Montag, 13. Mai 2019

Taufe

Ihr Lieben,

schon wieder ein ganzes Weilchen ist vergangen seit dem letzten Blogpost. Aber ich kann euch versichern: Wir genießen das Leben zu fünft. Diesen Samstag wurde unser Baby getauft und wir hatten ein wundervolles Fest.


Ich habe mir wie immer vorgenommen, nicht zu viel Aufhebens um die Sache zu machen. Schließlich kommen zur Taufe eigentlich die gleichen Leute wie zu jeder Geburtstagsfeier hier im Haus - eben die Verwandten. Dieses Mal noch getoppt durch meine Schwestern, die zu unserer Freude vollzählig aufgetaucht sind. Nachdem mein Mann und ich aber beide keine riesige Verwandtschaft haben, sind das in aller Komplettheit knapp 20 Leute. Also eigentlich eine recht entspannte Feiergröße.


Auf der anderen Seite ist so ein Fest ja dann doch ein ganz guter Anlass, Dinge zu putzen, die sonst nicht so oft geputzt werden. Und wenn man so eine Gelegenheit nicht nutzt, dann weiß man gar nicht, warum und wann man diese Dinge sonst putzen sollte. Und dann bleiben sie ungeputzt. Wer weiß, wie lange. :D Wir haben also dann doch beschlossen, sämtliche Fenster zu schrubben, die Vorhänge mal wieder durch die Waschmaschine zu jagen, die Oberlichter der Türen auf Hochglanz zu bringen und mal wieder über diverse Sichtflächen zu putzen. Was definitiv nicht geschadet hat. :D :D Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob es tatsächlich jemandem aufgefallen ist. :D :D


Davon abgesehen mag ich es gern, wenn Dinge gut geplant sind. Wenn wir schon Taufe feiern, dann will ich, dass es einen roten Faden gibt. Und passende Lieder, am liebsten von Freunden gesungen. Ein passendes Motiv auf der Taufkerze. Dass alles zusammenpasst. Und eben rund ist. Was sicherlich lobenswert, aber auch meistens eine Menge Aufwand ist. :D :D Aber das ist eben mein Ding. Und so haben wir Lesung, Fürbitten und Lieder rund um eine kleine Holzschatzkiste ausgesucht. Jedes Familienmitglied hatte dann einen Wunsch für den Lebensweg unseres Sohnemann dabei, der vorgelesen (soooooo schöne Texte!!!!) und dann sicher in der Kiste verstaut wurde. Ich freu mich schon drauf, wenn ich mit dem Bub in ein paar Jahren die Schatzkiste herausholen und mit ihm alle diese lieben Wünsche lesen kann.


Besonders gefreut hab ich mich, dass mein Opa, der Uropa des Babyboys, den ganzen Tag mit dabei war und sich mit seinen 97 Jahren offensichtlich gut unterhalten hat. Er ist inzwischen einfach nicht mehr immer so fit, dass das selbstverständlich ist - umso größer war unsere Freude, dass es ihm gut gefallen hat und er bis ganz zum Ende geblieben ist. Auch er hat dem Baby einen guten Wunsch aufgeschrieben, den Babyboy stolz auf seinem Schoß gehalten und dann seinen Wunsch für ihn vor versammelter Mannschaft vorgetragen - sogar auswendig.

Folgendes hat er gedichtet:
"Ich wünsche dir viel Glück und Segen
auf allen deinen Lebenswegen.
Und einen Wunsch hätt ich für dich:
Dass du so alt wirst wie ich."

Das hat für großes Gelächter und Applaus gesorgt und definitiv kann diesen Wunsch keiner besser und berechtigter wünschen, als mein Opa. :D :D


Der kleine Täufling war den ganzen Tag bester Laune, hat die Taufe wach und aufmerksam verfolgt, sämtliche Gäste angestrahlt und sind von jedem durch die Gegend schleppen lassen. Absolut vorbildlich, der süße Fratz. Wir hatten jedenfalls ein wunderschönes Fest, das uns sicher noch lang in Erinnerung bleiben wird.


