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Mittwoch, 19. Februar 2020

Das Midimädchen - eine Liebeserklärung

Ihr Lieben,

ein Kind fehlt noch in meinem Update. Das Sandwichkind. Die Mitteltochter. Noch eine Liebeserklärung.

Ja, wo fange ich an? Im Januar ist sie sieben Jahre alt geworden. Sieben Jahre alt! Ich meine, wie ist das so schnell passiert??? (Ja, ich weiß schon, hab ich bei den anderen beiden auch schon geschrieben. Aber ernsthaft - die Zeit fliegt doch, oder?). Aus meinem Minimäuschen, das immer "die Kleine" war, ist letztes Jahr ratzfatz eine große Schwester und ein Schulkind geworden. Und beide Jobs macht sie unglaublich gut.



Die Miditochter hat eine Fürsorge-Aura um sich. Gerade wenn es um kleine Kinder geht - die kümmert sich. Vollkommen selbstverständlich und mit so viel Geduld, wie man es einer 6/7-jährigen manchmal nicht zutrauen würde. Seien es die beiden Cousins, die sie nebenher mal füttert oder mit ihnen spielt, die kleine Cousine oder eben der eigene Bruder. Wenn sie heimkommt, schnappt sie sich als allererstes das Baby. Sie trägt den Bub ins Wohnzimmer und da wird mindestens 15 Minuten gespielt, gescherzt, gekitzelt, Fangen gespielt und was ihr noch so alles einfällt, um den Bub zum Lachen zu bringen. Sie hat immer ein halbes Auge darauf, ob er sich heimlich aus der Tür schleicht, um dann die Treppe hinaufzuklettern und sie sorgt zuverlässig dafür, dass in seiner Umgebung keine Kleinteile liegen. Er dankt es ihr mit sonnenstrahlendem Lächeln und ausgestreckten Ärmchen.


Aber auch sonst ist sie ein sehr soziales Wesen - das Fräulein integriert sich problemlos in jede Gruppe, hat Unmengen Freunde und verbringt ihre Freizeit am liebsten in Gesellschaft. Ihre neue Leidenschaft ist Witze erzählen, und damit bringt sie jede auch noch so triste Runde dazu, in Minutenschnelle in gut gelauntes, schallendes Gelächter auszubrechen. Und ich glaube, ich hatte in meinem Leben noch nicht so viele Freundebücher im Haus, wie das Midimädchen in den letzten zwei Jahren.


Das Kind ist unglaublich ehrgeizig. Wenn sie etwas können will, dann lernt sie das. Sei es das Radschlagen, das Blockflötenspiel, verschiedene Voltigier-Übungen, Lesenlernen oder Skifahren - das Kind setzt sich etwas in den Kopf und arbeitet dann konsequent darauf hin. Sie übt. Und übt. Sie fällt unzählige Male auf die Nase, steht auf und übt weiter. Und zwar so lange, bis sie es kann. Da führt kein Weg dran vorbei. Das Letzte, was sie gelernt hat, war das Pfeifen. Weswegen sie jetzt eben pfeift. Tagaus, tagein. Manchmal registriert sie selber schon gar nicht mehr, dass sie pfeift. Aber ich. :P Der Vorteil: Man hört immer, wo sie gerade steckt. Wie so eine Kuh mit Glocke um den Hals. :D :D


Ich kenne niemanden, der so schnell kapiert und umsetzt wie meine Mitteltochter. Sie sieht, checkt, und macht. Weswegen ihr das Schulleben unglaublich liegt. Das Kind fliegt federleicht durch alle Fächer, braucht nie Hilfe bei den Hausaufgaben und hat selbstständig ihre Sachen fertig und parat. Sie liest mindestens genauso gut wie ihre große Schwester und löst nebenher sämtliche Sternchen-Zusatzaufgaben, ohne mit der Wimper zu zucken. Die Lehrerin ist begeistert. Ich auch. Auch als Lehrerin muss ich sagen, dieses Kind passt in unser Schulsystem wie das Salz in die Suppe. Der Deckel auf den Topf. Und der Schwanz an den Hund. Sie ist wie dafür geschaffen und liebt die Schule dementsprechend. Und die Schule liebt sie. <3


Zuhause kommt dann aber doch hin und wieder der ausgeprägte Dickschädel der Midimaus zum Vorschein. Manchmal ist er ihr eine Hilfe beim Erreichen ihrer Ziele, manchmal steht sie sich damit aber auch selber im Weg. Sie kann schwer fünfe gerade sein lassen, und die Suche nach einem Kompromiss mit ihr ist hin und wieder harte Arbeit. Ganz klar ist es mir aber lieber, sie testet ihre Grenzen an mir als an jemand anderem. Ich kann damit umgehen. Und ich lieb sie trotzdem. Das muss ich ihr auch regelmäßig sagen, wenn die Wut dann verraucht ist. Das ist das Wichtigste am Dickschädel.


