Donnerstag, 27. Oktober 2016

Listenschreiber

Ich habe eine Liste erstellt. Ich mag Listen. Ich hake gerne Listen ab. Zumindest, wenn sie mir halbwegs machbar und übersichtlich erscheinen. :D


Ich habe eine Liste für's Urlaubssachen packen, eine Liste von Büchern, die ich gern haben möchte, eine Liste von Liedern, die ich mag, Listen von Chormitgliedern, Geburtstagslisten, Weihnachtsgeschenkelisten - und eine To-Blog-Liste, die immer angepasst wird.


Man verliert sonst den Überblick. Also, ich. Davon habe ich sowieso nicht übermäßig viel - je besser unterteilt mein Chaos ist, desto eher kriege ich es organisiert. Deswegen stehe ich so auf Listen.


Listen sind eben toll. Man sieht alles, was man braucht, auf einen Blick. Erledigte Dinge lassen sich abhaken und dann hat man vor sich den Beweis, dass man etwas geschafft hat. Ganz im Gegensatz zur leidigen Hausarbeit, bei der man irgendwie nie ein Ergebnis sieht. Also kein langzeitiges zumindest. Vielleicht sollte ich eine Hausarbeitsliste anlegen. Mit lauter Kleinzeug. "Socken aufheben". "Schlafanzug auf rechts drehen". "Kinderzahnbürste in den Zahnputzbecher stecken". Und dann lege ich die abends mit all ihren tausend Haken meinem Mann vor. Der würde ordentlich staunen, glaube ich.


Allerdings ist es nicht unmöglich, dass ich zum Listenschreiben dann genauso viel Zeit bräuchte, wie für den Haushalt... :D :D


Egal. Zurück zum Thema. Eigentlich wollte ich euch nämlich von meiner To-Blog-Liste erzählen, die ich vorhin gerade aktualisiert habe. Dabei habe ich mal wieder festgestellt, dass ich mehr nähe als ich blogge. :D :D Aktuell finden sich auf der "Damen"-Seite (also die Sachen, die ich für mich genäht habe) fünf Punkte und auf der "Kinder-Seite" ganze neun. Wovon drei allerdings noch nicht freigegeben sind zum Zeigen. Ich fange also mal wieder hochmotiviert an, alles ausstehende zu zeigen - nächste Woche sind Ferien, vielleicht bleibt da mehr Zeit für den ein oder anderen Blogbeitrag. Heute jedenfalls streiche ich schon mal einen der Punkte auf der "Damen"-Listenseite. :D


"Filou" für Damen ist ein ganz aktuelles Projekt, und diesen Kuschelpulli, den ihr da auf den Bildern seht, habe ich gerade an. Der weiche Wintersweat ist nämlich furchtbar heilsam bei lästigen Erkältungen. Glaube ich zumindest. Also, auf alle Fälle schadet es nicht, nicht zu frieren, oder? :D Ich mag den witzigen Einsatz und die körpernahe Form sehr gern - mal wieder ein Teil, das ganz klar Melanie von Feefee zuzuordnen ist. Ein Basicteil, das man in hundertfacher Ausführung im Schrank brauchen kann, aber mit pfiffigen Details, so dass sich der Schnitt schön von den vielen anderen Hoodieschnitten abhebt, die sonst so auf meinem PC schlummern. Viele Varianten bringt Filou auch mit - den Einsatz gibt es in zwei Höhen und drei Weiten, mit Kellerfalte oder ohne, außerdem gibt es zwei Taschenvarianten und Kragen oder Kapuze - und als Longsweat lässt sich Filou auch noch ganz wunderbar nähen. Zeige ich euch nächstes Mal. :D


Meine Version hier ist aus kuscheligem Wintersweat, den ich bei "Lebenskleidung" gekauft habe - Bio, GOTS zertifiziert und megakuschelig. Habe ich euch schon erzählt, dass ich voll auf Bio und GOTS stehe? :D Ich habe den schmalen Einsatz gewählt und mit den "Simply Pears" von Hamburger Liebe aufgepeppt. Dazu gab's eine Kapuze und Streifenbündchen und fertig ist der Kuschelpulli. Perfekt für den Winter. Und Schnupfennasen. :D


