Sonntag, 13. August 2017

Ich näh mir den Sommer

Nee. Noch weigere ich mich. Wir stecken grade mitten frontal in den Sommerferien und ich KANN einfach noch nicht.


Wie, was? Achso. Wovon ich rede. Na, Herbstklamotten. Ich mag noch keine nähen. Wirklich nicht. Es ist August, wir haben Sommerferien und bis auf ein paar kleinere Durchhänger verhält sich das Wetter doch eigentlich ganz manierlich hier.


Die letzten paar Tage war es etwas kühler, aber seit heute steigen die Temperaturen wieder und nächste Woche gibt's bestimmt nochmal Badewetter. Na, und dann steht ja auch noch unser Urlaub an.


Jedenfalls verbringe ich so viel Zeit an der Nähmaschine, wie schon lange nicht mehr. Und nähe mir den Sommer. Ein Sommerkleid für mich ist schon entstanden, ein weiteres ist zugeschnitten, außerdem eine kurze Hose und ein T-Shirt. Meine XXL-Reisetasche ist fast fertig und das Tochterkind, das große, das wünscht sich schon seit Wochen ein neues Maxikleid. Weil das vom letzten Jahr zwar noch passt, aber eben nicht mehr so richtig Maxi ist. Sondern schon fast nur noch knöchellang. Geht ja mal gar nicht. Wenn man beim Laufen nicht über den Saum stolpern kann, ist es kein Maxikleid mehr, behaupten meine Töchter. Und überhaupt, was gibt es Sommerlicheres als ein Maxikleid? :D


Da kamen die neuen maritimen Schätze von Alles-für-Selbermacher, designt von Treeebird, doch gerade richtig. Der süße Seebär und sein Kumpel, der Indianerbär kommen mit ganz vielen schicken Kombistoffen daher. Meine Große hat sich für den hellblau-weiß-gestreiften Jersey mit den Papierbooten entschieden.


Genäht habe ich schlussendlich mal wieder eine "Sommerliebe hoch 3" von der Drahtzieherin. Ich habe den wandlungsfähigen Schnitt schon viele Male für meine Töchter genutzt (die Tunikavariante ist hier auch sehr beliebt) und mag ihn total gern, gerade weil das Oberteil mit der Raffung und der Fake-Knopfleiste und die vielen einzelnen Stoffbahnen so viel Gestaltungsspielraum lassen.


Ein Traumtuch von Traumwöllkchen gab es auch dazu - einer der Lieblingsschnitte für die sommerliche Kopfbedeckung, auf die ich immer bestehe (bei so hellblonden Haaren muss man aber auch echt aufpassen...). Am liebsten tragen die beiden das Kopftuch ohne Schirm, also gab's genau das. Wunschanfertigung.


Kombiniert mit dem kräftigen dunkelblau und einem farbenfrohen pink vom Stoffonkel, dazu eine freihand genähte Applikation - und schon leuchtet das Kleidchen weithin über die sommerlichen Getreidefelder. Das Tochterkind jedenfalls ist hochzufrieden, und das ist das Wichtigste und war schon das ein oder andere Mal mit ihrem Maxikleid unterwegs.


Pssst. Wenn ihr einen Schritt näher kommt, verrate ich euch was. Obwohl ich als unerschütterliche Optimistin vollstes Vertrauen habe, dass meine Große ihr Maxikleid diesen Sommer noch einige Male tragen kann, bin ich dann doch nicht komplett realitätsfern. Deswegen habe ich am Saum des Kleides noch gut Platz einkalkuliert, damit da nächstes Jahr eine schicke Borte das Kleidchen wieder auf Maxilänge anpassen und damit für einen weiteren Sommer ins Rennen schicken kann. Die Träger lassen sich zum Glück ja individuell binden, und der weiche Jerseystoff wird sicher auch nächstes Jahr noch passen. Wenn ihr also vorhin die Augen verdreht habt, und euch gedacht habt, die hat ja überhaupt keinen Blick für die kommende Jahreszeit - Pah! Und wie ich den habe! Ich nähe quasi schon für den nächsten Sommer! Und das soll mir mal einer nachmachen! ;)


