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Montag, 18. April 2016

Patchwork zum Geburtstag

Schnell noch die letzten Schneebilder vom Winter gezeigt, bevor der Frühling jetzt wirklich aus allen Ecken bricht. <3 Heute kein Schnittprobenähen und kein Stoffprobenähen, sondern ein Werk in ganz eigener Sache...
 

Heuer hatte auch das Kleine Hasenkind die Ehre, zum dritten Geburtstag (der dritte Geburtstag. Der DRITTE!!!!!!! Wie ist das denn so schnell passiert??) eine selbstgemachte Patchworkdecke zu bekommen.


Die Große hat ihre auch zum dritten Geburtstag gekriegt und nutzt sie seither wirklich viel. Meine Mädels spielen nicht nur viel mit ihren Decken (Decken lassen sich ja für alles verwenden - als Hausdach zwischen zwei Stühlen, als Kuscheldecke in einer Höhle, als Boot...), sondern sie haben es auch einfach gern kuschelig. Gerade bei längeren Autofahrten, im Urlaub oder sonstwie unterwegs hat grundsätzlich jede eine Decke dabei.


Und drei Jahre sind dann so ein Alter, finde ich, in dem man nicht mehr besonders gut unter die Babyfleecedecken passt, aber unter einer Erwachsenendecke total verschwindet - und diese rein gewichtstechnisch auch nicht von einem Fleck zum anderen transportieren kann, ohne dass mindestens die halbe Decke durch den Dreck schleift. Schon bei der Großen fand ich damals einfach eine Zwischengröße praktisch. Diese Decke hier ist aus einer JellyRoll und einigen Zusatzstoffen entstanden.


Meine Kinderdecken sind jetzt so in etwa 1,50m auf 1,15m groß, jeweils mit kuscheligem Fleece hinterlegt und vorne gepatcht. Nachdem bei der Großen die rechts-auf-rechts-und-wenden-Methode nicht besonders gut funktioniert hat, habe ich die von der Kleinen dann wieder erst gequiltet und dann eingefasst. Das mag ich gern, sieht einfach sauberer aus - auch wenn es Zeit kostet. Die Initialen auf der Decke und ein gestempeltes Handmade-Schild waren auch Pflicht. Vielleicht kramen die beiden ihre Decken irgendwann mal für ihre Kinder raus und staunen, wenn sie auch das Datum gucken... das wäre schön...


Bis dahin werden wir die Decken aber erstmal ordentlich nutzen!! :D

Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 25. Februar 2016

Der ultimative Wohlfühlfaktor

Heute, passend zum RUMS-Donnerstag, hab ich richtig Lust, euch eine meiner neuesten Errungenschaften zu zeigen. Endlich mal wieder was für mich Genähtes. Draußen ist es kalt, im Kachelofen knistert ein warmes Feuer, ich habe mir eine Tasse Tee aufgebrüht und die Kinder schlafen. Sagt ehrlich - was fehlt euch jetzt in diesem Bild von meiner aktuellen Sofasituation? Na?


Ganz klar: Die Kuscheldecke. Ich liebe ja Decken. Eine Decke bringt den ultimativen Wohlfühlfaktor. Vollkommen egal ob im Sommer am Abend draußen auf der Terrasse, wenn die Temperaturen abkühlen oder im Winter drinnen auf dem Sofa vor dem knisternden Kaminfeuer - wenn ich es mir irgendwo bequem mache, brauche ich IMMER eine Decke. Je kuscheliger, desto besser.


