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Sonntag, 13. August 2017

Ich näh mir den Sommer

Nee. Noch weigere ich mich. Wir stecken grade mitten frontal in den Sommerferien und ich KANN einfach noch nicht.


Wie, was? Achso. Wovon ich rede. Na, Herbstklamotten. Ich mag noch keine nähen. Wirklich nicht. Es ist August, wir haben Sommerferien und bis auf ein paar kleinere Durchhänger verhält sich das Wetter doch eigentlich ganz manierlich hier.


Die letzten paar Tage war es etwas kühler, aber seit heute steigen die Temperaturen wieder und nächste Woche gibt's bestimmt nochmal Badewetter. Na, und dann steht ja auch noch unser Urlaub an.


Jedenfalls verbringe ich so viel Zeit an der Nähmaschine, wie schon lange nicht mehr. Und nähe mir den Sommer. Ein Sommerkleid für mich ist schon entstanden, ein weiteres ist zugeschnitten, außerdem eine kurze Hose und ein T-Shirt. Meine XXL-Reisetasche ist fast fertig und das Tochterkind, das große, das wünscht sich schon seit Wochen ein neues Maxikleid. Weil das vom letzten Jahr zwar noch passt, aber eben nicht mehr so richtig Maxi ist. Sondern schon fast nur noch knöchellang. Geht ja mal gar nicht. Wenn man beim Laufen nicht über den Saum stolpern kann, ist es kein Maxikleid mehr, behaupten meine Töchter. Und überhaupt, was gibt es Sommerlicheres als ein Maxikleid? :D


Da kamen die neuen maritimen Schätze von Alles-für-Selbermacher, designt von Treeebird, doch gerade richtig. Der süße Seebär und sein Kumpel, der Indianerbär kommen mit ganz vielen schicken Kombistoffen daher. Meine Große hat sich für den hellblau-weiß-gestreiften Jersey mit den Papierbooten entschieden.


Genäht habe ich schlussendlich mal wieder eine "Sommerliebe hoch 3" von der Drahtzieherin. Ich habe den wandlungsfähigen Schnitt schon viele Male für meine Töchter genutzt (die Tunikavariante ist hier auch sehr beliebt) und mag ihn total gern, gerade weil das Oberteil mit der Raffung und der Fake-Knopfleiste und die vielen einzelnen Stoffbahnen so viel Gestaltungsspielraum lassen.


Ein Traumtuch von Traumwöllkchen gab es auch dazu - einer der Lieblingsschnitte für die sommerliche Kopfbedeckung, auf die ich immer bestehe (bei so hellblonden Haaren muss man aber auch echt aufpassen...). Am liebsten tragen die beiden das Kopftuch ohne Schirm, also gab's genau das. Wunschanfertigung.


Kombiniert mit dem kräftigen dunkelblau und einem farbenfrohen pink vom Stoffonkel, dazu eine freihand genähte Applikation - und schon leuchtet das Kleidchen weithin über die sommerlichen Getreidefelder. Das Tochterkind jedenfalls ist hochzufrieden, und das ist das Wichtigste und war schon das ein oder andere Mal mit ihrem Maxikleid unterwegs.


Pssst. Wenn ihr einen Schritt näher kommt, verrate ich euch was. Obwohl ich als unerschütterliche Optimistin vollstes Vertrauen habe, dass meine Große ihr Maxikleid diesen Sommer noch einige Male tragen kann, bin ich dann doch nicht komplett realitätsfern. Deswegen habe ich am Saum des Kleides noch gut Platz einkalkuliert, damit da nächstes Jahr eine schicke Borte das Kleidchen wieder auf Maxilänge anpassen und damit für einen weiteren Sommer ins Rennen schicken kann. Die Träger lassen sich zum Glück ja individuell binden, und der weiche Jerseystoff wird sicher auch nächstes Jahr noch passen. Wenn ihr also vorhin die Augen verdreht habt, und euch gedacht habt, die hat ja überhaupt keinen Blick für die kommende Jahreszeit - Pah! Und wie ich den habe! Ich nähe quasi schon für den nächsten Sommer! Und das soll mir mal einer nachmachen! ;)


Hier findet ihr den Seebären und all seine hübschen Kombistoffe bei AfS (und heute gucken lohnt sich, es gibt nämlich eine 15% Rabatt-Aktion!!):

Jersey - Kombistoff - Seebär - Treeebird - Schiffchen - Streifen - hellblau/weiß



Hasenwilde Grüße
Johanna

Samstag, 1. Juli 2017

Offline

Endlich komme ich wieder ran an meinen geliebten Blog. Ich hab ihn wirklich vermisst. Wo ich war, wollt ihr wissen? Na, offline. Unfreiwillig offline. Und zwar ganz schön lang.


