Sonntag, 16. August 2015

Der Tag, an dem der Regen kam

Es regnet. Endlich regnet es. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das jemals sagen werde - aber endlich regnet es. :D Die Temperaturen sind runter. Ich trage SOCKEN. Und habe endlich Lust, die ersten Herbstbilder hier auf dem Blog loszuwerden. :D


Vorgestern, am Freitag, war noch strahlender Sonnenschein. Über 30 Grad, wie gehabt, wie die letzten - ich weiß nicht - gefühlten 3 Monate. Ein Wahnsinnssommer. Ich war einkaufen beim Netto im Nachbardorf. Der Parkplatz war proppevoll, wie immer vor einem Feiertag (da haben ja alle immer Angst, sie müssten übers Wochenende jämmerlich verhungern. Ich auch. :D ). Jedenfalls komme ich gerade aus dem Geschäft, schiebe meinen vollen Einkaufswagen zum Auto - und es beginnt zu tröpfeln.


Dicke Gewitterregentropfen platschen auf den staubtrockenen Asphalt. Erst langsam, dann immer mehr. Die Situation gibt es öfter. Normalerweise fangen die Leute in diesem Moment an zu schimpfen und zu laufen, ziehen sich ihre Kapuzen übers Gesicht, verziehen sich, murrend übers "Mistwetter", entweder in den Supermarkt oder ins Auto. Die Mundwinkel hängen dabei traditionell nach unten, die Stirn ist gefurcht, könnte ja die Frisur leiden. Oder der Einkauf.


Doch dieses Mal? Ein paar Kinder schauen nach oben, recken die Hände in den Himmel, den fallenden Tropfen entgegen, springen, rufen "Endlich Regen!". Die Leute stehen. Schauen nach oben. Kommen aus dem Supermarkt. Genießen die ersten Regentropfen auf der sonnenverwöhnten Haut. Und lächeln. Atmen auf. Nicken sich zu. Und ich? Räume lächelnd meine Sachen in den Kofferraum. Werde nass. Und denke mir: "Wie in Afrika."


Alles auf der Welt braucht eben sein Gleichgewicht. Ohne die Nacht würde uns der Tag nur halb so hell vorkommen. Und auch ein Sommer der Superlative braucht dringend seine Regentage. Meine Fenster sind weit offen heute, die Luft ist frisch, der Staub zu Boden gewaschen und man hat das Gefühl, die Farben draußen leuchten doppelt so intensiv wie sonst. Und ich kann ihn wieder schätzen, den Regen. Und auch die Regentage, die immer eine Spur langsamer und träger sind, als alle anderen. Und ich glaube, wenn ich heuer im November wieder das Gefühl habe, dass der Regen nie mehr aufhört und der ganze Horizont tagelang von dickem Wolkengrau verhängt ist, kann ich an dieses Wochenende zurückdenken. An den Tag, an dem der Regen kam. Und wie die Leute sich gefreut haben, auf dem Nettoparkplatz.


Und jetzt zum ersten Herbstoutfit des Jahres. Die Hose ist neu, aus der Feder von Annas Country und nennt sich Marty. Marty kommt, wie von Anna gewohnt, in hundertunddrei Varianten daher und ist eines meiner Herbsthighlights. Ich bin ja verliebt in den Knickerbocker-Stil, ich finde das echt cool (und auch absolut kindergartentauglich), ihr könnt aber auch eine schmusige Jersey-Wohlfühlhose oder ein kürzeres Exemplar für die restlichen warmen Tage draus nähen. Es gibt auch eine witzige aufgesetzte Riesentasche dazu. Ich habe hier Feincord verwendet und mit petrolfarbenen Viskosestoff-Bündchen kombiniert. Passend dazu gab's ein BoGi-Shirt (auch Annas Country) mit Herz. Die "Resi" von Farbenmix, die die kleine Hasentochter auf dem nächsten Bild präsentiert, gehört eigentlich der großen Schwester - passt aber super zum Outfit!! Schaut euch die Designbeispiele von "Marty" doch mal an, ich kann euch das Ebook nur wärmstens ans Herz legen:

http://de.dawanda.com/product/85465695-e-bookanleitung-marty-44-140
 
 
Ich höre jetzt noch ein bisschen dem sanften Trommeln der Regentropfen an meiner Fensterscheibe zu und mache nebenher, was ich an Regentagen am liebsten tue - Schnittmuster schnipseln und Stoff zuschneiden... Und wozu nutzt ihr eure Regentage?
 
