Posts mit dem Label Label werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Label werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 14. September 2019

ganz von vorn

Ihr Lieben,

ich hatte euch ja noch Bilder vom kompletten Babybub-Outfit versprochen. Dann mal los. :)

8 Monate ist er jetzt alt, der kleine Mann. 8 Monate!!! Kann man sich das vorstellen? Wo ist denn dieses Jahr so schnell hin??




Immer wieder höre ich: "Ihr wart doch schon so weit mit euren großen Mädels. Ihr hattet schon wieder so viele Freiheiten. Wie konntet ihr da nochmal von vorn anfangen??". Grundsätzlich stimmt das. Die beiden Großen sind einfach schon... ziemlich groß. Selbstständig. Klar brauchen die zwei mit 6 und 8 Jahren auch noch Zeit und Zuwendung und Betreuung, aber nicht mehr in dem Maße wie ein Baby. Wir konnten vor dem Babybub zu zweit abends fortgehen, ich konnte die zwei einfach schnell allein zu Hause lassen und einkaufen gehen oder ein bisschen Sport machen. Das abendliche Bettgehritual war easy und schnell und die Nächte - oh ja, die waren ganz und gar durchschlafen. (An dieser Stelle gähne ich heimlich. :D)


Und trotzdem. Oder gerade deswegen genieße ich unseren Babybub so unglaublich. Der ist nämlich ein absolutes Wunschkind. Ein ziemlich lang gewünschtes Wunschkind sogar. Und wir waren vom Gefühl her einfach unvollständig. Noch nicht fertig als Familie. Klar, wenn er sich nicht mehr eingestellt hätte, der Babybub, dann wären wir trotzdem zufrieden gewesen, mit unseren zwei tollen Mädels. Aber die Tatsache, dass ihn uns Mutter Natur doch noch geschenkt hat, hat uns mehr als glücklich gemacht.


Und ich habe heute, mit zwei ziemlich großen Kindern und einem Baby, einen ganz großen Vorteil: Ich kann ein bisschen in die Zukunft sehen. Bei der großen Räubertochter schien jede Phase eine Unendlichkeit zu dauern. Es fühlte sich manchmal so an, als würde sie ihr und mein Leben lang nicht durchschlafen. Oder Zähne kriegen. Heute weiß ich das besser. Beim dritten Kind kann ich ganz klar sagen: Es geht vorbei. Jede Phase ist zeitlich begrenzt. Und jede hat ihre schönen und ihre schwierigen Seiten. Es geht darum, sich auf die schönen Dinge zu konzentrieren und sie in vollen Zügen zu genießen und die schwierigen möglichst stressfrei zu überstehen. Denn schon morgen kann der Babybub den nächsten Entwicklungsschritt tun. Und dann sind mitsamt den Dingen, die manchmal anstrengend sind, auch Dinge weg, die ich so sehr liebe. Ich kann also die im Moment zweistündig unterbrochenen Nächte recht relaxt hinnehmen in dem Wissen, dass das vorbeigeht. Dafür schließe ich bei jeder Stillrunde die Augen, genieße die kleinen Hände auf meiner nackten Haut und das zufriedene Babyschmatzen, ich streichle über den kleinen, weichen Babykopf mit dem süßen blonden Flaum und atme den Babyduft ein. Gefühlt sind in der Nacht, im Dunkeln, nur er und ich auf der Welt. Wenn der Bub nämlich wieder besser schläft, werden die nächtlichen Stillmahlzeiten ganz schnell weniger. Dann freue ich mich eben über mehr Schlaf. Nein, ich kann nicht behaupten, dass ich in irgendeiner Weise bereue, nochmal "ganz von vorn" angefangen zu haben. Im Gegenteil.


Zu dem süßen Anzug, den ich euch letzte Woche gezeigt habe, gab es auch noch eine kuschelige Strickjacke. Die hat der kleine Mann im Moment ganz viel an - für den sich anbahnenden Herbst ist das nämlich genau das Richtige. Ich habe eine Jumi von Rosarosa aus dem tollen Grobstrick in Jeans meliert von Namijda genäht - da ist auch der XXL-Aufnäher her. Ich bin total begeistert von dem Stoff, der hat sich super vernähen lassen und ist ganz weich, gar nicht kratzig. Vielleicht nähe ich mir auch noch eine Strickjacke, ich könnte eine brauchen. Mal sehen.

Hasenwilde Grüße
Johanna