habt ihr schon gesehen? Ja? Ich habe ein bisschen an meinem Blogdesign gebastelt, und auch die FB-Seite hat ein neues Cover bekommen. Immer wenn das alte Jahr zu Ende geht, ist die Lust auf Veränderung besonders groß, finde ich. Bei mir zumindest.
Irgendwie hat mein Bloglayout nicht mehr gepasst. War nicht mehr hasenwild. Nicht, weil ich mir damals nicht genug Gedanken gemacht habe, als ich es entworfen habe. Sondern weil ich mich verändert habe. Vor allem in meinem Stil. Ich glaube, die Tatsache, dass ich in letzter Zeit viel genäht, aber keine Lust zum Bloggen hatte, hing auch damit zusammen, dass das Bloglayout so unstimmig für mich geworden ist.
Ganz hundertprozentig glücklich bin ich noch nicht damit, ich werde noch ein bisschen daran weiterbasteln - aber es geht definitiv in die richtige Richtung. Wie gefällt es euch soweit?
Das ist irgendwie so ein bisschen wie Zimmer umräumen. Mein Blog ist ja schon ein Teil meines Wohnzimmers, wenn auch ein virtueller. Da hängt viel Liebe und Zeit darin, da muss auch die Einrichtung passen. Und eigentlich ist es auch schön zu sehen, wie sich Dinge verändern. Dass das Leben nicht starr in eine Form gegossen ist, sondern dass es im Fluss ist. Ich fließe gerne. :D Ich finde das total spannend - zu sehen, wie sich Dinge entwickeln. Raum zur Entwicklung haben, geben und genießen. Das hält doch den Geist flexibel, oder nicht?
Im Kleinen wie im Großen passiert das. In einem selber und um einen herum. Bei uns haben sich hier in der Gemeinde zum Beispiel die ersten Flüchtlingsunterkünfte gefüllt. Ihr müsst euch vorstellen, meine kleine Gemeinde hier in Bayern besteht aus kleinen bis klitzekleinen Dörfern, vielen alteingesessenen Leuten, Traditionen und hundert Dingen, die "schon immer so waren". Ich muss sagen, ich war etwas skeptisch auf die Flüchtlingsankündigung hin. Nicht wegen der Flüchtlinge - die lasse ich gern auf mich zukommen und mache mir selber ein Bild. Aber ich hatte wirklich Bedenken, dass diese Leute komplett abgelehnt werden und niemand einen Finger für sie rühren wird. Weil sie fremd sind. Und Angst machen.
Und ich kann euch gar nicht sagen, wie ich mich freue, sagen zu können - ganz im Gegenteil. Es haben sich mit mir über 90 freiwillige Helfer in verschiedenen Bereichen gemeldet, die gerne helfen möchten. Und als es darum ging, die neue Flüchtlingsunterkunft hier im Ort zu putzen und herzurichten, waren sofort über 10 Leute zu Stelle, die ihre Vormittage dafür hergegeben haben. Frauen wie Männer. Die geputzt und geschrubbt haben, Möbel geschleppt, Kisten mit altem Zeug gepackt, gekehrt und poliert, um eine halbwegs heimelige Atmosphäre zu schaffen.
Die erste Flüchtlingsunterkunft in der Nachbarortschaft ist bereits bezogen, und es werden bereitwillig Dinge zur Verfügung gestellt, die Nachbarn fragen nach, wie es den Leuten geht, sie werden eingeladen, mit einbezogen, mitgenommen. Und ich finde das so toll. Ich finde es so gigantisch, ein Teil davon zu sein. Ein Teil dieser Bewegung, dieses Flusses, der nicht starr an einem Felsen kleben bleibt, sondern sich elegant drumherumschlängelt, sich anpasst an neue Gegebenheiten und dabei so viel Mitmenschlichkeit, Offenheit und Respekt ausstrahlt. Ich bin stolz darauf. Und warte gespannt auf unseren Neuzuwachs im Dorf.
