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Sonntag, 1. Dezember 2019

entstresst

Ihr Lieben,

jetzt ist er endlich da, der Advent. Ich bin ja bekennender Weihnachtsfan. Ich liebe diese vorweihnachtliche Stimmung. Und ich brauche das ganze Drumherum. Adventskalender. Adventskranz. Weihnachtsdeko. Christkindelsmarkt. Plätzchen. Und ich kann mich damit durchaus selber stressen, manchmal. Mit all meinen weihnachtlichen Ansprüchen.


Alle fiebern hier dem ersten Advent entgegen. Ich am allermeisten. :D Nennt mich Weihnachtsfreak, aber ich lebe frei nach dem Motto "Nach Ostern ist vor Weihnachten", und ich zelebriere das auch. Mit Hingabe. Manche Jahre ist es mir aber schon passiert, dass ich vor lauter Perfektionismus und Programmpunkte abarbeiten gar nicht dazu gekommen bin, mich mal auf meinen Allerwertesten zu hocken und zu genießen. Blöd, eigentlich.


Deswegen habe ich nach und nach angefangen, meine Vorweihnachtszeit zu entstressen. Und ich werde jedes Jahr ein bisschen besser darin! Hier sind meine größten das-nimmt-den-Stress-raus-Do's:


1. Der Adventskalender
Ich finde Adventskalender toll. Ich bastle gerne Adventskalender und ich fülle gern Adventskalender. Wenn ich Zeit habe. Den Anspruch, jedes Jahr einen neuen, bahnbrechenden, selbstgebastelten und selbstgefüllten Kalender für jedes Kind auf die Beine zu stellen, habe ich aber aufgegeben. Ich gucke jedes Jahr rechtzeitig vorher: Was ist zeitlich drin? Was schaffe ich, was stresst mich? Und dann entscheide ich mich von Jahr zu Jahr neu. Es gibt inzwischen genähte, wiederverwendbare Säckchen bei uns, die das Befüllen einfach machen. Manchmal fülle ich einen Adventskalender, den sich die Kinder teilen. Vielleicht gibt's dafür noch einen Schokikalender dazu. Gekauft. Manchmal gab's einfach nur gekaufte Kalender. Und manchmal, wenn ich etwas mehr Zeit an der Hand habe, so wie heuer, fülle ich liebevoll 48 Säckchen mit Kleinigkeiten, die ich bereits ab Anfang September zusammenjage. Und wisst ihr was? Für meine Kinder ist jede Variante vollkommen in Ordnung. Vollkommen wertungsfrei. <3


2. Plätzchen
Früher habe ich Berge von Plätzchen gebacken. Sorten über Sorten. Ich backe gern, das macht mir Spaß. Aber irgendwann im Februar musste ich dann gefrierbeutelweise übrige Plätzchen mit dem Nudelholz kleinshreddern, um sie heimlich als Kuchenboden wieder in etwas saisongemäß essbares zu verwandeln. Unsinnig, eigentlich. Heute kenne ich die Lieblingsplätzchen meiner Familie. Das sind ungefähr drei Sorten. Die backe ich liebevoll und in ausreichender Menge. Dann tausche ich ein bisschen mit dem Rest der Familie. Und einmal gibt es einen gemeinsamen Plätzchentag mit den Kindern, bei dem die obligatorischen Ausstecherle gebacken werden. Und zack, fertig. Vollkommen ausreichend - und wir haben trotzdem einen feinen Plätzchenteller für die Feiertage. Dann sind sie alle aufgegessen, und das ist auch gut so - denn im neuen Jahr mag erfahrungsgemäß keiner mehr welche


3. Geschenke
Früher habe ich mich wild in den Vorweihnachtsrummel gestürzt, um vollkommen unvorbereitet im allgemeinen Kaufhauschaos Geschenke zu finden. Ein Alptraum, jedes Mal. Heute mache ich mir im November eine Geschenkeliste - wer kriegt was von wem. Dabei besorge ich sämtliche Kindergeschenke von dem Omas und Opas direkt mit. Ein bisschen Puffer für unvorhergesehene Spontanwünsche bleibt, aber ansonsten kaufe ich ganz gezielt und sehr rechtzeitig ein, so dass die Geschenke normalerweise Ende November alle gut versteckt im Haus lagern bzw. schon an die verschenkenden Omas/Tanten verteilt sind. Selbstgemachtes nehme ich mir seeeehr in Maßen vor. Im Dezember wird dann nur noch eingepackt.