Meine Kinder haben diese akute Deckensucht (fachmedizinisch Deckophilia gigantia) offensichtlich von mir geerbt, denn für sie gibt es nichts Schöneres, als täglich das komplette Deckensortiment aus der Schublade unter dem Sofa zu räumen (und diese Schublade ist wirklich VOLL) und mit ungefähr 10 Decken verschiedener Größe und Beschaffenheit ihre Lager auszupolstern, Kuscheltiere einzuwickeln, Dächer zwischen Stühlen zu bauen und was ihnen sonst noch so alles einfällt. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Und ich lege täglich alle 10 Decken zusammen und habe schon ein paar Mal darüber nachgedacht, einfach die Hälfte im Keller verschwinden zu lassen. Aber irgendwie kann ich sie ja verstehen, die zwei Mäuse. So eine Decke bietet grade in ihrer Einfachheit quasi unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten. Und offensichtlich haben meine Hasenmädels noch nicht alle davon erkundet. Wer bin ich denn, dass ich sie da in ihrer Kreativität behindern würde? Neeee. Sollen sie sie haben, die Decken. Ich bringe ihnen einfach bei, wie man die Teile wieder zusammenlegt. Morgen. :D :D


Mein erstes Nähprojekt überhaupt war eine Strampeldecke zur Geburt meiner Ältesten. Dieses Teil mit lauter von Hand applizierten verschiedenen Tieren hat mich sämtliche Nerven und ein halbes Jahr meines Lebens gekostet. Aber danach war es um mich geschehen. Ohne Scherz, das war der Beginn meiner Nähkarriere. Diese Decke hat mich einiges gelehrt. Und sie wurde von zwei Kindern wirklich geliebt und genutzt. Danach habe ich mich immer mal wieder an eine Patchworkdecke gesetzt. Jede meiner drei Schwestern hat eine bekommen. Jede eine andere Art, jede ein anderer Farbton, alle mit dickem Volumenvlies gefüttert und mit Baumwollrückseite, so dass sie sich auch richtig gut als Tagesdecken über dem Bett eignen. Außerdem habe ich natürlich für meine Mädels gepatcht - die beiden haben jeweils an ihrem dritten Geburtstag eine Patchworkdecke bekommen - ab dem Zeitpunkt fand ich nämlich die Babydecken zu klein und die richtigen "Erwachsenendecken" aber noch zu groß und habe jeder eine Mittelgröße genäht, die beide extrem viel im Einsatz sind. Die Decke von der Kleinen habe ich vor gerade mal einem Monat fertiggestellt - die werde ich euch demnächst auf alle Fälle auch noch zeigen. Bei den beiden Patchworkdecken habe ich die Vorzüge einer Fleecerückseite entdeckt - da ist die Decke nochmal so kuschelig....


Fällt euch was auf? Von den 6 bisher genähten Quilts war bisher kein einziger für mich. Eine Schande eigentlich. Gut, dass da Dawanda mit einem Probenähaufruf für ein Patchworkdeckenpaket kam - und ich eine der glücklichen war, die über www.stoffe.de ein fertig gepacktes Stoffpaket für meine eigene Patchworkdecke zugesandt bekam. So ein Stoffpaket ist schon was Tolles - man spart sich die Stoffkombiniererei (und das ist bei mir bei Weitem der aufwendigste Teil beim Patchworken... ;) ) und hat alle Materialien tutti kompletti zusammen, farblich aufeinander abgestimmt und in der richtigen Menge. In meinem Pakt habe ich vorgefunden: 4 verschiedene Baumwollstoffstreifen für die Patchworkquadrate, Fleece für die Rückseite, Volumenvlies als Futter, farblich passendes Nähgarn und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Erstellen der Decke. Sehr praktisch.


Die Basicanleitung für die Decke ist ratzefatz erledigt - das lässt sich mitsamt Zuschnitt an einem Abend erledigen. Stoffquadrate in der richtigen Größe ausschneiden, aneinander nähen, bügeln und Volumenvlies darauf, mit dem Fleece verstürzen und fertig. Ganz so einfach habe ich mir es dann aber doch nicht gemacht - ich wollte aus dem fertigen Paket nämlich gerne eine individuelle Decke gestalten, ein Unikat, das nur ich so besitze und sonst keiner. Ich drücke ja jedem meiner Nähteile gern meinen Stempel auf - warum also nicht so ein Patchworkpaket ein bisschen individualisieren. Und ich glaube, gerade so etwas macht das Paket dann auch wieder für fortgeschrittene Näher interessant!