Und das, meine Lieben, das ist für mich der Inbegriff von Weihnachten. Ich glaube, so weihnachtlich war Weihnachten noch nie, wie in diesem Jahr, in dem tatsächlich Herbergssuchende vor unserer Tür standen. Und wir, die wir hier leben, uns nicht für die Rolle des Herbergswirtes, der keinen Platz machen will, entschieden haben. <3
Noch ein paar Infos zu dem süßen Mantelschnitt, den ihr nebenher auf den Bildern bewundern konntet :D : Der neueste Streich von "Meine Herzenswelt" ist das und nennt sich "Kuschelmantel Nayla". Hach. Wie von Ilona gewohnt ein perfekt ausgearbeiteter Schnitt mit ganz vielen liebevollen Details und tausendundeiner Möglichkeit zum variieren und tüddeln.
Nayla ist leicht tailliert und fällt unten in eine süße Rundung. Um den Kragenbereich und an den Seiten gibt es optionale Passen (die ich hier ganz schlicht mit Paspelband angedeutet habe) und hinten könnt ihr euch zwischen einer normalen Rundkapuze und einer Zipfelkapuze mit oder ohne Saumbund oben entscheiden. Die Ärmel können mit normalem oder verstecktem Bündchen genäht werden.
Ich habe mich dieses Mal an Textilfarbe getraut und mit selbstgemachtem Freezerpapier vorne und hinten mit Silberglitzerfarbe jeweils eine Katze aufschabloniert und hinterher freihand mit schwarzem Garn umstickt. Für mein Katzenfreakkind. :D
Genäht ist unsere Nayla aus smaragdfarbenem Jeans und gefüttert mit kuscheligem Baumwollfleece - also eher eine Übergangsjacke, die aufgrund der unüblichen Dezembertemperaturen aber nach wie vor fleißig im Einsatz ist. Die Mütze nennt sich "KrempyLu" und ist ein neues Ebook von "BirdyLu" und mit der witzigen Krempe ein neuer - weil mal etwas anderer - Lieblingsmützenschnitt. Meine kleine Maus fühlt sich jedenfalls sichtlich wohl in der Kombi!
Dicker, fetter Geheimtipp von mir: "Nayla" bekommt ihr noch heute in der Makerist-Wochenend-Aktion für nur 2 Euro - genau wie alle anderen Ebooks von meine Herzenswelt! Das lohnt sich sowas von! Hüpft unbedingt vorbei und schnappt euch mindestens das Mantelebook - und wenn ihr schon da seid, schaut euch gleich noch die CoZ-Familienreihe von Sewera an, die ist auch im Angebot und ein absoluter Kauftipp! Deswegen verlinke ich euch jetzt direkt zur Nayla bei Makerist - natürlich bekommt ihr das Ebook auch über Dawanda! <3
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Sonntag, 27. Dezember 2015
Samstag, 18. April 2015
Vintagesweat oder ein Blick hinter die Kulissen
Huhu ihr Lieben!
Huiui, es STAUT sich schon wieder bei mir. So viele genähte Sachen, die gezeigt werden wollen. Ich sage euch, das ist ein Teufelskreis. Entweder ich nähe viel und komme nicht zum Bloggen, dann stehen die Bilder Schlange von meinem PC bis quasi vor's Haus. ODER ich nähe wenig und hätte dafür Zeit zum Bloggen, dann hab ich aber meistens nix mehr zu zeigen. Naja. Heute jedenfalls - Stoffprobevernähen für Stoffversand4u - und ein Blick hinter die Kulissen, wie so ein Fotoshooting bei uns abläuft!
Vintagestreifen heißen diese süßen Querläufer, und in 7 Farben gab es sie zur Auswahl. Und, naja, ich mag eben orange. Ist euch wahrscheinlich noch nicht aufgefallen (haha... :D ), aber doch. Orange rockt. Finde ich. Und diese orangen Streifchen kombinieren sich wunderbar mit dem fröhlichen "Happy"-Stoff und korallefarbigem Bündchen. Der Stoff ist ein leichter unangerauhter Sommersweat in Bio-Qualität und fühlt sich super an. Ich hab mir gleich noch zwei Farben bestellt, von denen auf alle Fälle eine für mich verarbeitet werden soll!
