Montag, 3. Oktober 2016

Kleiderzeit

Haben oder hatten eure Mädels auch so eine Kleiderphase?? Bei meiner Kleinen ist das zur Zeit seeeehr ausgeprägt. Kleiderzeit ist jederzeit, quasi. :)


Lustigerweise wollte die Große in dem Alter überhaupt gar kein Kleid anziehen. Auch keinen Rock. Hat sie komplett verweigert. Da gingen nur gemütliche Hosen mit Bündchen oder Gummizug, am liebsten sowieso der Jogginganzug, und bloß kein rosa oder pink. Naja, das hat sich mit der Zeit auch geändert - manchmal habe ich das Gefühl, diesen rosa-Glitzer-Tüddelü-Kram hat sich die Große von der Kleinen abgeschaut. Wirklich interessant, wie unterschiedlich sie doch sind...


Fragt man jedenfalls die Jüngste im Hause hasenwild, was sie denn bitte tragen möchte, ist die Antwort immer gleich: Ein Kleid. Wahlweise ein "kleines" (bis zu den Knien) oder ein "großes" (über die Knie). Am liebsten mit viel Volumen zum Drehen. Ich glaube, das Kind hat den ganzen Sommer hindurch keine einzige Hose getragen. Höchstens mal Leggings unters Kleid. :)


Nachdem aber, wie vorhin schon angemerkt, die Große in dem Alter eine vollkommen andere Vorstellung von ihrer Garderobe hatte, musste ich dringend nachproduzieren. Und nachdem nicht wirklich ein Ende der Kleid-Phase in Sicht ist, müssen jetzt dringend Kleider mit langen Ärmeln her. Viele. Auf der Stelle. :D


Gut, dass da Melanie von Feefee mit ihrem Probenähaufruf für die Ärmel-Mabel kam. Ich liebe die FeefeeSchnitte ja, Issys und Maries nähe ich immer wieder gerne. Und Mabel durfte ich für mich auch schon testen - mein persönliches Sommerhighlight übrigens!!! Da mussten ganz klar viele langärmelige Mabels her.


Diese hier ist aus fluffig-leichtem Batist, gefüttert mit einem dünnen Futter. Ein bisschen Spitze peppt die Rüschen unten auf. Ein ideales Teil für die Übergangszeit - das hatte die Maus genau so an lauen Urlaubsabenden an, das geht aber auch super mit einer einfarbigen Leggings und einer schicken Strickjacke kombiniert. Und wirkt traumhaft mit den Rüschen.


Die Ärmelerweiterung für Mabel bekommt ihr *HIER* - und sie lohnt sich auf alle Fälle. So wird aus dem Sommertraum nämlich ein Ganzjahreshighlight - und ich glaube, wir brauchen unbedingt festliche Weihnachtsmabels heuer... <3


Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 29. September 2016

Granita

Noch eine Urlaubsgeschichte habe ich für euch, entstanden auf Elba, an einem lauen Sommerabend, im Vorzelt vor dem Wohnwagen. Stellt euch das vor. Das Meeresrauschen im Ohr, der Bauch angenehm voll vom köstlichen Fisch, den es zum Abendessen gab. Die Kinder sind ins Bett verfrachtet und hören im Wohnwagen noch leise CD, eine Kerze brennt am Campingtisch. So war das nämlich.


Seit diesem Urlaub habe ich ein neues Feindbild. Es nennt sich Granita, ist kitschiggrün, orange oder rot und schmeckt – naja, irgendwie wie die Pfennigeistütchen, die es in meiner Kindheit nach der Schule am Domplatz gab. Diese länglichen kleinen Wassereistüten, die man oben mit den Zähnen aufreißen musste um für zwei Minuten an einer Eissäule mit Zucker und künstlichem Sirupgeschmack zu nuckeln.


Granita ist ähnlich, nur schlimmer. In bunten Kästen dreht sich das mit Sirupzeug versetzte Crusheis und wird dann im Plastikbecher mit Strohhalm serviert. Die Große hat es entdeckt, als wir im nahegelegenen Hafenörtchen Eis essen waren. Egal, dachte ich mir, soll sie haben. Solange ich das Zeug nicht austrinken muss.