Innen drin ist dieses Kind, das (fast) alles auf Anhieb kann und das in jeder Beziehung unglaublich viel Lob und Erfolg einsammelt, nämlich manchmal gar nicht so selbstbewusst. Sie braucht ganz viel Lob und Bestätigung und oft traut sie sich dann Dinge nicht zu, die eigentlich kein Problem für sie darstellen. Beim Lernentwicklungsgespräch in der Schule habe ich wieder gesehen, dass sie sich selbst wesentlich kritischer einschätzt als ihre Lehrerin. Ich gebe mir bei ihr besonders viel Mühe, ihren Erfolg nicht so sehr am Ergebnis festzumachen, sondern an der Tatsache, dass sie daran gearbeitet und Mühe hineingesteckt hat. Gerade meine Mittelmaus ist ein bisschen gefährdet zu glauben, dass ihr Daseinszweck davon abhängt, wie gut die Ergebnisse sind, die sie erzielt. Was ich total interessant finde, weil die Großtochter nämlich relativ unabhängig von der Meinung anderer und sehr stark für sich arbeitet. Und ich meine, beide vom Prinzip her gleich erzogen zu haben. Jedenfalls muss ich dem Mittelkind immer wieder betonen, dass Anstrengung reicht und das Ergebnis nur zweitrangig ist. Es ist mir echt wichtig, dass sie auch mit Misserfolgen umgehen kann, ohne sich selbst dafür zu zerfleischen - und dass es andersherum keinen Unterschied am Wert der Person macht, wenn jemand länger an einer Aufgabenstellung arbeiten muss als sie. Fehler sind Freunde. Auch bei einem Höhenflug.


Die Midimaus liebt Spiele. Ich spiele auch gern, der Rest der Familie eher weniger. Deshalb sind wir beiden die Brettspiel-Fraktion. Die neueste Errungenschaft ist Ubongo, was wir beide lieben (und da ist sie mir absolut ebenbürtig). Aber auch gemeinsames Puzzeln oder ein Kartenspiel stehen ganz hoch im Kurs, und dafür spatze ich mir hin und wieder auch gern ein halbes Stündchen ab. Spielpartner Nummer eins ist aber die große Schwester. Die beiden sind ja altersmäßig nur knapp zwei Jahre auseinander und teilen die meisten Hobbies und Interessen. Ihr Schleich-Universum ist quasi grenzenlos, und auch mit ihren Kuscheltieren können die beiden stundenlang in ihren Fantasie-Welten versinken. Inzwischen spielen sie auch sehr gleichberechtigt. Während früher oft die Große die Geschichte und das Setting bestimmt hat, und die Mitteltochter eben nur mitspielen durfte, bringen inzwischen beide ihre Ideen gleichermaßen ein. Manchmal kracht es, aber meistens einigen sie sich auf einen Weg, der irgendwie für beide passt. Ich beobachte das so gerne.


Auf den Bildern seht ihr Eindrücke vom ersten Schultag. Das Kleid hat sie sich genau so gewünscht - das Panel dafür habe ich in Tinas Steinblauem Lädchen entdeckt, der Kombistoff ist aus meinem Fundus. Als Schnitt habe ich "Delilah" von Mariele gewählt - die habe ich schon rauf und runter genäht; wenn ich ein gut sitzendes Drehkleid suche, ist der Schnitt immer wieder mein Favorit. Allerdings haben wir mit Gr 140 jetzt die Schlussgröße erreicht, und ich muss mich schön langsam mal nach einem würdigen Ersatz umsehen... :D Die Schultüte ist aus der Kollektion von Alles-für-Selbermacher, nämlich diese hier. Für die große Schwester durfte ich die Schultüte ja probenähen und habe mir ein Exemplar mit Namen, aber ohne Motiv gewünscht. Klar, dass die kleine Schwester das auch so haben wollte. Und weil Nadine ein großes Herz hat, habe ich nochmal ein Leerexemplar zum selbst-gestalten bekommen. <3 <3 Das Fräulein hatte sehr genaue Vorstellungen, was drauf soll, und ich habe die Katze genau nach ihren Wünschen gefertigt - die Webbänder, Schleifchen und die Glitzersteine waren dann aber meine künstlerische Freiheit - ein bisschen Überraschung muss schließlich sein! <3 Klar gabs auch eine Geschwistertüte für die Große! Und dann muss ich euch noch die Schultüten-Erdbeer-Sahnetorte zeigen, die hat mich nämlich fast mehr Arbeit gekostet, als das Kleid, glaube ich - lecker war sie aber allemal! <3


