Habe ich euch schon erzählt, dass die erste Zahnlücke hier im Haus Hasenwild Einzug gehalten hat?
Sehr überraschend, das kann ich euch versichern. Ich war von bevorstehenden Wackelzähnen und Zahnlücken in etwa so weit entfernt, wie der Mond von der Sonne. Also ziemlich weit.
Ich meine, schließlich ist auch die Große noch ein bisschen klein mit ihren 5 Jahren. Ein Kindergartenkind eben. Das Wort Vorschule will ich jetzt nicht hören. Wirklich nicht.
Jedenfalls kam sie eines Abends zu mir und jammerte ein bisschen (wirklich nur ein bisschen. Quasi kaum erwähnenswert), dass ihr der Zahn wehtut. Ich darauf (Rabenmutter, die ich bin): "Jetzt putzt du dir halt erst mal ordentlich die Zähne und schaust, ob die Zahnschmerzen davon weggehen. Wenn nicht, schau ich mir das morgen genauer an." Nachdem sie dann friedlich eingeschlafen ist, habe ich den Gedanken ad acta gelegt. Wenn Kind so ruhig schlafen kann, können die Zahnschmerzen schließlich nicht so schlimm sein. Außerdem waren wir ja erst bei der zahnärztlichen Kontrolle. Also.
Am nächsten Morgen hat sich das Tochterkind dann wohlweislich den Papa als Ansprechpartner ausgesucht, der dann prompt den Wackelzahn im Mund ausmachen konnte. Ich kann euch gar nicht beschreiben, was da in meinem Kopf vorging. "Wackelzahn? Wie? Hat sie sich gestoßen?".
Bis sich mein Gehirn langsam um die Idee wickelte, dass das tatsächlich einfach ein altersgerechter Wackelzahn sein könnte, hat es gedauert. Ihr werdet jetzt denken: "Was macht die denn für nen Elefanten aus diesem Wackelzahn???".
Und recht habt ihr. Er war wirklich nicht der Rede wert. Eigentlich. Aber irgendwie war es ja nicht nur der erste Wackelzahn meiner Tochter, sondern auch meiner. Ihr wisst schon. Ein greifbares Zeichen dafür, dass sie jetzt groß ist. Ein Vorschulkind. Bald ein Schulkind. Ein selbstständiges kleines Mädchen mit eigenen Ideen, dem langsam Flügel wachsen.
Und ja, ich hätte sie am liebsten festgebunden in dem Moment. Hätte ihr den Wackelzahn am liebsten mit Sekundenkleber wieder angetackert und ihr mit fester Stimme befohlen, doch gefälligst noch ein bisschen klein zu bleiben. Ich meine, die Sache mit den Wackelzähnen könnten wir nächstes Jahr auch noch angehen. In der ersten Klasse würde das auch noch reichen. Ernsthaft mal, so viel Neuerungen sind einem zarten Mamaherzen wirklich nicht auf die Schnelle zuzumuten, oder?
Naja, das Ende vom Lied war, dass gleich mittags beim Essene in lautstarkes Knirschen aus ihrem Mund zu hören war und sie ihren Wackelzahn beinahe mitgegessen hätte. Und jetzt ist da die Zahnlücke. Stolzes Beweisstück für ein reifes Vorschulkind, ihrer Meinung nach. Jeder muss sie sehen. Und der Zahn nebenan wackelt auch schon. Halleluja.
Aber es hilft wohl nichts. Nachdem das Fernziel ja wohl doch heißt, das Kind zu einem selbstständigen, respektvollen und verantwortungsvollen Erwachsenen (!) zu erziehen, muss ich da wohl durch. Wahrscheinlich wird es leichter mit jedem Wackelzahn. Aber irgendwie ist jeder auch ein bisschen Abschied.
Naja, und große Kinder it Zahnlücken brauchen coole Outfits. Die "Bandits" von Andrea Lauren waren da gerade richtig für die Zahnlückenfee. Vor allem, wenn man ganz genau guckt, ist da an ein paar seltenen Ecken ein Banditeneinhorn drauf. Und das ist der absolute Inbegriff der Coolness. :D :D Genäht habe ich aus dem weichen Sommersweat von Alles-für-Selbermacher eine Sweat-Version von Titus, der neuen cool-Hose von FinnLeys. Und ich habe alle Titus-Register gezogen. Hosentaschen, Aufsetztaschen hinten, eine Cargotasche an der Seite, Fake-Knopfleiste. Volles Programm. Ziel der Sache war eine weiche, kindergartentaugliche Hose, die gut unter den Schneeanzug passt, so dass das Tochterkind bei Schnee gut eingepackt ist und sich im Kindergartengarten die tollsten Schneeballschlachten liefern kann, drinnen aber trotzdem ordentlich angezogen ist. Jeans unterm Schneeanzug geht nämlich hier gar nicht. Ich erinnere, dass der Bequemlichkeitsfaktor bei uns eine tragende Rolle spielt. Dank des Gummizugs in den Beinen rutscht da dann auch nichts unter der Schneehose raus - und sie wächst ein Weilchen mit. Und weil eine Hose allein nur die Hälfte des Körpers bedeckt, gab's dazu noch ein einfaches Basic-Longsleeve von Lillesol und Pelle, mit Banditeneinhorn (stoffgemalt und appliziert).
Und bevor ihr fragt: Eigentlich sollte weiß kein Problem sein. Denn eigentlich soll die Hose ja draußen ausschließlich unterm Schneeanzug stecken. So die Theorie. Die Praxis sieht braun, matschig und begeistert aus. Was willste machen? :D :D
Hier bekommt ihr die "Bandits" in drei schicken Farbstellungen:
Und da geht's zur Hose "Titus" in all ihrer Raffiniertheit (der näht sich übrigens auch super aus Nicht-dehnbaren Stoffen, deswegen habe ich für die Sweatversion einen Touch Weite rausgenommen) in den Größen 74-134:
Hat euch der erste Wackelzahn auch so getroffen? Erzählt mal!
Hasenwilde Grüße
Johanna
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Montag, 7. November 2016
Wackelzahn
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Titus
Sonntag, 25. September 2016
Sammeltrieb
Ihr Lieben,
im Urlaub, in diesen entspannten Tagen, habe ich vorab zwei Blogbeiträge für euch geschrieben. Weil ich Zeit hatte. Weil ich gern schreibe. Und weil sie mir eben so in den Sinn kamen. Heute bekommt ihr den ersten der beiden zu lesen.