Nachdem ich jetzt schon ein paar Mal gefragt worden bin, wie ich denn das mit den Fotos so handhabe, erzähle ich euch an diesem Beispiel mal, wie das so läuft. Also, geplant war eigentlich nur die Sweatjacke meiner Großen aus dem Stoff, aber es war nach dem Zuschneiden noch genug für einen Sweatpulli für die Kleine. Ich liebe ja so Schwesternpartnerlookkleidung. Ich nähe nie für beide exakt das Gleiche (dafür sind sie viel zu unterschiedlich), aber wie hier zwei verschiedene Schnitte aus der gleichen Stoffkombi, das finde ich klasse. Erschwert die Fotografiererei aber ungemein... :D
Also. Ich stecke die Mädels in ihre Partneroutfits. Dabei gibt's schon die ersten Diskussionen. Weil die eine die Hose nicht mag und die andere lieber Gummistiefel dazu anziehen möchte. Und überhaupt. Warum kriegt nur SIE eine neue Mütze??? Während ich Nummer Zwei anziehe, entkommt mir Nummer Eins in den Garten, schlüpft ins Trampolin und wirft die gerade angezogenen Schuhe, Jacke und Mütze wieder von sich. Ich steige schimpfend ins Auto, schnalle die Kleine fest, fahre ein paar Meter. Dann kommt auch die Große normalerweise angelaufen. Funktioniert auch diesmal. Selbstverständlich kommt sie strumpfsockig. Sobald also auch der zweite Hase im Sitz festgezurrt ist, hole ich ihr Zeug aus dem Trampolin. Liegt selbstverständlich auf der hinteren Seite, so dass ich mich quer durch die vier Meter Durchmesser robben muss. :P
Der Ort des Geschehens. Ich habe mir angewöhnt, schöne Fotostellen, die mir so im Tagesgeschäft auffallen, zu merken und irgendwann bei einem Shooting darauf zurückzukommen. Da gibt es ganz viele Ecken bei uns im Dorf oder im Garten, die ich nutze. Ein paar schöne Stellen in und um mein Heimatdorf, die ich kenne. Oder eben Orte zwischen hier und da. Die kleine Brücke und das Flüsschen im Wald, das ich dieses Mal angesteuert habe, sind mir letztens bei einem Ausflug ins Auge gestochen. Ich fahre eigentlich selten extra für ein Shooting irgendwohin, meistens richte ich es mir so ein, dass die Stelle eh irgendwie auf dem Weg irgendwohin liegt und wir nur kurz raushüpfen. Dieses Mal hatte ich aber gehofft, dass da am Bach vielleicht schon die Bäume blühen und einen schönen Hintergrund abgeben. Dem war leider nicht so - aber das war eigentlich auch ganz gut, weil die hellen Sachen vor einem dunklen Hintergrund wesentlich besser rauskommen. Sowas fällt mir aber auch erst nachher auf. :D
Auf der Fahrt halte ich die Mädels mit lautem Gesang zur Rolf-Zuckowsky-Verkehrs-CD bei Laune. Wenn mir jetzt eine einschläft, sind die Folgen fatal. Gerade bei der Großen. Bis die nach einem Nickerchen wieder Betriebstemperatur erreicht, vergehen STUNDEN. Wir fahren aber nur gute 10 Minuten und ich bin erfolgreich. Blühen tut leider nix, aber die Szenerie ist ganz nett. Also raus aus dem Auto. Die Kleine rast sofort mitten auf die Straße. Gut, dass das nur so ein enges, wenig befahrenes Nebensträsschen ist. Ich pfeife sie mit einem entsetzten Schrei zurück, was sie mit einem genervten Blick quittiert. Na super.
