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Freitag, 27. Dezember 2019

zwischen den Jahren

Ihr Lieben,

jetzt ist es schon wieder vorbei, das Weihnachtsfest. Und wie immer nach Weihnachten breitet sich Ruhe hier aus. Und ich bin unglaublich dankbar, dass jetzt noch einige Ferientage vor uns liegen. Zum Runterkommen. Ich schätze diese Zeit zwischen den Jahren sehr. Da scheint alles langsamer zu laufen, es liegen keine Verpflichtungen und Termine vor uns und alles ist sehr chillig hier im Hause hasenwild.


Der beste Maßstab dafür, wann die Zeit zum Runterfahren gekommen ist, ist meine große Tochter, die schon immer sehr sensibel ist, was Eindrücke angeht. Spätestens am 26. Dezember nachmittags, während wir noch bei der Verwandtschaft sitzen und ratschen, rundum Kinder rufen und lachen und laufen, kuschelt sie sich an mich und fragt mich leise, ob wir bald heimfahren. Es wäre ihr dann jetzt genug. Und dann packen wir zusammen, drücken nochmal jeden ganz herzlich und gehen nach Hause. Und genießen die Stille. Die Abwesenheit von Trubel. Das ist nämlich auch Weihnachten. Gut, dass wir sie haben, die große Räubertochter.


Neu unter unserem Christbaum und unser größtes Geschenk heuer war der Babybub. Dieser fröhliche, verschmitzte, blonde Sonnenschein, der nochmal so viel Licht in unsere Familie gebracht hat. Wir haben dem Christbaum ein Gefängnis verpasst, damit das Krabbelkind es nicht ganz so leicht damit hat, ihn abzuräumen.
Mein Mann hat aus einem alten Laufgitter eine Barriere zwischen Sofa und Wand gebaut, hinter der der Lichterbaum momentan sicher ist - aber schon mit dem Hintergedanken, dass das nächste halbe Jahr den Mädels diese Ecke gehören soll. Damit auch mal ein Puzzle oder ein Spiel, Playmobilkleinzeug oder Schleichsachen zum Spielen liegen bleiben können, wenn der Bub aus dem Mittagsschlaf aufsteht. Momentan müssen da nämlich ganz oft angefangene Sachen wieder abgeräumt werden. Vieles ist schon in die Zimmer der Mädels gewandert, aber manchmal sitzen sie einfach auch noch gern im Wohnzimmer - und da gehört ihnen jetzt dann wieder eine Ecke. Bis der Babybub rausfindet, wie man über das Sofa in das Gefängnis klettert zumindest. Aber das ist hoffentlich noch eine Weile hin.


Heuer hatte ich den Eindruck, dass mir jemand vor Weihnachten mindestens einen zusätzlichen Tag geschenkt hat. Und das war wunderbar. Wir sind mit allem, was wir uns vorgenommen hatten, stressfrei fertig geworden. Das hab ich sehr genossen. Mein persönliches Highlight war die Kinderchristmette, an der meine beiden Großen bei einem Krippenspielmusical mitgewirkt haben. Die Große war ein Hirte, die mittlere ein Engel. Beide haben Flöte gespielt, gesungen, geschauspielert und es war die schönste Kinderchristmette, die wir jemals hatten. Ohne Übertreibung. Soooo schön. Mit Gänsehautfaktor.


Am ersten Weihnachtsfeiertag haben wir meine Familie besucht, am zweiten die meines Mannes. Wir haben gut und viel gegessen, haben geratscht, umarmt, Weihnachtslieder gesungen, Geschenke ausgepackt und abends müde und glückliche Kinder ins Bett geküsst.


Doch, ich liebe Weihnachten. Nach wie vor. Mit all seiner Magie. Und auch mit all der Betriebsamkeit, die es mit sich bringt. Ich genieße jede Sekunde. Und dann, wenn Weihnachten vorbei ist, dann genieße ich die Ruhe, die hinterher kommt. Jetzt ist Entspannung dran. Langsam machen. Mit den Kindern spielen. Spazieren gehen. Durchatmen. Kraft schöpfen. Das finde ich genauso wichtig, wie das Weihnachtsfest selber.


Wenn ich es irgendwie schaffe, verschicke ich jedes Jahr Weihnachtspost. Viel zu selten, finde ich, schicken wir uns heutzutage Post. So echte analoge, die mit dem Briefträger kommt. Die mit Liebe und Gedanken geschrieben ist. Das ist mir wichtig. Und dazu gibt es jedes Jahr ein Foto von meinen Kindern. Heuer zum ersten Mal mit allen dreien. Da kam Ilonas Aufruf gerade recht, ob jemand die verbesserte Version von Vanja nochmal mitnähen möchte. Im Ebookmakers-Adventskalender gab's die für einen Tag umsonst, habt ihr gesehen? Wenn nicht, findet ihr das Ebook für Kids, Teens und Erwachsene in Ilonas Shop! Ich habe aus dem Rentierstoff, den ich erst bei Namijda bestellt und dann, weil ich mal wieder ein bisschen daneben kalkuliert hatte (Musterverlauf und so), bei Steinblau nochmal nachbekam, für jedes Kind eine Vanja genäht. Beim Jüngsten habe ich in die Raglannaht vorsichtshalber eine Knopfleiste eingesetzt. Und das war dann heuer unser Weihnachtskartenmotiv. Meine drei Hasen im kuscheligen Rentierlook. Ich lieb sie schon sehr. <3 <3 <3


Jetzt wünsche ich euch eine geruhsame Zeit zwischen den Jahren! Macht, was euch gut tut. Entspannt euch. Und rutscht gut hinüber in ein neues und vor allem gesundes Jahr 2020!


Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 6. Oktober 2019

wintertauglich

Ihr Lieben,

ich hab so viel zu zeigen, ich kann mich gar nicht entscheiden... außerdem beantrage ich mehr Zeit. So pro Tag zwei Stunden wären gut. Für die Näherei und das Bloggen. Kann das jemand einrichten, bitte? Wobei, wahrscheinlich würde ich auch die zusätzlichen zwei Stunden im Moment damit verbringen, die Sommerschuhe auszusortieren, die Jackengarderobe von Sommer auf Winter umzustellen und die Kleiderschränke wintertauglich zu machen. Da führt nämlich kein Weg dran vorbei.



Gerade bei den Mädels ist es bitter nötig - die zwei sind wieder durch eine ganze Größe geschossen und haben aber auch gar nix passendes mehr im Kleiderschrank. Ich hab mir fest vorgenommen, dieses Mal etwas minimalistischer dabei vorzugehen.



Meistens sieht es nämlich so bei uns aus: Wir bekommen ganz viele gebrauchte Klamotten geschenkt. Was an sich eine tolle Sache ist, und mir die liebste Art Nachhaltigkeit. Allerdings sind die Kleiderschränke dann proppevoll, und die Damen, die inzwischen doch jede einen eigenen Kleidergeschmack entwickelt haben, nutzen die obersten 5 Shirts als Lieblingsshirts, und der Rest wandert ungetragen am Ende der Saison wieder aus dem Schrank.


Dann besteht noch die Möglichkeit, dass die kleine Schwester andere Favoriten hat, als die Große hatte, dann wurden immerhin 10 Shirts getragen. Von 30 oder so. Dafür ist im Kleiderschrank aufgrund der Wäscheberge immer Chaos.


Heuer habe ich beschlossen, die Kleiderschränke mit den Mädels gemeinsam sparsam zu füllen und gleich schon mal die Favoriten auszuloten. Und dann einfach einen Packung Kleidung zu spenden. Wohltätige Zwecke gibt es genug, und so wird gleich noch was Gutes getan - und ich hoffe, dass die nächste Größenumstellung dann so auch weniger Arbeit ist. Mal sehen, ob ich meine guten Vorsätze so auch verwirklichen kann. So ein bisschen Hamster steckt nämlich manchmal doch in mir... :D :D Ich werde berichten.


Wenn ich für die Mädels etwas nähe, dann inzwischen nur noch in enger Absprachen mit den beiden. Und die mögen inzwischen längst nicht mehr alles. Bunt darf es aber zum Glück noch sein. Und mit kuschelig punkte ich eigentlich auch immer. Kein Wunder, dass sich diese Jacke ganz schnell zum Lieblingsteil gemausert hat...


Eigentlich sind unsere selbstgenähten Jacken fast ausnahmslos nach Schnitten von Ilona von Meine Herzenswelt. Weil die einfach super sitzen, immer ein gewisses Etwas haben und die Anleitungen klasse nachvollziehbar sind. Aktuell hängen an unserer Garderobe vier Jacken nach drei Herzenswelt-Schnitten, die sehr regelmäßig getragen werden. Das aktuellste Modell ist im letzten Probenähen entstanden und nennt sich "Pedro". Pedro ist die Fleecejacke aus einem Dreifach-Ebook, nach dem man eine Softshelljacke, eine Fleecejacke oder eine Softshelljacke mit einzippbarer Fleecejacke nähen kann - ihr bekommt die Schnitte als Kombipaket oder auch einzeln. Tolle Modelle sind da entstanden... Den superkuscheligen melierten Fleece habe ich in einem Stoffgeschäft im Urlaub mitgenommen. Besonders witzig finde ich die Taschen, die hier in der Vorderteilung mit eingesetzt sind. Damit unten kein Herbstlüftchen durchkommt, habe ich im Saum ein Gummiband eingezogen und die Ärmel noch mit dem supercoolen LOVE-Band und einem XXL-Aufnäher von Namijda gepimpt. Die Fleecejacke ist grade im Dauereinsatz und das Mittelkind hat selbstverständlich auch schon Bedarf angemeldet - da habe ich die Jacke auch schon zugeschnitten... <3
Falls ihr auch noch herbstlichen Jackenbedarf habt, egal ob Fleece-, Softshell- oder wintertaugliche Kombiversion, dann hüpft schnell zu Meine Herzenswelt und schaut euch vor allem die Designbeispiele an - ich kann euch den Schnitt nur wärmstens ans Herz legen!
HIER landet ihr bei der ganzen Ebooksammlung, wo ihr die Jackenschnitte einzeln oder als Kombi, für Teens oder Kids ergattern könnt - und das DamenEbook ist auch bereits in Arbeit! <3


Nachdem die große Tochter sich soeben beschwert hat, dass ihre Hände nach der Kirche die reinsten Eiszapfen sind, weil in diesem Haushalt kein einziger Handschuh zu finden ist, werde ich jetzt mal in den Keller laufen und zumindest eine Notfallration Schals und Handschuhe bereitstellen... :D :D

Hasenwilde Grüße
Johanna

Dienstag, 17. September 2019

Flexibilitätstheorie

Ihr Lieben,

wenn was nicht passt, dann muss man sich entweder damit abfinden oder gucken, ob man es ändern kann. Das trifft auf so viele Situationen im Leben zu. Und weil dieses "passen" oder "nicht passen" sehr individuell ist, gibt es leider kein Patentrezept - nicht für den Job, nicht für die Kindererziehung, nicht für einen gelungenen Urlaub und grundsätzlich sehr selten für Elemente der Lebensplanung.



