Donnerstag, 20. November 2014

Kombiniere, kombiniere....

Hallo ihr Lieben!!
Ich mal wieder! Grade so zwischen Tür und Angel, zwischen daheim und Flugplatz und zwischen Alltag und einem wunderbaren Schwesternwochenende in Amsterdam, das ab heute nachmittag ansteht. Ich freu mich wahnsinnig. Und gleichzeitig grummelt mir der Bauch, wenn ich meine Mädels ganze drei Nächte nicht sehe. Kennt ihr das? Aber ich werde mein freies Wochenende und die Zeit mit meinen drei Schwestern in vollen Zügen genießen!! Yes!!



Aber vorher zeige ich euch noch ein paar zuckersüße Herbstfotos von meiner zweiten ElPachino von Sara&Julez, die ich genäht habe. Dieses Mal aus weichem Feincord.



Passend dazu gab's ein Haarband mit Schleife nach dem Tutorial von Kreativlabor Berlin und ein Ringelshirt.



Für das Oberteil habe ich meinen Lieblingsbasicschnitt "Longsleeve" von Lillesol und Pelle ein bisschen modifiziert und mit einer Bruspasse, Raffung, Knopfleiste und leicht gerafften Ärmeln versehen, die ich schmal eingefasst habe. Und sofort wird aus dem Basic-Schnitt ein richtig schickes Sonntagsoberteil. "Sonntagsmädchen" sagen meine Hasenkinder zu sich, wenn sie was besonders Hübsches tragen. DAS ist definitiv ein Sonntagsmädchenoutfit.



Hier das Komplettoutfit mit der passenden Freya von Finnleys, die ich euch ja schon gezeigt habe.


Hier seht ihr den Stoff mal ein bisschen näher - und die hintere Faketasche, die ich angebracht habe.






Kind verpackt in lauter Lieblingsteilchen. Das ist doch das Schöne am Nähen - wenn man hinterher ein stimmiges Outfit hat, das nicht nur farblich optimal passt, sondern auch absolut einzigartig ist... :D :D




Ich lasse euch nochmal die Links zur ElPachino (*KLICK*) und zur Freya (*KLICK*) da, genauso wie den Link zum Schleifenhaarbandtutorial vom Kreativlabor (*KLICK*) und zu meinem Lieblingslongsleeve von Lillesol und Pelle (*KLICK*).

Ich wünsche euch jetzt schon ein wunderbares Wochenende - nachdem ich ja über kein internetfähiges Handy verfüge, bin ich, wenn ich weg bin, tatsächlich WEG und nur telefonisch erreichbar. Und das hat viel Gutes. Ich melde mich also Anfang nächster Woche zurück! Bis dann!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Mittwoch, 12. November 2014

Freya die zweite - oder: quality time for mom

Huhu ihr Lieben,
Zeit wird's mal wieder, euch noch ein paar fertige Nähwerke zu zeigen. Dieses hier ist schon eine ganze Weile im Einsatz - meine zweite Freya von FinnLeys.




Für die Freya und das passende Oberteil hab ich eines meiner langgestreichelten Lieblingsstöffchen angeschnitten und dazu cremefarbenen Sommersweat von Swafing sowie senfgelbe Bündchen kombiniert. Und ich mag die Farben sooooo gern.



Wie auch beim Minihaserl habe ich die Prinzessinnenversion mit Kapuze verwendet und hier auch das Verkleinern der Kapuze ausprobiert. Klappt problemlos.



Die Fotos sind im herbstlichen Garten von meinen Schwiegereltern entstanden, und eingefallen sind sie mir gerade gestern, als ich meine Mädels bei Schwiegermama abgegeben habe und mir ENDLICH mal wieder einen freien Tag gegönnt habe. Oder zumindest einen halben. Der letzte war glaub ich im März oder so?



Woran das liegt, dass die richtig echten freien Tage (die, an denen man sich ohne Termin nur Zeit für sich nimmt) so selten kommen? Schwierig zu sagen. Eigentlich habe ich das Privileg, von vielen möglichen Babysitterkandidaten umgeben zu sein. Nicht nur, dass meine Schwiegereltern und Schwägerin im selben Dorf und auch meine Eltern nur 10km entfernt wohnen, auch meine Oma (die Uroma der beiden Hasen) ist fit wie ein Turnschuh und nimmt mir gern mal ein, bei Bedarf auch mal zwei Kinder ab. Das ist absolut keine Selbstverständlichkeit, und ich genieße das wirklich.