Dann lasse ich die beiden normalerweise einfach wuseln und versuche, nebenher ein paar schöne Bilder zu schießen. Aber ich sage euch, die sind schnell. Mit einer Festbrennweite, mit der man sich als Fotograf ja echt bewegen muss, zähle ich das durchaus als Sport. :D :D Ich versuche also, mich so zu stellen, dass ich nicht direkt in die Sonne fotografiere, die Klamotten möglichst aus allen Richtungen gut draufkriege und dabei das Gesicht nicht frontal erwische. Nebenher stelle ich die Kleine mindestens fünf Mal wieder auf die Beine, weil sie ja auf jeden Stein klettern muss und die halbe Zeit am Boden landet, schlichte die Streiterei um den moosigen Sitzplatz auf dem am Boden liegenden Baumstamm, den sie entdeckt haben, versuche, möglichst zeitnah immer wieder den Dreck von den Sachen zu klopfen und lasse mir die Hosentaschen mit Ästen, Steinen und anderen wichtigen Utensilien vollstopfen. Uff.
Wir laufen an den Bach und ich knipse ein paar Bilder, während die Kids ins Wasser schauen. Dann fangen sie an, Gras auszurupfen und in das Wasser zu werfen, um es beim Schwimmen zu beobachten und übertrumpfen sich dabei, wer sich näher ans Wasser traut. Keine gute Idee. Ich schnappe mir eine links und eine rechts und flüchte.
Auf dem Rückweg entdecken wir ein Hirschgehege. Die Mädels beobachten fasziniert die Tiere, die vom anderen Ende der Wiese zu uns herübergetrabt kommen um zu schauen, ob wir nicht was zu fressen dabeihaben. Haben wir nicht. Aber wir freuen uns an den schlanken Hirschkühen und bleiben eine Weile stehen, um ihnen zuzusehen. Verschnaufpause.
Als kurze Zeit später eine Diskussion entbrennt, ob das nun "Lehlein" (kleine Hasentochter, sie meint damit Rehe) oder Hirsche (große Hasentochter) sind, ziehen wir weiter. Ich entdecke einen Busch, unter dem ein paar Osterglocken blühen und zeige ihn den Mädels, die sofort begeistert das "Buschhäuschen" erkunden und sich zu den Blumen setzen. In natura ein wunderbares Bild, auf der Kamera leider nicht so leicht einzufangen. Nach ein paar überbelichteten und ein paar verschwommenen Fotos schließen die zwei ihren Buschbesuch ab und kriechen wieder heraus. Tja, Mama. Zu langsam. :P
Auf dem Rückweg zum Auto stehen die beiden auf der kleinen Brücke und schauen ins Wasser. Ich husche nach unten auf die Wiese, um davon noch ein schönes Foto zu schießen. Gerade als ich unten bin, versucht die große Hasentochter, auf das Brückengeländer zu klettern. Äh, stopp!!!! Wie ein Blitz springe ich über einen Nebenarm unseres Bächleins, um die Madame oben wieder auf sicheren Boden zu befördern. Als die beiden dann endlich wieder in ihren Sitzen angeschnallt sind, schnaufe ich erstmal tief durch. Ich gehe die Ergebnisse unseres Fotoausflugs durch: Eine Stunde Zeit, ein feuchter Schuh, vieleviele verschwommene, über- und unterbelichtete Fotos, aber auch ein paar richtig nette, ein Rudel Hirsche, ein Grasfleck auf der Kinderjeans und ein paar graue Haare und Schweißperlen. Eigentlich waren wir recht erfolgreich. Und ich bin fix und alle. Nix wie heim. :D
Tja, das war jetzt quasi ein Blick hinter die Kulissen, was zwischen diesen harmonischen und fröhlichen Bildern so alles passiert, bis die im Kasten sind. So oder so ähnlich läuft es meistens ab. Mit einem Kind ist es immer einfacher als mit zweien, besonders wenn die gemeinsam vor die Kamera sollen. Und jeder Tag und jeder Ausflug ist anders. Ich versuche aber immer, das Ganze für die zwei so zu gestalten, dass sie es nicht als Arbeit oder Pflicht empfinden. Das hier war für die Hasenkinder eine nette Fahrt. Mit Hirschen. Dass ich nebenher Bilder geknipst habe, nehmen sie kaum wahr. Und das ist auch gut so - da vergeht ihnen die Lust nicht so leicht. Und ich finde, die Bilder wirken so einfach natürlicher.