Das ist recht schade, denn so ein fertiges Grundrezept würde das Leben doch viel einfacher machen. Ist aber nicht. Und, wenn wir ehrlich sind, wäre das auch ziemlich langweilig, oder?

Flexibilität ist also das Motto der Stunde. Immer wieder überprüfen, ob die eigenen Rituale noch zu mir passen. Gerade dann, wenn's irgendwo hakt. Seien es die Bettgehzeiten oder die Hausaufgaben, die gemeinsame Terminabsprache oder die Hobbygestaltung. Manchmal schleichen sich Gewohnheiten ein, die grundsätzlich zur Missstimmung führen.


Die große Tochter und ich feilen zum Beispiel immer wieder an den Hausaufgabenzeiten. Gleich nach der Schule ist sie so unkonzentriert, dass sie ewig braucht und viele Fehler macht. Zu spät am Abend kollidieren die Hausaufgaben aber mit Abendessen, Familienzeit und Bettgehzeiten. Und dazwischen? Da wäre ich doch durchaus auch gern mal mit meinen Kindern ungebunden. Frei für einen Ausflug, oder zumindest einen Einkauf im nahegelegenen Supermarkt. Wir haben also eigentlich gar keine Zeit für Hausaufgabenzeit! Aber hilft ja nichts. Ich bin also so flexibel wie möglich und wir teilen die Hausaufgaben auf und suchen nach dem Zeitpunkt, der am besten ins aktuelle Familienleben passt. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Aber grundsätzlich mit einem gewissen Maß an Flexibilität.


Ich stelle immer wieder fest: Rituale sind wichtig, aber es ist genauso wichtig, sie immer wieder auf den Prüfstand zu stellen, ob sie nach wie vor familientauglich und zeitgemäß sind. Und dann flexibel zu reagieren, wenn Dinge geändert werden müssen.


Auch im Urlaub hab ich wieder festgestellt: Am friedlichsten ist der Ablauf, wenn wir Eltern uns nicht zu sehr auf unsere Pläne versteifen. Wenn es auf dem geplanten Stadtausflug furchtbar heiß ist und die Kinder quengelig werden, wird eben abgekürzt und wir suchen uns stattdessen einen kühlen Platz im Park, am Brunnen, am Bach, wo auch immer. Wenn die Herrschaften bereits zwei Stunden vor dem geplanten Restaurantbesuch quasi verhungern, dann kochen wir eben doch. Oder holen Pizza. Und gehen ein andermal essen. Was nicht heißt, dass wir vor jedem Wünschchen unserer Kinder eine tiefe Verbeugung machen - die halten durchaus auch manchmal was aus. Die Kunst ist, einen guten Blick dafür zu entwickeln, wann man die Pläne besser ändert und wann das Endergebnis für den vorhergehenden Ärger entschädigt. :D


Nähtechnisch ist das übrigens auch so. Es gibt genähte Teile in meinem Kleiderschrank, die passen eben einfach nur so irgendwie. Und nicht richtig. Die ziehe ich natürlich nie an. Aber weil sie ja irgendwie so halbwegs passen, werfe ich sie auch nicht weg. Und manchmal packt mich dann der Rappel, und ich mache mich über meine Schrankleichen her. Dann kommen sie entweder weg oder werden zu etwas Neuem. So auch hier - das Kleid mit dem wundervollen Rock hatte ein Webwareoberteil, welches nur so irgendwie halbwegs passte. Eigentlich waren die Träger zu weit innen und der Ausschnitt an der Achsel viel zu tief. Ich hatte das Kleid also vielleicht einmal an und seither schlummerte es in den Tiefen meines Kleiderschrankes. Bis ich mich letztens endlich dazu aufgerafft habe, das Oberteil und den Rock zu trennen. Stattdessen habe ich an den weichen Rockstoff eine "Lucy" von Meine Herzenswelt genäht. Ich musste sie ein bisschen kürzen, aber ansonsten passt sie nicht nur wunderbar an den Lynn-Rock, sondern eben auch an mein vernachlässigtes Rockteil. Und jetzt sitzt das Kleid wieder, ist weich und angenehm und ich habe Lust, es zu tragen. Die Bilder hat übrigens meine Schwester gemacht, und ich bin sehr begeistert davon - man sieht schon den Unterschied zwischen einem Stativ mit Fernauslöser und einem echten, lebendigen Menschen hinter der Kamera, findet ihr nicht? <3


Ich bin also um ein passendes Kleid im Schrank reicher und fühle mich in meiner Flexibilitäts-Theorie bestätigt. Lasst mich also einmal durchschnaufen und dann diese Hausaufgabenzeiten nochmal angehen... :D :D :D

Hasenwilde Grüße
Johanna

Samstag, 1. Juni 2019

Hobbyzeit

Ihr Lieben,
Endlich habe ich wieder richtig Lust zum Nähen und Bloggen. Aber so richtig. Irgendwie scheint das doch mit der Elternzeit zusammenzuhängen. Meine To-Sew-Liste umfasst satte 27 Posten - von Ausbesserungsarbeiten über Schultüten (jepp, das mittlere Fräulein ist auch schon fast ein Schulkind. Uffz.), Windeltaschen, lang versprochene Kuscheltiere, Sommergarderobe für den Babybub bis hin zu bereits zugeschnittenen Teilen, die eigentlich nur noch unter die Nähmaschine müssen. Alles dabei.