Aber. Nachdem mein Mann recht aktiv, und auch ich von Natur aus ein geborener Rennbesen bin, brauche ich diese Babysitterdienste sowieso oft genug. Kinderchormusical, Krabbelgruppe, Kinderkirche, Sport, der ein oder andere Chor, meine Babymassagekurse,... ich könnte noch eine Zeitlang so weitermachen. Ehrlich. Da muss sowieso zweimal pro Woche irgendwer für irgendwas einspringen, und das ist dann auch genug. Für die Babysitter- und für meine Kinder auch. Wenn jeden Tag jemand anders aufpasst, kann sich einfach kein normaler Alltag entwickeln, und das ist für Kinder wirklich anstrengend. Für meine jedenfalls. Jedenfalls bleibt aus dem Grund oft einfach keine Zeit, mal die Mädels abzugeben und einfach nur NICHTS zu tun.



Meine Familie grinst da inzwischen nur noch - "bist schon wieder benefizen?". Ja. Äh. "Nein" sagen ist nicht meine Spezialität. Tja. Aber ich arbeite daran. Mir macht das alles wahnsinnig viel Spaß - aber es muss alles in einem sinnvollen Rahmen bleiben. Hobbys dürfen nicht in Stress ausarten, finde ich. Wenn ich eine Zeitlang so gefühlt zwischen Tür und Angel lebe, von einem Termin zum anderen sprinte und dabei meine Mädels von hier nach da schiebe, ist irgendwann die Luft in der Wohnung wirklich dick. Da mutiere ich plötzlich zu etwas, was ich nie sein wollte, schimpfe hier und meckere da, lege auf einmal Wert auf Dinge, die total unwichtig sind und habe keine Zeit, meinen Mädels zu erklären, warum mir etwas wichtig ist. Das passiert immer mal wieder, und dann ist Zeit für die Notbremse.



Dazu gehört erst mal Familienzeit. Den ein oder andern Termin abspecken, Dinge absagen (oder zumindest Dinge nicht zusagen) und tief Luft holen. Und nach ein paar Nachmittagen, an denen ich gezielt etwas Tolles mit meinen Kindern unternehme - letzte Woche haben wir zum Beispiel gebastelt, das zeig ich euch noch irgendwann. Oder einfach zum Spielplatz gehen. Oder in den Wald. Oder gemeinsam des weltgrößten Lego-Duplo-Bauernhof aufbauen - ist die Stimmung im Hause Hasenwild schon wieder viel entspannter.



Und dann kommt Phase zwei: Zeit für MICH. Nur für mich. Gemütlich zum Frisör, zwei Stunden irgendwo mit einem Buch in einem leckeren Restaurant, ein bisschen Shoppen, ein gemütlicher Kaffee. Nur ich ganz allein. Batterien aufladen. Doch, ich kann das, mich ganz alleine irgendwo reinsetzen und Leute beobachten. Oder es einfach nur genießen, nichts sagen zu müssen. Nach so einer Auszeit bin ich wieder startklar für mein Leben. Und meine Hobbys. In Maßen. Und nachdem ich gestern so einen Tag genießen durfte, bin ich heute tiefenentspannt und in Bloglaune :D :D



 
Und damit die Stimmung im Haus Hasenwild so entspannt bleibt, wie sie heute ist, werde ich jetzt dann die Minihasen-Mittagsschlafzeit nutzen und mich mit meiner großen Tochter und einem Buch gemütlich aufs Sofa kuscheln. Hinterher ein Stück frischen, selbstgebackenen Nusszopf und eine Tasse Kaffee (bzw für's Kleinvolk Tee), und ihr werdet sehen - der Nachmittag läuft.... :D
 

 
 
Mein Wort zum Sonntag für den heutigen Mittwoch: Es ist kein bisschen egoistisch, sich auch mal Zeit für sich zu nehmen. Weil entspannte Mamas die Grundlage für entspannte Kinder sind. Und entspannte Kinder sind die Grundlage für einen guten Tag. So ist das.
 
Und hiiiiier (*KLICK*) nochmal der Link zu Katrins wunderbarem Pullunder-Ebook Freya, das ich euch so nebenher gezeigt habe und wärmstens ans Herz legen kann!!
 
