Sonntag, 1. Dezember 2019

entstresst

Ihr Lieben,

jetzt ist er endlich da, der Advent. Ich bin ja bekennender Weihnachtsfan. Ich liebe diese vorweihnachtliche Stimmung. Und ich brauche das ganze Drumherum. Adventskalender. Adventskranz. Weihnachtsdeko. Christkindelsmarkt. Plätzchen. Und ich kann mich damit durchaus selber stressen, manchmal. Mit all meinen weihnachtlichen Ansprüchen.


Alle fiebern hier dem ersten Advent entgegen. Ich am allermeisten. :D Nennt mich Weihnachtsfreak, aber ich lebe frei nach dem Motto "Nach Ostern ist vor Weihnachten", und ich zelebriere das auch. Mit Hingabe. Manche Jahre ist es mir aber schon passiert, dass ich vor lauter Perfektionismus und Programmpunkte abarbeiten gar nicht dazu gekommen bin, mich mal auf meinen Allerwertesten zu hocken und zu genießen. Blöd, eigentlich.


Deswegen habe ich nach und nach angefangen, meine Vorweihnachtszeit zu entstressen. Und ich werde jedes Jahr ein bisschen besser darin! Hier sind meine größten das-nimmt-den-Stress-raus-Do's:


1. Der Adventskalender
Ich finde Adventskalender toll. Ich bastle gerne Adventskalender und ich fülle gern Adventskalender. Wenn ich Zeit habe. Den Anspruch, jedes Jahr einen neuen, bahnbrechenden, selbstgebastelten und selbstgefüllten Kalender für jedes Kind auf die Beine zu stellen, habe ich aber aufgegeben. Ich gucke jedes Jahr rechtzeitig vorher: Was ist zeitlich drin? Was schaffe ich, was stresst mich? Und dann entscheide ich mich von Jahr zu Jahr neu. Es gibt inzwischen genähte, wiederverwendbare Säckchen bei uns, die das Befüllen einfach machen. Manchmal fülle ich einen Adventskalender, den sich die Kinder teilen. Vielleicht gibt's dafür noch einen Schokikalender dazu. Gekauft. Manchmal gab's einfach nur gekaufte Kalender. Und manchmal, wenn ich etwas mehr Zeit an der Hand habe, so wie heuer, fülle ich liebevoll 48 Säckchen mit Kleinigkeiten, die ich bereits ab Anfang September zusammenjage. Und wisst ihr was? Für meine Kinder ist jede Variante vollkommen in Ordnung. Vollkommen wertungsfrei. <3


2. Plätzchen
Früher habe ich Berge von Plätzchen gebacken. Sorten über Sorten. Ich backe gern, das macht mir Spaß. Aber irgendwann im Februar musste ich dann gefrierbeutelweise übrige Plätzchen mit dem Nudelholz kleinshreddern, um sie heimlich als Kuchenboden wieder in etwas saisongemäß essbares zu verwandeln. Unsinnig, eigentlich. Heute kenne ich die Lieblingsplätzchen meiner Familie. Das sind ungefähr drei Sorten. Die backe ich liebevoll und in ausreichender Menge. Dann tausche ich ein bisschen mit dem Rest der Familie. Und einmal gibt es einen gemeinsamen Plätzchentag mit den Kindern, bei dem die obligatorischen Ausstecherle gebacken werden. Und zack, fertig. Vollkommen ausreichend - und wir haben trotzdem einen feinen Plätzchenteller für die Feiertage. Dann sind sie alle aufgegessen, und das ist auch gut so - denn im neuen Jahr mag erfahrungsgemäß keiner mehr welche


3. Geschenke
Früher habe ich mich wild in den Vorweihnachtsrummel gestürzt, um vollkommen unvorbereitet im allgemeinen Kaufhauschaos Geschenke zu finden. Ein Alptraum, jedes Mal. Heute mache ich mir im November eine Geschenkeliste - wer kriegt was von wem. Dabei besorge ich sämtliche Kindergeschenke von dem Omas und Opas direkt mit. Ein bisschen Puffer für unvorhergesehene Spontanwünsche bleibt, aber ansonsten kaufe ich ganz gezielt und sehr rechtzeitig ein, so dass die Geschenke normalerweise Ende November alle gut versteckt im Haus lagern bzw. schon an die verschenkenden Omas/Tanten verteilt sind. Selbstgemachtes nehme ich mir seeeehr in Maßen vor. Im Dezember wird dann nur noch eingepackt.


