Sonntag, 5. April 2015

Osterneela

Hallo ihr Lieben!

Na, steckt ihr noch mitten in der österlichen Relax- und Familienzeit? Ich genieße die Tage gerade sehr....


Schon die Vorbereitungen auf Ostern mag ich wahnsinnig gerne. Eier aufhängen. Eier bemalen. Fensterdeko. Die ersten blühenden Sträuße auf den Tisch stellen. Da lacht so richtig der Frühling im Haus.


Osterlamm backen. Ostereier färben. Osterfladen in den Ofen. Osterschinken besorgen. Das ganze Haus duftet, alles ist farbenfroh und bei uns legt der Osterhase schon in der Woche vor Ostern hin und wieder ein Schokoei in den Garten, was dann Entzückensschreie bei den Mädels auslöst. Bei uns gibt's relativ viele Hasen, die kommen teilweise bis in unseren Garten! Naja, und wenn man dann den Osterhasen vor dem Fenster hüpfen sieht, ist es ja schließlich schon nachvollziehbar, die selbstgebauten Nester zu kontrollieren... ;)


Heuer war ich zum ersten Mal seit der Geburt unserer großen Tochter vor gut 4 Jahren zum ersten Mal wieder in der Osternacht. Bisher habe ich sowohl Ostern als auch Weihnachten bei den spätabendlichen Gottesdiensten immer die Kinderschicht geschoben. Zur Hälfte, weil das mit Stillkindern einfach die praktischere Lösung ist. Und zur anderen Hälfte, weil die großen Festgottesdienste meinem Mann wichtig sind. Und ich ihm die gönne.


Trotzdem war es richtig schön, dass ich heuer mal wieder dabei war. Die Stimmung. Die vielen Kerzen. Wenn beim Gloria die Orgel einsetzt und die Glocken bimmeln. Doch. Ich habs sehr genossen und pflichtbewusst meinem Göttergatten das Osterlicht heimgetragen. Damit er auch was davon hat. :D


Am Ostersonntag sind wir immer bei meiner Familie zum Osterbrunch eingeladen. Da biegt sich der Tisch vor lauter Leckereien und Omas, Opas, Uroma und -opa, Tanten, Eltern und Enkel wuseln, reden und quasseln wild durcheinander. Die ganze Familie (oder zumindest fast) um den Tisch vereint. Hinterher werden im Garten die Osternester gesucht und heuer hat sich die Uroma für unsere Mädels etwas ganz besonderes ausgedacht.


Eierscheiben. Fragt mich nicht, warum das so heißt, aber das ist ein altes Osterspiel, das in Uromas Kindheit zu Ostern gespielt wurde. Zwei runde Stäbe werden mit ein bisschen Abstand nebeneinander an einen Eimer gelehnt, so dass sich eine schmale Bahn ergibt. Und auf dieser Bahn dürfen dann die Ostereier nach unten rollen. Ursprünglich war das Ziel des Spieles, nacheinander die Eier nach unten rollen zu lassen und dabei die bereits liegenden Eier der anderen Mitspieler zu treffen und möglichst so intelligent anzudeppern, dass das eigene Ei mit heiler Haut davonkommt - das Ei, das am Ende noch am besten aussieht, hat gewonnen. :D :D


Unseren Mädels hat es allerdings gereicht, die Eier einfach herunterkugeln zu lassen. Und nochmal. Und nochmal. Uuuuund nochmal.... :D :D Gut, die Kleine ist auf das ein oder andere Ei im Eifer des Gefechts draufgestiegen, aber ein bisschen Schwund darf ja auch sein, oder? :D :D


Nachmittags war dann die andere Hälfte der Familie zum Kaffeetrinken da und abends sind die Mädels vollkommen fertig und glücklich ins Bett gefallen. An solchen Tagen wird mir wieder bewusst, wie viel Glück wir haben mit zwei gesunden Kindern und so einer lieben Familie. Ist nicht selbstverständlich.


Ihr habt sicher schon gemerkt, dass ich euch nebenher ein paar festliche Feiertagsbilder untergejubelt habe... :D :D Ilona von "Meine Herzenswelt" hat einen absolut wunderbaren neuen Schnitt kreiert, der nicht nur für Fest- und Feiertage der absolute Oberhammer und Mädchentraum ist.


Ein Ballon-Wendekleid hat sie da entworfen, das es echt in sich hat. Total raffiniert gemacht, einfach zu nähen und ein absoluter Hingucker. Und endlich mal wieder eine Gelegenheit, den Webware-Vorräten an den Kragen zu gehen... Nachdem die große Hasentochter ja nach wie vor im Kleider-Streik ist hat nur das kleine Hasenkind von dem Schnitt profitiert. Findet ihn aber super. Und ich auch, weil mit der Wendemöglichkeit reicht endlich auch bei uns ein einziges Kleid einen ganzen Feiertag lang.... :D :D :D


Passend zum Kinderkleid gibt es ein Puppenschnittmuster, damit die Puppenmamas mit ihren Töchtern im Partnerlook losmarschieren können. Hier auf dem Foto seht ihr "Salah". Fragt mich nicht, warum die Puppe uuuuuunbedingt einen Namen mit "r" haben musste, den die Hasentochter dann nicht aussprechen kann. Aber gut. Kann man nix machen. Wie heißt's so schön? Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.... ;)


Schaut euch unbedingt auf Ilonas Seite die vielen Probenähbeispiele an!! Ich habe selten ein Probenähen gesehen, bei dem sosososo viele wunderbare Ergebnisse herausgekommen sind. Ich bin immer noch ganz hin und weg. Muss an dem Schnitt liegen.... :D

Ich lasse euch mal noch den Link zu Ilonas Shop da, da könnt ihr ein bisschen stöbern und euch dann entweder "Neela" in den Größen 74 - 146 zulegen oder das süße Puppenschnittmuster in den Größen 30/36/42/48 oooooder aber beides im Kombipack besorgen und ein Partnerlookoutfit nähen: http://de.dawanda.com/shop/MeineHerzensweltDIY

Ich kehre jetzt in meine österliche Familienzeit zurück, genieße den Ostermontag mit meinen Lieben in vollen Zügen und wünsche euch eine wunderbare Woche!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 26. März 2015

Bügelophobie

Huuuhuuu ihr Lieben!!

