Sonntag, 16. August 2015

Der Tag, an dem der Regen kam

Es regnet. Endlich regnet es. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das jemals sagen werde - aber endlich regnet es. :D Die Temperaturen sind runter. Ich trage SOCKEN. Und habe endlich Lust, die ersten Herbstbilder hier auf dem Blog loszuwerden. :D


Vorgestern, am Freitag, war noch strahlender Sonnenschein. Über 30 Grad, wie gehabt, wie die letzten - ich weiß nicht - gefühlten 3 Monate. Ein Wahnsinnssommer. Ich war einkaufen beim Netto im Nachbardorf. Der Parkplatz war proppevoll, wie immer vor einem Feiertag (da haben ja alle immer Angst, sie müssten übers Wochenende jämmerlich verhungern. Ich auch. :D ). Jedenfalls komme ich gerade aus dem Geschäft, schiebe meinen vollen Einkaufswagen zum Auto - und es beginnt zu tröpfeln.


Dicke Gewitterregentropfen platschen auf den staubtrockenen Asphalt. Erst langsam, dann immer mehr. Die Situation gibt es öfter. Normalerweise fangen die Leute in diesem Moment an zu schimpfen und zu laufen, ziehen sich ihre Kapuzen übers Gesicht, verziehen sich, murrend übers "Mistwetter", entweder in den Supermarkt oder ins Auto. Die Mundwinkel hängen dabei traditionell nach unten, die Stirn ist gefurcht, könnte ja die Frisur leiden. Oder der Einkauf.


Doch dieses Mal? Ein paar Kinder schauen nach oben, recken die Hände in den Himmel, den fallenden Tropfen entgegen, springen, rufen "Endlich Regen!". Die Leute stehen. Schauen nach oben. Kommen aus dem Supermarkt. Genießen die ersten Regentropfen auf der sonnenverwöhnten Haut. Und lächeln. Atmen auf. Nicken sich zu. Und ich? Räume lächelnd meine Sachen in den Kofferraum. Werde nass. Und denke mir: "Wie in Afrika."


Alles auf der Welt braucht eben sein Gleichgewicht. Ohne die Nacht würde uns der Tag nur halb so hell vorkommen. Und auch ein Sommer der Superlative braucht dringend seine Regentage. Meine Fenster sind weit offen heute, die Luft ist frisch, der Staub zu Boden gewaschen und man hat das Gefühl, die Farben draußen leuchten doppelt so intensiv wie sonst. Und ich kann ihn wieder schätzen, den Regen. Und auch die Regentage, die immer eine Spur langsamer und träger sind, als alle anderen. Und ich glaube, wenn ich heuer im November wieder das Gefühl habe, dass der Regen nie mehr aufhört und der ganze Horizont tagelang von dickem Wolkengrau verhängt ist, kann ich an dieses Wochenende zurückdenken. An den Tag, an dem der Regen kam. Und wie die Leute sich gefreut haben, auf dem Nettoparkplatz.


Und jetzt zum ersten Herbstoutfit des Jahres. Die Hose ist neu, aus der Feder von Annas Country und nennt sich Marty. Marty kommt, wie von Anna gewohnt, in hundertunddrei Varianten daher und ist eines meiner Herbsthighlights. Ich bin ja verliebt in den Knickerbocker-Stil, ich finde das echt cool (und auch absolut kindergartentauglich), ihr könnt aber auch eine schmusige Jersey-Wohlfühlhose oder ein kürzeres Exemplar für die restlichen warmen Tage draus nähen. Es gibt auch eine witzige aufgesetzte Riesentasche dazu. Ich habe hier Feincord verwendet und mit petrolfarbenen Viskosestoff-Bündchen kombiniert. Passend dazu gab's ein BoGi-Shirt (auch Annas Country) mit Herz. Die "Resi" von Farbenmix, die die kleine Hasentochter auf dem nächsten Bild präsentiert, gehört eigentlich der großen Schwester - passt aber super zum Outfit!! Schaut euch die Designbeispiele von "Marty" doch mal an, ich kann euch das Ebook nur wärmstens ans Herz legen:

http://de.dawanda.com/product/85465695-e-bookanleitung-marty-44-140
 
 
Ich höre jetzt noch ein bisschen dem sanften Trommeln der Regentropfen an meiner Fensterscheibe zu und mache nebenher, was ich an Regentagen am liebsten tue - Schnittmuster schnipseln und Stoff zuschneiden... Und wozu nutzt ihr eure Regentage?
 
 
 
Hasenwilde Grüße
Johanna


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