Sonntag, 2. August 2015

Ferienstart im Weizenfeld

Huhu ihr Lieben!
Endlich Ferien!! Ich mag Ferien ja schon immer. Jobbedingt. Das bringt der Lehrerberuf so mit sich... :D Aber dass ich mich auch als Elternzeit-Mama ohne Schulkinder so auf die Ferien freuen würde, hätte ich nicht gedacht..


Aber es ist so. Besonders die Tatsache, dass (fast) alle Termine in der Woche wegfallen, ist der absolute Entspannungsgarant. Schon allein in der Früh. Irgendwie sind wir alle nicht als Frühaufsteher geboren. Mein Mann dreht sich nach dem Weckerklingeln ungefähr noch 17 Mal um, bevor er endlich aufsteht. Und von mir hört ihr in der Früh auch höchstens ein jämmerliches Stöhnen, wenn der Wecker loslegt... :D


Wundert niemanden, dass unsere Kinder da ähnlich gestrickt sind. Besonders die Große. Die wecke ich morgens bestimmt 20 Minuten lang geduldig auf. Immer wieder. Wachkuscheln. Abdecken. Ansprechen. Und sie zieht sich die Decke wieder über den Kopf und ist noch soooo müüüüüde. Vollkommen egal, wann das Kind ins Bett gegangen ist - halb sieben ist nicht ihre Zeit. Kann ich ihr nicht verdenken.


Und je länger die Abende werden, je mehr es Sommer wird, desto schwieriger wird die Sache mit der Aufweckerei. Weil wir es wirklich genießen, abends um fünf nochmal auf eine Stunde ins Bad zu fahren. Oder nach dem Abendessen noch eine Weile im Garten zu sitzen. Oder eine Runde Rad zu fahren. Weil erfahrungsgemäß der Sommer in den Sommerferien schon so ziemlich zu Ende ist - so lange können wir mit sommerlichen Aktionen definitiv nicht warten!


Und dann ist halb acht/acht, bis die Mäuse im Bett liegen. Die Kleine schläft nachmittags noch, die verkraftet das besser. Aber die Große schläft schon gerne ihre 13 Stunden in der Nacht - und die kriegt sie so beim besten Willen nicht. Und dann kommt sie morgens nicht aus den Federn. Und ist mittags so müde, dass sie irgendwo einschläft. Woraufhin sie abends nicht ins Bett will, weil DANN ist sie ja fit. Und dann morgens wieder nicht rauskommt. Ein Teufelskreis.


Vor den Sommerferien ist das besonders schlimm - da ist wirklich die Luft raus. Ich gebe zu, ich bin dazu übergegangen, das Kind in der Früh noch im Bett im Halbschlaf in ihre Klamotten zu stecken und sie dann ins Bad zu tragen, wo sie am Waschbecken beim Zähneputzen dann erst so halbwegs wach wird....


Das einzige, was die große Hasentochter überhaupt in der Früh noch aus dem Haus locken konnte, war das Versprechen der liebenswertesten Busfahrerin der Welt, mit "ihren" Buskindern am letzten Schultag noch ein Eis zu essen. Sonst hätte ich sie wohl zum Bus auch noch tragen müssen...


Jetzt durfte das Kind den zweiten Tag bis um halb neun schlafen, und sie schwebt den ganzen Tag. Ist ausgeglichen und ausgeschlafen. Schwebt, singt und genießt. Und die kleine Schwester genauso. Heute sind die Ferien unendlich lang. Heute liegen gefühlte Wochen und Monate und Jahre Ausschlafen, Kuscheln, morgens-noch-nicht-wissen-was-man-nachmittags-unternimmt, Baden, Picknicken und Alles-langsam-angehen-lassen vor uns. Denn jetzt sind Ferien.


So viel kann. Nichts muss. Noch dazu startet der Hasenpapa mit uns mit einer Woche Urlaub in die Ferien und wir genießen die freie Zeit miteinander. Fahren vielleicht noch ein verlängertes Wochenende weg. Und schlafen definitiv täglich aus!!