Alles, was mir jetzt noch zu meinem Glück fehlt, ist mehr Zeit. :D :D Tagsüber frisst der Haushalt leider nach wie vor einen großen Zeitanteil (irgendwie ist das mit jetzt 5 statt 4 Personen auch nicht weniger geworden. Besonders die Wäsche. :P). Und abends - tja, abends stoppt mich der Babyboy, der süße.


Der darf nämlich normalerweise bis halb neun/neun wachbleiben, weil der die Stunde schwesternfreie Zeit am Abend noch genießt - und ich auch. Da geht dann noch eine Runde Babymassage, oder wir spielen noch ein bisschen, oder er sitzt einfach noch ein Weilchen in meinem oder Papas Arm, während wir auf der Terrasse den Abend ausklingen lassen. Bis der dann ins Bett gebracht ist, habe ich ungefähr eine knappe Stunde Puffer - und dann fällt ihm meistens auf, dass er ganz allein im Schlafzimmer liegt. Und das findet er dann nicht so prickelnd. Naja, und bis ich den dann wieder beruhigt (und meistens noch gefüttert) habe, ist dann auch zehn/halb elf und ich bleibe meistens gleich im Schlafzimmer. Mamasein macht nämlich müde! :D


Womit aber meine abendliche Nähzeit quasi nicht existent ist. Wo ich doch so motiviert wäre. Leute, ich sage euch, 27 Nähprojekte!!!


Hobbyzeit ist wichtig. Meine Hobbyzeit ist mir wichtig. Die brauche ich als Ausgleich, als für-mich-Zeit. Denn wenn ich mit mir zufrieden bin, dann bin ich es erfahrungsgemäß auch mit dem Rest der Welt. :D Selbstverständlich sehe ich zu, dass meine Kinder nicht darunter leiden. Ich lasse den Babyboy nicht brüllen, während ich mich an die Nähmaschine setze. Es bleibt immer ein Kompromiss. Aber ich kann schon mal ein bisschen Haushalt ignorieren und während der Kleine schläft und die Große Hausaufgaben macht, zwischendrin ein Schnittmuster abpausen, Stoff zuschneiden, Fotos bearbeiten oder einen Blogbeitrag einschieben. Das brauche ich einfach.


Die Zeit an der Nähmaschine, die muss ich mir allerdings wirklich stehlen, denn die steht im Nähzimmer im Keller. Da muss dann schon wirklich mein Mann für die Kids da sein, sonst unterbreche ich meine Arbeit alle zwei Minuten, und dann macht's auch keinen Spaß. Und das müssen wir tatsächlich planen, sonst klappt es nicht. Aber hin und wieder schaffen wir auch das. Und dann bin ich sehr zufrieden, mit mir und mit dem Rest der Welt. Und es entstehen feine Dinge nebenher. :D


Eines meiner letzten Projekte war die "Lynn" von Meine Herzenswelt. Am Anfang war ich ehrlich gesagt eher skeptisch - so lang? So eng? Ist das was für mich? - und so ging es ganz vielen in der Probenähgruppe. Und dann hat plötzlich eine aktue Lynngitis um sich gegriffen, als wir allesamt festgestellt haben, dass der Schnitt nicht nur saubequem ist (auch wenn er nicht so aussieht - die Beinfreiheit ist unglaublich!), sondern auch an jeder Art Frau eine gute Figur macht. Vollkommen egal, ob kurz, lang, breite oder dünne Hüften, Bauch oder nicht, ich habe so viele wundervolle Probenähergebnisse zu diesem Schnitt gesehen, dass ich euch mit absoluter Überzeugung sagen kann - Lynn kann jeder tragen. Die Paradeversion waren dünne Streifen und eine Jeansjacke. Und weil ich zugegebenermaßen manchmal ein bisschen Lemming in mir habe, musste ich auch so ein Exemplar haben. Den Rock gibt's auch noch in Midi und Mini - ein zweites Beispiel zeige ich euch noch. Superschnell genäht ist Lynn dann auch noch - mein absolutes Sommer-Must-Have!! Noch kriegt ihr den Schnitt zum Einführungspreis für 2,75 Euro - da kann man wirklich nichts falsch damit machen! Übrigens gibt es auch die Curvy-Version - und auch da sind die Designbeispiele atemberaubend! HIER geht's zum Schnittmuster!


So, und ich werde jetzt flott eine Ladung Wäsche wegarbeiten und dann entscheiden, ob ich endlich die Winterschuhe wasche oder doch ein bisschen wohltuende Hobbyzeit einlege. Für mich. Ich tendiere zu Zweiterem. :D

Hasenwilde Grüße
Johanna

(Werbung! :D)

Freitag, 15. März 2019

Das neue Kapitel

Huhu ihr Lieben!!
*staubwegpust*
Da bin ich wieder. Ist noch irgendjemand außer mir hier? Ja?

