Heute, passend zum RUMS-Donnerstag, hab ich richtig Lust, euch eine meiner neuesten Errungenschaften zu zeigen. Endlich mal wieder was für mich Genähtes. Draußen ist es kalt, im Kachelofen knistert ein warmes Feuer, ich habe mir eine Tasse Tee aufgebrüht und die Kinder schlafen. Sagt ehrlich - was fehlt euch jetzt in diesem Bild von meiner aktuellen Sofasituation? Na?
Ganz klar: Die Kuscheldecke. Ich liebe ja Decken. Eine Decke bringt den ultimativen Wohlfühlfaktor. Vollkommen egal ob im Sommer am Abend draußen auf der Terrasse, wenn die Temperaturen abkühlen oder im Winter drinnen auf dem Sofa vor dem knisternden Kaminfeuer - wenn ich es mir irgendwo bequem mache, brauche ich IMMER eine Decke. Je kuscheliger, desto besser.
Meine Kinder haben diese akute Deckensucht (fachmedizinisch Deckophilia gigantia) offensichtlich von mir geerbt, denn für sie gibt es nichts Schöneres, als täglich das komplette Deckensortiment aus der Schublade unter dem Sofa zu räumen (und diese Schublade ist wirklich VOLL) und mit ungefähr 10 Decken verschiedener Größe und Beschaffenheit ihre Lager auszupolstern, Kuscheltiere einzuwickeln, Dächer zwischen Stühlen zu bauen und was ihnen sonst noch so alles einfällt. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Und ich lege täglich alle 10 Decken zusammen und habe schon ein paar Mal darüber nachgedacht, einfach die Hälfte im Keller verschwinden zu lassen. Aber irgendwie kann ich sie ja verstehen, die zwei Mäuse. So eine Decke bietet grade in ihrer Einfachheit quasi unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten. Und offensichtlich haben meine Hasenmädels noch nicht alle davon erkundet. Wer bin ich denn, dass ich sie da in ihrer Kreativität behindern würde? Neeee. Sollen sie sie haben, die Decken. Ich bringe ihnen einfach bei, wie man die Teile wieder zusammenlegt. Morgen. :D :D
Mein erstes Nähprojekt überhaupt war eine Strampeldecke zur Geburt meiner Ältesten. Dieses Teil mit lauter von Hand applizierten verschiedenen Tieren hat mich sämtliche Nerven und ein halbes Jahr meines Lebens gekostet. Aber danach war es um mich geschehen. Ohne Scherz, das war der Beginn meiner Nähkarriere. Diese Decke hat mich einiges gelehrt. Und sie wurde von zwei Kindern wirklich geliebt und genutzt. Danach habe ich mich immer mal wieder an eine Patchworkdecke gesetzt. Jede meiner drei Schwestern hat eine bekommen. Jede eine andere Art, jede ein anderer Farbton, alle mit dickem Volumenvlies gefüttert und mit Baumwollrückseite, so dass sie sich auch richtig gut als Tagesdecken über dem Bett eignen. Außerdem habe ich natürlich für meine Mädels gepatcht - die beiden haben jeweils an ihrem dritten Geburtstag eine Patchworkdecke bekommen - ab dem Zeitpunkt fand ich nämlich die Babydecken zu klein und die richtigen "Erwachsenendecken" aber noch zu groß und habe jeder eine Mittelgröße genäht, die beide extrem viel im Einsatz sind. Die Decke von der Kleinen habe ich vor gerade mal einem Monat fertiggestellt - die werde ich euch demnächst auf alle Fälle auch noch zeigen. Bei den beiden Patchworkdecken habe ich die Vorzüge einer Fleecerückseite entdeckt - da ist die Decke nochmal so kuschelig....
Fällt euch was auf? Von den 6 bisher genähten Quilts war bisher kein einziger für mich. Eine Schande eigentlich. Gut, dass da Dawanda mit einem Probenähaufruf für ein Patchworkdeckenpaket kam - und ich eine der glücklichen war, die über www.stoffe.de ein fertig gepacktes Stoffpaket für meine eigene Patchworkdecke zugesandt bekam. So ein Stoffpaket ist schon was Tolles - man spart sich die Stoffkombiniererei (und das ist bei mir bei Weitem der aufwendigste Teil beim Patchworken... ;) ) und hat alle Materialien tutti kompletti zusammen, farblich aufeinander abgestimmt und in der richtigen Menge. In meinem Pakt habe ich vorgefunden: 4 verschiedene Baumwollstoffstreifen für die Patchworkquadrate, Fleece für die Rückseite, Volumenvlies als Futter, farblich passendes Nähgarn und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Erstellen der Decke. Sehr praktisch.
Die Basicanleitung für die Decke ist ratzefatz erledigt - das lässt sich mitsamt Zuschnitt an einem Abend erledigen. Stoffquadrate in der richtigen Größe ausschneiden, aneinander nähen, bügeln und Volumenvlies darauf, mit dem Fleece verstürzen und fertig. Ganz so einfach habe ich mir es dann aber doch nicht gemacht - ich wollte aus dem fertigen Paket nämlich gerne eine individuelle Decke gestalten, ein Unikat, das nur ich so besitze und sonst keiner. Ich drücke ja jedem meiner Nähteile gern meinen Stempel auf - warum also nicht so ein Patchworkpaket ein bisschen individualisieren. Und ich glaube, gerade so etwas macht das Paket dann auch wieder für fortgeschrittene Näher interessant!
Die Größe der Decke, so wie sie vorgesehen ist, war mir zum Beispiel zu klein. Für knapp 90cm auf knapp 1,50m bin ich mit fast 1,80m einfach zu groß - und die Decke sollte ja ein Teil für MICH werden. Und ich wickle mich eben gern von oben bis unten ein. :D :D Ich habe also um die fertig gepatchten Quadrate noch einen farblich passenden Rahmen in uni-hellgrau gesetzt, der mir an jeder Seite zusätzlich 15cm verschafft. Das Fleece der Rückseite hat dafür nicht ganz gereicht und wurde von mir einfach mit ein paar Streifen unterschiedlich grauem Fleece verbreitert, das noch in den Untiefen meiner Stoffkiste auf den perfekten Verwendungszweck gewartet hat. Außerdem habe ich die Vorderseite mit der Rückseite im Nahtschatten zusammengequiltet und die ganze Decke dann von Hand außen eingefasst. Der schmale graugepunktete Streifen gibt erstens einen schicken Blickfang ab und verhindert außerdem, dass sich die Decke verzieht, weil man nach dem Quilten die Ränder nochmal ordentlich nachschneiden kann, anstatt Falten zu produzieren.
Die gepatchte Oberseite habe ich einfach mit ein paar Zierborten und -bändern aufgehübscht und außerdem einige Stoffstücke mit Textilfarbe bestempelt und dann von Hand aufgenäht. Schleife, Knopf und hinten ein süßes Handmade-Schild, und schon ist die Sache mit dem Unikat erledigt. :D :D
Ich habe mich jedenfalls richtig verliebt in meine neue Kuscheldecke - mit der Fleecerückseite der ideale Weggefährte für jede Gelegenheit. Und ganz alleine MEINE. :D Zumindest solange ich auf dem Sofa liege. Ansonsten finden auch die Kinder daran gefallen, wie ihr auf den Bildern vom extrem entspannten Klein-Hasenkind sehen könnt.... Ich schicke also mein Patchworkdeckchen voller Stolz zu RUMS - und wenn ihr jetzt auch Lust bekommen habt, auf ganz einfach Art und Weise so ein Wohlfühlteil zu nähen, könnt ihr euch gern bei Dawanda mal durch die passende Anleitung lesen! *KLICK* - und da findet ihr auch direkt den Link zu dem Patchwork-DIY-Set, das ich hier testen durfte!