Hier findet ihr den Seebären und all seine hübschen Kombistoffe bei AfS (und heute gucken lohnt sich, es gibt nämlich eine 15% Rabatt-Aktion!!):

Jersey - Kombistoff - Seebär - Treeebird - Schiffchen - Streifen - hellblau/weiß



Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 7. August 2017

Sommerferien

Endlich Ferien! Wir hier in Bayern müssen ja schon immer besonders lange warten, bis es endlich losgeht  mit den Sommerferien... Dafür dürfen wir sie aber dann auch besonders lang genießen.... :D


Die Mädels und ich freuen uns jedenfalls total. Die erste entspannte Woche haben wir schon hinter uns! Und die brauchen wir auch eigentlich immer, um so richtig in Ferienmodus zu schalten. Wenn der anfängliche Schlafentzug, den die Schulzeit immer so mit sich bringt (grade im Sommer, wenn es abends oft noch so schön draußen ist, wenn man ins Bett soll... :) ), nachgeschlafen ist, pendeln sich hier angenehme Ferienzeiten ein.


Da reicht es dann, wenn um neun gefrühstückt wird (und das darf man ruhig auch im Schlafanzug tun) und der Tag gemütlich beginnt. Und dann kann eigentlich kommen, was mag. An schönen Tagen stürzen wir uns ins Wasser (am liebsten in den Pool von Oma und Opa), und auch sonst halten die Ferientage immer wieder etwas Nettes für uns bereit.


Einen Tag haben wir schon im Tierpark Hellabrunn in München verbracht, zusammen mit meiner Schwester. Allein die Zugfahrt dahin war schon ein Highlight für meine Mädels. Wir waren Grillen bei Freunden, und die Damen durften bei den Großeltern übernachten. Und es sind auch Tage dabei, da ist einfach gar nichts. Auch mal schön, oder?


Morgen geht's mit meiner Schwägerin und der Oma in den Playmobil-Funpark nach Zirndorf, da freuen sich die Mädels auch schon sehr - besonders, weil Oma und Tante und der kleine Cousin dabei sind. So genießen wir die Ferien - und hoffen, der Sommer dauert ewig...


Als besonderes Highlight steht in zwei Wochen auch noch unser großer Familienurlaub an. Wir werden auf große Fahrt Richtung Spanien gehen und freuen uns schon sehr darauf - besonders auf das Meer! Das werden sicherlich ein paar wunderbare Tage!


Jedes Jahr gibt es für die Mädels zum Sommerurlaub ein Strandoutfit, zum Drüberziehen, wenn die nassen Badeanzüge abgestreift werden und die Kinder nass und kühl aus dem Meer hüpfen. Meistens läuft es auf Frotteekleider hinaus, denn die trocknen schnell, wenn sie nass werden, sind wunderbar unempfindlich  und zudem total kuschelig. Auch heuer haben die beiden ein passendes Frottee-Strandkleid bekommen - und haben die kuscheligen Kleidchen gleich schon an Omas Pool getestet und für gut befunden.


Genäht habe ich die "Yelva" von Meine Herzenswelt in einlagiger Form. Den wundervollen Kleiderschnitt mit den Puffärmeln kann man aber auch doppellagig und mit eingesetzten Ärmeln nähen - also ein absolutes Muss für den herbstlichen Kleiderschrank, wenn ihr keine Frottee-Strand-Yelvas mehr für dieses Jahr braucht.... :D Die maritime Wal-Appli habe ich bei "Von lange Hand" gefunden - und ich finde, sie fetzt die beiden süßen Strandkleider richtig auf, oder was meint ihr?


