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Mittwoch, 19. Februar 2020

Das Midimädchen - eine Liebeserklärung

Ihr Lieben,

ein Kind fehlt noch in meinem Update. Das Sandwichkind. Die Mitteltochter. Noch eine Liebeserklärung.

Ja, wo fange ich an? Im Januar ist sie sieben Jahre alt geworden. Sieben Jahre alt! Ich meine, wie ist das so schnell passiert??? (Ja, ich weiß schon, hab ich bei den anderen beiden auch schon geschrieben. Aber ernsthaft - die Zeit fliegt doch, oder?). Aus meinem Minimäuschen, das immer "die Kleine" war, ist letztes Jahr ratzfatz eine große Schwester und ein Schulkind geworden. Und beide Jobs macht sie unglaublich gut.



Die Miditochter hat eine Fürsorge-Aura um sich. Gerade wenn es um kleine Kinder geht - die kümmert sich. Vollkommen selbstverständlich und mit so viel Geduld, wie man es einer 6/7-jährigen manchmal nicht zutrauen würde. Seien es die beiden Cousins, die sie nebenher mal füttert oder mit ihnen spielt, die kleine Cousine oder eben der eigene Bruder. Wenn sie heimkommt, schnappt sie sich als allererstes das Baby. Sie trägt den Bub ins Wohnzimmer und da wird mindestens 15 Minuten gespielt, gescherzt, gekitzelt, Fangen gespielt und was ihr noch so alles einfällt, um den Bub zum Lachen zu bringen. Sie hat immer ein halbes Auge darauf, ob er sich heimlich aus der Tür schleicht, um dann die Treppe hinaufzuklettern und sie sorgt zuverlässig dafür, dass in seiner Umgebung keine Kleinteile liegen. Er dankt es ihr mit sonnenstrahlendem Lächeln und ausgestreckten Ärmchen.


Aber auch sonst ist sie ein sehr soziales Wesen - das Fräulein integriert sich problemlos in jede Gruppe, hat Unmengen Freunde und verbringt ihre Freizeit am liebsten in Gesellschaft. Ihre neue Leidenschaft ist Witze erzählen, und damit bringt sie jede auch noch so triste Runde dazu, in Minutenschnelle in gut gelauntes, schallendes Gelächter auszubrechen. Und ich glaube, ich hatte in meinem Leben noch nicht so viele Freundebücher im Haus, wie das Midimädchen in den letzten zwei Jahren.


Das Kind ist unglaublich ehrgeizig. Wenn sie etwas können will, dann lernt sie das. Sei es das Radschlagen, das Blockflötenspiel, verschiedene Voltigier-Übungen, Lesenlernen oder Skifahren - das Kind setzt sich etwas in den Kopf und arbeitet dann konsequent darauf hin. Sie übt. Und übt. Sie fällt unzählige Male auf die Nase, steht auf und übt weiter. Und zwar so lange, bis sie es kann. Da führt kein Weg dran vorbei. Das Letzte, was sie gelernt hat, war das Pfeifen. Weswegen sie jetzt eben pfeift. Tagaus, tagein. Manchmal registriert sie selber schon gar nicht mehr, dass sie pfeift. Aber ich. :P Der Vorteil: Man hört immer, wo sie gerade steckt. Wie so eine Kuh mit Glocke um den Hals. :D :D


Ich kenne niemanden, der so schnell kapiert und umsetzt wie meine Mitteltochter. Sie sieht, checkt, und macht. Weswegen ihr das Schulleben unglaublich liegt. Das Kind fliegt federleicht durch alle Fächer, braucht nie Hilfe bei den Hausaufgaben und hat selbstständig ihre Sachen fertig und parat. Sie liest mindestens genauso gut wie ihre große Schwester und löst nebenher sämtliche Sternchen-Zusatzaufgaben, ohne mit der Wimper zu zucken. Die Lehrerin ist begeistert. Ich auch. Auch als Lehrerin muss ich sagen, dieses Kind passt in unser Schulsystem wie das Salz in die Suppe. Der Deckel auf den Topf. Und der Schwanz an den Hund. Sie ist wie dafür geschaffen und liebt die Schule dementsprechend. Und die Schule liebt sie. <3


Zuhause kommt dann aber doch hin und wieder der ausgeprägte Dickschädel der Midimaus zum Vorschein. Manchmal ist er ihr eine Hilfe beim Erreichen ihrer Ziele, manchmal steht sie sich damit aber auch selber im Weg. Sie kann schwer fünfe gerade sein lassen, und die Suche nach einem Kompromiss mit ihr ist hin und wieder harte Arbeit. Ganz klar ist es mir aber lieber, sie testet ihre Grenzen an mir als an jemand anderem. Ich kann damit umgehen. Und ich lieb sie trotzdem. Das muss ich ihr auch regelmäßig sagen, wenn die Wut dann verraucht ist. Das ist das Wichtigste am Dickschädel.


Innen drin ist dieses Kind, das (fast) alles auf Anhieb kann und das in jeder Beziehung unglaublich viel Lob und Erfolg einsammelt, nämlich manchmal gar nicht so selbstbewusst. Sie braucht ganz viel Lob und Bestätigung und oft traut sie sich dann Dinge nicht zu, die eigentlich kein Problem für sie darstellen. Beim Lernentwicklungsgespräch in der Schule habe ich wieder gesehen, dass sie sich selbst wesentlich kritischer einschätzt als ihre Lehrerin. Ich gebe mir bei ihr besonders viel Mühe, ihren Erfolg nicht so sehr am Ergebnis festzumachen, sondern an der Tatsache, dass sie daran gearbeitet und Mühe hineingesteckt hat. Gerade meine Mittelmaus ist ein bisschen gefährdet zu glauben, dass ihr Daseinszweck davon abhängt, wie gut die Ergebnisse sind, die sie erzielt. Was ich total interessant finde, weil die Großtochter nämlich relativ unabhängig von der Meinung anderer und sehr stark für sich arbeitet. Und ich meine, beide vom Prinzip her gleich erzogen zu haben. Jedenfalls muss ich dem Mittelkind immer wieder betonen, dass Anstrengung reicht und das Ergebnis nur zweitrangig ist. Es ist mir echt wichtig, dass sie auch mit Misserfolgen umgehen kann, ohne sich selbst dafür zu zerfleischen - und dass es andersherum keinen Unterschied am Wert der Person macht, wenn jemand länger an einer Aufgabenstellung arbeiten muss als sie. Fehler sind Freunde. Auch bei einem Höhenflug.