Auch mein Midimädchenist ganz schön groß geworden. Ein soziales, liebenswertes und zielstrebiges Kind - ich liebe es, ihr beim Wachsen zuzusehen. Aber sie soll langsam machen. Und sich noch oft zu mir kuscheln. Ganz oft. <3


Hasenwilde Grüße
Johanna


Donnerstag, 12. Oktober 2017

Schultütenglück

Auf Facebook hab ich sie ja schon gezeigt - jetzt gibt es hier nochmal die gesammelten Bilder in all ihrer Pracht. Das sicherlich wichtigste Werk des Jahres. Die Schultüte.


Ich beschwere mich hier ja schon öfter mal, dass meine Mädels so unverschämt schnell wachsen. Aber ein Kind mit Schultasche auf dem Rücken und Schultüte in der Hand - das ist nochmal eine vollkommen neue Kategorie an "groß"...


Mein großes Mädchen hat also den nächsten Schritt gemacht. Unser erstes Schulkind. Auch als Lehrer ist es total interessant, diese Schülersache mal von der anderen Seite aus zu sehen zu bekommen... :D


Sie war auf alle Fälle mehr als bereit für die Schule und hat sich sehr darauf gefreut. Auch wenn sie den Kindergarten hin und wieder vermisst, gab es bisher noch keine Klagen, wenn es in die Schule ging - und das freut mich unglaublich. Eigentlich ist das der wichtigste Anspruch, den ich an die Schule habe - dass meine Tochter sich dort wohlfühlt und gern hingeht. Und ich freue mich wie ein Schnitzel, dass das bisher genau so der Fall ist.


Wir haben für unsere Maus aus verschiedenen Gründen die Montessorischule hier in der Nähe ausgesucht. Die Entscheidung ist uns Anfang des Jahres gar nicht so leicht gefallen, aber wir sind absolut glücklich damit jetzt. Unser großes Schulkind genießt die Tage dort sichtlich und kommt entspannt und zufrieden nach Hause - und das, obwohl sie dort jeden Tag bis 13.00 Uhr Unterricht hat. Das ist total schön zu sehen.


Auf die Hausaufgaben könnte sie allerdings gut verzichten. Ich muss immer grinsen, wenn sie mir erklärt, dass sie ja wohl vormittags schon genug gearbeitet und sich ihre Ruhe verdient hat! :D :D Tja, so geht es mir auch hin und wieder, wenn ich den Berg Haushalt oder einen Stapel Hefte zum Korrigieren vor mir habe... Meistens setzen wir uns dann eben gemeinsam hin, und jeder erledigt seine Arbeit. Damit hinterher Zeit zum Spielen ist. Das klappt dann ganz gut.


Der erste Schultag war eine unglaublich spannende Sache. Wie sie da stand, die Tüte in der Hand und die Schultasche auf dem Rücken.... Und mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit in das Klassenzimmer marschiert ist, ohne sich nochmal umzudrehen. Wahrscheinlich war der Tag aufregender für mich als für sie.


Nachmittags gab es Kuchen und die Omas sind vorbeigekommen, um sich einen Erlebnisbericht abzuholen, die Schultüte zu bewundern und natürlich noch das ein oder andere kleine Geschenk zu überreichen. Eigentlich hätten wir nach dem Tag ganz gut wieder ein paar Tage Ferien vertragen können, so aufregend war das... ;)


Inzwischen ist der Alltag eingekehrt. Die Schule und das Schulkind sind schon fast zur Selbstverständlichkeit geworden - und schön langsam werde ich dann doch mal die wundervolle "Schulkind"-Wimpelkette in der Küche abhängen. Heimlich. Offiziell meint die Tochter nämlich, die Wimpelkette kann erst weg, wenn sie kein Schulkind mehr ist. :D :D Aber so lange will ich dann doch nicht warten... ;)