Jedes Jahr, bevor wir in den Urlaub fahren, holen wir ein
paar Tage vorher den Wohnwagen aus Opas Stadel und stellen ihn vor unser Haus.
Da meine Eltern ihn im Moment kaum nutzen ist er meistens ein bisschen
verstaubt vom Winter und ich putze und lüfte erst mal ordentlich durch. Im
Eingangsbereich befindet sich ein schmales Regal, dafür hat mein Papa eigens
ein paar passende Holzkistchen angefertigt, die genau hineinpassen. Wo ich also
schon so am Saubermachen und Durchwischen war, habe ich mir die Kistchen
gegriffen und dachte mir, ich schau mal, was da eigentlich so alles drin
lagert.
Wenn ich euch jetzt erzähle, dass mein Papa ein alter
Sammler und Bastler ist, der alles brauchen und nichts wegwerfen kann, könnt
ihr euch wahrscheinlich schon vorstellen, dass das eine durchaus interessante
Sache war… :D :D
Ich sitze also im Schneidersitz auf der Stufe vor unserem
Haus, die Sonne scheint und ich fördere zu Tage, was sich da so versteckt. Von
den drei alten Weckgummis kommt zumindest einer wieder in die Kiste. Man kann
nie wissen. Das Häufchen alter Büroklammern und die drei zerbrochenen Kulis
wandern in den Müll. Wenn er das wüsste, würde er grummeln: „Immer schmeißen
sie alles weg, die Preindls! Kein Respekt vor recycelbaren Raritäten!“. Ich
grinse vor mich hin – ich glaube nicht, dass er das
Kugelschreiberersatzteillager vermissen wird. Die zwei uralten
Stoffeinkaufsbeutel werfe ich aufgrund des modrigen Geruches in den
Wäschekeller, ersetze sie aber durch neue. Was steckt da noch? Plastiktüten,
Panzertape, eine durch Drehen aufladbare Taschenlampe (dieses Ding habe ich
mein Lebtag nicht im Einsatz gesehen, und ich kenne diesen Wohnwagen jetzt seit
25 Jahren. Bisher haben noch immer die guten alten Batterietaschenlampen im
Notfall ihren Dienst getan. :D), ein Bewegungsmelder (Wofür? Wofür??????), eine
alte Glühbirne (von der ich fest glaube, dass sie kaputt ist und nach dem
Austauschen einfach wieder in die Schachtel gewandert ist – sicher bin ich mir
aber nicht), ein Knicklicht, verschiedene Rechnungen, ein Mini-Nähset ohne
Nadel, Kabelbinder, diverse Kabelstücke und Schrauben, Angelhaken. Angelhaken?
Ich erinnere mich dumpf an eine Fahrt vor vielen Jahren, in der mein Papa sich
eine Angel zugelegt hat und voller Motivation auf die Jagd ging. Ich glaube
nicht, dass er was gefangen hat – seither liegt die Angel aber „für alle Fälle“
in einem der Wohnwagenfächer und wartet
auf bessere Zeiten. Der selbstgebastelte Urlaubskartenhalter aus Tonpapier war
vor vielen Jahren ein Geniestreich von mir und hat glaube ich nie eine einzige
Karte gehalten. :D :D
Ich packe einen kleinen Teil der Utensilien, die da auf
der Stufe ausgebreitet liegen, wieder in die Holzkästchen (Panzertape und
Kabelbinder kann man immer mal brauchen, da gebe ich meinem Papa ja vollkommen
recht), das meiste landet in einer Extrakiste. Wegwerfen darf man ja nix hier.
:D Die Kiste deponiere ich im Keller. Nicht nur, dass im Wohnwagen jedes
Zusatzgewicht auffällt, meine Kinder jagen solche Trophäen mit Begeisterung und
ich habe keine Lust, diese Kisten den ganzen Urlaub lang täglich wieder
einzuräumen, nur weil die Damen sie interessant finden.
Kopfschüttelnd stelle
ich die Pappkiste in ein Regal. Diesen Sammeltrieb werde ich nie verstehen.
Wirklich, da bin ich vollkommen anders. Ich werfe Dinge weg, anstatt sie für
Jahrhunderte in irgendeiner Ecke zu bunkern. Wo ich schon im Keller bin,
beschließe ich, aus meinem Nähzimmer schnell die Schlafsäcke zu holen. Während
ich mit beiden Händen Stoffstücke vom Sofa räume und dabei versehentlich in
eine der Tüten mit alten Jeansresten zum Vernähen trete, muss ich lächeln. Ich
stelle energisch noch zwei Kisten Bastelutensilien auf den Boden und kann
endlich das Schlafsofa hochklappen, um an die Schlafsäcke darunter
heranzukommen. Hat er doch Glück gehabt, mein Vater. Dass aus diesen Genen eine
vollkommen rational denkende Tochter ohne jeglichen Sammeltrieb geworden ist,
das hätte wohl keiner gedacht. :D :D
Hier noch schnell die Details zu den Bildern: Der Rock ist ein Freebook von Frau Liebstes/kibadoo und heißt einfach Jerseyrock Kids. Mit der Teilung lässt sich unglaublich gut mit verschiedenen Stoffen spielen - da kommt auch der tolle Simply-Apples-Jersey von Hamburger Liebe richtig gut zur Geltung! Das Tüpfelchen auf dem i ist aber die XXL-Häkelborte in altrosa, die ich für Nadine von Namijda vernähen durfte. Die verleiht dem Rock nochmal eine besonders pfiffige Note. Kombiniert habe ich das Röckchen mit einem ganz einfachen Basicshirt (Schnitt: Longsleeve von Lillesol und Pelle) aus den Big Dots von Lillestoff. Die Malia-Ballonmütze von Pom und Pino hab ich euch ja schon ein paar Mal gezeigt.
Hier geht's zur Häkelborte: (der Shop von Namijda ist übrigens ideal, wenn ihr Stoffe und Tüddelkram zum Kombinieren sucht - tolle Qualität und faire Preise für schicke Kombis. Ich hab schon mehrmals bestellt und werde definitiv dabei bleiben - die Sachen sind nämlich auch noch ruckzuck da!)