 
 
Hasenwilde Grüße
Johanna


Mittwoch, 12. August 2015

Die Nacht der Wünsche

Sternschnuppennacht. Die Nacht der Wünsche. Die Nacht, in der Träume wahr werden. Im Radio haben sie gesagt - 100 Sternschnuppen in der Stunde. Ich rechne: Das sind auf alle Fälle mehr als eine in der Minute!!! Wahnsinn!! Ich muss das ausnutzen. Ich hab so viel zu wünschen...



23.00 Uhr. Ich gehe nach draußen. Die Nacht ist lau, die Grillen zirpen. Ich schnappe mir einen Klappstuhl und wandere ums Haus. Auf der Suche nach Straßenlampenschatten. Determiniert stelle ich mir den Stuhl zwischen dem Gemüsegarten-to-be-Erdhaufen und dem Traktor auf. Ich habe eine Agenda. Heute Nacht werde ich allen Ballast loswerden. Heute Nacht werde ich alle Sorgen wegwünschen, die mir im Magen liegen. Alles, was auf der Seele brennt. Heute Nacht werde ich meine kleine Heile-Welt-Blase wieder herstellen. Ich setze mich auf den Stuhl und starre konzentriert in den Himmel. Meine Augen brauchen kurz, um sich auf die Dunkelheit einzustellen. Aber dann breitet sich der Nachthimmel über mir aus wie ein dunkles Tuch und die Sterne funkeln um die Wette. Also. Her mit den Schnuppen.



Im Radio haben sie gesagt, Wünsche gehen nur in Erfüllung, wenn man sie fertigwünscht, bevor die Sternschnuppe erloschen ist. Der Wunsch muss sozusagen gewünscht sein, bevor die Sternschnuppe nicht mehr zu sehen ist. Es ist also sinnvoll, sich vorher seine Wünsche möglichst kurz und knackig zu formulieren, damit man sofort loswünschen kann, wenn sich eine Sternschnuppe zeigt. Ich drehe meine wichtigsten Wünsche im Hirn. Streiche sie zusammen auf die wichtigsten Grundbegriffe. Stelle mental eine absteigende Wunschwichtigkeitsliste auf. Man muss ja schließlich vorbereitet sein.



Niemand hat mir gesagt, wie schnell die Dinger sind!! Bei den ersten Sternschnuppen schaffe ich es überhaupt nicht, irgendwas wünschenswertes zu denken. Außer vielleicht "Oh!". Das ist ja gerade mal ein Wimpernschlag!!! Wie soll denn das funktionieren? Ich kürze meine Wünsche weiter. Ein Stichwort pro Wunsch muss reichen. Das Universum wird schon wissen, was zu tun ist.


Ich drehe meinen Stuhl in die andere Richtung. Vielleicht sind auf der Seite die Sternschnuppen ein bisschen langsamer. Ich murmle meinen nächsten Wunsch leise vor mich hin. Vielleicht taucht die Sternschnuppe gerade dann auf, wenn ich das Wort sage. Ich sitze angespannt auf meinem Stuhl, die Stirn gerunzelt, voll Konzentration. Ich meine, hallo?? Ich ARBEITE hier für meine Familie! Schlage dem Schicksal ein Schnippchen! Jetzt macht doch mal jemand diese verflixten Fliegedinger ETWAS langsamer!!!!!!!!


Ich bin frustriert. Ich bin zu langsam. Ich schaffe es nicht. Keinen einzigen Wunsch habe ich bisher zeitgleich zu einer Sternschnuppe gewünscht. Agenda gescheitert. Ziel verfehlt. Zu langsam, zu langsam, zu langsam.