Ich halte den Kalender im Dezember bewusst so frei wie möglich - der füllt sich erfahrungsgemäß sowieso schneller, als ich gucken kann - aber so nehmen die Termine nicht überhand und wir haben Zeit für einen Christkindelsmarktbesuch oder viele Abende, an denen wir mit der Gitarre um den Adventskranz sitzen, Weihnachtslieder singen und Geschichten vorlesen. Und das ist das Allerschönste im Advent.


Das gefällt auch dem Kleinsten hier - sobald gesungen wird oder ein Instrument ertönt (was in einer musikbegeisterten Familie wie der unseren recht oft passiert), setzt er sich erwartungsvoll hin, schwingt seinen Oberkörper hin und her und hört andächtig zu. Manchmal singt er auch ein bisschen mit. Er ist einfach zu süß, der kleine Kerl.


Ich finde mich immer mehr in die Kategorie "Coole Mode für kleine Jungs" ein. Auf den Bildern seht ihr zwei absolute Lieblingsschnitte, die ich für den Babybub schon mehr als einmal genäht habe! Das Oberteil ist nochmal das "Schlawittchen" von Rabaukowitsch. Ich lieb den Schnitt ja - der bietet so viele Möglichkeiten!! Das witzige Panel hab ich bei Tina von Steinblau geshoppt, genauso wie den senfgelben Cordjersey für die Hose. Die "Biesenhose" durfte ich für Frl. Faden probenähen (ein Exemplar hab ich euch ja schon gezeigt), und der Schnitt ist echt so süß an dem Babybub!! Richtig groß sieht er schon aus drin! Das Stehfoto ist aber ein bisschen geschummelt, da haben ihn rechts und links die großen Schwestern gut gehalten - frei stehen kann er nämlich noch nicht, der Lauser. Muss er auch nicht mit seinen 10 Monaten. Geht sowieso viel zu schnell, dass der groß wird!

Wie macht ihr das so im Advent? Zelebriert ihr eure Familienbräuche? Habt ihr die Zeit auch schon entstresst? Oder seid ihr eher so die Last-Minute-Geschenkeshopper? Erzählt doch mal! <3


Hasenwilde Grüße
Johanna

Dienstag, 8. Oktober 2019

kastaniengefüllt

Ihr Lieben,

heute hab ich mal wieder was vom Babybub für euch. Der süße Kerl macht einen Schub nach dem anderen, ich sags euch - und inzwischen macht das Fotoshooting mit ihm richtig Spaß, ist aber auch echt anstrengend! Hier ein kleines Update mit ganz vielen süßen Fotos!


Inzwischen setzt sich der kleine Kerl zuverlässig selbstständig hin. WOHIN, das ist ihm vollkommen schnuppe. Wenn da ein Blumentopf, ein Fuß, oder ein Hausschuh im Weg steht, rutscht er mit dem kleinen Windelpops einfach so lange hin und her, bis da Platz ist zum Sitzen. Die Sitzplätze seiner Wahl sind nämlich alternativlos. :D :D


Er zieht sich hoch. An allem. Und jedem. Er steht im Laufstall, am Kamingitter, an Stühlen, Tischbeinen, Menschenbeinen, Regalen, am Sofa und bei Bedarf auch im Schlafsack im Bett. Zur Schlafenszeit, versteht sich. Die Taktik ist einzigartig: Aus dem Knien hochschieben, so dass er quasi auf der Oberseite der Zehen steht, dann dreht er die Füße richtigrum. Und quittiert seine neue Lage mit einem begeisterten "Ouiiiiiiiiiiiii!"


Und er krabbelt. Wie eine Rakete. Dabei wackelt der kleine Windelhintern wie ein kleiner Propeller hin und her, wenn er in rasendem Krabbelgalopp durch die Räume fegt. Was heißt, notgedrungen wird hier gerade wieder viel geputzt. Denn jede Staubflocke, die an den kleinen Händen hängen bleibt, wird hingebungsvoll abgeleckt. Mjam.


Der kleine Held ist außerdem ein bisschen verdellt. Denn manchmal schieben die Füße schneller, als die Hände krabbeln können, und das Hirn tritt einen steilen Sinkflug Richtung Fußboden an. Stein, versteht sich. Hin und wieder testet er auch, ob er schon ohne Festhalten stehen kann. Kann er nicht. Und kippt rückwärts um wie eine kleine Statue. Mit einem sehr verblüfften Gesichtsausdruck, der fast schon wieder lustig ist.


