteils braucht, der offensichtlich nicht verletzt ist. Herausgekommen ist eine riesige, bereits blau verfärbte Druckstelle an der schlecht gepolsterten Ferse. (Zitat Arzt: "Oh. Das sieht schlimm aus. Wegen sowas hab ich schon amputiert." Voll beruhigend, in dem Moment. :D). Jedenfalls kam die Schiene ab und ein Gips dran, der vor der Ferse endete. Und das Kind war von den Schmerzen befreit. Endlich.


Außerdem gab es einen Termin für's CT am nächsten Tag. Ergebnis: Jackpot. Ein sehr seltener Ausrissbruch am Unterschenkelknochen, an der Stelle, an der das Kreuzband festgemacht ist (Eminantia intercondylaris nennt sich das Knochenstück. Bricht man sich normalerweise nicht. Nur mein Kind.) Heimgekommen sind wir mit einem Termin für eine OP direkt am Montag, bei der das ausgerissene Teil mit zwei Schrauben wieder befestigt werden sollte.


Ich könnte noch zwei Romane schreiben. Über Stunden und Stunden und Stunden in Notaufnahmen, Wartezimmern, Behandlungszimmern. Über nette Schwestern und Pfleger, über Ärzte, die einen tollen Job gemacht haben. Aber auch über solche, die keinerlei Einfühlungsvermögen gezeigt haben. Über ein System, das so kompliziert und schwerfällig ist, dass der eine Chirurg die Röntgenbilder vom anderen Krankenhaus (die ich per CD abholen musste, weil der direkte Versand nicht möglich war) nicht lesen konnte, weil die Programme nicht übereingestimmt haben. Darüber, dass jeder die gleichen zehn Unterschriften von mir wollte. Und die Versichtertenkarte. Hundert Mal die Versichertenkarte. Über strenge Coronaauflagen. Darüber, dass die OP verschoben wurde, weil jemand vergessen hat, das Operationsbesteck zu sterilisieren. Aber auch über nette Betreuung, einen Handschuhfant und eine gut gelungene OP.


Bereits am nächsten Tag hat uns der Oberdoc schon wieder nach Hause entlassen, weil die Wunde wirklich gut aussah. Das Kind muss den Fuß die nächsten 5 Wochen noch entlasten und ist mit Krücken unterwegs. Für längere Ausflüge haben wir einen Rollstuhl verschrieben bekommen. Außerdem müssen die Schrauben wieder raus. Das ist lästig, aber das Schlimmste ist überstanden und inzwischen hüpft die Tochter mit ihren Krücken schon wieder recht gelenkig durch die Gegend. Baden gehen ist jetzt allerdings erstmal nicht. Schule klappt aber gut, hat sie heut schon getestet.


Ich habe das Gefühl, schön langsam haben wir die letzte Woche verdaut. Der Kleinste war verwirrt und grantig, die Große hatte Angst vor der OP und die Mittlere war eifersüchtig, weil wir nicht nur den geplanten Kurzurlaub abgesagt haben, sondern sich auch noch alles um die Große und den Kleinen gedreht hat. Es waren anstrengende Tage. Inzwischen habe ich den beiden Kleinen wieder intensiv Zeit widmen können und das Leben normalisiert sich. Soweit das im Moment möglich ist, jedenfalls. Kinder haben ist aufregend, wusstet ihr das?


Damit ihr beim Lesen auch ein bisschen was zum Gucken habt, gibt es mal wieder Bilder vom Babybub. Genäht habe ich den #High5Hoodie von rosarosa aus Sweat und eine passende #SSP. Das Musselintuch ist nach dem Freebook "Halstuchx2" entstanden. Rundum in rosarosa gekleidet, sozusagen. Und es steht ihm so gut. <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 3. Juni 2019

Entwicklungsschritte und letzte Male

Jetzt weiß ich wieder, wie das mit den Fotos ging. Man platziere das zu fotografierende Objekt einfach mitten in einem Haufen Blumen. Wie konnte ich das nur vergessen? :D :D Endlich bin ich jedenfalls wieder happy mit meinen Bildern und werde euch deswegen heute gleich eine ganze Flut davon zeigen.