Passend dazu das aktuelle unübertroffene Lieblingsoutfit der kleinen Hasentochter. Ihres und meines. Ich liebe die Farben und die Zusammenstellung - und die Fotos! Ich bin mit den Mädels ein Stück außerhalb unserer Ortschaft gelaufen, wo ein Feldweg zwischen Getreideäckern hindurchführt. Farblich die perfekte Ecke für ein Sommeroutfit. Auf dem Feldweg lag haufenweise Stroh, und die Hasenkinder haben angefangen, das Stroh zusammenzutragen und sich Vogelnester zu bauen und sich dann in kleine Vögel zu verwandeln. Sie haben bestimmt über eine Stunde vollkommen selbstvergessen da gespielt, so dass ich genügend Zeit hatte, Bilder von allen Seiten zu schießen. Von dem Nachmittag hatten wir auf alle Fälle alle drei was... :D


Diese Traumhose ist ein neues Ebook von Ilona von Meine Herzenswelt und nennt sich Tuula. Nachdem ich wegen unseres Sommerurlaubs beim Probenähen der kurzen Tuula nicht dabei sein konnte, habe ich mich umso mehr gefreut, dass es hinterher noch eine 3/4- und lange Version zum Testen gab. Ich liebe ja so lange Flatterhosen. Und ich liebe Ilonas Ebooks. Ich muss das jetzt wirklich mal so sagen - die Art, wie sie formuliert, ihre Ebooks aufbaut und die Bilder einsetzt sind wirklich klasse. Wenn ich zu Ende gelesen habe, habe ich dutzende Variationen im Kopf und MUSSMUSSMUSS sofort damit anfangen, egal was sonst noch ansteht. Hier seht ihr die lange Tuula-Version mit Taschen vorne (finde ich total witzig und hab ich so noch nirgends gesehen!! Ein Hingucker!!) aus ganz dünnem Batik-Baumwollstoff aus dem Stoffladen bei uns in der Nähe.


Kombiniert habe ich mit einem Bogi-Shirt von Annas Country aus lauter kuscheligen Stoffonkel-Bio-Jerseys. Einer meiner Lieblings-Kombi-Schnitte. Zufällig hatte ich passende Dreifachpaspel da, mit der sich die Passe wunderbar absetzen ließ - und an den Ärmeln habe ich in Eigenregie ein bisschen gebastelt und einen mit Schrägband eingefassten Schlitz mit Bindeband als kleines Detail eingefügt. Außerdem habe ich eine Blume aus dem Hosenstoff aufgestickt. Zur Krönung noch eine "Resi" von Farbenmix obendrauf (dass ich den Schnitt ins Herz geschlossen habe, ist euch bestimmt die letzten Male schon aufgefallen...) und fertig ist das Sommeroutfit.


Wenn das nicht nach Sommer schreit, weiß ich auch nicht!! :D

Die Tuula lege ich euch jedenfalls ganz dringend ans Herz als absolutes Sommer-Must-Have!! Hier kommt ihr zum Ebook:

http://de.dawanda.com/product/84907471-ebook-ballonhose-tuula-groesse-62-152
 
 
Oder ihr holt euch die Tuula-Shortsversion gleich im Kombi-Ebook mit dazu:
 
http://de.dawanda.com/product/84907515-ebook-doppelpack-tuula-shorts-lang-62-152
 
Ich widme mich jetzt wieder wichtigen Feriendingen. Welche da gerade konkret wären: Kirschkuchen, Eiskaffee und eine süße Wassermelone. Und später eine Radeltour zu einem Dorffest, eine gemütliche Brotzeit und ein warmer Abend mit open end. Von mir aus könnten immer Ferien sein.
 
 
Hasenwilde Grüße
Johanna



Mittwoch, 29. Juli 2015

Von Flatterhosen und Sommerwiesen

Hey ihr Lieben!!

Heute hab ich mal eine RUMSige Hose am Start.

 
 
Eigentlich ist die Hose ja ein Overall von Carolin von Fadenkäfer und nennt sich Alea. Aber Alea ist so wandelbar, dass man da durchaus auch einfach nur die Hose oder nur das Oberteil nähen kann. Und nachdem mir gerade zufällig so ein ganz leichter Baumwollbatist in die Hände gefallen ist, hat sich die Hose einfach sowas von angeboten...
 