Jetzt kann man aber dieses Granita-Zeug nicht einfach austrinken. Ist ja kalt. Das Kind nuckelt also ungefähr einen halben Zentimeter pro fünf Minuten aus dem Becher. Und der Becher ist groß. Hallo? In der Zeit esse ich ja die ganze Gelateria leer. Inklusive aller Waffelbecher!!!


Wir sitzen also auf einer Bank vor der Gelateria. Und warten. Und warten. Das Kind nuckelt. Wir warten. Und warten. Zwischendrin nehme ich den Becher und wärme ihn mit den Händen an, damit das verflixte Eis schneller schmilzt und endlich trinkbar wird. Aber es dauert. Nach gefühlten drei Stunden ist endlich der Becher leergenuckelt, ich atme auf und wir können weiter.
Boah, war das eine Geburt. In diese Straße gehen wir definitiv nicht wieder. Ich meine, was in aller Welt spricht gegen das gute alte Gelati in der Waffel??


Die Kleine hat die große Schwester während der Nuckelei neidisch beobachtet und verkündet jetzt, als wir durch die Gassen des italienischen Städtchens schlendern: ‚Nächstes Mal will ich auch so was!!“. Ha, denke ich, es wird definitiv kein nächstes Mal geben!!


Abends am Campingplatz sausen die Tochterkinder mit ihren Fahrrädern durch die Gegend, immer bis vor zur platzeigenen Pizzeria und zurück, während ich andächtig Doraden auf dem Gasgrill zubereite. Mit quietschenden Reifen schießt die Große auf unseren Platz und kommt schlitternd vor mir zum Stehen.


„Maaamaaaa, die haben vorn am Restaurant auch Eis! Da können wir jetzt jeden Abend noch Eis essen gehen! Können wir nach dem Abendessen vorgehen?“ „Mhmmm…. können wir bestimmt….“ murmle ich abgelenkt, während ich den Fisch umdrehe und das Gemüse auf die Seite schiebe. „Prima!“, freut sich das Kind. „Die haben drei Sorten Granita….“


Jaja, so ist das mit den kleinen und großen Freuden des Alltags - vor allem im Urlaub... :D :D Passend zum Urlaubsflair habe ich euch heute gleich zwei Urlaubs-Lieblingsteile mitgebracht. Aus dem "Retro-Tulips"-Jersey von Mädchenwahn, den ich für Alles-für-Selbermacher vernähen durfte, musste definitiv etwas sommerliches werden. Die frischen Farben leuchten in voller Pracht - übrigens auch ein Toptipp für den Herbst! Gerade an nebelverhangenen Tagen kann man doch gar nicht genug leuchten.... :D


Aus den rosa "Retro-Tulips" habe ich mir einen sommerlichen Upcycling-Rock gebastelt. Eine der Jeanshosen, die an Knie und Oberschenkeln schon total abgewetzt waren, hat ein neues Leben bekommen. Übrigens eine tolle Sache - Hose abschneiden, Stoffbahn raffen, drannähen, fertig. Geht ruckzuck, sitzt im oberen Bereich absolut optimal und flattert unten schön luftig um die Beine. Schneller kann man keinen Rock nähen.


Die gelben Tulips wurden zur Jeden-Tag-dabei-Strandtasche. Nach dem perfekten Schnittmuster dafür habe ich eine Weile gesucht - schließlich habe ich mir die "Big Summer" von Keko-Kreativ zugelegt, und die erfüllt optimal alle meine Strandtaschenwünsche:
1. Sie ist riesig. Da passen problemlos 4 Handtücher, Ersatzbadeanzüge, Wasserspielzeug und alle nötigen Kleinigkeiten rein.
2. Sie hat genau die richtige Menge an Extrataschen und Täschchen, die man so braucht: Eine Reißverschlusstasche für Geld, Schlüssel, Handy und vorn ein Getränkefach. Zusätzlich habe ich noch ein doppeltes Fach innen eingenäht, in das auf der einen Seite die Sonnencreme und auf der anderen ein Buch passen. Mehr braucht man nicht beim Baden. :)
3. Die Trennungslinie in der Mitte ist einfach super für Stoffkombis. Durch den Jeansstoff unten (nochmal Upcycling) ist die Tasche total robust, und oben kommt der gelbe Retro-Tulips richtig gut zur Geltung.
Die Papierflieger-Appli bekommt ihr bei Cindy von Din.Din, bei der es inzwischen die wunderschönen Plotterdateien auch als Applikationsvorlagen gibt - eine tolle Sache für plotterlose Menschen wie mich. :D
 