Hasenwilde Grüße
Johanna
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simply apples
Donnerstag, 12. Mai 2016
Gemütlichkeit zum Anziehen
Angesichts der Temperaturen, die uns laut Wetterbericht in den nächsten Tagen hier erwarten, habe ich heute geeeenaaaaau das richtige für euch: Einen Jogginganzug. Auch Kuschelsweat. Ultimative Gemütlichkeit zum Anziehen, quasi.
Meine große Tochter liebt ja Joggies heiß und innig. Das ist so ein Bequemkind, das als erstes nach dem Kindergarten nach oben läuft und die Jeans gegen eine Leggings, eine Jogginghose oder etwas ähnliches tauscht. Damit beim Spielen nichts drückt und nichts zwickt und vor allem nichts vond en wunderbaren Fantasiewelten ablenkt, in die sie dann für den Nachmittag abdriftet.
Ich kann ihr das gut nachfühlen, ich bin ja auch so ein Bequem-Typ, der es abends gar nicht erwarten kann, endlich in gemütliche Klamotten zu schlüpfen. Und so ein Jogginganzug ist ja nicht nur eine tolle Sache, wenn es draußen regnerisch und ungemütlich ist - auch jeder noch so warme Sommertag wird irgendwann abends kühl. Und wenn man dann noch ein bisschen im Garten sitzen bleiben möchte, eine Kerze auf dem Tisch stehen hat und den Grillen beim Zirpen zuhört, gibt es doch nichts besseres als eine kuschelige Hose und einen passenden Sweater.
Der letzte Jogginganzug (mit dem gestickten Zebra. Erinnert ihr euch?) ist leider inzwischen nun wirklich zu klein (auch wenn er die Große wirklich lang begleitet hat) und ist in den Kleiderschrank der kleinen Schwester gewandert. Und das ging ja nun mal gar nicht. Kennt ihr das, wenn in den Kinderaugen die ersten Tränen schwimmen? Und die Unterlippe so zu zittern anfängt? Ja?
Naja, was soll ich sagen. Ein neuer Jogginganzug musste her. Selbstverständlich wieder mit Zebra. Fehlende Kontinuität kann man dem Kind nun wirklich nicht vorwerfen. :D Nachdem die Freihandstickerei ja doch etwas arbeitsaufwendiger war, dachte ich mir dieses Mal: Nimmste Stoffmalfarbe, geht schneller. Also - nein. Geht nicht schneller. Vor allem dann nicht, wenn man mit selbstgemachtem Freezerpapier arbeiten will und schon ewig an der Vorlage herumschnipselt. Aber ich muss sagen - sieht auch gut aus. Doch, wirklich. Und der Zebrakopf hat auch schon die ersten Waschmaschinendurchgänge überstanden. Scheint recht gut zu halten. :)
Jedenfalls kann ich euch jetzt mit Stolz die perfekten Schnitte dafür präsentieren: Als Oberteil, wie gehabt, das Longsleeve von Lillesol und Pelle. Oftmals getestet und für gut befunden. Hier bereits in Größe 128 - so ein Jogginganzug verträgt schon ein bisschen Wachspuffer - mit den Bündchen rutscht da normalerweise nichts. Auch die Hose ist mir ein bisschen lang geraten, aber da wächst das Kind, das einem Pfifferling in der Beziehung alle Ehre macht, schon rein. Wahrscheinlich wieder schneller, als ich überhaupt gucken kann. Der lässige Schnitt nennt sich "deine Sverre", ist einer der neuesten Streiche von Ilona von "Meine Herzenswelt" - und universal einsetzbar.
Die eingesetzten Passen im Schritt finde ich total stylisch - hier habe ich sie nur mit bunten Fakepaspeln betont. Ansonsten gibt Sverre, ganz Meine-Herzenswelt-like wieder ganz viel Variationspotenzial her - von der Passe am Rücken über aufsetzbare Taschen, Eingrifftaschen, verschiedenen Längen und verschiedenen Bundvarianten geht so ziemlich alles - und am besten gefällt mir, dass sich Sverre auch aus Webware wie Jeans und Cord nähen lässt und nicht nur eine Fake- sondern alternativ auch eine echte Knopfleiste mitbringt. Total klasse. Ich muss unbedingt noch die ein oder andere Jeans-Draußenvariante nähen. Übrigens gibt's den Schnitt nicht nur für Kids (56 - 128) sondern inzwischen auch für Teens (134 - 170). Wenn da nicht für jeden was dabei ist, weiß ich auch nicht. :D Übrigens, dass die Sverre auch ganz anders kann und auch in dreiviertellang, oililyfarben und sommerfrisch eine tolle Figur abgibt, zeige ich euch demnächst noch...
Deine Sverre Kids könnt ihr (mitsamt einiger wunderbarer Designbeispiele!!) hier genauer ansehen:
Meine große Tochter liebt ja Joggies heiß und innig. Das ist so ein Bequemkind, das als erstes nach dem Kindergarten nach oben läuft und die Jeans gegen eine Leggings, eine Jogginghose oder etwas ähnliches tauscht. Damit beim Spielen nichts drückt und nichts zwickt und vor allem nichts vond en wunderbaren Fantasiewelten ablenkt, in die sie dann für den Nachmittag abdriftet.
Ich kann ihr das gut nachfühlen, ich bin ja auch so ein Bequem-Typ, der es abends gar nicht erwarten kann, endlich in gemütliche Klamotten zu schlüpfen. Und so ein Jogginganzug ist ja nicht nur eine tolle Sache, wenn es draußen regnerisch und ungemütlich ist - auch jeder noch so warme Sommertag wird irgendwann abends kühl. Und wenn man dann noch ein bisschen im Garten sitzen bleiben möchte, eine Kerze auf dem Tisch stehen hat und den Grillen beim Zirpen zuhört, gibt es doch nichts besseres als eine kuschelige Hose und einen passenden Sweater.
Der letzte Jogginganzug (mit dem gestickten Zebra. Erinnert ihr euch?) ist leider inzwischen nun wirklich zu klein (auch wenn er die Große wirklich lang begleitet hat) und ist in den Kleiderschrank der kleinen Schwester gewandert. Und das ging ja nun mal gar nicht. Kennt ihr das, wenn in den Kinderaugen die ersten Tränen schwimmen? Und die Unterlippe so zu zittern anfängt? Ja?