So, jetzt einen eleganten Themenschlenker zu den Fotos... :D Begleitet hat diesen, wie auch die meisten anderen Tage, seit der Babyboy auf der Welt ist, die allgegenwärtige Wickeltasche. So ein aufwändiges Nähprojekt hatte ich schon länger nicht mehr - aber die hat sich sowas von gelohnt!! Als Schnittmuster habe ich - auf einen heißen Inspirationstipp von Love, Bella hin, die letztes Jahr eine supersüße Wickeltasche für ihren Neffen nach diesem Schnittmuster genäht hat - die "Alleskönner" von Farbenmix. Mit sämtlichen Optionen und allem Schnicksschnacks, mit hundert Fächern und Taschen, Reißverschlüssen, Wickelunterlage, flexibel abknöpfbarer Inneneinteilung und einer Kinderwagenhalterung. So, dass alles seinen Platz hat. Aber beim dritten Kind weiß ich inzwischen aus Erfahrung, dass kein Gegenstand so ausführlich über die nächsten zwei bis drei Jahre genutzt werden wird, wie die Wickeltasche, die wirklich immer und überall dabei ist. Und da hat sich der Aufwand dann auch wirklich gelohnt - und wenn sie dann noch halbwegs in Ordnung ist, lässt sich die Tasche sicher auch als Allrounder unterwegs weitergebrauchen. :D Oder ich näh mir dann ne Neue. :D


Den abwischbaren Innenstoff habe ich bei Alles-für Selbermacher gekauft, genauso wie den grünen Canvas und das Ebook "Schnullertasche", die ich passend genäht habe. Der bunte Außenstoff war ein Mitbringsel von der letzten Sew beim Sonntagshasen. Und Leute, ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt habe, aber ich liebe diese kunterbunte, feine Tasche.


Wir genießen heute einen ruhigen Tag nach all der Aufregung am Wochenende, ich gucke noch ein bisschen durch die frisch geputzten Fensterscheiben und habe endlich Zeit, diesen Blogpost zu schreiben. Auch schön, eigentlich.

Hasenwilde Grüße
Johanna






Montag, 29. April 2019

Spielezeit

"Wo steckt sie denn schon wieder?", fragt ihr euch? Na mitten im trubeligen Leben. Wo auch sonst? :D
Ich durfte mal wieder probenähen - dieses Mal für den kleinen Mann. Ich hab mich voll gefreut und es sind direkt drei Outfits entstanden. Aber wie ich euch letztens schon erzählt habe, arbeite ich ja immer noch an dieser Flatlay-mit-Baby-Sache. Und ich bin mit dem Set sehr glücklich, nicht aber mit dem Hintergrund. "Verknüllte Decke" ist ja eigentlich einer meiner Favoriten - hier aber nicht das Gelbe vom Ei. Geb ich ja zu. Mal sehen, vielleicht lege ich von den anderen Sets noch andere Fotos nach. Wenn das Baby Lust hat. Der lässt sich nämlich bereitwillig fotografieren, aber eher wenig bereitwillig umziehen... :D


Ja, was gibt es denn sonst so zu erzählen? Wir haben die Osterferien sehr genossen. Und wegen mir könnten wir gut noch zwei Wochen dranhängen. Ich bin Ferienfan. Schon allein jobbedingt. Als Lehrer kann man ja gar nicht nicht Ferienfan sein - auch wenn ich wirklich nochmal sagen muss, dass ich als Vollzeitlehrkraft immer ganz schön viel Arbeit mit in die Ferien genommen habe.


Jetzt in der Elternzeit könnte man behaupten, dass für mich eh jeder Tag gleich ist, vollkommen unabhängig von den Ferien. Ist aber totaler Quatsch. Ich hab nämlich Kinder. :D Und die Ferien sind terminfrei. Keine Hausaufgaben zu betreuen, kein Voltigieren, kein Instrumentalunterricht, kein Sport. Und vor allem morgens kein Wecker.


Ich liebe das und ich hab meine Kinder gern den ganzen Tag um mich. Im entspannten Zustand. Und zwei Wochen sind definitiv nicht lang genug, dass ich da riesig Programm auffahren müsste, damit die Damen nicht gelangweilt sind. Nee, die spielen. Tage und Wochen spielen die. Schleich und Playmobil und Lego und Kuscheltiere und draußen. Das war offensichtlich bitter nötig. Ich habe das Gefühl, diese Spielenergie staut sich immer zwischen den Ferien. Und wenn die Zeit so lang ist, dann werden meine Kinder krank. Daran merke ich dann, dass sie ferienreif sind. Zum Glück kommen die Ferien meistens gerade rechtzeitig, so dass die Damen nicht sterbenskrank sondern nur ein bisschen erkältet sind. Dann nutzen sie die freie Zeit, um sich gesundzuspielen.