 Dieses Outfit war zu groß, als ich es genäht habe. Wenn man bedenkt, dass das erst ein paar wenige Wochen her ist, ist das eigentlich schon erschreckend. Der Babybub wächst so furchtbar schnell! Ich komme da gar nicht mit dem Gucken hinterher!!


Ich weiß noch, wie das bei meiner ältesten Tochter war. Als die so klein war, hatte ich da so ein Buch. "Babys Entwicklung" oder sowas. Ihr wisst schon, so ein fetter Wälzer, in dem die Entwicklungsschritte dokumentiert sind. Und in dem genau steht, wann ein Baby was lernen muss. Wann es lacht. Wann es greift. Wann es sich dreht. Und ich habe wöchentlich nachgelesen, welcher unglaubliche Meilenstein uns als nächstes bevorsteht. Und darauf habe ich dann gelauert. Selbstverständlich bin ich in Freudenschreie ausgebrochen, wenn sie den nächsten Entwicklungsschritt getan hatte. Und dann habe ich flott nachgelesen, was als nächstes kommt. :D


Dann kam Kind Nummer zwei. Die Mitteltochter. Bei der war ich schon wesentlich entspannter, was die Entwicklungsschritte anging. Schließlich war Fräulein Erstgeboren bei Tochter Zwei's Geburt erst knapp zwei Jahre alt und ich hatte alle Hände voll zu tun. Manchmal hätte ich auch durchaus noch ein Paar mehr gebrauchen können. :D :D Die Maus lernte in Windeseile von ihrer großen Schwester, das Entwicklungsbuch verstaubte im Regal und wir machten immer wieder große Augen, wenn das Kind plötzlich wieder eine neue Technik beherrschte und verfeinerte, mit der wir noch gar nicht gerechnet hatten.


Und jetzt gibt es den Babybub. Den zuckersüßen. Der voraussichtlich der letzte seiner Art sein wird. Das letzte Baby im Haus Hasenwild. Und wie ist das jetzt? Dieses Entwicklungsbuchdingens, ich habe keine Ahnung, ob es das noch gibt. Oder ob ich es irgendwann aussortiert und verschenkt habe. Ich weiß ja jetzt schon, dass sich Babys entwickeln. Und dass es gar nicht wichtig ist, wann sie was lernen. Beim Babybub genieße ich jetzt in vollen Zügen - gerade, weil es mit den beiden großen Schwestern wesentlich entspannter zugeht, als das der Fall war, als das Mittelkind geboren wurde.


Ich genieße jeden Moment in dem vollen Wissen, dass es vielleicht das letzte Mal sein könnte. Das letzte Mal, dass der Babykopf in meinem Arm so verführerisch nach Baby riecht. Das letzte Mal, dass er an meiner Brust schmatzt und mich nebenher mit seinen kleinen Fingerchen streichelt. Das letzte Mal, dass er die Beine wie ein kleiner Frosch anzieht, wenn ich ihn hochhebe. Das letzte Mal, dass er während des Trinkens drei Mal anhalten muss, um zu gucken, ob ich auch noch da bin. Das letzte Mal, dass er auf dem Bauch nach mir ruft, damit ich ihn umdrehe. Dass er sich in fröhlichen Gurrtönen mit mir unterhält. Dass er, wenn er müde ist, seinen Kopf in meine Armbeuge drückt und sich mit beiden Händen an meinem Oberteil festhält, bevor er einschläft. Wie sich diese klitzekleinen Babyfüße anfühlen. Wisst ihr, man weiß nämlich nie, welches Mal das letzte Mal ist, bis es das letzte Mal war. Deshalb macht es ziemlich viel Sinn, solche Dinge ganz fest zu genießen und festzuhalten, solang man sie bekommt.


