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Donnerstag, 25. August 2016

Kartoffelfeuer

Hättet ihr gedacht, dass wir nochmal so richtig schicke heiße Sommertage kriegen? So richtig mit Hitze, klarblauem Himmel und lauen Abenden?


Gestern haben wir die Gelegenheit genutzt und waren spätnachmittags im Freibad. Meine Schwester und meine Mama haben die Kids richtig ausgepowert, wir hatten ein leckeres Picknick zum Abendbrot dabei und die Mädels sind spät, müde und glücklich ins Bett gewandert.


Am Wochenende wartet voraussichtlich dann auch noch ein besonderes Highlight: die Kartoffelernte!
Ich weiß nicht, ob ich euch schon erzählt habe, dass im Hause hasenwild der Göttergatte der mit dem grünen Daumen ist. Ich bin ausschließlich für die Zimmerpflanzen zuständig, und da überleben nur Orchideen und Grünlilien... :D :D


Mein Mann liebt die Gartenarbeit. Er bewirtschaftet zwei große Gartenflächen, baut alles an, liest sich ein und bringt regelmäßig selbstgezogenes Biogemüse auf den Tisch. Lecker. Ich verarbeite alles, was er mir so bringt (gut, dass wir zwei Gefriertruhen und einen Biokeller haben - da fallen manchmal ja schon ganz schöne Mengen an. Unter 70 Lauchpflanzen fängt der Beste nämlich gar nicht an. :D :D). Ich bin also eher für den Küchenanteil der Gartenarbeit zuständig.


Unter anderem gibt es auch ein Stück Kartoffelacker. Ein kleines. Also, groß genug für einen Familienjahresvorrat, aber im Vergleich zu richtigen Kartoffeläckern halt doch eher klein. :D Weil man unseren Kartoffelacker mit einem normal großen Traktor und aktuellen Kartoffelpflügen nicht bewirtschaften kann, weil er einfach nicht groß genug ist, hat der Göttergatte all die alten Pflüge und Kartoffelbewirtschaftungsteildingense von anno dazumal ausgemottet und in Schuss gebracht, denn für reine Handarbeit ist die Ackerfläche dann doch wieder ganz schön groß.


Das Kartoffelsetzen mit dem alten Kartoffelleger ist im Frühjahr immer der absolute Bringer. Da darf dann Frau hasenwild mit traditionellem Tüchlein auf dem Kopf hinten auf die Maschine und eine Kartoffel nach der anderen in den Setzteller legen. Wie in alten Zeiten eben. Macht schon irgendwie Spaß. :D


Und bei der Kartoffelernte fährt einer den (kleinen. uralten. aber süßen. :D) Traktor, und der andere führt hinten den Kartoffelpflug. Hinterher werden die jungen Kartoffeln von Hand gesammelt. Die Kinder sind natürlich immer dabei und helfen fleißig mit, manchmal lassen sich auch Mitglieder von meiner oder der Schwiegerfamilie motivieren - hinterher gibt's nämlich Kartoffelfeuer. Eigentlich werden dabei die dürren Kräuter verbrannt, aber da unser Acker so klein ist, brauchen wir meistens noch Unterstützung von ein paar Holzscheiten... :D :D Über dem Feuer wird dann gegrillt, es gibt die ersten frischen Kartoffeln dazu und für die Kinder hinterher Stockbrot.


Wenn der Abend schön lau ist, ist das wunderschön. Der Kartoffelacker und der zugehörige Schuppen liegen etwas außerhalb der Ortschaft, die Aussicht ist wunderschön, das Feuer knistert und auf ein oder zwei Biertischgarnituren gibt es ein fröhliches Essen, Ratschen, Feiern. Wir (und besonders die Mädels) freuen uns jedes Jahr wie die Schnitzel und funzeln bis spät in der Nacht mit ihren Taschenlampen. Wenn ich an die Gitarre denke, wird das ein oder andere Lagerfeuerlied gesungen. Sommerstimmung pur.


Für solche langen Sommerabende, an denen abends nicht nur die Grillen zirpen, sondern leider auch die Stechmücken fliegen, gibt es ja kleidungstechnisch nur ein Optimum: Lange, dünne Hosen. :D Gut, dass ich mir letztens ein Exemplar nach dem Pech und Schwefel genäht habe. Der Stoff stammt aus der Restekiste vom Stoffladen in der Umgebung, ich weiß nicht genau was das ist - irgendeine Art Crepe vielleicht? Jedenfalls fällt er total luftig und schwingt locker um die Beine. Die kleinen Lederstreifen und die Knöpfe am Saum sind ein witziger Hingucker und machen die Hose dann auch stadttauglich. Mallorca lässt sich in verschiedenen Weiten und Variationen nähen - ein absoluter Allrounder unter den Hosen! Obendrüber gab's ein "Teneriffa"-Trägertop. Den Schnitt habe ich mir jetzt schon zum dritten Mal genäht, der sitzt einfach super. Der Saxophonspieler ist mit Hilfe von Freezerpapier aufschabloniert, den leicht rosa schimmernden Hintergrund habe ich mit Sprühtextilfarbe gestaltet. Für kühlere Tage passt wunderbar ein Bolero drüber - aber am Wochenende werde ich den hoffentlich nicht brauchen! <3


Hier könnt ihr euch das Ebook "Mallorca" genauer ansehen:


Und hier gibt's das Trägertop "Teneriffa":


So, und mit diesem Sommeroutfit kann ich jetzt endlich mal wieder bei RUMS aufschlagen. :D

Hasenwilde Grüße
Johanna

Dienstag, 2. August 2016

Adrenalin

Heute müssen es Bilder von mir sein. Definitiv. Denn das vergangene Wochenende war meins.