Irgendwie finde ich es traurig, dass offensichtlich der normale Schulalltag nicht reicht, um eine sinnvolle Menge Spieltrieb loszuwerden. Zumindest bei meiner Schulkindtochter ist das so. Die Kindergartenmaus kommt erstens früher heim und hat zweitens einfach auch vormittag die Möglichkeit zum freien Spiel. Das Schulkind ist vormittags in der Schule (da ist sie sehr gerne, aber das zählt nicht als Spielen. Das ist auch keine Definitionssache, findet sie.). Dann macht sie Hausaufgaben. Und was dann vor der Abendroutine noch an Zeit übrigbleibt ist auch einfach manchmal durch Besorgungen und sonstige Arten von Terminen blockiert. Jedenfalls reicht es nicht, um genug zu spielen. Das merke ich ihr deutlich an. Und dann wird sie irgendwann unausgeglichen und unleidig.


Deswegen bin ich also jetzt nicht unbedingt froh darüber, dass uns der Schulalltag wieder hat. Aber hilft ja nix. Ich versuche eben, den Kindern so viel Spielezeit wie möglich zu gönnen in dem Wissen, dass in sechs Wochen die nächste Verschnaufpause ansteht. Dann werden wir den Wohnwagen ausmotten und mal testen, ob der Babyboy urlaubstauglich ist. Und nebenher wird gespielt. Ganz viel und ausgiebig. Playmobil, Schleich, Lego, Kuscheltiere. Und draußen. Ganz egal, wo wir gerade sind.


Nebenher gibt's jetzt noch ein paar Infos zum neuen Schnitt von Rosarosa - die SSP, die schmale Sweatpants, ist nämlich absolut babytauglich und vor allem superschnell genäht. Der Einsatz mit den Ösen gibt der Hose einen besonderen Look und der Schnitt eignet sich optimal für coole Seitenstreifen! Ich habe den Babyschnitt getestet, der geht von Größe 44 bis 80. Empfohlen ist der Schnitt für Jersey - Sommersweat eignet sich aber auch super, allerdings sitzt die Hose an den Waden dann besser, wenn man eine Größe breiter wählt. Den Schnitt bekommt ihr HIER für die Kleinen - klickt euch ruhig mal bei Rosarosa durch, denn auch bei den Kindern in Größe 86 - 164 sieht die SSP super aus und es gibt ein Kombipaket, in dem Baby- und Kinderschnitt enthalten sind. Bis heute noch gibt's die SSP zur Einführung 15% billiger - also hüpft am besten gleich schnell rüber zu rosarosa!


Als Oberteil habe ich einen Henry Baby von rosarosa genäht, auch einen Schnitt, den ich für den Sohnemann sehr liebgewonnen habe. Dass er sich nicht so furchtbar gern umziehen lässt, hab ich ja schon erwähnt - mit dem großen geknöpften Einsatz ist die Anzieherei aber nur halb so schlimm! Auf der Suche nach einem süßen Babymotiv bin ich auf die Pilze gestoßen - da konnte ich mich mal wieder nähmalerisch austoben, und der Bub schaut so süß in seiner neuen Kombi aus... HIER bekommt ihr den Schnitt.


So, ich widme mich jetzt nochmal meiner Flatlay-Problematik und wünsche euch eine wunderbare Woche - wir lesen uns!

Hasenwilde Grüße
Johanna

PS: Die Schnitte wurden mir zur Verfügung gestellt und ich mache sehr freiwillig und voll Überzeugung hier WERBUNG dafür! :D

Dienstag, 23. April 2019

Eingerostet

Ich bin eingerostet. Neee, nicht die Näherei. Das mache ich inzwischen lang genug und auch sehr kontinuierlich. Aber die Fotos! Ich bin fotografisch total eingerostet! Es ist ein Trauerspiel!


Erstens scheitert es so ein bisschen am neuen Fotomotiv, habe ich festgestellt. Meine beiden Mädels sind ja inzwischen total fotoerprobt (auch wenn sie jetzt eine längere Pause hatten), die wissen ganz automatisch, was ich von ihnen will. Und das ist zum Beispiel, dass sie für Blogfotos nicht direkt in die Kamera gucken. Ich will hier keine erkennbaren Gesichter zeigen. Das haben die total drauf.