Ich halte den Kalender im Dezember bewusst so frei wie möglich - der füllt sich erfahrungsgemäß sowieso schneller, als ich gucken kann - aber so nehmen die Termine nicht überhand und wir haben Zeit für einen Christkindelsmarktbesuch oder viele Abende, an denen wir mit der Gitarre um den Adventskranz sitzen, Weihnachtslieder singen und Geschichten vorlesen. Und das ist das Allerschönste im Advent.


Das gefällt auch dem Kleinsten hier - sobald gesungen wird oder ein Instrument ertönt (was in einer musikbegeisterten Familie wie der unseren recht oft passiert), setzt er sich erwartungsvoll hin, schwingt seinen Oberkörper hin und her und hört andächtig zu. Manchmal singt er auch ein bisschen mit. Er ist einfach zu süß, der kleine Kerl.


Ich finde mich immer mehr in die Kategorie "Coole Mode für kleine Jungs" ein. Auf den Bildern seht ihr zwei absolute Lieblingsschnitte, die ich für den Babybub schon mehr als einmal genäht habe! Das Oberteil ist nochmal das "Schlawittchen" von Rabaukowitsch. Ich lieb den Schnitt ja - der bietet so viele Möglichkeiten!! Das witzige Panel hab ich bei Tina von Steinblau geshoppt, genauso wie den senfgelben Cordjersey für die Hose. Die "Biesenhose" durfte ich für Frl. Faden probenähen (ein Exemplar hab ich euch ja schon gezeigt), und der Schnitt ist echt so süß an dem Babybub!! Richtig groß sieht er schon aus drin! Das Stehfoto ist aber ein bisschen geschummelt, da haben ihn rechts und links die großen Schwestern gut gehalten - frei stehen kann er nämlich noch nicht, der Lauser. Muss er auch nicht mit seinen 10 Monaten. Geht sowieso viel zu schnell, dass der groß wird!

Wie macht ihr das so im Advent? Zelebriert ihr eure Familienbräuche? Habt ihr die Zeit auch schon entstresst? Oder seid ihr eher so die Last-Minute-Geschenkeshopper? Erzählt doch mal! <3


Hasenwilde Grüße
Johanna

Dienstag, 12. November 2019

magisch

Ich liebe Zauberei. Und Magie. Ich mag Hexen, Feen, Zeitreisen, Zauberer und Elfen, ich gucke gern gut gemachte Fantasy-Filme und habe jeden Harry-Potter-Band verschlungen. Magie zieht mich magisch an.


Wenn meine Töchter mich bitten, ihnen eine Geschichte zu erzählen, kommen fast sicher irgendwelche Drachen, Kobolde oder Elfen darin vor. Und im Bücherladen habe ich immer nebenher einen Blick auf die Fantasy-Ecke. Ich mag da nicht alles, aber gut geschriebene Fantasy-Romane sind schon mein Ding.


Auch so filmtechnisch gesehen ist das meine Ecke. Unsterbliche, Vampire, Zauberei, fremde Welten, Superhelden - solange es nicht zu viel Geballere ist, bin ich dabei.


Ich sehe zuhause mit dem größten Vergnügen, dass auch die Mädels sehr viel Spaß an Magie, Zauberei und Fantasy haben. Und nicht selten spitze ich in der Küche die Ohren und träume ein bisschen mit, wenn sie wild mit ihren Einhörnern durch die Prärie galoppieren, zusammen mit Bibi Blocksberg wilde Hexereien ausprobieren oder eines der Sternenschweif-Abenteuer nachspielen.


Wenn man nämlich im Land der Fantasie und Magie steckt, ist beim Spielen alles erlaubt. Fliegen, durch Wände gehen, Gedanken lesen, Drachen treffen, sich verwandeln - nichts ist mehr unmöglich, alles kann passieren, die Geschichte kann sich in jede Richtung weiterentwickeln und das Gute hat viele, viele Möglichkeiten, um am Ende zu gewinnen.


Der Babybub wird von Anfang an in die Welt der Zauberer und Hexen eingeführt - im Auto hört er selbstverständlich Bibi Blocksberg und Sternenschweif mit den Großen, im Wohnzimmer findet er Schleich-Einhörner und glitzernde Zauberstäbe und "Hex-Hex" kann er bestimmt auch schon bald sagen.... ;)


Da passt das neue Outfit auf jeden Fall wunderbar dazu. Den "Magic"-Kombijersey designet von Tintenrebell durfte ich für Murmelstoffe für den Jüngsten zu einem magischen Outfit vernähen. Ich habe den Ferdinand von rosarosa entdeckt und für wunderbar befunden, den gibt es sicher noch ganz oft hier im Haus! Hier habe ich ihn mit Zipfelkapuze genäht. Dazu gabs eine Käptn Floki-Knickerbocker von Rabaukowitsch aus Babycord, die stand auch schon ewig auf meiner will-ich-mal-nähen-Liste. Und süß sieht er aus. Nur schade, dass es inwischen für Draußen-Bilder von Oberteilen einfach zu kalt ist. Die süßen Bilder auf dem Magic-Stoff bekommt ihr übrigens auch als Panele! Guckt mal HIER!