Währenddessen kuschle ich mich wieder aufs Sofa unter meine neue Lieblingsdecke, höre dem knisternden Feuer zu und widme mich einem guten Buch....
Hasenwilde Grüße
Johanna
Donnerstag, 25. Februar 2016
Montag, 15. Februar 2016
Warum...?
"Mama, warum....?". Kennt ihr das? Wenn jeder einzelne Satz mit einem dicken "warum" startet und der Fragensteller alles, aber auch wirklich alles über Gott und die Welt wissen will, bis man das Gefühl hat, man hätte tatsächlich Löcher im Bauch von der ganzen Fragerei?
Was meine große Tochter alles wissen will ist jedenfalls unglaublich. Jede Situation, jeder Blick, jede neue Erfahrung kann einen ganzen Fragenmarathon aufwerfen - und die Antworten sind manchmal gar nicht alle so einfach aus dem Ärmel zu schütteln. Jede in den Augen der großen Hasentochter ungenügende Antwort hat außerdem mindestens zehn weitere Fragen zur Folge. :)
Und was sie da alles so wissen will! Warum sagt man bei Schafen "Herde" und bei Wölfen "Rudel"? Und wie leben dann Rehe? Ob das Kamel heiße Füße bekommt, wenn es in der Wüste zu lange auf einem Platz steht? Und warum haben Zwillinge am selben Tag Geburtstag, aber sie und ihre Schwester nicht? Und wie viele Glühwürmchen braucht man auf dem Kopf, damit man mit dem Licht in der Dunkelheit ein Buch anschauen kann? (Die letzte Frage kam gestern Abend auf, die finde ich besonders philosophisch :D )
Ihre Neugier ist ungebrochen, sie will die Welt für sich entdecken und alle ihre Geheimnisse lüften. Ich finde das so spannend zu beobachten. Und so als gerade-Fünfjährige ist sie selbstverständlich der Meinung, dass die Mama auf alle Fragen der Welt eine Antwort hat. Wobei wir hin und wieder schon auch was nachlesen müssen. Oder damit leben, dass eine Frage auch mal unbeantwortet bleiben muss. :)
Das Hasenkind kann sich aber auch irre viel merken. Eine Frage stellt sie selten zweimal und die Antworten, die sie nach bestem Wissen und Gewissen von mir bekommt, werden im Kopf hin und her gedreht, umformuliert, dann bekommt Anna (von unserer unsichtbaren Mitbewohnerin habe ich euch ja letzte Woche HIER schon erzählt) die Sachlage nochmal erklärt, wahlweise auch die kleine Schwester, und dann sitzt das im Langzeitgedächtnis. Jederzeit abrufbar, in den unmöglichsten Situationen. Wahrscheinlich für immer. Wenn nicht noch länger. Beneidenswert einerseits. Andererseits leidet dafür hin und wieder die Speicherkapazität für Kurzaufträge. "Deck bitte den Tisch" überschreitet zum Beispiel offensichtlich bereits nach dem zweiten Teller das Speichervolumen.... ;) Kein Wunder, wenn die Hirnschubladen mit so viel wichtigeren Informationen belegt sind.... :D
Jedenfalls war mir vollkommen klar, was aus dem wunderschönen Fuchs-Jersey werden sollte, den mir Alles-für-Selbermacher zum Vernähen zur Verfügung gestellt hat: Ein Schlaufuchs-Hoodie sollte es sein für die kleine Weltentdeckerin. Schnittgrundlage ist die Hoodie-Variante der Issy von Feefee (geliebter Schnitt!!). Aufgepeppt habe ich den unifarbenen Jerseysweat zunächst mit Glitzerspray und Glitzerfarbe, um die Glühbirne später zum Leuchten zu bringen. Danach habe ich den Fuchs, die Glühbirne und das Schlaufuchs-Schildchen freihand aufgenäht. Die Buchstaben sind mit Textilfarbe auf grobes Leinen gestempelt. Die mit eingefassten Bindebändchen am Rand der Passe und die beiden Knöpfe vorn an der Kapuze schicken den Hoodie noch ein bisschen auf, und TADAAAAA! :D
Der Fuchsjersey ist GOTS-qualifiziert und wunderbar angenehme Qualität, direkt zum Reinlegen und Einwickeln. Und der Pulli ist auf der Liste der Lieblingspullis sowohl beim Hasenkind als auch bei mir ganz nach oben gewandert. Mit den Bündchen hat er noch richtig Wachspotenzial und wird hoffentlich den kleinen Schlaufuchs noch ein Weilchen begleiten! Bei den Fotos mit der Glühbirne hatte das Kind übrigens richtig Spaß - ihr ist ständig ein Licht aufgegegangen... ;) Auch wenn ich hinterher eine große Fragerunde über mich ergehen lassen musste, angefangen mit: "Mama, warum leuchtet die Glühbirne in meiner Hand nicht?".... ;)
Den Fuchsjersey nach dem Design von Andrea Lauren findet ihr hier *KLICK* - und dann könnt ihr euch an die Schlaufuchsausstattung für eure eigenen Schlaufüchse machen!! Wie praktisch, dass der Stoff sowohl für Schlaufuchsjungs als auch für Schlaufuchsmädels passt! Auf dass allen Kindern der Welt ein Licht aufgehe! :D :D
Hasenwilde Grüße Johanna
Was meine große Tochter alles wissen will ist jedenfalls unglaublich. Jede Situation, jeder Blick, jede neue Erfahrung kann einen ganzen Fragenmarathon aufwerfen - und die Antworten sind manchmal gar nicht alle so einfach aus dem Ärmel zu schütteln. Jede in den Augen der großen Hasentochter ungenügende Antwort hat außerdem mindestens zehn weitere Fragen zur Folge. :)
Und was sie da alles so wissen will! Warum sagt man bei Schafen "Herde" und bei Wölfen "Rudel"? Und wie leben dann Rehe? Ob das Kamel heiße Füße bekommt, wenn es in der Wüste zu lange auf einem Platz steht? Und warum haben Zwillinge am selben Tag Geburtstag, aber sie und ihre Schwester nicht? Und wie viele Glühwürmchen braucht man auf dem Kopf, damit man mit dem Licht in der Dunkelheit ein Buch anschauen kann? (Die letzte Frage kam gestern Abend auf, die finde ich besonders philosophisch :D )
Ihre Neugier ist ungebrochen, sie will die Welt für sich entdecken und alle ihre Geheimnisse lüften. Ich finde das so spannend zu beobachten. Und so als gerade-Fünfjährige ist sie selbstverständlich der Meinung, dass die Mama auf alle Fragen der Welt eine Antwort hat. Wobei wir hin und wieder schon auch was nachlesen müssen. Oder damit leben, dass eine Frage auch mal unbeantwortet bleiben muss. :)
Das Hasenkind kann sich aber auch irre viel merken. Eine Frage stellt sie selten zweimal und die Antworten, die sie nach bestem Wissen und Gewissen von mir bekommt, werden im Kopf hin und her gedreht, umformuliert, dann bekommt Anna (von unserer unsichtbaren Mitbewohnerin habe ich euch ja letzte Woche HIER schon erzählt) die Sachlage nochmal erklärt, wahlweise auch die kleine Schwester, und dann sitzt das im Langzeitgedächtnis. Jederzeit abrufbar, in den unmöglichsten Situationen. Wahrscheinlich für immer. Wenn nicht noch länger. Beneidenswert einerseits. Andererseits leidet dafür hin und wieder die Speicherkapazität für Kurzaufträge. "Deck bitte den Tisch" überschreitet zum Beispiel offensichtlich bereits nach dem zweiten Teller das Speichervolumen.... ;) Kein Wunder, wenn die Hirnschubladen mit so viel wichtigeren Informationen belegt sind.... :D