Hasenwilde Grüße
Johanna


Freitag, 7. November 2014

Farben sammeln für den Winter

 
Hallo ihr Lieben!!
Jetzt ist sie da. Bei uns zumindest. Die einzige Jahreszeit, mit der ich nicht wirklich was anfangen kann. Diese Übergangszeit zwischen Herbst und Winter, in der es weder golden noch weiß ist, definitiv nicht mehr warm, aber auch nicht kalt genug für den Schneeanzug, und täglich düster und nebelig und verregnet und grau. Na schön, das ist ja nicht durchgehend so. Aber gestern. Und heute. Und das qualifiziert diese Woche jetzt einfach mal zum Meckern übers Wetter. So.
 
 
 



Was da hilft? Kaminfeuer. Warmer Tee. Viel Schokolade. Und - Farbe.


Da kommt das neue Ebook "Mio-Mütz" von Annas Country gerade recht. Das eignet sich nämlich wunderbar, um viel Farbe nach draußen zu bringen - und wenn dann zwei kunterbunte Kinder die Straße entlanghüpfen, ist auch ein trister Novembertag nur noch halb so düster :D.



MiO?? Mit oder ohne! Und zwar mit oder ohne Zipfel! Wie eigentlich immer bei Annas Ebooks gibt's ganz viele Variationsmöglichkeiten - hier beim großen Hasenkind ohne Zipfel, aber mit extralangen Ohren und mit selbstgebasteltem Bommel und Puschel. Doppellagig gefüttert mit dem weichen Alpenfleece trotzt die Tochter damit jeder Wetterkonstellation...



Und natürlich hat auch das Minihaserl ein Exemplar bekommen. Mit Zipfel, abgebundenen Ohren und einem schicken passenden Loop dazu.



Hier habe ich den Jersey von der Innenmütze einfach ein Stück überstehen lasen und dann auf die Oberseite umgenäht. Für den Farbklecks auf der Mütze. Für die grauen Tage. Ihr wisst schon. Kennt ihr Frederick? Die Maus?



Diese Geschichte von den Feldmäusen, die in der Steinmauer wohnen? Im Herbst sammeln sie alle Vorräte - alle, außer Frederick. Der sammelt nämlich Sonnenstrahlen, Farben und Wörter für die kalten Wintertage. Und die können die Mäuse dann später im eisigen Winter auch gut brauchen, wenn die Kornvorräte knapp werden, alle Geschichten erzählt sind und sich der kalte Wind ins Mauseloch schleicht...


An diesen Oberklassiker von Leo Lionni denke ich zur Zeit immer mal wieder. Ich glaube, manchmal tut es gut, ein bisschen Frederick zu sein. Auch wenn wir den Winter nicht im kalten Mauseloch verbringen müssen - mit ein paar Farben im (oder auf dem) Kopf, ein paar Sonnenstrahlen im Herzen und ein paar netten Worten auf den Lippen kann uns der Winter doch nix!!



Ich schicke euch jedenfalls heute ein paar selbstgesammelte Farben und Sonnenstrahlen aus dem goldenen Herbst, direkt von mir in euer Häuschen. Und ein paar nette Worte gibt's auch dazu - schön, dass es euch gibt!! <3 <3

Wenn ihr auch gern Annas MiO-Mütz zu Hilfe nehmen wollt, um ein bisschen Farbe auf die novemberliche Straße zu bringen, dann könnt ihr es hier bekommen:

http://de.dawanda.com/product/71197055-E-BookAnleitung-MiO-Muetz-KU-37-54

                        

Hasenwilde Grüße
Johanna (heute alias Frederick ;) )

Sonntag, 2. November 2014

Ei, wie (Yvi) schick...

Hallo ihr Lieben,
ich schon wieder!! Diese Woche kriegt ihr die Probenähbeispiele knüppeldick vor die Augen geworfen - das liegt aber einfach daran, dass ich parallel so viele tolle Schnitte testen durfte, so viele neue nette Mädels kennengelernt habe und so viele Inspirationen für mich mitgenommen habe.... Also, auf ein Neues - die Yvi!!



Yvi ist der neue Wahnsinnsschnitt von der lieben Marie von Mariele - und endlich mal wieder was, das ganz den Geschmack meiner großen Tochter trifft....