Wir nutzen die dunklen Abende jetzt jedenfalls wieder für zauberhafte Geschichten und Bücher und freuen uns auf einen magischen Winter!


Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 4. November 2019

herbstbunt

Heute morgen hat die Sonne geschienen, vom strahlend blauen Himmel.


Weil abzusehen war, dass das wunderbare Herbstfeeling mit den letzten bunten Blättern und der Sonnenschein nicht lange anhalten, habe ich mir den Babybub in der Trage auf den Rücken gepackt und bin schon frühmorgens eine ordentliche Runde gelaufen.


Mit Blätterrascheln, Sonnengekitzel auf und Herbstduft in der Nase. Und einem Hörbuch. Zeit für mich, Baby auf dem Rücken oder nicht. Ich suche schließlich das Hörbuch aus. :D


Wir waren knapp eine Stunde unterwegs und sind durch den Herbst gestapft. Also, gestapft bin hauptsächlich ich. Der Babybub ist auf meinem Rücken selig eingeschlafen.


Dass er eingeschlafen ist, war eher semioptimal, denn den Vormittagsschlaf, den ich gerne für allerhand Haushalt und eine entspannte Dusche nutze, konnte ich dann natürlich knicken. Und das Baby stand beim Duschen an der Scheibe der Duschkabine und hat mich klopfenderweise zur Eile angehalten. :D Aber eine Stunde Me-Time im herbstlichen Sonnenschein ist eine Stunde Me-Time im herbstlichen Sonnenschein, Vormittagsschlaf hin oder her. Und die habe ich sehr genossen. :)


Auch sehr herbstlich ist mein neuer Walkrock nach dem Schnittmuster "Wien" von Pech und Schwefel. Den Walk habe ich vor Jahren mal für eine Kinderjacke gekauft, die ich nie verwirklicht habe. Auf der Suche nach dem passenden Stoff für "Wien" ist er mir dann aus dem Stoffregal quasi in den Schoß gefallen. Und, ganz im Ernst, einfacher kann man keinen Rock nähen. Walk braucht man weder versäubern noch säumen, und so ist das gute Stück mit zwei Nähten und einem Bündchen fertig. Tatsächlich ein 15-Minuten-Projekt. Mein Walk dehnt sich leicht und ist super angenehm - am liebsten mag ich darunter noch einen Unterrock, das macht den Rock noch ein bisschen feiner. Obendrüber habe ich mir eine Filou von Feefee in absoluter Basicversion genäht. Den Sweat und die passenden Bündchen (in exakt derselben Farbe!!!!! Ist das cool oder ist das cool?????) hab ich mir bei Tina von Steinblau bestellt. Voll mein Ding, das Outfit. Herbstbunt. Ich mag's.


HIER findet ihr das Schnittmuster "Wien" von Pech und Schwefel. Kann man übrigens in vier Längen nähen - ich hab hier die kurze Version gewählt!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Dienstag, 29. Oktober 2019

gefährlich

Diese Woche sind hier in Bayern. Wir freuen uns allesamt. Der Göttergatte hat die ganze Woche frei, die Mädels genießen die erste Pause von Hausaufgaben, morgendlichem Aufstehen und Kopfarbeit und ich freue ich über eine ruhige, fast terminfreie Woche.


Eigentlich wollten wir weg fahren. Nochmal ein bisschen Urlaub machen. Aber nachdem wir das ganze letzte Wochenende auf einer Familienfahrt waren, hat der Familienrat einstimmig beschlossen, dass uns ein bisschen ruhige Zeit zu Hause auch gut tut.


Es läutet also morgens kein Wecker. Nur das Mittelkind, das mit der Zeitumstellung seit jeher auf Kriegsfuß steht, steht täglich morgens um halb sechs vor meinem Bett und macht ihren Auftritt. Nicht, dass sie sich nicht allein beschäftigen könnte. Aber die Welt (respektive der Göttergatte und ich, wahlweise auch der kleine Bruder gleich mit) soll immerhin wissen, dass sie jetzt aufgestanden ist. Was willste machen. Gut, dass das Baby das Langschläfergen geerbt hat, und so sinken wir nach der Vermeldung wieder in tiefen Schlaf und sind vor acht Uhr nicht aktiv.