Jedenfalls war mir vollkommen klar, was aus dem wunderschönen Fuchs-Jersey werden sollte, den mir Alles-für-Selbermacher zum Vernähen zur Verfügung gestellt hat: Ein Schlaufuchs-Hoodie sollte es sein für die kleine Weltentdeckerin. Schnittgrundlage ist die Hoodie-Variante der Issy von Feefee (geliebter Schnitt!!). Aufgepeppt habe ich den unifarbenen Jerseysweat zunächst mit Glitzerspray und Glitzerfarbe, um die Glühbirne später zum Leuchten zu bringen. Danach habe ich den Fuchs, die Glühbirne und das Schlaufuchs-Schildchen freihand aufgenäht. Die Buchstaben sind mit Textilfarbe auf grobes Leinen gestempelt. Die mit eingefassten Bindebändchen am Rand der Passe und die beiden Knöpfe vorn an der Kapuze schicken den Hoodie noch ein bisschen auf, und TADAAAAA! :D
Der Fuchsjersey ist GOTS-qualifiziert und wunderbar angenehme Qualität, direkt zum Reinlegen und Einwickeln. Und der Pulli ist auf der Liste der Lieblingspullis sowohl beim Hasenkind als auch bei mir ganz nach oben gewandert. Mit den Bündchen hat er noch richtig Wachspotenzial und wird hoffentlich den kleinen Schlaufuchs noch ein Weilchen begleiten! Bei den Fotos mit der Glühbirne hatte das Kind übrigens richtig Spaß - ihr ist ständig ein Licht aufgegegangen... ;) Auch wenn ich hinterher eine große Fragerunde über mich ergehen lassen musste, angefangen mit: "Mama, warum leuchtet die Glühbirne in meiner Hand nicht?".... ;)
Den Fuchsjersey nach dem Design von Andrea Lauren findet ihr hier *KLICK* - und dann könnt ihr euch an die Schlaufuchsausstattung für eure eigenen Schlaufüchse machen!! Wie praktisch, dass der Stoff sowohl für Schlaufuchsjungs als auch für Schlaufuchsmädels passt! Auf dass allen Kindern der Welt ein Licht aufgehe! :D :D
Hasenwilde Grüße Johanna
Samstag, 6. Februar 2016
Anna
Ich muss euch heute jemanden vorstellen. Wie ihr wisst, besteht Familie Hasenwild aus Mama, Papa und zwei hasenwilden Räubertöchtern. Das ist aber noch nicht alles. Denn außerdem gibt es da noch Anna. Anna ist vor einem guten Vierteljahr bei uns eingezogen und genießt seither das hasenwilde Leben bei uns. Sie ist mal mehr, mal weniger präsent, aber schon meistens voll ins Leben integriert. Besonders in das Leben der großen Hasentochter.
Ihr fragt euch jetzt sicher, wer Anna eigentlich ist. Naja, so ganz genau kann ich euch diese Frage auch nicht beantworten - Anna ist nämlich durch und durch unsichtbar. Zumindest für mich. Für die große Hasentochter ist sie mehr als real. Und unglaublich wichtig.
Anna begleitet das Hasenkind in allen Situationen, die ihm Angst machen. Anna lässt sich geduldig erklären, welches Legobauwerk welchem Zweck dient, wenn die Mama keine Zeit hat. Anna hört sich überhaupt alles an, was die große Tochter entdeckt, erkennt, versteht, aufnimmt und erlebt. Meine Große hat schon immer alles versprachlicht, was sie bewegt hat. Inzwischen führt sie viele ihrer Dialoge mit Anna und erklärt ihr die Welt. Manchmal stehe ich in der Küche und höre ihr zu. Lasse das Gemüse Gemüse sein und lausche, lasse mich einen Moment mitnehmen in die unglaubliche Welt der Fantasie und lächle oft genug in mich hinein, wenn Anna mal wieder nicht einsehen will, dass Schafe in Herden leben und Wölfe in Rudeln. Und nicht andersherum.
Ich kann euch gar nicht sagen, wann genau Anna hier eingezogen ist. Sie hat sich so eingeschlichen. Als die Hasentochter anfing, von Anna zu erzählen, dachte ich zuerst, Anna wäre einfach ein neues Kindergartenkind. Erst nach und nach habe ich die unsichtbare Mitbewohnerin kennenlernen dürfen. Ihr Alter bleibt unbestimmt. Mal geht sie schon in die Schule und erzählt, was da so los ist. Mal ist sie aber auch einfach noch klein und braucht die Hilfe und die Unterstützung des Tochterkindes. Die Kleine hat Anna einfach mit übernommen, so wie sie sich (fast) alles von ihrer großen Schwester abschaut. Für sie ist Anna ein vollkommen normales Familienmitglied - sie erkundigt sich regelmäßig nach ihr, redet auch hin und wieder mit ihr und hat Anna voll in ihren Tag integriert. Neben Anna gibt es übrigens auch noch den Kater Eddie und (seit neuestem) Baby Caroline, aber die beiden waren bisher eher sporadisch zu Besuch - unsere Konstante bleibt Anna.
Ich habe Anna nie in Frage gestellt. Sie ist hier sicherlich nicht ohne Grund eingezogen, und manchmal habe ich das Gefühl, dass Anna nicht nur für die hasenkindsche Entwicklung ein wichtiger Faktor ist, sondern genauso für meine. Wenn ich mit meiner Tochter schimpfe, ist es zum Beispiel oft so, dass sie kurze Zeit später meine Ermahnungen genauso an Anna weitergibt. Teilweise wortwörtlich. Oft kann ich dabei im Nebenzimmer lächeln - aber es kommt auch vor, dass ich mir erst an diesem Punkt darüber klar werde, dass der vorhin in der Hitze des Momentes erteilte "Anschiss" vielleicht doch nicht immer so gerechtfertigt war. Oder er zumindest anders formuliert werden hätte können. Anna bringt mich immer mal wieder dazu, Dinge nochmal aufzugreifen, wenn ich merke, dass meine Tochter meine Reaktion in der Situation so nicht nachvollziehen konnte. Oder mich auch mal hinterher zu entschuldigen, wenn ich vorschnell geurteilt habe oder in der Wortwahl danebenlag.
Alles in allem genieße ich Annas Gegenwart. Es ist ja auch nicht selbstverständlich, der Ehre einer unsichtbaren Freundin zuteil zu werden. Ganz abgesehen von der Katze und dem Baby. :D Ich staune manchmal über die lebhafte Fantasie meiner Tochter - und davon hat sie mehr als genug. In ihren Händen verwandeln sich Holzstücke, Bausteine, Bälle, Kiesel und noch vieles mehr in die unglaublichsten Dinge und ich glaube wirklich, ich habe von ihr noch nie das Wort "langweilig" gehört. Ihr fällt immer etwas ein. Sie sprudelt nur so vor Ideen. Allerdings arten diese Ideen manchmal in mehr Chaos im Haus aus, als in einem Familienhaushalt zumutbar ist - dann muss ich die Bremse ziehen. Aber meistens macht es einfach Spaß, ihr zuzusehen. Und mit ihr (und Anna) die Welt zu entdecken.