Hier könnt ihr euch das Ebook genauer anschauen - falls ihr Filou nicht schon als Kinderversion auf dem Rechner habt, lohnt sich vielleicht auch das Kombi-Ebook? (Wenn ihr genau schaut, könnt ihr da auf dem Deckblatt ((dem DECKBLATT!!!! YEEHAAAA!! :D )) schon meinen Filou Nummer 2 erspinksern... :D)

http://de.dawanda.com/product/107225043-ebook-filou-damen-der-allround-hoodie

Ich streiche jetzt also "Filou 1" von meiner Liste und verlinke meinen neuen Bio-Kuschelpulli zu RUMS. Und wisst ihr was? Irgendwie ja doch ganz nett, dass noch einiges zum Zeigen und Bloggen übrig ist. Eine Liste, auf der nichts drauf steht, ist nämlich irgendwie auch doof. :D

Hasenwilde Grüße
Johanna

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Schwestern eben

Bei diesem tristen Regenwetter hilft nur eines - Farbe ins Grau! :D


Da kommen die Rainbow-Stoffe von Stoffversand4u ja gerade rechtzeitig - das ist nämlich die ultimative Farbexplosion bei Regenwetter. Bunt gegen schlechte Laune, sozusagen.


Die Mädels haben sich sehr gefreut, dass mal wieder eine Geschwisterkombi für die beiden rausgesprungen ist. Die Kleine will ja nach wie vor immer das, was die Große hat. Daran hat sich in den letzten dreieindreiviertel Jahren nichts geändert. :D


Und die Große stört es eigentlich nicht, wenn ihre Schwester die gleiche Brotzeit, die gleiche Farbe Luftballon, das gleiche Kleid, die gleiche Art Jacke braucht. Die zwei verstehen sich wirklich gut und spielen wirklich meistens total schön miteinander. Nur, wenn es dann um bestimmte Spielzeuge geht, kriegen sie sich manchmal in die Haare.


Weil die kleine Madame Hasenwild immer das spielen muss, was sich die Große gerade hergerichtet hat. Meistens funktioniert das ganz gut und sie spielen dann mit- oder nebeneinander - aber manche Dinge teilen sich auch schlecht. Tiptoibücher zum Beispiel. Aber ich gebe zu, Rabenmutter, die ich bin, sehe ich nicht ein, alles doppelt zu kaufen. Die beiden müssen in der Hinsicht einfach das Abwechseln lernen - und das schadet beiden sicher nicht. :)


Interessanterweise zieht regelmäßig die Große den Kürzeren, wenn es um Spielzeugdiskussionen geht. Der kleine Sturkopf ist da einfach penetranter. Manchmal kann ich nur den Kopf schütteln, wenn die Große nachgibt, zum nächsten Spielzeug zieht und sofort von der Kleinen (wenn sie einen schlechten Tag hat) verfolgt wird, die ihr auch das wieder abnimmt. Wenn das dann ein paar Mal so ging, steht meine große Tochter mit Tränen in den Augen vor mir und findet die Welt ziemlich doof. Verständlicherweise.


Manchmal macht mir das ein bisschen Angst, dass es ihr so schwer fällt, sich energisch durchzusetzen. Irgendwie braucht man das im Leben, denke ich. Traurigerweise gehen die, die sich immer hinten anstellen, oft leer aus. Auf der anderen Seite - auch die Große hat ihre Mittel und Wege, das zu bekommen, was sie möchte. Sie zeichnet sich durch eine Beharrlichkeit aus, die an einen tropfenden Wasserhahn erinnert. Und sie ist geduldig. Irgendwann legt die kleine Schwester das Tiptoibuch, den Pferdestall, die Puppe aus der Hand und wendet sich anderen Dingen zu - und dann schnappt die Große zu und verzieht sich mit ihrer Beute schleunigst in ihr Zimmer. Friedlich, ohne Streit, ohne laut zu werden - und trotzdem erfolgreich. :D


Jede hat so ihre Überlebensstrategie. Bestimmt werden sie beide gut durchkommen - die eine eher leise und zurückhaltend, die andere energischer, aber mit einer unglaublichen Empathie. Jede auf ihre Art. Jede anders und doch ähnlich. Sie werden sich unterstützen, sich die Meinung sagen, streiten, versöhnen und sich aufeinander verlassen können. Schwestern eben. <3