Und dann? Höre ich auf. Höre auf zu wollen, zu müssen, zu wünschen. Und fange an, zu sehen. Lege meine Füße auf den Traktoranhänger, und lasse sie einfach nur kommen, die Sternschnuppen. Da eine. Und noch eine. Wie schön sie sind. Wie die Grillen zirpen. Und wie weit der Himmel ist, in dieser warmen Sommernacht. Wie klein ich und meine Probleme. Und wie einfältig mein Plan. Ich muss lachen. Und sehe sie mir nochmal an, meine Wünsche. Ja, es sind alles Herzenswünsche. Nichts materielles dabei. Und trotzdem. Bei dem ein oder anderen könnte ich vielleicht doch selbst Hand anlegen. Dem Schicksal einen kleinen Stups geben. Selbst aktiv werden. Und die anderen? Die, zu denen ich nichts beitragen kann? Die lege ich in dieser großen, sternklaren Sternschnuppen-Wunschnacht einfach in Gottes Hand. Und fühle mich so frei, wie schon lange nicht mehr.


Kurz noch ein paar Worte zu den Bildern: Entstanden sind diese Bilder an einem ebenso lauen Sommerabend wie heute, kurz vor Sonnenuntergang, und geschossen hat sie meine liebe Schwester. Und ihr seht darauf mein neues Sommerkleid nach dem Schnitt von Killertasche "Fifties Fever Dressed Up". Endlich mal was für Große aus Webware. Vielleicht kommt euch der Unterrock-Stoff bekannt vor? Den Rest davon habe ich euch schon als Tuula-Hose für die kleine Hasentochter gezeigt. Die Kombi aus Braun, Beige und Türkis finde ich wirklich super gerade!! Schaut euch unbedingt Monas Kleiderschnitt genauer an - er beinhaltet soooo viele Möglichkeiten!! Genäht habe ich hier das knöpfbare Oberteil ohne Ärmel zusammen mit einem dezenten Basic-Rock mit Spitze unten. Hier findet ihr das Ebook in der Kleidervariante:

http://de.dawanda.com/product/85639015-fifties-fever-dressed-up--dress-

Und eine Tunikaversion gibt's auch noch:

http://de.dawanda.com/product/85639275-fifties-fever-dressed-up-tunika--

Klickt euch unbedingt durch Monas KillerTasche-Shop - da findet ihr nämlich auch noch eine Kombiversion von Tunika und Kleid und eine Kombiversion von Mama- und Tochterschnitt!!


Dieser Beitrag und mein Sommerkleid schicke ich auf alle Fälle zu RUMS. Und ich glaube, ich setze mich jetzt noch ein paar Minuten nach draußen. Jetzt, wo ich endlich in der Lage bin, den Sternschnuppenregen einfach zu genießen....

Hasenwilde Grüße
Johanna

12von12 im August

Huuhuu ihr Lieben!

Heute habe ich nach langer Zeit mal wieder 12von12 für euch!! Wer sich an der letzte Mal nicht erinnern kann - Frau Kännchen sammelt an jedem 12ten des Monats Blogposts, in denen in 12 Bildern so der tägliche Alltagswahn seinen Platz findet. Ich habe die letzten beiden Male immer angefangen mit den Fotos, es aber nach dem Mittagessen schlichtweg vergessen, und so gabs dann nie genug Bilder für einen Post - aber heute hab ichs voll durchgezogen. 12 Bilder aus dem sommerferientäglichen Alltagsleben von Familie Hasenwild. Auf geht's!


Der Tag startet entspannt, wie die meisten Ferientage. Die Hasenkinder kommen zwischen acht und halb neun zu mir ins Bett gekrabbelt, wollen noch ein bisschen kuscheln und schlagen mich dann breit, gleich als erstes das neue Büchereibuch vorzulesen, das die große Hasentochter gestern ausgeliehen hat.