Meine Große steckt nämlich gerade in der gefürchteten vorpubertären Anfangs-Kindergartenzeit und entdeckt für sich gerade die ganze große Palette der "mag-ich-nicht"s.... Wie war das früher einfach. Als sie noch alles gegessen hat, alles freudig angezogen, was ich ihr hingerichtet und jeden Freizeitvorschlag mit einem freudigen "oh ja!" begrüßt hat..... Das waren noch Zeiten.... Und das sag ich jetzt als Mama einer Dreieinhalbjährigen....



Lauch ist doof, Karotten schmecken nicht, Pudding hat Vanille zu sein und das Essen grundsätzlich möge doch bitte in einer abwechslungsreichen Mischung aus Grießnockerlsuppe und "nackerten" Nudeln ohne Soße serviert werden. Außerdem sind Röcke doof, Kleider sowieso und Strumpfhosen absolut inakzeptabel. Ich könnte noch stundenlang so weitermachen....



Zugegebenermaßen lässt sich meine Maus von der Pädagogen-Mama hin und wieder ein Schnippchen schlagen... Nudeln mit Soße gehen gar nicht, aber Nudeln mit Brühe sind vollkommen in Ordnung. Das klingt nach Suppe. Strumpfhosen zieht Madame nicht an, aber unter einer Leggings versteckt (am besten gleichzeitig angezogen), darf dann doch mal sein. Kleider sind schrecklich, aber als Tunika darf das Oberteil dann trotzdem auch mal länger sein. Unter der Bedingung, dass sie keine Sturmpfhose drunterziehen muss... ;)



Hin und wieder lande ich aber kleidungstechnisch einen Volltreffer. Dazu gehören unter anderem die Pull*it*overs, die ich für sie genäht habe - aber auch diese Yvi hier. Weil sie nämlich die "weltschönsten Taschen" hat. Da passt sogar der allgegenwärtige kleine Bär rein - und noch so allerhand Krimskrams, den Kind so tagsüber findet und für spätere Untersuchungen mit nach Hause nehmen muss. Yvi läuft längentechnisch noch unter Tunika, da darf auch ne Hose drunter, und damit ist die junge Dame glücklich - und die Mama damit auch.


Da hat Marie einen Volltreffer gelandet, wirklich - meine Yvi habe ich mit den im Ebook mit vorhandenen Puffärmeln ausgestattet, Kragen und Armsaum sind nur schmal mit Bündchenstoff eingefasst und unten habe ich den Stoff nur gesäumt und eine Spitzenborte angenäht. Möglich sind auch Bündchen an Armen und Saum, oder ein eingezogener Gummi.


Was mir besonders gut an der Yvi gefällt, ist der Mittelstreifen, der auch aus Webware gemacht werden kann - da geht's endlich den Baumwoll- oder wie hier in meinem Fall den Cordstoffen an den Kragen!! Und weil mein Ringelstoff von der Höhe her mal wieder nicht gereicht hat (ich muss dringend damit aufhören, von meinen Stoffen nur halbe Meter zu kaufen - sonst kriegen meine Mädels irgendwann nur noch Miniröcke... ;) ), habe ich das ganze Oberteil rundum geteilt und unten Cord verwendet. Funktioniert wunderbar, und ist ein echter Hingucker....


... unter anderem auch deswegen, weil ich den einfarbigen grünen Cord freihand mit der Nähmaschine ein bisschen aufgepeppt habe.... Schick, oder?



Jedenfalls wurde die Yvi auf die Seite im Kleiderschrank einsortiert, wo die Teile liegen, die mein Hasenmädchen freiwillig anzieht. Und das ist ein sehr großes Kompliment. Aber ehrlich, auch wenn mir die ewigen Diskussionen um "ich-mag-nicht" und "du-sollst-aber" manchmal wirklich auf den Keks gehen, ist es doch schön zu sehen, wie sich meine Tochter entwickelt. Was sie dazulernt. Worüber sie sich Gedanken macht.