Die Midimaus liebt Spiele. Ich spiele auch gern, der Rest der Familie eher weniger. Deshalb sind wir beiden die Brettspiel-Fraktion. Die neueste Errungenschaft ist Ubongo, was wir beide lieben (und da ist sie mir absolut ebenbürtig). Aber auch gemeinsames Puzzeln oder ein Kartenspiel stehen ganz hoch im Kurs, und dafür spatze ich mir hin und wieder auch gern ein halbes Stündchen ab. Spielpartner Nummer eins ist aber die große Schwester. Die beiden sind ja altersmäßig nur knapp zwei Jahre auseinander und teilen die meisten Hobbies und Interessen. Ihr Schleich-Universum ist quasi grenzenlos, und auch mit ihren Kuscheltieren können die beiden stundenlang in ihren Fantasie-Welten versinken. Inzwischen spielen sie auch sehr gleichberechtigt. Während früher oft die Große die Geschichte und das Setting bestimmt hat, und die Mitteltochter eben nur mitspielen durfte, bringen inzwischen beide ihre Ideen gleichermaßen ein. Manchmal kracht es, aber meistens einigen sie sich auf einen Weg, der irgendwie für beide passt. Ich beobachte das so gerne.


Auf den Bildern seht ihr Eindrücke vom ersten Schultag. Das Kleid hat sie sich genau so gewünscht - das Panel dafür habe ich in Tinas Steinblauem Lädchen entdeckt, der Kombistoff ist aus meinem Fundus. Als Schnitt habe ich "Delilah" von Mariele gewählt - die habe ich schon rauf und runter genäht; wenn ich ein gut sitzendes Drehkleid suche, ist der Schnitt immer wieder mein Favorit. Allerdings haben wir mit Gr 140 jetzt die Schlussgröße erreicht, und ich muss mich schön langsam mal nach einem würdigen Ersatz umsehen... :D Die Schultüte ist aus der Kollektion von Alles-für-Selbermacher, nämlich diese hier. Für die große Schwester durfte ich die Schultüte ja probenähen und habe mir ein Exemplar mit Namen, aber ohne Motiv gewünscht. Klar, dass die kleine Schwester das auch so haben wollte. Und weil Nadine ein großes Herz hat, habe ich nochmal ein Leerexemplar zum selbst-gestalten bekommen. <3 <3 Das Fräulein hatte sehr genaue Vorstellungen, was drauf soll, und ich habe die Katze genau nach ihren Wünschen gefertigt - die Webbänder, Schleifchen und die Glitzersteine waren dann aber meine künstlerische Freiheit - ein bisschen Überraschung muss schließlich sein! <3 Klar gabs auch eine Geschwistertüte für die Große! Und dann muss ich euch noch die Schultüten-Erdbeer-Sahnetorte zeigen, die hat mich nämlich fast mehr Arbeit gekostet, als das Kleid, glaube ich - lecker war sie aber allemal! <3


Auch mein Midimädchenist ganz schön groß geworden. Ein soziales, liebenswertes und zielstrebiges Kind - ich liebe es, ihr beim Wachsen zuzusehen. Aber sie soll langsam machen. Und sich noch oft zu mir kuscheln. Ganz oft. <3


Hasenwilde Grüße
Johanna


Sonntag, 17. Juli 2016

Manchmal ist weniger mehr

Heute nur schnell zwischendurch, ohne viele Worte, aber mit wunderschönen Bildern.


Wir hatten heute einen wunderbaren Tag - eine kleine Radtour mit den Mädels zum Fischerfest in Eichstätt. Auch die Kleine hat die 8km Strecke mit ihrem 12-Zoll-Rad mit den Minireifen wirklich bemerkenswert gemeistert.


Es war warm, die Sonne kam hinter den Wolken hervor, wir haben Freunde getroffen und gemeinsam eine gegrillte Makrele zum Abendessen genossen. Solche Tage muss man wirklich im Herzen festhalten. Eigentlich keine große Sache. Ein bisschen radeln, ein Abendessen. Nichts besonderes. Aber irgendwie ist manchmal weniger mehr - ein relaxter Ausflug ohne riesiges Programm. Gut für den Kopf und gut für die Seele. <3


Das neue Kleid von der Großen war vormittags schon im Einsatz - ich musste gestern schon volle Überzeugungsarbeit leisten, damit sie es überhaupt zum Schlafengehen ausgezogen hat. :D Die Meerjungfrauen sind aber auch der Oberhammer, findet ihr nicht?


Ich hatte so viel vor mit dem Stoff von Nikiko, als ich ihn zum ersten Mal auf einem Bild sah und wusste, dass ich ihn für Alles-für-Selbermacher vernähen darf. Eine große applizierte Meerjungfrau, ein glitzernder und schillernder Schwanz, Perlen, Tüddelü.


Und dann kam der Stoff mit dem tollen Namen "Water Symphony" an - und hat durch sein Design einfach so bestochen, dass ich all meine Ideen über den Haufen geworfen und beschlossen habe, die Meerjungfrauen einfach nur durch ein paar Farbakzente in Szene zu setzen. Manchmal ist weniger eben einfach mehr. <3


Das Satin-Schrägband, das ich zum Einfassen genutzt habe, glänzt schön und verleiht dem Kleid einen Touch "edel", und der Schnitt "Delilah" von Mariele tut ein übriges. Das Kleid mit dem Tellerrock habe ich schon für die Kleine genäht (ich hätte schwören können, dass ich euch das schon gezeigt habe, aber nach eingehender Suche muss ich zugeben - offensichtlich nicht. Hole ich nach. Ganz bald. <3), und es ist eines der meistgetragenen Kleiderstücke aus ihrem Schrank - weil es sich aber auch wirklich so wunderbar dreht. Zeit wurde es, dass die Große auch ein Kleid nach dem Schnitt bekommt!!