Für Stoffversand4u durfte ich die regenbogenbunten Bio-Blockstreifen-Jerseys "Rainbow Blockstreifen Boys" und "Rainbow Blockstreifen Girls" vernähen. Zwei Issy-Tunikas von Feefee sind es geworden und gepimpt habe ich sie mit einer Freihandstickerei nach dem Freebie von Missichen. Das Herbstmädchen mit dem Regenschirm passt nämlich hervorragend zum aktuellen Nieselwetter - und man kann sie super über Leggings, Jeggings, Treggings tragen, was im Moment die absolute Bedingung der Hasenkinder ist. Strikte Knopfhosenverweigerung betreiben die beiden nämlich aktuell. :D



Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 17. Oktober 2016

hasenwilder Herbst

Wie das immer so ist - wenn es auf dem Blog ruhig ist, läuft hinter den Kulissen die Nähmaschine heiß.... :D So auch diesmal. So viele schöne Teile warten auf ihre Vollendung, so viele schöne Stoffe liegen zum Vernähen bereit. Hasenwilder Herbst voraus!


Deswegen mache ich heute auch gar nicht so viele Worte, sondern zeige euch lieber ein paar schicke Bilder!


Den Zweiherz-Sweat aus der Feder von raxn hat sich die Große ausgesucht, und zwar in der Farbstellung "Peachrose". Gespannt haben wir beide auf das Päckchen von Alles-für-Selbermacher gewartet. Als der Stoff hier ankam, habe ich ihn erstmal eine Weile hin und her gedreht - aber recht schnell war klar, was daraus werden sollte.


Das große Hasenkind liebt es ja kuschelig, das habe ich euch schon ein paar Mal erzählt. Also habe ich als Kombi einen kuscheligen Strickfleece in limonengrün genutzt und ein Longsweat mit Kapuze genäht.


Innen ist es weich angerauht und der Retro-raxn-Stoff verleiht dem Schnitt das gewisse Etwas. Mehr hasenwilder Herbst geht nicht, finde ich. :D


Richtig groß sieht sie aus in dem schicken Longsweat. Mag auch daran liegen, dass meine Tochter einfach groß geworden ist. Letzte Woche hat sich die erste Zahnlücke eingestellt, der Schwimmkurs steht an und im Kindergarten arbeitet sie fleißig an ihrem Vorschulheft. Wahnsinn. So schnell vergeht die Zeit. Aus meinem winzigen weißblonden Baby ist ruckzuck ein selbstständiges Vorschulmädchen mit eigenen Ideen, Interessen, ganz viel Neugier und ganz viel Fantasie geworden. Und so sehr mir diese rasante Entwicklung manchmal Angst macht, weil mir mein kleines Mädchen einfach Stück für Stück entwächst, so stolz bin ich auf sie und so sehr liebe ich jede neue Phase, in der sie Neues dazulernt, Dinge ganz selbstverständlich allein erledigt und sich in eine wunderbare, eigenständige Persönlichkeit entwickelt.


Ich bin froh und stolz, dieses fabelhafte Kind auf seinem Weg begleiten zu dürfen und möchte keine Sekunde missen. Meine kleine, große Hasentochter.


Genäht habe ich eine "Lou" von kibadoo, den Strickfleece habe ich bei Glückpunkt gekauft und den wunderbaren Zweiherz-Sweat (den es übrigens in noch zwei schicken Farbstellungen gibt) bekommt ihr hier:

Sommersweat -  Zweiherz - raxn - Peachrose


Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Der Nähzimmerteufelskreis

Kurzer Zwischenstand hier: Ich räume aktuell mein Nähzimmer auf. Mal wieder. Und ich weiß wirklich nicht, wie es immer wieder zu diesem ausgeprägten Chaos kommen kann. :D :D


Es ist ja nicht so, dass ich ein ordentliches Nähzimmer nicht zu schätzen wüsste. Ich freu mich jetzt total, wenn alles mal wieder an seinem Platz ist - nebenher gibt es auch ein paar Neuerungen, wie etwa neue Regale an den Wänden, so dass all die vielen Stoffkisten ihren Platz finden können. In der Hoffnung, dass mehr Übersichtlichkeit mehr Ordnung bringt.