Hier geht es zu den beiden Mädchenwahn-Stoffen in rosa und gelb:



Die Applikation mit verschiedenen Papierfliegern bekommt ihr hier

Meinen leuchtenden Rock und die Strandtasche schicke ich noch flott bei RUMS vorbei!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 25. September 2016

Sammeltrieb


Ihr Lieben,
im Urlaub, in diesen entspannten Tagen, habe ich vorab zwei Blogbeiträge für euch geschrieben. Weil ich Zeit hatte. Weil ich gern schreibe. Und weil sie mir eben so in den Sinn kamen. Heute bekommt ihr den ersten der beiden zu lesen.

Jedes Jahr, bevor wir in den Urlaub fahren, holen wir ein paar Tage vorher den Wohnwagen aus Opas Stadel und stellen ihn vor unser Haus. Da meine Eltern ihn im Moment kaum nutzen ist er meistens ein bisschen verstaubt vom Winter und ich putze und lüfte erst mal ordentlich durch. Im Eingangsbereich befindet sich ein schmales Regal, dafür hat mein Papa eigens ein paar passende Holzkistchen angefertigt, die genau hineinpassen. Wo ich also schon so am Saubermachen und Durchwischen war, habe ich mir die Kistchen gegriffen und dachte mir, ich schau mal, was da eigentlich so alles drin lagert.



Wenn ich euch jetzt erzähle, dass mein Papa ein alter Sammler und Bastler ist, der alles brauchen und nichts wegwerfen kann, könnt ihr euch wahrscheinlich schon vorstellen, dass das eine durchaus interessante Sache war… :D :D



Ich sitze also im Schneidersitz auf der Stufe vor unserem Haus, die Sonne scheint und ich fördere zu Tage, was sich da so versteckt. Von den drei alten Weckgummis kommt zumindest einer wieder in die Kiste. Man kann nie wissen. Das Häufchen alter Büroklammern und die drei zerbrochenen Kulis wandern in den Müll. Wenn er das wüsste, würde er grummeln: „Immer schmeißen sie alles weg, die Preindls! Kein Respekt vor recycelbaren Raritäten!“. Ich grinse vor mich hin – ich glaube nicht, dass er das Kugelschreiberersatzteillager vermissen wird. Die zwei uralten Stoffeinkaufsbeutel werfe ich aufgrund des modrigen Geruches in den Wäschekeller, ersetze sie aber durch neue. Was steckt da noch? Plastiktüten, Panzertape, eine durch Drehen aufladbare Taschenlampe (dieses Ding habe ich mein Lebtag nicht im Einsatz gesehen, und ich kenne diesen Wohnwagen jetzt seit 25 Jahren. Bisher haben noch immer die guten alten Batterietaschenlampen im Notfall ihren Dienst getan. :D), ein Bewegungsmelder (Wofür? Wofür??????), eine alte Glühbirne (von der ich fest glaube, dass sie kaputt ist und nach dem Austauschen einfach wieder in die Schachtel gewandert ist – sicher bin ich mir aber nicht), ein Knicklicht, verschiedene Rechnungen, ein Mini-Nähset ohne Nadel, Kabelbinder, diverse Kabelstücke und Schrauben, Angelhaken. Angelhaken?


