Samstag, 28. Februar 2015

Die Sache mit dem Fotohintergrund

Huhu ihr Lieben!!

Ich bin gerade wieder heimgekommen von einem wunderbaren Mädels-Ausflug. Mit Übernachtung. Schön war's. Voller netter Gespräche, haufenweise gutem Essen und viel Zeit nur für uns. Ich bin jetzt quasi tiefenentspannt. Und aufgetankt. Auch wenn das große Hasenkind die Zeit, die ich weg war, die Zeit zum krank werden genutzt hat. Aber der Hasenpapa hatte die Sache gut im Griff.


Ausgeführt habe ich zum Mädels-Trip mein neues Oberteil. Ein Fledermausshirt nach dem Schnitt "Gula" von Erbsünde. Das Ebook habe ich vor einer Weile bei Ilka gewonnen und habe den Schnitt schon mit einem Probestoff getestet und für gut an mir befunden - aber dann ist es unter all den anderen Nähwerken irgendwie wieder verschwunden, bevor ich eine tatsächlich stoffmäßig tragbare Version angreifen konnte.


Die Gelegenheit kam zusammen mit einem neuen Stoff von stoffversand4u. Angekommen ist ein neuer Bio-Single-Jersey mit dem Namen Fenja, den es in 19 schicken Farben gibt. Die ideale Gelegenheit, um meine Gula wieder auszupacken.



Aufgehübscht habe ich mein Fledermausshirt mit einer Satinschleife und einem passenden Häkelblümchen - und mehr braucht der melierte Stoff in Kombination mit dem Schnitt dann auch gar nicht, um richtig zur Geltung zu kommen. Rosa ist ja eigentlich nicht so mein Farbton - aber dieses dunkle altrosa meliert in Kombination mit dem hellrosa gefällt mir echt gut an mir.


Jedenfalls habe ich zum Fotografieren extra meinen nigelnagelneuen Backdrop ausgepackt. Mitsamt dem Teleskopgestänge. Für die Nicht-Fotografierer unter euch: Das ist ein Fotohintergrund, den man auf ein Gestänge hängt und der einen schicken Hintergrund simuliert. Mitsamt einem Stück Boden. Gibt es in allen möglichen Farben und Designs. Neuerwerbung. Musste ich UNBEDINGT haben. Ich habe jedenfalls alles im Schlafzimmer ausgerollt, aufgebaut, Kamera mit Selbstauslöser davor und eine ganze Runde Fotos geschossen. Und dann saß ich vor dem Computer und hab die Bilder durchgeschaut. Furchen wie der Gand Canyon in der Stirn. Ehrlich - das war nix. Also, sie waren nicht schlecht, aber irgendwie finde ich es unglaublich schwierig, in diese Drinnen-Bilder so richtig Leben zu kriegen. Das mag am Licht liegen. Oder einfach am Feeling. Ich weiß es nicht - aber es war einfach nix. Ich hätte da mit ein bisschen Fotobearbeitung schon ganz ordentliche Bilder rausgekriegt. Aber mehr dann eben auch nicht. Dass ich mehr der Draußen-Fotograf bin, liegt sicher mit daran, dass es mit anständigem Tageslicht so viel einfacher ist, Bilder hinzukriegen, die man nicht (oder kaum) bearbeiten muss, damit sie ein bisschen strahlen. Aber ich glaube, es liegt auch an der Einstellung. Ich mag einfach gern Natur im Hintergrund. Und Himmel. Statt Plastik. Versteht mich nicht falsch, so ein Backdrop ist eine gute Sache, wenn es draußen stürmt und schneit und das Wetter furchtbar schrecklich ist. Aber für mich auch nur dann. Gut zu wissen jedenfalls. Vielleicht starte ich noch einen Versuch mit meinem Fotohintergrund. Vielleicht verkaufe ich ihn auch einfach nur in dem Wissen, dass ich das jetzt getestet habe und es nichts für mich ist. Mal sehen. Jedenfalls bin ich mit Stativ und Kamera in den wunderbaren Sonnenschein nach draußen, habe mir einen nicht komplett kahlen Fleck in unserem Garten gesucht (was zugegebenermaßen zu dieser Jahreszeit gar nicht so einfach ist - alles ist irgendwie schlammbraun... :D ) und nochmal von vorne geschossen. Und jetzt passts. Das sind meine Bilder. Da bin ich nicht nur drauf, da steh ich dahinter. Hätte ich auch vorher wissen können. Manchmal kenne ich mich schlechter, als ich denke.... :D


Ihr seht, ich habe die Sonnenstrahlen in vollen Zügen genossen.... :D
Jetzt muss ich noch ein paar Worte zum Stoff loswerden: Fenja ist ein Bio-Single-Jersey aus reiner Baumwolle. Dafür gibt's von mir schon mal hundert Punkte. Finde ich super. Dadurch, dass kein Elasthan enthalten ist, ist der Stoff nur querelastisch - dehnt sich dementsprechend nicht so stark und auch nur in eine Richtung. Für so richtig knackenge Sachen ist Fenja also nicht wirklich geeignet. Außerdem ist Fenja, was die Nadeln betrifft, durchaus ein bisschen zickig - durch den fehlenden Elasthangehalt muss man wirklich ganz dünne Jersey-Rundkopfnadeln verwenden, sonst gibt's Löcher. Eine Nadelempfehlung findet ihr direkt in der Stoffbeschreibung. Aber mal ehrlich, manchmal muss man für Bio eben auch ein paar Abstriche machen. Ist ja auch beim Obst so. Oder beim Gemüse. Da sind die Äpfel halt nicht ganz so groß oder so rot, dafür dass sie nicht mit Spritz- und Konservierungsmitteln vollgepumpt kommen. In meiner Overlock habe ich eigentlich immer die Superstretch-Nadeln von Organ in 75, damit ging's hervorragend - mein Oberteil ist auch nach zwei Tragetagen an allen Nähten unverändert. :D Besonders gut finde ich Fenja für Webwareschnitte. Die sind erstens sowieso nicht auf Dehnbarkeit ausgelegt, und zweitens geht es mir da immer wieder so, dass ich nach einem Stoff suche, der einfach ein bisschen lockerer fällt als der normale Baumwollstoff. Dafür ist Fenja super - oder für weitere Schnitte wie meine Gula.

Hier findet ihr Fenja in allen vorrätigen Farben: *KLICK*
Und das Fledermausshirt/-kleid "Gula" von Erbsünde habe ich euch auch noch gleich verlinkt: *KLICK*


Das war's dann auch schon wieder von mir. Die große Hasentochter hat sich heute nachmittag offensichtlich so gesundgeschlafen, dass sie jetzt AUF KEINEN FALL ins Bett gehen kann und sitzt noch bei mir am Sofa. Ist ja Wochenende. Kuscheln wir eben noch ein bisschen. Euch wünsche ich jedenfalls noch ein wunderbares Restwochenende!!

Hasenwilde Grüße
Johanna

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