Ich will euch was erzählen. Eigentlich will ich euch jede Menge erzählen. Dafür habe ich es - tadaaaaaa - nach einem geschlagenen Jahr endlich geschaffe, den Blog an die nicht-mehr-ganz-so-neue DSGVO anzupassen. Joah, und da bin ich jetzt also wieder. Mit viel Lust zum Schreiben, zum Fotografieren und zum Bilder zeigen.



Ich habe nämlich ganz klar folgendes festgestellt: Nur Facebook ist nichts für mich. Ich dachte echt, es wäre irgendwie einfacher. Schneller. Weniger schreiben, weniger Fotos und so. Weniger Arbeit halt. Was ja alles nicht ganz falsch ist. Was ich nicht dabei bedacht habe, ist, dass ich eigentlich gern schreibe. Und ohne meine Texte auf meiner ganz eigenen, persönlichen Seite hier ganz schnell die Lust flöten geht. Und damit habe ich mich selber lahmgelegt, blöderweise.


Mag auch sein, dass das Leben sich einfach verändert hatte. Ich war wieder in der Schule, meine beiden Mädels (inzwischen 6 und 8 Jahre, glaubt es oder nicht - waren die nicht vor kurzem noch so kleine Schlümpfe??) relativ selbstständig und ich habe meine Erfüllung in ganz vielen anderen Dingen gefunden. In meiner Schularbeit, aber auch in vielen ehrenamtlichen Dingen. Und die restliche Zeit daheim habe ich dann gern mit meiner Familie verbracht. Oder einfach auch mal nur auf dem Sofa, mit Strickzeug und Fernseher und so.


Und ich glaube, ich hätte das Probenähen und Bloggen für mich als Lebenskapitel einfach abgeschlossen. Wäre weitergegangen und hätte neue spannende Dinge gemacht. Nicht die Näherei, die liegt mir einfach zu sehr am Herzen und die läuft hier eigentlich immer, wenn auch in sehr unterschiedlicher Intensität. Aber eben die Internetpräsenz. Und es wäre vollkommen in Ordnung für mich gewesen - man kann ja durchaus einfach mal ein neues Kapitel aufschlagen.


Warum ich denn dann jetzt plötzlich wieder hier bin, wollt ihr wissen? Tja, was soll ich sagen? Neues Kapitel. Neue Familienkonstellation, vollkommen neue Alltagseinteilung. Der Grund dafür ist inzwischen zwei Monate alt, total knutschig und heißt Anton. Ich bin wieder daheim, bin wieder Babymama und - ganz neu - plötzlich Jungsmama und Mama von drei Kindern. Und alles ist anders und doch irgendwie ganz ähnlich wie vorher.


Aber wisst ihr, ich kann mich jetzt wieder genau daran erinnern, warum ich damals den Schritt in die Online-Nähwelt gewagt habe und was mich daran so erfüllt und begeistert hat. Gerade als Vollzeitmensch zuhause ist es einfach wunderbar, nebenher noch ein komplett anderes Thema zu haben, über das man sich austauschen und unterhalten kann. Sich nicht nur über Kinder zu unterhalten und vor allem auch das Gefühl haben, Dinge fertigzustellen, zu präsentieren und sich über ein gewisses Maß an Rückmeldung freuen zu können.


Versteht mich nicht falsch, ich bin furchtbar gern daheim. Ich war auch furchtbar gern wieder Lehrerin und werde fröhlich wieder in diesen Job zurückkehren, aber momentan (und für mindestens die nächsten zwei Jahre) bin ich zuhause mit meinem Baby und meiner Familie mehr als glücklich und würde mit niemandem auf der Welt tauschen. Vielleicht ist das aber auch so, weil ich inzwischen weiß, dass ich am allerglücklichsten bin, wenn ich was eigenes haben kann. Mein Ding, sozusagen. Und damit wäre mein liebstes Hobby wieder voll im Rennen. Und ich bin wieder da. Und hoffe, dass es auch euch noch gibt, die ihr mich hier lesenderweise so lang begleitet habt. Dass ihr mit mir wieder eintaucht in die Welt der Bilder und Geschichten, der Nähmaschinen und Stoffe und mich nochmal ein bisschen begleitet. In ein neues Lebenskapitel, das irgendwie ganz von vorn beginnt - und auch wieder nicht. In einer hasenwilden, fünfköpfigen Familie.


Ich werde also die nächsten (hoffentlich sonnigen) Tage meine Kamera schwingen und für euch ein paar hübsche Bilder von den Dingen einfangen, die ich so genäht habe. Und da gibt es ziemlich coole Teile, ich sag es euch. Wartet nur, bis ich diese - entschuldigt die Wortwahl - saugeile Wickeltasche vor die Linse kriege, die mich seit der Geburt vom Mini begleitet...


Damit ihr, wie gewohnt, was zu gucken hattet, während ich meinem verbalen Wasserfall hier auf`s Papier bzw. auf die Seite gebracht habe, habe ich zwei wundervolle Sweatjacken herausgekramt, die schon letztes Jahr im Herbst entstanden sind. Zum Glück habe ich beide groß genug genäht, dass sie auch dieses Frühjahr noch passen und ich wette, sie werden wieder im Dauereinsatz sein, sobald die Temperaturen ein bisschen steigen.
Der Schnitt heißt "deinPACO" und ist ein Geniestreich von Meine Herzenswelt. Kann man auch super als Hoodie nähen (die nächsten Stoffe dafür liegen schon bereit) und ihr bekommt den Schnitt für KIDS und TEENS.