Versteht mich nicht falsch, es macht auch keinen Sinn, ständig dem nachzutrauern, was man nicht mehr hat. Dann ist man ja dauernd unglücklich. Aber wenn man die entscheidenden Momente in vollem Bewusstsein genossen hat, solange sie da waren, kann man getrost später mit ganz viel Liebe und Dankbarkeit im Herzen daran zurückdenken. Ohne das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Und dann widmet man sich ganz bewusst den Dingen, die man gerade bekommt - und die vielleicht heute das letzte Mal stattfinden. Und genießt. <3


Auf den Bildern seht ihr die dritte Ssp von Rosarosa, die ich genäht habe. Mit stylischem Streifen an der Seite. Kombiniert mit einem fröhlich-türkisen Shirt nach dem Schnittmuster Mini-Miez und einer Beanie mit Öhrchen, ebenfalls beide von Rosarosa. Die fetzige Chamäleon-Weste habe ich nach einem Jackenschnitt aus einem der klimperklein-Bücher abgewandelt. Den Chamäleon-Stoff und den passenden zimtfarbenen Sweat hab ich bei Tina von Steinblau gekauft, die Big Dots in türkis sind von Namijda. Und fertig ist die Sommer-Kombi - und wird gerade rauf und runter getragen. <3


Und mit diesem Set und den Bildern - mit denen ich dieses Mal auch wirklich glücklich bin - husche ich schnell wieder rüber ins Wohnzimmer und knuddle mein Baby noch ein bisschen. Ich muss dringend nochmal an ihm riechen - wer weiß, wie lange sich der Babyduft noch hält.... <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

Samstag, 25. Mai 2019

Busliebe

Heute hab ich eines meiner aktuellen Lieblingsteile für euch! Mit Bulli! Ich mag nämlich Bullis!

Ich habe drei Schwestern. Unsere Familie hat also zu meiner Kinderzeit nicht in ein normales Auto gepasst. Und deswegen hatten wir einen VW-Bus. Sogar mehrere hintereinander. Weil der einfach praktisch war. Wir hatten alle Platz darin, der hatte genug Power, um hinten noch den Wohnwagen anzuhängen und auch Gepäck für sechs Leute passte spielend hinein. Mit Rädern, Kinderwagen, Schlauchboot und dem fetten aufblasbaren Krokodil, das jedes Jahr mit ans Meer musste.


Es kleben also jede Menge Kindheitserinnerungen an dem Gefährt. Urlaubsfahrten zum Beispiel. Die Tatsache, dass wir immer erst Hörspiele hören durften, wenn kein deutscher Radiosender mehr ging, ist mir noch gut im Gedächtnis. :D :D Außerdem hatten wir auf so mancher Autofahrt die Gitarre dabei und haben das Liederbuch rauf und runter gesungen. Der Bus war dann am Campingplatz immer der Schlafplatz von mir und meiner Schwester - als die beiden Älteren durften wir quasi ein Doppelzimmer bewohnen, während der Rest der Familie im Wohnwagen logierte.


Diese Bilder hab ich nach wie vor ganz deutlich vor Augen - die Innenfläche unseres Busses zur Liegefläche umgeklappt, Vorhänge an den Fenstern, die Heckklappe weit geöffnet, das Rauschen des Meeres und der Pinien im Ohr und den salzigen Duft in der Nase, das Schattenspiel der Bäume auf den Vorhängen, unter mir der Schlafsack und vor mir ein Buch. Herrlich.


Auch viel später noch fand ich nichts praktischer als unseren Bus. Wenn mein Fahrrad auf die Schnelle irgendwohin transportiert werden musste, passte das einfach in den Innenraum. Für Unifeste ließen sich Stehtische transportieren, ohne mühsam das Standbein abzumontieren. Und für die vielen musikalischen Gelegenheiten, bei denen ich mitgewirkt habe, hatten nicht nur ein E-Piano sondern auch noch ein komplettes Schlagzeug oder die Instrumente eines halben Blasorchesters Platz.


Und sogar fahranfängertauglich ist das Gefährt, trotz seiner Größe. Weil der Bus nämlich super übersichtlich ist. Hinten ist er da aus, wo die Scheibe ist, vorne hat man einen wunderbaren Überblick über die kurze Schnauze und auch seitlich braucht man nicht wirklich Platz einkalkulieren. Gut, bei engen Kurven sollte man vielleicht nicht den langen Radstand vergessen. Sonst kann man nämlich die seitliche Schiebetür elegant an einer Straßenlaterne anfahren, ohne dass Vorder- und Hinterteil des Autos auch nur einen Kratzer abbekommen. Nicht dass mir das jemals passiert wäre... ;)