Ich war mit meinen drei Schwestern und meinen Eltern im Allgäu. Der Göttergatte ist mit den Hasenkindern daheim geblieben und hat sich ein schönes Wochenende mit den zweien gemacht (hier im Ort war Dorffest und ich glaube, die drei waren mehr außer als im Haus und haben das Leben genossen... :D ). Das heißt also - ich hatte kinderfrei-. Das ganze Wochenende. Ich liebe meine Kinder, und ich nehme sie wirklich gern überallhin mit - aber manchmal tut so ein kinderfreies Wochenende einfach gut. Sich mal nur um die eigenen Belange kümmern müssen. Nur für sich selbst zuständig sein, ohne noch für zwei Hasenmäuse mitzudenken. Und mal wieder Tochter und Schwester sein statt Mama.


Auch, dass sich die ganze Ursprungsfamilie mal wieder für mehr als einen Abend an einem Ort versammelt hatte, war etwas besonderes. Inzwischen lebt, arbeitet, studiert jede von uns vier Schwestern woanders, und die Distanzen zwischen uns sind beträchtlich. Immer mal wieder ist eine hier und wir treffen uns grundsätzlich regelmäßig - aber sehr sehr selten alle gleichzeitig. Und noch viel seltener alle gleichzeitig länger. Es war wunderbar, sich mal wieder auszutauschen, alte Geschichten aufzuwärmen und festzustellen, dass wir immer noch die Sätze der anderen beenden können. Und dass das der anderen immer noch nicht passt. :D :D :D Wir haben abends gut gegessen, viel geredet und gelacht. Gemeinsam.


Grund unserer Reise war ein Gutschein, den wir vier (plus der Freund einer meiner Schwestern, der bereits in die Familie integriert wurde) geschenkt bekommen haben - Canyoning in der Starzlachklamm bei Sonthofen. Mama hat sich freiwillig bereiterklärt, das Event von oben fotografisch festzuhalten und eine meiner Schwestern musste leider aufgrund Krankheit das Wohnmobil hüten, wir restlichen drei Schwestern, der Papa und der Freund meiner Schwester, der für die Anhebung der Männerquote zuständig war, haben uns Sonntagvormittag in die Schlucht gestürzt. Im wahrsten Sinne des Wortes. :D


Was für ein krasses Erlebnis!! In Neoprenanzüge gehüllt haben wir uns durch einen Wasserfall, an stellen Wänden entlang und durch ein tiefes Loch abgeseilt, sind von diversen Steinen in eiskaltes Wasser gesprungen, haben gegen Strömungen gekämpft, sind lange Steinrutschen gerutscht, sind untergetaucht, an Wänden gehangen, in der Luft gebaumelt und ich habe mehr als einmal tief durchatmen müssen, bevor ich mich an den anstehenden Sprung gewagt habe. Ich gebe zu, gerade für mich Sportskanone (ähäm. Nicht.) ging der Trip schon an meine Grenzen, und den daraus resultierenden Muskelkater spüre ich heute noch. Und genau das war das Schöne daran. Sich mal wieder selber überwinden, die eigenen Grenzen austesten und überschreiten und sich richtig fordern - manchmal braucht man das. Ich bin jedenfalls ziemlich stolz darauf, die Starzlachklamm besiegt zu haben. <3 Und ehrlich, so viel Adrenalin hatte ich schon lange nicht mehr im Blut! <3


Während ich also jetzt den Ferienbeginn genieße und mich freue, dass meine Damen genauso gerne ausschlafen wie ich, bin ich oft noch in Gedanken bei meinem Wochenende. Unserem Wochenende. Und habe wieder jede Menge schöner Erinnerungen, die ich fest in meinem Kopf verbauen kann. Für schlechte Zeiten. <3


Auf den Bildern seht ihr zwei der neuen Teile aus meinem Kleiderschrank, die unbedingt mitmussten ins Allgäu! Das Trägertop "Teneriffa" von Pech und Schwefel habe ich inzwischen schon zweimal genäht und ein drittes Mal zugeschnitten, weil es einfach genau mein Ding ist. Ein etwas längeres Trägertop, das sich zu allem kombinieren und sich dank der großzügigen Länge auch super für den Lagenlook einsetzen lässt. Hier habe ich Teneriffa aus weichem "Cuddly"-Sommersweat von Lillestoff genäht. Ich habe ja erst ein bisschen gezweifelt, ob ein Trägertop und Sommersweat zueinander passen - aber ich wollte den Meter Stoff unbedingt für mich vernähen, und für etwas anderes hat er leider nicht gereicht. ;D Und im Nachhinein bin ich so happy mit dem Oberteil - durch den etwas festeren Sweat zaubert es eine ordentliche Figur und wärmt zudem an den (im Moment ja laufend vorhandenen) nicht ganz so warmen Tagen.


Die "Ibiza"-Shorts habe ich aus weichem Viskosejersey genäht, so fällt die Hose luftig und wirkt durch den überschlagenen Seitensaum sehr pfiffig - und trägt sich superangenehm!


Hier könnt ihr euch die Ebooks "Ibiza" und "Teneriffa" genauer ansehen:


https://www.pechundschwefel.eu/shop/schnittmuster-ibiza/

Vorlage-Produktbild-Teneriffa

Wen ihr Lust habt, könnt ihr euch unter diesem Link noch ein paar Bilder zum Canyoning in der Starzlachklamm ansehen: *KLICK*

Hasenwilde Grüße
Johanna