Montag, 10. August 2015

Fernweh

Huuhuu ihr Lieben!

Wir schweben immer noch im Ferienfeeling. Einfach in den Tag hineinleben. Viel Baden gehen. (Recht viel besseres kann man bei Temperaturen, die seit Wochen nicht unter die 30-Grad-Marke sinken, auch gar nicht tun.. :D ). Abends lang wachbleiben. Abendspaziergänge, wenn die Temperaturen angenehm werden. Grillen. Genießen.


Meine Mädels stecken ganz oft in ihren Sommer-Schwestern-Trägerkleidern, die ich für den Urlaub genäht hatte. Die werden zur Zeit wirklich gern getragen - einerseits, weil sie bei dem Wetter schön luftig-leicht sind, andererseits weil der Camper-Stoff, den ich für den Rockteil verwendet habe, ein absolutes Highlight für die Hasenkinder ist!


Ich bin ja, was Motivstoffe angeht, eher zurückhaltend. Aber der hier musste sein. Da ist nämlich unser Wohnwagen drauf! :D Bessere Urlaubsoutfits gibt's doch gar nicht. Fotografiert habe ich die Damen auf dem Campingplatz im Sommerurlaub in der Toskana. Wenn ich mir die Bilder so anschaue, kommt schon wieder Fernweh auf...


Ich bin ein absoluter Urlaubsmensch. Wenn das erste laue Lüftchen durch den beginnenden Frühling zieht, kommen bei mir die ersten Fluchtgedanken auf.. :D Da überlege ich schon, wohin die Reise in dem Jahr gehen soll. Vor den Kindern waren das auch gerne weiter entfernte Ziele. Mit dem Rucksack nach Sizilien oder Andalusien, bis Mexiko, Ghana, Namibia, Südafrika.


Ich bin gerne den ganzen Tag draußen, ich will in jedem Urlaub etwas Neues sehen, neue Freunde finden, neue Sehenswürdigkeiten kennenlernen, in eine neue Mentalität eintauchen. Ich will sehen, wie die Leute leben, und ich versuche immer, nicht nur die Touri-Ecken abzuklappern, sondern wirklich ins Leben einzutauchen. Außerdem bin ich gern spontan. Ich plane ungern den ganzen Urlaub durch, lasse mich lieber treiben. Bleibe da, wo es mir gefällt, ziehe weiter, wenn ich das Gefühl habe, dass es gut ist. Oder wenn das Wetter schlecht wird. :D


Zum Glück liegt mein Mann da genau auf meiner Wellenlänge und ist genauso reisefreudig wie ich. Mit den Kindern hat sich unsere Art, Urlaub zu machen, aber angepasst. Wir reisen nicht mehr ganz so weit und nehmen den Wohnwagen, statt das Flugzeug. Damit bleibt trotzdem die Flexibilität. Wohnwagenurlaub ist super. Definitiv entspannter als eine Rucksackreise, mit mehr Ruhe- und Auszeiten. Dafür sieht man nicht ganz so viel. Aber alles hat seine Zeit. Und die Zeit der weiten Flugreisen wird sicher auch wieder kommen - ich möchte meinen Kindern unbedingt meinen Lieblingskontinent Afrika zeigen. Aber erst, wenn sie reif dafür sind.


Ich glaube, meine Schwestern und ich haben den Spaß am Reisen schon in die Wiege gelegt bekommen. Und diese flexible Art, mit dem Wohnwagen Urlaub zu machen, auch. Schon immer ist unsere Familie mindestens einmal im Jahr weggefahren, eher öfter. Im Winter zum Skifahren. An Pfingsten in den Süden. Und manchmal in den Sommerferien auch noch ein paar Tage in irgendeine Richtung. Erst mit dem Zelt, dann mit einem kleinen Faltmeister-Klapp-Zeltwohnwagen, und schließlich mit dem Wohnwagen. Und wir haben es so genossen, dass wir immer noch gerne mitfahren, wenn sich irgendwie die Gelegenheit bietet. Familie pur, sozusagen.


Lange Urlaubsfahrten sind dabei kein Thema. Waren es früher nicht und sind es auch heute mit meinen Kindern nicht. Weil man mit dem Wohnwagen eben so herrlich uneingeschränkt ist. Weil man vor der Fahrt schon weiß - wenn die Kinder absolut keine Lust mehr haben, dann stellen wir den Wohnwagen irgendwohin und bleiben da. Oder suchen uns kurzfristig ein anderes Reiseziel. Biegen irgendwo ab. Nehmen den kürzesten Weg zum Meer. Oder eben auch nicht. Allein dieses Wissen, dass nichts muss, dass es keine Notwendigkeit ist, am gleichen Tag an einem vorherbestimmten Ziel anzukommen, entspannt die Fahrt ungemein. Und meistens kommen wir dadurch trotzdem da an, wo wir hinwollen. Unsere Mädels sind wirklich relaxte Autofahrer. Freuen sich über die Riesentasche an Spielsachen, die es auf der Autofahrt gibt. Schlafen. Oder hören CD.


Ich glaube, der Grund dafür, dass ich/wir so gerne wegfahren, ist, dass mein Mann und ich notorische "Wurstler" sind. Zu Hause gibt's einfach immer was zu tun. Wenn mein Mann, so wie letzte Woche, ein paar Tage Urlaub hat, dann teilen wir uns die Kinder fein säuberlich auf, so dass der jeweils Kinderfreie Dinge erledigen kann, die er sich schon lange vorgenommen hat. Steine im Garten setzen. Holz hacken. Das Nähzimmer aufräumen. Wir müssen uns schon zusammenreißen, damit wenigstens ein Tag herausspringt, der allein den Mädels gehört. Und dafür müssen wir echt wegfahren. Ins Schwimmbad, ins Playmobilland, in den Zoo. Egal. Aber außer Haus. Deswegen ist es für zwei Wochen Jahresentspannung absolut unverzichtbar, dass wir das Haus verlassen. :D Wenn wir dann irgendwo im Süden vor dem Wohnwagen sitzen, gibt es nichts anderes. Keine To-Do-Listen. Nur Familie. Wunderbar.


Wenn sich dann nach ein paar Tagen der Rhythmus an den Urlaub angleicht - später ins Bett, länger schlafen, lang frühstücken...., dann bin ich zuhause. Im Urlaub daheim. Total entspannt. Wenn ich euch da so davon erzähle, packt mich doch gleich wieder die Reiselust.... Mal sehen, ob ich für nächste Woche nicht noch ein paar Tage mit dem Wohnwagen mit meinem Mann herausschlagen kann... <3


Jetzt aber nochmal zu meinen Kleidern. Ich habe das Freebook "Quickly" von Nemada verwendet, allerdings hab ichs an einigen Ecken ein wenig an meine Mädels angepasst. Etwas kürzer, dafür ein bisschen weiter ausgestellt und den Kragen etwas vergrößert. Ein ruckzuck genähter Schnitt auf alle Fälle!! Die Streifen sind vom Stoffonkel und die Papierboote freihand appliziert. Den fantastischen Camperstoff habe ich von Blaubeerstern.


Ich werde mich jetzt mit dem Duft von Pinien in der Nase und dem Rauschen des Meeres im Ohr mal ans Telefon setzen und gucken, ob sich mein Mann nicht vielleicht nochmal ein paar Tage Urlaub nehmen will, nächste Woche. Nicht so weit. Nur ein Stück. Mit dem Wohnwagen. Nochmal durschnaufen, bevor der Herbst kommt. Und die Kleider, die nehmen wir dann auch wieder mit... <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

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