 
 
 
Überhaupt. Von diesen leichten Flatterhosen kann man doch gar nicht genug haben. Besonders für so halblaue Abende sind die super, die mit warmen Temperaturen starten und dann wird es doch kühl. Bolero, Strickjacke oder Pulli drübergezogen und fertig.
 
 
Übrigens wollte ich die Hose gern in einer hüfthohen Sommerwiese fotografieren. Dachte ich mir so. Also Stativ, Selbstauslöser und sonstiges Tamtam in die Wiese geschleift, alles aufgebaut, eingerichtet (und das ist echt Arbeit in so hohem Gras. Das ist irgendwie wie Tiefschneelaufen.) - und dann festgestellt, dass man in einer hüfthohen Wiese eine Hose eigentlich eher ungut erkennt..... ;) :P In meiner Motivation hab ich dann auch noch den Kameradeckel in der Wiese verloren und im hohen Gras natürlich nicht mehr wiedergefunden. Pff. Manchmal denkt sich mein Kopf Dinge, die vorher vollkommen praktisch und sinnvoll wirken. Bis sie sich in der Praxis als vollkommen unsinnig herausstellen. Und dann sagt mein Kopf: "Hättest auch gleich draufkommen können!!". Sehr hilfreich. ;)
 
 
Hier noch die Details zu Alea: Ihr könnt den Schnitt als Overall, Top oder Hose in den Größen 32-48 nähen, und zwar aus Jersey, Viskosejersey oder Baumwolle - also ein total wandelbares Schnittmuster, das für das Oberteil auch noch verschiedene Kragenlösungen anbietet. Ich mag die weit geschnittenen Beine und die Einstecktaschen total gerne. Und das beste: Im Moment bekommt ihr zu Alea gratis auch noch das Schnittmuster für den Cardigan "Bea" dazu, zum Drüberziehen. Klickt doch einfach mal bei Carolin vorbei und seht euch die Designbeispiele an:
 
 


Ebook Overall Alea + Cardigan Bea gratis dazu
 
 
Und ich werde mich dann wohl mal dranmachen, mir einen neuen Objektivdeckel für meine Kamera zu besorgen... :D
 
 
Hasenwilde Grüße
Johanna
 
 
PS: Das Oberteil ist übrigens das Wickelshirt "Marietta" von Zierstoff.

Montag, 27. Juli 2015

Urlaubsblick durchs Schlüsselloch

Ihr Lieben,

heute will ich mal gar nicht so viel schreiben, sondern euch einfach mit ein paar Urlaubsbildern Lust auf Ferien und Urlaub machen. Die Bilder von den Strandkleidern und meinen Liebesbrief ans Meer konntet ihr ja *HIER* schon bewundern. Heute habe ich nur ein paar klitzekleine Einblicke herausgesucht - das hier soll kein kompletter Urlaubsbericht, sondern nur ein Blick durch's Schlüsselloch werden. Für das Urlaubsfeeling. Und einen kleinen hasenwilden Familienurlaubseinblick. Also, kommt mit!


Das Schöne am Urlaub mit Wohnwagen ist ja, dass man sich die Fahrerei einteilen kann, wie man will! Wir haben uns zu zwei Tagen Zwischenstop am Gardasee entschieden, bevor wir endgültig in der Toskana, in der Nähe von Grossetto (bei Castiglione della Pescaia) am Meer gelandet sind. Hier auf dem Bild: Ein Blick in die Gassen von Garda.


Blick vom Castello in Castiglione della Pescaia


Tiefenentspannte Urlaubs-Hasentochter beim Ausflug nach Grossetto. (Die Stadt muss man übrigens nicht gesehen haben. Aber das Eis ist lecker - und sie haben einen klasse Spielplatz... ;) )


Home, sweet home.... So sieht das aus, wenn sich der hasenwilde Wohnwagen in den Pinienwald einfügt. Und jetzt - macht die Augen zu und stellt euch dazu den harzigen Duft der Pinien, die warme Luft auf der Haut und das Rauschen des Meeres im Hintergrund vor.... <3


Abendlicher Blick aufs Meer


Kreative Wanddeko


Ausflug nach Piombino - Meergucken im Wind


Witzige Tischdeko im Cafe


Auf dem Heimweg haben wir noch für zwei Nächte in Südtirol, in der Nähe von Meran angehalten. Auch wunderschön. Auf dem Waalweg entdeckt: "Der Wein erfreut des Menschen Herz.". Wie wahr. :D Meines auf alle Fälle!!