Ein VW-Bus ist mein Traumauto. Große Liebe und so. Leider haben wir keinen - mein Mann ist nämlich der Meinung, dass sich so ein Riesenauto unter drei Kindern auf keinen Fall rentiert. Und bisher konnte ich ja nur zwei Sprösslinge vorweisen. Definitiv eines zu wenig. Jetzt haben wir uns ja endlich mit dem Babyboy auf einen busfähigen 5-Personen-Haushalt vergrößert - mal sehen, ob sich der Göttergatte nochmal auf eine Diskussion mit mir einlässt. :D


Es würde allerdings wohl ein moderner Multivan werden. Für einen alten Bulli sind unsere Autotechnikkenntnisse definitiv zu gering. Meine Schwester und ihr Mann fahren so ein Exemplar (nicht ganz so altes Baujahr wie der applizierte Bulli, aber trotzdem uralt, ihr wisst schon :D). Die sind aber beide studierte Maschinenbauer und können kleine Autowehwehchen unterwegs selber richten. Ich seh den total gerne und finde ihn kultig, aber ich brauch ein Selbstläufer-Auto ohne Reparaturbedarf. :D


Jedenfalls, nachdem ich meine VW-Bus-Liebe nicht an einem echten Gefährt ausleben kann, habe ich eben eins appliziert. Freihand und frei Schnauze. In gelb. Das gefällt mir nämlich auch ziemlich gut - auch wenn unsere Busse immer alle rot waren. Der Babyboy wird so jedenfalls direkt mal darauf vorbereitet, dass das ein cooles Gefährt ist. Auf dem Henry-Baby-Shirt von Rosarosa macht sich der Bulli jedenfalls super und passt perfekt zur SSP aus Jeansjersey. Ein Outfit ganz nach meinem Geschmack - halbwegs neutral, farbenfroh und praktisch. Ich überlege schon, ob ich es in der nächsten Größe einfach nochmal so nähe. :D

Das Ebook für das Oberteil findet ihr HIER und den Schnitt für die Hose gibt es HIER.


Ich hänge jetzt jedenfalls in Gedanken noch ein bisschen meinem Traumauto nach und werde nebenher die meuternde Nachkommenschaft mit Futter versorgen. Und mich auf den nächsten Urlaub freuen. Ich brauche dringend Pinien und Meer!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 29. April 2019

Spielezeit

"Wo steckt sie denn schon wieder?", fragt ihr euch? Na mitten im trubeligen Leben. Wo auch sonst? :D
Ich durfte mal wieder probenähen - dieses Mal für den kleinen Mann. Ich hab mich voll gefreut und es sind direkt drei Outfits entstanden. Aber wie ich euch letztens schon erzählt habe, arbeite ich ja immer noch an dieser Flatlay-mit-Baby-Sache. Und ich bin mit dem Set sehr glücklich, nicht aber mit dem Hintergrund. "Verknüllte Decke" ist ja eigentlich einer meiner Favoriten - hier aber nicht das Gelbe vom Ei. Geb ich ja zu. Mal sehen, vielleicht lege ich von den anderen Sets noch andere Fotos nach. Wenn das Baby Lust hat. Der lässt sich nämlich bereitwillig fotografieren, aber eher wenig bereitwillig umziehen... :D


Ja, was gibt es denn sonst so zu erzählen? Wir haben die Osterferien sehr genossen. Und wegen mir könnten wir gut noch zwei Wochen dranhängen. Ich bin Ferienfan. Schon allein jobbedingt. Als Lehrer kann man ja gar nicht nicht Ferienfan sein - auch wenn ich wirklich nochmal sagen muss, dass ich als Vollzeitlehrkraft immer ganz schön viel Arbeit mit in die Ferien genommen habe.


Jetzt in der Elternzeit könnte man behaupten, dass für mich eh jeder Tag gleich ist, vollkommen unabhängig von den Ferien. Ist aber totaler Quatsch. Ich hab nämlich Kinder. :D Und die Ferien sind terminfrei. Keine Hausaufgaben zu betreuen, kein Voltigieren, kein Instrumentalunterricht, kein Sport. Und vor allem morgens kein Wecker.


