Dienstag, 28. Juni 2016

Herzenserlebnis

Manchmal hat man ja so Erlebnisse, die den ganzen Tag ein bisschen heller machen. Mir ging es gestern Nachmittag so. Und ein leichtes Lächeln in den Mundwinkeln ist mir bis jetzt geblieben.


Ich war einkaufen. (So beginnen übrigens viele gute Geschichten... :D ). Also, ich war einkaufen bei Netto im Nachbarort. Schon vormittags war ich da, das große Hasenkind im Schlepptau, eine lange Liste in der Hand. Wir haben alles gefunden, was auf der Liste stand, sind erfolgreich nach Hause zurückgekehrt - und ich habe (wie meistens) festgestellt, dass ich doch etwas vergessen hatte. Nicht notiert, nicht bedacht, nicht gekauft.


Also bin ich eine Weile später nochmal schnell alleine los (zum Glück ist der Netto im Nachbarort nur 2km entfernt, da ist der Umweg nicht ganz so gravierend). Zitronen und Puderzucker für den Zuckerguß des Sonntagskuchens nur schnell in der Hand geschnappt und flott zurück an die Kasse.


Die Schlange war relativ lang, bestimmt 6 Leute standen vor mir an, einer oder zwei nach kurzer Zeit hinter mir. Nach einer Weile wurde es vorne an der Kasse unruhig. Eine Familie stand da, mit etwa fünfjährigem Kind, offensichtlich Ausländer mit wenig Deutschkenntnissen. Köpfe reckten sich, neugierige Blicke wurden geworfen und schnell wurde der Grund des Staus ausgemacht - "die haben wohl den Geldbeutel zuhause vergessen..", "die haben kein Geld dabei!", "die können nicht zahlen", raunte es durch die Schlange.


Während Mutter und Vater relativ verzweifelt an der Kasse standen, fragte eine Dame relativ weit vorne: "Sollen wir den Einkauf einfach gemeinsam übernehmen?" Zustimmendes Gemurmel, einige "Ja, klar" waren zu hören. "Oder einer legt das Geld einfach aus" kam von einer anderen Ecke. Die Hilfsbereitschaft war mit Händen greifbar - und sofort da. Ohne zu hinterfragen, ohne zu zögern, ohne jeden Widerspruch.


Irgendwie hat sich keiner getraut, die Familie direkt anzusprechen. Ich habe mich dann an die Familie gewandt (ich arbeite ja schon länger mit den Flüchtlingen vor Ort zusammen, da sind vielleicht die Berührungsängste einfach schon etwas kleiner - wobei ich diese spezielle Familie nicht kannte) und konnte schnell herausfinden, dass es eine Flüchtlingsfamilie aus dem Nachbarort war. Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass ich mit der Mutter schnell zu ihrem Haus fahre, damit sie den vergessenen Geldbeutel holen kann. Der Vater und das Kind haben derweil mit dem Einkaufswagen im Supermarkt gewartet.


Ich war wirklich beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Leute. Genauso hätten sie anfangen können zu schimpfen und zu wettern. Dass kein einziges böses Wort gefallen ist, fand ich schon wundervoll - dass die Menschen sofort ihre Hilfe angeboten haben, hat noch eins draufgesetzt. Ein Zeichen für eine friedliche Grundstimmung, die hier Ausländern gegenüber herrscht. Das hat mich wirklich berührt. Bei dem kurzen Gespräch mit der Familie konnten die Leute dann sehen, dass die Flüchtlingsfamilien hier gut genug Deutsch gelernt haben, um sich in einfachen Worten zu verständigen - und wie dankbar sie waren, Hilfe zu bekommen. Vielleicht ebnet das dem ein oder anderen noch den Weg, sie beim nächsten Mal einfach selbst anzusprechen. Es war jedenfalls schön zu beobachten.