Ich bin also voll motiviert, zum Nähen und Bloggen und überhaupt - was heißt, wir lesen uns, wenn ihr mögt!

Hasenwilde Grüße
Johanna

PS: Um allen Richtlinien Genüge zu tun, jep, das ist schon Werbung. Unter anderem. Unter vielem anderen. Von Herzen kommt`s nämlich trotzdem. ;)

Donnerstag, 12. April 2018

Frühlingsgefühle und Winterbilder

Huhu ihr Lieben!

Ich muss euch eine freudige Botschaft verkünden! Ich glaube, ich habe mein Nähtief überwunden! So nach und nach bekomme ich wieder richtig Lust auf meine beiden Rattermaschinchen und mein Reich im Hobbykeller! Gerade, wo doch jetzt der Frühling aus allen Ecken blitzt und nach Elan schreit! Es sind bereits wieder einige Teilchen entstanden! Jetzt muss ich nur das Schreibtief noch unter den Schreibtisch verbannen.... ;)


Ausschlaggebend war die Aufräumaktion im Keller. Ich glaube in den Weihnachtsferien war das. In denen habe ich nämlich endlich mal wieder das uferlose Chaos unten im Nähzimmer beseitigt, und ich war ungelogen damit fast zwei Wochen lang beschäftigt! Ich weiß, ich schreibe das jedes Jahr und gelobe Besserung. Aber irgendwie.... da scheint ein Fluch auf diesem Raum zu liegen... ;) Ich führe ja dann auch immer mal wieder ein neues Ordnungssystem im Kampf gegen das Chaos ein und dieses Mal gab's sogar neue Regale und einen Zuschneidetisch. Und viele Sortierboxen für den ganzen Krimskrams. Mir großer Chaotin hilft das definitiv beim Ordnung halten! Und ich arbeite, glaubt es oder nicht, sehr gern in einem ordentlichen Nähzimmer.


Naja. Also, zugegeben... Dem Regal fehlt noch eine Reihe Böden und der neue Z
uschneidetisch ist zwar geölt, aber die Beine sind noch nicht montiert. Und die Bilder hängen noch nicht an der Wand. Ich verrate euch jetzt nicht, seit wie lange. :D Aber das wird. Ich werde einfach bei Gelegenheit meinen Mann zwangsrekrutieren. Irgendwann wird ein Regentag kommen, an dem er mir weder in den Wald zum Holz hacken, noch in seinen Gemüsegarten entkommen kann. Und dann ist er fällig... *harrharrrrrrrr*


Immerhin ist das Nähzimmer noch nicht wieder verwüstet. Allerdings wartet ein monströser To-Do-Stapel auf dem Sofa. Kennt ihr das, wenn man beim Aufräumen einen ganzen Haufen Zeug findet, das schon fertig zugeschnitten ist, aber nicht zusammengenäht? Nein? Hm. Komisch. Außerdem ist auch die verschollen geglaubte Flickwäsche wieder aufgetaucht. Die hatte ich nun zugegebenermaßen nicht wirklich gesucht. Aber gut. Dieser To-Do-Stapel ist jedenfalls alles, was mich von vielen neuen, aufregenden und kreativen Projekten trennt. Denn der muss erst abgearbeitet werden, ich hab's mir fest vorgenommen. Bis auf ein paar wenige klitzekleine Ausnahmen. Fast wenige. Also ein paar. Natürlich nur die allernötigsten. Ihr versteht. :D


Diese paar wenige Teile wollen jetzt jedenfalls noch gerne gezeigt werden, und weil das Wetter so schön ist präsentiere ich euch deswegen direkt noch ein paar Winterbilder. Damit ihr wisst, was ihr hinter euch habt und euch direkt über den Frühling freuen könnt. Ich hab sie extra dafür aufgehoben!! :D


Und auch wenn ich Helma von Meine Herzenswelt als Winterkleid genäht habe (und als Pulli, den zeige ich euch auch noch!) aus kuschelig angerauhtem Sommersweat (gekauft bei der lieben Tina von Steinblau!) lässt sich der Schnitt auch ideal aus leichtem Jersey nähen - und die langen Ärmel kann man ja durchaus trotzdem noch brauchen! Geht übrigens auch als Dreiviertel- oder Kurzarm! Nähen könnt ihr meine Helma in den Größen 32-46 oder in der Plus-Version in den Größen 46-54 jeweils als Kleid oder Shirt! Ich mag sie in jeder Version sehr gerne!
Hier findet ihr den Link zu "Meine Helma" und zu "Meine Helma Plus".


Und ich? Werd mal sehen, mit wie vielen Winterbildern ich euch noch überraschen kann. Und dann auf schlechtes Wetter warten. Wegen des Zuschneidetischs. :D

Hasenwilde Grüße
Johanna


Donnerstag, 1. Februar 2018

Bahnbrechendes

Huhu ihr Lieben!