Hier findet ihr den Schnitt:


Wir stürzen uns damit wieder in die Ferien und versuchen, jeden Tag ein bisschen die Zeit anzuhalten und die wunderbaren Tage so richtig auszukosten!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Samstag, 1. Juli 2017

Offline

Endlich komme ich wieder ran an meinen geliebten Blog. Ich hab ihn wirklich vermisst. Wo ich war, wollt ihr wissen? Na, offline. Unfreiwillig offline. Und zwar ganz schön lang.


Und das kam so: Angefangen hat es eigentlich in meinem Fotobearbeitungsprogramm. Das hat sich schlichtweg plötzlich geweigert, meine Fotos abzuspeichern. Es kam eine Fehlermeldung nach der anderen - und auch das normale Bildprogramm hat keine Fotos mehr angezeigt. Und plötzlich konnte ich weder Dateien hoch- noch herunterladen. JPGs und PDFs hat mein Laptop komplett verweigert. Und damit ging im Endeffekt nichts mehr von den Dingen, die ich so am PC mache. :D


Ihr wisst ja, wie das ist. Die meisten Fotos, die ich bearbeite, stammen aus einem Probenähen und haben dementsprechend auch ein Abgabedatum - oder zumindest habe ich den Anspruch, sie rechtzeitig abzuliefern. Besonders wenn das entsprechende Teil schon genäht und fotografiert ist, fehlt ja quasi nur noch das Tüpfelchen auf dem i... Entsprechend genervt war ich. Genervt und frustriert.


In dieser Situation gibt es hier im Haus nur eins zu tun: Man brüllt lauthals nach dem Göttergatten. Der seines Zeichens EDV-Ingenieur ist. Und Computerflüsterer. Da er allerdings beruflich ständig mit PCs zu tun hat, macht er das daheim überhaupt nicht gerne. Daraus resultierend habe ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den ältesten Laptop im ganzen Landkreis. Ohne Akku. Aber das ist eine andere Geschichte. :D :D


Jedenfalls war der Göttergatte in ebendieser Woche zufällig fußlahm und konnte mir nicht entkommen. Und hat sich tatsächlich relativ flott an die Fehlerbehebung gemacht. Ich hibbelnd hinter seiner Schulter. Hat er besonders gern, könnt ihr mir glauben! :D


Gleich am ersten Tag hat dann noch unser Router schlapp gemacht, und damit waren wir dann endgültig offline. So richtig. Unsere beiden Handys haben keinen Vertrag, der Internet beinhaltet, wir loggen uns nur von zuhause aus ins Netz ein. Und wenn dieses streikt, dann streikt es halt.


Ich war entsetzt. Zunächst. Ich meine, wie soll sich die Welt ohne meine virtuelle Präsenz denn bitteschön weiterdrehen??? Vollkommen unmöglich. Schließlich hat Frau Pflichten im Netz. Aufgaben. Interessen. Und so. Und überhaupt. Wo kämen wir denn da hin, wenn ich plötzlich nicht mehr erreichbar wäre???


Im Endeffekt muss ich im Nachhinein voll Verwunderung zugeben, dass mir der Haushalt noch nie so flüssig von der Hand ging wie in meiner offline-Zeit. Keine Ablenkung. Keine WhatsApp. Keine Emails. Kein "Plingpling". Nur das Telefon. Und gefühlt viel mehr Zeit als sonst. Jetzt bin ich eigentlich nicht der Rund-um-die-Uhr-am-Handy-Daddler. Ich kann das Dingens durchaus auch mal weglegen, und ab abends ist das Internet generell ausgeschaltet. Trotzdem habe ich festgestellt, dass ganz schön viel Zeit damit draufgeht. Mit Blogroll durchblättern, Bilder liken, schnell gucken, Wetter schauen und solche Dinge. Und dass das Leben auch ohne Internet läuft. Eigentlich sogar gar nicht schlechter als sonst.