Eine kurze Szene nur, ein wenigen Minuten passiert. An einer einfachen Supermarktkasse, mitten im Alltag der Leute. Und doch geht ein richtiger Zauber davon aus, finde ich. Genau diese Situationen sind es, die mein Weltbild wieder gerade rücken. Über die ich mich unglaublich freuen kann, und die mir zeigen, dass ein friedliches Miteinander möglich ist, zwischen Menschen aller Kulturen.


Auf den Bildern konntet ihr nebenher die große Hasentochter in einem der neuesten Outfits sehen. Der neue "Ethno Glam" von Alles-für-Selbermacher ist meine große Liebe, und irgendwie passt er mit seinem orientalisch anmutenden Muster mit den kleinen Dreiecken in hellgrau, taupe, schwarzbraun, apricot und in glitzerndem Gold auch wunderbar zur obigen Situation. Kombinieren kann man ihn mit so ziemlich allem - hier ist eine kurze "Sverre" von Meine Herzenswelt daraus geworden, die das Design mit den  grauen Einsätzen nochmal richtig gut zur Geltung bringt.


Obendrüber gab's ein Mini-20-Minuten-Shirt von Muckelie, upgecycelt aus einem aussortierten Oberteil einer lieben Freundin. Meine hellblonden Kinder brauchen immer einen kräftigen Farbkontrast zu weißlastigen Stoffen, da bot sich das korallefarbene Shirt absolut dafür an. Hier habe ich wirklich absolut Basic gearbeitet, der Druck war schon auf dem Shirt - und da ist so ein schickes Oberteil auch wirklich in 20 Minuten fertig!! Passend dazu gab's die erste "Tullelue" von "Tullebunt und Lille Sno". So ein wunderschöner Schnitt. Ich hätte mich ewig dran verkünsteln können. Ich habe mich aufgrund der Tatsache, dass der Tochter schon immer Mützen gerne nach oben über den Hinterkopf rutschen für die Version "Mias Tullelue" entschieden - und was soll ich sagen? Passt perfekt. Da werden sicherlich noch viele folgen!!

Bis ich hier getippt hatte, war "Ethno Glam" leider schon wieder ausverkauft - aber ich könnte mir gut vorstellen, dass es von diesem Knallerstoff noch eine Nachbestellung gibt. Wenn er wieder auftaucht, sage ich euch auf alle Fälle Bescheid - vorsichtshalber könnt ihr ja die AfS-Seite auch selber ein bisschen im Auge behalten... :D :D

Hier geht's zum 20-Minuten-Shirt:

https://www.makerist.de/patterns/das-mini-20-minuten-shirt
 
Und auch die Hose Sverre *KLICK* und die Tullelue *KLICK* habe ich euch nochmal verlinkt.

Und jetzt freue ich mich noch ein bisschen über mein Herzenserlebnis von gestern. Hattet ihr auch schon solche Momente? Situationen, in denen ihr entdeckt habt, wie schön so ein harmonisches, hilfsbereites und rücksichtsvolles Miteinander sein kann? Erzählt doch mal!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 23. Juni 2016

Meine Mabel

Nachdem nähtechnisch bei meinem nächsten Projekt ein Reißverschluss ansteht, dachte ich mir, ich schreibe lieber erst nochmal einen Blogpost... :D :D Dieses wunderbare Kleid MUSS ich euch aber auch unbedingt zeigen.


 Der Kleidervorrat meiner Kinder ist ja immer gut gefüllt, während es in meinem eigenen Kleiderschrank kleidertechnisch eher mau aussieht. Obwohl ich sie eigentlich sehr gerne trage. Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Risiko bei einem Erwachsenen größer ist, dass der Schnitt nicht passt - und da dann meistens für ein Kleid ja doch 1,5-2m Stoff draufgehen, bin ich da irgendwie nicht so experimentierfreudig. Lupita von Milchmonster hab ich allerdings schon für mich entdeckt - und dank Feefee gibt es einen wunderbaren neuen Kleiderliebeschnitt für mich.