Doch, mich gibt's noch. Hattet ihr etwa Sehnsucht? :D :D
Jetzt bin ich ja da und bombardiere euch mit einer geballten Ladung Fotos von meinem neuesten Experiment. Man könnte auch sagen, meiner neuesten Kur. Gegen eine meiner ältesten Krankheiten.


Ich leide an akuter Bügelophobie, medizinisch Bügolophobia maxima. Im ausgeprägtesten Stadium. Wirklich, der Anblick eines Korbes voller Bügelwäsche treibt mir den kalten Schweiß auf die Stirn, mir zittern die Knie, mein Puls steigt und mein Kopf fängt automatisch an, eine ganze Liste Prokrastinationsvorschläge zu erstellen, die meine sofortige Aufmerksamkeit erfordern. Bilder bearbeiten. Fotos schießen. Stoff zuschneiden. Kuchen backen. Egal. Irgendwas.


Und weil dieser Korb voller Bügelwäsche so ein sträflich vernachlässigtes Leben im Kellerraum führt (ich bügle das jeweilige Teil dann meistens fünf Minuten, bevor ich es anziehen will, aus der Notsituation heraus... ;) ) gebe ich mir wirklich Mühe, meinen Kleiderschrank mit bügelfreien Stücken zu füllen. Bei meinen Kindern halte ich das ähnlich (die haben immerhin das ein oder andere Baumwollkleidchen im Schrank, weil die einfach zu süß sind) und mein armer Mann muss nach dem Motto leben "Zieh deine Hemden ungebügelt an oder bügle sie selber. Du findest sie im Bügelwäschekorb im Waschraum...." :D :D :D Rabenehefrau, die ich bin. :D


So drücke ich mich meistens ganz gut um die Bügelei herum. Jerseyteile kann man ganz gut glattstreichen, wenn man sie im richtigen Moment von der Leine holt. Finde ich. Meine Vermeidungsstrategien liefen bisher ganz gut. Eigentlich. Bis das Problem kam.


Ja. Das Problem. Es kam in Form eines Ebooks, verursacht von Frau Liebstes, ihres Zeichens Kibadoo-EBook-Erstellerin. Die Kibadoo-Schnitte mag ich wirklich gerne, ich besitze da den ein oder anderen, nähe die eigentlich regelmäßig und verfolge auf ihrem Blog immer recht interessiert, wenn da was neues kommt. Und dann kommt da ausgerechnet ein Schnitt für eine BAUMWOLLtunika. Au Backe. Geht ja gar nicht. BÜGELWÄSCHE!!!!!!!! Aber soooo ein schicker Schnitt.....


Ich bin also drumrumgeschlichen. Habe dreimal täglich kontrolliert, ob es den Schnitt überhaupt noch gibt, falls ich ihn doch bestellen wollen würde, habe die Probenähergebnisse durchforstet, rauf und runter, um festzustellen, wie das Ding überhaupt an Menschen sitzt, die man gerade so nicht mehr als Strich in der Landschaft bezeichnet. Ernsthaft, ich habe diese Probenähexemplare so oft durchgeblättert, dass ich sie euch mit geschlossenen Augen auswendig vorsagen könnte. Vorwärts und rückwärts. Was für eine verfahrene Situation...



Die Lösung kam quasi übernacht, und zwar in Form von Ben und Dorle von Stoffversand4u, die im Kreativteam zweierlei Stoffe zum Probenähen anboten. Zweierlei Leinen in hunderterlei (zumindest fast... ;) ) Farben waren das, mit den wohlklingenden Namen "Amila Stretch Leinen" und "Urban Crash Leinen". Moment. Crash. Baumwolle. Bügelfrei. Whoooooooop!!!!!!!


Ich sage euch, so schnell habt ihr mich noch kein Ebook kaufen sehen. Meine Finger sind quasi mit Hyperspeed über die Tasten geflitzt. Ich glaube, ich habe sogar den Knall gehört, als ich beim Tippen die Schallmauer durchbrochen habe.... :D :D :D Und ich bin wunschlos glücklich. Mit Stoff und Schnitt. <3


Den Schnitt, den ich mir ausgesucht habe, habt ihr sicher schon erkannt - die Makira von Frau Liebstes, in dem Fall als etwas kürzere Bluse und sehr schlicht gehalten. Einzige Dekoelemente sind die orange Paspel und eine schmale orange Ziernaht an den Säumen. Mehr braucht's auch nicht, weil mein Crashleinen (erwähnte ich schon, dass es bügelfrei ist???? :D ) besorgt den Rest der Wirkung. Ich habe mir einen der zweifarbigen Crashleinen ausgesucht, weil ich die schon allein aus künstlerischer Sicht total witzig finde - da wird ein Stoff aus zwei komplett unterschiedlichen Farben gewebt, und die Farbwirkung ist dann eine dritte Farbe. Das ist wie auf Picassos Malpalette, irgendwie.... :D :D Ich habe mir hier kupfer-grasgrün ausgesucht, und von weitem wirkt der Stoff olivfarben. Weil aber das kupfer schon enthalten ist, passt mein Lieblingsorange da wunderbar dazu.... Fällt kaum auf, dass ich die Farbe mag, oder? Die orange Hose, das orange Oberteil, die orange Tasche und die orange Kette befanden sich rein zuuuuuuufällig in meinem Besitz.... ;) ;) Abgesehen von der Tatsache, dass der Stoff bügelfrei ist (hab ich das schon gesagt? Ja? ), finde ich ihn außerdem ganz dankbar in der Verarbeitung, weil er schneller ein paar Ungenauigkeiten verzeiht als glatte Webware, da geht ja mit Zurechtziehen gar nix. Das Crashleinen gibt schon ein oder zwei Zentimeter her.... Ich könnte mir da echt noch so einen crashigen Sommerrock vorstellen.... hach.... :D :D