Jetzt kommt da aber dieses Minibaby, das mich automatisch anstrahlt, wenn es mich sieht. Was definitiv das Süßeste von der Welt ist. Aber bring einen drei Monate alten Buben mal dazu, den Kopf zur Seite zu drehen, wenn doch die Mama mit diesem Kameradings direkt vor seinem Gesicht hängt. :D :D Genau. Ein Ding der Unmöglichkeit.


Und dann kann der ja noch nicht viele Positionen. Eigentlich nur zwei. Platt auf dem Rücken und platt auf dem Bauch. Zweiteres aber bitte nur kurz und nur mit ständiger Unterhaltung von vorn in Augenhöhe… ;) Versteht mich nicht falsch, ich will gar nicht mehr von dem. Im Gegenteil. Als drittes Baby hat er das Vorrecht, alles ganz spät zu tun. Beim ersten wartet man ja immer noch sehnsüchtig auf jeden neuen Entwicklungsschritt. Beim Mini stöhne ich schon fast auf, wenn er SCHON WIEDER was Neues kann, nach seinem Spielzeug greift oder lustige Laute von sich gibt. Und dann sage ich ihm, dass er bitte noch ganz lange klein zu bleiben hat und das alles noch gar nicht können muss. Interessiert ihn aber nicht.


Einzig und allein beim Fotografieren, da ist die Liegerei irgendwie langweilig. Man kann auch nicht wirklich einen unscharfen Hintergrund zaubern, wenn der Vordergrund direkt auf dem Hintergrund draufliegt, wenn ihr wisst, was ich meine. Ich teste also meine Fähigkeiten, stilvolle Flatlays zu legen. (Auch mit Kind sind das irgendwie Flatlays. Liegt alles flach, ne? :D). Und stelle fest, das muss man auch üben. Und nicht jeder Hintergrund sieht gut aus.


Und zweitens habe ich den Umgang mit meinem geliebten Photoshop total vergessen. Wie war das denn nochmal? Wie um aller Welt gleiche ich Fotos aneinander an die aus irgendwelchen mir verborgenen Gründen vollkommen unterschiedliche Farbstellungen beim gleichen Motiv haben?? Sieht ja doof aus.


Naja, ich fuddel mich da schon wieder rein. Aber es dauert immer ein bisschen, bis da vorzeigbare Ergebnisse rauskommen. Habt also ein bisschen Geduld mit mir.
Diese Bilder hier sind ein Doppelset, das zur Geburt meiner neuen kleinen Nichte entstanden ist. Einmal Strampelhose und Shirt mit Elefanten drauf für die kleine Maus in Größe 56 und einmal für meinen vergleichsweise großen Lausbub in Größe 68. Partnerlook de luxe. Zu süß ist das! Allerdings passt die Maus noch nicht rein. Wird aber auch wachsen, das kann ich schon mal ganz klar vorhersagen. Ich seh das täglich.


Hier für euch nochmal die Infos zu den Einzelteilen (alles selbst gekauft :D):
Der Elefantenstoff ist vom Stoffonkel, genauso wie die passenden Stripes und Dots von der Jacke.
Den grauen Lammfleece hab ich glaub von Namijda.
Der gestreifte Sweat ist vom Lillestofffestival von vor langer Zeit. :D
Genutzt habe ich lauter Klimperkleinschnitte aus den Büchern - den Strampler mit Fuß, einmal tatsächlich mit und einmal stattdessen mit Bündchen. Das schmale Shirt mit dem einseitigen amerikanischen Ausschnitt. Und die Fleecejacke. Das Zwergenmützchen ist selbstgestrickt nach einem Pixiemützenschnittmuster. :D


Ich setze mich also dann mal wieder an die vielen anderen Fotos (insgesamt 8 Sachen/Outfits hab ich fotografiert - da kommt also einiges auf euch zu!!!), begebe mich wieder in den ich-wettere-mit-Photoshop-Modus und sehe zu, dass ich noch ein bisschen was schaffe, bevor der Sohnemann aufwacht.

Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 17. März 2019

Der Neue

Hey ihr Lieben!

Dann will ich ihn euch mal noch persönlich vorstellen, den kleinen Herzensbrecher, der unsere Familie seit zwei Monaten komplett macht:



Anton Willibald, geboren am 14.01., Herzenskind und Sonnenschein. Der kleine Kerl ist ein absolut gechillter Zeitgenosse und hat sich wunderbar in unsere Familie eingefügt. Es scheint fast, als wäre da eine Lücke gewesen, in die er perfekt hineinpasst. Und nicht nur wir Eltern sind verliebt in das kleine Wunder, auch die beiden großen Schwestern sind hin und weg und lieben ihn total. Was mich dann wieder absolut glücklich macht.