Die entspannte Ferienstimmung hält genau so lange an, bis ich die Löcher in Papas Bettdecke entdecke, die die kleine Hasentochter da mit der Schere hineinfabriziert hat. Super. Vor dem Kind muss man aber auch alles in Sicherheit bringen... :P


Ich lasse mich wieder versöhnen, als die beiden zu bis zum Anschlag aufgedrehtem "Waka, waka" aus meinem Radiowecker eine flotte Sohle aufs Schlafzimmerparkett legen. Und beschließe, dass es jetzt dann vielleicht doch mal Zeit ist, aufzustehen.


Frühstück: Müsli mit frischen Früchten. Zumindest für mich. Dass die Damen des Hauses stattdessen einen Sahnepudding aus dem Kühlschrank stibitzen, verschweige ich euch jetzt lieber. Immerhin verputzen sie dazu eine ganze Schüssel Weintrauben. Vitaminzufuhr gesichert. :D


Zeit für den Haushalt. Die selbst eingemachten Gurken aus unserem Garten müssen noch beschriftet und verräumt werden, und das dreckige Abspülgeschirr schreit auch schon wieder. Kann das Zeug nicht mal einen Tag lang den Mund halten??? Wir haben ja wohl Ferien!! :P



Mittags gibt's eines der Leibgerichte meiner Hasenkinder - Grießnockerlsuppe. Und hausgemachtes Apfelmus aus dem Glas als Nachspeise. Schnell und unkompliziert.


Der Postbote klingelt. Hach. Drei Pakete mit Nähzeugs - am liebsten würde ich ihm ein dickes Bussi auf die Wange drücken. Ich glaube, er ahnt das und verschwindet schnell wieder in seinem gelben Kombi. Ich winke ihm versonnen nach, während ich meine Stoffpakete an die Brust drücke. Der Mann hält mich eh schon lang für verrückt, glaube ich... :D


Den ganzen Tag lang so nebenher: Wäsche über Wäsche. Zumindest dafür sind die gleichbleibenden Temperaturen über 30 Grad, die wir seit bestimmt fast 2 Monaten haben, perfekt. Aber seht euch mal den Rasen an!! Unser Garten ist so trocken, da würde sich ein Steppenzebra sicher wohl fühlen... :D


Ich nutze den Mittagsschlaf der Kleinen, um ein paar zugeschnittene Herbstteilchen ein Stück weiterzubringen, während die große Hasentochter sich friedlich damit beschäftigt, die Urlaubsmuscheln säuberlich im Wohnzimmer auszulegen und dann eine nach der anderen zu kleinen Splittern zu treten. Weil's so ein lustiges Geräusch macht.


Man muss ihr zu Gute halten, dass sie sich mit so einem Unsinn relativ lange beschäftigen kann. Und da es mir dann auch schon egal ist, ob ich eine zerbrochene Muschel aufsauge oder zwanzig, schaffe ich es fast, das Shirt für die Kleine zu vollenden. Fehlt nur noch das Bündchen. Tschakka.


Nach einem Arzttermin in der Stadt packen wir unsere Siebensachen für den versprochenen Schwimmbadbesuch. Eigentlich wollte unser Hasenpapa mitfahren, aber der wurde leider vom Männerschnupfen dahingerafft und ist nicht badetauglich. Also flitzen nur wir Mädels los. Ich liebe es, abends um halb sechs noch ins Bad zu fahren. Und wie erhofft tummeln sich im Kinder-Außenbecken unseres kleinen Lieblingshallenbades um diese Zeit noch genau drei Kinder - zwei davon gehören mir. Wir genießen 1,5 Stunden im Bad und haben sowohl die Duschen als auch die Sammelumkleide für uns. Perfekt. So macht das richtig Spaß.