Jedenfalls sind meine Bügelophobie und ich vollkommen im Reinen mit dieser Bluse, und weil ich so in Fahrt war, habe ich gleich noch einen zweiten büüüüüüügelfreien Makira-Stoff aufgetan und vernäht.... da RUMST es wohl bald wieder im Hause Hasenwild.... :D :D. Habt ihr übrigens entdeckt, dass ich meine Makira für euch in zwei Versionen kombiniert habe? Ja? Fällt euch sowas auf? Oder kommt ihr nur aufgrund meines eloquenten Geschreibsels und nehmt meine Fotos dabei gar nicht wahr? :D :D Wenn dem so ist, dann scrollt mal ein Stück nach oben.... Neben der hier gezeigten Frühjahrskombi mit oraaaaange habe ich gleich auch noch die Sommerversion mit Caprihose und Strohhut getestet. Passt, sitzt und hat Luft. Frühling und Sommer können loslegen. Ich bin bereit!!!

Hasenwilde Grüße
Johanna

PS: Alles Wichtige habe ich euch hier im Post schon verlinkt (blau markiert). :D :D

Donnerstag, 5. März 2015

Alva in Amsterdam

Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch mal ein Herzensprojekt vorstellen, das einzig und allein für mich entstanden ist. Ohne Probenähen, einfach so, nur für mich. Und weil dieses Projekt einen direkten Bezug zu einem wunderbaren verlängerten Wochenende mit meinen Schwestern hat, nehme ich euch jetzt einfach ein Stück weit mit. Und zwar geht es nach....


....Amsterdam. Venedig des Nordens, Stadt der Hausboote, Flüsse und Brücken, der Fahrräder, Tauben und Möwen. Eine wunderbare Stadt, ich hab mich total wohlgefühlt. Aber fangen wir von vorne an....


Ich habe drei (mehr oder weniger) kleine Schwestern, die ich alle drei sehr liebe. (Jaaaa, schon gut, auf dem Bild fehlt eine. Irgendwer musste ja das Foto schießen. :D) Inzwischen sind alle (auch mehr oder weniger) aus dem Haus, jede hat einen vollkommen anderen Lebensweg eingeschlagen und jede hat sich eine andere Stadt als (zumindest momentanen) Lebenssitz ausgewählt. Was heißt, dass wir uns tatsächlich nur noch selten alle vier gleichzeitig sehen. Es ist regelmäßig jemand da von den "Tanten", auf die sich meine Hasenmädels immer freuen wie Bolle, weil jede auf ihre Art einfach einzigartig und wunderbar ist. Aber dass wir alle um einen Tisch versammelt sind, kommt inzwischen nur noch an den großen Festen wie Ostern, Weihnachten, oder an manchen Geburtstagen vor - und da ist oft so viel los, dass wir gar nicht richtig zum Reden kommen. Um da Abhilfe zu schaffen, haben wir die "Schwesternfahrt" eingeführt.


Das heißt, wir nehmen uns ein (oft auch verlängertes) Wochenende im Jahr, um gemeinsam irgendwohin zu fahren. Nur wir vier. Zum Ratschen, Neuigkeiten austauschen, Diskutieren, Erinnerungen aufleben lassen - und natürlich, um eine neue Stadt mit ihren unterschiedlichen Facetten kennen zu lernen. Die Reiselust und das Fernweh haben wir von unseren Eltern in die Wiege gelegt bekommen, die selber begeisterte Urlauber sind, und so sprudeln die Ideen jedes Jahr nur so, welche Stadt ein würdiges Ziel für uns wäre.... :D :D Und heuer war eben Amsterdam dran. Amsterdam im November.


Wer eine Reise machen will, braucht Gepäck. Und eine ordentliche Handtasche ist das A und O. Finde ich zumindest. Ich habe im September eine "Alva" nach dem Ebook von Leni von "Tante Anton" für eine liebe Freundin von mir genäht. Weltbestes Taschenschnittmuster, übrigens. Und weil ich oft mal dazu tendiere, meine Nähprojekte an liebe Menschen zu verschenken und ich selber dabei irgendwie hin und wieder zu kurz komme (ich besitze zum Beispiel keine einzige Windeltasche, obwohl ich bestimmt schon zehn davon verschenkt habe... :D) dachte ich mir dieses Mal, ich mach das ganz schlau und schneide die Tasche gleich zweimal zu - so bekomme ich auf alle Fälle auch eine.


Gesagt, getan. Und dann lag der Zuschnitt da in meinem Nähzimmer, wurde von links nach rechts und wieder zurück geschoben und verschwand unter unzähligen neuen und dringenderen Projekten. Bis ich dann kurz vor dem Amsterdam-Trip festgestellt habe: Ich brauche eine Handtasche. Mit Kameraeinsatz, denn meine Spiegelreflex sollte natürlich auch mit. Gut, dass da schon eine zugeschnitten im Keller lag.... :D


In meinem optimalen Zeitmanagement, das ja so mein ständiger Begleiter ist, habe ich die Nacht vor der Abfahrt im Nähzimmer verbracht.... :D :D Die letzten Einzelteile wurden dann eine halbe Stunde vor Abreise fertig. Aber sie wurde fertig. Meine eigene Alva. Und sie war perfekt und hat mich nicht nur in Amsterdam auf jedem Schritt begleitet, sondern ist seither auf fast jedem Ausflug dabei. Weil einfach uuuuunglaublich viel reinpasst. Den Kameraeinsatz habe ich jetzt nicht fotografiert, aber der passt genau hinein, fasst meine Kamera, ein Extraobjektiv und sämtliche Speicherkarten und sonstige Zusatzutensilien, die Frau so braucht. Das Tutorial, das genau zur Alva passt, habe ich von Rosaweich und Kuschelrot, falls ihr auch Bedarf habt!