Und jetzt noch schnell die Details zu Stoff und Schnitt: Den Vintagesweat bekommt ihr in sieben verschiedenen Farbstellungen bei stoffversand4u, und zwar unter diesem Link: http://www.stoffversand4u.de/Stoffe/Sweatstoff/Streifen/
Ich kann ihn euch echt nur weiterempfehlen, die Qualität ist wirklich klasse!
Schnittmäßig habe ich zwei Schnitte von Sara&Julez für mein Projekt ausgesucht: Die Jacke ist aus dem Ebook "Sweatie" entstanden, ungefüttert mit Belegen und mit einer Zipfelkapuze mit improvisiertem Bommel aus einer Jerseynudel. Das Oberteil der kleinen Hasentochter ist der Pull*it*over in kurz mit Coilkragen und Känguruhtasche.
Ich wünsche euch noch einen wunderbaren Sonntag - macht's fein! Ich melde mich bald wieder! Nicht dass irgendwann aufgrund der anstehenden Fotos die Haustüre nicht mehr zugeht.... :D
Hasenwilde Grüße
Johanna
Huiui, es STAUT sich schon wieder bei mir. So viele genähte Sachen, die gezeigt werden wollen. Ich sage euch, das ist ein Teufelskreis. Entweder ich nähe viel und komme nicht zum Bloggen, dann stehen die Bilder Schlange von meinem PC bis quasi vor's Haus. ODER ich nähe wenig und hätte dafür Zeit zum Bloggen, dann hab ich aber meistens nix mehr zu zeigen. Naja. Heute jedenfalls - Stoffprobevernähen für Stoffversand4u - und ein Blick hinter die Kulissen, wie so ein Fotoshooting bei uns abläuft!
Vintagestreifen heißen diese süßen Querläufer, und in 7 Farben gab es sie zur Auswahl. Und, naja, ich mag eben orange. Ist euch wahrscheinlich noch nicht aufgefallen (haha... :D ), aber doch. Orange rockt. Finde ich. Und diese orangen Streifchen kombinieren sich wunderbar mit dem fröhlichen "Happy"-Stoff und korallefarbigem Bündchen. Der Stoff ist ein leichter unangerauhter Sommersweat in Bio-Qualität und fühlt sich super an. Ich hab mir gleich noch zwei Farben bestellt, von denen auf alle Fälle eine für mich verarbeitet werden soll!