Ich muss sagen, gerade in dem Fall ist ein Probenähen eine wunderbare Sache - das ist quasi der Tritt in den Hintern, sich an einen Kleiderschnitt zu wagen. Und Mabel ist genau mein Ding. Ich liebe diese Art Schnitt und ich habe mir zwei von den Kleidern genäht. Das hier war eigentlich erstmal der Probeschnitt, aus einem weichen blauen Flatterstoff (ich weiß nicht genau, was das ist, gab's im Ausverkauf in meinem Lieblingsstoffladen :D :D), Spitze und einem farblich passenden Viskosejersey. Aber ich finde sie steht dem anderen Exemplar um nichts nach und trage sie sehr gern!


Gefüttert habe ich meine Mabel mit dünnem Stretchfutter - so fällt sie wunderbar angenehm und weich. Der Gürtel gibt dem Kleid nochmal richtig schön Form und die Rüschen bauschen sich weich um die Beine. Ich hatte meine Mabel schon einige Male an - gerade für ein bisschen besondere Gelegenheiten eignet sie sich wunderbar, weil sie wahnsinnig bequem ist und trotzdem was hermacht. Ich hatte sie zum Beispiel schon zweimal für eine Instrumentalbegleitung einer Hochzeitsmesse an. Auch mit schwarzem Langarmshirt und Leggings drunter macht sie sich da gut.


Leider bin ich wohl schon irgendwo hängengeblieben (das ist der Nachteil an dem dünnen Stoff) und habe mir ein kleines Löchlein in mein schönes Kleid gerissen. :( Aktuell liegt es also auf dem Nähtisch für eine Ausbesserungsaktion. Ich weiß noch nicht genau, wie ich das möglichst unauffällig mache. Vielleicht einfach nur Vlieseline dahinterbügeln? Was meint ihr? Habt ihr schon mal so dünnen dehnbaren Fluffistoff geflickt?


Jedenfalls hatte ich richtig Spaß beim Probenähen und habe mich so gefreut, bei Feefee aushelfen zu dürfen. Ich liebe Melanies Schnitte und ihr seht sie hier ja auch rauf und runter genäht. Die kleine Mabel musste ich mir direkt auch zulegen, hatte aber noch keine Gelegenheit, mich daran zu versuchen. Steht aber ganz oben auf der To-Do-Liste.


Falls ihr jetzt auch Lust auf ein Kleid (oder auch eine Bluse, denn auch eine kurze Variante lässt sich mit dem Schnitt wunderbar nähen) mit dem gewissen Extra habt, dann schaut doch mal im Feefee-Shop vorbei, da findet ihr Mabel sowohl für Damen als auch für Kinder. Hier geht's zum Damenschnitt:
             
       
http://de.dawanda.com/product/101396211-ebook-mabel-damen


Ich schicke meine Mabel Nummer 1 noch zu RUMS und freue mich dann an dem schönen Wetter. Und ihr so?

Hasenwilde Grüße
Johanna

Mittwoch, 22. Juni 2016

Sommerpläne

Endlich Sommer. Die Sonne scheint vom Himmel, die Temperaturen erlauben tatsächlich nicht nur T-Shirt, sondern auch noch eine kurze Hose, wir haben die Sonnencreme ausgepackt und die Kleine und ich waren vorhin noch schnell eine Packung Eis kaufen.


Irgendwie habe ich schon das Gefühl, der Sommerendspurt ist in vollem Gange - und das, obwohl wir hier noch sechseinhalb Wochen auf die Sommerferien warten müssen!! Auf alle Fälle hat nur noch das gute Wetter für all unsere Sommeraktivitäten gefehlt - scheint, als wäre das jetzt auch angekommen.


Die Terminkalender platzen aus allen Nähten. Aber - und das muss ich wirklich betonen - es sind lauter tolle Aktivitäten, die da auf uns warten. Die Mädels haben einen tollen Aktionstag nach dem anderen in Kindergarten und Waldspielgruppe - die Große war heute mit ihrer Kindergartengruppe auf dem Bauernhof (leider keine Einhörner, wie sie bedauernd feststellen musste... :D ), die Kleine darf mit der Waldspielgruppe nicht nur den Bauhof, sondern auch das riesige Aquarium in der Willibaldsburg besuchen und beim Fische füttern helfen.