Insgesamt eine ganz schlichte Tasche in meinen Lieblingsfarben - und mit einem der hasenwilden Aufnäher verziert, die ich bei Frau Scheiner gewonnen habe. Einfach mein Ding. Und irgendwie untrennbar mit meiner Erinnerung an den Amsterdam-Trip verbunden.
Ich will euch jetzt nicht mit einer exakten Sightseeing-Beschreibung langweilen (ehrlich gesagt kann ich mir Namen von Sehenswürdigkeiten sowieso nicht besonders gut merken, ich müsste die alle erst mal nachschlagen... :D :D), sondern zeige euch nur ein paar Schnappschüsse und Eindrücke von Dingen, die mich beeindruckt haben und die mir lebendig in Erinnerung geblieben sind.


Fahrräder. Amsterdam wimmelt nur so von Fahrrädern und Fahrradfahrern. Die Fahrradwege sind unglaublich gut ausgebaut, und das beste - es geht immer geradeaus. Es geht so dermaßen flach geradeaus, dass ich in Amsterdam kein einziges Fahrrad mit Gangschaltung gesehen habe. Das ist für jemanden wie mich ein Traum, weil es von uns aus gefühlt in jede Richtung bergauf geht. Hinwärts und Heimwärts.... ;)  Und es gibt so wahnsinnig viele Räder in Amsterdam. Sie parken überall. Wir haben sogar eine Fahrrad-Park-Hochgarage gesehen. Wir haben uns einen Tag lang Räder gemietet (selbstverständlich ohne Gangschaltung) und Amsterdam per Muskelkraft erkundet - super. Kann ich nur empfehlen. Man kommt überallhin, ist total flexibel und sieht wahnsinnig viel.


Unsere Wohnung. Wahnsinn. Wir haben uns ein Zimmer per AirBNB gebucht - das heißt, da stellen Menschen in ihrer Wohnung übrige Zimmer für Touristen zur Verfügung. Wir haben bei einer Fotografin mitten in der Stadt gewohnt, in einem dieser wahnsinnig hohen, schmalen Häuser die innen erst einmal mit einer unendlichen Treppe anfangen. Wir hatten einen Wohnraum mit zwei Schlafgelegenheiten, ein Schlafzimmer mit Doppelbett, eine winzige Küche und ein Bad mit einer Badewanne auf Löwenfüßen im obersten Stockwerk, also direkt über der Wohnung "unserer" Fotografin. Wahnsinn, sag ich euch. Die Möbel, die Einrichtung, alles irgendwie schrullig und Retro, total zusammengewürfelt, aber trotzdem passend wie die Faust aufs Auge. Geschwungene Sessel mit gemusterten Polstern, haufenweise Bücher, eine uralte Singer-Nähmaschine mit Handantrieb und eine Schallplattensammlung auf einem Regal über der winzigen Küche sind mir da in Erinnerung geblieben. Außerdem der alte gemütliche Holztisch in einem Erker mit hohen Fenstern, an dem wir die ein oder andere Flasche Wein geköpft haben.... Man konnte eine Leiter von der Decke herunterlassen und dann durch ein Fenster oben direkt auf eine kleine Dachterasse hinaussteigen. Mit Wahnsinnsaussicht. Das war echt ein Jackpot. :D


Die Papageien, die mitten in der Stadt in den Bäumen wohnen, fand ich auch total faszinierend. :D

Eine kleines Missgeschick ist mir auch noch passiert. :D Irgendwas ist ja immer, oder? Kennt ihr diesen Moment, in dem ihr etwas kommen seht, bevor es passiert ist, es aber nicht mehr aufhalten könnt? Ja? So ging's mir mit meinem Kameradeckel. Man sollte einen Kameradeckel auch nicht mit Handschuhen abnehmen - schon gar nicht, wenn man mitten auf einer Brücke steht.... Ich habe ihn wirklich ins Wasser fallen sehen, bevor er unten war, aber ich konnte nichts dagegen tun. Er ist mir einfach aus der Hand gerutscht, über den Boden gerollt und -platsch- ins Wasser geplumpst. Ihr müsst euch das jetzt bildlich vorstellen, wir vier Schwestern nebeneinander an der Brüstung, schweigend, den Blick aufs Wasser und den schwimmenden Deckel gerichtet. Bis eine zu kichern anfing und alle angesteckt hat... :D Tja. Blöd. Wir standen dann da so rum, haben dem Deckel beim Schwimmen zugesehen, kein Weg führte nach unten und ich konnte mich irgendwie nicht überwinden, ihn da alleine zurückzulassen.... Bis dann die Rettung kam...


... und zwar in Form eines cowboyhuttragenden Hausbootbewohners, der seine Freundin mit dem Boot ausgeführt hat. Oder so. Jedenfalls haben wir den armen Mann mit viel Gewinke und Geschrei aufgehalten und ihm mit Händen und Füßen verständlich gemacht, dass wir diesen Kameradeckel wahnsinnig gerne wiederhätten... :D Bis der gesehen hat, worauf wir so wild deuten... :D Er hat dann mit Hilfe einiger waghalsiger Manöver (ich hatte zwischendrin echt Angst, dass er gegen einen der Brückenpfeiler knallt, weil er vor lauter Fixierung auf den Deckel kein bisschen auf das Wasser geschaut hat... :D) das Ding aus dem Wasser gerettet und wieder nach oben geworfen. Mein Held im Cowboyhut. Hach.

 
 
Ich könnte euch noch tausend Dinge erzählen. Von dem Blumenmarkt in den Hausbooten. Von Kirchen, Museen, leckerem Essen, von Buchgeschäften (auch eine Leidenschaft die ich mit meinen Schwestern teile), wunderbaren Gesprächen, Cannabis-Eis, und auch der ein oder anderen heißen Diskussion (wir sind alle vier mit einem beachtlichen Dickschädel gesegnet, der hin und wieder zum Vorschein kommt :D. Wir sind aber auch die besten Versöhner der Welt... :D). Aaaaber das würde zu weit führen. Nur so viel: Amsterdam ist auf alle Fälle eine Reise wert. Schreibt euch das auf eure Da-will-ich-hin-Liste, sofern ihr eine führt. Und - nehmt eure Schwestern mit. Die werten so ein Wochenende um so wahnsinnig viel auf.... <3 <3 <3
 
Hasenwilde Grüße
Johanna
 
Meine Alva mitsamt dem Wochenende schicke ich jetzt noch zum donnerstäglichen "RUMS"!