Naja, was soll ich sagen. Ein neuer Jogginganzug musste her. Selbstverständlich wieder mit Zebra. Fehlende Kontinuität kann man dem Kind nun wirklich nicht vorwerfen. :D Nachdem die Freihandstickerei ja doch etwas arbeitsaufwendiger war, dachte ich mir dieses Mal: Nimmste Stoffmalfarbe, geht schneller. Also - nein. Geht nicht schneller. Vor allem dann nicht, wenn man mit selbstgemachtem Freezerpapier arbeiten will und schon ewig an der Vorlage herumschnipselt. Aber ich muss sagen - sieht auch gut aus. Doch, wirklich. Und der Zebrakopf hat auch schon die ersten Waschmaschinendurchgänge überstanden. Scheint recht gut zu halten. :)
Jedenfalls kann ich euch jetzt mit Stolz die perfekten Schnitte dafür präsentieren: Als Oberteil, wie gehabt, das Longsleeve von Lillesol und Pelle. Oftmals getestet und für gut befunden. Hier bereits in Größe 128 - so ein Jogginganzug verträgt schon ein bisschen Wachspuffer - mit den Bündchen rutscht da normalerweise nichts. Auch die Hose ist mir ein bisschen lang geraten, aber da wächst das Kind, das einem Pfifferling in der Beziehung alle Ehre macht, schon rein. Wahrscheinlich wieder schneller, als ich überhaupt gucken kann. Der lässige Schnitt nennt sich "deine Sverre", ist einer der neuesten Streiche von Ilona von "Meine Herzenswelt" - und universal einsetzbar.
Die eingesetzten Passen im Schritt finde ich total stylisch - hier habe ich sie nur mit bunten Fakepaspeln betont. Ansonsten gibt Sverre, ganz Meine-Herzenswelt-like wieder ganz viel Variationspotenzial her - von der Passe am Rücken über aufsetzbare Taschen, Eingrifftaschen, verschiedenen Längen und verschiedenen Bundvarianten geht so ziemlich alles - und am besten gefällt mir, dass sich Sverre auch aus Webware wie Jeans und Cord nähen lässt und nicht nur eine Fake- sondern alternativ auch eine echte Knopfleiste mitbringt. Total klasse. Ich muss unbedingt noch die ein oder andere Jeans-Draußenvariante nähen. Übrigens gibt's den Schnitt nicht nur für Kids (56 - 128) sondern inzwischen auch für Teens (134 - 170). Wenn da nicht für jeden was dabei ist, weiß ich auch nicht. :D Übrigens, dass die Sverre auch ganz anders kann und auch in dreiviertellang, oililyfarben und sommerfrisch eine tolle Figur abgibt, zeige ich euch demnächst noch...
Deine Sverre Kids könnt ihr (mitsamt einiger wunderbarer Designbeispiele!!) hier genauer ansehen:
Habt ihr auch so Jogginganzug-bequem-gemütlich-Kinder?
Hasenwilde Grüße
Johanna
Sonntag, 8. November 2015
sweet(ie)s zur Entschleunigung
Wir sind wieder beste Freunde. Juhu. Die Nähmaschine und ich haben uns wieder versöhnt und können uns im Moment gar nicht so recht trennen, deswegen hört ihr auch so wenig von mir....
Bei der Versöhnung geholfen hat mir ein ganz besonderer Schnitt aus einem ganz besonderen Probenähen....
Aber lasst mich von vorne anfangen. Inzwischen bewerbe ich mich nur noch selten bei Probenähen. Ich arbeite in ein paar Stammteams mit, die mir sehr am Herzen liegen, und das aktuelle Näh-Arbeitspensum ist so wirklich optimal für mich. Da bleibt nebenher normalerweise noch schön Zeit für Familie, Haushalt (naja... ;) ) und hin und wieder auch ein nähfreier Abend. Manchmal häufen sich die Schnitte ein bisschen, manchmal ist es dafür wieder recht ruhig. Gerade richtig, so für mich.
Aber hin und wieder komme ich an einem Schnitt außerhalb meiner Stammteams nicht vorbei. Der ein oder andere tendiert dazu, mich anzuspringen. Mitten ins Gesicht und mitten ins Nähherz. Und dann MUSS ich mich einfach darauf bewerben. Bei dem Rock "Ginny" von rosarosa habe ich mir eigentlich keine großen Chancen ausgerechnet. Da waren soooo viele Bewerber mit so vielen tollen Seiten. Umso höher bin ich vor Begeisterung gehüpft, als ich tatsächlich ins Probenähteam für "Ginny" eingeladen wurde. Hin und wieder braucht man ja so einen kleinen Glückshormonschub.... ;)
Und der Schnitt ist aber auch genial. Mal wieder was anderes. Eigentlich mehr wie Patchwork als Kleidernähen. Ein Baumwollschnitt aus 14 einzelnen Bahnen, die jeweils kellergefaltet werden, oben schön schmal anliegend und unten fluffig, weit und bequem.
Ich nähe ja schon gern mal so Nase mal Pi. Nahtzugabe frei Auge und sowas. Bei einem normalen bequem sitzenden Jerseyoberteil fällt das ja auch nicht so wesentlich ins Gewicht. Aber bei 14 Webware-Bahnen plus Belegen plus Kellerfalten, also in der Breite 46 Nähten, spielt jeder Millimeter eine entscheidende Rolle.
Ginny ist kein 5-Minuten-Projekt. Da muss man sich allein beim Zuschneiden schon Zeit nehmen. Und ein Lineal. Aber der Rock macht wahnsinnig Spaß. Gerade nach den vielen Oversize-Teilen, die ich in letzter Zeit so für mich genäht habe, ist das mal wieder ein ganz anderes Arbeiten. Erstens sind die süßen Details wie die Schleifentaschen oder die Knopfleiste echt zum Verlieben. Und dann ist es ein absolutes Hochgefühl, wenn dieser Rock oben dann auch wirklich genau passt. Dinge, die man sich richtig erarbeitet hat, haben eben hinterher auch den größten Wert für einen selber.