Und das kam so: Angefangen hat es eigentlich in meinem Fotobearbeitungsprogramm. Das hat sich schlichtweg plötzlich geweigert, meine Fotos abzuspeichern. Es kam eine Fehlermeldung nach der anderen - und auch das normale Bildprogramm hat keine Fotos mehr angezeigt. Und plötzlich konnte ich weder Dateien hoch- noch herunterladen. JPGs und PDFs hat mein Laptop komplett verweigert. Und damit ging im Endeffekt nichts mehr von den Dingen, die ich so am PC mache. :D


Ihr wisst ja, wie das ist. Die meisten Fotos, die ich bearbeite, stammen aus einem Probenähen und haben dementsprechend auch ein Abgabedatum - oder zumindest habe ich den Anspruch, sie rechtzeitig abzuliefern. Besonders wenn das entsprechende Teil schon genäht und fotografiert ist, fehlt ja quasi nur noch das Tüpfelchen auf dem i... Entsprechend genervt war ich. Genervt und frustriert.


In dieser Situation gibt es hier im Haus nur eins zu tun: Man brüllt lauthals nach dem Göttergatten. Der seines Zeichens EDV-Ingenieur ist. Und Computerflüsterer. Da er allerdings beruflich ständig mit PCs zu tun hat, macht er das daheim überhaupt nicht gerne. Daraus resultierend habe ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den ältesten Laptop im ganzen Landkreis. Ohne Akku. Aber das ist eine andere Geschichte. :D :D


Jedenfalls war der Göttergatte in ebendieser Woche zufällig fußlahm und konnte mir nicht entkommen. Und hat sich tatsächlich relativ flott an die Fehlerbehebung gemacht. Ich hibbelnd hinter seiner Schulter. Hat er besonders gern, könnt ihr mir glauben! :D


Gleich am ersten Tag hat dann noch unser Router schlapp gemacht, und damit waren wir dann endgültig offline. So richtig. Unsere beiden Handys haben keinen Vertrag, der Internet beinhaltet, wir loggen uns nur von zuhause aus ins Netz ein. Und wenn dieses streikt, dann streikt es halt.


Ich war entsetzt. Zunächst. Ich meine, wie soll sich die Welt ohne meine virtuelle Präsenz denn bitteschön weiterdrehen??? Vollkommen unmöglich. Schließlich hat Frau Pflichten im Netz. Aufgaben. Interessen. Und so. Und überhaupt. Wo kämen wir denn da hin, wenn ich plötzlich nicht mehr erreichbar wäre???


Im Endeffekt muss ich im Nachhinein voll Verwunderung zugeben, dass mir der Haushalt noch nie so flüssig von der Hand ging wie in meiner offline-Zeit. Keine Ablenkung. Keine WhatsApp. Keine Emails. Kein "Plingpling". Nur das Telefon. Und gefühlt viel mehr Zeit als sonst. Jetzt bin ich eigentlich nicht der Rund-um-die-Uhr-am-Handy-Daddler. Ich kann das Dingens durchaus auch mal weglegen, und ab abends ist das Internet generell ausgeschaltet. Trotzdem habe ich festgestellt, dass ganz schön viel Zeit damit draufgeht. Mit Blogroll durchblättern, Bilder liken, schnell gucken, Wetter schauen und solche Dinge. Und dass das Leben auch ohne Internet läuft. Eigentlich sogar gar nicht schlechter als sonst.


Vielleicht braucht man manchmal eine kleine Erinnerung daran. Daran, wie das Leben war, als es noch grundsätzlich offline war. Dass man auch mal ganz gut ohne Internet auskommt. Auch wenn es oft praktisch ist. Und einen klareren Blick darauf, wie viel Zeit man tatsächlich der virtuellen Welt opfern möchte.