Samstag, 28. Februar 2015

Die Sache mit dem Fotohintergrund

Huhu ihr Lieben!!

Ich bin gerade wieder heimgekommen von einem wunderbaren Mädels-Ausflug. Mit Übernachtung. Schön war's. Voller netter Gespräche, haufenweise gutem Essen und viel Zeit nur für uns. Ich bin jetzt quasi tiefenentspannt. Und aufgetankt. Auch wenn das große Hasenkind die Zeit, die ich weg war, die Zeit zum krank werden genutzt hat. Aber der Hasenpapa hatte die Sache gut im Griff.


Ausgeführt habe ich zum Mädels-Trip mein neues Oberteil. Ein Fledermausshirt nach dem Schnitt "Gula" von Erbsünde. Das Ebook habe ich vor einer Weile bei Ilka gewonnen und habe den Schnitt schon mit einem Probestoff getestet und für gut an mir befunden - aber dann ist es unter all den anderen Nähwerken irgendwie wieder verschwunden, bevor ich eine tatsächlich stoffmäßig tragbare Version angreifen konnte.


Die Gelegenheit kam zusammen mit einem neuen Stoff von stoffversand4u. Angekommen ist ein neuer Bio-Single-Jersey mit dem Namen Fenja, den es in 19 schicken Farben gibt. Die ideale Gelegenheit, um meine Gula wieder auszupacken.



Aufgehübscht habe ich mein Fledermausshirt mit einer Satinschleife und einem passenden Häkelblümchen - und mehr braucht der melierte Stoff in Kombination mit dem Schnitt dann auch gar nicht, um richtig zur Geltung zu kommen. Rosa ist ja eigentlich nicht so mein Farbton - aber dieses dunkle altrosa meliert in Kombination mit dem hellrosa gefällt mir echt gut an mir.


Jedenfalls habe ich zum Fotografieren extra meinen nigelnagelneuen Backdrop ausgepackt. Mitsamt dem Teleskopgestänge. Für die Nicht-Fotografierer unter euch: Das ist ein Fotohintergrund, den man auf ein Gestänge hängt und der einen schicken Hintergrund simuliert. Mitsamt einem Stück Boden. Gibt es in allen möglichen Farben und Designs. Neuerwerbung. Musste ich UNBEDINGT haben. Ich habe jedenfalls alles im Schlafzimmer ausgerollt, aufgebaut, Kamera mit Selbstauslöser davor und eine ganze Runde Fotos geschossen. Und dann saß ich vor dem Computer und hab die Bilder durchgeschaut. Furchen wie der Gand Canyon in der Stirn. Ehrlich - das war nix. Also, sie waren nicht schlecht, aber irgendwie finde ich es unglaublich schwierig, in diese Drinnen-Bilder so richtig Leben zu kriegen. Das mag am Licht liegen. Oder einfach am Feeling. Ich weiß es nicht - aber es war einfach nix. Ich hätte da mit ein bisschen Fotobearbeitung schon ganz ordentliche Bilder rausgekriegt. Aber mehr dann eben auch nicht. Dass ich mehr der Draußen-Fotograf bin, liegt sicher mit daran, dass es mit anständigem Tageslicht so viel einfacher ist, Bilder hinzukriegen, die man nicht (oder kaum) bearbeiten muss, damit sie ein bisschen strahlen. Aber ich glaube, es liegt auch an der Einstellung. Ich mag einfach gern Natur im Hintergrund. Und Himmel. Statt Plastik. Versteht mich nicht falsch, so ein Backdrop ist eine gute Sache, wenn es draußen stürmt und schneit und das Wetter furchtbar schrecklich ist. Aber für mich auch nur dann. Gut zu wissen jedenfalls. Vielleicht starte ich noch einen Versuch mit meinem Fotohintergrund. Vielleicht verkaufe ich ihn auch einfach nur in dem Wissen, dass ich das jetzt getestet habe und es nichts für mich ist. Mal sehen. Jedenfalls bin ich mit Stativ und Kamera in den wunderbaren Sonnenschein nach draußen, habe mir einen nicht komplett kahlen Fleck in unserem Garten gesucht (was zugegebenermaßen zu dieser Jahreszeit gar nicht so einfach ist - alles ist irgendwie schlammbraun... :D ) und nochmal von vorne geschossen. Und jetzt passts. Das sind meine Bilder. Da bin ich nicht nur drauf, da steh ich dahinter. Hätte ich auch vorher wissen können. Manchmal kenne ich mich schlechter, als ich denke.... :D


Ihr seht, ich habe die Sonnenstrahlen in vollen Zügen genossen.... :D
Jetzt muss ich noch ein paar Worte zum Stoff loswerden: Fenja ist ein Bio-Single-Jersey aus reiner Baumwolle. Dafür gibt's von mir schon mal hundert Punkte. Finde ich super. Dadurch, dass kein Elasthan enthalten ist, ist der Stoff nur querelastisch - dehnt sich dementsprechend nicht so stark und auch nur in eine Richtung. Für so richtig knackenge Sachen ist Fenja also nicht wirklich geeignet. Außerdem ist Fenja, was die Nadeln betrifft, durchaus ein bisschen zickig - durch den fehlenden Elasthangehalt muss man wirklich ganz dünne Jersey-Rundkopfnadeln verwenden, sonst gibt's Löcher. Eine Nadelempfehlung findet ihr direkt in der Stoffbeschreibung. Aber mal ehrlich, manchmal muss man für Bio eben auch ein paar Abstriche machen. Ist ja auch beim Obst so. Oder beim Gemüse. Da sind die Äpfel halt nicht ganz so groß oder so rot, dafür dass sie nicht mit Spritz- und Konservierungsmitteln vollgepumpt kommen. In meiner Overlock habe ich eigentlich immer die Superstretch-Nadeln von Organ in 75, damit ging's hervorragend - mein Oberteil ist auch nach zwei Tragetagen an allen Nähten unverändert. :D Besonders gut finde ich Fenja für Webwareschnitte. Die sind erstens sowieso nicht auf Dehnbarkeit ausgelegt, und zweitens geht es mir da immer wieder so, dass ich nach einem Stoff suche, der einfach ein bisschen lockerer fällt als der normale Baumwollstoff. Dafür ist Fenja super - oder für weitere Schnitte wie meine Gula.