Ja, und mehr brauchen Stoff und Schnitt dann auch gar nicht. Ich finde die Kombi wunderschön.


Die Meerjungfrauen gibt es übrigens nicht nur in grau meliert, sondern auch in Aprikose, und die Lieferung war innerhalb kürzester Zeit shcon ausverkauft - aber ihr könnt eure Water Symphony ab sofort vorbestellen! Also schnell einen Meter bei AfS sichern:

VORBESTELLUNG - Jersey - Water Symphony - Meerjungfrau - NIKIKO - Grau Meliert

Hier auch nochmal der Link zum Drehkleid "Delilah" *KLICK*


Ich habe heute jedenfalls Lust, einfach mal die Füße hochzulegen und mich mit einem guten Buch noch ein Weilchen auf die Terrasse zu setzen. Laue Abende muss man schließlich nutzen, wie sie kommen!!


Ich wünsche euch noch einen angenehmen und ruhigen Sonntagabend!
Hasenwilde Grüße
Johanna

Mittwoch, 22. Juni 2016

Sommerpläne

Endlich Sommer. Die Sonne scheint vom Himmel, die Temperaturen erlauben tatsächlich nicht nur T-Shirt, sondern auch noch eine kurze Hose, wir haben die Sonnencreme ausgepackt und die Kleine und ich waren vorhin noch schnell eine Packung Eis kaufen.


Irgendwie habe ich schon das Gefühl, der Sommerendspurt ist in vollem Gange - und das, obwohl wir hier noch sechseinhalb Wochen auf die Sommerferien warten müssen!! Auf alle Fälle hat nur noch das gute Wetter für all unsere Sommeraktivitäten gefehlt - scheint, als wäre das jetzt auch angekommen.


Die Terminkalender platzen aus allen Nähten. Aber - und das muss ich wirklich betonen - es sind lauter tolle Aktivitäten, die da auf uns warten. Die Mädels haben einen tollen Aktionstag nach dem anderen in Kindergarten und Waldspielgruppe - die Große war heute mit ihrer Kindergartengruppe auf dem Bauernhof (leider keine Einhörner, wie sie bedauernd feststellen musste... :D ), die Kleine darf mit der Waldspielgruppe nicht nur den Bauhof, sondern auch das riesige Aquarium in der Willibaldsburg besuchen und beim Fische füttern helfen.


Sommerfeste stehen an, Geburtstagsfeiern, Dorffest, Johannesfeuer, Konzerte. Eine Bootstour wollen wir machen und einige Grillabende mit Freunden einschieben, meinen Eltern habe ich eine feine Essenseinladung ins Hause Hasenwild versprochen und ich freue mich wie Bolle auf die "Songs an einem Sonntag Nachmittag" auf Kloster Banz, wo wir uns mit lieben Freunden einen wunderbaren (kinderfreien) Tag machen werden.


Naja, und dann müssen wir noch dringend regelmäßig zum Baden gehen, das ist nämlich seither wirklich zu kurz gekommen. Die ein oder andere Fahrradtour steht an, weil die kleine Hasentochter seit etwa 3 Wochen endlich das "große" Fahrrad gemeistert hat und fährt wie eine Weltmeisterin - das schreit dringend nach Übung!


Lauter wundervolle Termine, und wir freuen uns über jeden einzelnen. Auch wenn es Tage gibt, an denen ich mir wünsche, dass nicht immer alles so termingeladen wäre. Tage, an denen ich mich eigentlich gerne mal langweilen würde. Denn aus dieser was-machen-wir-denn-jetzt-Langeweile entspringen meist entweder tolle Aktionsideen - oder ich schaffe es, mein Hirn und meinen Körper so herunterzufahren, dass ich einen ganzen Nachmittag auf der Terrasse sitzend genießen kann. Und auch meine Mädels genießen die seltenen komplett freien Tage, in denen sie wirklich mal einen ganzen Nachmittag in ihrer Fantasiewelt versinken können, ohne gestört zu werden.


Aber gut, nach diesen energiegeladenen sechseinhalb Wochen warten ja dann die Sommerferien - und die gestalten sich erfahrungsgemäß dann ruhiger, weil alle Termine von außen wegfallen. Da kommt dann so richtig die Zeit, einen Gang runterzuschalten.


Ich würde mir über die Sommerferien gerne Nähurlaub nehmen. Keine Must-Do-Näharbeiten, kein Stoffevernähen, sondern mal nur die Sachen an der Nähmaschine erledigen, die ich schon eeeeewig machen wollte. Die Herzenswünsche und die Dinge, die tatsächlich dringend gebraucht werden. Mal sehen, ob ich das schaffe. :D


In letzter Zeit sind jedenfalls wieder einige Dinge in meinem Nähzimmer entstanden. Das erklärt dann vielleicht auch die Ruhe im Blog - meistens schaffe ich nämlich entweder nur eine Sache so richtig - Nähen oder Bloggen. Wenn ich beides parallel betreibe, ist nämlich die Wohnung relativ schnell nicht mehr betretbar vor lauter Chaos... Ich kann euch schon mal so viel verraten: Es warten wieder einige Bilder auf euch - tolle neue Stoffe, schicke Schnitte, und meine beiden Hasenmädels mittendrin....


Die Bilder die ihr hier seht - meine beiden Damen in trauter Zweisamkeit - sind an einem schönen Frühlingsabend entstanden. Die zwei waren vor der Pusteblumenwiese so in ihre Seifenblasen vertieft, dass sie mich gar nicht registriert haben beim Fotografieren. Die Art Bilder ist mir immer am liebsten - da strahlen die Fotos nur so vor Lebendigkeit, finde ich. Eben direkt aus dem Leben!