Vielleicht braucht man manchmal eine kleine Erinnerung daran. Daran, wie das Leben war, als es noch grundsätzlich offline war. Dass man auch mal ganz gut ohne Internet auskommt. Auch wenn es oft praktisch ist. Und einen klareren Blick darauf, wie viel Zeit man tatsächlich der virtuellen Welt opfern möchte.


Insgesamt hat es fast zwei Wochen gedauert, bis  ich virtuell und technisch wieder voll einsatzfähig war. Der PC musste komplett leergeräumt und neu installiert werden. Wir haben Unnötiges gelöscht und entsorgt und mal wieder alles ordentlich extern gesichert. Das Fotoprogramm funktioniert wieder, und ich kann wieder Dateien und Schnitte nach Belieben hoch- und runterladen. Und Blogbeiträge mit Bildern verfassen. :D


Zum Glück ist Sommer, und es gibt ja wirklich (wenn es nicht, wie die letzten paar Tage, regnet) herrliche Alternativen zur virtuellen Welt. Ich freue mich momentan zum Beispiel daran, dass wir uns in der Früh wirklich Zeit sparen, weil die Mädels sich einfach nur ein Kleid überwerfen und dann nach dem Zähneputzen eigentlich schon startklar sind. Auf den heutigen Bildern seht ihr eines der absoluten Lieblingskleider meiner Kleinen. Nachdem das Maxikleid von letztem Jahr zwar noch passt, aber nicht mehr ganz bodenlang ist (KATASTROPHENALARM, ich sag's euch. Vierjährige sind da sehr speziell.) musste dringend ein Neues her - und da kam der wunderschöne Schmetterlingsrapport von Mrs Flowers gerade recht, den ich zusammen mit dem rosa Unijersey vernähen durfte. Eine Sommerliebe hoch 3 von der Drahtzieherin ist es mal wieder geworden. Die obersten beiden Lagen habe ich einfach zu einer zusammengefasst, so dass der Schmetterling in seiner ganzen Größe Platz hatte. Die Perlmuttperlen und die weiße Wäschespitze von Namijda sorgen wie immer für kleine Hingucker. Passend dazu gab's ein Traumtuch von Traumwöllkchen ohne Sonnenblende und viele kleine Tüllschmetterlinge, die über das Kleid flattern. Meine Maus sieht selber aus wie ein Schmetterling, wenn sie damit über die Wiese flitzt! <3


Hier findet ihr die wunderschönen Schmetterlings-Rapporte in zwei Farben:


Ich bin also wieder online und erreichbar. Aber mit mehr Bedacht im Hinterkopf. Mit mehr Blick auf die Online-Zeiten. Und mit mehr Offline-Zeit. Weil nämlich die virtuelle Welt eigentlich ganz gut ohne meine geschätzte Präsenz zurechtgekommen ist.... Erstaunlich, aber wahr! ;)

Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 8. Juni 2017

Dreifach für mich

Schon ewig gab's hier kein RUMS mehr - kein Teil für mich, das ich so richtig begeistert gezeigt hätte. Aber heute hab ich mal wieder was. Ein komplett genähtes Outfit, das mir wirklich gut passt und das ich total gerne trage. Eins aus drei Teilen. Dreifach-RUMS sozusagen. :D


In letzter Zeit habe ich nicht so viel für mich genäht - irgendwie waren die Schnitte, die zur Wahl standen, nicht mein Ding. Entweder zu oversize oder zu kurz, ungünstig geteilt, nicht passend zu meinem Alltag, irgendwie nicht mein Ding. So einfach es ist, meine Töchter zu benähen - denen steht nämlich einfach alles - so schwierig finde ich es für mich.


Wenn ich in meinen Kleiderschrank schaue, dann ist mein erster Gesichtspunkt, nach dem ich das Tagesoutfit auswähle: Bequem soll es sein. Ich bin kein Fan von "Wer schön sein will muss leiden". :D Mein Outfit muss sich meinem Tag anpassen. Beweglich sein, nicht stören - und wenn es dann trotzdem noch gut aussieht, dann umso besser... ;)


Deswegen fällt meine Wahl oft auf Rock und Leggings oder Tunika und Leggings. Irgendwas Nettes obendrüber, am besten im Lagenlook, so dass ich für alle Eventualitäten gerüstet bin - und dann ab in den Tag.