Immer, wenn das Nähzimmer dann wieder komplett wiederhergestellt ist, wenn alles an seinem Platz ist, man den Zuschneidetisch tatsächlich auch zum Zuschneiden nutzen kann und die Stoffe ordentlich auf Pappscheiben aufgerollt sind (das mache ich tatsächlich. Ist ne tolle, platzsparende Methode!), dann sitze ich da und freue mich wie ein Schneekönig. Ich genieße es, dass ich nicht nach dem Nahttrenner suchen muss, dass alle Garnfarben auf einen Griff bereitstehen - und es sieht einfach schön aus. Groß. Sauber. Angenehm.


In diesem Augenblick schwöre ich mir jedes Mal, es nicht mehr so weit kommen zu lassen. Einfach alle Schnittmuster, die ich brauche, hinterher wieder zu verpacken. Stoffe nach Gebrauch wieder aufzurollen. Und den Nahttrenner einfach wieder ins vorgesehene Glas zu stecken. Das klingt so einfach in dem Moment.


Das klappt dann auch eine Weile ganz gut. Bis es mal wieder eilt. Das erste Schnittmuster bleibt liegen, weil ich eventuell noch ein zweites Teil daraus nähen will. Irgendwann. Die ersten Stoffreste liegen am Boden, weil das Projekt zwar fertig ist, aber vielleicht noch eine Mütze dazu passen würde - und da könnte man ja die übrigen Stoffreste aufbrauchen. Die ersten Bänder liegen auf dem Tisch. Der Nahttrenner untendrunter. Wie gehabt. :D


Und wenn es dann erstmal so weit ist, dass ich mir denke - müssteste mal aufräumen! - dann geht es rapide abwärts. Wenn ich nämlich keine Zeit zum Aufräumen habe (und die habe ich selten :D), mache ich mir dann auch nicht die Mühe, so ein Einzelteil wegzuräumen. Ich räum ja eh bald auf, dann geht das in Einem. Denke ich mir. Und staple fröhlich vor mich hin. Der aufzuräumende Berg wird immer größer - und direkt proportional dazu schrumpft die Motivation, endlich mal anzupacken.


Das Ende vom Lied ist dann immer, dass mich das Chaos irgendwann so ankekst, dass ich es eben doch anpacke - und dann eine ganze Woche damit beschäftigt bin. Wenigstens sieht man hinterher einen Unterschied. :D Ich sitze in meinem sauberen, aufgeräumten Nähzimmer, freue mich wie ein Schneekönig - und schwöre mir, es nicht mehr so weit kommen zu lassen.... :D :D


Noch im Chaos entstanden und voll mein Ding ist dieses Outfit hier. .D Die Socken habe ich mir letztes Jahr auf dem Christkindlesmarkt gekauft - und irgendwie fehlte seither das perfekte Outfit dazu. Da kam "Lisette" gerade recht - den wundervollen Jersey nach dem Design von Regenbogenbuntes gibt es bei Alles-für-Selbermacher in jeder der fünf Farbstellungen in drei Mustern, die wunderbar harmonieren. Ich habe mich hier für "stone" entschieden und die Schmetterlinge zu einem  Billund-Raglanshirt von Pech und Schwefel und einer passenden MyHedy kombiniert. Als Saum kam da der dritte Kombistoff gerade recht. Rot-grau ist eine meiner liebsten Winterfarbenkombis, und dieses Set wird mich sicher öfter begleiten, damit bin ich nämlich total happy!


https://www.alles-fuer-selbermacher.de/Jersey---Regenbogenbuntes---Lisette---Stone

Kennt ihr den Nähzimmer-Teufelskreis auch? :D Erzählt mal, wie ihr so euer Chaos bekämpft! Ich für meinen Teil schicke meinen Beitrag noch flott zu RUMS und widme mich dann wieder der Chaosbekämpfung. Ein Ende ist in Sicht! Für's erste jedenfalls... :D

Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 3. Oktober 2016

Kleiderzeit

Haben oder hatten eure Mädels auch so eine Kleiderphase?? Bei meiner Kleinen ist das zur Zeit seeeehr ausgeprägt. Kleiderzeit ist jederzeit, quasi. :)


Lustigerweise wollte die Große in dem Alter überhaupt gar kein Kleid anziehen. Auch keinen Rock. Hat sie komplett verweigert. Da gingen nur gemütliche Hosen mit Bündchen oder Gummizug, am liebsten sowieso der Jogginganzug, und bloß kein rosa oder pink. Naja, das hat sich mit der Zeit auch geändert - manchmal habe ich das Gefühl, diesen rosa-Glitzer-Tüddelü-Kram hat sich die Große von der Kleinen abgeschaut. Wirklich interessant, wie unterschiedlich sie doch sind...