Hier findet ihr Fenja in allen vorrätigen Farben: *KLICK*
Und das Fledermausshirt/-kleid "Gula" von Erbsünde habe ich euch auch noch gleich verlinkt: *KLICK*


Das war's dann auch schon wieder von mir. Die große Hasentochter hat sich heute nachmittag offensichtlich so gesundgeschlafen, dass sie jetzt AUF KEINEN FALL ins Bett gehen kann und sitzt noch bei mir am Sofa. Ist ja Wochenende. Kuscheln wir eben noch ein bisschen. Euch wünsche ich jedenfalls noch ein wunderbares Restwochenende!!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 22. Februar 2015

Hasentochter 4.0

Heeey ihr Lieben!

Als ich gerade eben meine letzten Blogposts durchgeblättert habe, ist mir aufgefallen - ich muss dringend mal wieder meine Mädels zeigen! In letzter Zeit hat mich ja wirklich total die ich-nähe-für-mich-selbst-Welle erfasst. Dabei entstehen nebenher durchaus ein paar richtig süße Mädelsteile - Zeit wird's, dass ihr davon was zu sehen kriegt!!


Die große Hasentochter. Mein großes Mädchen. Vor knapp zwei Wochen hatte die junge Dame Geburtstag, und seither ist sie vier. Wahnsinn. Ist das tatsächlich schon vier Jahre her, dass ich zum ersten Mal dieses weißblonde Minibaby auf den Arm nehmen durfte? Und von Anfang an war dieses Kind etwas besonderes. Ich weiß noch, dass sie nach der Geburt kaum geschrien hat. Sie lag da so auf meinem Arm - und hat geschaut. Hat den Kreißsaal, das Zimmer, die Leute darin regelrecht in sich aufgesaugt. Und so ist sie heute noch.


Die Hasentochter betrachtet die ganze Welt mit einem Staunen. Nimmt alle Details in sich auf. Findet sie wunderbar. Und schaltet dann um in den Entdeckermodus - und dann wird alles ausprobiert, angefasst, aufgemacht, probiert und gedreht. Sie hinterlässt dabei ein erstaunliches Maß an Chaos. Und ihre Erfahrungen und Entdeckungen teilt sie dann bereitwillig ihrer Umwelt mit. Mir. Meinem Mann. Der kleinen Schwester. Wildfremden Menschen auf der Straße. Zur Not dem kleinen Bären, dem Freund durch dick und dünn. Tja, die Eloquenz hat sie von der Mama.... ;)


Sie macht alles zu ihrer Zeit. Wenn sie etwas lernen will, dann lernt sie das. Vollkommen egal, ob es ums Laufradfahren, ums Puzzlespielen oder ums Turmbauen geht. Und wenn sie nicht will, dann will sie nicht. Dann hilft auch kein "Probier doch mal...". Nein ist nein. Kategorisch.


Ich beobachte mit Staunen und Begeisterung, wie sich meine kleine Maus entwickelt, wie sie dazulernt, wie ihre Persönlichkeit reift und wie sie für sich ihre Vorlieben, ihre Hobbies und die Welt um sich herum entdeckt. Und ich lerne so viel von meinen Kindern. Innehalten. Staunen. Den Augenblick genießen. Fünfe gerade sein lassen. Ich genieße es, wenn die zwei mit mir ihre einzigartige Sicht auf die Welt teilen.



Und weil die Mädels so wahnsinnig schnell wachsen, sich und ihre Vorlieben verändern, gibt es zu jedem Geburtstag ein paar Momentaufnahmen von den Vorlieben und Einstellungen der Hasenkinder. Ich glaube, dass wir das später mal gemeinsam lesen werden und über so manches laut lachen.....



Heute ist also die große Hasentochter dran:
Mit vier Jahren...
- liebt sie Nudeln. Entweder Bolognese oder auch gern "nackert" (ohne Soße :D )
- hat sie das puzzlen für sich entdeckt und puzzlet den ganzen Tag fleißig - inzwischen sind 48-Teile-Puzzle kein Problem mehr für sie
- wird sie nach wie vor überallhin von ihrem allerbesten Freund, dem kleinen Bären begleitet. Der besteht inzwischen aus mehr Flicknähten als ursprünglichem Stoff, ist aber die unangefochtene Nummer Eins....
- braucht sie keine Puppen - umsorgt wird vor allem der kleine Bär, aber auch ihre Kuscheltiere
- trägt sie am liebsten bequeme Kleidung - nach dem Kindergarten schlüpft sie sofort in Jogginghose und ein bequemes Jerseyoberteil, und Kleider und Röcke gehen im Moment gaaaaar nicht....
- lebt sie im Moment voll die "Ja, Mama, aaaaaaaaber....."-Phase aus
- pritschelt sie nach wie vor wahnsinnig gerne mit Wasser - da wird schon mal das Waschbecken (und der komplette Boden Drumherum) unter Wasser gesetzt, damit die Flüssigkeitsexperimente durchgeführt werden können...
- tobt sie mit Begeisterung im Schnee, macht haufenweise Schneeengel und flitzt allein mit dem Bob unseren Schlittenberg hinterm Haus hinunter
- kann sie richtig süß zu ihrer kleinen Schwester sein - wenn sie will.... (das beruht aber auf Gegenseitigkeit... ;) )
- liebt sie LiederCDs und Hörspiele mit Musik - im Moment läuft Rolf Zuckowskis "Vogelhochzeit" rund um die Uhr