Die kleine Hasentochter und der Papa auf der Suche nach Kirchtürmen. :D

Und mit diesem kleinen Urlaubseinblick bin ich dann auch schon wieder weg und geh mich auf die Ferien freuen. Einen letzten Urlaubsbeitrag hab ich noch für euch - und zwar von den hasenwilden Geschwistersommerkleidern! Wir sehen uns dazu!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 23. Juli 2015

ShuShu - Schubidu

Huhu ihr Lieben,

wir unterbrechen die aktuelle Sendereihe "hasenwild im Urlaub" für einen eiligen ZwischenRUMS! Der dann insofern wieder zum Thema passt, weil er in den Bereich "ideale Urlaubskleidung" fällt. :D


Mein derzeitiges Lieblingskleidungsstück. Wandert vom Hintern in die Waschmaschine und direkt wieder zurück. Und ist dabei soooo easy zu nähen!! Lady ShuShu von Schnittgeflüster ist Danis jüngster Streich - und der absolute Knaller. Fällt luftig und fluffig, schwingt wunderbar und ist ratzfatz genäht. Selbstverständlich gibt es auch alle möglichen Extras, zum Beispiel verschiedene Längen und verschiedene Taschenvarianten dazu - aber diese on-the-rocks-Version ohne alles ist im Moment tatsächlich mein Liebling!


ShuShu - Schubidu. Das kling ja schon nach Musik. Nach warmen Sommerabenden mit einem Glas Wein in der Hand und der LieblingsCD im Hintergrund. Oder nach einer sternklaren Nacht bei einem gemütlichen Musikfestival, in der du auf einer Picknickdecke auf der Wiese liegst und mit Blick zum Himmel in der Musik badest. Und genauso sieht er auch aus, der Rock. :D


Ich bin so ein Mensch, der immer voll Musik ist. Wenn ihr mich trefft, ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass ihr mich hört, bevor ihr mich seht. :D Ich bin den ganzen Tag am singen oder pfeifen - oder trommle zumindest auf irgendwas rum. :D Das liegt daran, dass die ganze Musik in mir drin immer ganz gerne raus will...


Ich hatte das Glück, in einer Familie aufzuwachsen, in der Musik einen hohen Stellenwert hatte. Meine Schwestern und ich durften jede von klein an mindestens ein Instrument lernen. Und bei vier Kindern ist da musikalisch dann immer was los im Haus. :D Und ich bin dabei geblieben. Mein Studium hat sich um das Hauptfach Musik gedreht, ich habe die verschiedensten Instrumente gelernt und/oder ausprobiert und in den verschiedensten Gruppierungen gespielt oder gesungen - von der Blaskapelle über kirchliche Instrumentalensembles bis hin zu (in meinen besten Zeiten bis zu acht parallelen) diversen Chören. Ich kann mit fast jeder Musikrichtung was anfangen. Jede braucht irgendwie ihre Zeit und ihren Platz, aber es gibt wenig Musikstile, die mir so gar nicht zusagen. Ich liebe Musik. Und ich lebe Musik.


Warum mich die Musik so fasziniert? Manchmal habe ich einfach das Gefühl, dass Musik der direkteste Weg zum Herzen ist. Zu meinem - und zu dem von anderen. Mit einem Lied kann man Menschen zum Strahlen bringen. Ein Geburtstagsständchen, ein besonderes Lied zur Hochzeit, zum Jahrestag, für einen Freund,... ist ein ganz besonderes Geschenk. Etwas persönliches, mit Herzblut. Da steckt normalerweise viel Zeit drin, und viel Liebe. Ich ziehe da aber auch selber ganz viel Energie draus. Eine gelungene Probe, ein tolles Konzert (vollkommen egal, ob ich da mitgewirkt, das Ganze geleitet oder nur zugehört habe) - da geh ich total beschwingt und energiegeladen raus. Davon kann ich richtig zehren.