Das soll hier für`s erste genügen - es gibt noch so viel zu erzählen über unsere Erfahrungen bisher mit dem Altersunterschied zwischen den dreien, wie sich die Geschwisterrollen verändert haben und was diese Schwangerschaft so alles mit sich gebracht hat - aber das ist Stoff für viele weitere Beiträge und das werdet ihr alles noch nach und nach zu lesen bekommen.


Selbstverständlich wurde der junge Mann auch schon benäht. Hier steckt er in einer Checkerhose und einem Babyshirt von Klimperklein. Den Rest bekommt ihr noch zu sehen! Versprochen!


Hasenwilde Grüße
Johanna

Freitag, 15. März 2019

Das neue Kapitel

Huhu ihr Lieben!!
*staubwegpust*
Da bin ich wieder. Ist noch irgendjemand außer mir hier? Ja?

Ich will euch was erzählen. Eigentlich will ich euch jede Menge erzählen. Dafür habe ich es - tadaaaaaa - nach einem geschlagenen Jahr endlich geschaffe, den Blog an die nicht-mehr-ganz-so-neue DSGVO anzupassen. Joah, und da bin ich jetzt also wieder. Mit viel Lust zum Schreiben, zum Fotografieren und zum Bilder zeigen.



Ich habe nämlich ganz klar folgendes festgestellt: Nur Facebook ist nichts für mich. Ich dachte echt, es wäre irgendwie einfacher. Schneller. Weniger schreiben, weniger Fotos und so. Weniger Arbeit halt. Was ja alles nicht ganz falsch ist. Was ich nicht dabei bedacht habe, ist, dass ich eigentlich gern schreibe. Und ohne meine Texte auf meiner ganz eigenen, persönlichen Seite hier ganz schnell die Lust flöten geht. Und damit habe ich mich selber lahmgelegt, blöderweise.


Mag auch sein, dass das Leben sich einfach verändert hatte. Ich war wieder in der Schule, meine beiden Mädels (inzwischen 6 und 8 Jahre, glaubt es oder nicht - waren die nicht vor kurzem noch so kleine Schlümpfe??) relativ selbstständig und ich habe meine Erfüllung in ganz vielen anderen Dingen gefunden. In meiner Schularbeit, aber auch in vielen ehrenamtlichen Dingen. Und die restliche Zeit daheim habe ich dann gern mit meiner Familie verbracht. Oder einfach auch mal nur auf dem Sofa, mit Strickzeug und Fernseher und so.


Und ich glaube, ich hätte das Probenähen und Bloggen für mich als Lebenskapitel einfach abgeschlossen. Wäre weitergegangen und hätte neue spannende Dinge gemacht. Nicht die Näherei, die liegt mir einfach zu sehr am Herzen und die läuft hier eigentlich immer, wenn auch in sehr unterschiedlicher Intensität. Aber eben die Internetpräsenz. Und es wäre vollkommen in Ordnung für mich gewesen - man kann ja durchaus einfach mal ein neues Kapitel aufschlagen.


Warum ich denn dann jetzt plötzlich wieder hier bin, wollt ihr wissen? Tja, was soll ich sagen? Neues Kapitel. Neue Familienkonstellation, vollkommen neue Alltagseinteilung. Der Grund dafür ist inzwischen zwei Monate alt, total knutschig und heißt Anton. Ich bin wieder daheim, bin wieder Babymama und - ganz neu - plötzlich Jungsmama und Mama von drei Kindern. Und alles ist anders und doch irgendwie ganz ähnlich wie vorher.


Aber wisst ihr, ich kann mich jetzt wieder genau daran erinnern, warum ich damals den Schritt in die Online-Nähwelt gewagt habe und was mich daran so erfüllt und begeistert hat. Gerade als Vollzeitmensch zuhause ist es einfach wunderbar, nebenher noch ein komplett anderes Thema zu haben, über das man sich austauschen und unterhalten kann. Sich nicht nur über Kinder zu unterhalten und vor allem auch das Gefühl haben, Dinge fertigzustellen, zu präsentieren und sich über ein gewisses Maß an Rückmeldung freuen zu können.