Auf den Bildern konntet ihr meine Große so nebenher in ihrer neuen Lieblingsbluse beobachten. Christina von rosarosa hat sich da wieder was wundervolles einfallen lassen. Die raffinierte Doppelfalte vorne und der Tropfenverschluss mit Bindebändchen hinten sorgen für eine tolle Optik, so dass der Schnitt gar nicht viel mehr Klimbim braucht, um zu wirken. Die Ärmel können auch als Puffärmel genäht werden und sind vorne mit einem Gummi gerafft. Unten kann die Bluse wahlweise offen getragen oder mit einem Gummi ein toller Balloneffekt erzielt werden - und Liz lässt sich auch als Kleid verlängern und mit Gürtel tragen. Und das beste ist, das Schnitt wirkt nicht nur mit Webware klasse, sondern lässt sich auch wunderbar aus Jersey nähen. Ein echter Kleiderschrankallrounder. <3 Wenn ihr einen genaueren Blick darauf werfen wollt - bis heute Abend findet ihr das Ebook noch zum Einführungspreis in Christinas Shop (*KLICK*) oder bei Dawanda!
Wie sieht es bei euch so aus? Haben/Hatten eure Kinder auch unsichtbare Freunde? Ich bin ja echt neugierig darauf, wie viele unsichtbare Seelentröster, Spielkameraden und Dialogpartner noch so unterwegs sind - erzählt doch mal!
Während ich hier so schreibe, ist die große Hasentochter außer Haus. Sie darf heute bei ihrer Oma übernachten. Anna hat sie vorsichtshalber mitgenommen - falls sie über Nacht doch ein bisschen Angst bekommt. Zum Glück braucht Anna nicht viel Platz, sie kuschelt sich in Omas Gästezimmer einfach auf der Couch zusammen und passt auf das schlafende Hasenkind auf. Da hat man doch als Mama gleich ein besseres Gefühl - und als Kind erst recht... Gut, dass wir Anna haben. :) Ich für meinen Teil freue mich, wenn morgen alle beide wohlbehalten wieder bei mir ankommen.
Hasenwilde Grüße
Johanna
Ihr fragt euch jetzt sicher, wer Anna eigentlich ist. Naja, so ganz genau kann ich euch diese Frage auch nicht beantworten - Anna ist nämlich durch und durch unsichtbar. Zumindest für mich. Für die große Hasentochter ist sie mehr als real. Und unglaublich wichtig.
Anna begleitet das Hasenkind in allen Situationen, die ihm Angst machen. Anna lässt sich geduldig erklären, welches Legobauwerk welchem Zweck dient, wenn die Mama keine Zeit hat. Anna hört sich überhaupt alles an, was die große Tochter entdeckt, erkennt, versteht, aufnimmt und erlebt. Meine Große hat schon immer alles versprachlicht, was sie bewegt hat. Inzwischen führt sie viele ihrer Dialoge mit Anna und erklärt ihr die Welt. Manchmal stehe ich in der Küche und höre ihr zu. Lasse das Gemüse Gemüse sein und lausche, lasse mich einen Moment mitnehmen in die unglaubliche Welt der Fantasie und lächle oft genug in mich hinein, wenn Anna mal wieder nicht einsehen will, dass Schafe in Herden leben und Wölfe in Rudeln. Und nicht andersherum.
Ich kann euch gar nicht sagen, wann genau Anna hier eingezogen ist. Sie hat sich so eingeschlichen. Als die Hasentochter anfing, von Anna zu erzählen, dachte ich zuerst, Anna wäre einfach ein neues Kindergartenkind. Erst nach und nach habe ich die unsichtbare Mitbewohnerin kennenlernen dürfen. Ihr Alter bleibt unbestimmt. Mal geht sie schon in die Schule und erzählt, was da so los ist. Mal ist sie aber auch einfach noch klein und braucht die Hilfe und die Unterstützung des Tochterkindes. Die Kleine hat Anna einfach mit übernommen, so wie sie sich (fast) alles von ihrer großen Schwester abschaut. Für sie ist Anna ein vollkommen normales Familienmitglied - sie erkundigt sich regelmäßig nach ihr, redet auch hin und wieder mit ihr und hat Anna voll in ihren Tag integriert. Neben Anna gibt es übrigens auch noch den Kater Eddie und (seit neuestem) Baby Caroline, aber die beiden waren bisher eher sporadisch zu Besuch - unsere Konstante bleibt Anna.
Ich habe Anna nie in Frage gestellt. Sie ist hier sicherlich nicht ohne Grund eingezogen, und manchmal habe ich das Gefühl, dass Anna nicht nur für die hasenkindsche Entwicklung ein wichtiger Faktor ist, sondern genauso für meine. Wenn ich mit meiner Tochter schimpfe, ist es zum Beispiel oft so, dass sie kurze Zeit später meine Ermahnungen genauso an Anna weitergibt. Teilweise wortwörtlich. Oft kann ich dabei im Nebenzimmer lächeln - aber es kommt auch vor, dass ich mir erst an diesem Punkt darüber klar werde, dass der vorhin in der Hitze des Momentes erteilte "Anschiss" vielleicht doch nicht immer so gerechtfertigt war. Oder er zumindest anders formuliert werden hätte können. Anna bringt mich immer mal wieder dazu, Dinge nochmal aufzugreifen, wenn ich merke, dass meine Tochter meine Reaktion in der Situation so nicht nachvollziehen konnte. Oder mich auch mal hinterher zu entschuldigen, wenn ich vorschnell geurteilt habe oder in der Wortwahl danebenlag.
Alles in allem genieße ich Annas Gegenwart. Es ist ja auch nicht selbstverständlich, der Ehre einer unsichtbaren Freundin zuteil zu werden. Ganz abgesehen von der Katze und dem Baby. :D Ich staune manchmal über die lebhafte Fantasie meiner Tochter - und davon hat sie mehr als genug. In ihren Händen verwandeln sich Holzstücke, Bausteine, Bälle, Kiesel und noch vieles mehr in die unglaublichsten Dinge und ich glaube wirklich, ich habe von ihr noch nie das Wort "langweilig" gehört. Ihr fällt immer etwas ein. Sie sprudelt nur so vor Ideen. Allerdings arten diese Ideen manchmal in mehr Chaos im Haus aus, als in einem Familienhaushalt zumutbar ist - dann muss ich die Bremse ziehen. Aber meistens macht es einfach Spaß, ihr zuzusehen. Und mit ihr (und Anna) die Welt zu entdecken.
Auf den Bildern konntet ihr meine Große so nebenher in ihrer neuen Lieblingsbluse beobachten. Christina von rosarosa hat sich da wieder was wundervolles einfallen lassen. Die raffinierte Doppelfalte vorne und der Tropfenverschluss mit Bindebändchen hinten sorgen für eine tolle Optik, so dass der Schnitt gar nicht viel mehr Klimbim braucht, um zu wirken. Die Ärmel können auch als Puffärmel genäht werden und sind vorne mit einem Gummi gerafft. Unten kann die Bluse wahlweise offen getragen oder mit einem Gummi ein toller Balloneffekt erzielt werden - und Liz lässt sich auch als Kleid verlängern und mit Gürtel tragen. Und das beste ist, das Schnitt wirkt nicht nur mit Webware klasse, sondern lässt sich auch wunderbar aus Jersey nähen. Ein echter Kleiderschrankallrounder. <3 Wenn ihr einen genaueren Blick darauf werfen wollt - bis heute Abend findet ihr das Ebook noch zum Einführungspreis in Christinas Shop (*KLICK*) oder bei Dawanda!