Tagsüber genießen wir die letzten bunten Herbsttage mit ihren vielen Farben, den raschelnden Blättern und dem erntereifen Gemüse, das nach und nach unseren Biokeller füllt. Ich muss schon gucken, dass der Babybub und ich überhaupt unseren nachmittäglichen Spaziergang unterkriegen, weil es jetzt so früh dunkel wird. Die Route ist meistens ähnlich, wir gucken nach Spätzle, dem geretteten Reh, das bei einem Bauern untergekommen ist, nach den Kühen, den Hühnern, den Schafen und nach Hund und Katze in verschiedenen Höfen und Häusern. Der Babybub liebt diese Spaziergänge und sitzt zu gerne stundenlang mit großen, staunenden Augen kuschelig eingepackt in seinem Kinderwagen.


Abgesehen von der Zeitumstellung mag ich auch die dunklen Herbstabende gern. Der Kachelofen wird befeuert, es knistert und funkelt, sämtliche Decken sind auf dem Sofa ausgebreitet und sorgen für den Kuschelfaktor und auch mein Mann muss notgedrungen bei Dunkelheitsanbruch seinen geliebten Garten ruhen lassen. Wir haben genug Zeit, um gemütlich Abendzuessen, und danach ist immer noch Platz für ein Spiel, eine Geschichte, oder einen Film.


Ein Film. Man glaubt es nicht, aber wir gucken schön langsam so richtige Filme. Also, längere als 25 Minuten. Am Samstag habe ich den Damen "Madagascar" präsentiert. Und es hat ihnen richtig gut gefallen! Lange haben wir nur Bibi Blocksberg, Mondbär, Petterson und Findus, Löwenzahn und ähnliche Formate geguckt. In vielfacher Wiederholung. Dass die Mädels viel Fantasie haben, ist eine tolle Sache, gerade beim gemeinsamen Spielen. Der Nachteil ist, dass sie bei spannenden Filmen so mitgelitten haben, dass sie hinterher nächtelang nicht schlafen konnten. Besonders die Große war und ist in der Beziehung total empfindlich.


"Gefährlich" heißen diese Filme bei uns. "Gefährlich" kann auch einfach sehr spannend sein. Und viele, viele Male haben wir einen Film abgebrochen, weil er zu "gefährlich" war. Weil die Mädels mit Tränen in den Augen und kalkweißen Gesichtern in der Sofaecke saßen. Und haben uns lieber wieder auf Pippi Langstrumpf beschränkt. Ganz ehrlich, wenn ihr mal wieder eine Folge Pippi Langstrumpf anschaut, fällt euch erst auf, wie schnell und wild und laut die Bildfolge in so manchem Film heutzutage ist.


Jedenfalls sind die Mädels jetzt 6 und 8, und langsam wollen sie upgraden. Ganz vorsichtig noch. Aufgeteilt auf zweimal Gucken. Und nur Filme, die ich kenne. Und mit der Option, dass wir sofort ausschalten, wenn es gefährlich wird. Oder die Szene überspringen. Und überhaupt. Nur, wenn es gut ausgeht. Madagascar war jedenfalls ein Winner. Genauso wie die alte Mary-Poppins-Version und Karlsson vom Dach. Aristocats war auch gut. Trolls war zu gefährlich. Wohingegen Drei Nüsse für Aschenbrödel vollkommen wunderbar ist. Da hör ich die Weihnachtszeit schon läuten. :D :D


Wir tasten uns also langsam vor in die Welt der Spielfilme. Der ungefährlichen, versteht sich. Und ich freue mich auf viele herbstliche Abende. Manche vor dem Fernseher. Manche vor einem Spiel. Oder einem Buch. Oder mit einer Horde Schleichpferde am Boden. Auf alle Fälle immer mit Kachelofen und Familie. <3


Der Babybub guckt noch keine Filme. Aber auch er liebt die Herbststimmung. Die gemeinsamen Abende. Und seine Herbstspaziergänge. Das raschelnde Laub hat es ihm besonders angetan. Manchmal, wenn es nicht zu kalt ist, darf er durchwuseln. Mit seiner neuen kuscheligen Jacke ist das kein Problem - da bleibt er schön warm eingepackt! Genäht habe ich eine gefütterte Jumi von rosarosa mit Reißverschluss. Den wundervollen Grobstrick in marine und den senfgelben Jersey, mit dem ich die Jacke gefüttert habe, hat mir die liebe Sabrina von "einfach spitze" zur Verfügung gestellt, genauso wie die Kordel und das tolle Lederlabel. Auf der Rückseite habe ich die "Freche Möwe" von Lange Hand freihand appliziert. Die Hose ist eine Biesenhose von FrleinFaden. Ein echt toller Schnitt, hier mit Biesen aus dunkelblauem Bündchenstoff in Kombination mit dem coolen used-Look-Jeansjersey von Namijda - und da ist auch die NICE-Kordel her. Die Kombi ist genial und der Babybub sieht zuckersüß in seinem neuen Herbstoutfit aus!