Die Stoffe erkennt ihr bestimmt wieder - die beiden Kombistoffe zu den neuen Hafenkitzfarben von  Nikiko, designed für Alles-für-Selbermacher habe ich hier vernähen dürfen. Ich mag ja total gerne Musterstoffe, und die kleinen Wimpelketten waren da genau das richtige für mich!


Genäht habe ich zweimal "Isabell", einen Jumper von Mariele. Ruckzuck genäht sind die Jumpies, und meine Mädels tragen sie total gerne, weil einfach nicht ständig was auseinanderrutscht. Und auch der Gang zur Toilette ist eigentlich kein Problem - die Arme schlüpfen problemlos aus den Spaghettiträgern und dann lässt sich der ganze Jumper nach unten ziehen. Gerade für die Kleine ist das wesentlich einfacher als ein Kleid, das sie ja irgendwie oben halten muss, wenn sie auf die Toilette geht.


Aufgepeppt habe ich die beiden Jumper ganz nach den Wünschen der Mädels - ein Einhorn für die Große und ein Pferd für die Kleine. Sind eben inzwischen doch richtige Mädchen, so mit Glitzerpinkeinhornpferderosaspleen. Ich hatte ja irgendwie gehofft, ich kann mich um diese Phase herummogeln - aber ist nicht so. Naja. Ich gebe zu, so ein appliziertes Einhorn hat irgendwie auch was. :D :D
Das Schnittmuster "Isabell" in Größe 74 - 140 bekommt ihr hier: *KLICK*
Die Mützen sind nach unserem sommererprobtem Schnittmuster "Malia" von Pom und Pino entstanden, upgecycelt aus einer ausgemusterten Jeans - und neutral genug, dass sie im Moment zu allen Gelegenheiten getragen werden, gern auch wechselweise weil sich die beiden Hasenmädels den gleichen Kopfumfang teilen. :D Hier findet ihr das Schnittmuster Malia: *KLICK*

Ich hoffe, euch haben unsere Pusteblumensommerträumbilder genauso gut gefallen wie mir - und auf euch wartet auch so ein spannender Sommer wie auf uns... <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

Dienstag, 6. Oktober 2015

Sachensammler

Einige von euch haben diesen tollen Stoff bestimmt schon daheim - und für die anderen kann ich schon mal andeuten: Ich habe gehört, er kommt nochmal!


Meinen grünen Nelvita-Rock hab ich euch ja schon gezeigt (den trage ich auch ständig, der ist soooo angenehm!). Hier kommt jetzt noch die beere-Variante aus dem Probenähpaket von Alles-für-Selbermacher, die die große Hasentochter abgekriegt hat. Das Design von Susn alias raxn ist aber auch wirklich der Hammer. Für meine Tochter sind das übrigens ganz klar Kirschen. :D


Eine Yvi von Mariele ist es geworden - mit den Riesentaschen ist die Yvi nach wie vor ein Lieblingsschnitt von mir und den beiden Hasenmädels. Und jetzt im Herbst erst recht - es gibt ja gerade haufenweise Zeug zu sammeln. Kastanien, Nüsse, Eicheln, Blätter, Schneckenhäuser... da muss ich vor dem Waschen schon immer aufpassen wie ein Luchs, was sich noch in den diversen Kleidungstaschen versteckt.... :D Meine Mädels sind beide passionierte Sachensammler. Es ist fast unmöglich mit beiden an irgendein Ziel zu laufen, weil sich auf dem Weg dorthin so unglaublich viele tolle Dinge entdecken lassen - und die müssen natürlich alle zur näheren Betrachtung mit nach Hause.... Zum Sandspielen, kochen, sortieren und was man sonst noch so alles mit gesammeltem Kleinzeug anstellen kann. Besser als jedes Spielzeug ist das, ich sags euch!


Als Kombimütze habe ich mir eine "Lilou" von Feefee ausgesucht. Ein bisschen groß ist mir der Ballonschirm geraten, die nächste wird eine Nummer kleiner - aber soooo süß der Schnitt! Davon wird es bestimmt noch die eine oder andere geben!


Für die Fotos hatte ich eigentlich ganz klare Vorstellungen. Mit einer Dose Seifenblasen wollte ich auf die Nachbarswiese. Seifenblasenfotos sind ja sowieso super. Gedacht, getan - und was war? Die Seifenblasenflüssigkeit war schneller ausgeleert, als ich Fotos machen konnte (*uuuuuups, Mama....*), die Lust hatte sich in irgendein Mauseloch verkrochen und außerdem war der Tochter viel zu kalt. So. Ernsthaft, gegen solche Tage ist kein Kraut gewachsen - da hilft nur aufhören. "Nur schnell noch" gibt furchtbare Bilder und ein grantiges Kind, ich sage es euch aus Erfahrung...


Also sind wir nach ein paar Tagen nochmal los, bei etwas wärmeren Temperaturen, Sonnenschein - und ohne Seifenblasen. Gleich bei uns um die Ecke habe ich ein Feld gefunden, auf dem lauter so hohe Stacheldisteldingense wachsen (jaja, lacht über meine botanischen Kenntnisse. Ich hab tatsächlich keine Ahnung, wie die Dinger heißen... :P ). Und das war's. Meine Tochter ist sofort in ihre Fantasiewelt abgetaucht, hat versucht, Distelblütendinger (*hüstel*) mit beiden Händen zu umfassen, ohne sich zu stechen, hat trockene Stiele gesammelt und war die nächsten 20 Minuten vollauf beschäftigt. Und das ist die beste Zeit, um schicke Fotos zu kriegen.