Gut, dass Ricarda von Pech&Schwefel da mit einem für mich optimalen Set an Schnitten daherkam... :D Es wurde aber auch wirklich mal wieder Zeit, dass etwas für mich unter der Nähmaschine entstanden ist. Ein hasenwildes Outfit, in dem ich mich rundum wohl fühle!


Kombiniert habe ich drei Schnitte von Pech&Schwefel: Billund, das Raglanshirt gibt es schon länger. Ich hab den Schnitt schon einige Male genäht und finde die Passform optimal gerade über Röcke - nicht zu lang und nicht zu weit, aber trotzdem mit genug Bewegungsfreiheit. Mit dem breiten Saumbündchen unten sitzt das Shirt perfekt da, wo ich es haben will. Hier mit kurzen Ärmeln genäht. Endlich haben die schicken Blockstreifen, die ich mir vor einer Weile bei Mamasliebchen bestellt habe, auch ihre Bestimmung gefunden! Für kühlere Tage eine Strickjacke drüber, fertig.
Wentorf heißt die Leggings - und Leggings (Leggingse? Leggingsens? Legginge?) gehen immer bei mir. Diese hier hat die optimale Passform für mich und ist in den gern-immer-wieder-Stapel gewandert. Hier habe ich für den Sommer eine Dreiviertel-Version aus weichem Viskosejersey genäht. Ein absolutes Zieh-ich-nach-der-Wäsche-gleich-wieder-an-Teil. War sicher nicht die letzte.
Und zuletzt der Rock, entstanden aus einem ausgemusterten Jeanskleid einer Freundin. Upcycling Deluxe, sozusagen. Blankenese wird in der Taille geschlossen und fällt dann locker nach unten - und verdeckt damit zuverlässig jede Art von Röllchen... ;) Mit dem Rock kann man super Essen gehen. Da ist viel Platz drunter... ;)


Hier findet ihr die Schnitte:

Das Shirt: Billund
Billund-afsm-Shop-Frauen


Der Rock: Blankenese
Produktbild-ps

 Die Leggings: Wentorf
Wenttorf-Ps

Meine unbedingte Nachnähempfehlung habt ihr für alle drei Teile! Und jetzt wird noch schnell zu RUMS verlinkt. :D

Hasenwilde Grüße
Johanna





Dienstag, 6. Juni 2017

ausgefüllt

Schon wieder ein Ferienpost. Irgendwie ist das gerade schon bezeichnend für meine Schreibmotivation. :D :D Woran das liegt? Ich weiß auch nicht. Das Leben ist grade einfach ausgefüllt. Nicht übermäßig stressig-ausgefüllt, aber eben angenehm gefüllt.



Gefüllt mit Familie, mit der Arbeit, mit Haushalt, mit Garten anlegen, mit Treffen mit Freunden, mit Musik, mit dem ein oder anderen ehrenamtlichen Nebenjob, mit Spaß, Grillen, Vorlesen, gutem Essen, Sport, gemütlichem Kaffeetrinken genauso wie Korrekturen und Arbeit, mit einem abendlichen Glas Wein auf der Terrasse, dem ein oder anderen herausgeschlagenen Stündchen an der Nähmaschine, mit Memory und Uno, Besorgungen, und manchmal auch einfach einer ruhigen halben Stunde auf dem Sofa.


Und das ist gut so gerade. Ich mag mein Leben. Ich versuche, die schönen Momente so zu nehmen und zu genießen, wie sie kommen, und auf meinen Bauch zu hören. Die Kuschelmomente oder den ein oder anderen Moment für mich festzuhalten und auszukosten, statt dem ständigen "du könntest aber noch" nachzugeben. Man könnte ja immer noch. Schule, Haushalt, Blog,... Aber es gibt genug Dinge, um die man sowieso nicht herumkommt - die anderen muss man auch einfach mal schieben können.