Der Hasenpapa war (trotz Schnupfen) daheim nicht untätig und hat ein feines Abendessen zu Ehren meines Namenstages gezaubert. Und eine Schachtel Pralinen gibt's auch noch obendrauf. So kann der Abend enden!!
Wir haben dann noch die Flasche Käfer-Sprizzer geköpft, die mir Wiebke von Pelle unterm Hollerbusch letzte Woche bei ihrem Besuch mitgebracht hat und mit einem eisgekühlten Gläschen davon werde ich mich jetzt dann noch nach draußen setzen und nach den versprochenen Sternschnuppen Ausschau halten. Der Hasenmann musste leider ins Bett - ihr wisst schon, der Schnupfen... ;) ;)

Klickt doch mal rüber zu Frau Kännchen, und schaut, was meine Blogkollegen so an diesem 12ten August getrieben haben!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 10. August 2015

Fernweh

Huuhuu ihr Lieben!

Wir schweben immer noch im Ferienfeeling. Einfach in den Tag hineinleben. Viel Baden gehen. (Recht viel besseres kann man bei Temperaturen, die seit Wochen nicht unter die 30-Grad-Marke sinken, auch gar nicht tun.. :D ). Abends lang wachbleiben. Abendspaziergänge, wenn die Temperaturen angenehm werden. Grillen. Genießen.


Meine Mädels stecken ganz oft in ihren Sommer-Schwestern-Trägerkleidern, die ich für den Urlaub genäht hatte. Die werden zur Zeit wirklich gern getragen - einerseits, weil sie bei dem Wetter schön luftig-leicht sind, andererseits weil der Camper-Stoff, den ich für den Rockteil verwendet habe, ein absolutes Highlight für die Hasenkinder ist!


Ich bin ja, was Motivstoffe angeht, eher zurückhaltend. Aber der hier musste sein. Da ist nämlich unser Wohnwagen drauf! :D Bessere Urlaubsoutfits gibt's doch gar nicht. Fotografiert habe ich die Damen auf dem Campingplatz im Sommerurlaub in der Toskana. Wenn ich mir die Bilder so anschaue, kommt schon wieder Fernweh auf...


Ich bin ein absoluter Urlaubsmensch. Wenn das erste laue Lüftchen durch den beginnenden Frühling zieht, kommen bei mir die ersten Fluchtgedanken auf.. :D Da überlege ich schon, wohin die Reise in dem Jahr gehen soll. Vor den Kindern waren das auch gerne weiter entfernte Ziele. Mit dem Rucksack nach Sizilien oder Andalusien, bis Mexiko, Ghana, Namibia, Südafrika.


Ich bin gerne den ganzen Tag draußen, ich will in jedem Urlaub etwas Neues sehen, neue Freunde finden, neue Sehenswürdigkeiten kennenlernen, in eine neue Mentalität eintauchen. Ich will sehen, wie die Leute leben, und ich versuche immer, nicht nur die Touri-Ecken abzuklappern, sondern wirklich ins Leben einzutauchen. Außerdem bin ich gern spontan. Ich plane ungern den ganzen Urlaub durch, lasse mich lieber treiben. Bleibe da, wo es mir gefällt, ziehe weiter, wenn ich das Gefühl habe, dass es gut ist. Oder wenn das Wetter schlecht wird. :D


Zum Glück liegt mein Mann da genau auf meiner Wellenlänge und ist genauso reisefreudig wie ich. Mit den Kindern hat sich unsere Art, Urlaub zu machen, aber angepasst. Wir reisen nicht mehr ganz so weit und nehmen den Wohnwagen, statt das Flugzeug. Damit bleibt trotzdem die Flexibilität. Wohnwagenurlaub ist super. Definitiv entspannter als eine Rucksackreise, mit mehr Ruhe- und Auszeiten. Dafür sieht man nicht ganz so viel. Aber alles hat seine Zeit. Und die Zeit der weiten Flugreisen wird sicher auch wieder kommen - ich möchte meinen Kindern unbedingt meinen Lieblingskontinent Afrika zeigen. Aber erst, wenn sie reif dafür sind.