Wie sieht es bei euch so aus? Haben/Hatten eure Kinder auch unsichtbare Freunde? Ich bin ja echt neugierig darauf, wie viele unsichtbare Seelentröster, Spielkameraden und Dialogpartner noch so unterwegs sind - erzählt doch mal!
Während ich hier so schreibe, ist die große Hasentochter außer Haus. Sie darf heute bei ihrer Oma übernachten. Anna hat sie vorsichtshalber mitgenommen - falls sie über Nacht doch ein bisschen Angst bekommt. Zum Glück braucht Anna nicht viel Platz, sie kuschelt sich in Omas Gästezimmer einfach auf der Couch zusammen und passt auf das schlafende Hasenkind auf. Da hat man doch als Mama gleich ein besseres Gefühl - und als Kind erst recht... Gut, dass wir Anna haben. :) Ich für meinen Teil freue mich, wenn morgen alle beide wohlbehalten wieder bei mir ankommen.
Hasenwilde Grüße
Johanna
Sonntag, 31. Januar 2016
Streifenmarie
Ich liebe Streifen. Ich besitze Unmengen von Streifenkombistoffen, und ich finde sie passen überall dazu.
Mir stehen sie leider nicht. Aber den Hasentöchtern umso mehr. Den weichen rot-weiß-gestreiften Bio-Interlock, den ihr hier auf den Bildern seht, habe ich von Stoffversand4u zum Vernähen bekommen. Und damit endlich einen schon lange gehegten Wunsch meiner Großen erfüllt: Ein "weiches Kleid". Eins aus Jersey. Mit Bewegungsfreiheit, kindergartentauglich und trotzdem hübsch.
Mein Schnitt der Wahl: "Marie" von Feefee. Geht immer, in jeder Größe und schafft mit dem süßen Ballonteil und der stylischen Kapuze recht geschickt den Spagat zwischen "süß" und "cool", finde ich - und damit kann man das Kleidchen einfach zu allen Gelegenheiten tragen. Mit dem Interlock fällt es unten schön weich und pludert ein bisschen auf. Ziemlich zum Verlieben, finde ich.
Nachdem das Wetter draußen mistig, dunkel, trist und verregnet war, habe ich für die Bilder erstmals meine neuen Tageslichtlampen aufgebaut. Ich habe definitiv noch Übungsbedarf, was "Drinnenbilder" betrifft - aber die hier können sich schon mal sehen lassen, oder?
Verziert habe ich das Kleidchen mit dunkelblauen Glitzerjerseynudeln, einer roten Satinschleife und einem freihandgestickten Papierboot mit Bär. Der Bär ist übrigens aus dem Freundejersey von Herrn Pfeffer geklaut. :D Der sah einfach so aus, als würde er gern mal auf große Fahrt gehen.... ;)
Jerseykordeln und ähnliches nähe ich immer nur auf der Vorderseite von Seitennaht zu Seitennaht fest - dann kann man mit den überhängenden Kordeln das Kleid schön auf Taille binden, hat hinten nochmal einen schicken Hingucker in Form von Schleife oder Knoten und herunterhängenden Kordelenden, und auf die Art passt das Kleid ewig. Die Ärmel habe ich gut lang zugeschnitten, die Bündchen halten sie ja auf dem Platz - und so kann das Kleid später auch noch gut als Tunika über einer schmalen Jeans seinen Dienst tun. Ich mag ja echt gern so Mitwachskleidungsstücke. Da lohnt sich der Aufwand auf alle Fälle!
Wir werden uns jetzt noch ein bisschen ins Faschingsgetümmel vor Ort stürzen - das Schafkostüm, das ich gestern für die Große noch schnell unter der Nähmaschine hervorgezogen habe, wartet schon auf seinen großen Auftritt - das ein oder andere Bild gibt's bestimmt noch davon zu sehen! Und ganz vielleicht erhascht ihr dann auch einen Blick auf mich in meinem fabelhaften (von meinem Papa ausgeliehenen) Kuh-Onesie.... ;)
Bis dahin könnt ihr euch ja mal bei Stoffversand4u die schicken Streifen (mit GOTS-Siegel!) in rot-weiß, blau-weiß, braun-caramel und schwarz-weiß ansehen: http://www.stoffversand4u.de/Stoffe/Jerseystoff/Streifen/Bio-Interlock-Streifenjersey-rot-weiss.html
Hasenwilde Grüße
Johanna
Mir stehen sie leider nicht. Aber den Hasentöchtern umso mehr. Den weichen rot-weiß-gestreiften Bio-Interlock, den ihr hier auf den Bildern seht, habe ich von Stoffversand4u zum Vernähen bekommen. Und damit endlich einen schon lange gehegten Wunsch meiner Großen erfüllt: Ein "weiches Kleid". Eins aus Jersey. Mit Bewegungsfreiheit, kindergartentauglich und trotzdem hübsch.
Mein Schnitt der Wahl: "Marie" von Feefee. Geht immer, in jeder Größe und schafft mit dem süßen Ballonteil und der stylischen Kapuze recht geschickt den Spagat zwischen "süß" und "cool", finde ich - und damit kann man das Kleidchen einfach zu allen Gelegenheiten tragen. Mit dem Interlock fällt es unten schön weich und pludert ein bisschen auf. Ziemlich zum Verlieben, finde ich.
Nachdem das Wetter draußen mistig, dunkel, trist und verregnet war, habe ich für die Bilder erstmals meine neuen Tageslichtlampen aufgebaut. Ich habe definitiv noch Übungsbedarf, was "Drinnenbilder" betrifft - aber die hier können sich schon mal sehen lassen, oder?
Verziert habe ich das Kleidchen mit dunkelblauen Glitzerjerseynudeln, einer roten Satinschleife und einem freihandgestickten Papierboot mit Bär. Der Bär ist übrigens aus dem Freundejersey von Herrn Pfeffer geklaut. :D Der sah einfach so aus, als würde er gern mal auf große Fahrt gehen.... ;)
Jerseykordeln und ähnliches nähe ich immer nur auf der Vorderseite von Seitennaht zu Seitennaht fest - dann kann man mit den überhängenden Kordeln das Kleid schön auf Taille binden, hat hinten nochmal einen schicken Hingucker in Form von Schleife oder Knoten und herunterhängenden Kordelenden, und auf die Art passt das Kleid ewig. Die Ärmel habe ich gut lang zugeschnitten, die Bündchen halten sie ja auf dem Platz - und so kann das Kleid später auch noch gut als Tunika über einer schmalen Jeans seinen Dienst tun. Ich mag ja echt gern so Mitwachskleidungsstücke. Da lohnt sich der Aufwand auf alle Fälle!