Jetzt kommen wir zu den ernsten Themen des Lebens: Das Essen. Feste Nahrung findet der Kerl immer noch so naja. Also, an die Lieblingsnahrungsquelle unter Mamas Oberteil kommt das Breizeug ja beileibe nicht ran. Leider tendiert er deswegen dazu, sich nachts den Bauch vollzuschlagen, um tagsüber meine Breiangebote großzügig ausschlagen (bzw weitschweifig ausspucken) zu können. Aber es wird. Der abendliche Pre-Milch-Brei scheint ganz in Ordnung, und überhaupt ist alles interessant, was er inzwischen schon hier und da vom Familientisch probieren darf. Gedünstete Kartoffel- oder Karottenstückchen, Gurke oder ein Stück Vollkornnudel. Manchmal kommen die Stückchen dann beim Zu-Bett-Bringen vor der abendlichen Stillmahlzeit aber auch wieder zum Vorschein. Leicht ausgelutscht.


Zähnchen hat der Babybub inzwischen zwei. Das reicht auch, finden wir, so nörgelig wie der beim Zähnekriegen wird. Zwei ist vollkommen genug. Echt. Mein Papa hat die Theorie, dass die Bernsteinkette, die ihm das Zahnen erleichtern soll, die Zähne alle drinnen hält - und würde ich ihm die mal abnehmen, würde das ganze Gebiss auf einmal heraushüpfen. Wer weiß. Ich teste das aber lieber nicht. Erst, wenn er alt genug für Schmerztabletten oder sowas ist. :D :D


Der Schlaf. Mh. Leidiges Thema. Klappt phasenweise gut. Und dann eben auch nicht. Nachdem sich der junge Herr ja nachts immer sattfuttern muss, unterbreche ich die Nächte momentan eher häufiger - aber nach dem Essen schläft er normalerweise sofort wieder ein, und auch morgens ist er normalerweise vor halb acht/halb neun nicht freiwillig aus der Nachtruhe zu holen. Geschlafen wird im Moment nur mit Nachtlicht, weil der Bub bei Dunkelheit die komplette Krise bekommt. Aber was tut man nicht alles - wenn er dann schläft. Süß ist er nämlich schon im schlafenden Zustand. Sehr süß.


Das herbstliche Outfit ist komplett aus Schnitten von Rabaukowitsch entstanden - die Hose, Käptn Floki, stand schon ganz lang auf meiner Liste. Davon brauche ich unbedingt auch noch so eine lässige Knickerbocker-Version, die finde ich soo soo süß! Hier habe ich sie aus etwas festerem Strickstoff von Namijda genäht und mit Lederpatches gepimpt. Und mit Paspel. Wenn ich Ingas Schnitte nähe, fällt mir immer wieder ein, wie viel Spaß Paspeln machen. Ich hab gleich vorsichtshalber wieder einen ganzen Schwung bestellt, damit ich das nicht nochmal vergesse.


Die Mütze heißt Käptn Kukka, und ihr findet sie bei mir immer wieder - für den Babybub ist das schon die dritte Version. So lässig - da kommt kein anderer Mützenschnitt ran!! Und aus dem Strick und mit Bündcheneinsatz hält sie auch im Herbst den kleinen Babykopf kuschelig warm!


Und jetzt der Pulli. Der ist neu, heißt Schlawittchen, und ich durfte ihn probenähen. So ein endgenialer Schnitt, echt! Im Schnitt ist ein Cardigan mit Knopfleiste oder Reißverschluss enthalten, aber für den kleinen Kerl fand ich die Pulliversion einfach superpraktisch! Den gelben Kuschelsweat hab ich bei Tina von Steinblau gekauft, und kombiniert habe ich mit einem Reststück Sweat und Dreifach-Paspel. Die Seitenpassen kann man ganz raffiniert mit Tascheneingriffen verbinden, und auch die Rückenpasse macht echt was her. Sieht er nicht zum Knutschen aus, der kleine Held?
HIER findet ihr den Schlawittchen-Schnitt. Den muss man haben. Das sag ich nicht nur so, das meine ich. Mit jeder Faser. Ehrlich!!! Und eigentlich braucht man auch die Floki und die Kukka!!!


Übrigens hat er beim Fotografieren jede dieser Kastanien mindestens einmal im Mund gehabt. JEDE. Auf manchen Bildern sieht man das. Die Hamsterbacken sind also nicht angeboren, sondern nur kastaniengefüllt. :D :D


Da habt ihr heute aber eine volle Babybilderdröhnung bekommen. Aber was sein muss, muss sein. Die zweite Kombi mit einem genähten Schlawittchen ist aber auch zuckersüß, wartet nur ab... <3

Hasenwilde Grüße
Johanna