Nachdem ich jetzt schon ein paar Mal gefragt worden bin, wie ich denn das mit den Fotos so handhabe, erzähle ich euch an diesem Beispiel mal, wie das so läuft. Also, geplant war eigentlich nur die Sweatjacke meiner Großen aus dem Stoff, aber es war nach dem Zuschneiden noch genug für einen Sweatpulli für die Kleine. Ich liebe ja so Schwesternpartnerlookkleidung. Ich nähe nie für beide exakt das Gleiche (dafür sind sie viel zu unterschiedlich), aber wie hier zwei verschiedene Schnitte aus der gleichen Stoffkombi, das finde ich klasse. Erschwert die Fotografiererei aber ungemein... :D
Also. Ich stecke die Mädels in ihre Partneroutfits. Dabei gibt's schon die ersten Diskussionen. Weil die eine die Hose nicht mag und die andere lieber Gummistiefel dazu anziehen möchte. Und überhaupt. Warum kriegt nur SIE eine neue Mütze??? Während ich Nummer Zwei anziehe, entkommt mir Nummer Eins in den Garten, schlüpft ins Trampolin und wirft die gerade angezogenen Schuhe, Jacke und Mütze wieder von sich. Ich steige schimpfend ins Auto, schnalle die Kleine fest, fahre ein paar Meter. Dann kommt auch die Große normalerweise angelaufen. Funktioniert auch diesmal. Selbstverständlich kommt sie strumpfsockig. Sobald also auch der zweite Hase im Sitz festgezurrt ist, hole ich ihr Zeug aus dem Trampolin. Liegt selbstverständlich auf der hinteren Seite, so dass ich mich quer durch die vier Meter Durchmesser robben muss. :P
Der Ort des Geschehens. Ich habe mir angewöhnt, schöne Fotostellen, die mir so im Tagesgeschäft auffallen, zu merken und irgendwann bei einem Shooting darauf zurückzukommen. Da gibt es ganz viele Ecken bei uns im Dorf oder im Garten, die ich nutze. Ein paar schöne Stellen in und um mein Heimatdorf, die ich kenne. Oder eben Orte zwischen hier und da. Die kleine Brücke und das Flüsschen im Wald, das ich dieses Mal angesteuert habe, sind mir letztens bei einem Ausflug ins Auge gestochen. Ich fahre eigentlich selten extra für ein Shooting irgendwohin, meistens richte ich es mir so ein, dass die Stelle eh irgendwie auf dem Weg irgendwohin liegt und wir nur kurz raushüpfen. Dieses Mal hatte ich aber gehofft, dass da am Bach vielleicht schon die Bäume blühen und einen schönen Hintergrund abgeben. Dem war leider nicht so - aber das war eigentlich auch ganz gut, weil die hellen Sachen vor einem dunklen Hintergrund wesentlich besser rauskommen. Sowas fällt mir aber auch erst nachher auf. :D
Auf der Fahrt halte ich die Mädels mit lautem Gesang zur Rolf-Zuckowsky-Verkehrs-CD bei Laune. Wenn mir jetzt eine einschläft, sind die Folgen fatal. Gerade bei der Großen. Bis die nach einem Nickerchen wieder Betriebstemperatur erreicht, vergehen STUNDEN. Wir fahren aber nur gute 10 Minuten und ich bin erfolgreich. Blühen tut leider nix, aber die Szenerie ist ganz nett. Also raus aus dem Auto. Die Kleine rast sofort mitten auf die Straße. Gut, dass das nur so ein enges, wenig befahrenes Nebensträsschen ist. Ich pfeife sie mit einem entsetzten Schrei zurück, was sie mit einem genervten Blick quittiert. Na super.
Dann lasse ich die beiden normalerweise einfach wuseln und versuche, nebenher ein paar schöne Bilder zu schießen. Aber ich sage euch, die sind schnell. Mit einer Festbrennweite, mit der man sich als Fotograf ja echt bewegen muss, zähle ich das durchaus als Sport. :D :D Ich versuche also, mich so zu stellen, dass ich nicht direkt in die Sonne fotografiere, die Klamotten möglichst aus allen Richtungen gut draufkriege und dabei das Gesicht nicht frontal erwische. Nebenher stelle ich die Kleine mindestens fünf Mal wieder auf die Beine, weil sie ja auf jeden Stein klettern muss und die halbe Zeit am Boden landet, schlichte die Streiterei um den moosigen Sitzplatz auf dem am Boden liegenden Baumstamm, den sie entdeckt haben, versuche, möglichst zeitnah immer wieder den Dreck von den Sachen zu klopfen und lasse mir die Hosentaschen mit Ästen, Steinen und anderen wichtigen Utensilien vollstopfen. Uff.