Sommerfeste stehen an, Geburtstagsfeiern, Dorffest, Johannesfeuer, Konzerte. Eine Bootstour wollen wir machen und einige Grillabende mit Freunden einschieben, meinen Eltern habe ich eine feine Essenseinladung ins Hause Hasenwild versprochen und ich freue mich wie Bolle auf die "Songs an einem Sonntag Nachmittag" auf Kloster Banz, wo wir uns mit lieben Freunden einen wunderbaren (kinderfreien) Tag machen werden.


Naja, und dann müssen wir noch dringend regelmäßig zum Baden gehen, das ist nämlich seither wirklich zu kurz gekommen. Die ein oder andere Fahrradtour steht an, weil die kleine Hasentochter seit etwa 3 Wochen endlich das "große" Fahrrad gemeistert hat und fährt wie eine Weltmeisterin - das schreit dringend nach Übung!


Lauter wundervolle Termine, und wir freuen uns über jeden einzelnen. Auch wenn es Tage gibt, an denen ich mir wünsche, dass nicht immer alles so termingeladen wäre. Tage, an denen ich mich eigentlich gerne mal langweilen würde. Denn aus dieser was-machen-wir-denn-jetzt-Langeweile entspringen meist entweder tolle Aktionsideen - oder ich schaffe es, mein Hirn und meinen Körper so herunterzufahren, dass ich einen ganzen Nachmittag auf der Terrasse sitzend genießen kann. Und auch meine Mädels genießen die seltenen komplett freien Tage, in denen sie wirklich mal einen ganzen Nachmittag in ihrer Fantasiewelt versinken können, ohne gestört zu werden.


Aber gut, nach diesen energiegeladenen sechseinhalb Wochen warten ja dann die Sommerferien - und die gestalten sich erfahrungsgemäß dann ruhiger, weil alle Termine von außen wegfallen. Da kommt dann so richtig die Zeit, einen Gang runterzuschalten.


Ich würde mir über die Sommerferien gerne Nähurlaub nehmen. Keine Must-Do-Näharbeiten, kein Stoffevernähen, sondern mal nur die Sachen an der Nähmaschine erledigen, die ich schon eeeeewig machen wollte. Die Herzenswünsche und die Dinge, die tatsächlich dringend gebraucht werden. Mal sehen, ob ich das schaffe. :D


In letzter Zeit sind jedenfalls wieder einige Dinge in meinem Nähzimmer entstanden. Das erklärt dann vielleicht auch die Ruhe im Blog - meistens schaffe ich nämlich entweder nur eine Sache so richtig - Nähen oder Bloggen. Wenn ich beides parallel betreibe, ist nämlich die Wohnung relativ schnell nicht mehr betretbar vor lauter Chaos... Ich kann euch schon mal so viel verraten: Es warten wieder einige Bilder auf euch - tolle neue Stoffe, schicke Schnitte, und meine beiden Hasenmädels mittendrin....


Die Bilder die ihr hier seht - meine beiden Damen in trauter Zweisamkeit - sind an einem schönen Frühlingsabend entstanden. Die zwei waren vor der Pusteblumenwiese so in ihre Seifenblasen vertieft, dass sie mich gar nicht registriert haben beim Fotografieren. Die Art Bilder ist mir immer am liebsten - da strahlen die Fotos nur so vor Lebendigkeit, finde ich. Eben direkt aus dem Leben!


Die Stoffe erkennt ihr bestimmt wieder - die beiden Kombistoffe zu den neuen Hafenkitzfarben von  Nikiko, designed für Alles-für-Selbermacher habe ich hier vernähen dürfen. Ich mag ja total gerne Musterstoffe, und die kleinen Wimpelketten waren da genau das richtige für mich!