Schwierig zu nähen ist Ginny deswegen nicht. Mal davon abgesehen, dass die einzelnen Arbeitsschritte wirklich narrensicher erklärt und bebildert sind, ist auch eigentlich nichts dabei. Man braucht eben ein bisschen Geduld dafür. Und in der heutigen Zeit, in der alles schnell-schnell und sofort funktionieren muss, ist so ein Projekt eine richtige Oase - das Stichwort Entschleunigung passt da wunderbar. Die Gedanken kreisen lassen und nebenher vierzehn Mal exakt dieselbe Naht setzen. Und durchschnaufen. Ich warne euch, man kann auch süchtig werden davon. :D
Unser Ginny-Exemplar hier habe ich aus festem Canvas genäht. Der Stoff mit den süßen Bonbongläsern lagert schon ein Weilchen in meinem Regal und wartet auf einen würdigen Verwendungszweck - gefunden, würde ich sagen! :D Kombiniert habe ich den Rock mit einem einfachen Longsleeve von Lillesol und Pelle mit appliziertem Bonbonglas, Stulpen und einer Issy von FeeFee, dieses Mal als Bolero. Dass vorne das untere Teil des Boleros oben angenäht ist, ist selbstverständlich Absicht. :P Nicht, dass ihr denkt, ich hätte irgendwie ein Problem mit rechts und links (und oben und unten und überhaupt.... ;) ) Ich finde ihn aber trotzdem schick, aus rosa Glitzersweat - und schön warm ist er auch noch! Naja, und bei den vielen Sweets auf dem Rock musste für das Shooting dann natürlich ein Lolli her. Ausnahmsweise. :D
Der Rock dreht inzwischen schon die zweite Runde in der Waschmaschine - und ich sage euch, für den überwinde ich sogar meine angeborene Bügelophobie, und das will was heißen! :D
Habt ihr auch Lust bekommen auf Ginny? Dann klickt mal rüber zu Christinas Shop und schaut euch durch die fantastischen Probenähbeispiele!! Und wenn ihr ganz schnell seid - nur heute noch gibt es Ginny zum Einführungspreis!
Bei der Versöhnung geholfen hat mir ein ganz besonderer Schnitt aus einem ganz besonderen Probenähen....
Aber lasst mich von vorne anfangen. Inzwischen bewerbe ich mich nur noch selten bei Probenähen. Ich arbeite in ein paar Stammteams mit, die mir sehr am Herzen liegen, und das aktuelle Näh-Arbeitspensum ist so wirklich optimal für mich. Da bleibt nebenher normalerweise noch schön Zeit für Familie, Haushalt (naja... ;) ) und hin und wieder auch ein nähfreier Abend. Manchmal häufen sich die Schnitte ein bisschen, manchmal ist es dafür wieder recht ruhig. Gerade richtig, so für mich.
Aber hin und wieder komme ich an einem Schnitt außerhalb meiner Stammteams nicht vorbei. Der ein oder andere tendiert dazu, mich anzuspringen. Mitten ins Gesicht und mitten ins Nähherz. Und dann MUSS ich mich einfach darauf bewerben. Bei dem Rock "Ginny" von rosarosa habe ich mir eigentlich keine großen Chancen ausgerechnet. Da waren soooo viele Bewerber mit so vielen tollen Seiten. Umso höher bin ich vor Begeisterung gehüpft, als ich tatsächlich ins Probenähteam für "Ginny" eingeladen wurde. Hin und wieder braucht man ja so einen kleinen Glückshormonschub.... ;)
Und der Schnitt ist aber auch genial. Mal wieder was anderes. Eigentlich mehr wie Patchwork als Kleidernähen. Ein Baumwollschnitt aus 14 einzelnen Bahnen, die jeweils kellergefaltet werden, oben schön schmal anliegend und unten fluffig, weit und bequem.
Ich nähe ja schon gern mal so Nase mal Pi. Nahtzugabe frei Auge und sowas. Bei einem normalen bequem sitzenden Jerseyoberteil fällt das ja auch nicht so wesentlich ins Gewicht. Aber bei 14 Webware-Bahnen plus Belegen plus Kellerfalten, also in der Breite 46 Nähten, spielt jeder Millimeter eine entscheidende Rolle.
Ginny ist kein 5-Minuten-Projekt. Da muss man sich allein beim Zuschneiden schon Zeit nehmen. Und ein Lineal. Aber der Rock macht wahnsinnig Spaß. Gerade nach den vielen Oversize-Teilen, die ich in letzter Zeit so für mich genäht habe, ist das mal wieder ein ganz anderes Arbeiten. Erstens sind die süßen Details wie die Schleifentaschen oder die Knopfleiste echt zum Verlieben. Und dann ist es ein absolutes Hochgefühl, wenn dieser Rock oben dann auch wirklich genau passt. Dinge, die man sich richtig erarbeitet hat, haben eben hinterher auch den größten Wert für einen selber.
Schwierig zu nähen ist Ginny deswegen nicht. Mal davon abgesehen, dass die einzelnen Arbeitsschritte wirklich narrensicher erklärt und bebildert sind, ist auch eigentlich nichts dabei. Man braucht eben ein bisschen Geduld dafür. Und in der heutigen Zeit, in der alles schnell-schnell und sofort funktionieren muss, ist so ein Projekt eine richtige Oase - das Stichwort Entschleunigung passt da wunderbar. Die Gedanken kreisen lassen und nebenher vierzehn Mal exakt dieselbe Naht setzen. Und durchschnaufen. Ich warne euch, man kann auch süchtig werden davon. :D
Unser Ginny-Exemplar hier habe ich aus festem Canvas genäht. Der Stoff mit den süßen Bonbongläsern lagert schon ein Weilchen in meinem Regal und wartet auf einen würdigen Verwendungszweck - gefunden, würde ich sagen! :D Kombiniert habe ich den Rock mit einem einfachen Longsleeve von Lillesol und Pelle mit appliziertem Bonbonglas, Stulpen und einer Issy von FeeFee, dieses Mal als Bolero. Dass vorne das untere Teil des Boleros oben angenäht ist, ist selbstverständlich Absicht. :P Nicht, dass ihr denkt, ich hätte irgendwie ein Problem mit rechts und links (und oben und unten und überhaupt.... ;) ) Ich finde ihn aber trotzdem schick, aus rosa Glitzersweat - und schön warm ist er auch noch! Naja, und bei den vielen Sweets auf dem Rock musste für das Shooting dann natürlich ein Lolli her. Ausnahmsweise. :D
Der Rock dreht inzwischen schon die zweite Runde in der Waschmaschine - und ich sage euch, für den überwinde ich sogar meine angeborene Bügelophobie, und das will was heißen! :D
Habt ihr auch Lust bekommen auf Ginny? Dann klickt mal rüber zu Christinas Shop und schaut euch durch die fantastischen Probenähbeispiele!! Und wenn ihr ganz schnell seid - nur heute noch gibt es Ginny zum Einführungspreis!