Insgesamt hat es fast zwei Wochen gedauert, bis  ich virtuell und technisch wieder voll einsatzfähig war. Der PC musste komplett leergeräumt und neu installiert werden. Wir haben Unnötiges gelöscht und entsorgt und mal wieder alles ordentlich extern gesichert. Das Fotoprogramm funktioniert wieder, und ich kann wieder Dateien und Schnitte nach Belieben hoch- und runterladen. Und Blogbeiträge mit Bildern verfassen. :D


Zum Glück ist Sommer, und es gibt ja wirklich (wenn es nicht, wie die letzten paar Tage, regnet) herrliche Alternativen zur virtuellen Welt. Ich freue mich momentan zum Beispiel daran, dass wir uns in der Früh wirklich Zeit sparen, weil die Mädels sich einfach nur ein Kleid überwerfen und dann nach dem Zähneputzen eigentlich schon startklar sind. Auf den heutigen Bildern seht ihr eines der absoluten Lieblingskleider meiner Kleinen. Nachdem das Maxikleid von letztem Jahr zwar noch passt, aber nicht mehr ganz bodenlang ist (KATASTROPHENALARM, ich sag's euch. Vierjährige sind da sehr speziell.) musste dringend ein Neues her - und da kam der wunderschöne Schmetterlingsrapport von Mrs Flowers gerade recht, den ich zusammen mit dem rosa Unijersey vernähen durfte. Eine Sommerliebe hoch 3 von der Drahtzieherin ist es mal wieder geworden. Die obersten beiden Lagen habe ich einfach zu einer zusammengefasst, so dass der Schmetterling in seiner ganzen Größe Platz hatte. Die Perlmuttperlen und die weiße Wäschespitze von Namijda sorgen wie immer für kleine Hingucker. Passend dazu gab's ein Traumtuch von Traumwöllkchen ohne Sonnenblende und viele kleine Tüllschmetterlinge, die über das Kleid flattern. Meine Maus sieht selber aus wie ein Schmetterling, wenn sie damit über die Wiese flitzt! <3


Hier findet ihr die wunderschönen Schmetterlings-Rapporte in zwei Farben:


Ich bin also wieder online und erreichbar. Aber mit mehr Bedacht im Hinterkopf. Mit mehr Blick auf die Online-Zeiten. Und mit mehr Offline-Zeit. Weil nämlich die virtuelle Welt eigentlich ganz gut ohne meine geschätzte Präsenz zurechtgekommen ist.... Erstaunlich, aber wahr! ;)

Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 24. April 2017

Ferienvergnügungen

Hach, jetzt sind sie schon wieder vorbei, die Ferien. Schade eigentlich. Ich hätte schon ganz gut noch zwei Wochen so weitermachen können. Aber gut. :D Mein Vorteil ist ja, dass ich montags frei habe und damit immer noch einen Tag dranhängen kann, um die Kurve zwischen Ferien und Schule zu kriegen. Einen Tag, um die letzten Dinge zu erledigen, die in den Ferien erledigt werden sollten, um die Unterrichtsvorbereitung wieder auf Vordermann zu bringen und den Haushalt wieder auf Arbeitsmodus umzustellen. Und vielleicht, um noch schnell einen Blogpost dazwischenzuschieben. :D


Schön waren sie, unsere Ferien. Die erste Woche war, wie jedes Jahr, geprägt von den österlichen Vorbereitungen. Eier färben, Osterfladen backen, all diese schönen Ostersachen, an denen nicht nur die Kinder, sondern genauso ich Freude haben. Der Ostersonntag wird dann traditionell bei meiner Familie verbracht und es gibt ein großes Osterbrunch.


Meine Schwestern reisen an, die sonst in ganz Deutschland verteilt sind, meine Großeltern sind da, die Kinder wuseln dazwischen und es gibt ein richtig fettes Frühstücksbüfett, bei dem für alle was dabei ist. Von vegan über vegetarisch über Osterschinkenliebhaber bis hin zum Käsefetischisten bleiben da keine Wünsche offen. Mmmmmh. :D Hinterher dürfen die Kinder ihre Osternester suchen und man ratscht sich mit gut gefülltem Bauch fröhlich durch den Nachmittag. Schade eigentlich, dass Ostern nur einmal im Jahr ist. :D


Heuer gab's für die Kinder ein besonderes Highlight - wir waren am Ostersonntagabend bei einer lieben Freundin zum runden Geburtstag eingeladen. Sie wohnt im Allgäu, etwa zweieinhalb Stunden Fahrstrecke von hier, und so haben wir  uns das Wohnmobil von Oma und Opa ausgeliehen und einen Kurzurlaub dort geplant.