Vor allem, weil sie hinterher nicht das Gefühl hat, sie hätte sich für mich jetzt da hinstellen und fotografieren lassen müssen. Im Gegenteil. Wenn ich sie nach so einem Shooting frage, wie es war, ist sie ganz begeistert und hat nicht wirklich mitbekommen, dass ich sie nebenher fotografiert habe. So muss das. Und dann klappt's auch mit den Bildern... :D


Am besten behaltet ihr also die Alles-für-Selbermacher-Seite im Blick, ob Nelvita beere und petrol da nochmal aufkreuzen - ich kann euch den GOTS-zertifizierten Bio-Stoff von der Qualität her auf alle Fälle nur ans Herz legen, der trägt und vernäht sich wirklich wunderbar! <3


Ich kann euch hier leider nur Nelvita in braun verlinken, weil beere ja noch nicht wieder online ist - aber ihr könnt euch in der Zwischenzeit ja auch nochmal braun angucken... ;)
Das GOTS-Stoff-Outfit schicke ich auch noch zur oktoberlichen "Ich-näh-Bio"-Linkparty!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 4. Januar 2015

Schwesterigkeiten

Hallo ihr Lieben!!

Weiter geht's mit all den Werken und Fotos, die endlich die Enge meines PCs verlassen und in die Weite der virutellen Nähwelt entlassen werden möchten.... :D



Dieses süßes Teilchen ist schon etwas älter (im Herbst entstanden), und ist mir schlichtweg durch die Lappen gegangen. Aber nachdem ich die süßen Bilder vor ein paar Tagen wieder entdeckt habe, wollte ich sie euch doch noch zeigen.



Im Hintergrund ein weiteres Glanzstück unseres Hauses - mein 100jähriges Klavier. Hach. Um das Ding haben wir das Haus herumgeplant (und sämtliche Männer in der Verwandtschaft haben mir das Schmuckstück nur unter der Bedingung transportiert, dass es diesen ihm zugewiesenen Platz nie mehr verlässt. Wobei es die Kachelofenhitze nicht besonders gut verträgt und sich deswegen dauernd verstimmt. Vielleicht steht da doch nochmal ein Ortswechsel an.... :D



Das jedenfalls ist unsere "kleine Yvi". Von Mariele. Inzwischen bestimmt schon hundertmal (oder so) getragen und gewaschen - weil der Schnitt aber auch einfach so praktisch ist.



Sowohl über Leggins als auch über ner engen Jeans tragbar, und mit den rieeeeesigen Taschen auch bei den Mädels beliebt. Denn zum Sammeln finden die zwei ja immer was.



Die "Wildflowers" von Lillestoff machen sich wirklich gut an der kleinen Hasentochter - und der Mittelstreifen ist aus einem aussortierten Nachthemd von mir entstanden. Mit dem Streifenstofff in der Mitte sieht das Kind aus, wie eine optische Täuschung - der verschwimmt glatt vor den Augen... :D :D



Eine genähmalte Pusteblume mit Schleife macht das Ganze noch ein bisschen verspielter.




Ich mag Geschwisterbilder so gerne. Weil sie einfach zusammengehören, meine zwei Hasenkinder - so sehr da oft auch die Fetzen fliegen, weil alle zwei einen ordentlichen Dickkopf mitbringen (neeeein, der ist NICHT ererbt - braucht ihr gar nicht fragen!!! :D ).



Genauso oft finden sie sich aber auch miteinander in irgendein Spiel vertieft. Schön ist das. Unsere Kleine kommt mit knapp zwei Jahren ja erst so langsam in das Alter, in dem Kinder so richtig miteinander spielen können - aber mit der großen Schwester klappt das schon ganz gut. Manchmal zumindest.



Da entstehen große "Turmhallen" aus Lego, oder die zwei kochen mir in ihrer Spielküche ein fantastisches Menü - bei dem die Käsestücke sich plötzlich zum Klavier verwandeln. Irgendwie ist das schon ein magisches Alter. In dem die Welt so riesig und die Möglichkeiten so unbegrenzt sind.



Ich sehe den beiden unglaublich gern zu, beim Spielen. Und lerne immer wieder daraus. Manchmal erwische ich mich selber dabei, wie ich so eine wunderbare Fantasieblase mit ein paar genervten Worten platzen lasse, weil ich gerade keine Zeit oder keinen Nerv habe, ein Käseklavier zu bewundern. Da könnte ich mich hinterher dann selber in den Hintern beißen dafür. Weil diese zauberhaften Fantasiewerke es doch so wert sind, bestaunt und bewundert und bespielt zu werden.



Ich hoffe, dass meine zwei Mäuse sich diesen fantasievollen und offenen Blick in die Welt ganz lange bewahren können, ihn vielleicht sogar ein bisschen in die Erwachsenenwelt mitnehmen - man tut sich wesentlich leichter, wenn man sich die Offenheit bewahrt, Dinge von allen Seiten zu betrachten - und zu verwandeln. Ich jedenfalls versuche, diese Gabe bei meinen Mäusen ein bisschen zu hegen und zu pflegen, zu genießen und mir ein wenig zu eigen zu machen. Wenn man das schafft, dann darf man auch hin und wieder "Alle meine Entchen" auf dem Käseklavier spielen.... :)



Hier möchte ich euch jedenfalls nochmal zu Maries Ebook "Yvi" weiterleiten - vielleicht habt ihr ja Lust drauf bekommen. Und spätestens im Frühjahr startet dann wieder die Ohne-Jacke-draußen-Zeit, in der die riesigen Taschen dann auch wieder mit all den wichtigen Dingen gefüllt werden können, die Kinder so in ihrer Umgebung entdecken.... :D Also, hier geht's lang: *KLICK*

Hasenwilde Grüße
Johanna

Dienstag, 23. Dezember 2014

Engerl unterwegs

Ihr Lieben!
Noch ein letztes Mal schlafen - und dann ist es so weit! Das Christkind steht in den Startlöchern, der Baum ist geschmückt und langsam kehrt auch im Hause hasenwild Ruhe ein... Bevor ich mit mit meiner Hasenfamilie in die Festtage stürze, möchte ich euch noch ein paar liebe Worte dalassen - und natürlich ein paar Bildchen von meinen beiden Engerln in ihren weihnachtlichen Fayes. Beim Shooring für unsere Weihnachtskarten sind so nette Fotos entstanden, die möchte ich euch nicht vorenthalten....