Ebook "Ginny" - Faltenrock von 74 - 170
1/87
Ich habe für heute mit der Näherei abgeschlossen - noch ein paar Fotos bearbeiten und dann freue ich mich auf einen gemütlichen Abend auf dem Sofa! Das muss nämlich auch mal sein! <3
Hasenwilde Grüße
Johanna
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Donnerstag, 20. November 2014
Kombiniere, kombiniere....
Hallo ihr Lieben!!
Ich mal wieder! Grade so zwischen Tür und Angel, zwischen daheim und Flugplatz und zwischen Alltag und einem wunderbaren Schwesternwochenende in Amsterdam, das ab heute nachmittag ansteht. Ich freu mich wahnsinnig. Und gleichzeitig grummelt mir der Bauch, wenn ich meine Mädels ganze drei Nächte nicht sehe. Kennt ihr das? Aber ich werde mein freies Wochenende und die Zeit mit meinen drei Schwestern in vollen Zügen genießen!! Yes!!
Aber vorher zeige ich euch noch ein paar zuckersüße Herbstfotos von meiner zweiten ElPachino von Sara&Julez, die ich genäht habe. Dieses Mal aus weichem Feincord.
Passend dazu gab's ein Haarband mit Schleife nach dem Tutorial von Kreativlabor Berlin und ein Ringelshirt.
Für das Oberteil habe ich meinen Lieblingsbasicschnitt "Longsleeve" von Lillesol und Pelle ein bisschen modifiziert und mit einer Bruspasse, Raffung, Knopfleiste und leicht gerafften Ärmeln versehen, die ich schmal eingefasst habe. Und sofort wird aus dem Basic-Schnitt ein richtig schickes Sonntagsoberteil. "Sonntagsmädchen" sagen meine Hasenkinder zu sich, wenn sie was besonders Hübsches tragen. DAS ist definitiv ein Sonntagsmädchenoutfit.
Hier das Komplettoutfit mit der passenden Freya von Finnleys, die ich euch ja schon gezeigt habe.
Hier seht ihr den Stoff mal ein bisschen näher - und die hintere Faketasche, die ich angebracht habe.
Kind verpackt in lauter Lieblingsteilchen. Das ist doch das Schöne am Nähen - wenn man hinterher ein stimmiges Outfit hat, das nicht nur farblich optimal passt, sondern auch absolut einzigartig ist... :D :D
Ich lasse euch nochmal die Links zur ElPachino (*KLICK*) und zur Freya (*KLICK*) da, genauso wie den Link zum Schleifenhaarbandtutorial vom Kreativlabor (*KLICK*) und zu meinem Lieblingslongsleeve von Lillesol und Pelle (*KLICK*).
Ich wünsche euch jetzt schon ein wunderbares Wochenende - nachdem ich ja über kein internetfähiges Handy verfüge, bin ich, wenn ich weg bin, tatsächlich WEG und nur telefonisch erreichbar. Und das hat viel Gutes. Ich melde mich also Anfang nächster Woche zurück! Bis dann!
Hasenwilde Grüße
Johanna
Ich mal wieder! Grade so zwischen Tür und Angel, zwischen daheim und Flugplatz und zwischen Alltag und einem wunderbaren Schwesternwochenende in Amsterdam, das ab heute nachmittag ansteht. Ich freu mich wahnsinnig. Und gleichzeitig grummelt mir der Bauch, wenn ich meine Mädels ganze drei Nächte nicht sehe. Kennt ihr das? Aber ich werde mein freies Wochenende und die Zeit mit meinen drei Schwestern in vollen Zügen genießen!! Yes!!
Aber vorher zeige ich euch noch ein paar zuckersüße Herbstfotos von meiner zweiten ElPachino von Sara&Julez, die ich genäht habe. Dieses Mal aus weichem Feincord.
Passend dazu gab's ein Haarband mit Schleife nach dem Tutorial von Kreativlabor Berlin und ein Ringelshirt.
Für das Oberteil habe ich meinen Lieblingsbasicschnitt "Longsleeve" von Lillesol und Pelle ein bisschen modifiziert und mit einer Bruspasse, Raffung, Knopfleiste und leicht gerafften Ärmeln versehen, die ich schmal eingefasst habe. Und sofort wird aus dem Basic-Schnitt ein richtig schickes Sonntagsoberteil. "Sonntagsmädchen" sagen meine Hasenkinder zu sich, wenn sie was besonders Hübsches tragen. DAS ist definitiv ein Sonntagsmädchenoutfit.
Hier das Komplettoutfit mit der passenden Freya von Finnleys, die ich euch ja schon gezeigt habe.
Hier seht ihr den Stoff mal ein bisschen näher - und die hintere Faketasche, die ich angebracht habe.
Kind verpackt in lauter Lieblingsteilchen. Das ist doch das Schöne am Nähen - wenn man hinterher ein stimmiges Outfit hat, das nicht nur farblich optimal passt, sondern auch absolut einzigartig ist... :D :D
Ich lasse euch nochmal die Links zur ElPachino (*KLICK*) und zur Freya (*KLICK*) da, genauso wie den Link zum Schleifenhaarbandtutorial vom Kreativlabor (*KLICK*) und zu meinem Lieblingslongsleeve von Lillesol und Pelle (*KLICK*).
Ich wünsche euch jetzt schon ein wunderbares Wochenende - nachdem ich ja über kein internetfähiges Handy verfüge, bin ich, wenn ich weg bin, tatsächlich WEG und nur telefonisch erreichbar. Und das hat viel Gutes. Ich melde mich also Anfang nächster Woche zurück! Bis dann!
Hasenwilde Grüße
Johanna
Dienstag, 26. August 2014
Ein Zebra kommt selten von selbst...
Hallo ihr!
Melde mich nach einer kurzen Sendepause zurück! Ich habe mit dem Maxihaserl und meinen Eltern ein wunderbares verlängertes Wochenende am Gardasee verbracht. Das Minihaserl hat währenddessen ein wunderbares verlängertes Wochenende mit Papa und den Schwiegereltern genossen - so hatte jede der Damen für sich mal Einzelkindstatus. Und beide haben es sehr genossen! Ich zeige euch diese Woche noch ein paar Bilder, was wir so angestellt haben am See (den das Hasenkind und die Oma einträchtig "Meer" genannt haben :D ). Heute zeige ich euch ein ganz besonderes genähtes Werk, das gerade noch so zum Urlaub fertig geworden ist!