Ich erinnere mich dumpf an eine Fahrt vor vielen Jahren, in der mein Papa sich eine Angel zugelegt hat und voller Motivation auf die Jagd ging. Ich glaube nicht, dass er was gefangen hat – seither liegt die Angel aber „für alle Fälle“ in einem der  Wohnwagenfächer und wartet auf bessere Zeiten. Der selbstgebastelte Urlaubskartenhalter aus Tonpapier war vor vielen Jahren ein Geniestreich von mir und hat glaube ich nie eine einzige Karte gehalten. :D :D


Ich packe einen kleinen Teil der Utensilien, die da auf der Stufe ausgebreitet liegen, wieder in die Holzkästchen (Panzertape und Kabelbinder kann man immer mal brauchen, da gebe ich meinem Papa ja vollkommen recht), das meiste landet in einer Extrakiste. Wegwerfen darf man ja nix hier. :D Die Kiste deponiere ich im Keller. Nicht nur, dass im Wohnwagen jedes Zusatzgewicht auffällt, meine Kinder jagen solche Trophäen mit Begeisterung und ich habe keine Lust, diese Kisten den ganzen Urlaub lang täglich wieder einzuräumen, nur weil die Damen sie interessant finden.


Kopfschüttelnd stelle ich die Pappkiste in ein Regal. Diesen Sammeltrieb werde ich nie verstehen. Wirklich, da bin ich vollkommen anders. Ich werfe Dinge weg, anstatt sie für Jahrhunderte in irgendeiner Ecke zu bunkern. Wo ich schon im Keller bin, beschließe ich, aus meinem Nähzimmer schnell die Schlafsäcke zu holen. Während ich mit beiden Händen Stoffstücke vom Sofa räume und dabei versehentlich in eine der Tüten mit alten Jeansresten zum Vernähen trete, muss ich lächeln. Ich stelle energisch noch zwei Kisten Bastelutensilien auf den Boden und kann endlich das Schlafsofa hochklappen, um an die Schlafsäcke darunter heranzukommen. Hat er doch Glück gehabt, mein Vater. Dass aus diesen Genen eine vollkommen rational denkende Tochter ohne jeglichen Sammeltrieb geworden ist, das hätte wohl keiner gedacht. :D :D



Hier noch schnell die Details zu den Bildern: Der Rock ist ein Freebook von Frau Liebstes/kibadoo und heißt einfach Jerseyrock Kids. Mit der Teilung lässt sich unglaublich gut mit verschiedenen Stoffen spielen - da kommt auch der tolle Simply-Apples-Jersey von Hamburger Liebe richtig gut zur Geltung! Das Tüpfelchen auf dem i ist aber die XXL-Häkelborte in altrosa, die ich für Nadine von Namijda vernähen durfte. Die verleiht dem Rock nochmal eine besonders pfiffige Note. Kombiniert habe ich das Röckchen mit einem ganz einfachen Basicshirt (Schnitt: Longsleeve von Lillesol und Pelle) aus den Big Dots von Lillestoff. Die Malia-Ballonmütze von Pom und Pino hab ich euch ja schon ein paar Mal gezeigt.

Hier geht's zur Häkelborte: (der Shop von Namijda ist übrigens ideal, wenn ihr Stoffe und Tüddelkram zum Kombinieren sucht - tolle Qualität und faire Preise für schicke Kombis. Ich hab schon mehrmals bestellt und werde definitiv dabei bleiben - die Sachen sind nämlich auch noch ruckzuck da!)

http://www.namijda.de/de/spitzen/kloeppelspitze/1-mtr-kloeppelspitze-extra-breit-altrosa-6-5cm.html