 

Wenn die Engerl sich auf den Weg zur Erde machen, kann das Christkind nicht mehr weit sein....





 
 
Nachdem wir jetzt den Schlitten schon vom Speicher geholt haben, warten die Mädels sehnsüchtig auf Schnee und singen jeden Tag "Schneeflöckchen, Weißröckchen". Bisher ist noch nix angekommen. Aber ist ja auch ein weiter Weg zum Himmel.... :D
 

 

 


Und jetzt? Bleibt mir noch, euch ein wunderbares Weihnachtsfest zu wünschen. Besinnliche Tage, Kerzenschein, Tannenduft und leuchtende Kinderaugen, Ruhe im Haus und Ruhe im Herzen, dass euch die Magie von Weihnachten ergreift, umspült und mitträgt und ihr euch nicht so schnell vom Alltagschaos einholen lasst.


 

 

Genießt die Zeit, haltet alle die schönen Momente in eurem Herzen fest und tankt viel Kraft für's nächste aufregende und wilde Jahr....


 

 
Alles in allem - frohe Weihnachten!! <3 <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 22. Dezember 2014

Faye goes christmas #2

Hallo ihr Lieben!

Noch zweimal schlafen bis Weihnachten! Wahnsinn! Wie schnell das wieder ging! Das Weihnachtsoutfit vom großen Tochterkind hab ich euch ja schon gezeigt - aber auch die Kleine hat natürlich eins bekommen.



Auch bei ihr habe ich mich für eine Faye von Mariele entschieden, aber vollkommen anders umgesetzt. Ich mag die türkis-grau-petrol-Farbkombi für mein kleines Hasenkind echt gern, da passen ihre blaugrauen Augen so gut dazu. :D



Nachdem sich die Kleine mit Kleidern nicht so anstellt wie die Große, hat sie die Kleiderversion mit Rockteil bekommen.



Dass es dieses Engerl faustdick hinter den Ohren hat, sieht man ihr gar nicht so an, oder? :D



Kombiniert habe ich das Outfit mit dem Stulpenebook von Charlotte Wunschkind, das ich letztens gewonnen habe (funktioniert auch super mit nicht-dehnbaren Stoffen, wenn man ein bisschen mehr Breite dazugibt), einem selbstfabrizierten Stirnband und zwei Blommas nach dem Freebook von Ilona "Meine Herzenswelt".


Nachdem ich ein bisschen Angst hatte, dass sich das hübsche Blümchen beim ersten Waschgang aufdröselt und katastrophal aussieht, habe ich einen Druckknopf eingebaut - so kann man die Blomma zum Waschen abknöpfen und hinterher wieder dranmachen.



Wenn ihr euch übrigens gerade fragt, wie viele Kugeln bei dem Shooting zu Bruch gegangen sind - eine. Nur eine. Immerhin. Die in einem Wutanfall an der Tischkante gelandet ist. Ein Wutanfall vom Hasenkind, nicht von mir, versteht sich... :D



Und ja, die Flügerl MUSSTEN sein. Hach.






Hier nochmal der Link zu "Faye", meinem heurigen Weihnachtsoutfitsnonplusultra: *KLICK*



Beide Mädels sind also versorgt - fehlt, wie jedes Jahr, noch was passendes für die Mama.... Aber dieses Jahr lege ich selber Hand an. Ehrlich, ich bin schon ganz aufgeregt. Wenn's was wird, das selbstgenähte Mama-Weihnachtsoutfit, dann zeige ich es euch noch. Ich bin selber gespannt.

Bis dahin - genießt die Tage!
Hasenwilde Grüße
Johanna

verlinkt mit OutNow

Montag, 15. Dezember 2014

Alle Jahre wieder....

Hey ihr Lieben!
Na, habt ihr schon alles von der Weihnachts-To-Do-Liste abgehakt? Geschenke? Putzen? Plätzchen? Christbaum? Deko? Und so?



Ich liebe ja Weihnachten. Und die Adventszeit. Ich stehe staunend in der Fußgängerzone und freue mich über die Weihnachtsbeleuchtung. Ich liebe all die kleinen Rituale, die zu Weihnachten dazugehören - den Adventskranz, das abendliche Weihnachtslieder-Singen, Adventskalender, Plätzchen,..... Und ich will sie alle. Vom liebevoll selbstgefüllten Adventskalender über die selbstgebackenen Plätzchen bis hin zur jährlichen Weihnachtsdeko. Alles homemade, selbstverständlich.



Kerzenschein, wenn es draußen früh dunkel wird, Zimtduft, Gemütlichkeit - diese Magie, die das Weihnachtsfest umgibt, verzaubert mich heute noch jedes Jahr. Und mit Kindern erlebt man diese Zeit ja doppelt intensiv. Aber. Vor lauter Erwartung an mich selber, vor lauter ellenlanger das-gehört-aber-auch-noch-gemacht-Liste, vor lauter Vorbereiten und Werkeln und Machen und Tun fliegt die Adventszeit in einem Rutsch an mir vorüber und ist vorbei, bevor ich eigentlich fertig und in Stimmung war.



Jedes Jahr unterschätze ich die Arbeit, die dahintersteckt. Jedes Jahr sitze ich im Advent irgendwann da und denke mir - "nächstes Jahr musst du das anders machen. Ruhiger. Weniger Termine. Noch viel mehr Zeit für diese kleinen Dinge, die den Advent und Weihnachten so besonders machen."



Jedes Jahr im Oktober/November kommen die ersten Anfragen für meinen (meistens musikalischen) Beitrag zu Adventssingen, Gottesdiensten, Kinderchristmetten, Weihnachtsmusicals und wasweißich. Und weil zu dem Zeitpunkt Weihnachten noch so weit weg ist und ich schon ganz euphorisch drauf warte, sage ich selbstverständlich alles zu. Ist ja noch Zeit.