Die Feier selber fand in einem Jugendhaus mit Übernachtungsmöglichkeit statt - da durfte das Wohnmobil unbewohnt vor der Tür stehen bleiben. Schon eine tolle Sache, eine Feier mit Übernachtung im Haus. Die Kinder sind fröhlich zwischen Zimmer und Feierlichkeiten hin und her gewuselt und konnten es gar nicht erwarten, endlich zum Schlafen in die Stockbetten (!!) gebracht zu werden - und wir Großen konnten danach noch ohne Stress und schlechtes Gewissen in Reichweite der Mädels ein bisschen weiterfeiern.


Am nächsten Tag gab's noch ein gemeinsames Frühstück, dann sind wir ins Wohnmobil umgestiegen. Leider hat uns das Wetter einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Termperaturen lagen um die Null Grad, und begleitet wurden wir von anhaltendem Schneeregen. Bäh. Aus der Bergwanderung, die uns eigentlich vorschwebte, ist also nichts geworden. Stattdessen haben wir den WoMo-Stellplatz der Therme in Bad Wörishofen angefahren. Leider sind da Kinder erst ab 16 Jahren erlaubt, und das sogenannte "Sport-und Spaßbad" entpuppte sich als relativ unspektakulär und dafür recht hochpreisig. Da wollten wir eigentlich dann nicht rein. Nachdem wir zwei Stunden im Wohnmobil verbracht und auf besseres Wetter gewartet hatten (welches nicht in Sicht war), haben mein Mann und ich beschlossen, uns dem Mistwetter zu ergeben und nach Hause zu fahren.


Ha, habt ihr schon mal versucht, mit Kindern einen Urlaub zu kürzen? Ja? Ihr hättet die Gesichter sehen sollen. "Aaaaaber ihr habt es uns versprooochen! Und es ist doch schon alles hergerichtet! Und wir würden doch so gern im Wohnmobil schlafen!". Das ganze mit tränendurchflossenem Dackelblick mal zwei. :D Naja, und eigentlich soll man sich vom Wetter schließlich auch nicht aufhalten lassen. Wir haben also kurzentschlossen die Badetaschen gepackt und doch noch eineinhalb Stunden im Bad verbracht, was dann auch echt okay war. Immerhin gab's zwei Rutschen, die die Damen ausführlich genutzt haben. Abends sind wir mitsamt Wohnmobil in die Stadt hineingefahren und haben uns eine leckere Pizzeria gesucht. Und hinterher die Zeit im gut geheizen Wohnmobil mit Spielen und Lesen verbracht. Ein leckeres Frühstück am nächsten Tag war auch noch drin, und nach einem Besuch im riesigen Dehner-Gartencenter auf dem Heimweg waren alle Beteiligten dann doch sehr glücklich mit dem gewonnenen Urlaubstag. Hatten sie Recht, die Kinder. Was stört uns das bisschen Eisregen. :D


Die restliche Woche hatte der Göttergatte frei, und wir haben die Zeit genutzt, um einiges Abzuarbeiten, was schon lang auf der To-Do-Liste steht. Begleitet von jeweils einem gemütlichen Ausschlaf-und-dann-ordentlich-Frühstücken-Tagesstart. Kann man wieder machen, ganz ehrlich! :D