Hasenwilde Grüße
Johanna


Donnerstag, 22. September 2016

Abschied

Jetzt sitze ich zum vierten Mal hier vor dem PC- Bisher bin ich immer wieder aufgestanden. Weil mir die Worte fehlten. Weil ich nicht wusste, wie und was ich schreiben soll. Aber das Geschehene auch nicht unkommentiert lassen wollte. Dafür ist es zu entscheidend. Zu einschneidend. Also hier ein paar kurze Worte für euch.
Eigentlich ist eine Kombination aus Ereignissen, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten, der Grund für die Stille hier auf dem Blog. Zuerst waren wir im Urlaub. Gute zehn Tage mit dem Wohnwagen in Italien, auf meiner Lieblingsseite, auf Elba. Wir haben eine wunderschöne Zeit verbracht. Familienzeit - aber immer in Kontakt mit zuhause, in ständiger Standleitung. Denn mein Schwiegervater war im Krankenhaus. Die Nachrichten waren wechselnd positiver, dann wieder nicht ganz so gut, aber nie akut besorgniserregend, und so konnten wir unseren Urlaub relativ unbeschwert genießen. Bis es dann Ende letzter Woche plötzlich schlechter wurde. Wir sind sofort heimgefahren und mein Mann konnte seinen Vater das Wochenende über täglich besuchen. Bereits am Montag ist mein Schwiegervater dann friedlich eingeschlafen.
Ich will gar nicht so viel mehr schreiben, denn er hätte es furchtbar gefunden, Thema eines Blogbeitrags zu sein. So viel ist passiert diese Woche. So viel steht an, wenn ein liebes Familienmitglied geht. Und gleichzeitig scheint die Zeit stillzustehen. Die Kinder erden uns, bringen täglich den Alltag wieder ins Haus - können einen mit den neugierigen, durchdachten Fragen aber auch ganz schön aus dem Konzept bringen. Ich versuche, sie möglichst kindgerecht und trotzdem wahrheitsgemäß zu beantworten und ringe manchmal ganz schön um Worte.
Wir werden also in den nächsten Tagen und Wochen hier versuchen, wieder in den gewohnten Tagesablauf zu finden - und die vielen schönen Erinnerungen teilen. Mit Dankbarkeit, dass wir Teil seines Lebens sein durften.

Liebe Grüße
Johanna

Mittwoch, 31. August 2016

Erdbeer-Ella

Schön langsam werde ich fertig mit den Sommersachen... Wobei wir im Moment noch das herrliche Wetter genießen und richtig viele Sommersachen machen.


Gestern waren wir bei einer wunderschönen Gartengrillgeburtstagsparty einer Freundin im grünen Obstgarten und diese Woche steht sicher noch der ein oder andere Sprung in Omas Pool an. :D


Heute will ich auch gar nicht so viele Worte machen - wir sind gleich bei meiner Schwägerin zum Frühstück eingeladen.


Wir haben gestern aus dem Dachboden für sie alle unsere Babysachen geholt. Die Mädels haben fleißig geholfen und waren selber ganz erstaunt, was wir da alles haben und wie viel schon aussortiert wurde.


Zu süß, wenn sie sich an das ein oder andere Teil erinnern - oder es aber gar nicht fassen können, dass sie mal in einen Strampler der Größe 50 gepasst haben. :D :D


Jedenfalls werden wir nachher mal alles ausräumen, evtl aussortieren und mal schauen, was noch an wichtiger Erstausstattung fehlt. Eine wunderbare Beschäftigung, oder?


Auf den Bildern seht ihr die kleine Hasentochter in einem ihrer neuen Kleider. "Miss Ella" heißt der Schnitt von Annas Country und ist zuckersüß. Unser Exemplar hier habe ich etwas verlängert und unten weiter auslaufen lassen - je mehr sich dreht, desto besser, meint das Hasenkind. :D Das Haarband ist nach einem Tutorial von Hamburger Liebe entstanden. Vielleicht kommt euch der obere Stoff des Kleides bekannt vor - aus dem maigrünen Leinen habe ich mir eine Mabel genäht, das sind die Reste davon. Der Erdbeerstoff stammt aus einem aussortierten Kleid einer meiner Schwestern und passt perfekt dazu, finde ich. <3


Die kleine Hasentochter ist im großen Kleiderwahn. Ich glaube, in den letzten drei Monaten hatte sie vielleicht drei Mal (unter Aufbietung all meiner Überredungskünste) eine Hose an. Hosen gehen gar nicht im Moment. Über eine Leggings unter dem Kleid können wir immerhin diskutieren. Ich bin ja gespannt, wie das an den etwas kälteren Herbsttagen wird... :D Aber wahrscheinlich löst sich das, wie vieles, von selbst - wenn das Kind friert, wird es schon auf Hosen umsteigen. Wenn nicht, dann sind Kleider mit Leggings oder Strumpfhose (oder beidem) dann eben die Alternative der Wahl. Und da eignen sich Kleider wie Miss Ella ja auch wunderbar - mit einem Langarmshirt drunter und direkt aus Cord oder festem Jeans genäht halten solche Trägerkleider nicht nur schön warm, sondern sehen auch gleich herbstlich aus. :D


Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 25. August 2016

Kartoffelfeuer

Hättet ihr gedacht, dass wir nochmal so richtig schicke heiße Sommertage kriegen? So richtig mit Hitze, klarblauem Himmel und lauen Abenden?