Ich glaube, meine Schwestern und ich haben den Spaß am Reisen schon in die Wiege gelegt bekommen. Und diese flexible Art, mit dem Wohnwagen Urlaub zu machen, auch. Schon immer ist unsere Familie mindestens einmal im Jahr weggefahren, eher öfter. Im Winter zum Skifahren. An Pfingsten in den Süden. Und manchmal in den Sommerferien auch noch ein paar Tage in irgendeine Richtung. Erst mit dem Zelt, dann mit einem kleinen Faltmeister-Klapp-Zeltwohnwagen, und schließlich mit dem Wohnwagen. Und wir haben es so genossen, dass wir immer noch gerne mitfahren, wenn sich irgendwie die Gelegenheit bietet. Familie pur, sozusagen.


Lange Urlaubsfahrten sind dabei kein Thema. Waren es früher nicht und sind es auch heute mit meinen Kindern nicht. Weil man mit dem Wohnwagen eben so herrlich uneingeschränkt ist. Weil man vor der Fahrt schon weiß - wenn die Kinder absolut keine Lust mehr haben, dann stellen wir den Wohnwagen irgendwohin und bleiben da. Oder suchen uns kurzfristig ein anderes Reiseziel. Biegen irgendwo ab. Nehmen den kürzesten Weg zum Meer. Oder eben auch nicht. Allein dieses Wissen, dass nichts muss, dass es keine Notwendigkeit ist, am gleichen Tag an einem vorherbestimmten Ziel anzukommen, entspannt die Fahrt ungemein. Und meistens kommen wir dadurch trotzdem da an, wo wir hinwollen. Unsere Mädels sind wirklich relaxte Autofahrer. Freuen sich über die Riesentasche an Spielsachen, die es auf der Autofahrt gibt. Schlafen. Oder hören CD.


Ich glaube, der Grund dafür, dass ich/wir so gerne wegfahren, ist, dass mein Mann und ich notorische "Wurstler" sind. Zu Hause gibt's einfach immer was zu tun. Wenn mein Mann, so wie letzte Woche, ein paar Tage Urlaub hat, dann teilen wir uns die Kinder fein säuberlich auf, so dass der jeweils Kinderfreie Dinge erledigen kann, die er sich schon lange vorgenommen hat. Steine im Garten setzen. Holz hacken. Das Nähzimmer aufräumen. Wir müssen uns schon zusammenreißen, damit wenigstens ein Tag herausspringt, der allein den Mädels gehört. Und dafür müssen wir echt wegfahren. Ins Schwimmbad, ins Playmobilland, in den Zoo. Egal. Aber außer Haus. Deswegen ist es für zwei Wochen Jahresentspannung absolut unverzichtbar, dass wir das Haus verlassen. :D Wenn wir dann irgendwo im Süden vor dem Wohnwagen sitzen, gibt es nichts anderes. Keine To-Do-Listen. Nur Familie. Wunderbar.


Wenn sich dann nach ein paar Tagen der Rhythmus an den Urlaub angleicht - später ins Bett, länger schlafen, lang frühstücken...., dann bin ich zuhause. Im Urlaub daheim. Total entspannt. Wenn ich euch da so davon erzähle, packt mich doch gleich wieder die Reiselust.... Mal sehen, ob ich für nächste Woche nicht noch ein paar Tage mit dem Wohnwagen mit meinem Mann herausschlagen kann... <3


Jetzt aber nochmal zu meinen Kleidern. Ich habe das Freebook "Quickly" von Nemada verwendet, allerdings hab ichs an einigen Ecken ein wenig an meine Mädels angepasst. Etwas kürzer, dafür ein bisschen weiter ausgestellt und den Kragen etwas vergrößert. Ein ruckzuck genähter Schnitt auf alle Fälle!! Die Streifen sind vom Stoffonkel und die Papierboote freihand appliziert. Den fantastischen Camperstoff habe ich von Blaubeerstern.