Jedenfalls kamen die Schultüten-DIY-Sets von Alles-für-Selbermacher dieses Jahr wie gerufen. Bereits im Frühjahr durfte sich das Tochterkind ein Wunschexemplar aussuchen, das ich dann nach ihren Wünschen verziert habe (natürlich mit Pferd. Ohne Pferd geht ja gar nix hier im Haus.). Eine Geschwistertüte gab's dann kurz vor knapp natürlich auch noch, von der gibt's allerdings keine Fotos - die sind im Schulanfangstrubel irgendwie untergegangen... Falls ihr jedenfalls nächstes Jahr auch einen Schulanfänger im Haus habet, kann ich euch jedenfalls nur ans Herz legen, die Augen bei Alles-für-Selbermacher offen zu halten. Ich bin mir sicher, dass sie auch nächstes Jahr wieder eine bunte Variation an Schultütenideen zum Selbernähen bereithalten - solche, bei denen man eigentlich nur noch die Außennähte schließen muss und auch solche, bei denen man die Verzierung (so wie ich) selbst übernehmen kann. Komplett mit Papprohling, Knöpfen zum Beziehen und Kordel zum Binden. Einfach geht die Schultütenbastelei nämlich beim besten Willen nicht!


Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 25. Februar 2016

Der ultimative Wohlfühlfaktor

Heute, passend zum RUMS-Donnerstag, hab ich richtig Lust, euch eine meiner neuesten Errungenschaften zu zeigen. Endlich mal wieder was für mich Genähtes. Draußen ist es kalt, im Kachelofen knistert ein warmes Feuer, ich habe mir eine Tasse Tee aufgebrüht und die Kinder schlafen. Sagt ehrlich - was fehlt euch jetzt in diesem Bild von meiner aktuellen Sofasituation? Na?


Ganz klar: Die Kuscheldecke. Ich liebe ja Decken. Eine Decke bringt den ultimativen Wohlfühlfaktor. Vollkommen egal ob im Sommer am Abend draußen auf der Terrasse, wenn die Temperaturen abkühlen oder im Winter drinnen auf dem Sofa vor dem knisternden Kaminfeuer - wenn ich es mir irgendwo bequem mache, brauche ich IMMER eine Decke. Je kuscheliger, desto besser.


Meine Kinder haben diese akute Deckensucht (fachmedizinisch Deckophilia gigantia) offensichtlich von mir geerbt, denn für sie gibt es nichts Schöneres, als täglich das komplette Deckensortiment aus der Schublade unter dem Sofa zu räumen (und diese Schublade ist wirklich VOLL) und mit ungefähr 10 Decken verschiedener Größe und Beschaffenheit ihre Lager auszupolstern, Kuscheltiere einzuwickeln, Dächer zwischen Stühlen zu bauen und was ihnen sonst noch so alles einfällt. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Und ich lege täglich alle 10 Decken zusammen und habe schon ein paar Mal darüber nachgedacht, einfach die Hälfte im Keller verschwinden zu lassen. Aber irgendwie kann ich sie ja verstehen, die zwei Mäuse. So eine Decke bietet grade in ihrer Einfachheit quasi unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten. Und offensichtlich haben meine Hasenmädels noch nicht alle davon erkundet. Wer bin ich denn, dass ich sie da in ihrer Kreativität behindern würde? Neeee. Sollen sie sie haben, die Decken. Ich bringe ihnen einfach bei, wie man die Teile wieder zusammenlegt. Morgen. :D :D


Mein erstes Nähprojekt überhaupt war eine Strampeldecke zur Geburt meiner Ältesten. Dieses Teil mit lauter von Hand applizierten verschiedenen Tieren hat mich sämtliche Nerven und ein halbes Jahr meines Lebens gekostet. Aber danach war es um mich geschehen. Ohne Scherz, das war der Beginn meiner Nähkarriere. Diese Decke hat mich einiges gelehrt. Und sie wurde von zwei Kindern wirklich geliebt und genutzt. Danach habe ich mich immer mal wieder an eine Patchworkdecke gesetzt. Jede meiner drei Schwestern hat eine bekommen. Jede eine andere Art, jede ein anderer Farbton, alle mit dickem Volumenvlies gefüttert und mit Baumwollrückseite, so dass sie sich auch richtig gut als Tagesdecken über dem Bett eignen. Außerdem habe ich natürlich für meine Mädels gepatcht - die beiden haben jeweils an ihrem dritten Geburtstag eine Patchworkdecke bekommen - ab dem Zeitpunkt fand ich nämlich die Babydecken zu klein und die richtigen "Erwachsenendecken" aber noch zu groß und habe jeder eine Mittelgröße genäht, die beide extrem viel im Einsatz sind. Die Decke von der Kleinen habe ich vor gerade mal einem Monat fertiggestellt - die werde ich euch demnächst auf alle Fälle auch noch zeigen. Bei den beiden Patchworkdecken habe ich die Vorzüge einer Fleecerückseite entdeckt - da ist die Decke nochmal so kuschelig....