Gestern haben wir die Gelegenheit genutzt und waren spätnachmittags im Freibad. Meine Schwester und meine Mama haben die Kids richtig ausgepowert, wir hatten ein leckeres Picknick zum Abendbrot dabei und die Mädels sind spät, müde und glücklich ins Bett gewandert.


Am Wochenende wartet voraussichtlich dann auch noch ein besonderes Highlight: die Kartoffelernte!
Ich weiß nicht, ob ich euch schon erzählt habe, dass im Hause hasenwild der Göttergatte der mit dem grünen Daumen ist. Ich bin ausschließlich für die Zimmerpflanzen zuständig, und da überleben nur Orchideen und Grünlilien... :D :D


Mein Mann liebt die Gartenarbeit. Er bewirtschaftet zwei große Gartenflächen, baut alles an, liest sich ein und bringt regelmäßig selbstgezogenes Biogemüse auf den Tisch. Lecker. Ich verarbeite alles, was er mir so bringt (gut, dass wir zwei Gefriertruhen und einen Biokeller haben - da fallen manchmal ja schon ganz schöne Mengen an. Unter 70 Lauchpflanzen fängt der Beste nämlich gar nicht an. :D :D). Ich bin also eher für den Küchenanteil der Gartenarbeit zuständig.


Unter anderem gibt es auch ein Stück Kartoffelacker. Ein kleines. Also, groß genug für einen Familienjahresvorrat, aber im Vergleich zu richtigen Kartoffeläckern halt doch eher klein. :D Weil man unseren Kartoffelacker mit einem normal großen Traktor und aktuellen Kartoffelpflügen nicht bewirtschaften kann, weil er einfach nicht groß genug ist, hat der Göttergatte all die alten Pflüge und Kartoffelbewirtschaftungsteildingense von anno dazumal ausgemottet und in Schuss gebracht, denn für reine Handarbeit ist die Ackerfläche dann doch wieder ganz schön groß.


Das Kartoffelsetzen mit dem alten Kartoffelleger ist im Frühjahr immer der absolute Bringer. Da darf dann Frau hasenwild mit traditionellem Tüchlein auf dem Kopf hinten auf die Maschine und eine Kartoffel nach der anderen in den Setzteller legen. Wie in alten Zeiten eben. Macht schon irgendwie Spaß. :D


Und bei der Kartoffelernte fährt einer den (kleinen. uralten. aber süßen. :D) Traktor, und der andere führt hinten den Kartoffelpflug. Hinterher werden die jungen Kartoffeln von Hand gesammelt. Die Kinder sind natürlich immer dabei und helfen fleißig mit, manchmal lassen sich auch Mitglieder von meiner oder der Schwiegerfamilie motivieren - hinterher gibt's nämlich Kartoffelfeuer. Eigentlich werden dabei die dürren Kräuter verbrannt, aber da unser Acker so klein ist, brauchen wir meistens noch Unterstützung von ein paar Holzscheiten... :D :D Über dem Feuer wird dann gegrillt, es gibt die ersten frischen Kartoffeln dazu und für die Kinder hinterher Stockbrot.


Wenn der Abend schön lau ist, ist das wunderschön. Der Kartoffelacker und der zugehörige Schuppen liegen etwas außerhalb der Ortschaft, die Aussicht ist wunderschön, das Feuer knistert und auf ein oder zwei Biertischgarnituren gibt es ein fröhliches Essen, Ratschen, Feiern. Wir (und besonders die Mädels) freuen uns jedes Jahr wie die Schnitzel und funzeln bis spät in der Nacht mit ihren Taschenlampen. Wenn ich an die Gitarre denke, wird das ein oder andere Lagerfeuerlied gesungen. Sommerstimmung pur.