So, und jetzt werde ich mal für den heutigen Familienabend herrichten - die Mädels wollen gern Kürbislaternen schnitzen!

Hasenwilde Grüße
Johanna

PS: Da war ein bisschen Werbung drin! :D

Dienstag, 8. Oktober 2019

kastaniengefüllt

Ihr Lieben,

heute hab ich mal wieder was vom Babybub für euch. Der süße Kerl macht einen Schub nach dem anderen, ich sags euch - und inzwischen macht das Fotoshooting mit ihm richtig Spaß, ist aber auch echt anstrengend! Hier ein kleines Update mit ganz vielen süßen Fotos!


Inzwischen setzt sich der kleine Kerl zuverlässig selbstständig hin. WOHIN, das ist ihm vollkommen schnuppe. Wenn da ein Blumentopf, ein Fuß, oder ein Hausschuh im Weg steht, rutscht er mit dem kleinen Windelpops einfach so lange hin und her, bis da Platz ist zum Sitzen. Die Sitzplätze seiner Wahl sind nämlich alternativlos. :D :D


Er zieht sich hoch. An allem. Und jedem. Er steht im Laufstall, am Kamingitter, an Stühlen, Tischbeinen, Menschenbeinen, Regalen, am Sofa und bei Bedarf auch im Schlafsack im Bett. Zur Schlafenszeit, versteht sich. Die Taktik ist einzigartig: Aus dem Knien hochschieben, so dass er quasi auf der Oberseite der Zehen steht, dann dreht er die Füße richtigrum. Und quittiert seine neue Lage mit einem begeisterten "Ouiiiiiiiiiiiii!"


Und er krabbelt. Wie eine Rakete. Dabei wackelt der kleine Windelhintern wie ein kleiner Propeller hin und her, wenn er in rasendem Krabbelgalopp durch die Räume fegt. Was heißt, notgedrungen wird hier gerade wieder viel geputzt. Denn jede Staubflocke, die an den kleinen Händen hängen bleibt, wird hingebungsvoll abgeleckt. Mjam.


Der kleine Held ist außerdem ein bisschen verdellt. Denn manchmal schieben die Füße schneller, als die Hände krabbeln können, und das Hirn tritt einen steilen Sinkflug Richtung Fußboden an. Stein, versteht sich. Hin und wieder testet er auch, ob er schon ohne Festhalten stehen kann. Kann er nicht. Und kippt rückwärts um wie eine kleine Statue. Mit einem sehr verblüfften Gesichtsausdruck, der fast schon wieder lustig ist.


Jetzt kommen wir zu den ernsten Themen des Lebens: Das Essen. Feste Nahrung findet der Kerl immer noch so naja. Also, an die Lieblingsnahrungsquelle unter Mamas Oberteil kommt das Breizeug ja beileibe nicht ran. Leider tendiert er deswegen dazu, sich nachts den Bauch vollzuschlagen, um tagsüber meine Breiangebote großzügig ausschlagen (bzw weitschweifig ausspucken) zu können. Aber es wird. Der abendliche Pre-Milch-Brei scheint ganz in Ordnung, und überhaupt ist alles interessant, was er inzwischen schon hier und da vom Familientisch probieren darf. Gedünstete Kartoffel- oder Karottenstückchen, Gurke oder ein Stück Vollkornnudel. Manchmal kommen die Stückchen dann beim Zu-Bett-Bringen vor der abendlichen Stillmahlzeit aber auch wieder zum Vorschein. Leicht ausgelutscht.