Und jetzt gibt es noch ein paar Infos zum dem superbequem-Schnitt, den die Hasentochter da trägt. Der Bequemlichkeitsfaktor ist bei ihr ja ganz wichtig, aber der Kroodie von FinnLeys hat den Hasenmädchen-Cosy-Test mit Bravour bestanden.... :D Grundlage ist der Pullunder "Freya", den ihr ja schon HIER und HIER von mir gesehen habt - jetzt gibt es eine Erweiterung dazu, die nicht nur 3 verschiedene Ärmelvarianten, sondern auch verschiedenste Kragenversionen und eine neue Tasche bereitstellt - hier bei mir seht ihr die Basic-Ärmel und den Cross-Over-Kragen. Die Einsätze habe ich aus Feincord genäht und mit einer orangen Paspel verfeinert, und selbstverständlich GEHÖREN die Ellenbogenpatches dahin, wo sie sind. Wer will schon Ellenbogenpatches auf den Ellenbogen??? ;)


Bestickt ist unser Kroodie mit einer Vogelschar auf zwei Seilen. Ich hatte irgendwo einen wunderbaren Stoff mit lauter Vogelshilouetten gesehen, den es dann nicht mehr zu kaufen gab - also hab ich mir die Vögel selbergemacht. Die Hasentochter findet sie gut - "Da flieg ich gleich mit davon, Mama!".

 
 
Hier noch die Links zum Kroodie direkt - ihr könnt die Erweiterung einzeln erwerben, wenn ihr schon stolze Besitzer der "Freya" seid *KLICK* ooooder aber euch die Freya dazukaufen und mit beidem zusammen ungefähr Millionen Variationen ausprobieren - *HIER* geht's nochmal zum Ebook "Freya"!
 
Und damit wünsche ich euch noch einen wunderbaren Sonntagabend - macht's euch schön!
Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 12. Februar 2015

Glücksgrüne Edna

Huhu Ihr da!

Heißa Hopsa alle miteinander! Zeit, mal wieder was von mir hören zu lassen. Ich bin gerade so richtig unverschämt gut gelaunt. Kennt ihr das? Wenn man so grundlos fröhlich ist, dass die gute Laune so richtig aus einem rausblubbert? Wenn man den Postboten mit so einem Elan die Türe aufmacht, dass er gar nicht anders kann, als etwas aufgeschreckt zurückzugrinsen?  So ist das im Moment mit mir. Ihr könnt mir heute die Tür einrennen. Ich freu mich drüber. Aber beeilt euch lieber - das kann sich im Laufe des Nachmittags auch gerne nochmal ändern.... ;)


Kennt ihr diese Momente? In denen einen das Glück auf die Backe küsst und einem ins Ohr flüstert "Schau dich mal um! Das Leben ist schön!"? Ja? Ich genieße das total. Ist ja auch nicht ständig so. Oft sind das nur so flirrekurze Glücksmomente, in denen alles passt. Meistens ist nicht mal was besonderes. So wie heute. Die kleine Hasentochter schläft noch ihren Mittagsschlaf fertig. Die große Hasentochter spielt vollkommen vertieft im Wohnzimmer. Und ich sitze im Arbeitszimmer, schaue durch das Fenster auf die verschneite Gegend und klappere meine Lieblingsseiten und -Blogs ab. Nichts besonderes also. Reiner Alltag.



Ein kurzer Augenblick, wie aus heiterem Himmel, der mir zeigt, wofür ich alles dankbar sein kann. Und das, meine Lieben, ist eine ganze Menge....



Und meistens geht das ja im Alltagsrummel unter. Diese Dinge, für die man dankbar sein kann. Gesundheit ganz vorne angestellt. Meistens ist alles selbstverständlich und ich schaffe es, mich über Kleinigkeiten grün und blau zu ärgern, die überhaupt keinen Gedanken wert sind. Darüber, dass auf dem Fußboden im Gang schon wieder Eis- und Schmelzwasserspuren sind. Darüber, dass der ganze Boden voll Spielzeug liegt. Darüber, dass die Wäsche noch nicht gemacht und der Einkauf noch nicht getätigt ist, keiner das für mich übernimmt und ich grundsätzlich und überhaupt ein armer Hund bin.



Gut, dass hin und wieder jemand in meinem Kopf den Glücksknopf drückt. Und diese Momente sind wirklich ein Geschenk. Da laden sich die Batterien von selber und ich stelle fest, wie einfach das Leben ist, wenn man jegliches Gegenüber erst mal anstrahlt. Heute seid ihr dran. Lasst euch drücken. Schön, dass ihr da seid, schön, dass es euch gibt, schön, dass ihr hier mitlest und mir Feedback gebt. Ihr seid toll.



So, und jetzt noch ein paar Worte zu den Bildern, die ich euch hier so nebenher untergejubelt habe.... Fräulein EDNA ist da! Bei mir in kaktusgrün. Glücksgrün. Ein Gute-Laune-Wohlfühlteil von MaThiLa in ungefähr achthundertsechsundzwölfzig Variationsmöglichkeiten. Hinten gebunden. Seitlich gebunden. Vorne gebunden. Wickelteil ins Oberteil integriert. Als Kleid. Als Top. Langarm, Dreiviertelarm, Kurzarm. Vorne gerafft. Hinten gerafft. Oder beides. Und dann noch in drei Längenvariationen. Wenn da nicht jeder sein Ding findet, dann weiß ich ehrlich gesagt auch nicht.... :D :D Nähen könnt ihr ihn in den Größen 32 - 48, wie ihr ihn zusammenstellt bleibt eure Qual der Wahl.... Bei mir war es jedenfalls sicher nicht die letzte EDNA, ich mag den Schnitt - Wickelteile finde ich auch mit viel Oberweite gut tragbar, wird definitiv ins Repertoire mit aufgenommen.

Wenn euch der Schnitt gefällt, dann könnt ihr HIER einen genaueren Blick darauf werfen!

Ich genieße noch ein bisschen meine gute Laune, bevor ich mich nachher in Schale werfe und mich auf in den Weiberfasching mache... mein selbstgenähtes Hexenkostüm zeige ich euch auf alle Fälle auch noch!! Und mein Fräulein Edna schicke ich zu RUMS und zu OutNow!