Für solche langen Sommerabende, an denen abends nicht nur die Grillen zirpen, sondern leider auch die Stechmücken fliegen, gibt es ja kleidungstechnisch nur ein Optimum: Lange, dünne Hosen. :D Gut, dass ich mir letztens ein Exemplar nach dem Pech und Schwefel genäht habe. Der Stoff stammt aus der Restekiste vom Stoffladen in der Umgebung, ich weiß nicht genau was das ist - irgendeine Art Crepe vielleicht? Jedenfalls fällt er total luftig und schwingt locker um die Beine. Die kleinen Lederstreifen und die Knöpfe am Saum sind ein witziger Hingucker und machen die Hose dann auch stadttauglich. Mallorca lässt sich in verschiedenen Weiten und Variationen nähen - ein absoluter Allrounder unter den Hosen! Obendrüber gab's ein "Teneriffa"-Trägertop. Den Schnitt habe ich mir jetzt schon zum dritten Mal genäht, der sitzt einfach super. Der Saxophonspieler ist mit Hilfe von Freezerpapier aufschabloniert, den leicht rosa schimmernden Hintergrund habe ich mit Sprühtextilfarbe gestaltet. Für kühlere Tage passt wunderbar ein Bolero drüber - aber am Wochenende werde ich den hoffentlich nicht brauchen! <3


Hier könnt ihr euch das Ebook "Mallorca" genauer ansehen:


Und hier gibt's das Trägertop "Teneriffa":


So, und mit diesem Sommeroutfit kann ich jetzt endlich mal wieder bei RUMS aufschlagen. :D

Hasenwilde Grüße
Johanna

Mittwoch, 24. August 2016

Post

Ach ihr Lieben, ich hätte so viel zu erzählen und zu zeigen, aber ich komme einfach nicht zum Schreiben. :D :D Ich bin im Ferienflow und wie ich es mir gewünscht hatte, entstehen gerade ganz viele Sachen an der Nähmaschine, die ich schon ewig machen wollte.


Ich habe mir ziemlich probenähfrei genommen, um das zu schaffen, und habe mal wieder richtig Freude dran, nur für uns zu nähen. Ich zeige euch die Sachen sicherlich irgendwann (wenn ich mal Zeit habe zu fotografieren), aber da noch so viele schöne Bilder auf dem Rechner auf euch warten, müssen die erst gezeigt werden. :D


Heute möchte ich euch aber von etwas erzählen, was mich in den Ferien besonders berührt und gefreut hat. Eine Karte. Eine einfache Karte. Anstatt über die Post kam sie direkt in meinen Briefkasten, die Absenderin wohnt nämlich nur 15 Minuten von hier entfernt. Bevor ich euch aber erzähle, warum diese Karte mein persönliches Ferienhighlight war, muss ich ein bisschen ausholen. :D


Ich singe mein Leben lang in Chören. Zu Höchstzeiten waren es 6-7 Stück parallel, mit den Kindern hat sich das aber wieder ein bisschen relativiert und zurückgefahren - und so gibt es im Moment keinen festen Chor, in dem ich mitsinge.


Ich helfe hier und da instrumental oder gesanglich aus, und es gibt einige Gruppen, in denen ich mitwirke, die projektmäßig die ein oder andere Hochzeit oder ähnliches singen, aber eben nichts so richtig festes. Wöchentliches.


Auf der einen Seite genieße ich die Freiheit und Freizeit - weniger Termine in der Woche heißt eben, mehr Zeit für die Kinder und mich - aber auf der anderen Seite vermisse ich das Singen dann auch wieder. Den Zusammenhalt, die Proben, die Gespräche und natürlich die Musik. Deshalb habe ich mit einer lieben Freundin zusammen einen Projektchor mit dem schönen Namen "Voice ma's" gegründet, der - je nach Lust und Laune - ein bis dreimal im Jahr einen Gottesdienst mit fetzigen Liedern gestaltet. Zwei Proben, ein Auftritt, fertig. Ein kleines, aber feines Projekt, mit nicht zu viel Aufwand, aber jeder Menge Spaß verbunden.