Zähnchen hat der Babybub inzwischen zwei. Das reicht auch, finden wir, so nörgelig wie der beim Zähnekriegen wird. Zwei ist vollkommen genug. Echt. Mein Papa hat die Theorie, dass die Bernsteinkette, die ihm das Zahnen erleichtern soll, die Zähne alle drinnen hält - und würde ich ihm die mal abnehmen, würde das ganze Gebiss auf einmal heraushüpfen. Wer weiß. Ich teste das aber lieber nicht. Erst, wenn er alt genug für Schmerztabletten oder sowas ist. :D :D


Der Schlaf. Mh. Leidiges Thema. Klappt phasenweise gut. Und dann eben auch nicht. Nachdem sich der junge Herr ja nachts immer sattfuttern muss, unterbreche ich die Nächte momentan eher häufiger - aber nach dem Essen schläft er normalerweise sofort wieder ein, und auch morgens ist er normalerweise vor halb acht/halb neun nicht freiwillig aus der Nachtruhe zu holen. Geschlafen wird im Moment nur mit Nachtlicht, weil der Bub bei Dunkelheit die komplette Krise bekommt. Aber was tut man nicht alles - wenn er dann schläft. Süß ist er nämlich schon im schlafenden Zustand. Sehr süß.


Das herbstliche Outfit ist komplett aus Schnitten von Rabaukowitsch entstanden - die Hose, Käptn Floki, stand schon ganz lang auf meiner Liste. Davon brauche ich unbedingt auch noch so eine lässige Knickerbocker-Version, die finde ich soo soo süß! Hier habe ich sie aus etwas festerem Strickstoff von Namijda genäht und mit Lederpatches gepimpt. Und mit Paspel. Wenn ich Ingas Schnitte nähe, fällt mir immer wieder ein, wie viel Spaß Paspeln machen. Ich hab gleich vorsichtshalber wieder einen ganzen Schwung bestellt, damit ich das nicht nochmal vergesse.


Die Mütze heißt Käptn Kukka, und ihr findet sie bei mir immer wieder - für den Babybub ist das schon die dritte Version. So lässig - da kommt kein anderer Mützenschnitt ran!! Und aus dem Strick und mit Bündcheneinsatz hält sie auch im Herbst den kleinen Babykopf kuschelig warm!


Und jetzt der Pulli. Der ist neu, heißt Schlawittchen, und ich durfte ihn probenähen. So ein endgenialer Schnitt, echt! Im Schnitt ist ein Cardigan mit Knopfleiste oder Reißverschluss enthalten, aber für den kleinen Kerl fand ich die Pulliversion einfach superpraktisch! Den gelben Kuschelsweat hab ich bei Tina von Steinblau gekauft, und kombiniert habe ich mit einem Reststück Sweat und Dreifach-Paspel. Die Seitenpassen kann man ganz raffiniert mit Tascheneingriffen verbinden, und auch die Rückenpasse macht echt was her. Sieht er nicht zum Knutschen aus, der kleine Held?
HIER findet ihr den Schlawittchen-Schnitt. Den muss man haben. Das sag ich nicht nur so, das meine ich. Mit jeder Faser. Ehrlich!!! Und eigentlich braucht man auch die Floki und die Kukka!!!


Übrigens hat er beim Fotografieren jede dieser Kastanien mindestens einmal im Mund gehabt. JEDE. Auf manchen Bildern sieht man das. Die Hamsterbacken sind also nicht angeboren, sondern nur kastaniengefüllt. :D :D


Da habt ihr heute aber eine volle Babybilderdröhnung bekommen. Aber was sein muss, muss sein. Die zweite Kombi mit einem genähten Schlawittchen ist aber auch zuckersüß, wartet nur ab... <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 6. Oktober 2019

wintertauglich

Ihr Lieben,

ich hab so viel zu zeigen, ich kann mich gar nicht entscheiden... außerdem beantrage ich mehr Zeit. So pro Tag zwei Stunden wären gut. Für die Näherei und das Bloggen. Kann das jemand einrichten, bitte? Wobei, wahrscheinlich würde ich auch die zusätzlichen zwei Stunden im Moment damit verbringen, die Sommerschuhe auszusortieren, die Jackengarderobe von Sommer auf Winter umzustellen und die Kleiderschränke wintertauglich zu machen. Da führt nämlich kein Weg dran vorbei.



Gerade bei den Mädels ist es bitter nötig - die zwei sind wieder durch eine ganze Größe geschossen und haben aber auch gar nix passendes mehr im Kleiderschrank. Ich hab mir fest vorgenommen, dieses Mal etwas minimalistischer dabei vorzugehen.



Meistens sieht es nämlich so bei uns aus: Wir bekommen ganz viele gebrauchte Klamotten geschenkt. Was an sich eine tolle Sache ist, und mir die liebste Art Nachhaltigkeit. Allerdings sind die Kleiderschränke dann proppevoll, und die Damen, die inzwischen doch jede einen eigenen Kleidergeschmack entwickelt haben, nutzen die obersten 5 Shirts als Lieblingsshirts, und der Rest wandert ungetragen am Ende der Saison wieder aus dem Schrank.