Und weil es meiner Meinung nach eine der wichtigsten Eigenschaften eines mündigen und selbstbewussten Menschen ist, sich über Dinge eine eigene Meinung zu verschaffen und diese dann sinnvoll vertreten zu können, gebe ich mir die größte Mühe, meine Tochter darin ernst zu nehmen und viele Dinge mit ihr zu diskutieren und zu erklären. Manchmal setzt sie sich durch. Manchmal ich. Weil Kompromissbereitschaft genauso wichtig ist - und man sich den besseren Argumenten durchaus auch mal beugen darf. Klar kommt es hin und wieder mal vor, dass etwas nicht verhandelbar ist. Zum Beispiel ob man sich zum Mittagessen nur von Pudding ernähren kann. Aber ich versuche dann zumindest, meine Entscheidung nachvollziehbar zu erklären. Auch wenn es manchmal WIRKLICH anstrengend ist und Kraft kostet....




Hört ihr sie.... grade jetzt....? "Ich WILL aber keine Winterjacke anziehen! Die gefällt mir nicht!!" Na, mal sehen.... ich seh sie schon vor meinem inneren Auge mit vier Fleecejacken übereinander das Haus verlassen... Was tut man nicht alles.... ;) ;)





So, und jetzt noch die wichtigsten Infos zur "Yvi" - ihr bekommt den Schnitt mit den riesigen Taschen in den Größen 74-140 bei Mariele im Shop, und zwar bis zum 4.11. vergünstigt unter diesem Link:
http://mariele-shop.de/index.php/startseite/ebook-yvi-langarmshirt-gr-74-140.html


Und danach zum regulären Preis hier:
http://de.dawanda.com/product/71423047-Ebook-Yvi-Ebook-Langarmshirt

Schaut unbedingt auch auf Maries Facebookseite vorbei und lasst ihr ein Like da!!

Ich wünsche euch einen wunderbaren Rest-Sonntag und hoffe, ihr habt genauso gigantisches Wetter wie wir!!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Mittwoch, 29. Oktober 2014

El PaChino

Hallo ihr Lieben,
heute stelle ich euch ein ganz besonderes Ebook vor. Eines, das mich persönlich total fasziniert hat, und das etwas Neues für mich war. Anders. Faszinierend. Ein Ebook, das vollkommen neue Möglichkeiten eröffnet. Könnt ihr euch vorstellen, wovon ich rede?



Hosenschnitte gibt's wie Sand am Meer. Meistens aus Jersey und weit geschnitten, damit die Hose gut fällt. Mag ich total gerne, hab ich auch schon viele davon genäht. Was mir immer noch gefehlt hat, war eine schicke Hose. Was edles. Eine Hose, die sich zu einem Oberteil dezent im Hintergrund halten kann und trotzdem strahlt. Was mit Form. Schmal, anschmiegsam - ein Hingucker eben. Sowas hatte ich bisher nur als Kaufexemplar daheim.



Und da kommt jetzt die Tanja von Sara&Julez ins Spiel. Nachdem ihr letztes Ebook "Pull*it*over" schon der absolute Kracher war (ihr könnt euch bestimmt an meine vier Exemplare erinnern), geht jetzt die "El PaChino" an den Start. Eine wunderbare edle Chinohose mit so vielen Details. Ich liebe sie. Im Moment gibt es die "Baby-El PaChino", oben mit weichem und dehnbarem Gummibund, so dass nix drückt und den Weltentdeckern bis Größe 92 vollste Bewegungsfreiheit garantiert wird.



Das war erstmal gar nicht so einfach, sich darüber klar zu werden, was so eine Chino alles braucht - und auch, welcher Stoff dazu geeignet ist, dass sie auch wirklich nach Chino ausschaut. Als dann aber der Rahmen mal abgesteckt war, hagelte es plötzlich wunderbare Chinos, eine schöner, edler, schicker als die andere....


Abgesteppte Nähte, Taschen, Bund statt Bündchen, hinten eine Passe und verschiedene Taschenvarianten - ehrlich, Leute, das ist das allererste von mir genähte Stück, dem man nicht ansieht, dass es selbstgenäht ist. Und das ehrt mich schon, wenn mein Gegenüber große Augen bekommt und fragt "Waaaaaas? DIE ist selbstgemacht? Schaut aus wie gekauft....".





Ich finde den Schnitt total fantastisch. Anders und trotzdem nicht schwer umzusetzen - von der Sorte kann Kind doch haufenweise Hosen im Schrank haben!!