Dass das große Hasenkind immer Angst hat, zu erfrieren, und kuschelige Kleidungsstücke liebt, habe ich euch ja schon erzählt. Ganz besonders gern zieht sie ihren Jogginganzug an - das ideale Kleidungsstück für alle Jahreszeiten, finden wir beide! Im Winter, um sich abends noch kuschelig vor den Kamin zu setzen, eingemummelt in eine Decke und ein schönes Buch in der Hand. Und im Sommer, um abends, wenn man nach einem aufregenden Badetag geduscht ist und es langsam kühler wird, noch bequem eingemummelt ein bisschen zum See zu schlendern. Oder an der Uferpromenade ein Eis zu essen.
Zwingend wichtig ist dabei, dass der Jogginganzug aus Kuschelsweat besteht, am liebsten innen angerauht. Bisher trug das Maxihaserl immer die Kinderjogginganzüge von Adidas - dieses Jahr musste ich entsetzt feststellen, dass es in Größe 110 nur noch dünne Sporthosen und -jacken mit Reißverschluss gibt. Und die passen so gar nicht ins kuschelig-Schema vom Hasenkind...
Gut, wenn die Mama eine Nähmaschine im Haus hat... Das folgende Gespräch zwischen dem Hasenkind und mir könnt ihr euch ungefähr so vorstellen:
Ich: "Ich näh dir jetzt einen Jogginganzug!"
Hasenkind: "Aber grün!"
Ich, im Stoffschrank wühlend: "Grünen Sweat hab ich da. Mach ich. Soll noch ein Herzerl oder so drauf vorne? Oder eine Zahl vielleicht?"
Hasenkind: "Ein Zebra bitte!" Dreht sich um und verlässt den Raum.
Ich stehe verblüfft vor dem Stoffschrank. Zebra? Zebra????? Wie um Himmels Willen kriege ich ein ZEBRA auf den Jogginganzug??????????
Nachdem ich sowohl stickmaschinen- als auch plotterlos bin, bleibt mir in solchen Fällen nichts anderes übrig, als zur Nähmaschine zu greifen.... :) Dass ich die Nähmalerei für mich entdeckt habe, hab ich euch ja hier schon erzählt. Mit Hilfe einer Skizze habe ich mich also an die Maschine gesetzt - und bin selber ganz begeistert, was aus einem Stückchen weißem Jersey und ner Menge schwarzem Faden entstehen kann... ;) Aber was tut man nicht alles, wenn Kind ein Zebra braucht???
Und weil ich dann gerade so in Fahrt war, ist noch ein passendes Zebraherz für die Hose entstanden. In meiner quasi grenzenlosen Motivation habe ich sogar den weißen Wäscheknopf noch mit Edding zum Zebraknopf umfunktioniert. Ein Stück Streifenjerseynudel als Schleife drunter, fertig.
So sieht das ohne Kind aus. Dieses Foto muss ich euch unbedingt zeigen, das war eine lustige Aktion. Ich war mit dem (leeren) Jogginganzug und dem Hasenkind am Campingplatz-Spielplatz und dachte mir so, während Tochter spielt, schieße ich ein paar Jogginganzug-Fotos, bevor sie das Ding zum ersten Mal anzieht und es nicht mehr in fotografierbarem Zustand ist. Die Kamera hatte ich eingepackt, aber es war nur das Festbrennweite-Objektiv drauf. Um also weit genug von dem im Sandkasten drapierten Jogginganzug wegzukommen, damit er komplett aufs Bild passt, musste ich mich im Grätschschritt schwebend mit einem Fuß auf einer Bank und dem anderen auf dem Zaun drapieren.
Damit hatte ich die perfekte Entfernung - habe aber offensichtlich auch die Neugier der vorbeilaufenden Mitcamper geweckt, die gerne wissen wollten, was ich denn so waghalsig von da oben fotografiere... Ich habe erst mitbekommen, dass ich Zuschauer hatte, als sich schon eine ganze Traube Deutsche, Niederländer, Italiener,... hinter mir drängten und gespannt über den Zaun spitzten - um mich dann mit hochgezogenen Augenbrauen wohl für verrückt zu erklären.... :D Ich habe das ganze kurzerhand mit "Work!" erklärt und bin dann mitsamt Hasenkind und Jogginganzug lachend vom Ort des Geschehens geflohen.... ;)
Was so ein Blog alles mit einem anstellt.... ;) Ihr seht - für gute Bilder für euch tu ich fast alles! :D
Die Schnittmuster stammen übrigens beide von Lillesol und Pelle: Das Longsleeve und die Freizeithose sind zwei meiner meistgenutzten Schnitte, die man unendlich und beliebig abändern kann. In diesem Fall habe ich beim Säumen der Hosenbeine einen breiten Gummi mitgefasst, das gibt diesen tollen Jogginghosenlook - und die weißen Streifen an Ärmeln und Hosenbeinen sind sowieso ein absolutes must für einen Jogginganzug... ;)
Übrigens musste ich mit dem Minihaserl ewig diskutieren, dass das Tier auf dem Jogginganzug KEIN Esel ist. Sie: "Eeeeesel!". Ich: "Nein, das ist ein Zebra!" Sie: Eeeeeeeeeeesel!!!!!". Ich: "Wirklich, das ist ein Zeeeebra! Ehrlich!" Sie: "Esel. Esel. Esel." Ich: "Ich geb's auf...." Sie: "Zebra, Mama?" *augenroll*
Tja, so sind meine zwei hasenwilden Mädels nicht nur oft der größte Hinderungsgrund, warum ich tagsüber nie zum Nähen komme, sondern auch meine größte Inspiration... Ich bin schon gespannt, was sie sich als nächstes einfallen lassen...
Ich wünsche euch noch einen wunderbaren Tag und schicke unseren Zebrajoggie, auf den ich wirklich stolz bin, noch schnell rüber zum Creadienstag!
Hasenwilde Grüße
Johanna
Melde mich nach einer kurzen Sendepause zurück! Ich habe mit dem Maxihaserl und meinen Eltern ein wunderbares verlängertes Wochenende am Gardasee verbracht. Das Minihaserl hat währenddessen ein wunderbares verlängertes Wochenende mit Papa und den Schwiegereltern genossen - so hatte jede der Damen für sich mal Einzelkindstatus. Und beide haben es sehr genossen! Ich zeige euch diese Woche noch ein paar Bilder, was wir so angestellt haben am See (den das Hasenkind und die Oma einträchtig "Meer" genannt haben :D ). Heute zeige ich euch ein ganz besonderes genähtes Werk, das gerade noch so zum Urlaub fertig geworden ist!