Nachdem jedenfalls der April so wechselhaft wie eh und je daherkommt und von morgendlichem Frost bis Kurze-Ärmel-Temperaturen in der windstillen Ecke so ziemlich alles dabeihat, zeige ich euch heute ein besonders wandelbares Outfit. Die "Sommerliebe ^3" von der Drahtzieherin war letztes Jahr schon einer meiner Lieblingssommerschnitte - und die Tunikaversion gefällt mir und den Mädels am besten. Schon, weil der Sweety-Kitz-Stoff, den Nikiko für Alles-für-Selbermacher designt hat, mit den Glitzerrehen ein absoluter Mädchentraum ist... :D Wie so oft machen die Tüddeleien aus dem Namijda-Shop das Tüpfelchen auf dem i aus - das cognacgelbe Minischleifchen, die Perlmuttperlen an den Trägern oder die Häkelborte unten an der Tunika. <3 Kombiniert mit der stylischen BiGGi-Bikerleggings von Feefee (ich liebe ja die Bieseneinsätze) und einem Langarmshirt im Moment auch bei frischeren Temperaturen gut tragbar - und im Sommer dann mit kurzer Leggings oder "ohne alles" im Einsatz. Die Tunika wächst durch die Spaghettiträger zum Binden auch total gut mit, die wird uns sicher noch eine ganze Weile begleiten. Heute musste sie trotz Tomatensuppen-Flecken unbedingt mit in den Kindergarten. Mal sehen, ob ich sie zumindest heute Abend in einem unbeobachteten Moment in die Waschmaschine bugsieren kann... ;)


Hier findet ihr den supersüßen Sweety-Stoff mit den Glitzerrehen:

Jersey - Sweety - Glitzer - HafenKitz - NIKIKO

Hier geht's zur Bikerleggings BiGGi (bei Feefee gibt's übrigens grade 15%, habe ich gesehen - falls ihr die Gelegenheit gleich schnell nutzen wollt! :D Und den Schnitt gibt's auch für uns Große!!):


Und da gibt's die Sommerliebe:

Sommerliebe³  Anleitung und Schnitt für ein Trägertop/-Tunika/-Maxikleid - Nähanleitungen bei Makerist sofort runterladen


Ich widme mich dann mal wieder meinem Übergangstag und stimme mich mental wieder auf das Schulleben ein... Ommmmm.... :D

Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 9. Januar 2017

Freunde eben

Wisst ihr, was interessant ist? Ich habe dieses Wochenende die Erfahrung gemacht, dass es mich tatsächlich mehr stresst, wenn ein Kind nicht da ist, als wenn es da ist. Das ist selbstverständlich abhängig davon, wo es gerade steckt. Aber lasst mich von vorn anfangen.


Meine große Tochter, inzwischen stolze fünf Jahre alt und Vorschulkind, ist seit den Herbstferien Mitglied im Kinderchor des Nachbarortes. Finde ich eine gute Sache - Singen ist ein tolles Hobby, sie lernt viele neue Kinder aus verschiedenen Altersstufen da kennen und hat auch echt Spaß daran. Hier aus dem Dorf gehen ziemlich viele Kinder dahin, es gibt nette Fahrgemeinschaften, ihre Freundinnen sind dabei und die Kinder bekommen auch reichlich Gelegenheit für Auftritte. Gute Sache das, also.


Nachdem meine Große ja nun mal meine Große ist, bin ich immer relativ unbedarft, wenn sie etwas Neues anfangen will. Keine älteren Geschwister, keine älteren Cousinen und Cousins, von deren Erfahrungswerten wir profitieren könnten - wir probieren also immer einfach mal. DIe Tochter springt ins kalte Wasser, und ich springe irgendwie mit. Mal mit mehr, mal mit weniger gutem Erfolg. So also auch die Chorsache. Samstag vormittags, in nettem Ambiente und guter Gesellschaft singt das Tochterkind nun also regelmäßig.


Und dann kam ganz schnell etwas, womit ich so gar nicht gerechnet hatte: das jährliche Kinderchorwochenende. Drei Tage auswärts mit zwei Übernachtungen in einem Jugendhaus, 50 Kinder und Jugendliche jeden Alters, und die Tochter als eine der Jüngsten mittendrin. Ich sage euch, mir ist das Herz schon Wochen vorher bei dem Gedanken in die Hose gerutscht. :D


Wir haben uns schließlich darauf geeinigt, dass sie Samstag und Sonntag als "Tageskind" teilnehmen darf - also zuhause übernachtet und via Privatchauffeuse morgens dort angeliefert und abends nach Programmende wieder abgeholt wird. Das schien mir für alle Beteiligten (inklusive der Chorleiterin) ein fairer Kompromiss.
"Was macht sie denn für ein Theater??", werdet ihr jetzt vielleicht denken. Naja, mal abgesehen davon, dass ich der Meinung bin, dass das große Kind trotzdem noch ein bisschen klein ist (der Meinung bin ich übrigens schon immer, und ich sehe nicht, dass sich in absehbarer Zeit daran etwas ändert... ;) ), ist meine Tochter ein eher ruhiges Kind. Jemand, der viel beobachtet, bevor er sich anschließt. Jemand, der sich von zu vielen Eindrücken manchmal einfach überfahren lässt. Dachte ich.