Versteht mich nicht falsch, ich bin furchtbar gern daheim. Ich war auch furchtbar gern wieder Lehrerin und werde fröhlich wieder in diesen Job zurückkehren, aber momentan (und für mindestens die nächsten zwei Jahre) bin ich zuhause mit meinem Baby und meiner Familie mehr als glücklich und würde mit niemandem auf der Welt tauschen. Vielleicht ist das aber auch so, weil ich inzwischen weiß, dass ich am allerglücklichsten bin, wenn ich was eigenes haben kann. Mein Ding, sozusagen. Und damit wäre mein liebstes Hobby wieder voll im Rennen. Und ich bin wieder da. Und hoffe, dass es auch euch noch gibt, die ihr mich hier lesenderweise so lang begleitet habt. Dass ihr mit mir wieder eintaucht in die Welt der Bilder und Geschichten, der Nähmaschinen und Stoffe und mich nochmal ein bisschen begleitet. In ein neues Lebenskapitel, das irgendwie ganz von vorn beginnt - und auch wieder nicht. In einer hasenwilden, fünfköpfigen Familie.


Ich werde also die nächsten (hoffentlich sonnigen) Tage meine Kamera schwingen und für euch ein paar hübsche Bilder von den Dingen einfangen, die ich so genäht habe. Und da gibt es ziemlich coole Teile, ich sag es euch. Wartet nur, bis ich diese - entschuldigt die Wortwahl - saugeile Wickeltasche vor die Linse kriege, die mich seit der Geburt vom Mini begleitet...


Damit ihr, wie gewohnt, was zu gucken hattet, während ich meinem verbalen Wasserfall hier auf`s Papier bzw. auf die Seite gebracht habe, habe ich zwei wundervolle Sweatjacken herausgekramt, die schon letztes Jahr im Herbst entstanden sind. Zum Glück habe ich beide groß genug genäht, dass sie auch dieses Frühjahr noch passen und ich wette, sie werden wieder im Dauereinsatz sein, sobald die Temperaturen ein bisschen steigen.
Der Schnitt heißt "deinPACO" und ist ein Geniestreich von Meine Herzenswelt. Kann man auch super als Hoodie nähen (die nächsten Stoffe dafür liegen schon bereit) und ihr bekommt den Schnitt für KIDS und TEENS.

Ich bin also voll motiviert, zum Nähen und Bloggen und überhaupt - was heißt, wir lesen uns, wenn ihr mögt!

Hasenwilde Grüße
Johanna

PS: Um allen Richtlinien Genüge zu tun, jep, das ist schon Werbung. Unter anderem. Unter vielem anderen. Von Herzen kommt`s nämlich trotzdem. ;)

Donnerstag, 12. April 2018

Frühlingsgefühle und Winterbilder

Huhu ihr Lieben!

Ich muss euch eine freudige Botschaft verkünden! Ich glaube, ich habe mein Nähtief überwunden! So nach und nach bekomme ich wieder richtig Lust auf meine beiden Rattermaschinchen und mein Reich im Hobbykeller! Gerade, wo doch jetzt der Frühling aus allen Ecken blitzt und nach Elan schreit! Es sind bereits wieder einige Teilchen entstanden! Jetzt muss ich nur das Schreibtief noch unter den Schreibtisch verbannen.... ;)


Ausschlaggebend war die Aufräumaktion im Keller. Ich glaube in den Weihnachtsferien war das. In denen habe ich nämlich endlich mal wieder das uferlose Chaos unten im Nähzimmer beseitigt, und ich war ungelogen damit fast zwei Wochen lang beschäftigt! Ich weiß, ich schreibe das jedes Jahr und gelobe Besserung. Aber irgendwie.... da scheint ein Fluch auf diesem Raum zu liegen... ;) Ich führe ja dann auch immer mal wieder ein neues Ordnungssystem im Kampf gegen das Chaos ein und dieses Mal gab's sogar neue Regale und einen Zuschneidetisch. Und viele Sortierboxen für den ganzen Krimskrams. Mir großer Chaotin hilft das definitiv beim Ordnung halten! Und ich arbeite, glaubt es oder nicht, sehr gern in einem ordentlichen Nähzimmer.