In vielen Facetten sind sich meine beiden "Steckenpferde" Musik und Näherei (oder überhaupt kreative Kunst) ziemlich ähnlich. Da steckt in jedem Stück ganz viel Zeit, Liebe, eigene Ideen, Interpretationen und Intentionen. Und deswegen bekommen von mir sowohl das eine als auch das andere nur Menschen, die das auch zu schätzen wissen. Die ein Gefühl dafür haben, wie viel Arbeit da drin steckt, wenn ich für ihre Hochzeit die musikalische Begleitung des Gottesdienstes auf die Beine stelle. Oder wenn ich für sie eine individuelle Tasche nähe. Dann aber kann man Menschen wirklich glücklich damit machen. Mit Musik. Und mit der Nähmaschine.


So, und jetzt lege ich euch nochmal Danis wundervollen minimalistischen musikalischen ShuShu-Schubidu-Rock ans Herz (den es übrigens auch im Kombipack mit dem passenden Kinderschnitt gibt!!). Ich will mir unbedingt noch einen in Maxilänge nähen - und einen in etwas abgewandelter Form hab ich auch noch für euch! Dazu aber mehr beim nächsten RUMS!

Also hier entlang für den Damenrock:

Lady SHU SHU 32-58

Und hier für das Kombi-Mama-Tochter-Ebook:

Kombipaket Shu Shu 80-170 und Lady SHU SHU 32-58

Und ich? Schicke diesen Beitrag mit meinem neuen Lieblingsrock zu RUMS! Trallala!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 20. Juli 2015

Meerliebe

Huhu ihr Lieben!
Wisst ihr was? Ich könnte schon wieder. In den Urlaub fahren, meine ich. Ich bin ein absoluter Fernwehmensch. Und irgendwie ist es ganz schön traurig, wenn der "große" Sommerurlaub Anfang Juni schon wieder vorbei ist. Ich glaube, nächstes Jahr fahren wir wieder im September - da hält die Vorfreude länger an. :D


Ich habe mich inzwischen durch unsere Urlaubsbilder gewühlt und für euch drei Postings vorbereitet. Heute dreht sich alles ums Meer. Und um die Strandkleider, die ich den Hasenkindern genäht habe. Für diejenigen, die wie ich schon im Urlaub waren - zum Erinnerungen-wachrufen. Für diejenigen, die demnächst fahren - zum Vorfreude-erhöhen. Und für diejenigen, die heuer aus diversen Gründen daheim bleiben - für einen kleinen Blick ans Meer....


Das Meer. Irgendwie übt es eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Kennt ihr das auch? Ich mag die Berge, ich mag Städtetrips, Schnee und überhaupt Urlaub allgemein. Aber das Meer ist schon mein Highlight. Immer schon.


Jedes Jahr, wenn wir unseren Wohnwagen packen und überlegen, wohin es gehen soll, stehen haufenweise Alternativen im Raum. Und jedes Jahr streichen wir (na gut, mehr ich :D ) eine nach der anderen zugunsten dieser großen Pfütze. Im Moment schiebe ich die Kinder vor. Weil für die Strand und Sand und Meer optimal sind. Stimmt ja auch. Aber eigentlich will ICH ans Meer. :D



Ich liebe das Geräusch der Wellen am Ufer. Beim Campen am Meer ist das allgegenwärtig. Ich höre das Rauschen des Meeres, wenn ich morgens aufstehe, ich habe es in den Ohren, wenn wir gemütlich frühstücken und es bleibt allgegenwärtig, bis ich abends nach dem letzten Glaserl Wein wieder in meinen Schlafsack krieche. Wie jemand, der mir den ganzen Urlaub ins Ohr flüstert: "Entspann dich. Atme durch. Genieße."



Ich mag diese unberechenbare Kraft, die sich an stürmischen Tagen zeigt, wenn die Wellen mannshoch an den Strand donnern. Den Nervenkitzel, trotzdem ein Stück weit hineinzugehen, sich von den Wellen in die Luft tragen zu lassen oder durchzutauchen und dabei zu spüren, wie klein und zerbrechlich man doch ist. Wie schnell einem so ein Brecher die Beine unterm Körper wegzieht. Aber auch das Hochgefühl, wenn man wieder aus dem Wasser steigt und das Gefühl hat, man wäre auf einem wilden Hengst durch die Steppe geritten. :D


Ich kann den ganzen Tag damit zubringen, nach Muscheln und Krebsen zu suchen, die Felsen rund um den Strand zu erkunden und auszukundschaften, was da alles so lebt und krabbelt. Den Strand nach Fundstücken absuchen, die vom Wasser glattgeschliffen sind. Angeschwemmte Seesterne zurück ins Wasser retten. Oder den Schnorchel und die Taucherflossen auspacken und auf die Suche nach ein paar Fischen gehen. Und es finden sich immer welche in dieser funkelnden Unterwasserwelt.