Samstag morgen also hatten zwei Mitglieder im Hause hasenwild ordentlich Muffensausen. :D :D Die Tochter versuchte, ihre Teilnahme kurz vor der Abfahrt doch noch zu revidieren und ich war nahe dran, ihr einfach zuzustimmen. :D Da ich aber weiß, dass es manchmal nur einen kleiner Stups in die richtige Richtung zum großen Glück braucht, haben wir beschlossen, uns die Sache zumindest zusammen anzusehen. Mit gepacktem Rucksack für einen langen Tag standen wir also dann morgens um halb neun vor dem Jugendhaus Schloss Pfünz und blickten die Fassade hoch. Ziemlich klein vor dem großen Schloss.


Als wir dann gemeinsam den Speisesaal mit der versammelten Kindermannschaft beim Frühstück betraten, das Kind neben mir den Rucksack fest umklammert, passierte etwas wunderbares. Die versammelten Kinder unserer Ortschaft kamen fröhlich lachend auf meine Tochter zu - bestimmt 7 Kinder, große und kleine, Jungs und Mädels, ein bunt gemischter Haufen - begrüßten sie mit Begeisterung und haben sie einfach mitgenommen. Ich habe dem selig lächelnden Kind zugesehen, wie es in einer Traube Kinder den Gang entlang verschwunden ist. Und ich weiß noch, dass ich dachte "Welch ein Glück, dass es euch gibt".


Als es zuhause langsam Abend wurde, habe ich gewartet. Darauf, dass jemand anruft und mir sagt, meiner Tochter wäre das alles viel zu viel und zu laut und zu lang und ich solle sie doch bitte abholen. Ich sah sie in meinem Kopf in irgendeiner Ecke sitzen, sehnsüchtig auf mich wartend und zu schüchtern, um das laut zu sagen. Ich sage euch, ich bin durch die Wohnung gelaufen wie ein eingesperrter Tiger. Schrecklich, so ein Mamaherz, manchmal....


Im Endeffekt habe ich meine Tochter nachts um halb zehn in bester Laune zurückbekommen (und ohne jedes Verständnis, warum sie eigentlich an diesem wunderbaren Ort nicht übernachten durfte). Sie war komplett aufgedreht, sprudelte quasi über vor lauter Erfahrungen und Neuigkeiten und Begeisterung und meinte mit leuchtenden Augen: "Mama, jetzt hab ich so viele Freunde, dass ich sie gar nicht mehr zählen kann." Und ich? War mir nicht sicher, ob jemand mein Kind vielleicht heimlich ausgetauscht hat... Habe mit ihr gestaunt, mich mit ihr gefreut und mal wieder festgestellt, dass ich ihr ruhig mehr zutrauen darf, der kleinen großen Maus.


Am Sonntag habe ich sie wieder hingefahren und sie ist mit einer Selbstverständlichkeit zwischen den Kindern abgetaucht, über die ich nur den Kopf schütteln kann. Sie hatte nicht mal mehr Zeit zum Winken. Mittags waren wir Eltern eingeladen, in einem Konzert zu hören, was sich die Kinder übers Wochenende erarbeitet hatten. Und es klang, als hätten sie miteinander eine tolle Zeit gehabt.