Ich schon wieder! Ohne euch auf den Keks gehen zu wollen - ich hatte gestern doch echt Spaß bei der Tipperei und außerdem direkt haufenweise Ideen, was ich euch noch alles erzählen will. Ich hab ja jetzt drei Monate nachzuholen. Und nachdem heut passenderweise RUMS ist, gibt es auch endlich mal wieder ein Teilchen (okay, ich gebe zu, der Ausdruck ist untertrieben. Allein von der Stoffmasse her ist das ein handfestes TEIL. Eigentlich sogar zwei davon.) für mich. 


Nicht, dass ich nichts anderes zu tun hätte. Heute morgen hatte ich vor der Schule ein bisschen Zeit und habe schon mal die Faschingskostüme für die Damen zugeschnitten. Ich verrate noch nicht, was sie sich gewünscht haben (das zeig ich euch dann, wenn es fertig ist), aber ich kann euch schon mal den Stoff der Wahl offenbaren: Wellnessfleece. Gut, dass ich vergessen hatte, wie furchtbar das Zeug fusselt. Das Wohnzimmer sah heute morgen aus, als hätte ich darin Hühner gerupft.


Aber ich habe den ultimativen Tipp für euch, falls ihr euch mal wieder an das Teufelszeug wagt: Der Staubsauger ist euer bester Freund. Eigentlich fing es damit an, dass ich beim Zusammensaugen all der kleinen scheinbar magnetischen Fusselteile, die sich mit Begeisterung an Hosen, Teppiche, Sofas und Schuhe kletten, versehentlich einen Schwanz eingesaugt habe. Also einen zugeschnittenen. Wutsch und weg war er.


Ich habe also schimpfenderweise in den Eingeweiden meines Vorwerk-Tigers gegraben und nach einer Weile besagten Schwanz befreit. Und festgestellt, dass er (also, an den Stellen, an denen er im Staubsaugerbeutel nicht im Dreck lag. Das waren wenige, aber sie waren da.) quasi fusselfrei war. "Ha!", dachte ich mir. Und habe mich in der folgenden halben Stunde beharrlich damit beschäftigt, den Staubsauger mit all den einzelnen Kostümzuschnitten zu füttern.


Selbstverständlich habe ich darauf geachtet, dass er nicht alle frisst. Also, ich habe es zumindest versucht. Heißt, ich habe mit einer Hand krampfhaft das Zuschnittteil festgekrallt und mit der anderen das Staubsaugerrohr. Und ich sage euch - sofern man nicht loslässt, ist das die optimale Entfusslungsmethode. Der Staubsauger schluckt den ganzen Zuschnitt mit einem "FFFFFFTTT", entfusselt ihn brav und dann zieht man das Teil einfach wieder aus dem Rohr. Ohne loszulassen, versteht sich. Und tadaaaaaa - fast perfekt entfusselt. Nennt mich Genie.


Ich möchte jetzt nicht darüber sprechen, wie viele Einzelteile ich versehentlich dabei losgelassen und in den tiefsten Tiefen des Staubsaugerbeutels gesucht habe. Auch nicht darüber, dass ich wahrscheinlich jetzt eine ewige Hausstauballergie mein Eigen nenne. Und die Vermutung, dass ich meine Zeit hier am Computer nur verbringe um mich davor zu drücken, mit dem Fusselzeug in den Keller zur Nähmaschine zu verschwinden und dort festzustellen, dass es nicht so gut geholfen hat, wie ich gehofft habe, könnt ihr euch auch sparen. Die Idee ist bahnbrechend und genial. Gebt es zu. Ich sollte sie patentieren lassen. Vielleicht entwickle ich direkt noch ein passendes Netz, das die Kleinteile im Rohr auffängt. Und werde Millionöse. 


Ich verrate euch das hier auch nur im Geheimen. Weil ihr meine virtuellen Sofakumpanen seid. Wehe, einer von euch rennt mit meiner bahnbrechenden Idee zum Patentamt! Dann erzähl ich euch niiiiiie mehr was! :D :D


Jedenfalls. Zurück zum eigentlichen Inhalt dieses Blogbeitrages. RUMS und die genähten Teile. Ilona von Meine Herzenswelt hat mir mal wieder zwei wundervolle Schnitte zum Testen beschert. Für untendrunter Nanuk, einen Pulli für alle Gelegenheiten, der mit seinen Seitenpassen sogar mir eine ordentliche Figur verleiht. Und für obendrüber Nuka, einen Westenschnitt mit vielen Variationen. Für beide Schnitte lege ich absolut meine Hand ins Feuer - die sitzen einfach. Und in Kombination sind sie unschlagbar. Schließlich steht der Frühling vor der Tür. Vielleicht ist er auch schon da. Hier noch ein paar Details zu den Schnitten: Nanuk beinhaltet die Möglichkeit, eine Sweatjacke oder einen Pulli zu nähen. Kapuze oder Kragen sind enthalten und auch verschiedene Taschenvariationen - ein absolutes Must Have für den Frühling. Nuka ist der kleine Bruder dazu und ein richtig cooler gefütterter Westenschnitt für alle Gelegenheiten. Und die beiden in Kombination sind definitiv mein Outfit der Wahl bei den aktuellen Temperaturen!!

HIER findet ihr den Link zu Sweatjacke und Pulli "MEIN NANUK"

Und HIER geht's zur Weste "MEIN NUKA". Ans Herz legen kann ich euch definitiv beide. Und beide findet ihr auch als Kinder- und als plus-Version! Alle Größen abgedeckt!

Sowohl den Stepper für die Weste als auch den Kuschelsweat für den Pulli habe ich bei "Namijda" gekauft.