Genäht habe ich zweimal "Isabell", einen Jumper von Mariele. Ruckzuck genäht sind die Jumpies, und meine Mädels tragen sie total gerne, weil einfach nicht ständig was auseinanderrutscht. Und auch der Gang zur Toilette ist eigentlich kein Problem - die Arme schlüpfen problemlos aus den Spaghettiträgern und dann lässt sich der ganze Jumper nach unten ziehen. Gerade für die Kleine ist das wesentlich einfacher als ein Kleid, das sie ja irgendwie oben halten muss, wenn sie auf die Toilette geht.


Aufgepeppt habe ich die beiden Jumper ganz nach den Wünschen der Mädels - ein Einhorn für die Große und ein Pferd für die Kleine. Sind eben inzwischen doch richtige Mädchen, so mit Glitzerpinkeinhornpferderosaspleen. Ich hatte ja irgendwie gehofft, ich kann mich um diese Phase herummogeln - aber ist nicht so. Naja. Ich gebe zu, so ein appliziertes Einhorn hat irgendwie auch was. :D :D
Das Schnittmuster "Isabell" in Größe 74 - 140 bekommt ihr hier: *KLICK*
Die Mützen sind nach unserem sommererprobtem Schnittmuster "Malia" von Pom und Pino entstanden, upgecycelt aus einer ausgemusterten Jeans - und neutral genug, dass sie im Moment zu allen Gelegenheiten getragen werden, gern auch wechselweise weil sich die beiden Hasenmädels den gleichen Kopfumfang teilen. :D Hier findet ihr das Schnittmuster Malia: *KLICK*

Ich hoffe, euch haben unsere Pusteblumensommerträumbilder genauso gut gefallen wie mir - und auf euch wartet auch so ein spannender Sommer wie auf uns... <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 9. Juni 2016

Sommerzauber

Habe ich euch schon erzählt, dass wir hier bei uns gefeiert haben? Nein?


Mein Mann hatte einen runden Geburtstag (schon im Februar, aber er hat sich ein Gartenfest gewünscht, und das realisiert sich nun mal im Sommer leichter als im Winter. Also haben wir die Party verschoben und vor eineinhalb Wochen gebührend nachgefeiert.


Im Endeffekt beschäftigt einen so ein Fest ja doch länger. Vor allem in der Größe, die sich mein Mann so gedacht hatte - mit den Kindern waren fast 100 Leute geladen. Da braucht es Einladungen, Tische, Deko, Essen und noch so viel mehr - da organisiert man schon Wochen vorher vor sich hin, bis alles steht, an alles gedacht ist.


Wir haben die Garage ausgeräumt und darin die Sitzgelegenheiten aufgebaut. Zusätzlich gab es einen Pavillon für's Essen, zwei Stehtische, ein Lagerfeuer mit Bänken drumherum und ein Kinderspieleparadies im Garten, für das wir sämtliches draußentaugliches Spielzeug aufgefahren haben, was das Haus Hasenwild so zu bieten hatte. Abends haben wir noch ganz viele Lichter in Gläsern angezündet, die überall um den Hof und um den Garten herum verteilt waren.


Erster Knackpunkt: Das Wetter. Wir hatten wirklich Glück. Obwohl es nachmittags immer wieder getröpfelt hat, war der Himmel gnädig und hat uns einen wunderbaren Abend beschert. Lau und trocken. Optimal zum Feiern. Erst nachts um zwei Uhr kam das erste Gewitter heran.