Wir werden uns jetzt noch ein bisschen ins Faschingsgetümmel vor Ort stürzen - das Schafkostüm, das ich gestern für die Große noch schnell unter der Nähmaschine hervorgezogen habe, wartet schon auf seinen großen Auftritt - das ein oder andere Bild gibt's bestimmt noch davon zu sehen! Und ganz vielleicht erhascht ihr dann auch einen Blick auf mich in meinem fabelhaften (von meinem Papa ausgeliehenen) Kuh-Onesie.... ;)
Bis dahin könnt ihr euch ja mal bei Stoffversand4u die schicken Streifen (mit GOTS-Siegel!) in rot-weiß, blau-weiß, braun-caramel und schwarz-weiß ansehen: http://www.stoffversand4u.de/Stoffe/Jerseystoff/Streifen/Bio-Interlock-Streifenjersey-rot-weiss.html
Hasenwilde Grüße
Johanna
Montag, 25. Januar 2016
Am See
Heute mal ganz anders. Nachdem der Schnee sowieso (zumindest fast) wieder geschmolzen ist, nutze ich die Gelegenheit, noch ein paar Herbstbilder loszuwerden, die ich schon seit längerem (naja, seit Herbst eben) auf dem PC bunkere. Und weil die heutige To-Do-Liste ungefähr einen halben Kilometer lang ist und nicht nur die Nähmaschine, die Waschmaschine und die Spülmaschine sondern auch einen Zahnarzttermin mit zwei von unseren Flüchtlingen beinhaltet, werde ich heute schweigen und euch einfach mit den schönen Bildern unseres Herzbuben (Schnitt: Fred von SOHO) aus dem kuscheligen Bio-Frottee in Marsala von Stoffversand4u, den ich vernähen durfte, zudonnern. Blendet einfach mal das neblig-trist-matschige Januarwetter aus und kommt mit mir mit - in den Sonnenschein, an einem leuchtenden Herbsttag am See.... <3
Ich für meinen Teil werde jetzt einfach da bleiben und die Wasch-, Spül- und sonstigen -Maschinen geflissentlich ignorieren. Ich mache Pause. Am See. Im Sonnenschein. Mit einem Picknickkorb in der einen und einer Decke in der anderen Hand. Kommt ihr mit?
Hasenwilde Grüße
Johanna
Hasenwilde Grüße
Johanna
Montag, 18. Januar 2016
Auf gute Nachbarschaft
Ich habe euch ja schon ein bisschen über die Flüchtlingsthematik hier bei uns im Dorf erzählt. Auch bei uns im Dorf (300 Einwohner) ist inzwischen die erste von drei geplanten Flüchtlingsfamilien angekommen. Und weil das Thema im Moment nicht nur meinen Kopf, sondern auch meinen Tag ausfüllt, möchte ich euch gerne noch ein bisschen von meinen Eindrücken erzählen. Nicht darüber, was ich von der Flüchtlingspolitik denke, nicht über meine allgemeine politische Meinung, nicht über die Situation irgendwo, auch nicht über alle Flüchtlinge generell. Nur über den Erstkontakt mit "unserer" afghanischen Familie, über die ersten Erfahrungen und Begegnungen hier vor Ort. Mitten auf dem Land im Herzen Bayerns.
Letzte Woche waren sie plötzlich da. Schon aufregend, der Moment, wenn alle Spekulationen, Planungen, Gedanken, Ängste plötzlich Mensch werden und vor einem stehen. Angekommen ist eine Familie aus Afghanistan. Mutter (hochschwanger), Vater, 3 Kinder mit 14, 6 und 2 Jahren. Mit einem Koffer und ein paar Tüten. Durchgefroren. Schüchtern. Froh, endlich angekommen zu sein. Aber auch offen. Höflich. Freundlich. Dankbar für jede Hilfe.
Die Unterkunft: Ein altes Schulhaus mit zwei kleinen Wohnungen. Relativ baufällig und zugig, aber sicher besser als eine Turnhalle. Die bezogene Wohnung: Kleine Küche, Bad, 3 Schlafzimmer. Zwei davon durfte die Familie belegen, in einem stehen 2 Betten, im anderen drei - das dritte, etwas größere Schlafzimmer ist mit drei Betten reserviert für die nächste Familie. Auf jedem Bett liegen die notwendigsten Utensilien. Bettwäsche, Handtuch, Topf und ähnliches. Kein Fernsehen, miserable Datenverbindung. Langeweile wird sicher eines der größten Probleme hier. Eine Freundin, der Leiter des Helferkreises in der Gemeinde und ich versuchen, den Leuten das Wichtigste in der Wohnung zu erklären - und sind erstmal selbst gefordert.
Der Herd funktioniert erstmal nicht, die Waschmaschinentür lässt sich nicht öffnen, die Toilette verliert Wasser. Ein Esstisch fehlt komplett und die Heizung fährt bei der Nachtabsenkung die Temperatur so stark herunter, dass in dem zugigen Gemäuer unter 20 Grad herrschen, die Böden sind eiskalt. Wir versuchen, die Mängel so weit wie möglich zu beheben, bringen Decken, der Hausmeister muss informiert werden. Die Verständigung ist schwierig - die Mutter spricht ein paar wenige Brocken Englisch, ansonsten wird mit Händen und Füßen gearbeitet. Wenn gar nichts mehr geht, schaltet sich telefonisch der Schwager der Mutter mit ein, der relativ gut Englisch spricht, und übersetzt das Nötigste.
Wir werden gefragt, ob wir gern die Patenschaft für das Flüchtlingshaus übernehmen wollen. Wollen wir nicht. Eigentlich. Jede von uns hat Haus, Kinder, Arbeit. Trotzdem sind wir jeden Tag vor Ort, einfach, weil es notwendig ist. Die Eltern können lesen und schreiben, aber leider keine lateinischen Buchstaben - es fällt ihnen entsprechend schwer, an irgendwelche Informationen zu kommen. Buszeiten, Öffnungszeiten, Beförderungsmöglichkeiten - alles spanische (bzw afghanische) Dörfer, wenn man keine lateinischen Buchstaben lesen kann. Der nächste Supermarkt ist drei Kilometer entfernt im nächsten Ort - eigentlich zu Fuß durchaus zu machen (zumindest wenn man nicht hochschwanger ist, ein Zweijähriges Kind dabei hat und der Weg witterungstechnisch einfach sehr vereist ist :P), aber den Weg muss ihnen erst mal jemand zeigen. Bis dahin - Fahrdienst zum Supermarkt.
Die Hilfsbereitschaft im Ort ist riesig. Auch wenn die meisten den persönlichen Kontakt noch scheuen - jeder gibt, was er kann. Ein Esstisch, Tischdecken und Handtücher, Teppiche für den kalten Boden, Vorhänge zum nächtlichen Abdunkeln, Küchenutensilien, Schneeanzüge, ein Kinderwagen, Spielzeug, Kleidung - Alt und Jung ruft an und bietet schnell und unkompliziert Hilfe an. Das ist wundervoll zu sehen und zu erleben. Und unsere afghanische Familie ist so unglaublich dankbar. Die Kinderaugen strahlen, als sie die zusammengestellten Spielzeugtüten auspacken und sich in die Fleecedecken wickeln. Ich glaube, der meistgesagte Satz der Familie ist ein ehrliches "Thank you so much.". Danke. Immer wieder Danke. Die Kinder meiner Freundin ziehen die beiden afghanischen Kleinen ein paar Runden durch den Schnee, als wir gemeinsam den Weg zur Bushaltestelle erkunden. Die Kinder lachen ausgelassen, als sie in den Bobs durch den Schnee schlittern. Und ich denke mir: Doch. Das kann funktionieren.
Im Moment steckt viel Zeit dahinter. Auch einfach, weil alles persönlich geklärt werden muss, weil so vieles noch unklar und ungewohnt ist. Weil sie einfach ohne Sprache und Schrift, ohne Fortbewegungsmöglichkeiten total aufgeschmissen sind in unserem 300-Seelen-Ort am Ende der Welt. Aber sie werden lernen. Sie wollen lernen. Und wenn unsere Asylsuchenden offen sind und die Menschen hier im Ort auch, dann bin ich überzeugt davon, dass das funktionieren wird. Dass sie ihren Platz finden werden. Neben uns. Und mit uns. Auch weil es einfach keine Alternative gibt, im Moment.