So. Und ich gehe jetzt ins gereinigte Wohnzimmer, schiebe sämtliche Wellnessfleecezuschnitte beiseite und feiere meine geniale Idee mit einem Glas Sekt. Man gönnt sich ja sonst nix, ne? ;)

Hasenwilde Grüße
Johanna

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Anschluss

Huhu ihr Lieben!
Es herbstelt ordentlich, und ich habe das Bedürfnis, den Sommerstaub vom Blog zu blasen. Seit den entspannten Sommerferien hat sich hier einiges getan. Das Haus Hasenwild ist zum Beispiel um ein Schulkind reicher. Die genähte Schultüte habe ich auf Facebook schon gezeigt, aber hier bekommt sie (wie es ihr zusteht) nochmal eine ganz eigene Geschichte - ganz bald. Denn im Moment nähe ich wieder mit ganz viel Schwung und Elan und habe euch einiges zu zeigen!


Ja, der Alltag hat sich (wohl oder übel) wieder eingependelt. Ich liebe sie ja sehr, die Sommerferien. Ich habe immer das Gefühl, dass meine Mädels in der Zeit einen riesigen Entwicklungsschub machen. Alles, was sich so über's Jahr im Kindergarten (und jetzt auch in der Schule) so anbahnt, bricht dann in den Sommerferien durch. In der Zeit, in der die Kids wirklich durchschnaufen können. In der wir kaum Termine haben, in den Tag hineinleben, den größten Teil unserer Zeit draußen verbringen und auch meistens unseren Familienurlaub genießen.


Wenn wir dann langsam wieder in den Alltag einsteigen, Job und Kinder und Hobbys alle unter diesen einen Familienhut müssen und vieles, was wochenlang geruht hat, wieder anläuft, stelle ich dann erst richtig fest, wie meine Mäuse gewachsen sind. Und freue mich über die vielen neuen Möglichkeiten, die sich dadurch eröffnen.


In der vorletzten Woche, gerade war wieder alles angelaufen und wir waren noch so ein bisschen am orientieren im neuen Alltag, war dann plötzlich das Netz weg. Das Telefon tot, das Internet futsch. Und das nicht nur bei uns, sondern in einigen Häusern im Dorf. Nachdem ich noch zu den altmodischen Menschen gehöre, deren Handy ausschließlich im heimischen Internetz online gehen kann (und der Göttergatte sein smartes Telefon im Meer versenkt hat), waren wir tatsächlich ziemlich empfangslos. Von der Außenwelt abgeschnitten. Dachten wir zumindest.


Was sich da am Anfang einstellt, ist ganz klar: Pure Panik. Was einem schließlich alles entgeht, wenn man weder telefonisch noch sonstirgendwie erreichbar ist. Keine Emails abrufen kann. Keine WhatsApps. Über die doch alle Fahrgemeinschaften organisiert werden. Nada und niente. Schrecklich. Und dann kommt die überaus hilfreiche Telekom, die selbstverständlich anbietet, bei nächster Gelegenheit einen Techniker zu schicken. So etwa Mitte Oktober. Man bedenke, dass das jetzt knapp 2 Wochen her ist. (Zu ihrer Verteidigung muss ich sagen, dass sie ja dann doch wesentlich schneller waren. Aber eine knappe Woche war's dann doch).


Ein Teil des Dorfes ging also auf direktem Wege zurück ins Mittelalter. Und kommunizierte über Boten. Persönlich. An der Haustür. Und niemand hatte mehr Spaß daran als meine Kinder. Die Botengänge übernahmen nämlich meistens die Kinder - und die blieben dann auch gern mal noch ein bisschen zum Spielen. Und natürlich sind auch wir auf dem Weg von Haustür zu Haustür viel mehr herumgekommen als sonst. Und auch mal wo hängen geblieben. Und wisst ihr was? Nach ein paar Tagen erinnert man sich. Dunkel. An früher. Als wir noch Kinder waren. Und auch irgendwie unsere Fahrgemeinschaften auf die Reihe gebracht haben. Ohne Handy. Ihr glaubt es nicht, aber das GEHT. Ich weiß das jetzt wieder. Aber....


...trotzdem bin ich froh, dass wir wieder Anschluss haben ans Internetz. Die große weite Welt im Wohnzimmer. Denn trotz all seiner Tücken - wie hätte ich sonst von dem wunderbaren neuen Jerseypanel von Alles-für-Selbermacher nach dem Design von Wildblume erfahren?? Womöglich hätte ich es dann gar nicht vernähen können. Und das wäre doch wirklich ZU schade gewesen - denn es passt doch so schön in den Herbst...
Genäht habe ich eine Vanja von Meine Herzenswelt. Mit dem neuen Tutorial für die Raffung der Seitenpassen gefällt sie mir sogar noch besser - und die Kleidvariante lässt sich super über Leggings tragen (und was anderes geht bei unserer Kleinen ja wirklich gaaaar nicht... ;) ). Die zuckersüße Fee tut ihr Übriges, damit das neue Kleid bereits ein Renner im Kleiderschrank ist.

Hier könnt ihr einen genaueren Blick auf das Panel werfen:
https://www.alles-fuer-selbermacher.de/Jersey---Paneel---Pilzfee---Wildblume-Illustration---abby-and-me-

Hasenwilde Grüße
Johanna