Montag, 20. Juli 2015

Meerliebe

Huhu ihr Lieben!
Wisst ihr was? Ich könnte schon wieder. In den Urlaub fahren, meine ich. Ich bin ein absoluter Fernwehmensch. Und irgendwie ist es ganz schön traurig, wenn der "große" Sommerurlaub Anfang Juni schon wieder vorbei ist. Ich glaube, nächstes Jahr fahren wir wieder im September - da hält die Vorfreude länger an. :D


Ich habe mich inzwischen durch unsere Urlaubsbilder gewühlt und für euch drei Postings vorbereitet. Heute dreht sich alles ums Meer. Und um die Strandkleider, die ich den Hasenkindern genäht habe. Für diejenigen, die wie ich schon im Urlaub waren - zum Erinnerungen-wachrufen. Für diejenigen, die demnächst fahren - zum Vorfreude-erhöhen. Und für diejenigen, die heuer aus diversen Gründen daheim bleiben - für einen kleinen Blick ans Meer....


Das Meer. Irgendwie übt es eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Kennt ihr das auch? Ich mag die Berge, ich mag Städtetrips, Schnee und überhaupt Urlaub allgemein. Aber das Meer ist schon mein Highlight. Immer schon.


Jedes Jahr, wenn wir unseren Wohnwagen packen und überlegen, wohin es gehen soll, stehen haufenweise Alternativen im Raum. Und jedes Jahr streichen wir (na gut, mehr ich :D ) eine nach der anderen zugunsten dieser großen Pfütze. Im Moment schiebe ich die Kinder vor. Weil für die Strand und Sand und Meer optimal sind. Stimmt ja auch. Aber eigentlich will ICH ans Meer. :D



Ich liebe das Geräusch der Wellen am Ufer. Beim Campen am Meer ist das allgegenwärtig. Ich höre das Rauschen des Meeres, wenn ich morgens aufstehe, ich habe es in den Ohren, wenn wir gemütlich frühstücken und es bleibt allgegenwärtig, bis ich abends nach dem letzten Glaserl Wein wieder in meinen Schlafsack krieche. Wie jemand, der mir den ganzen Urlaub ins Ohr flüstert: "Entspann dich. Atme durch. Genieße."



Ich mag diese unberechenbare Kraft, die sich an stürmischen Tagen zeigt, wenn die Wellen mannshoch an den Strand donnern. Den Nervenkitzel, trotzdem ein Stück weit hineinzugehen, sich von den Wellen in die Luft tragen zu lassen oder durchzutauchen und dabei zu spüren, wie klein und zerbrechlich man doch ist. Wie schnell einem so ein Brecher die Beine unterm Körper wegzieht. Aber auch das Hochgefühl, wenn man wieder aus dem Wasser steigt und das Gefühl hat, man wäre auf einem wilden Hengst durch die Steppe geritten. :D


Ich kann den ganzen Tag damit zubringen, nach Muscheln und Krebsen zu suchen, die Felsen rund um den Strand zu erkunden und auszukundschaften, was da alles so lebt und krabbelt. Den Strand nach Fundstücken absuchen, die vom Wasser glattgeschliffen sind. Angeschwemmte Seesterne zurück ins Wasser retten. Oder den Schnorchel und die Taucherflossen auspacken und auf die Suche nach ein paar Fischen gehen. Und es finden sich immer welche in dieser funkelnden Unterwasserwelt.


Ich liebe frischen Fisch und Meeresfrüchte und habe im Urlaub wirklich Spaß daran, auf dem Gasgrill vor dem Wohnwagen frischen Fisch, Meeresfrüchterisotto, Calamari und Scampispieße zuzubereiten. Zum Glück sind sowohl mein Mann als auch die Kinder davon genauso begeistert wie ich. :D


Ich liebe es, den Sand zwischen den Zehen zu spüren. Und meinen Töchtern dabei zuzusehen, wie sie sich in diesem riesigen Sandkasten vollkommen im Spiel verlieren, stundenlang Sand von hier nach da schaufeln und tragen, Wasser dazumischen, sich eingraben um sich irgendwann von oben bis unten voller Sand ins kühle Wasser zu stürzen und alles wieder abzuwaschen. Und dann wieder von vorne anzufangen. Am Strand brauche nicht einmal ich als bekennende Leseratte ein Buch. Nur meine Sinne.


Umso mehr kann ich mich aufregen, wenn die Großfamilie ein Stück neben uns beim Gehen ihren ganzen Mist im Sand liegen lässt. Da bleiben Plastiktüten, Sandwichpackungen und angebissenes Brot zurück, der kaputte Liegestuhl wird einfach auf die Seite geworfen und die Schaufel mit dem Sprung landet im Meer. Ich könnte heulen, wenn ich sehe, wie die nächstbeste Fabrik ihren Dreck ins Wasser ableitet, was in der Früh am Strand für Mengen an Plastikmüll angeschwemmt wurden und wenn im Hafen zwischen den Schiffen ein schillernder Ölteppich schwimmt. IN MEINEM MEER!!!!!!


Ich würde es wirklich gerne mit heimnehmen, das Meer. Nächstes Mal. Zwischengelagert in einer magischen Flasche würde ich es nach Hause transportieren und ihm dann einen schönen Flecken gleich hinter Wachenzell zur Verfügung stellen. Ohne Abfall, ohne rücksichtslose Touristen und ohne schlecht gewartete lecke Öltanker. Ohne Fabriken, ohne Plastikmüll und ohne zubetonierte Strandstücke. Urlaub für's Meer in Bayern. Direkt vor meiner Haustüre. Und ich glaube, es würde ihm gefallen. Wenn es wieder zu Hause wäre, hätte es bestimmt bald Fernweh und würde jedes Jahr zu mir zurückkommen.... :D :D


Auf der Sew! habe ich beim Sonntagshasen diesen kuschelweichen Sternchenfrottee mitgenommen. Ideal für Strandkleider - wenn die Kids nass und durchfroren aus dem Wasser kommen, sind unsere beiden Frotteeüberzieher optimal. Nicht zu dick, aber trotzdem warm und kuschelig. Und außerdem ruckzuck trocken, wenn sie beim Spielen nass oder sandig werden. Als Schnitt habe ich mir den "Herzbuben" von Fred von SOHO ausgesucht, ein Stück verlängert und Känguruhtaschen aufgesetzt. Weil meine Töchter nämlich meine Sammelleidenschaft geerbt haben und darin gaaaanz viel Platz für Muscheln, Stöckchen und sonstige Strandwichtigkeiten ist. Der Herzbube hat nicht nur eine Kurzarm-Linie sondern auch noch den Kapuzenschnitt, unter dem die nassen Haare bei Wind verschwinden können. Unsere Kleidchen sind so großzügig genäht, dass sie hoffentlich nächstes Jahr auch nochmal mit an den Strand können - und bis dahin sind sie auch super im Freibad, am Planschbecken oder im Pool!!

Hasenwilde Fernwehgrüße
Johanna

Kommentare:

  1. Liebe Johanna,

    was ein schöööööööööööööööner Post, so tolle Fotos vom Meer. Ich kann Deine Liebe zum Meer so gut verstehen, zum Glück wohnen wir hier und sobald das Wetter es zulässt, genießen wir es auch. Ein tolles Strandkleid hast du das für Dein Hasenmädchen genäht. Das sieht so richtig schön zum Reinkuscheln aus.

    Ganz liebe Grüße
    Sandy

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    1. Aaaah, da kommt Neid auf. Irgendwo in der Nähe vom Meer zu wohnen wäre schon auch so ein Traum von mir!! Danke für deine lieben Worte!

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