Wir laufen an den Bach und ich knipse ein paar Bilder, während die Kids ins Wasser schauen. Dann fangen sie an, Gras auszurupfen und in das Wasser zu werfen, um es beim Schwimmen zu beobachten und übertrumpfen sich dabei, wer sich näher ans Wasser traut. Keine gute Idee. Ich schnappe mir eine links und eine rechts und flüchte.
Auf dem Rückweg entdecken wir ein Hirschgehege. Die Mädels beobachten fasziniert die Tiere, die vom anderen Ende der Wiese zu uns herübergetrabt kommen um zu schauen, ob wir nicht was zu fressen dabeihaben. Haben wir nicht. Aber wir freuen uns an den schlanken Hirschkühen und bleiben eine Weile stehen, um ihnen zuzusehen. Verschnaufpause.
Als kurze Zeit später eine Diskussion entbrennt, ob das nun "Lehlein" (kleine Hasentochter, sie meint damit Rehe) oder Hirsche (große Hasentochter) sind, ziehen wir weiter. Ich entdecke einen Busch, unter dem ein paar Osterglocken blühen und zeige ihn den Mädels, die sofort begeistert das "Buschhäuschen" erkunden und sich zu den Blumen setzen. In natura ein wunderbares Bild, auf der Kamera leider nicht so leicht einzufangen. Nach ein paar überbelichteten und ein paar verschwommenen Fotos schließen die zwei ihren Buschbesuch ab und kriechen wieder heraus. Tja, Mama. Zu langsam. :P
Auf dem Rückweg zum Auto stehen die beiden auf der kleinen Brücke und schauen ins Wasser. Ich husche nach unten auf die Wiese, um davon noch ein schönes Foto zu schießen. Gerade als ich unten bin, versucht die große Hasentochter, auf das Brückengeländer zu klettern. Äh, stopp!!!! Wie ein Blitz springe ich über einen Nebenarm unseres Bächleins, um die Madame oben wieder auf sicheren Boden zu befördern. Als die beiden dann endlich wieder in ihren Sitzen angeschnallt sind, schnaufe ich erstmal tief durch. Ich gehe die Ergebnisse unseres Fotoausflugs durch: Eine Stunde Zeit, ein feuchter Schuh, vieleviele verschwommene, über- und unterbelichtete Fotos, aber auch ein paar richtig nette, ein Rudel Hirsche, ein Grasfleck auf der Kinderjeans und ein paar graue Haare und Schweißperlen. Eigentlich waren wir recht erfolgreich. Und ich bin fix und alle. Nix wie heim. :D
Tja, das war jetzt quasi ein Blick hinter die Kulissen, was zwischen diesen harmonischen und fröhlichen Bildern so alles passiert, bis die im Kasten sind. So oder so ähnlich läuft es meistens ab. Mit einem Kind ist es immer einfacher als mit zweien, besonders wenn die gemeinsam vor die Kamera sollen. Und jeder Tag und jeder Ausflug ist anders. Ich versuche aber immer, das Ganze für die zwei so zu gestalten, dass sie es nicht als Arbeit oder Pflicht empfinden. Das hier war für die Hasenkinder eine nette Fahrt. Mit Hirschen. Dass ich nebenher Bilder geknipst habe, nehmen sie kaum wahr. Und das ist auch gut so - da vergeht ihnen die Lust nicht so leicht. Und ich finde, die Bilder wirken so einfach natürlicher.
Und jetzt noch schnell die Details zu Stoff und Schnitt: Den Vintagesweat bekommt ihr in sieben verschiedenen Farbstellungen bei stoffversand4u, und zwar unter diesem Link: http://www.stoffversand4u.de/Stoffe/Sweatstoff/Streifen/
Ich kann ihn euch echt nur weiterempfehlen, die Qualität ist wirklich klasse!
Schnittmäßig habe ich zwei Schnitte von Sara&Julez für mein Projekt ausgesucht: Die Jacke ist aus dem Ebook "Sweatie" entstanden, ungefüttert mit Belegen und mit einer Zipfelkapuze mit improvisiertem Bommel aus einer Jerseynudel. Das Oberteil der kleinen Hasentochter ist der Pull*it*over in kurz mit Coilkragen und Känguruhtasche.