Fragt man jedenfalls die Jüngste im Hause hasenwild, was sie denn bitte tragen möchte, ist die Antwort immer gleich: Ein Kleid. Wahlweise ein "kleines" (bis zu den Knien) oder ein "großes" (über die Knie). Am liebsten mit viel Volumen zum Drehen. Ich glaube, das Kind hat den ganzen Sommer hindurch keine einzige Hose getragen. Höchstens mal Leggings unters Kleid. :)


Nachdem aber, wie vorhin schon angemerkt, die Große in dem Alter eine vollkommen andere Vorstellung von ihrer Garderobe hatte, musste ich dringend nachproduzieren. Und nachdem nicht wirklich ein Ende der Kleid-Phase in Sicht ist, müssen jetzt dringend Kleider mit langen Ärmeln her. Viele. Auf der Stelle. :D


Gut, dass da Melanie von Feefee mit ihrem Probenähaufruf für die Ärmel-Mabel kam. Ich liebe die FeefeeSchnitte ja, Issys und Maries nähe ich immer wieder gerne. Und Mabel durfte ich für mich auch schon testen - mein persönliches Sommerhighlight übrigens!!! Da mussten ganz klar viele langärmelige Mabels her.


Diese hier ist aus fluffig-leichtem Batist, gefüttert mit einem dünnen Futter. Ein bisschen Spitze peppt die Rüschen unten auf. Ein ideales Teil für die Übergangszeit - das hatte die Maus genau so an lauen Urlaubsabenden an, das geht aber auch super mit einer einfarbigen Leggings und einer schicken Strickjacke kombiniert. Und wirkt traumhaft mit den Rüschen.


Die Ärmelerweiterung für Mabel bekommt ihr *HIER* - und sie lohnt sich auf alle Fälle. So wird aus dem Sommertraum nämlich ein Ganzjahreshighlight - und ich glaube, wir brauchen unbedingt festliche Weihnachtsmabels heuer... <3


Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 29. September 2016

Granita

Noch eine Urlaubsgeschichte habe ich für euch, entstanden auf Elba, an einem lauen Sommerabend, im Vorzelt vor dem Wohnwagen. Stellt euch das vor. Das Meeresrauschen im Ohr, der Bauch angenehm voll vom köstlichen Fisch, den es zum Abendessen gab. Die Kinder sind ins Bett verfrachtet und hören im Wohnwagen noch leise CD, eine Kerze brennt am Campingtisch. So war das nämlich.


Seit diesem Urlaub habe ich ein neues Feindbild. Es nennt sich Granita, ist kitschiggrün, orange oder rot und schmeckt – naja, irgendwie wie die Pfennigeistütchen, die es in meiner Kindheit nach der Schule am Domplatz gab. Diese länglichen kleinen Wassereistüten, die man oben mit den Zähnen aufreißen musste um für zwei Minuten an einer Eissäule mit Zucker und künstlichem Sirupgeschmack zu nuckeln.


Granita ist ähnlich, nur schlimmer. In bunten Kästen dreht sich das mit Sirupzeug versetzte Crusheis und wird dann im Plastikbecher mit Strohhalm serviert. Die Große hat es entdeckt, als wir im nahegelegenen Hafenörtchen Eis essen waren. Egal, dachte ich mir, soll sie haben. Solange ich das Zeug nicht austrinken muss.


Jetzt kann man aber dieses Granita-Zeug nicht einfach austrinken. Ist ja kalt. Das Kind nuckelt also ungefähr einen halben Zentimeter pro fünf Minuten aus dem Becher. Und der Becher ist groß. Hallo? In der Zeit esse ich ja die ganze Gelateria leer. Inklusive aller Waffelbecher!!!