Tja, und deswegen ist es eben manchmal ruhiger hier. Nicht, weil ich nichts zu sagen oder zu zeigen habe. Nicht, weil irgendwas schlimmes passiert ist. Nur, weil das Leben gerade interessanter ist. Und Platz braucht.


Im Moment genießen wir als Familie ein paar freie Tage. Wir haben uns in das Familien-Feriendomizil im bayerischen Wald zurückgezogen und machen - naja, Feriensachen eben. Diese kleine Wohnung hier gibt es schon, seit ich ein Kind war. Sie ist wie ein zweites Zuhause - und ein guter Zufluchtsort, wenn wir mal ein paar Tage rauswollen. Wenn die To-Do-Liste einfach mal zuhause bleiben soll und die Familie im Mittelpunkt stehen darf. Wenn der Familienurlaub noch lange hin ist, aber eine kleine Auszeit nötig. Es ist ein bisschen wie woanders daheim. Und wir genießen es immer wieder - jede Jahreszeit hat hier ihren Reiz.


Egal, wie oft wir schon hier waren, es gibt immer etwas zu tun. Dinge, für die die Mädels bisher zu klein waren. Dinge, die man immer wieder machen kann. Und auch immer wieder etwas Neues, was wir einfach bisher noch nicht entdeckt haben. Den heutigen Vormittag haben wir im Museumsdorf verbracht - und die Mädels hatten richtig Spaß an den alten Häusern, den Geschichten, den Tieren und dem Flair, dass das alte Dorf verbreitet. Inzwischen regnet es und wir nutzen die Zeit zum Lesen, Malen, Mensch-ärgere-dich-nicht-Spielen und Reden. Der Teig für die Rahmflecken, die es später geben soll, ist schon vorbereitet und es folgt auch sicher noch eine abendliche Uno-Runde vor dem Einschlafen. Ferien eben.


Nebenher seht ihr hier ein sommerliches Outfit für die Große. Die süße Piratenkatzen-Appli durfte ich für Stick&Style testen - und sie kam total gut beim Tochterkind an. Wir lieben's ja bunt, und die freche Katze lädt absolut zum Farbklecksen ein und ist noch dazu für Jungs genauso gut einzusetzen wie für Mädels. Auf einem schlichten Shirt kommt sie super zur Geltung - kombiniert habe ich das Outfit mit einer Chino-Shorts von Feefee, die meine Große total gern trägt.


Hier geht's zur Applikationsvorlage "Piratenkatze":

Applikationsvorlage Piratenkatze

Ich widme mich dann mal wieder dem Familienleben - vielleicht lesen wir uns jetzt in den Ferien ja wieder öfter. Vielleicht auch nicht. Mal sehen, was das Leben so für uns bereithält, oder?

Hasenwilde Grüße
Johanna

Freitag, 5. Mai 2017

halbkrank

Heute habe ich Stubenarrest. Was heißt, dass ich mit dem Laptop auf den Knien tatsächlich mal wieder Zeit für einen ausführlicheren Blogbeitrag habe. Die meisten Dinge im Leben haben ja auch die ein oder andere positive Seite, so ätzend sie sein mögen.


Eingebrockt hat mir meinen Stubenarrest die kleine Tochter, die unvorsichtigerweise ein paar blöde Viren mit nach Hause gebracht hat und jetzt fiebernderweise das Sofa hütet.


Nein, es ist eigentlich gar nicht schlimm. Sie ist nicht mal erkältet. Nur leichtes Fieber. Allerdings kann das ja durchaus noch werden, nicht wahr? Ich bin ja froh, dass es ihr soweit ganz gut geht - aber dieses "nur ein bisschen krank" hat auch durchaus seine Tücken...