Dann besteht noch die Möglichkeit, dass die kleine Schwester andere Favoriten hat, als die Große hatte, dann wurden immerhin 10 Shirts getragen. Von 30 oder so. Dafür ist im Kleiderschrank aufgrund der Wäscheberge immer Chaos.


Heuer habe ich beschlossen, die Kleiderschränke mit den Mädels gemeinsam sparsam zu füllen und gleich schon mal die Favoriten auszuloten. Und dann einfach einen Packung Kleidung zu spenden. Wohltätige Zwecke gibt es genug, und so wird gleich noch was Gutes getan - und ich hoffe, dass die nächste Größenumstellung dann so auch weniger Arbeit ist. Mal sehen, ob ich meine guten Vorsätze so auch verwirklichen kann. So ein bisschen Hamster steckt nämlich manchmal doch in mir... :D :D Ich werde berichten.


Wenn ich für die Mädels etwas nähe, dann inzwischen nur noch in enger Absprachen mit den beiden. Und die mögen inzwischen längst nicht mehr alles. Bunt darf es aber zum Glück noch sein. Und mit kuschelig punkte ich eigentlich auch immer. Kein Wunder, dass sich diese Jacke ganz schnell zum Lieblingsteil gemausert hat...


Eigentlich sind unsere selbstgenähten Jacken fast ausnahmslos nach Schnitten von Ilona von Meine Herzenswelt. Weil die einfach super sitzen, immer ein gewisses Etwas haben und die Anleitungen klasse nachvollziehbar sind. Aktuell hängen an unserer Garderobe vier Jacken nach drei Herzenswelt-Schnitten, die sehr regelmäßig getragen werden. Das aktuellste Modell ist im letzten Probenähen entstanden und nennt sich "Pedro". Pedro ist die Fleecejacke aus einem Dreifach-Ebook, nach dem man eine Softshelljacke, eine Fleecejacke oder eine Softshelljacke mit einzippbarer Fleecejacke nähen kann - ihr bekommt die Schnitte als Kombipaket oder auch einzeln. Tolle Modelle sind da entstanden... Den superkuscheligen melierten Fleece habe ich in einem Stoffgeschäft im Urlaub mitgenommen. Besonders witzig finde ich die Taschen, die hier in der Vorderteilung mit eingesetzt sind. Damit unten kein Herbstlüftchen durchkommt, habe ich im Saum ein Gummiband eingezogen und die Ärmel noch mit dem supercoolen LOVE-Band und einem XXL-Aufnäher von Namijda gepimpt. Die Fleecejacke ist grade im Dauereinsatz und das Mittelkind hat selbstverständlich auch schon Bedarf angemeldet - da habe ich die Jacke auch schon zugeschnitten... <3
Falls ihr auch noch herbstlichen Jackenbedarf habt, egal ob Fleece-, Softshell- oder wintertaugliche Kombiversion, dann hüpft schnell zu Meine Herzenswelt und schaut euch vor allem die Designbeispiele an - ich kann euch den Schnitt nur wärmstens ans Herz legen!
HIER landet ihr bei der ganzen Ebooksammlung, wo ihr die Jackenschnitte einzeln oder als Kombi, für Teens oder Kids ergattern könnt - und das DamenEbook ist auch bereits in Arbeit! <3


Nachdem die große Tochter sich soeben beschwert hat, dass ihre Hände nach der Kirche die reinsten Eiszapfen sind, weil in diesem Haushalt kein einziger Handschuh zu finden ist, werde ich jetzt mal in den Keller laufen und zumindest eine Notfallration Schals und Handschuhe bereitstellen... :D :D

Hasenwilde Grüße
Johanna

Dienstag, 17. September 2019

Flexibilitätstheorie

Ihr Lieben,

wenn was nicht passt, dann muss man sich entweder damit abfinden oder gucken, ob man es ändern kann. Das trifft auf so viele Situationen im Leben zu. Und weil dieses "passen" oder "nicht passen" sehr individuell ist, gibt es leider kein Patentrezept - nicht für den Job, nicht für die Kindererziehung, nicht für einen gelungenen Urlaub und grundsätzlich sehr selten für Elemente der Lebensplanung.



Das ist recht schade, denn so ein fertiges Grundrezept würde das Leben doch viel einfacher machen. Ist aber nicht. Und, wenn wir ehrlich sind, wäre das auch ziemlich langweilig, oder?