Fällt euch was auf? Von den 6 bisher genähten Quilts war bisher kein einziger für mich. Eine Schande eigentlich. Gut, dass da Dawanda mit einem Probenähaufruf für ein Patchworkdeckenpaket kam - und ich eine der glücklichen war, die über www.stoffe.de ein fertig gepacktes Stoffpaket für meine eigene Patchworkdecke zugesandt bekam. So ein Stoffpaket ist schon was Tolles - man spart sich die Stoffkombiniererei (und das ist bei mir bei Weitem der aufwendigste Teil beim Patchworken... ;) ) und hat alle Materialien tutti kompletti zusammen, farblich aufeinander abgestimmt und in der richtigen Menge. In meinem Pakt habe ich vorgefunden: 4 verschiedene Baumwollstoffstreifen für die Patchworkquadrate, Fleece für die Rückseite, Volumenvlies als Futter, farblich passendes Nähgarn und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Erstellen der Decke. Sehr praktisch.


Die Basicanleitung für die Decke ist ratzefatz erledigt - das lässt sich mitsamt Zuschnitt an einem Abend erledigen. Stoffquadrate in der richtigen Größe ausschneiden, aneinander nähen, bügeln und Volumenvlies darauf, mit dem Fleece verstürzen und fertig. Ganz so einfach habe ich mir es dann aber doch nicht gemacht - ich wollte aus dem fertigen Paket nämlich gerne eine individuelle Decke gestalten, ein Unikat, das nur ich so besitze und sonst keiner. Ich drücke ja jedem meiner Nähteile gern meinen Stempel auf - warum also nicht so ein Patchworkpaket ein bisschen individualisieren. Und ich glaube, gerade so etwas macht das Paket dann auch wieder für fortgeschrittene Näher interessant!


Die Größe der Decke, so wie sie vorgesehen ist, war mir zum Beispiel zu klein. Für knapp 90cm auf knapp 1,50m bin ich mit fast 1,80m einfach zu groß - und die Decke sollte ja ein Teil für MICH werden. Und ich wickle mich eben gern von oben bis unten ein. :D :D Ich habe also um die fertig gepatchten Quadrate noch einen farblich passenden Rahmen in uni-hellgrau gesetzt, der mir an jeder Seite zusätzlich 15cm verschafft. Das Fleece der Rückseite hat dafür nicht ganz gereicht und wurde von mir einfach mit ein paar Streifen unterschiedlich grauem Fleece verbreitert, das noch in den Untiefen meiner Stoffkiste auf den perfekten Verwendungszweck gewartet hat. Außerdem habe ich die Vorderseite mit der Rückseite im Nahtschatten zusammengequiltet und die ganze Decke dann von Hand außen eingefasst. Der schmale graugepunktete Streifen gibt erstens einen schicken Blickfang ab und verhindert außerdem, dass sich die Decke verzieht, weil man nach dem Quilten die Ränder nochmal ordentlich nachschneiden kann, anstatt Falten zu produzieren.


Die gepatchte Oberseite habe ich einfach mit ein paar Zierborten und -bändern aufgehübscht und außerdem einige Stoffstücke mit Textilfarbe bestempelt und dann von Hand aufgenäht. Schleife, Knopf und hinten ein süßes Handmade-Schild, und schon ist die Sache mit dem Unikat erledigt. :D :D


Ich habe mich jedenfalls richtig verliebt in meine neue Kuscheldecke - mit der Fleecerückseite der ideale Weggefährte für jede Gelegenheit. Und ganz alleine MEINE. :D Zumindest solange ich auf dem Sofa liege. Ansonsten finden auch die Kinder daran gefallen, wie ihr auf den Bildern vom extrem entspannten Klein-Hasenkind sehen könnt.... Ich schicke also mein Patchworkdeckchen voller Stolz zu RUMS - und wenn ihr jetzt auch Lust bekommen habt, auf ganz einfach Art und Weise so ein Wohlfühlteil zu nähen, könnt ihr euch gern bei Dawanda mal durch die passende Anleitung lesen! *KLICK* - und da findet ihr auch direkt den Link zu dem Patchwork-DIY-Set, das ich hier testen durfte!
Währenddessen kuschle ich mich wieder aufs Sofa unter meine neue Lieblingsdecke, höre dem knisternden Feuer zu und widme mich einem guten Buch....