Wir sitzen also auf einer Bank vor der Gelateria. Und warten. Und warten. Das Kind nuckelt. Wir warten. Und warten. Zwischendrin nehme ich den Becher und wärme ihn mit den Händen an, damit das verflixte Eis schneller schmilzt und endlich trinkbar wird. Aber es dauert. Nach gefühlten drei Stunden ist endlich der Becher leergenuckelt, ich atme auf und wir können weiter.
Boah, war das eine Geburt. In diese Straße gehen wir definitiv nicht wieder. Ich meine, was in aller Welt spricht gegen das gute alte Gelati in der Waffel??


Die Kleine hat die große Schwester während der Nuckelei neidisch beobachtet und verkündet jetzt, als wir durch die Gassen des italienischen Städtchens schlendern: ‚Nächstes Mal will ich auch so was!!“. Ha, denke ich, es wird definitiv kein nächstes Mal geben!!


Abends am Campingplatz sausen die Tochterkinder mit ihren Fahrrädern durch die Gegend, immer bis vor zur platzeigenen Pizzeria und zurück, während ich andächtig Doraden auf dem Gasgrill zubereite. Mit quietschenden Reifen schießt die Große auf unseren Platz und kommt schlitternd vor mir zum Stehen.


„Maaamaaaa, die haben vorn am Restaurant auch Eis! Da können wir jetzt jeden Abend noch Eis essen gehen! Können wir nach dem Abendessen vorgehen?“ „Mhmmm…. können wir bestimmt….“ murmle ich abgelenkt, während ich den Fisch umdrehe und das Gemüse auf die Seite schiebe. „Prima!“, freut sich das Kind. „Die haben drei Sorten Granita….“


Jaja, so ist das mit den kleinen und großen Freuden des Alltags - vor allem im Urlaub... :D :D Passend zum Urlaubsflair habe ich euch heute gleich zwei Urlaubs-Lieblingsteile mitgebracht. Aus dem "Retro-Tulips"-Jersey von Mädchenwahn, den ich für Alles-für-Selbermacher vernähen durfte, musste definitiv etwas sommerliches werden. Die frischen Farben leuchten in voller Pracht - übrigens auch ein Toptipp für den Herbst! Gerade an nebelverhangenen Tagen kann man doch gar nicht genug leuchten.... :D


Aus den rosa "Retro-Tulips" habe ich mir einen sommerlichen Upcycling-Rock gebastelt. Eine der Jeanshosen, die an Knie und Oberschenkeln schon total abgewetzt waren, hat ein neues Leben bekommen. Übrigens eine tolle Sache - Hose abschneiden, Stoffbahn raffen, drannähen, fertig. Geht ruckzuck, sitzt im oberen Bereich absolut optimal und flattert unten schön luftig um die Beine. Schneller kann man keinen Rock nähen.


Die gelben Tulips wurden zur Jeden-Tag-dabei-Strandtasche. Nach dem perfekten Schnittmuster dafür habe ich eine Weile gesucht - schließlich habe ich mir die "Big Summer" von Keko-Kreativ zugelegt, und die erfüllt optimal alle meine Strandtaschenwünsche:
1. Sie ist riesig. Da passen problemlos 4 Handtücher, Ersatzbadeanzüge, Wasserspielzeug und alle nötigen Kleinigkeiten rein.
2. Sie hat genau die richtige Menge an Extrataschen und Täschchen, die man so braucht: Eine Reißverschlusstasche für Geld, Schlüssel, Handy und vorn ein Getränkefach. Zusätzlich habe ich noch ein doppeltes Fach innen eingenäht, in das auf der einen Seite die Sonnencreme und auf der anderen ein Buch passen. Mehr braucht man nicht beim Baden. :)
3. Die Trennungslinie in der Mitte ist einfach super für Stoffkombis. Durch den Jeansstoff unten (nochmal Upcycling) ist die Tasche total robust, und oben kommt der gelbe Retro-Tulips richtig gut zur Geltung.
Die Papierflieger-Appli bekommt ihr bei Cindy von Din.Din, bei der es inzwischen die wunderschönen Plotterdateien auch als Applikationsvorlagen gibt - eine tolle Sache für plotterlose Menschen wie mich. :D
 


Hier geht es zu den beiden Mädchenwahn-Stoffen in rosa und gelb:



Die Applikation mit verschiedenen Papierfliegern bekommt ihr hier

Meinen leuchtenden Rock und die Strandtasche schicke ich noch flott bei RUMS vorbei!

Hasenwilde Grüße
Johanna