Flexibilität ist also das Motto der Stunde. Immer wieder überprüfen, ob die eigenen Rituale noch zu mir passen. Gerade dann, wenn's irgendwo hakt. Seien es die Bettgehzeiten oder die Hausaufgaben, die gemeinsame Terminabsprache oder die Hobbygestaltung. Manchmal schleichen sich Gewohnheiten ein, die grundsätzlich zur Missstimmung führen.


Die große Tochter und ich feilen zum Beispiel immer wieder an den Hausaufgabenzeiten. Gleich nach der Schule ist sie so unkonzentriert, dass sie ewig braucht und viele Fehler macht. Zu spät am Abend kollidieren die Hausaufgaben aber mit Abendessen, Familienzeit und Bettgehzeiten. Und dazwischen? Da wäre ich doch durchaus auch gern mal mit meinen Kindern ungebunden. Frei für einen Ausflug, oder zumindest einen Einkauf im nahegelegenen Supermarkt. Wir haben also eigentlich gar keine Zeit für Hausaufgabenzeit! Aber hilft ja nichts. Ich bin also so flexibel wie möglich und wir teilen die Hausaufgaben auf und suchen nach dem Zeitpunkt, der am besten ins aktuelle Familienleben passt. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Aber grundsätzlich mit einem gewissen Maß an Flexibilität.


Ich stelle immer wieder fest: Rituale sind wichtig, aber es ist genauso wichtig, sie immer wieder auf den Prüfstand zu stellen, ob sie nach wie vor familientauglich und zeitgemäß sind. Und dann flexibel zu reagieren, wenn Dinge geändert werden müssen.


Auch im Urlaub hab ich wieder festgestellt: Am friedlichsten ist der Ablauf, wenn wir Eltern uns nicht zu sehr auf unsere Pläne versteifen. Wenn es auf dem geplanten Stadtausflug furchtbar heiß ist und die Kinder quengelig werden, wird eben abgekürzt und wir suchen uns stattdessen einen kühlen Platz im Park, am Brunnen, am Bach, wo auch immer. Wenn die Herrschaften bereits zwei Stunden vor dem geplanten Restaurantbesuch quasi verhungern, dann kochen wir eben doch. Oder holen Pizza. Und gehen ein andermal essen. Was nicht heißt, dass wir vor jedem Wünschchen unserer Kinder eine tiefe Verbeugung machen - die halten durchaus auch manchmal was aus. Die Kunst ist, einen guten Blick dafür zu entwickeln, wann man die Pläne besser ändert und wann das Endergebnis für den vorhergehenden Ärger entschädigt. :D


Nähtechnisch ist das übrigens auch so. Es gibt genähte Teile in meinem Kleiderschrank, die passen eben einfach nur so irgendwie. Und nicht richtig. Die ziehe ich natürlich nie an. Aber weil sie ja irgendwie so halbwegs passen, werfe ich sie auch nicht weg. Und manchmal packt mich dann der Rappel, und ich mache mich über meine Schrankleichen her. Dann kommen sie entweder weg oder werden zu etwas Neuem. So auch hier - das Kleid mit dem wundervollen Rock hatte ein Webwareoberteil, welches nur so irgendwie halbwegs passte. Eigentlich waren die Träger zu weit innen und der Ausschnitt an der Achsel viel zu tief. Ich hatte das Kleid also vielleicht einmal an und seither schlummerte es in den Tiefen meines Kleiderschrankes. Bis ich mich letztens endlich dazu aufgerafft habe, das Oberteil und den Rock zu trennen. Stattdessen habe ich an den weichen Rockstoff eine "Lucy" von Meine Herzenswelt genäht. Ich musste sie ein bisschen kürzen, aber ansonsten passt sie nicht nur wunderbar an den Lynn-Rock, sondern eben auch an mein vernachlässigtes Rockteil. Und jetzt sitzt das Kleid wieder, ist weich und angenehm und ich habe Lust, es zu tragen. Die Bilder hat übrigens meine Schwester gemacht, und ich bin sehr begeistert davon - man sieht schon den Unterschied zwischen einem Stativ mit Fernauslöser und einem echten, lebendigen Menschen hinter der Kamera, findet ihr nicht? <3


Ich bin also um ein passendes Kleid im Schrank reicher und fühle mich in meiner Flexibilitäts-Theorie bestätigt. Lasst mich also einmal durchschnaufen und dann diese Hausaufgabenzeiten nochmal angehen... :D :D :D

Hasenwilde Grüße
Johanna