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Samstag, 14. November 2020

Gewichtung

Hallo Ihr Lieben,

gerade sortiere ich die Bilder dieses Jahres ein bisschen. Der alljährliche Kalender steht an, und der wird allseits geliebt. Meistens gibt es drei Versionen davon - eine mit den Cousins der einen Familienhälfte (für die eine Oma), einen mit der Cousine der anderen Familienhälfte (für die andere Oma/Opa) und einen für uns mit nur unseren Kindern. Ich liebe diese Kalender - wenn man die durchblättert, hat man die Highlight-Fotos des Jahres auf einen Blick und kann super zurückblättern, wie die Kinder gewachsen sind.


Das Probenähen ist da eine sehr praktische Sache, das garantiert nämlich normalerweise viele schicke Spiegelreflex-Bilder von den Kindern. Ich nähe aber gar nicht mehr viel Probe, deswegen ist da - gerade von den großen beiden - nicht mehr so an Bildmaterial übrig. Und jetzt stelle ich fest - dieses Jahr war fototechnisch kein Gutes. So viele Ausflüge sind ausgefallen, die Familienfeiern waren - wenn sie überhaupt stattgefunden haben - im kleinsten Kreis, Urlaube haben wir größtenteils gestrichen. Naja, und zu Hause, im Alltag, fotografiere ich einfach nicht wirklich viel.


Jetzt sitze ich vor einem recht kärglichen Haufen an Bildern (davon die Hälfte mit Maske vorm Gesicht) und sehe wieder, wie wichtig es ist, Erinnerungen zu schaffen. Für die nächste Zeit nehme ich mir fest vor, auch zuhause die Kamera wieder öfter in die Hand zu nehmen. Wenn ich so rekapituliere, haben wir nämlich trotzdem einiges unternommen, nur eben anders als sonst. Wir waren im Wald, im Garten, in Omas Pool (da haben wir den halben Sommer verbracht), wir haben gebastelt, gespielt, wir sind Fahrrad gefahren und vieles mehr. Ich habe es nur nicht festgehalten, weil es mir so alltäglich schien. Was für ein Unsinn.


Wenn uns dieses Jahr etwas gelehrt hat, dann doch wohl, dass es hin und wieder gar nicht das Schlechteste ist, sich auf die kleinen Dinge im Leben zurückzubesinnen. Wie die Welt aussieht, wenn man einen Gang zurückschaltet. Wenn man nicht mit Vollgas durchs Leben rauscht, sondern ein Stück des Weges zu Fuß geht.


Und dann vor allem - dass man diese kleinen Dinge als Erinnerungen, als lebenswert und bemerkenswert wahrnimmt - nicht mehr und nicht weniger, als tolle Ausflüge, als Urlaub am Meer und große Familienfeste. Was zweiteres nicht weniger liebens- und lebenswert macht. Nur eben nicht allein. 


Klar sind wir genervt von der aktuellen Situation. Klar hat es uns ausgebremst und wir hätten heuer so viel mehr und anderes erleben wollen. Vieles war geplant, vieles ist ins Wasser gefallen. Trotzdem. Wenn ich zurückdenke, war das Jahr alles andere als umsonst. Es war langsamer und bedächtiger. Anders eben. Aber auch heuer gab es Vieles, für das ich heute sehr dankbar bin. Auch wenn ich es in dem Moment nicht als foto- und erinnerungswürdig eingestuft habe.


Ich nehme mir fest vor, den kleinen Dingen wieder mehr Gewicht zu geben und sie als genauso wertvoll und erinnerungswürdig wie die tollen großen Erlebnisse zu sehen. Und die Kamera wieder öfter einzustecken. :D


Auf den Bildern sehr ihr heute mal wieder ein selten gewordenes Exemplar - das wunderbare große Tochterkind. Was ist die gewachsen in diesem Jahr, innen und außen. So ein wundervoller Mensch. Witzig, tiefsinnig, wortgewandt, sensibel und mitfühlend, kreativ. Es macht Spaß, ihr beim Wachsen zuzusehen. Hier seht ihr das Fräulein in einer Lima von Pech und Schwefel - gibt's für Kinder und Erwachsene HIER, und die Teilung eignet sich so genial zum Stoffe-Mischen. Vernäht habe ich dafür den letzten Geniestreich von Sabrina von "Am liebsten Sorgenfrei", die "Feels like fall"-Stoffe (gibt's wie die letzten auch bei Alles-fuer-Selbermacher!!). Die Große hat sich in das Rotkehlchen-Paneel aus Sommersweat sofort verliebt. Die passenden Streifen dazu geben dem Shirt und es ist bereits im Dauereinsatz!


Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 4. November 2019

herbstbunt

Heute morgen hat die Sonne geschienen, vom strahlend blauen Himmel.


Weil abzusehen war, dass das wunderbare Herbstfeeling mit den letzten bunten Blättern und der Sonnenschein nicht lange anhalten, habe ich mir den Babybub in der Trage auf den Rücken gepackt und bin schon frühmorgens eine ordentliche Runde gelaufen.


Mit Blätterrascheln, Sonnengekitzel auf und Herbstduft in der Nase. Und einem Hörbuch. Zeit für mich, Baby auf dem Rücken oder nicht. Ich suche schließlich das Hörbuch aus. :D


Wir waren knapp eine Stunde unterwegs und sind durch den Herbst gestapft. Also, gestapft bin hauptsächlich ich. Der Babybub ist auf meinem Rücken selig eingeschlafen.


