Gestern haben wir die Gelegenheit genutzt und waren spätnachmittags im Freibad. Meine Schwester und meine Mama haben die Kids richtig ausgepowert, wir hatten ein leckeres Picknick zum Abendbrot dabei und die Mädels sind spät, müde und glücklich ins Bett gewandert.
Am Wochenende wartet voraussichtlich dann auch noch ein besonderes Highlight: die Kartoffelernte!
Ich weiß nicht, ob ich euch schon erzählt habe, dass im Hause hasenwild der Göttergatte der mit dem grünen Daumen ist. Ich bin ausschließlich für die Zimmerpflanzen zuständig, und da überleben nur Orchideen und Grünlilien... :D :D
Mein Mann liebt die Gartenarbeit. Er bewirtschaftet zwei große Gartenflächen, baut alles an, liest sich ein und bringt regelmäßig selbstgezogenes Biogemüse auf den Tisch. Lecker. Ich verarbeite alles, was er mir so bringt (gut, dass wir zwei Gefriertruhen und einen Biokeller haben - da fallen manchmal ja schon ganz schöne Mengen an. Unter 70 Lauchpflanzen fängt der Beste nämlich gar nicht an. :D :D). Ich bin also eher für den Küchenanteil der Gartenarbeit zuständig.
Unter anderem gibt es auch ein Stück Kartoffelacker. Ein kleines. Also, groß genug für einen Familienjahresvorrat, aber im Vergleich zu richtigen Kartoffeläckern halt doch eher klein. :D Weil man unseren Kartoffelacker mit einem normal großen Traktor und aktuellen Kartoffelpflügen nicht bewirtschaften kann, weil er einfach nicht groß genug ist, hat der Göttergatte all die alten Pflüge und Kartoffelbewirtschaftungsteildingense von anno dazumal ausgemottet und in Schuss gebracht, denn für reine Handarbeit ist die Ackerfläche dann doch wieder ganz schön groß.
Das Kartoffelsetzen mit dem alten Kartoffelleger ist im Frühjahr immer der absolute Bringer. Da darf dann Frau hasenwild mit traditionellem Tüchlein auf dem Kopf hinten auf die Maschine und eine Kartoffel nach der anderen in den Setzteller legen. Wie in alten Zeiten eben. Macht schon irgendwie Spaß. :D
Und bei der Kartoffelernte fährt einer den (kleinen. uralten. aber süßen. :D) Traktor, und der andere führt hinten den Kartoffelpflug. Hinterher werden die jungen Kartoffeln von Hand gesammelt. Die Kinder sind natürlich immer dabei und helfen fleißig mit, manchmal lassen sich auch Mitglieder von meiner oder der Schwiegerfamilie motivieren - hinterher gibt's nämlich Kartoffelfeuer. Eigentlich werden dabei die dürren Kräuter verbrannt, aber da unser Acker so klein ist, brauchen wir meistens noch Unterstützung von ein paar Holzscheiten... :D :D Über dem Feuer wird dann gegrillt, es gibt die ersten frischen Kartoffeln dazu und für die Kinder hinterher Stockbrot.
Wenn der Abend schön lau ist, ist das wunderschön. Der Kartoffelacker und der zugehörige Schuppen liegen etwas außerhalb der Ortschaft, die Aussicht ist wunderschön, das Feuer knistert und auf ein oder zwei Biertischgarnituren gibt es ein fröhliches Essen, Ratschen, Feiern. Wir (und besonders die Mädels) freuen uns jedes Jahr wie die Schnitzel und funzeln bis spät in der Nacht mit ihren Taschenlampen. Wenn ich an die Gitarre denke, wird das ein oder andere Lagerfeuerlied gesungen. Sommerstimmung pur.
Für solche langen Sommerabende, an denen abends nicht nur die Grillen zirpen, sondern leider auch die Stechmücken fliegen, gibt es ja kleidungstechnisch nur ein Optimum: Lange, dünne Hosen. :D Gut, dass ich mir letztens ein Exemplar nach dem Pech und Schwefel genäht habe. Der Stoff stammt aus der Restekiste vom Stoffladen in der Umgebung, ich weiß nicht genau was das ist - irgendeine Art Crepe vielleicht? Jedenfalls fällt er total luftig und schwingt locker um die Beine. Die kleinen Lederstreifen und die Knöpfe am Saum sind ein witziger Hingucker und machen die Hose dann auch stadttauglich. Mallorca lässt sich in verschiedenen Weiten und Variationen nähen - ein absoluter Allrounder unter den Hosen! Obendrüber gab's ein "Teneriffa"-Trägertop. Den Schnitt habe ich mir jetzt schon zum dritten Mal genäht, der sitzt einfach super. Der Saxophonspieler ist mit Hilfe von Freezerpapier aufschabloniert, den leicht rosa schimmernden Hintergrund habe ich mit Sprühtextilfarbe gestaltet. Für kühlere Tage passt wunderbar ein Bolero drüber - aber am Wochenende werde ich den hoffentlich nicht brauchen! <3

Und hier gibt's das Trägertop "Teneriffa":

Hasenwilde Grüße
Johanna

