Es war ein wunderschönes Fest. Das Wetter, die Stimmung, das Essen, es hat einfach gepasst. Ein richtiger Sommerzauber. Und wisst ihr, woran das lag? Da spielten nicht das leckere Essen, die vielen Kerzen, die Deko oder das Wetter die Hauptrolle - besonders berührt haben mich die vielen helfenden Hände. All die lieben Anrufe vorher, die unzähligen Angebote zu helfen, etwas mitzubringen, zu backen, herzurichten. Die vielen Menschen die ohne lang zu fackeln mit angepackt haben, vormittags Tische aufgebaut, nachmittags mit mir dekoriert, die abends Stunden mit mir in der Küche verbracht haben um Kuchen und Torten aufzuschneiden, abzuspülen, aufzuräumen. Diejenigen, die hinten im Garten die Kinder im Blick hatten und dabei nicht nur auf die eigenen Kinder geschaut, sondern auch bei den anderen mit angepackt haben, wenn Hilfe nötig war. Die vielen Salate, Kuchen, Torten, Nachspeisen, die mit so viel Liebe hergerichtet wurden. Die Leute, die schnell mit dem Auto losgesaust sind und Getränkenachschub geholt haben. All das.



Denn das macht den Zauber eines solchen Festes aus. Diese hilfsbereite Grundstimmung, das fröhliche Lachen aus der Küche, die Tischnachbarin, die dem älteren Herrn gegenüber ein Stück Torte mitbringt. Wenn ihr nicht gewesen wärt, wäre unser Fest nicht gelungen. Wäre das Buffet nicht so schnell aufgebaut gewesen, hätten sich Berge von Geschirr in der Küche gestapelt, wären die Essensreste ewig auf den Tischen gestanden - die Stimmung hätte gelitten. Und wenn ich überlege, wie viel Arbeit am nächsten Tag mir die vielen Helfer in der Küche erspart haben, könnte ich jedem einzelnen um den Hals fallen. Es war ein wundervolles Fest, weil wundervolle Leute da waren. Ihr habt das ausgemacht. Ihr, eure helfenden Hände, eure Hilfsbereitschaft, euer Blick für die anderen. Ich bin stolz, euch zu unserem Freundeskreis zu zählen.


Ich hoffe, dass wir noch viele solche Feste feiern dürfen. Vielleicht sogar das ein oder andere diesen Sommer noch. Ich packe jedenfalls gern mit an!!
Und wenn es abends dann doch kühler wird, lohnt sich eine kuschelige Sweatjacke im Gepäck. Recht viel stylischer als die hier geht es auf alle Fälle nicht - "Jordis" ist die große Schwester des Pullunders "Freya Ladies" und macht aus dem Grundschnitt eine wunderbare Kuscheljacke für Sommerabende - mit dem schrägen Reißverschluss sieht sie extrafetzig aus, und wahlweise Kuschelkapuze oder Kragen halten auch den Hals schön warm. Ein absolutes Must-Have für alle, die im Sommer gern auch spätabends noch draußen sind. Hier könnt ihr euch das Schnittmuster von FinnLeys genauer anschauen:

http://finnleyswelt.de/shop/jordis/
Auch jetzt, fast zwei Wochen nach der großen Party, zaubert mir der Gedanke an die vielen helfenden Hände noch ein Lächeln auf's Gesicht. Das ist wohl die Magie der Freundschaft, der Hilfsbereitschaft, der Freundlichkeit. Werde ich im Hinterkopf behalten, wenn es nächstes Mal irgendwo eine Gelegenheit gibt, mit anzupacken... <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

PS: Die Jacke ist mal wieder einen ordentlichen RUMS wert!

Montag, 6. Juni 2016

geklaute Tage

Es war recht still die letzten Tage auf meiner Seite - wir haben uns ein bisschen rar gemacht und sind mit dem Wohnmobil ein paar Tage ausgebüxt. Ein paar geklaute Ferientage sozusagen.


Eigentlich wollten wir Richtung Österreich fahren und ein bisschen Bergwandern - aber da hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die letzten Tage war es ja generell recht wechselhaft - von Unwettern mit unglaublichen Wasserschäden bis Windstille und Sonnenschein war alles drin. Ein Ziel nach dem anderen haben wir ausgeschlossen - für 4 Tage sollte die Fahrtstrecke schon irgendwie im Rahmen sein, naja, und Dauerregen wollten wir dann auch nicht.