Und dann kommt der Advent, und zu meiner Monsterliste mit Dingen, die ich im Advent erledigt haben will, kommen noch die ganzen zugesagten Termine von außerhalb - und plötzlich bleibt die Magie irgendwo auf der Strecke. Verliert sich zwischen der Plätzchenschachtel und dem Haufen Noten vom letzten Wochenende, schlüpft in die Dekozweige und verkriecht sich zwischen den Glaskugeln. Und die Kids? Müssen um das abendliche Weihnachtsliedersingen betteln und merken zwischendrin leise an, dass wir doch noch gar nicht auf dem Christkindlesmarkt waren, und wann wir endlich mal wieder eine Kerze anzünden.



Wie sagte letztens eine Freundin zu mir, mit der ich mich genau darüber unterhalten habe? "Ach Johanna, ganz ehrlich, irgendwie wollen wir das doch nicht anders. Sonst würden wir's ja ändern.". Recht hat sie. Was nicht passt, muss man ändern. Also habe ich mich mit meinem Mann zusammengesetzt und überlegt - und wir haben beschlossen, heuer einen Cut zu setzen. Jetzt. Auf der Stelle. Wir haben uns spontan Zeit freigeschaufelt und werden über das vierte Adventswochenende ein paar Tage verschwinden, als Familie. Alle Termine für nächstes Wochenende sind abgesagt, Plätzchensorten gibt's heuer eben ein paar weniger und meine Dekoansprüche weichen dieses Jahr diesen vier Tagen vollkommen intimer Familien-Adventszeit.



Nicht nächstes Jahr. Gleich. Und ich erlebe staunend, wie problemlos das ist. Der Urlaubsantrag meines Mannes war ruckzuck durch, für die wochenendliche Christmettenprobe habe ich nicht nur sofort Ersatz gefunden, sondern auch absoluten Rückhalt von meinen lieben Musikern bekommen und die fehlenden Plätzchensorten hat noch keiner angemeckert. Kann das wirklich so einfach sein?



Ich glaube, manchmal muss man sich nur aus dem Alltagstrott befreien, auf den Tisch hauen und sich klar machen, was man möchte und was einem wichtig ist. Und dann geht das. Ich freue mich wahnsinnig auf dieses Wochenende - langes gemeinsames Frühstück, Baden, Spazieren gehen, Christkindlesmärkte, ein gutes Buch, Spiele mit unseren Mädels.... so hatte ich mir das vorgestellt. Und so nehme ich mir das seit Jahren vor. Ich freue mich so darauf. Auf den Ausbruch aus dem Adventsalltag - und das Eintauchen in die Weihnachtsmagie....


Erstaunlicherweise stelle ich jetzt, wo ich weiß, dass ich mit meinen Vorbereitungen zur Wochenmitte hin fertig werden sollte, fest, wie viel schon geschehen ist. Die Weihnachtsoutfits meiner beiden Mädels zum Beispiel hängen schon fertig im Schrank. Zweimal der gleiche Schnitt - vollkommen unterschiedlich umgesetzt. Ein neuer Kleiderschnitt namens Faye ist das, und zwar von Mariele. Für die große Hasentochter hab ich ihn ein bisschen abgeändert und als Tunika genäht - die große ist gerade für Kleider nicht zu begeistern. Aber für Tunikas. Schaut euch den wunderbaren Stoff an - das ist der neue "Optik" von Astrokatze, den ich probevernähen durfte. In braun. Ich liebe braun. Nicht nur deswegen, weil ich den größten Teil meines Lebens nachnamenstechnisch so geheißen habe, sondern auch, weil ich die Farbe einfach toll finde. Braun ist warm, Erde, Baumrinde, Natur. Passt besonders gut zu allen warmen Farbtönen, die ich ja sowieso liebe. Der braune Optik ist aber nicht nur farblich klasse geworden, sondern fühlt sich auch unglaublich gut an - die erste Rückmeldung an die liebe Natascha, die ich ihr geschrieben habe, war "BOAH IST DER WEICH!!!". Superkuschelig. Und in Kombination mit dem weißen Hilco-Cord macht er sich doch echt gut, oder?


Endlich mal wieder was für die große Hasentochter - die hatte sich schon beschwert. Und war umso glücklicher, dass es mal wieder ein Motiv auf ihrem Oberteil gab. Bären mag sie ja sowieso wahnsinnig gerne - wenn sie sich vorstellt, tut sie das gern mal als "Ich bin die Bärenmama!!"...., da war das Outfit ein Volltreffer. Und nicht nur als weihnachtliche Version, sondern mit Jeans und den Stulpen drunter durchaus auch kindergartentauglich, finde ich. Die Stulpen sind übrigens selbstgebastelt mit KamSnaps zum Verschließen, und das Stirnbandl ist das Freebook Rosalie von Rosalienchen.



Hier noch zu den Daten: Den kuschelweichen Bio-Interlock, den es außer in braun auch in oliv und in senfgelb gibt, findet ihr im Astrokatze-Onlineshop *KLICK*.

Das Schnittmuster "Faye" in Größe 92 - 140 von Mariele gibt's hier *KLICK* - schaut euch unbedingt auch die anderen Probenähbeispiele an, dann seht ihr auch das Rockteil, das es noch dazu gibt - eine Weihnachtsversion mit Rockteil vom kleinen Hasenkind bekommt ihr auch von mir noch zu sehen!!



Und jetzt? Wünsche ich euch noch eine wunderbare letzte Adventswochenende, macht's euch gemütlich, stellt den Stress und die hohen Ansprüche ab und denkt daran - was einem nicht passt, muss man eben ändern.... <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 2. November 2014

Ei, wie (Yvi) schick...

Hallo ihr Lieben,
ich schon wieder!! Diese Woche kriegt ihr die Probenähbeispiele knüppeldick vor die Augen geworfen - das liegt aber einfach daran, dass ich parallel so viele tolle Schnitte testen durfte, so viele neue nette Mädels kennengelernt habe und so viele Inspirationen für mich mitgenommen habe.... Also, auf ein Neues - die Yvi!!



Yvi ist der neue Wahnsinnsschnitt von der lieben Marie von Mariele - und endlich mal wieder was, das ganz den Geschmack meiner großen Tochter trifft....