Naja. Also, zugegeben... Dem Regal fehlt noch eine Reihe Böden und der neue Z
uschneidetisch ist zwar geölt, aber die Beine sind noch nicht montiert. Und die Bilder hängen noch nicht an der Wand. Ich verrate euch jetzt nicht, seit wie lange. :D Aber das wird. Ich werde einfach bei Gelegenheit meinen Mann zwangsrekrutieren. Irgendwann wird ein Regentag kommen, an dem er mir weder in den Wald zum Holz hacken, noch in seinen Gemüsegarten entkommen kann. Und dann ist er fällig... *harrharrrrrrrr*


Immerhin ist das Nähzimmer noch nicht wieder verwüstet. Allerdings wartet ein monströser To-Do-Stapel auf dem Sofa. Kennt ihr das, wenn man beim Aufräumen einen ganzen Haufen Zeug findet, das schon fertig zugeschnitten ist, aber nicht zusammengenäht? Nein? Hm. Komisch. Außerdem ist auch die verschollen geglaubte Flickwäsche wieder aufgetaucht. Die hatte ich nun zugegebenermaßen nicht wirklich gesucht. Aber gut. Dieser To-Do-Stapel ist jedenfalls alles, was mich von vielen neuen, aufregenden und kreativen Projekten trennt. Denn der muss erst abgearbeitet werden, ich hab's mir fest vorgenommen. Bis auf ein paar wenige klitzekleine Ausnahmen. Fast wenige. Also ein paar. Natürlich nur die allernötigsten. Ihr versteht. :D


Diese paar wenige Teile wollen jetzt jedenfalls noch gerne gezeigt werden, und weil das Wetter so schön ist präsentiere ich euch deswegen direkt noch ein paar Winterbilder. Damit ihr wisst, was ihr hinter euch habt und euch direkt über den Frühling freuen könnt. Ich hab sie extra dafür aufgehoben!! :D


Und auch wenn ich Helma von Meine Herzenswelt als Winterkleid genäht habe (und als Pulli, den zeige ich euch auch noch!) aus kuschelig angerauhtem Sommersweat (gekauft bei der lieben Tina von Steinblau!) lässt sich der Schnitt auch ideal aus leichtem Jersey nähen - und die langen Ärmel kann man ja durchaus trotzdem noch brauchen! Geht übrigens auch als Dreiviertel- oder Kurzarm! Nähen könnt ihr meine Helma in den Größen 32-46 oder in der Plus-Version in den Größen 46-54 jeweils als Kleid oder Shirt! Ich mag sie in jeder Version sehr gerne!
Hier findet ihr den Link zu "Meine Helma" und zu "Meine Helma Plus".


Und ich? Werd mal sehen, mit wie vielen Winterbildern ich euch noch überraschen kann. Und dann auf schlechtes Wetter warten. Wegen des Zuschneidetischs. :D

Hasenwilde Grüße
Johanna


Donnerstag, 1. Februar 2018

Bahnbrechendes

Huhu ihr Lieben!

Ich schon wieder! Ohne euch auf den Keks gehen zu wollen - ich hatte gestern doch echt Spaß bei der Tipperei und außerdem direkt haufenweise Ideen, was ich euch noch alles erzählen will. Ich hab ja jetzt drei Monate nachzuholen. Und nachdem heut passenderweise RUMS ist, gibt es auch endlich mal wieder ein Teilchen (okay, ich gebe zu, der Ausdruck ist untertrieben. Allein von der Stoffmasse her ist das ein handfestes TEIL. Eigentlich sogar zwei davon.) für mich. 


Nicht, dass ich nichts anderes zu tun hätte. Heute morgen hatte ich vor der Schule ein bisschen Zeit und habe schon mal die Faschingskostüme für die Damen zugeschnitten. Ich verrate noch nicht, was sie sich gewünscht haben (das zeig ich euch dann, wenn es fertig ist), aber ich kann euch schon mal den Stoff der Wahl offenbaren: Wellnessfleece. Gut, dass ich vergessen hatte, wie furchtbar das Zeug fusselt. Das Wohnzimmer sah heute morgen aus, als hätte ich darin Hühner gerupft.


Aber ich habe den ultimativen Tipp für euch, falls ihr euch mal wieder an das Teufelszeug wagt: Der Staubsauger ist euer bester Freund. Eigentlich fing es damit an, dass ich beim Zusammensaugen all der kleinen scheinbar magnetischen Fusselteile, die sich mit Begeisterung an Hosen, Teppiche, Sofas und Schuhe kletten, versehentlich einen Schwanz eingesaugt habe. Also einen zugeschnittenen. Wutsch und weg war er.