 
 
Weil ich von der Hose so begeistert war, wollte ich auch unbedingt einen besonderen Ort für die Bilder. Keine Gartenbilder. Deshalb haben wir auf dem Weg zu meiner Familie unten im Tal Halt gemacht, in einer Nachbarortschaft meiner Eltern. Da steht ein alter Turm, ein Überbleibsel einer Burg, umringt von der Altmühl. Alte Bäume, ein paar Mauern, eine Holzbrücke - richtig schön.
 

 
Früher haben wir da manchmal gepicknickt, oder sind mit dem Rad hingefahren und auf den Mauern herumgeklettert. Ich mag solche Plätze. Orte mit Vergangenheit. Mit ihrer - und mit meiner. Sowas zeige ich meinen Kindern gern und freue mich dann unheimlich, wenn sie das zu würdigen wissen, wenn sie gern meine Geschichten dazu hören und wenn ich meine Begeisterung ein bisschen weitergeben kann.
 

 
Meine Kids kenne ja inzwischen das Foto-Prozedere und lassen sich von mir und der Kamera kein bisschen aus der Ruhe bringen. Dafür sorge ich ja normalerweise auch dafür, dass sie was zu tun haben. In dem Fall sind beide über die Steine geklettert, haben im Turm nach Tauben gesucht und im Wasser nach Fischen und Fröschen.
 

 
Taubenfedern gesammelt, Gras gerupft, balanciert - was Kind eben so tut, wenn man es in eine entdeckungswerte Umwelt stellt. Mein Mann, habe ich festgestellt, hat da eher weniger Geduld. Nach den ersten drei Fotos hat er zum ersten Mal gefragt "Können wir dann jetzt fahren???". Und nachdem ich ihm auch auf die dritte Nachfrage hin wohl nur ein abgelenktes "Ich brauch noch ein bisserl..." entgegengeworfen hab, hat er sich irgendwann ins Auto verzogen und dort ein nachträgliches Mittagsschläfchen gehalten.... Auch gut. Solang mir und meiner Kamera keiner im Weg steht, ist mir alles recht... ;) ;)
 

 
So hatten die kleine Hasentochter und ich genug Zeit, um uns auszutoben.
 

 
Auf dem Heimweg war die Sonne dann gerade am Untergehen, und auf halber Strecke sind hinter dem Wald die ersten Nebelfelder aufgezogen. Ein so schönes Bild!! Das tolle am Fotografieren ist ja, dass man für so besondere Szenen nochmal extra einen Blick entwickelt. Ich jedenfalls, wild fuchtelnd von der Beifahrerseite zu meinem Mann: "Halt an!! Schau, wie schön's da ist! HALT AN!! SOFORT!!". Woraufhin er etwas verdutzt in den erstbesten Feldweg eingebogen ist und ich dem Minihaserl noch diese zwei Nebelschnappschüsse abluchsten konnte. Für euch. Naja, und für mich.
 

 
So, und jetzt noch die wichtigsten Infos zu diesem wahnsinnig coolen, schicken, edlen und umwerfenden Hosenschnitt:
Das Ebook enthält die Größen 62 - 98, eine Anleitung für eine versteckte Tasche hinten und/oder eine Klappe hinten und auch so einige Tipps und Tricks, wie man am besten eine möglichst chinomäßige El PaChino hinkriegt - wie immer ausführlich beschrieben und bebildert. Die Version für die Großen ist schon in Arbeit und folgt auf alle Fälle bald.
 
Hier könnt ihr den Schnitt erwerben: *KLICK*
 

Verlinkt zur funkelnagelneuen Probenäh-Linkparty von Donarl: OutNow!

Hasenwilde Grüße
Johanna




Montag, 27. Oktober 2014

Keine Feier ohne Freya

Hallo, meine Lieben!!
Nachdem es hier eine Zeitlang ein bisschen ruhiger war, starte ich jetzt wieder voll durch mit ganz vielen tollen Probenähergebnissen, die in letzter Zeit so entstanden sind!!
Den Anfang macht heute die "Freya" , der Kapuzenpullunder von der lieben Katrin von FinnLeys. Dass das ihr erstes Ebook ist, möchte man nicht meinen - ein durch und durch perfekter Schnitt für alle Gelegenheiten, und noch besser, für jede Jahreszeit!