Jedesmal, wenn mir dieses Wochenende durch den Kopf geht, sehe ich vor mir die Szene im Speisesaal, bei unserer Ankunft. Die Szene, die das ganze Wochenende bestimmt hat. Wären in dem Moment nicht die anderen Kinder gekommen und hätten meine Maus unter ihre Fittiche genommen - wer weiß, ob sie geblieben wäre. Wer weiß, wie es gelaufen wäre. Dieses Selbstverständnis, mit dem sie sie integriert und mitgenommen haben, finde ich so wunderschön. Klar kennen sich die Kinder untereinander - aber es ist dennoch nicht selbstverständlich. Gerade die Großen, die Schulkinder, die großen Schulkinder haben ja durchaus auch ganz viel anderes zu tun, als so ein Vorschulkind mitzuziehen. Und trotzdem. Trotzdem haben sie ihr den bestmöglichen Start in das Wochenende ermöglicht, den man nur haben kann. Und gerade die beiden Firmlinge, die da dabei waren, haben meine Tochter das ganze Wochenende über immer wieder begleitet. Haben ihr geholfen, haben ihre Schuhe und ihren Rucksack in ihrem Zimmer gebunkert und waren da, wenn sie Hilfe brauchte. Freunde eben. Und wisst ihr was? Ich bin mir sicher, dass die Welt genau diese Menschen braucht. Kinder mit Mitgefühl, mit einem Auge auf die Kleinen, mit Empathie und sozialem Einfühlungsvermögen. Denn aus ihnen werden tolerante und hilfsbereite Erwachsene werden. Und das Schönste - so, wie meine Tochter das jetzt erlebt hat, und auch die anderen Kinder in der Gruppe, so werden sie das irgendwann weitergeben. Irgendwann werden sie die "Großen" sein. Irgendwann werden sie im Speisesaal lächelnd auf einen Neuanfänger zulaufen und ihn herzlich in die Gruppe aufnehmen. Und damit die Welt ein Stückchen besser machen.


Hasenwilde Grüße
Johanna


Schnell noch ein paar Infos zu den Fotos:
Die Tunika ist meine geliebte "Sommerliebe hoch 3" von der "Drahtzieherin" Iris
Das Shirt darunter ist ein Upcyclingprojekt aus einem ausgedienten Teenie-Shirt einer Freundin, als Schnitt habe ich das Basic-Longshirt von Lillesol und Pelle genäht
Und die wunderbare XXL-Borte in gelb durfte ich für Nadine von Namijda vernähen, die in ihrem Shop inzwischen nicht mehr nur fantastischen Tüddelkram, sondern auch die wunderschönsten Stoffe hat - absolute Einkaufsempfehlung von mir! Die wunderbare hellgelbe Wäschespitze findet ihr hier:
*KLICK*
Und die Applikationsvorlagen für die Eis-am-Stiel-Applikation ist von Din-Din und ihr bekommt sie hier: *KLICK*

Mittwoch, 24. August 2016

Post

Ach ihr Lieben, ich hätte so viel zu erzählen und zu zeigen, aber ich komme einfach nicht zum Schreiben. :D :D Ich bin im Ferienflow und wie ich es mir gewünscht hatte, entstehen gerade ganz viele Sachen an der Nähmaschine, die ich schon ewig machen wollte.


Ich habe mir ziemlich probenähfrei genommen, um das zu schaffen, und habe mal wieder richtig Freude dran, nur für uns zu nähen. Ich zeige euch die Sachen sicherlich irgendwann (wenn ich mal Zeit habe zu fotografieren), aber da noch so viele schöne Bilder auf dem Rechner auf euch warten, müssen die erst gezeigt werden. :D


Heute möchte ich euch aber von etwas erzählen, was mich in den Ferien besonders berührt und gefreut hat. Eine Karte. Eine einfache Karte. Anstatt über die Post kam sie direkt in meinen Briefkasten, die Absenderin wohnt nämlich nur 15 Minuten von hier entfernt. Bevor ich euch aber erzähle, warum diese Karte mein persönliches Ferienhighlight war, muss ich ein bisschen ausholen. :D


Ich singe mein Leben lang in Chören. Zu Höchstzeiten waren es 6-7 Stück parallel, mit den Kindern hat sich das aber wieder ein bisschen relativiert und zurückgefahren - und so gibt es im Moment keinen festen Chor, in dem ich mitsinge.


Ich helfe hier und da instrumental oder gesanglich aus, und es gibt einige Gruppen, in denen ich mitwirke, die projektmäßig die ein oder andere Hochzeit oder ähnliches singen, aber eben nichts so richtig festes. Wöchentliches.


Auf der einen Seite genieße ich die Freiheit und Freizeit - weniger Termine in der Woche heißt eben, mehr Zeit für die Kinder und mich - aber auf der anderen Seite vermisse ich das Singen dann auch wieder. Den Zusammenhalt, die Proben, die Gespräche und natürlich die Musik. Deshalb habe ich mit einer lieben Freundin zusammen einen Projektchor mit dem schönen Namen "Voice ma's" gegründet, der - je nach Lust und Laune - ein bis dreimal im Jahr einen Gottesdienst mit fetzigen Liedern gestaltet. Zwei Proben, ein Auftritt, fertig. Ein kleines, aber feines Projekt, mit nicht zu viel Aufwand, aber jeder Menge Spaß verbunden.