Hasenwilde Grüße
Johanna





Donnerstag, 15. Januar 2015

Hochstaplerei

Hallo, ihr Lieben!!

Heute mal nix Genähtes. Heute möchte ich euch mal was zeigen, was ich für mich gemacht habe. Lifestyle Marke Hasenwild, sozusagen. :D



Um diese Etagerensets bin ich wirklich ewig herumgeschlichen. Ich fand die Idee so toll - aber ihr wisst ja, wie das ist.... keine Zeit.... keine Teller.... und überhaupt... hat man dann doch wieder Wichtigeres zu tun. Kurz vor Weihnachten hab ichs aber dieses Mal tatsächlich gepackt und gleich 4 DIY-Sets bestellt - als Weihnachtsgeschenke für meine Schwestern, und eben eines für mich. Weil das muss auch mal sein. :D


Ich war also auf dem Flohmarkt auf der Jagd, und allein das hat mir schon so viel Spaß gemacht. Für meine Schwestern hab ich Sammeltassen im Retrostil erstanden, und ein etwas moderneres Set mit lila Blumen. Für jede eben etwas passendes. Und ich muss echt sagen, auch die Sammeltassen-Variante gefällt mir echt gut. Etwas kleiner und zierlicher als mein Set, aber dafür überschaubarer - und die Tasse oben find ich total praktisch. Für Nüsse zum Beispiel, oder Studentenfutter - oder nen Dip. Und unten rein Gemüsesticks. Da fallen mir hundert Möglichkeiten ein.


Ich verschenke ja immer alles, ohne Fotos zu schießen (na schööön, meistens weil ich viel zu spät dran bin, das Dingens erst kurz vorher fertig wird und dann aber schleunigst verpackt gehört.... ;). Aber eine meiner Schwestern hat mir diese Etagere nochmal zur Verfügung gestellt, damit ich euch ein Sammeltassenexemplarbeispiel zeigen kann. Auch schick, oder?


Für mich hat dann eine liebe Freundin auf dem Flohmarkt das ideale Tellerset gefunden - das ist genau meins. Handgefertigte Bunzlauer-Porzellan-Teller. Super. Genau mein Stil. Ich LIEBE sie. Die Bohrerei war mir zugegebenermaßen zu heikel, ich hatte die Befürchtung, dass ich dabei das komplette Geschirr zerdeppere - da musste mein Papa herhalten. Und Papas können sowieso alles. Meiner besonders. Kein einziger Teller ist zu Bruch gegangen. Übrigens, wenn ihr an den unteren Bildrand schaut, dann seht ihr, unter welchen Fotobedingungen ich daheim arbeiten muss.... ;) Die hasenwilde Räuberdame war ganz begeistert von den Spießchen. :)


Jedenfalls finde ich meine Etagere echt klasse - mir fallen so viele Ideen ein, was da drauf kann. Die Plätzchen- und die Spießchenvariante hab ich, wie ihr seht, schon ausprobiert. Pralinen könnte ich mir auch noch vorstellen. Spießchen. Obststreifen und ein Dip. Oder Obstspieße mit Schokodeko. Knabberzeugs. Die Möglichkeiten sind endlos. Und ich bin echt relativ begeistert, dass das Set auch meine superdicken Teller hält, die sind nämlich ganz schön schwer. Wenn ihr also eine schnelle, einfache Geschenkidee sucht - das hier kann ich euch nur empfehlen!! Ich hab meine Sets bei Alles-für-Selbermacher bestellt (inklusive Porzellanbohrer, der ist schon praktisch dazu. Braucht man ja nur einmal.), gibt's aber bestimmt woanders auch. Und schon hat man ein individuelles und praktisches Geschenk - für jemand Nettes, oder eben für sich. Und weil dieses Prachtstück hier ganz alleine mir gehört, schicke ich es noch zu RUMS. Jawohl.

Hasenwilde Grüße
Johanna