Und es singen - Freunde. Freunde aus allen Himmelsrichtungen, Männer, Frauen, mit Kindern und ohne, alle geeint dadurch, dass sie einfach gern singen - und oft, genau wie ich, nicht die Zeit haben, einem Chor mit festen wöchentlichen Probenzeiten beizutreten. Entsprechend habe ich das Gefühl, dass die Motivation nicht nur bei mir, sondern auch bei meinen Sängern und Sängerinnen besonders groß ist. Dieser Chor singt nicht nur - er strahlt nebenher eine solche Freude und Begeisterung aus, dass es unglaublich Spaß macht, davor zu stehen. <3


Jedenfalls haben wir am zweiten Augustwochenende gesungen, und ich hatte richtig Spaß. Da waren geniale Solos, wundervolle Musiker und ein Chor mit ganz viel Enthusiasmus und Begeisterung. Es war echt gut, finde ich. Ich habe den Tag sehr genossen, hinterher war ein Großteil des Chores noch miteinander essen, ratschen, austauschen, den Tag genießen.


Und zwei Tage später lag dann diese besagte Karte in meinem Briefkasten. Eine Karte von einer Freundin, die leider nicht mitmachen konnte, sich aber dann mit ihrer Familie den Chor angehört hat. Soooo viele schöne Worte - wie sehr es ihr gefallen hat, wie schön es war, wie viel Freude sie beim Zuhören hatte. Die Karte liegt seither auf dem Schreibtisch neben dem PC und ich lese immer mal wieder drüber - und lächle dabei. Und wisst ihr, was ich denke?


Wie oft bin ich begeistert von etwas, und vergesse ganz einfach, es laut auszusprechen? Vergesse, zu sagen, wie sehr ich den Tag oder den Abend mit jemandem genossen habe. Wie sehr ich mich über etwas gefreut habe. Und das sind ja manchmal auch einfach ganz kleine Sachen. Ich nehme mir hiermit vor, wieder mehr auszusprechen, wenn mich etwas begeistert. Laut zu sagen, dass ich mich über etwas gefreut habe, anstatt immer davon auszugehen, dass die Leute das schon wissen. Ich nehme mir fest vor, mir auch mal wieder die Mühe zu machen, eine liebe Karte zu schreiben - ich weiß jetzt nämlich wieder, wie schön es ist, eine zu bekommen....


Nebenher konntet ihr Bilder der kleinen Hasentochter in ihrer Lieblingstunika sehen. Den Schnitt "Sommerliebe hoch 3" von der Drahtzieherin habe ich euch schon als Maxikleid gezeigt, aber die Tunikavariante mag ich mindestens genauso gern - vor allem sehen diese Spaghettiträgertops auch mit einem Longshirt drunter total klasse aus, finde ich, und damit werden sie auch richtig herbsttauglich. Da zeige ich euch auch noch ein Beispiel. Aber noch lässt sich das tolle Teil einfach so leicht tragen, wie hier. <3 Anstatt unten noch eine Stoffrüsche anzubringen, habe ich die blaue XXL-Wäschespitze von Namijda genutzt, die ich vernähen durfte. Das geht ratzfatz und gibt der Tunika nochmal richtig Leichtigkeit. Die passenden Borten dazu lassen sich wunderbar vertüddeln und bringen Einheitlichkeit in die Tunika - und auch eine passende Tullelue ist entstanden - die restliche Wäschespitze kommt auch hier beim Tüddeln super rüber, finde ich... <3


Hier nochmal der Link zum Schnitt:

Sommerliebe³  Anleitung und Schnitt für ein Trägertop/-Tunika/-Maxikleid - Nähanleitungen bei Makerist sofort runterladen

Da geht's zur XXL-Borte in Namijda's Shop - und von da könnt ihr euch zu den passenden Häkelborten und der schmalen Wäschespitze weiterklicken:

♥1 Mtr. Wäschespitze - XXL Blütentraum 8cm - Baby Blau ♥


Und die Tullelue findet ihr hier: *KLICK*


Hasenwilde Grüße
Johanna