Ich werde mich jetzt mit dem Duft von Pinien in der Nase und dem Rauschen des Meeres im Ohr mal ans Telefon setzen und gucken, ob sich mein Mann nicht vielleicht nochmal ein paar Tage Urlaub nehmen will, nächste Woche. Nicht so weit. Nur ein Stück. Mit dem Wohnwagen. Nochmal durschnaufen, bevor der Herbst kommt. Und die Kleider, die nehmen wir dann auch wieder mit... <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 2. August 2015

Ferienstart im Weizenfeld

Huhu ihr Lieben!
Endlich Ferien!! Ich mag Ferien ja schon immer. Jobbedingt. Das bringt der Lehrerberuf so mit sich... :D Aber dass ich mich auch als Elternzeit-Mama ohne Schulkinder so auf die Ferien freuen würde, hätte ich nicht gedacht..


Aber es ist so. Besonders die Tatsache, dass (fast) alle Termine in der Woche wegfallen, ist der absolute Entspannungsgarant. Schon allein in der Früh. Irgendwie sind wir alle nicht als Frühaufsteher geboren. Mein Mann dreht sich nach dem Weckerklingeln ungefähr noch 17 Mal um, bevor er endlich aufsteht. Und von mir hört ihr in der Früh auch höchstens ein jämmerliches Stöhnen, wenn der Wecker loslegt... :D


Wundert niemanden, dass unsere Kinder da ähnlich gestrickt sind. Besonders die Große. Die wecke ich morgens bestimmt 20 Minuten lang geduldig auf. Immer wieder. Wachkuscheln. Abdecken. Ansprechen. Und sie zieht sich die Decke wieder über den Kopf und ist noch soooo müüüüüde. Vollkommen egal, wann das Kind ins Bett gegangen ist - halb sieben ist nicht ihre Zeit. Kann ich ihr nicht verdenken.


Und je länger die Abende werden, je mehr es Sommer wird, desto schwieriger wird die Sache mit der Aufweckerei. Weil wir es wirklich genießen, abends um fünf nochmal auf eine Stunde ins Bad zu fahren. Oder nach dem Abendessen noch eine Weile im Garten zu sitzen. Oder eine Runde Rad zu fahren. Weil erfahrungsgemäß der Sommer in den Sommerferien schon so ziemlich zu Ende ist - so lange können wir mit sommerlichen Aktionen definitiv nicht warten!


Und dann ist halb acht/acht, bis die Mäuse im Bett liegen. Die Kleine schläft nachmittags noch, die verkraftet das besser. Aber die Große schläft schon gerne ihre 13 Stunden in der Nacht - und die kriegt sie so beim besten Willen nicht. Und dann kommt sie morgens nicht aus den Federn. Und ist mittags so müde, dass sie irgendwo einschläft. Woraufhin sie abends nicht ins Bett will, weil DANN ist sie ja fit. Und dann morgens wieder nicht rauskommt. Ein Teufelskreis.


Vor den Sommerferien ist das besonders schlimm - da ist wirklich die Luft raus. Ich gebe zu, ich bin dazu übergegangen, das Kind in der Früh noch im Bett im Halbschlaf in ihre Klamotten zu stecken und sie dann ins Bad zu tragen, wo sie am Waschbecken beim Zähneputzen dann erst so halbwegs wach wird....


Das einzige, was die große Hasentochter überhaupt in der Früh noch aus dem Haus locken konnte, war das Versprechen der liebenswertesten Busfahrerin der Welt, mit "ihren" Buskindern am letzten Schultag noch ein Eis zu essen. Sonst hätte ich sie wohl zum Bus auch noch tragen müssen...


Jetzt durfte das Kind den zweiten Tag bis um halb neun schlafen, und sie schwebt den ganzen Tag. Ist ausgeglichen und ausgeschlafen. Schwebt, singt und genießt. Und die kleine Schwester genauso. Heute sind die Ferien unendlich lang. Heute liegen gefühlte Wochen und Monate und Jahre Ausschlafen, Kuscheln, morgens-noch-nicht-wissen-was-man-nachmittags-unternimmt, Baden, Picknicken und Alles-langsam-angehen-lassen vor uns. Denn jetzt sind Ferien.