Die Freya gibt's in zwei unterschiedlichen Variationen - und zwar für Prinzessinnen oder für Rabauken. Die Taschen und die Passen sind dabei jeweils unterschiedlich. Ich hab für jede meiner Hasentöchter eine "Prinzessin" genäht - auch wenn die zwei, wie schon ein paar Mal berichtet, oft eher in die Rabaukenkategorie gehören.... ;) ;)



Zum Fotografieren haben wir einen der schönen Oktober-Herbsttage genutzt und haben einen Spaziergang zu einer kleinen Kapelle gleich außerhalb der Ortschaft gemacht. Ein richtig schöner Nachmittag war das, total stressfrei waren wir unterwegs - das kleine Hasenkind im Wagen, das große auf dem Laufrad.



Das ist aber auch ein schönes Fleckchen Erde - die kleine Kapelle, ein bisschen Mauer drumrum, Bäume und Sträucher, und das alles in den herrlichsten Herbstfarben - meine Mädels haben sich pudelwohl gefühlt. Und wenn sie beschäftigt und so im Entdecken sind, entstehen die schönsten und natürlichsten Fotos.




Außen ist die Freya aus dickem rauchblau-meliertem Kuschelfleece, die Tasche und die Paspel hab ich aus farblich passendem Feincord gemacht. Auch die Kapuze ist mit Feincord gefüttert - allerdings nur bis zum Steg, dann bin ich auf Jerseys umgestiegen, weil ich Angst hatte, dass der Kopf sonst nicht durchpasst.



Ich sage euch, das war eine schwere Geburt.... Ich hatte diese drei Stoffe in der Hand - den Fleece, den Feincord und den gestreiften Jersey. Und diese Kombination war's einfach. Nachdem aber ja auch ein passendes Oberteil entstehen sollte und ich aus dem Feincord schon eine Hose zugeschnitten hatte, war der Stoff irgendwie für keine meiner Kombinationen ausreichend. Was hab ich geschimpft und gemessen und gelegt und wieder gemessen und in die Ecke geworfen. Kennt ihr das, wenn man sich eine Stoffkombi ausgesucht hat und nicht mehr davon wegkann? Weil jeder andere Kombistoff daneben total doof aussieht? Durch das Teilen der Innenkapuze hat es jedenfalls dann doch noch funktioniert - ich hab quasi jeden Millimeter der drei Stoffe aufgebraucht... Und den Cord in der Kapuze vollkommen entgegen des Fadenlaufs zugeschnitten. Aber wie sagt mein dickster Freund aus der Kindheit, Karlsson vom Dach? Das stört keinen großen Geist... :D





Hihi, die Kordel war auch so eine Sache für sich.... Meine erste Kordel. Ehrlich. Ich hab sie brav durch die Löcher gezogen und dann innen um den Hals gelegt. Und danach den Pullunder komplett zugenäht. Als ich dann bei der ersten Anprobe versuchsweise an den Kordelenden gezogen habe, hab ich festgestellt, dass der einzige Zweck dieser Konstruktion der gleiche ist, wie bei einem Hunde-Würgehalsband.... ;) Bis ich herausgefunden habe, dass die Kordel durch den Saum in der Kapuzenöffnung gehen muss, damit man damit was anfangen kann, hab ich ganz schön gebraucht.... ;) ;) Also alles brav wieder aufgemacht, und jetzt sitzt die Kordel da, wo sie hinsoll. Letztendlich. Ich bin dann ja doch lernfähig.... ;)



Übrigens sind in diesem fantastischen Probenähteam wahnsinnig irre schöne Freyas entstanden - ihr müsst euch unbedingt mal ansehen, was die anderen Kreativmädels so gezaubert haben. Eine richtig nette Truppe war das, total harmonisch. Das ist eigentlich das Schönste am Probenähen - die vielen netten Menschen, die man dabei kennen und schätzen lernt.


Hier gibt's meine Freya nochmal ohne Inhalt, und noch ein paar Infos dazu: das Ebook enthält die Freya in beiden Variationen in Größe 74 bis 134. Außerdem sind zwei Möglichkeiten für den Steg enthalten, einmal eine sehr hohe Version oder, wie hier in meinem Beispiel, die etwas niedrigere. Ebenfalls inklusive ist eine kurze Beschreibung, wie sich die Kapuze verkleinern lässt und ein Tutorial, wie sich Ösen für die Kordel einsetzen lassen - ich hab hier bei mir allerdings einfach Knopflöcher genäht. Stoffmäßig wunderbar wandelbar - Fleece, Sweat, Walk, Strick - alles, was ein bisschen dicker ist, kommt da in Frage.