Zu krank für den Kindergarten, aber zu gesund um zu schlafen. Bedeutet für mich nicht nur vier abgesagte Termine heute, sondern eben auch Stubenarrest um's Wohnzimmer herum. Zu krank, um sich alleine zu beschäftigen, aber zu gesund, um sich beschäftigungslos nicht furchtbar zu langweilen ist sie nämlich auch.... ;)


Ich meine, solange sich diese Krankheitstage nicht übermäßig häufen, ist das ja auch alles ganz ok. Es hat was, alle Tagestermine absagen zu müssen und zum chillen verdammt zu sein... ;) Wir haben Lotti Karotti gespielt, ich habe zwei Bücher vorgelesen, ein bisschen fernsehen war natürlich auch drin (das ist der Patientenbonus hier), und ganz viel Kuscheln auf dem Sofa.


Im Moment läuft die Lieblings-Donikkl-CD, die Tochter ruht mit dem Kopf auf mir und ich tippe nebenher. Auch gut. Nutzen wir den Tag eben zum Kraft tanken. Oma hat Apfelstrudel für's Mittagessen vorbeigebracht, was dann auch noch die mittägliche Kocherei erspart und den Instrumentalunterricht, den ich normalerweise nachmittags gebe, habe ich abgesagt.


Ich hatte Zeit für einen gemütlichen Kaffee, eine ausführliche Blogrunde - und nicht zu vergessen diesen Blogpost hier. Wenn später die große Tochter aus dem Kindergarten kommt, bin ich vielleicht dann auch wieder ein bisschen entbehrlicher hier auf der Wohnzimmer-Krankenstation und schaffe ein wenig Haushalt. Und mehr muss es heute dann auch gar nicht sein.


Nachdem mir die kleine Tochter hier immer wieder über die Schulter schaut, darf es heute dann auch eines ihrer Lieblingsteile sein. Hihi, dass ich das mal von einem Kleidungsstück behaupten darf, welches KEIN Kleid ist, hätte ich ja auch nicht für möglich gehalten.... :D :D Aber Tatsache, diese Sweatjacke ist der absolute Renner - und wir beide warten sehnsüchtig auf etwas wärmeres Sweatjacken-Wetter, damit sie auch wieder mehr nach draußen darf, die Jacke.


Genäht habe ich auf den Tipp einer Freundin hin "Bandito", ein Papierschnittmuster von Farbenmix. Ich finde das Schnittmuster mit den schicken Passen total süß. Eigentlich ist die Jacke im Original noch kürzer - ich habe ein bisschen verlängert. Ich habe da dank meiner Oma ein wenn-die-Nierengegend-nicht-komplett-unter-der-Jacke-versteckt-ist-wirst-du-in-Kürze-einen-qualvollen-Tod-sterben-Trauma.... :D :D Jedenfalls sitzt die Jacke total gut. Auch von Farbenmix ist das Tutorial, wie man bei einer einlagigen Jacke den RV innen mit Webband abschließen kann. Das ist ganz easy, sieht sehr ordentlich aus und sorgt nochmal für einen Extra-Hingucker, wenn die Jacke oben nicht ganz geschlossen ist. Die Blockstreifen sind mein letztes Vernäh-Werk von Stoffversand4u, und die wunderschöne Appli-Datei mit dem Elefanten und der Nerdy-Eule namens "Elifunt" habe ich mir bei Emma&Pünktchen gekauft. Und die ist definitiv auch der Hauptgrund, warum das Kind die Jacke so abgöttisch liebt.... Der Elefant und die Eule sind aber auch zu süß... <3
Hier findet ihr das Tutorial von farbenmix: *KLICK*


Ich widme mich dann mal wieder dem halbkranken Hasenkind und schiebe Omas Apfelstrudel in den Ofen. Und genieße die Ruhe und das heruntergefahrene Tempo heute. Man muss nehmen, was man kriegt, oder was meint ihr?

Hasenwilde Grüße
Johanna