Ich werde nachher nochmal vorbeilaufen (der englischsprechende Schwager soll heute zu Besuch kommen), die versprochenen Buszeiten vorbeibringen und nebenher hoffentlich ein paar Infos über den Übersetzer erhalten - was die Familie noch dringend braucht, zuerst einmal. Aber vielleicht auch ein paar persönliche Infos. Wie sie eigentlich hierher gekommen sind. Woher sie genau kommen. Was sie erlebt haben. So viele Fragen spuken durch meinen Kopf - mal sehen, ob ich die ein oder andere beantwortet bekomme.... :D
Begleitet haben meinen Text heute Bilder von der großen Hasentochter und der zweiten "Ginny" von rosarosa, die ich genäht habe (hier geht's zum Ebook: *KLICK*). Aus dem dunkelblauen beflockten Jeans sieht der Faltenrock richtig edel aus, und die Taschen und Knöpfe peppen das Teil nochmal richtig auf. Den unteren Rand habe ich mit einer dunkelblauen Satinpaspel und einem doppelten Streifen Baumwollbatist abgeschlossen, die Wollstulpen passen perfekt darunter. Außerdem gab es aus dem gleichen Stoff noch eine "Resi", mein Lieblings-Farbenmix-Hutschnitt (heißt "Hannes und Resi") und ein großes Tuch aus dem gepunkteten Baumwollbatist, mit dunkelblauer Bommelborte (Schnittmuster aus "Lilli's Kapp-Parade, hier entlang: *KLICK*). Kombiniert ist das Outfit wirklich feiertagstauglich und war bei uns an Weihnachten die Klamotte der Wahl. :D :D
Wie steht es denn bei euch so? Habt ihr auch Flüchtlinge in der Nähe? Habt ihr Kontakt? Erfahrungen? Wie handhabt ihr das so?
Neugierig-hasenwilde Grüße
Johanna
Letzte Woche waren sie plötzlich da. Schon aufregend, der Moment, wenn alle Spekulationen, Planungen, Gedanken, Ängste plötzlich Mensch werden und vor einem stehen. Angekommen ist eine Familie aus Afghanistan. Mutter (hochschwanger), Vater, 3 Kinder mit 14, 6 und 2 Jahren. Mit einem Koffer und ein paar Tüten. Durchgefroren. Schüchtern. Froh, endlich angekommen zu sein. Aber auch offen. Höflich. Freundlich. Dankbar für jede Hilfe.
Die Unterkunft: Ein altes Schulhaus mit zwei kleinen Wohnungen. Relativ baufällig und zugig, aber sicher besser als eine Turnhalle. Die bezogene Wohnung: Kleine Küche, Bad, 3 Schlafzimmer. Zwei davon durfte die Familie belegen, in einem stehen 2 Betten, im anderen drei - das dritte, etwas größere Schlafzimmer ist mit drei Betten reserviert für die nächste Familie. Auf jedem Bett liegen die notwendigsten Utensilien. Bettwäsche, Handtuch, Topf und ähnliches. Kein Fernsehen, miserable Datenverbindung. Langeweile wird sicher eines der größten Probleme hier. Eine Freundin, der Leiter des Helferkreises in der Gemeinde und ich versuchen, den Leuten das Wichtigste in der Wohnung zu erklären - und sind erstmal selbst gefordert.
Der Herd funktioniert erstmal nicht, die Waschmaschinentür lässt sich nicht öffnen, die Toilette verliert Wasser. Ein Esstisch fehlt komplett und die Heizung fährt bei der Nachtabsenkung die Temperatur so stark herunter, dass in dem zugigen Gemäuer unter 20 Grad herrschen, die Böden sind eiskalt. Wir versuchen, die Mängel so weit wie möglich zu beheben, bringen Decken, der Hausmeister muss informiert werden. Die Verständigung ist schwierig - die Mutter spricht ein paar wenige Brocken Englisch, ansonsten wird mit Händen und Füßen gearbeitet. Wenn gar nichts mehr geht, schaltet sich telefonisch der Schwager der Mutter mit ein, der relativ gut Englisch spricht, und übersetzt das Nötigste.
Wir werden gefragt, ob wir gern die Patenschaft für das Flüchtlingshaus übernehmen wollen. Wollen wir nicht. Eigentlich. Jede von uns hat Haus, Kinder, Arbeit. Trotzdem sind wir jeden Tag vor Ort, einfach, weil es notwendig ist. Die Eltern können lesen und schreiben, aber leider keine lateinischen Buchstaben - es fällt ihnen entsprechend schwer, an irgendwelche Informationen zu kommen. Buszeiten, Öffnungszeiten, Beförderungsmöglichkeiten - alles spanische (bzw afghanische) Dörfer, wenn man keine lateinischen Buchstaben lesen kann. Der nächste Supermarkt ist drei Kilometer entfernt im nächsten Ort - eigentlich zu Fuß durchaus zu machen (zumindest wenn man nicht hochschwanger ist, ein Zweijähriges Kind dabei hat und der Weg witterungstechnisch einfach sehr vereist ist :P), aber den Weg muss ihnen erst mal jemand zeigen. Bis dahin - Fahrdienst zum Supermarkt.
Die Hilfsbereitschaft im Ort ist riesig. Auch wenn die meisten den persönlichen Kontakt noch scheuen - jeder gibt, was er kann. Ein Esstisch, Tischdecken und Handtücher, Teppiche für den kalten Boden, Vorhänge zum nächtlichen Abdunkeln, Küchenutensilien, Schneeanzüge, ein Kinderwagen, Spielzeug, Kleidung - Alt und Jung ruft an und bietet schnell und unkompliziert Hilfe an. Das ist wundervoll zu sehen und zu erleben. Und unsere afghanische Familie ist so unglaublich dankbar. Die Kinderaugen strahlen, als sie die zusammengestellten Spielzeugtüten auspacken und sich in die Fleecedecken wickeln. Ich glaube, der meistgesagte Satz der Familie ist ein ehrliches "Thank you so much.". Danke. Immer wieder Danke. Die Kinder meiner Freundin ziehen die beiden afghanischen Kleinen ein paar Runden durch den Schnee, als wir gemeinsam den Weg zur Bushaltestelle erkunden. Die Kinder lachen ausgelassen, als sie in den Bobs durch den Schnee schlittern. Und ich denke mir: Doch. Das kann funktionieren.
Im Moment steckt viel Zeit dahinter. Auch einfach, weil alles persönlich geklärt werden muss, weil so vieles noch unklar und ungewohnt ist. Weil sie einfach ohne Sprache und Schrift, ohne Fortbewegungsmöglichkeiten total aufgeschmissen sind in unserem 300-Seelen-Ort am Ende der Welt. Aber sie werden lernen. Sie wollen lernen. Und wenn unsere Asylsuchenden offen sind und die Menschen hier im Ort auch, dann bin ich überzeugt davon, dass das funktionieren wird. Dass sie ihren Platz finden werden. Neben uns. Und mit uns. Auch weil es einfach keine Alternative gibt, im Moment.