Dass er eingeschlafen ist, war eher semioptimal, denn den Vormittagsschlaf, den ich gerne für allerhand Haushalt und eine entspannte Dusche nutze, konnte ich dann natürlich knicken. Und das Baby stand beim Duschen an der Scheibe der Duschkabine und hat mich klopfenderweise zur Eile angehalten. :D Aber eine Stunde Me-Time im herbstlichen Sonnenschein ist eine Stunde Me-Time im herbstlichen Sonnenschein, Vormittagsschlaf hin oder her. Und die habe ich sehr genossen. :)


Auch sehr herbstlich ist mein neuer Walkrock nach dem Schnittmuster "Wien" von Pech und Schwefel. Den Walk habe ich vor Jahren mal für eine Kinderjacke gekauft, die ich nie verwirklicht habe. Auf der Suche nach dem passenden Stoff für "Wien" ist er mir dann aus dem Stoffregal quasi in den Schoß gefallen. Und, ganz im Ernst, einfacher kann man keinen Rock nähen. Walk braucht man weder versäubern noch säumen, und so ist das gute Stück mit zwei Nähten und einem Bündchen fertig. Tatsächlich ein 15-Minuten-Projekt. Mein Walk dehnt sich leicht und ist super angenehm - am liebsten mag ich darunter noch einen Unterrock, das macht den Rock noch ein bisschen feiner. Obendrüber habe ich mir eine Filou von Feefee in absoluter Basicversion genäht. Den Sweat und die passenden Bündchen (in exakt derselben Farbe!!!!! Ist das cool oder ist das cool?????) hab ich mir bei Tina von Steinblau bestellt. Voll mein Ding, das Outfit. Herbstbunt. Ich mag's.


HIER findet ihr das Schnittmuster "Wien" von Pech und Schwefel. Kann man übrigens in vier Längen nähen - ich hab hier die kurze Version gewählt!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 8. Juni 2017

Dreifach für mich

Schon ewig gab's hier kein RUMS mehr - kein Teil für mich, das ich so richtig begeistert gezeigt hätte. Aber heute hab ich mal wieder was. Ein komplett genähtes Outfit, das mir wirklich gut passt und das ich total gerne trage. Eins aus drei Teilen. Dreifach-RUMS sozusagen. :D


In letzter Zeit habe ich nicht so viel für mich genäht - irgendwie waren die Schnitte, die zur Wahl standen, nicht mein Ding. Entweder zu oversize oder zu kurz, ungünstig geteilt, nicht passend zu meinem Alltag, irgendwie nicht mein Ding. So einfach es ist, meine Töchter zu benähen - denen steht nämlich einfach alles - so schwierig finde ich es für mich.


Wenn ich in meinen Kleiderschrank schaue, dann ist mein erster Gesichtspunkt, nach dem ich das Tagesoutfit auswähle: Bequem soll es sein. Ich bin kein Fan von "Wer schön sein will muss leiden". :D Mein Outfit muss sich meinem Tag anpassen. Beweglich sein, nicht stören - und wenn es dann trotzdem noch gut aussieht, dann umso besser... ;)


Deswegen fällt meine Wahl oft auf Rock und Leggings oder Tunika und Leggings. Irgendwas Nettes obendrüber, am besten im Lagenlook, so dass ich für alle Eventualitäten gerüstet bin - und dann ab in den Tag.


Gut, dass Ricarda von Pech&Schwefel da mit einem für mich optimalen Set an Schnitten daherkam... :D Es wurde aber auch wirklich mal wieder Zeit, dass etwas für mich unter der Nähmaschine entstanden ist. Ein hasenwildes Outfit, in dem ich mich rundum wohl fühle!


Kombiniert habe ich drei Schnitte von Pech&Schwefel: Billund, das Raglanshirt gibt es schon länger. Ich hab den Schnitt schon einige Male genäht und finde die Passform optimal gerade über Röcke - nicht zu lang und nicht zu weit, aber trotzdem mit genug Bewegungsfreiheit. Mit dem breiten Saumbündchen unten sitzt das Shirt perfekt da, wo ich es haben will. Hier mit kurzen Ärmeln genäht. Endlich haben die schicken Blockstreifen, die ich mir vor einer Weile bei Mamasliebchen bestellt habe, auch ihre Bestimmung gefunden! Für kühlere Tage eine Strickjacke drüber, fertig.
Wentorf heißt die Leggings - und Leggings (Leggingse? Leggingsens? Legginge?) gehen immer bei mir. Diese hier hat die optimale Passform für mich und ist in den gern-immer-wieder-Stapel gewandert. Hier habe ich für den Sommer eine Dreiviertel-Version aus weichem Viskosejersey genäht. Ein absolutes Zieh-ich-nach-der-Wäsche-gleich-wieder-an-Teil. War sicher nicht die letzte.
Und zuletzt der Rock, entstanden aus einem ausgemusterten Jeanskleid einer Freundin. Upcycling Deluxe, sozusagen. Blankenese wird in der Taille geschlossen und fällt dann locker nach unten - und verdeckt damit zuverlässig jede Art von Röllchen... ;) Mit dem Rock kann man super Essen gehen. Da ist viel Platz drunter... ;)


Hier findet ihr die Schnitte:

Das Shirt: Billund
Billund-afsm-Shop-Frauen


Der Rock: Blankenese
Produktbild-ps

 Die Leggings: Wentorf
Wenttorf-Ps

Meine unbedingte Nachnähempfehlung habt ihr für alle drei Teile! Und jetzt wird noch schnell zu RUMS verlinkt. :D

Hasenwilde Grüße
Johanna