Letztendlich haben wir uns Richtung Norden gewandt und ein paar wunderschöne Tage in Bad Staffelstein und später in Volkach an der Mainschleife verbracht. Wir hatten einen verregneten Tag, den wir vergnügt im Erlebnisbad verbracht haben - ansonsten konnten wir super Radfahren, Kirchen und Städtchen besichtigen, Kuchen essen und uns ein paar richtig relaxte Familientage machen. Nicht nur die Kinder haben die gemeinsame Auszeit aus tiefster Seele genossen. Einfach gemeinsam unterwegs sein. Keine Arbeit dabei, kein ich-muss-noch-schnell, keine Termine. Nur wir, die von einer Stunde zur nächsten spontan überlegt haben, was wir mit unserer Zeit anstellen. Das hat richtig gut getan.


Die kleine Hasentochter fährt seit ein paar Tagen Fahrrad und hat die Tage zum fleißigen Üben genutzt - am Samstag hat dann schon eine kleine Radtour zu viert geklappt. Also, zu viert mit vier Rädern meine ich. :D :D Die Sache mit dem Bremsen müssen wir noch dringend üben (vor allem auch, weil ich ziemlich um ihre Schuhspitzen bangen muss, wenn sie ständig mit den Fußspitzen den Berg runterbremst... :D ), aber sonst fährt mein kleines großes Hasenmädchen mit ihren 3 Jahren wie eine 1.


Wir haben eine liebe Freundin im Kloster besucht, mit einem Arbeitskollegen meines Mannes "fränggisch" gespeist, haben die Schiffe auf dem Main beobachtet und den Sommermarkt in Volkach besucht. Wir haben Spaghetti und fränkische Bratwürste gekocht, ausgeschlafen, ausgiebig gefrühstückt, gespielt, gelacht und ganz viel geredet und erzählt. Ich weiß jetzt zum Beispiel dass meine große Tochter nicht nur Kontrabass, Cello, Orgel und Trompete lernen möchte (in der Reihenfolge), sondern dann auch noch einen Bauernhof mit Kühen und Einhörnern betreiben wird. Und dass sich die Kleine ihren Ehemann-to-be längst ausgesucht hat, weil seine Mama auf den Namen "Heidi" hört - und ihre Kinder dann eine Heidi-Oma bekommen, genau wie sie eine hat. Gefragt hat sie ihn allerdings noch nicht, ob er damit einverstanden ist. :D :D


Wie ich das hier so schreibe, habe ich fast ein schlechtes Gewissen. Ein schlechtes Gewissen, weil es uns die letzten Tage so unglaublich gut ging, während andere mitsamt ihrem kompletten Besitz sang- und klanglos untergegangen sind - im wahrsten Sinne des Wortes. Immer wieder haben wir in den Nachrichten gehört, wie ganze Schlammlawinen durch Ortschaften quer durch Deutschland gerast sind - vollkommen unberechenbar. Und natürlich überlegt, ob und wie uns das auch treffen könnte. Uns klar gemacht, wie dankbar wir sein dürften für diese unbeschwerten Tage, für alles, was wir haben.


Das letzte Teil aus dem grünen Graziara-Sommersweat von Alles-für-Selbermacher, designt von raxn, habe ich euch heute gezeigt. Eine Marie von Feefee ist es mal wieder geworden, die gerade für die kühleren Sommertage wunderbar ist - der etwas kuschelige Jerseysweat hält den Wind schön ab, ohne zu warm zu sein, und der feine Sommersweat fällt richtig angenehm um die Beine. Das applizierte Engelchen hat meine Tochter besonders begeistert.


Die Graziaras gab es ja nochmal als Nachorderung bei AfS, aber wenn ich das richtig sehe, sind sie schon wieder alle ausverkauft. Aber bestimmt haben viele von euch inzwischen den ein oder anderen Meter zuhause gebunkert - vielleicht konnte ich euch ja ein bisschen inspirieren mit der Hasentochter in ihrem Kleid...

Hasenwilde Grüße
Johanna