Hinter der Kapelle zwischen den Büschen haben meine zwei Mäuse ein Versteck entdeckt - wunderbar getarnt von allen Seiten und unten durch das heruntergefallene Laub schön ausgepolstert. Was gibt es schöneres für Kinder? Da hab ich dann irgendwann einfach die Kamera zur Seite gelegt, bin zu meinen Mäusen hineingekrabbelt und habe mangels Topf meine Hände als Kochschale für die vielen Eicheln, Nüsse und Blätterstückchen zur Verfügung gestellt. Ein Festmahl gab's da, das kann ich euch berichten.... :)



Zu Hause mussten dann noch ein paar Monster-Kürbis-Bilder sein. Ich hätte fast die Kinderschubkarre ruiniert, als ich das Ding damit von der Garage in den Garten gefahren hab.... :) Der ganze Stolz meiner Mannes. Das Glanzstück auf dem Erntealtar in der Kirche. Gehegt und gepäppelt. Düngerfrei, versteht sich. Noch liegt er in der Garage und wartet darauf, seiner Bestimmung zugeführt zu werden - literweise Kürbissuppe für den Winter.... :D :D



Tja, das wars dann soweit für heute. Ich melde mich bald zurück, denn natürlich hat auch das große Hasenkind eine Freya bekommen und auch sonst gibt es noch einiges zu zeigen.... :D

Hier noch der Link zum Ebook, das ich euch wirklich nur wärmstens ans Herz legen kann:

Ebook Freya
 
 

Verlinkt zu Out Now
Bis bald, hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 19. Oktober 2014

Die Sache mit der Nähzauberei

Guten Abend ihr Lieben,
heut hab ich noch was ganz besonderes für euch!! Dazu muss ich jetzt mal ein bisschen ausholen.

Es begab sich zu einer Zeit, dass in einer meiner liebsten FB-Gruppen, in der man auch Stoff käuflich erwerben kann, mengen- und haufenweise Bekleidungsfrottee zum Kauf angeboten wurden. Jetzt haben sich einige Leute gefragt, was man denn eigentlich so aus Bekleidungsfrottee näht. Und irgendwie entwickelte sich daraus ein running gag, der zum Inhalt hatte, dass Frottee in jedem Fall zu Frottee-Raglanshirts mit ohne Ärmeln verarbeitet werden muss. Zwingend. Weil sich dieser running gag echt lange gehalten hat und sich immer wieder in diverse Konversationen eingeschlichen hat, hat unsere Meisterin des Stoffes einen Wettbewerb ausgerufen - das schönste Frottee-Raglanshirt mit ohne Ärmel zu kreieren. Für Erwachsene, selbstredend. Und nachdem ich für jede Art von Unsinn immer und grundsätzlich zu haben bin, hab ich mich sofort an die Arbeit gemacht... Und weil doch einiges an Arbeit und Zeit drin steckt, dachte ich mir so, sollt ihr auch ein bisschen was zu lachen haben.... :) Nachdem ich immer mal wieder mit einem leisen Schmunzeln lese, wie die anderen Kreativmädels abends ein Shirt nach dem anderen "zaubern", hab ich das aufgegriffen. Hier also meine Fotostory zur Entstehung meines ersten, einzigen und wahren Frottee-Raglan-Shirts mit ohne Ärmel. Die ungeschminkte, hasenwilde und vollkommen wahrheitsgetreue Fassung. Mit und von mir. Fotografiert in mühsamer Kleinarbeit mit dem Selbstauslöser. Viel Spaß... :)

NÄHZAUBEREI
oder die wahre (oder fast wahre) Geschichte, wie ich zu meinem Frottee-Raglanshirt mit ohne Ärmel kam.




















Dreimal dürft ihr raten, was seither mein liebstes Kleidungsstück abends an der Nähmaschine ist.... :) Das Spannbettlaken hab ich mir übrigens von Schwiegermama geborgt - ich hoffe, sie braucht's nicht zurück.... ;) ;)

Hasenwilde Grüße
Johanna