Die Größe der Decke, so wie sie vorgesehen ist, war mir zum Beispiel zu klein. Für knapp 90cm auf knapp 1,50m bin ich mit fast 1,80m einfach zu groß - und die Decke sollte ja ein Teil für MICH werden. Und ich wickle mich eben gern von oben bis unten ein. :D :D Ich habe also um die fertig gepatchten Quadrate noch einen farblich passenden Rahmen in uni-hellgrau gesetzt, der mir an jeder Seite zusätzlich 15cm verschafft. Das Fleece der Rückseite hat dafür nicht ganz gereicht und wurde von mir einfach mit ein paar Streifen unterschiedlich grauem Fleece verbreitert, das noch in den Untiefen meiner Stoffkiste auf den perfekten Verwendungszweck gewartet hat. Außerdem habe ich die Vorderseite mit der Rückseite im Nahtschatten zusammengequiltet und die ganze Decke dann von Hand außen eingefasst. Der schmale graugepunktete Streifen gibt erstens einen schicken Blickfang ab und verhindert außerdem, dass sich die Decke verzieht, weil man nach dem Quilten die Ränder nochmal ordentlich nachschneiden kann, anstatt Falten zu produzieren.


Die gepatchte Oberseite habe ich einfach mit ein paar Zierborten und -bändern aufgehübscht und außerdem einige Stoffstücke mit Textilfarbe bestempelt und dann von Hand aufgenäht. Schleife, Knopf und hinten ein süßes Handmade-Schild, und schon ist die Sache mit dem Unikat erledigt. :D :D


Ich habe mich jedenfalls richtig verliebt in meine neue Kuscheldecke - mit der Fleecerückseite der ideale Weggefährte für jede Gelegenheit. Und ganz alleine MEINE. :D Zumindest solange ich auf dem Sofa liege. Ansonsten finden auch die Kinder daran gefallen, wie ihr auf den Bildern vom extrem entspannten Klein-Hasenkind sehen könnt.... Ich schicke also mein Patchworkdeckchen voller Stolz zu RUMS - und wenn ihr jetzt auch Lust bekommen habt, auf ganz einfach Art und Weise so ein Wohlfühlteil zu nähen, könnt ihr euch gern bei Dawanda mal durch die passende Anleitung lesen! *KLICK* - und da findet ihr auch direkt den Link zu dem Patchwork-DIY-Set, das ich hier testen durfte!
Währenddessen kuschle ich mich wieder aufs Sofa unter meine neue Lieblingsdecke, höre dem knisternden Feuer zu und widme mich einem guten Buch....

Hasenwilde Grüße
Johanna





Donnerstag, 22. Januar 2015

geschenkte Tage

Hallo, ihr Lieben!

Pssssst!! Heute müssen wir leise sein! Auf meinem linken Arm schläft nämlich ein kleines Planungshindernis.... :D Tja, die lieben Kleinen. Ehrlich, was mich meine Kinder zwingen, meine Pläne über den Haufen zu werfen.... Eigentlich wollte ich heute zusammen mit einer lieben Freundin unsere Geburtstage feiern. In Form eines wunderbaren Frühstücks. Ich habe Kuchen gebacken, Blumen besorgt, Deko geplant, das Haus aufgeräumt und mich wirklich drauf gefreut. Und jetzt? Liegt da ein Spatzengewicht mit über vierzig Grad Fieber auf mir. Und dieser Spatz ändert alles. Also findet das Geburtstagsfrühstück mit nur einem Geburtstagskind statt, alle Aktivitäten sind abgeblasen und ich sitze hier auf dem Sofa.