Ich wünsche euch noch einen wunderbaren Sonntag - macht's fein! Ich melde mich bald wieder! Nicht dass irgendwann aufgrund der anstehenden Fotos die Haustüre nicht mehr zugeht.... :D
Hasenwilde Grüße
Johanna
Freitag, 7. November 2014
Farben sammeln für den Winter
Hallo ihr Lieben!!
Jetzt ist sie da. Bei uns zumindest. Die einzige Jahreszeit, mit der ich nicht wirklich was anfangen kann. Diese Übergangszeit zwischen Herbst und Winter, in der es weder golden noch weiß ist, definitiv nicht mehr warm, aber auch nicht kalt genug für den Schneeanzug, und täglich düster und nebelig und verregnet und grau. Na schön, das ist ja nicht durchgehend so. Aber gestern. Und heute. Und das qualifiziert diese Woche jetzt einfach mal zum Meckern übers Wetter. So.
Was da hilft? Kaminfeuer. Warmer Tee. Viel Schokolade. Und - Farbe.
Da kommt das neue Ebook "Mio-Mütz" von Annas Country gerade recht. Das eignet sich nämlich wunderbar, um viel Farbe nach draußen zu bringen - und wenn dann zwei kunterbunte Kinder die Straße entlanghüpfen, ist auch ein trister Novembertag nur noch halb so düster :D.
MiO?? Mit oder ohne! Und zwar mit oder ohne Zipfel! Wie eigentlich immer bei Annas Ebooks gibt's ganz viele Variationsmöglichkeiten - hier beim großen Hasenkind ohne Zipfel, aber mit extralangen Ohren und mit selbstgebasteltem Bommel und Puschel. Doppellagig gefüttert mit dem weichen Alpenfleece trotzt die Tochter damit jeder Wetterkonstellation...
Und natürlich hat auch das Minihaserl ein Exemplar bekommen. Mit Zipfel, abgebundenen Ohren und einem schicken passenden Loop dazu.
Hier habe ich den Jersey von der Innenmütze einfach ein Stück überstehen lasen und dann auf die Oberseite umgenäht. Für den Farbklecks auf der Mütze. Für die grauen Tage. Ihr wisst schon. Kennt ihr Frederick? Die Maus?
Diese Geschichte von den Feldmäusen, die in der Steinmauer wohnen? Im Herbst sammeln sie alle Vorräte - alle, außer Frederick. Der sammelt nämlich Sonnenstrahlen, Farben und Wörter für die kalten Wintertage. Und die können die Mäuse dann später im eisigen Winter auch gut brauchen, wenn die Kornvorräte knapp werden, alle Geschichten erzählt sind und sich der kalte Wind ins Mauseloch schleicht...
An diesen Oberklassiker von Leo Lionni denke ich zur Zeit immer mal wieder. Ich glaube, manchmal tut es gut, ein bisschen Frederick zu sein. Auch wenn wir den Winter nicht im kalten Mauseloch verbringen müssen - mit ein paar Farben im (oder auf dem) Kopf, ein paar Sonnenstrahlen im Herzen und ein paar netten Worten auf den Lippen kann uns der Winter doch nix!!
Ich schicke euch jedenfalls heute ein paar selbstgesammelte Farben und Sonnenstrahlen aus dem goldenen Herbst, direkt von mir in euer Häuschen. Und ein paar nette Worte gibt's auch dazu - schön, dass es euch gibt!! <3 <3
Wenn ihr auch gern Annas MiO-Mütz zu Hilfe nehmen wollt, um ein bisschen Farbe auf die novemberliche Straße zu bringen, dann könnt ihr es hier bekommen:
http://de.dawanda.com/product/71197055-E-BookAnleitung-MiO-Muetz-KU-37-54
Hasenwilde Grüße
Johanna (heute alias Frederick ;) )

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