Habt einen wunderschönen Tag!!
Hasenwilde Grüße
Johanna

Dienstag, 3. Februar 2015

Partykatze

Huhu ihr Lieben!

Bei uns herrscht Feierlaune! Eigentlich sind wir im Januar und Februar durchgängig in Partystimmung - fallen unsere vier Geburtstag doch alle innerhalb von sechs Wochen... Zusätzlich feiern in dieser Zeit noch meine Mama und meine Oma, und so steigen die Geburtstagspartys eigentlich durchgehend. Die Kinder finden das klasse. Ich finde es manchmal ganz schön stressig. Ehrlich, bei der vierten Geburstagsfeier gehen mir dann wirklich die Ideen für kreative Geburtstagskuchen und ein leckeres, unkonventionelles Abendessen aus.... :P Aber daran hätten wir bei der Kinderplanung wohl vorher denken sollen... ;) Wenn dann die ganze Familie hier bei uns vereinigt ist, ist das aber dann wirklich immer eine schöne Sache und endet in einem gemütlichen Ratscheabend. Letzte Woche war die jüngste im Hause dran. Unser kleinstes Hasenkind hat ihren zweiten Geburtstag gefeiert. Hach. War sie nicht grade noch so winzig klein?


Natürlich gab's auch ein würdiges Geburtstagsoutfit für die Prinzessin des Tages. Nachdem die junge Dame absolut auf "Miezis" steht, war ein Katzenkleidchen selbstverständlich Pflicht.


Der Schnitt ist erbastelt, gefällt mir aber wirklicht gut - Grundlage ist die "Faye" von Mariele. Das untere Kleidteil hab ich weggelassen, dafür das Rockteil verlängert und zwischendrin ein Bündchen eingesetzt. Die Kapuze oben ist von  Mariels "Yvi" geklaut. Stulpen dazu, und fertig ist eine ganz neue Kreation.


Als Stoff habe ich die Bio-Kissa-Kätzchen ausgesucht. Kuschelig weich sind die, und außerdem total süß - habt ihr den Stoff schon mal genau angeschaut? Ein paar von den Kätzchen machen "Oink!". Zum Schießen. Und die pinken Sprechblasen habe ich dann mit der Bündchenfarbe wieder aufgegriffen.


Wir durften uns für die Fotos die ortsinterne Biobauernscheune ausleihen - und die dazugehörige Katze. Übrigens das einzige Katzentier, das sich von meiner Tochter freiwillig streicheln lässt - sie ist in ihrer Motivation da schon noch manchmal etwas grobmotorisch... :D :D Aber auch diese wirklich sehr soziale Katzendame haben wir mit Futter bestochen, damit sie die hasenwilden Liebesbeweise klaglos über sich ergehen lässt... :D


Wir hatten jedenfalls eine wunderbare Geburtstagsfeier. Ein Tretbulldog (-traktor) ist bei uns eingezogen und wird eifrig durch den Gang gefahren - ich warte sehnsüchtig auf den Frühling, damit ich das sperrige Teil in die Freiheit unserer Hofeinfahrt entlassen kann... :D Klein Hasenkind hat die Aufregung, die Gäste, die Geschenke in vollen Zügen genossen. Meine kleine große Maus. Nächste Woche steht dann der vierte Geburtstag der großen Hasenlady an - ich mach mir schon mal Gedanken über den nächsten Geburtstagskuchen... Das hier war jedenfalls der letzte:



Und weil ich gerade so nachsinne, wie schnell diese letzten zwei Jahre vergangen sind, hier noch ein paar Eigenheiten unserer zweijährigen Räubertochter:

Mit zwei Jahren....
- ist sie eine begeisterte Puppenmama und zieht ihre Puppe "Sarah" ständig aus. Ihr braucht nicht fragen, wer sie jedes Mal wieder anziehen muss... :)
- ist sie ein großer Fan von Pfannkuchen, Apfelstrudel und Kürbissuppe
- redet sie schon wie eine Große daher und hat einen wirklich üppigen Wortschatz (das mag mit der angeborenen Eloquenz ihrer Mama zusammenhängen... ;) )
- hört sie gerne LiederCDs und singt auch schon das ein oder andere Lied nach
- treibt sie ihre große Schwester manchmal zur Verzweiflung, weil sie alles haben will, was die Große gerade in der Hand hat
- zelebriert sie Wutanfälle mit dem vollen ihr zur Verfügung stehenden Programm (auf-den-Boden-werfen, Indianergeheule, spritzende Krokodilstränen,....)
- ist sie eine richtige Schmuse- und Kuschelkatze
- zieht sie nach wie vor fast jede Nacht irgendwann in Mamas Bett ein und schläft am allerliebsten mit dem Kopf auf Mamas Bauch
- zieht sie ganz selbstständig ihre Schuhe und ihre Mütze an und aus
- ist sie ein richtiger Klettermax und erklimmt sämtliche Möbel, Gartengeräte, Steine, Zäune und was ihr sonst so alles in den Weg kommt
- hat sie deswegen ständig irgendwo Beulen und blaue Flecken
- kann man sie mit Schokolade bestechen
- liebt sie es, wenn jemand ihr vorliest und kann auch alleine stundenlang Bücher anschauen
- kann sie einen mit ihren riesigen blauen Augen so treuherzig ansehen, dass man ihr beim besten Willen nicht böse sein kann




Ich werde meine geliebte Hasentochter jetzt nochmal ordentlich durchknuddeln und dann in die Badewanne stecken. :D Hier noch die Daten zum neuen Geburtstagskleid:

Kleid: "Faye" von Mariele in abgewandelter Form
Katzenstoff: "Bio Kissa Single Jersey Katzen" von Stoffversand4u
Kombistoff: "Bio Single Jersey Punkte  mittel cinder-weiß" von Stoffversand4u
Bündchen: "Bio Bündchen Feinripp cerise" von Stoffversand4u

Hasenwilde Grüße
Johanna