Meine Große steckt nämlich gerade in der gefürchteten vorpubertären Anfangs-Kindergartenzeit und entdeckt für sich gerade die ganze große Palette der "mag-ich-nicht"s.... Wie war das früher einfach. Als sie noch alles gegessen hat, alles freudig angezogen, was ich ihr hingerichtet und jeden Freizeitvorschlag mit einem freudigen "oh ja!" begrüßt hat..... Das waren noch Zeiten.... Und das sag ich jetzt als Mama einer Dreieinhalbjährigen....



Lauch ist doof, Karotten schmecken nicht, Pudding hat Vanille zu sein und das Essen grundsätzlich möge doch bitte in einer abwechslungsreichen Mischung aus Grießnockerlsuppe und "nackerten" Nudeln ohne Soße serviert werden. Außerdem sind Röcke doof, Kleider sowieso und Strumpfhosen absolut inakzeptabel. Ich könnte noch stundenlang so weitermachen....



Zugegebenermaßen lässt sich meine Maus von der Pädagogen-Mama hin und wieder ein Schnippchen schlagen... Nudeln mit Soße gehen gar nicht, aber Nudeln mit Brühe sind vollkommen in Ordnung. Das klingt nach Suppe. Strumpfhosen zieht Madame nicht an, aber unter einer Leggings versteckt (am besten gleichzeitig angezogen), darf dann doch mal sein. Kleider sind schrecklich, aber als Tunika darf das Oberteil dann trotzdem auch mal länger sein. Unter der Bedingung, dass sie keine Sturmpfhose drunterziehen muss... ;)



Hin und wieder lande ich aber kleidungstechnisch einen Volltreffer. Dazu gehören unter anderem die Pull*it*overs, die ich für sie genäht habe - aber auch diese Yvi hier. Weil sie nämlich die "weltschönsten Taschen" hat. Da passt sogar der allgegenwärtige kleine Bär rein - und noch so allerhand Krimskrams, den Kind so tagsüber findet und für spätere Untersuchungen mit nach Hause nehmen muss. Yvi läuft längentechnisch noch unter Tunika, da darf auch ne Hose drunter, und damit ist die junge Dame glücklich - und die Mama damit auch.


Da hat Marie einen Volltreffer gelandet, wirklich - meine Yvi habe ich mit den im Ebook mit vorhandenen Puffärmeln ausgestattet, Kragen und Armsaum sind nur schmal mit Bündchenstoff eingefasst und unten habe ich den Stoff nur gesäumt und eine Spitzenborte angenäht. Möglich sind auch Bündchen an Armen und Saum, oder ein eingezogener Gummi.


Was mir besonders gut an der Yvi gefällt, ist der Mittelstreifen, der auch aus Webware gemacht werden kann - da geht's endlich den Baumwoll- oder wie hier in meinem Fall den Cordstoffen an den Kragen!! Und weil mein Ringelstoff von der Höhe her mal wieder nicht gereicht hat (ich muss dringend damit aufhören, von meinen Stoffen nur halbe Meter zu kaufen - sonst kriegen meine Mädels irgendwann nur noch Miniröcke... ;) ), habe ich das ganze Oberteil rundum geteilt und unten Cord verwendet. Funktioniert wunderbar, und ist ein echter Hingucker....


... unter anderem auch deswegen, weil ich den einfarbigen grünen Cord freihand mit der Nähmaschine ein bisschen aufgepeppt habe.... Schick, oder?



Jedenfalls wurde die Yvi auf die Seite im Kleiderschrank einsortiert, wo die Teile liegen, die mein Hasenmädchen freiwillig anzieht. Und das ist ein sehr großes Kompliment. Aber ehrlich, auch wenn mir die ewigen Diskussionen um "ich-mag-nicht" und "du-sollst-aber" manchmal wirklich auf den Keks gehen, ist es doch schön zu sehen, wie sich meine Tochter entwickelt. Was sie dazulernt. Worüber sie sich Gedanken macht.



Und weil es meiner Meinung nach eine der wichtigsten Eigenschaften eines mündigen und selbstbewussten Menschen ist, sich über Dinge eine eigene Meinung zu verschaffen und diese dann sinnvoll vertreten zu können, gebe ich mir die größte Mühe, meine Tochter darin ernst zu nehmen und viele Dinge mit ihr zu diskutieren und zu erklären. Manchmal setzt sie sich durch. Manchmal ich. Weil Kompromissbereitschaft genauso wichtig ist - und man sich den besseren Argumenten durchaus auch mal beugen darf. Klar kommt es hin und wieder mal vor, dass etwas nicht verhandelbar ist. Zum Beispiel ob man sich zum Mittagessen nur von Pudding ernähren kann. Aber ich versuche dann zumindest, meine Entscheidung nachvollziehbar zu erklären. Auch wenn es manchmal WIRKLICH anstrengend ist und Kraft kostet....




Hört ihr sie.... grade jetzt....? "Ich WILL aber keine Winterjacke anziehen! Die gefällt mir nicht!!" Na, mal sehen.... ich seh sie schon vor meinem inneren Auge mit vier Fleecejacken übereinander das Haus verlassen... Was tut man nicht alles.... ;) ;)





So, und jetzt noch die wichtigsten Infos zur "Yvi" - ihr bekommt den Schnitt mit den riesigen Taschen in den Größen 74-140 bei Mariele im Shop, und zwar bis zum 4.11. vergünstigt unter diesem Link:
http://mariele-shop.de/index.php/startseite/ebook-yvi-langarmshirt-gr-74-140.html


Und danach zum regulären Preis hier:
http://de.dawanda.com/product/71423047-Ebook-Yvi-Ebook-Langarmshirt

Schaut unbedingt auch auf Maries Facebookseite vorbei und lasst ihr ein Like da!!

Ich wünsche euch einen wunderbaren Rest-Sonntag und hoffe, ihr habt genauso gigantisches Wetter wie wir!!

Hasenwilde Grüße
Johanna