Dass das große Hasenkind immer Angst hat, zu erfrieren, und kuschelige Kleidungsstücke liebt, habe ich euch ja schon erzählt. Ganz besonders gern zieht sie ihren Jogginganzug an - das ideale Kleidungsstück für alle Jahreszeiten, finden wir beide! Im Winter, um sich abends noch kuschelig vor den Kamin zu setzen, eingemummelt in eine Decke und ein schönes Buch in der Hand. Und im Sommer, um abends, wenn man nach einem aufregenden Badetag geduscht ist und es langsam kühler wird, noch bequem eingemummelt ein bisschen zum See zu schlendern. Oder an der Uferpromenade ein Eis zu essen.
Zwingend wichtig ist dabei, dass der Jogginganzug aus Kuschelsweat besteht, am liebsten innen angerauht. Bisher trug das Maxihaserl immer die Kinderjogginganzüge von Adidas - dieses Jahr musste ich entsetzt feststellen, dass es in Größe 110 nur noch dünne Sporthosen und -jacken mit Reißverschluss gibt. Und die passen so gar nicht ins kuschelig-Schema vom Hasenkind...
Gut, wenn die Mama eine Nähmaschine im Haus hat... Das folgende Gespräch zwischen dem Hasenkind und mir könnt ihr euch ungefähr so vorstellen:
Ich: "Ich näh dir jetzt einen Jogginganzug!"
Hasenkind: "Aber grün!"
Ich, im Stoffschrank wühlend: "Grünen Sweat hab ich da. Mach ich. Soll noch ein Herzerl oder so drauf vorne? Oder eine Zahl vielleicht?"
Hasenkind: "Ein Zebra bitte!" Dreht sich um und verlässt den Raum.
Ich stehe verblüfft vor dem Stoffschrank. Zebra? Zebra????? Wie um Himmels Willen kriege ich ein ZEBRA auf den Jogginganzug??????????
Nachdem ich sowohl stickmaschinen- als auch plotterlos bin, bleibt mir in solchen Fällen nichts anderes übrig, als zur Nähmaschine zu greifen.... :) Dass ich die Nähmalerei für mich entdeckt habe, hab ich euch ja hier schon erzählt. Mit Hilfe einer Skizze habe ich mich also an die Maschine gesetzt - und bin selber ganz begeistert, was aus einem Stückchen weißem Jersey und ner Menge schwarzem Faden entstehen kann... ;) Aber was tut man nicht alles, wenn Kind ein Zebra braucht???
Und weil ich dann gerade so in Fahrt war, ist noch ein passendes Zebraherz für die Hose entstanden. In meiner quasi grenzenlosen Motivation habe ich sogar den weißen Wäscheknopf noch mit Edding zum Zebraknopf umfunktioniert. Ein Stück Streifenjerseynudel als Schleife drunter, fertig.
So sieht das ohne Kind aus. Dieses Foto muss ich euch unbedingt zeigen, das war eine lustige Aktion. Ich war mit dem (leeren) Jogginganzug und dem Hasenkind am Campingplatz-Spielplatz und dachte mir so, während Tochter spielt, schieße ich ein paar Jogginganzug-Fotos, bevor sie das Ding zum ersten Mal anzieht und es nicht mehr in fotografierbarem Zustand ist. Die Kamera hatte ich eingepackt, aber es war nur das Festbrennweite-Objektiv drauf. Um also weit genug von dem im Sandkasten drapierten Jogginganzug wegzukommen, damit er komplett aufs Bild passt, musste ich mich im Grätschschritt schwebend mit einem Fuß auf einer Bank und dem anderen auf dem Zaun drapieren.
Damit hatte ich die perfekte Entfernung - habe aber offensichtlich auch die Neugier der vorbeilaufenden Mitcamper geweckt, die gerne wissen wollten, was ich denn so waghalsig von da oben fotografiere... Ich habe erst mitbekommen, dass ich Zuschauer hatte, als sich schon eine ganze Traube Deutsche, Niederländer, Italiener,... hinter mir drängten und gespannt über den Zaun spitzten - um mich dann mit hochgezogenen Augenbrauen wohl für verrückt zu erklären.... :D Ich habe das ganze kurzerhand mit "Work!" erklärt und bin dann mitsamt Hasenkind und Jogginganzug lachend vom Ort des Geschehens geflohen.... ;)
Was so ein Blog alles mit einem anstellt.... ;) Ihr seht - für gute Bilder für euch tu ich fast alles! :D
Abends hat das Fräulein noch ein bisschen den Steg am See erkundet und mir so noch ein paar wunderschöne Motive geliefert.
Die Schnittmuster stammen übrigens beide von Lillesol und Pelle: Das Longsleeve und die Freizeithose sind zwei meiner meistgenutzten Schnitte, die man unendlich und beliebig abändern kann. In diesem Fall habe ich beim Säumen der Hosenbeine einen breiten Gummi mitgefasst, das gibt diesen tollen Jogginghosenlook - und die weißen Streifen an Ärmeln und Hosenbeinen sind sowieso ein absolutes must für einen Jogginganzug... ;)
Übrigens musste ich mit dem Minihaserl ewig diskutieren, dass das Tier auf dem Jogginganzug KEIN Esel ist. Sie: "Eeeeesel!". Ich: "Nein, das ist ein Zebra!" Sie: Eeeeeeeeeeesel!!!!!". Ich: "Wirklich, das ist ein Zeeeebra! Ehrlich!" Sie: "Esel. Esel. Esel." Ich: "Ich geb's auf...." Sie: "Zebra, Mama?" *augenroll*
Tja, so sind meine zwei hasenwilden Mädels nicht nur oft der größte Hinderungsgrund, warum ich tagsüber nie zum Nähen komme, sondern auch meine größte Inspiration... Ich bin schon gespannt, was sie sich als nächstes einfallen lassen...
Ich wünsche euch noch einen wunderbaren Tag und schicke unseren Zebrajoggie, auf den ich wirklich stolz bin, noch schnell rüber zum Creadienstag!
Hasenwilde Grüße
Johanna
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