Ich werde nachher nochmal vorbeilaufen (der englischsprechende Schwager soll heute zu Besuch kommen), die versprochenen Buszeiten vorbeibringen und nebenher hoffentlich ein paar Infos über den Übersetzer erhalten - was die Familie noch dringend braucht, zuerst einmal. Aber vielleicht auch ein paar persönliche Infos. Wie sie eigentlich hierher gekommen sind. Woher sie genau kommen. Was sie erlebt haben. So viele Fragen spuken durch meinen Kopf - mal sehen, ob ich die ein oder andere beantwortet bekomme.... :D
Begleitet haben meinen Text heute Bilder von der großen Hasentochter und der zweiten "Ginny" von rosarosa, die ich genäht habe (hier geht's zum Ebook: *KLICK*). Aus dem dunkelblauen beflockten Jeans sieht der Faltenrock richtig edel aus, und die Taschen und Knöpfe peppen das Teil nochmal richtig auf. Den unteren Rand habe ich mit einer dunkelblauen Satinpaspel und einem doppelten Streifen Baumwollbatist abgeschlossen, die Wollstulpen passen perfekt darunter. Außerdem gab es aus dem gleichen Stoff noch eine "Resi", mein Lieblings-Farbenmix-Hutschnitt (heißt "Hannes und Resi") und ein großes Tuch aus dem gepunkteten Baumwollbatist, mit dunkelblauer Bommelborte (Schnittmuster aus "Lilli's Kapp-Parade, hier entlang: *KLICK*). Kombiniert ist das Outfit wirklich feiertagstauglich und war bei uns an Weihnachten die Klamotte der Wahl. :D :D
Wie steht es denn bei euch so? Habt ihr auch Flüchtlinge in der Nähe? Habt ihr Kontakt? Erfahrungen? Wie handhabt ihr das so?
Neugierig-hasenwilde Grüße
Johanna
Freitag, 8. Januar 2016
Powderdays
Es wird, Leute es wird. Winter nämlich. Schön langsam. Nicht, dass vor meinem Fenster schon alles weiß wäre - aber es liegt zumindest ein bisschen Schnee.
Da gibt es doch keinen besseren Zeitpunkt, um euch endlich mal die MiniPowPowJuna von Muckelie zu zeigen, die ich für meine Große genäht habe. PowPow kommt nämlich vom Powdersnow, Pulverschnee. Und auf mehr davon warten wir hier schließlich sehnsüchtig!
Ich liebe ja den Winter. Naja, ich gebe zu, ich mag alle Jahreszeiten (am liebsten dann, wenn sie so richtig klischeemäßig daherkommen, wie im Bilderbuch :D). Aber der Winter ist schon etwas besonderes. Einmal, weil Weihnachten ist. Und Weihnachten ist nun mal die schönste Zeit im Jahr. Es knistert, es leuchtet und funkelt, alles ist geheimnisvoll. Ich liebe das. Dann liegen im Winter alle Geburtstage der hasenwilden Familie, plus 5 Geburtstage in der nächsten Verwandtschaft - wir sind also im Dauerfeiern. :D
Und dann - der Schnee. Gesegnet mit zwei ausgeprägten Draußenkindern gibt es für uns nichts schöneres, als die Wintertage draußen zu verbringen - mit Schlitten, Schlittschuhen oder einfach rollend und kugelnd und bauend im Schnee.
Den ersten richtig verschneiten Tag hier haben wir voll ausgenutzt (vor allem, weil der Hasenwildpapa an dem Tag auch noch frei hatte und sich voller Freude mit in den Schnee gestürzt hat :) ) - Schneeiglu mit zwei Eingängen gebaut, Schnee geschaufelt und natürlich die Schlitten eingeweiht.
Die Große braucht im Moment dringend jeden Morgen den Schneeanzug - beim Bauernhof direkt gegenüber der Bushaltestelle gibt es nämlich einen hohen Schneeberg auf der Seite, und da muss man morgens die 10 Minuten, bis der Bus kommt, dringend damit verbringen, diesen Berg hochzuklettern und auf dem Skianzughosenboden wieder hinunterzurutschen. :D Dafür steht das Fräulein morgens sogar fast freiwillig auf.
Und noch ein großer Punkt ProWinter: Skifahren. Meine Familie fährt schon immer Ski, unser Papa hat es uns von Kindesbeinen an beigebracht (und fragt nicht, wie viele Jahre er bei 4 Kindern ausschließlich mit Kind zwischen den Knien gefahren ist... ;) ;) ), und ich bin froh, dass auch der hasenwilde Göttergatte ein enthusiastischer Skifahrer ist. Wir wohnen ja ein ganzes Eck von den Bergen weg, deswegen reicht es (zumindest solange die Kinder zu klein sind zum Mitfahren) im Moment nur zu 1-2 Tagesfahrten im Winter, aber das reicht mir auch schon - und die genieße ich in vollen Zügen. Morgen steht die erste davon an, und ich freue mich heute schon wie ein kleines Kind. Außerdem haben wir uns vorgenommen, die Große heuer auch mal probeweise auf dem Minihang hinterm Garten auf die Bretter zu stellen - mal sehen, ob sie schon Spaß daran hat.
Ihr seht, es gibt tausendundeinen Grund, um auf PowPowPowdersnow abzufahren - und mindestens genauso viele Gründe, um diese Jacke zu lieben.. :D Meine große PowPowJuna (kurz PPJ) habe ich euch ja schon letztes Jahr gezeigt (HIER könnt ihr nachlesen, wenn ihr nochmal einen Blick darauf werfen wollt. Nach wie vor eine meiner Lieblingsjacken!!), da war die Mini jetzt dringend fällig. Ich liebe den lässigen Sitz mit den langen Armbündchen und der großen Kapuze.
Die Paspeltaschen sind zwar etwas aufwendiger zu nähen, aber sie machen einfach echt was her und geben der Jacke nochmal richtig Pepp. Im Brustbereich habe ich das Vorderteil geteilt und eine senfgelbe Paspel eingenäht - dass das ein unglaublich perfekter Platz für eines der süßen Faultiere vom Innenstoff ist, hat sich tatsächlich erst hinterher herausgestellt. Aber das Tierchen ist ein echter Hingucker, finde ich.
Die Maus trägt die Jacke unglaublich gern - kein Wunder, bei den Stoffen! Den Bio-Jersey mit den Faultieren habe ich bei Charly, Jo und Co gekauft und den Außenstoff durfte ich für Stoffversand4u vernähen - ein Bio-Baumwoll-Fleece mit GOTS-Siegel mit Namen Fynn. Boah, ich sage euch, ist das ANGENEHM. Ich bin ja eigentlich nicht so der Fleece-Fan. Einfach, weil es im Endeffekt reines Plastik ist. Es elektrisiert meine Haare, es riecht oft total künstlich und die Plastikfasern schwemmen beim Waschen aus, lassen sich von keinem Sieb fangen und sammeln sich dann im Meer. Und tun dort schreckliche Dinge!! Nein, nicht mein Ding, da bin ich zu sehr Öko. Was habe ich mich gefreut, als ich Fynn in Händen hielt. Ein dickes Kuschelfleece aus 100% Bio-Baumwolle. Da kann auch ich guten Gewissens zugreifen - Ich kann es euch wirklich nur empfehlen!!
Und die Kombi aus grau und senfgelb geht ja sowieso immer, findet ihr nicht? Kombiniert habe ich die Jacke mit einer Twonie von Janina's kreative Welt.
Und bevor ich mich jetzt wieder voll Motivation in die Skitagvorbereitungen stürze, hier noch schnell die Links zum Stöbern:
Hier geht's zur Mini-PPJ von Muckelie:
Und hier findet ihr das Bio-Baumwollfleece "Fynn" in allen sechs Farbstellungen (ich habe anthrazit-meliert verwendet):
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