Und es singen - Freunde. Freunde aus allen Himmelsrichtungen, Männer, Frauen, mit Kindern und ohne, alle geeint dadurch, dass sie einfach gern singen - und oft, genau wie ich, nicht die Zeit haben, einem Chor mit festen wöchentlichen Probenzeiten beizutreten. Entsprechend habe ich das Gefühl, dass die Motivation nicht nur bei mir, sondern auch bei meinen Sängern und Sängerinnen besonders groß ist. Dieser Chor singt nicht nur - er strahlt nebenher eine solche Freude und Begeisterung aus, dass es unglaublich Spaß macht, davor zu stehen. <3


Jedenfalls haben wir am zweiten Augustwochenende gesungen, und ich hatte richtig Spaß. Da waren geniale Solos, wundervolle Musiker und ein Chor mit ganz viel Enthusiasmus und Begeisterung. Es war echt gut, finde ich. Ich habe den Tag sehr genossen, hinterher war ein Großteil des Chores noch miteinander essen, ratschen, austauschen, den Tag genießen.


Und zwei Tage später lag dann diese besagte Karte in meinem Briefkasten. Eine Karte von einer Freundin, die leider nicht mitmachen konnte, sich aber dann mit ihrer Familie den Chor angehört hat. Soooo viele schöne Worte - wie sehr es ihr gefallen hat, wie schön es war, wie viel Freude sie beim Zuhören hatte. Die Karte liegt seither auf dem Schreibtisch neben dem PC und ich lese immer mal wieder drüber - und lächle dabei. Und wisst ihr, was ich denke?


Wie oft bin ich begeistert von etwas, und vergesse ganz einfach, es laut auszusprechen? Vergesse, zu sagen, wie sehr ich den Tag oder den Abend mit jemandem genossen habe. Wie sehr ich mich über etwas gefreut habe. Und das sind ja manchmal auch einfach ganz kleine Sachen. Ich nehme mir hiermit vor, wieder mehr auszusprechen, wenn mich etwas begeistert. Laut zu sagen, dass ich mich über etwas gefreut habe, anstatt immer davon auszugehen, dass die Leute das schon wissen. Ich nehme mir fest vor, mir auch mal wieder die Mühe zu machen, eine liebe Karte zu schreiben - ich weiß jetzt nämlich wieder, wie schön es ist, eine zu bekommen....


Nebenher konntet ihr Bilder der kleinen Hasentochter in ihrer Lieblingstunika sehen. Den Schnitt "Sommerliebe hoch 3" von der Drahtzieherin habe ich euch schon als Maxikleid gezeigt, aber die Tunikavariante mag ich mindestens genauso gern - vor allem sehen diese Spaghettiträgertops auch mit einem Longshirt drunter total klasse aus, finde ich, und damit werden sie auch richtig herbsttauglich. Da zeige ich euch auch noch ein Beispiel. Aber noch lässt sich das tolle Teil einfach so leicht tragen, wie hier. <3 Anstatt unten noch eine Stoffrüsche anzubringen, habe ich die blaue XXL-Wäschespitze von Namijda genutzt, die ich vernähen durfte. Das geht ratzfatz und gibt der Tunika nochmal richtig Leichtigkeit. Die passenden Borten dazu lassen sich wunderbar vertüddeln und bringen Einheitlichkeit in die Tunika - und auch eine passende Tullelue ist entstanden - die restliche Wäschespitze kommt auch hier beim Tüddeln super rüber, finde ich... <3


Hier nochmal der Link zum Schnitt:

Sommerliebe³  Anleitung und Schnitt für ein Trägertop/-Tunika/-Maxikleid - Nähanleitungen bei Makerist sofort runterladen

Da geht's zur XXL-Borte in Namijda's Shop - und von da könnt ihr euch zu den passenden Häkelborten und der schmalen Wäschespitze weiterklicken:

♥1 Mtr. Wäschespitze - XXL Blütentraum 8cm - Baby Blau ♥


Und die Tullelue findet ihr hier: *KLICK*


Hasenwilde Grüße
Johanna