Das Telefon ist ausgeschalten, weil das Hasenkind immer mal wieder eindöst. Die große Tochter ist im Kindergarten. Und im Haus herrscht ungewöhnliche Ruhe. Weil das Hasenkind krankerweise nämlich ausschließlich Mama braucht. In direkter Nähe. Und dauernd. Wenn sie einschläft, klammert eine Hand um meinen kleinen Finger und die andere in meinem Oberteil. Damit ich mich nicht heimlich wegschleichen kann. Und irgendwie - genieße ich das. Alles entschleunigt. Wann nimmt man sich sonst Zeit, den ganzen vormittag auf dem Sofa zu "versandeln"?? Also ich nie. Ich bin immer in Action, ständig wird irgendwo geräumt, gewurschtelt, gemacht, gelaufen, gewerkelt. Die Kinder mittendrin und voll dabei.


Heute habe ich Zeit, nebenher meine Mails zu checken, durch meine Lieblingsblogs zu stöbern, ganz viel zu kuscheln und einfach nur alle viere gerade sein zu lassen. Und euch meine neueste Errungenschaft zu zeigen, die gerade hier neben mir liegt, für die Dösephasen vom Hasenkind. Das, meine Lieben, ist ein Wuddel. Genauer gesagt, ein Wuddel to go. Im Patchworkdesign.


Wuddel steht für Wullebüddel, in der Mitnehmversion, und kreiert wurde der Schnitt von Cindy aus dem Lemonland (kennt ihr bestimmt! Wenn nicht? Nix wie hin!!), aus deren Feder schon der große Bruder, der Wullebüddel für daheim stammt. Ich finde ihn wunderbar. Ich bin jemand, dem beim Autofahren leicht schlecht wird. Da geht gar nix mit Lesen oder ähnlichen Dingen - die Wahrscheinlichkeit, dass wir nach dem ersten Kapitel anhalten müssen, weil sich mein Magen umdreht, ist viel zu groß. Was aber geht, sind Handarbeiten. Stricken oder Häkeln befindet mein Magen auch beim Fahren als unbedenklich. Weswegen ich immer mit einer Plastiktüte Häkel- oder Strickzeug reise. Einer hässlichen Plastiktüte. Durch die sich ständig die Strick- oder Häkelnadeln bohren und dann auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Kennt ihr das? Das hat jetzt jedenfalls ein Ende - der Wuddel to go lässt sich nämlich nicht nur praktisch platzsparend zusammenrollen, sondern hat auch ein Plätzchen für all meine Utensilien - da sind Wolle, Schere und Nadeln sicher aufgeräumt.


Und wisst ihr, was das beste ist? Wenn, ja, wenn man mal so einen unverhofften Tag am Sofa geschenkt bekommt, ist so ein kleiner Wuddel der ideale Begleiter für die Dösephasen vom Kind - da entsteht zwischendrin ein Häkelblümchen, oder auch zwei. Die dann im Wuddel auch gleich wieder aufgeräumt sind, so dass sie nicht verloren gehen. Echt praktisch.

Außerdem kann man das ratzfatz genähte Schnittmuster (zumindest dann ratzfatz genäht, wenn man sich nicht in den Kopf setzt, die Vorderseite aus lauter Fitzeln zu patchen.... :D :D) auch wunderbar für viele andere Zwecke gebrauchen: Im Probenähen sind nämlich nicht nur Wuddel, sondern auch Koddel (Kosmetikbüddel), Spuddel (Spielebüddel) oder Widdel (Windelbüddel). :D Da sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt... :)

Wenn ihr auch so einen Wuddel haben wollt, dann schaut unbedingt in Cindys schniekem Lädchen vorbei:  *KLICK*

Und als besonderes Highlight gibt es den Wuddel to go auch im Kombipack mit seinem großen Bruder: *KLICK*

So, und ich werde jetzt das schlafende Hasenkind und meinen Wuddel nutzen, an diesem geschenkten Sofadonnerstag. Meinen Wuddel schicke ich noch schnell zu RUMS und zu OUTNOW!

Hasenwilde Grüße
Johanna