Ich liebe das und ich hab meine Kinder gern den ganzen Tag um mich. Im entspannten Zustand. Und zwei Wochen sind definitiv nicht lang genug, dass ich da riesig Programm auffahren müsste, damit die Damen nicht gelangweilt sind. Nee, die spielen. Tage und Wochen spielen die. Schleich und Playmobil und Lego und Kuscheltiere und draußen. Das war offensichtlich bitter nötig. Ich habe das Gefühl, diese Spielenergie staut sich immer zwischen den Ferien. Und wenn die Zeit so lang ist, dann werden meine Kinder krank. Daran merke ich dann, dass sie ferienreif sind. Zum Glück kommen die Ferien meistens gerade rechtzeitig, so dass die Damen nicht sterbenskrank sondern nur ein bisschen erkältet sind. Dann nutzen sie die freie Zeit, um sich gesundzuspielen.


Irgendwie finde ich es traurig, dass offensichtlich der normale Schulalltag nicht reicht, um eine sinnvolle Menge Spieltrieb loszuwerden. Zumindest bei meiner Schulkindtochter ist das so. Die Kindergartenmaus kommt erstens früher heim und hat zweitens einfach auch vormittag die Möglichkeit zum freien Spiel. Das Schulkind ist vormittags in der Schule (da ist sie sehr gerne, aber das zählt nicht als Spielen. Das ist auch keine Definitionssache, findet sie.). Dann macht sie Hausaufgaben. Und was dann vor der Abendroutine noch an Zeit übrigbleibt ist auch einfach manchmal durch Besorgungen und sonstige Arten von Terminen blockiert. Jedenfalls reicht es nicht, um genug zu spielen. Das merke ich ihr deutlich an. Und dann wird sie irgendwann unausgeglichen und unleidig.


Deswegen bin ich also jetzt nicht unbedingt froh darüber, dass uns der Schulalltag wieder hat. Aber hilft ja nix. Ich versuche eben, den Kindern so viel Spielezeit wie möglich zu gönnen in dem Wissen, dass in sechs Wochen die nächste Verschnaufpause ansteht. Dann werden wir den Wohnwagen ausmotten und mal testen, ob der Babyboy urlaubstauglich ist. Und nebenher wird gespielt. Ganz viel und ausgiebig. Playmobil, Schleich, Lego, Kuscheltiere. Und draußen. Ganz egal, wo wir gerade sind.


Nebenher gibt's jetzt noch ein paar Infos zum neuen Schnitt von Rosarosa - die SSP, die schmale Sweatpants, ist nämlich absolut babytauglich und vor allem superschnell genäht. Der Einsatz mit den Ösen gibt der Hose einen besonderen Look und der Schnitt eignet sich optimal für coole Seitenstreifen! Ich habe den Babyschnitt getestet, der geht von Größe 44 bis 80. Empfohlen ist der Schnitt für Jersey - Sommersweat eignet sich aber auch super, allerdings sitzt die Hose an den Waden dann besser, wenn man eine Größe breiter wählt. Den Schnitt bekommt ihr HIER für die Kleinen - klickt euch ruhig mal bei Rosarosa durch, denn auch bei den Kindern in Größe 86 - 164 sieht die SSP super aus und es gibt ein Kombipaket, in dem Baby- und Kinderschnitt enthalten sind. Bis heute noch gibt's die SSP zur Einführung 15% billiger - also hüpft am besten gleich schnell rüber zu rosarosa!


Als Oberteil habe ich einen Henry Baby von rosarosa genäht, auch einen Schnitt, den ich für den Sohnemann sehr liebgewonnen habe. Dass er sich nicht so furchtbar gern umziehen lässt, hab ich ja schon erwähnt - mit dem großen geknöpften Einsatz ist die Anzieherei aber nur halb so schlimm! Auf der Suche nach einem süßen Babymotiv bin ich auf die Pilze gestoßen - da konnte ich mich mal wieder nähmalerisch austoben, und der Bub schaut so süß in seiner neuen Kombi aus... HIER bekommt ihr den Schnitt.


So, ich widme mich jetzt nochmal meiner Flatlay-Problematik und wünsche euch eine wunderbare Woche - wir lesen uns!

Hasenwilde Grüße
Johanna

PS: Die Schnitte wurden mir zur Verfügung gestellt und ich mache sehr freiwillig und voll Überzeugung hier WERBUNG dafür! :D