Ich habe also schimpfenderweise in den Eingeweiden meines Vorwerk-Tigers gegraben und nach einer Weile besagten Schwanz befreit. Und festgestellt, dass er (also, an den Stellen, an denen er im Staubsaugerbeutel nicht im Dreck lag. Das waren wenige, aber sie waren da.) quasi fusselfrei war. "Ha!", dachte ich mir. Und habe mich in der folgenden halben Stunde beharrlich damit beschäftigt, den Staubsauger mit all den einzelnen Kostümzuschnitten zu füttern.


Selbstverständlich habe ich darauf geachtet, dass er nicht alle frisst. Also, ich habe es zumindest versucht. Heißt, ich habe mit einer Hand krampfhaft das Zuschnittteil festgekrallt und mit der anderen das Staubsaugerrohr. Und ich sage euch - sofern man nicht loslässt, ist das die optimale Entfusslungsmethode. Der Staubsauger schluckt den ganzen Zuschnitt mit einem "FFFFFFTTT", entfusselt ihn brav und dann zieht man das Teil einfach wieder aus dem Rohr. Ohne loszulassen, versteht sich. Und tadaaaaaa - fast perfekt entfusselt. Nennt mich Genie.


Ich möchte jetzt nicht darüber sprechen, wie viele Einzelteile ich versehentlich dabei losgelassen und in den tiefsten Tiefen des Staubsaugerbeutels gesucht habe. Auch nicht darüber, dass ich wahrscheinlich jetzt eine ewige Hausstauballergie mein Eigen nenne. Und die Vermutung, dass ich meine Zeit hier am Computer nur verbringe um mich davor zu drücken, mit dem Fusselzeug in den Keller zur Nähmaschine zu verschwinden und dort festzustellen, dass es nicht so gut geholfen hat, wie ich gehofft habe, könnt ihr euch auch sparen. Die Idee ist bahnbrechend und genial. Gebt es zu. Ich sollte sie patentieren lassen. Vielleicht entwickle ich direkt noch ein passendes Netz, das die Kleinteile im Rohr auffängt. Und werde Millionöse. 


Ich verrate euch das hier auch nur im Geheimen. Weil ihr meine virtuellen Sofakumpanen seid. Wehe, einer von euch rennt mit meiner bahnbrechenden Idee zum Patentamt! Dann erzähl ich euch niiiiiie mehr was! :D :D


Jedenfalls. Zurück zum eigentlichen Inhalt dieses Blogbeitrages. RUMS und die genähten Teile. Ilona von Meine Herzenswelt hat mir mal wieder zwei wundervolle Schnitte zum Testen beschert. Für untendrunter Nanuk, einen Pulli für alle Gelegenheiten, der mit seinen Seitenpassen sogar mir eine ordentliche Figur verleiht. Und für obendrüber Nuka, einen Westenschnitt mit vielen Variationen. Für beide Schnitte lege ich absolut meine Hand ins Feuer - die sitzen einfach. Und in Kombination sind sie unschlagbar. Schließlich steht der Frühling vor der Tür. Vielleicht ist er auch schon da. Hier noch ein paar Details zu den Schnitten: Nanuk beinhaltet die Möglichkeit, eine Sweatjacke oder einen Pulli zu nähen. Kapuze oder Kragen sind enthalten und auch verschiedene Taschenvariationen - ein absolutes Must Have für den Frühling. Nuka ist der kleine Bruder dazu und ein richtig cooler gefütterter Westenschnitt für alle Gelegenheiten. Und die beiden in Kombination sind definitiv mein Outfit der Wahl bei den aktuellen Temperaturen!!

HIER findet ihr den Link zu Sweatjacke und Pulli "MEIN NANUK"

Und HIER geht's zur Weste "MEIN NUKA". Ans Herz legen kann ich euch definitiv beide. Und beide findet ihr auch als Kinder- und als plus-Version! Alle Größen abgedeckt!

Sowohl den Stepper für die Weste als auch den Kuschelsweat für den Pulli habe ich bei "Namijda" gekauft.


So. Und ich gehe jetzt ins gereinigte Wohnzimmer, schiebe sämtliche Wellnessfleecezuschnitte beiseite und feiere meine geniale Idee mit einem Glas Sekt. Man gönnt sich ja sonst nix, ne? ;)

Hasenwilde Grüße
Johanna