So viel kann. Nichts muss. Noch dazu startet der Hasenpapa mit uns mit einer Woche Urlaub in die Ferien und wir genießen die freie Zeit miteinander. Fahren vielleicht noch ein verlängertes Wochenende weg. Und schlafen definitiv täglich aus!!


Passend dazu das aktuelle unübertroffene Lieblingsoutfit der kleinen Hasentochter. Ihres und meines. Ich liebe die Farben und die Zusammenstellung - und die Fotos! Ich bin mit den Mädels ein Stück außerhalb unserer Ortschaft gelaufen, wo ein Feldweg zwischen Getreideäckern hindurchführt. Farblich die perfekte Ecke für ein Sommeroutfit. Auf dem Feldweg lag haufenweise Stroh, und die Hasenkinder haben angefangen, das Stroh zusammenzutragen und sich Vogelnester zu bauen und sich dann in kleine Vögel zu verwandeln. Sie haben bestimmt über eine Stunde vollkommen selbstvergessen da gespielt, so dass ich genügend Zeit hatte, Bilder von allen Seiten zu schießen. Von dem Nachmittag hatten wir auf alle Fälle alle drei was... :D


Diese Traumhose ist ein neues Ebook von Ilona von Meine Herzenswelt und nennt sich Tuula. Nachdem ich wegen unseres Sommerurlaubs beim Probenähen der kurzen Tuula nicht dabei sein konnte, habe ich mich umso mehr gefreut, dass es hinterher noch eine 3/4- und lange Version zum Testen gab. Ich liebe ja so lange Flatterhosen. Und ich liebe Ilonas Ebooks. Ich muss das jetzt wirklich mal so sagen - die Art, wie sie formuliert, ihre Ebooks aufbaut und die Bilder einsetzt sind wirklich klasse. Wenn ich zu Ende gelesen habe, habe ich dutzende Variationen im Kopf und MUSSMUSSMUSS sofort damit anfangen, egal was sonst noch ansteht. Hier seht ihr die lange Tuula-Version mit Taschen vorne (finde ich total witzig und hab ich so noch nirgends gesehen!! Ein Hingucker!!) aus ganz dünnem Batik-Baumwollstoff aus dem Stoffladen bei uns in der Nähe.


Kombiniert habe ich mit einem Bogi-Shirt von Annas Country aus lauter kuscheligen Stoffonkel-Bio-Jerseys. Einer meiner Lieblings-Kombi-Schnitte. Zufällig hatte ich passende Dreifachpaspel da, mit der sich die Passe wunderbar absetzen ließ - und an den Ärmeln habe ich in Eigenregie ein bisschen gebastelt und einen mit Schrägband eingefassten Schlitz mit Bindeband als kleines Detail eingefügt. Außerdem habe ich eine Blume aus dem Hosenstoff aufgestickt. Zur Krönung noch eine "Resi" von Farbenmix obendrauf (dass ich den Schnitt ins Herz geschlossen habe, ist euch bestimmt die letzten Male schon aufgefallen...) und fertig ist das Sommeroutfit.


Wenn das nicht nach Sommer schreit, weiß ich auch nicht!! :D

Die Tuula lege ich euch jedenfalls ganz dringend ans Herz als absolutes Sommer-Must-Have!! Hier kommt ihr zum Ebook:

http://de.dawanda.com/product/84907471-ebook-ballonhose-tuula-groesse-62-152
 
 
Oder ihr holt euch die Tuula-Shortsversion gleich im Kombi-Ebook mit dazu:
 
http://de.dawanda.com/product/84907515-ebook-doppelpack-tuula-shorts-lang-62-152
 
Ich widme mich jetzt wieder wichtigen Feriendingen. Welche da gerade konkret wären: Kirschkuchen, Eiskaffee und eine süße Wassermelone. Und später eine Radeltour zu einem Dorffest, eine gemütliche Brotzeit und ein warmer Abend mit open end. Von mir aus könnten immer Ferien sein.
 
 
Hasenwilde Grüße
Johanna