Ich liebe frischen Fisch und Meeresfrüchte und habe im Urlaub wirklich Spaß daran, auf dem Gasgrill vor dem Wohnwagen frischen Fisch, Meeresfrüchterisotto, Calamari und Scampispieße zuzubereiten. Zum Glück sind sowohl mein Mann als auch die Kinder davon genauso begeistert wie ich. :D


Ich liebe es, den Sand zwischen den Zehen zu spüren. Und meinen Töchtern dabei zuzusehen, wie sie sich in diesem riesigen Sandkasten vollkommen im Spiel verlieren, stundenlang Sand von hier nach da schaufeln und tragen, Wasser dazumischen, sich eingraben um sich irgendwann von oben bis unten voller Sand ins kühle Wasser zu stürzen und alles wieder abzuwaschen. Und dann wieder von vorne anzufangen. Am Strand brauche nicht einmal ich als bekennende Leseratte ein Buch. Nur meine Sinne.


Umso mehr kann ich mich aufregen, wenn die Großfamilie ein Stück neben uns beim Gehen ihren ganzen Mist im Sand liegen lässt. Da bleiben Plastiktüten, Sandwichpackungen und angebissenes Brot zurück, der kaputte Liegestuhl wird einfach auf die Seite geworfen und die Schaufel mit dem Sprung landet im Meer. Ich könnte heulen, wenn ich sehe, wie die nächstbeste Fabrik ihren Dreck ins Wasser ableitet, was in der Früh am Strand für Mengen an Plastikmüll angeschwemmt wurden und wenn im Hafen zwischen den Schiffen ein schillernder Ölteppich schwimmt. IN MEINEM MEER!!!!!!


Ich würde es wirklich gerne mit heimnehmen, das Meer. Nächstes Mal. Zwischengelagert in einer magischen Flasche würde ich es nach Hause transportieren und ihm dann einen schönen Flecken gleich hinter Wachenzell zur Verfügung stellen. Ohne Abfall, ohne rücksichtslose Touristen und ohne schlecht gewartete lecke Öltanker. Ohne Fabriken, ohne Plastikmüll und ohne zubetonierte Strandstücke. Urlaub für's Meer in Bayern. Direkt vor meiner Haustüre. Und ich glaube, es würde ihm gefallen. Wenn es wieder zu Hause wäre, hätte es bestimmt bald Fernweh und würde jedes Jahr zu mir zurückkommen.... :D :D


Auf der Sew! habe ich beim Sonntagshasen diesen kuschelweichen Sternchenfrottee mitgenommen. Ideal für Strandkleider - wenn die Kids nass und durchfroren aus dem Wasser kommen, sind unsere beiden Frotteeüberzieher optimal. Nicht zu dick, aber trotzdem warm und kuschelig. Und außerdem ruckzuck trocken, wenn sie beim Spielen nass oder sandig werden. Als Schnitt habe ich mir den "Herzbuben" von Fred von SOHO ausgesucht, ein Stück verlängert und Känguruhtaschen aufgesetzt. Weil meine Töchter nämlich meine Sammelleidenschaft geerbt haben und darin gaaaanz viel Platz für Muscheln, Stöckchen und sonstige Strandwichtigkeiten ist. Der Herzbube hat nicht nur eine Kurzarm-Linie sondern auch noch den Kapuzenschnitt, unter dem die nassen Haare bei Wind verschwinden können. Unsere Kleidchen sind so großzügig genäht, dass sie hoffentlich nächstes Jahr auch nochmal mit an den Strand können - und bis dahin sind sie auch super im Freibad, am Planschbecken oder im Pool!!

Hasenwilde Fernwehgrüße
Johanna